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Der sozialistische Kapitalismus kommt

von Peter Boehringer E-Mail 22.09.09 10:33:14

Unten eine Reuters-Meldung von heute 22. September 2009:
"Brown will G20 zur Weltwirtschaftsregierung machen"
Die neue Weltordnung wird immer klarer in ihren Zielen. Verstellung ist offenbar nicht mehr erforderlich. Die Demokratie (i.S.v. die Nationen und die Völker fragen, was sie wollen) ist in fast allen Mitgliedsstaaten de facto abgeschafft. Und so hinterfragt denn auch keiner mehr ernsthaft, ob diese Weltregierung IRGENDEINE Legitimation hat - außer natürlich über mehr oder weniger subtile und mehr oder weniger reale Drohungen.

Dieselben Leute und Institutionen, die die Krise ausgelöst haben und massivst davon profitiert haben, maßen sich nun an, "die Welt global regieren" zu wollen! [sic! s.u.].
Dieselben Banken, die ohne Billionen-schwere Staatsrettung und ohne Abschaffung der Prinzipien gesunder Buchführung alle insolvent und tot wären, wollen nun via G20 "global regulieren".

Eine Absurdität ohnegleichen! Und dass das Volk als Steuerzahler und (vermeintlicher) Souverän, dafür bluten muss, ist nur das I-Tüpfelchen auf der ohnehin schon enormen Chuzpe des Hr. Brown und Konsorten.

Wie hieß noch damals nach 1917 die große Organisation, die auf dem erklärten Weg war, eine sozialistische Weltregierung zu etablieren? "SU"?! Vielleicht kann die NWO das Kürzel ja übernehmen: "Sozialistische Unterdrücker". Selbst "KP-SU" wäre kein Problem: "KaPital-Sozialistische Unterdrücker"!
Selbst die privilegierten Schichten der heutigen totalitären Nomenklatura und der Papiergeld-Funktionäre werden den realkommunistischen Kadern von damals absolut ähneln...
Und ebenso wie damals geschieht alles "zu unserem besten" - heute also für "globales, nachhaltiges Wachstum", für das Klima und für gerechte Manager-Gehälter...
Der sozialistische Weltkapitalismus lebt.

Brown will G20 zur Weltwirtschaftsregierung machen http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE58L00D20090922
Berlin, 21. Sep (Reuters) - Der britische Premierminister Gordon Brown will die G20 langfristig zu einer Weltwirtschaftsregierung formen. Die Gruppierung der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer solle sich regelmäßig treffen, um Wachstumsstrategien zu beraten, sagte Brown der Zeitung „Die Welt“ (Dienstagausgabe). Ziel sei ein besseres System für Frühwarnung und Krisenbewältigung. „Die G20 haben die Welt gemeinsam vor dem Kollaps des Finanzsystems gerettet. [sic! 88| ] Das ist eine große Chance, langfristig zusammenzuarbeiten,“ fügte Brown hinzu.
Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G20 in der US-Stadt Pittsburgh zum Weltfinanzgipfel. Ginge es nach dem britischen Premier, sollten solche Treffen künftig zu einer regulierenden Institution werden. „Die politischen Führer müssen sich regelmäßig treffen und sich gegenseitig beraten, was jedes einzelne Land für ein globales, nachhaltiges Wachstum tun kann.“ Ein Anfang sei gemacht, noch würden die G-20-Staaten jedoch nicht eng genug zusammen arbeiten. Ihm schwebe ein neuer Weg vor, um die „Weltwirtschaft global zu regieren.“
Brown sagte, dass die G20 nur gemeinsam zu einer Lösung für Manager-Gehälter, Steueroasen und der Überwachung des Bankensektors kommen könnte. Er erwarte in Pittsburgh eine Einigung, die genannten Probleme gemeinsam zu lösen. „Globale Probleme erfordern globale Lösungen und Handlungen.“ Ob er sich notfalls auch auf eine europaweite Regulierung einlassen würde, sollte die US-Regierung nicht mitziehen, dazu wollte sich Brown nicht äußern. Die Frage stelle sich nicht, da er sicher sei, Europa und USA würden sich einigen können. „Jedes Land hat Banken, die international verlinkt sind. Insofern hat auch jedes Land ein Interesse an einer gemeinsamen Lösung."

=> Kommentar: >:XX [Eigenzensur zwecks Selbstschutz. Aber jede Brown´sche Zeile spricht für sich. Orwell´scher Newspeak par excellence.]

6 Kommentare

Kommentar from: OD [Besucher]
*****
Entweder bewegen sich jetzt alle, endlich einmal von Ihren Sesseln hoch oder es bleibt mir nur zu sagen: Jedes Volk (oder Völkergemeinschaft) verdient die herrschende Klasse, die es hat.
22.09.09 @ 14:06
Kommentar from: Link [Besucher]
EDIT Admin: Bitte Links nur falls erforderlich und nur mit direktem Blog-Bezug und auch dann nur auf einen KONKRETEN Artikel verlinken - nicht auf eine ganze Homepage. Danke.
22.09.09 @ 14:13
Kommentar from: LetsGetFreeNow [Besucher]
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schaut mal rein:

EDIT Admin: Bitte Links nur falls erforderlich und nur mit direktem Blog-Bezug und auch dann nur auf einen KONKRETEN Artikel verlinken - nicht auf eine ganze Homepage. Danke.
23.09.09 @ 08:04
Kommentar from: Spielverderber [Besucher]
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Ich weiß nicht, wie wenig Ahnung man vom Begriff "Sozialismus" haben muss, um so etwas zu schreiben. Gewinne privatisieren, Verluste "sozialisieren" = Sozialismus. Ganz schwach! Keynes war wahrscheinlich der größte Sozialist von allen. Und wenn dann noch eine weltweite Diktatur aufgebaut wird, kann es eh nichts anderes bedeuten als Sozialismus, denn das sozialistische Experiment in Russland war ja schließlich auch groß und hierarchisch.
Ich weiß nicht, wieviel man geraucht haben muss, um auszublenden, dass alles dafür getan wird, um das Monopolyspiel weiterlaufen zu lassen.
Ich weiß nicht, wie gehirngewaschen man sein muss, um nicht zu merken, dass man schon längst in einer Diktatur lebt.

=> AW PB: Ich weiß nicht, wie ideologisch man sein muss, um nicht vom herkömmlichen "Sozialismus"-Begriff abstrahieren zu können.
Einiges von dem was Sie schreiben, ist ja nicht falsch. Es widerspricht aber inhaltlich nicht dem Blogeintrag. Weder würde ich widersprechen, wenn Keynes als Sozialist bezeichnet wird (das WAR er - auch wenn er selbst den Kapitalismus retten wollte). [mehr zu Keynes lesen Sie bitte in meinen Artikel im kommenden Smart Investor Nr. 10-2009]. Noch würde ich beim "Monopolysystem" oder bei Ihrer "Diktatur"-Anmerkung gegenreden. Also gilt auch bei Ihnen mal wieder: mehr lesen, weniger kritisieren. :roll:

=> Die Überschrift heißt nicht umsonst "sozialistischer Kapitalismus". Ich weiß, dass manche Urkommunisten reflexartig bei jeder Kritik am "ursprünglichen, guten, marxistischen" Kommunismus (als Antithese zum Manchesterkapitalismus) zurückbeißen. Trotzdem sollten auch diese Leute zK nehmen, dass die Elite schon lange BEIDE Pole beherrscht. Das marxistische Experiment wurde von denselben Cliquen finanziert, die heute noch immer beide Pole finanzieren. Der Trierer Karl Marx schrieb "Das Kapital" in London und wurde von dort finanziert und liegt sogar dort begraben.

=> Ich hatte bereits 2004 in einem Essay folgendes geschrieben:
"Mittlerweile ist zwar der real existierende Sowjet-Sozialismus tot. Der monetäre Sozialismus jedoch lebt und wütet noch. Zentraler Interventionismus, Kollektivismus, Dirigismus und Planbarkeitswahn waren nicht nur die Ursachen für das Ende der offen sozialistischen Systeme; sie werden auch unser heutiges System letztlich zerstören – mit bitteren und möglicherweise totalitären Konsequenzen."

=> Begriffe sind Schall und Rauch. Die INHALTE sind wichtig. Also bitte ein wenig mehr unter die Oberfläche der Begrifflichkeiten gehen...
23.09.09 @ 10:54
Kommentar from: jaro_g [Besucher] E-Mail
eine einzelne weltregierung? das wäre m.m.n. für die welt die wohl schlechteste lösung überhaupt ... denn so würde es reichen, eine einzelne regierung zu korrumpieren, um die interessen von paar wenigen auf kosten der gesamtbevölkerung durchzusetzen :o(

ps: gerade die politische und wirtschaftliche viefalt und konkurrenzkampf im mittelalterlichen europa haben m.m.n. im wesentlichen dazu beigetragen, daß der 'weiße mann' die bis dahin führenden (und im großen maße zentralistisch geführten) asiaten wie z.b. china, japan, osmanische + arabische welt überholt hat und letztendlich die weltherrschaft für soooooo viele jahrhunderte übernommen hat ...

na ja, nun ist der 'weiße mann' zu faul, zu satt, zu fett, zu träge und zu verschuldet um weiterhin die welt zu beherrschen und so wird jetzt aus G7 plötzlich G20 ... mal sehen, ob sich das die chinesen gefallen lassen werden, oder doch lieber alleine regieren und neben der wirtschaftlichen auch noch eine militärische übermacht aufbauen möchten :o)

just my 2 cents,
jaro.
27.09.09 @ 23:08
Kommentar from: Ostarrichi! [Besucher]
****-
Keynes war in erster Linie ein Faschist, der mit seinen abartigen Ideen nur verhindern wollte, daß Arbeiter wohlhabend werden.
30.09.09 @ 05:29

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