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Wir zahlen für die Beerdigung der Keynesianischen Theorie

von Peter Boehringer E-Mail 11.10.10 11:53:47

Heute im Handelsblatt: "EU torpediert Landesbankenfusion: Die EU-Kommission wirft der WestLB-Führung vor, wegen der Übertragung [toxischer] Wertpapiere [über 3,6 Mrd EUR auf die WestLB-BadBank] zu höheren Buch- statt Marktwerten ungerechtfertigte Staatshilfen erhalten zu haben."

=> Der naive Beobachter kann hierzu nur lapidar feststellen: Ja, genau so ist das. Und ohne diese Staatshilfe wäre die schon seit korrupten Neuber´schen Zeiten Jahrzehnte-lang toxisch aufgeladene WestLB spätestens 2007/8 in einen glasklaren klassischen Überschuldungskonkurs wegen Immobilien-Gigantomanie und wegen Gläubigkeit an angelsächsische Immopaket-Ehrlichkeit gelaufen. Klappe zu - WestLB tot. Ein Ende mit Schrecken statt eines Schreckens ohne Ende.

=> Für den kritischen Beobachter aber stellen sich hier andere Fragen, wenn ausgerechnet die EUlitären und höchst parteiischen EU-Gremien hier verbal attackieren: Was anderes als "ungerechtfertigte Staatshilfen wegen der Übertragung von Papieren zu höheren Buch- statt Marktwerten" stellen denn Dutzende von anti-marktwirtschaftlichen Rettungsaktionen in EUropa, in den USA und in der Welt dar? :!:

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Vom Saulus zum RonPaulus: Keynesianische Frontauflösung?

von Peter Boehringer E-Mail 29.09.10 23:01:35

Viele Leser werden Ambrose Evans-Pritchard (AEP) kennen, den Starschreiber des englischen Telegraph. Obwohl dieser zwar gelegentlich gute und oberflächlich betrachtet auch kritische Artikel schreibt, so war er bis heute doch tief im Inneren immer ein keynesianischer Fed-Gläubiger oder doch wenigstens ein wohlwollender medialer Begleiter von Bernankes Gelddruckerei. WAR!

Den untenstehenden AEP-Artikel "Shut down the Fed", den sowohl der deutsche Mainstream als auch die Blogosphäre offenbar übersehen haben, habe ich zunächst für pure Ironie gehalten. Aber die darin vollzogene 180-Grad-Wende von AEP könnte ebenso wie seine explizite "Große Entschuldigung" tatsächlich ernst gemeint sein, was angesichts von Ben Bernankes gerade außer Kontrolle geratenden Gelddruck- und Monetarisierungs-Maßnahmen für jeden rationalen Marktbeobachter auch überfällig und angesichts täglich neuer GoldSilber-Highs durchaus nachvollziehbar wäre.

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Die Fed will Wirtschaftsblogger zum Schweigen bringen

von Peter Boehringer E-Mail 21.07.10 19:43:15

Deutschland - hast Du es doch besser? Während hierzulande die Kanzlerin (wie heute in der BUNTE) nur lamentiert, dass sie wegen der Pluralität im Internet nicht mehr "alle Menschen gleichermaßen erreicht" und es immer schwieriger werde, ein [sozialistisch-kollektiv-planwirtschaftliches?!] "Gesamtmeinungsbild zu erkennen" [oder gar herbeizu-spin-nen?!], ist dieses "Problem" in den USA viel höher aufgehangen und die Pluralität des Internets wird bereits aktiv bekämpft.

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Matrix versus Markt: Schönwetterlügen versus Realitäten

von Peter Boehringer E-Mail 01.06.10 12:59:12

Ticker-Meldung von eben: "Griechenland plant neue Anleihe im Juni: Athen (ddp). Griechenland will nach Aussage von Finanzminister Giorgos Papakonstantinou im Juni den Markt für Staatsanleihen wieder testen. Im kommenden Monat finde wahrscheinlich die Auktion einer kurzlaufenden Schuldverschreibung statt, sagte er am Montagabend dem staatlichen Sender NET. Im Weiteren warb der griechische Finanzminister für Vertrauen der Investoren. „Auf die griechische Regierung ist uneingeschränkter Verlass, und Schuldenrestrukturierungen oder Zahlungsverzug sind absolut undenkbar, weil das ernsthafte Auswirkungen auf die Staatsbürger hätte und das Land in eine dekadenlange Rezession führen würde.

=> So weit, so logisch. Diese Ankündigung ist nur folgerichtig, denn natürlich versucht sich Griechenland nunmehr wieder selbst an der Finanzierung über den Kapitalmarkt. Warum auch nicht - bei all der Rückendeckung, die man seit dem offenen Konkurspunkt vor 4 Wochen via Bürgschaft, Garantie und Direktzahlung durch den deutschen Steuerzahler (mind. 22 Mrd. EUR), den IWF (mind. 30 Mrd. EUR), andere Euro-Länder und vor allem durch die EZB (potenziell unbegrenzt / "Koste es, was es wolle") mittlerweile bekommen hat.

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Die Fed: ein "Gewinn"?

von Peter Boehringer E-Mail 14.01.10 17:58:57

Aktuelle Meldung im Handelsblatt:

"Fed fährt Rekordgewinn ein
Die US-Notenbank Federal Reserve hat nach vorläufiger Rechnung im Jahr 2008
[9] einen Rekordgewinn von 52,1 Mrd. Dollar erzielt. Die massive Geldschöpfung der [ ___ *) ] führt zu sehr hohen Zinseinnahmen. Am stärksten profitiert das Finanzministerium von dem Überschuss aber auch die privaten Banken verdienen mit."

[ *) Anmerkung: hier steht leider im Originaltext nicht, WER denn massiv Geld geschöpft hat...]

=> Hm: Ignorieren wir einmal, dass das Handelsblatt statt "2008" vermutlich "2009" (oder bestenfalls "Fiskaljahr 2008/9") schreiben wollte ...
... und unterstellen wir einmal, dass an die Stelle des "___" wohl "Fed" gehört, was allerdings auch nicht ganz korrekt wäre, denn bei der Geldschöpfung mischen auch Geschäftsbanken mit.

Wird die Meldung dadurch plausibler? Ich meine nein:

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