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Papiergeld-Eliten: "Durchhalten bis zum Endsieg..."

von Peter Boehringer E-Mail 10.02.10 11:59:32

Griechenland ist heute in aller Munde und in allen Gazetten. Zurecht - auch wenn man mit derselben Berechtigung wie beim Euro auch den ungedeckten Papier-Dollar in Frage stellen sollte:

Die FAZ ließ noch vor 2 Wochen einen rechtschaffenen und kompetenten -aber naiven- Professor für Europarecht wie folgt zu Wort kommen:

"Professor für Europarecht: 'Hilfe für Griechenland wäre Rechtsbruch' "

Juristisch ist der ganze Artikel sehr interessant und der Professor von der Uni Jena ist von der Rechtswidrigkeit eines GR-Bailouts im Artikel SEHR überzeugt.

=> Aber das war bei den Bankenbailouts 2008ff nicht anders! Und darum bin ich sicher, dass die Berliner Juristen "unserer" BuReg am Ende einen Weg zur "Legalisierung" finden werden. Und selbst falls nicht, wird diese Rettung eines Fremdstaats durch deutsche Steuerzahler trotzdem gemacht. Wo kein Kläger - da kein Richter. Und das deutsche Volk hat gegen einen solchen Bailout wieder mal kein Klagerecht - geschweige denn ein Mitspracherecht. Der Bundestag zählt nicht (falls er die zugehörigen Milliarden-Kosten denn überhaupt abnicken darf): den Abgeordneten wurde auch im Herbst 2008 keine Möglichkeit gegeben, den Mund gegen den Bankenputsch die Bankenrettungen aufzumachen.
=> Wir leben nicht mehr im Rechtsstaat, auch wenn man natürlich immer noch -wie der Jenaer Professor- darauf beharren muss und im Rahmen rechtsstaatlicher Kriterien argumentieren sollte.

Unterdessen ist man in Berlin aber schon viel weiter. Es geht nur noch um die juristisch möglichst unangreifbare und medial "unauffällige" Umsetzung des Rechtsbruchs! Und notfalls wird eben die Drohkeule rausgeholt. Die Drohkulissen zeigen bereits heute die Vergleiche mit der HRE-Pleite auf, die ja bekanntermaßen bereits im Oktober 2008 "das gesamte Finanzsystem zum Einsturz hätte bringen können" und zu deren Beherrschung ALLEINE der deutsche Staat mehr als 120 Mrd. EUR an Garantien aussprechen musste. Lehman-Vergleiche wurden in der Presse heute ebenfalls bereits gesichtet.

Dank an Leser CD für die Zusendung eines Kommentars, dem ich mich 1:1 anschließe:

" Ja, man wird den Vertrag brechen. Der gestern vom FinMin gemachte Vergleich mit der HRE spricht eine deutliche Sprache! Das ökonomische Problem ist, dass das ganze jetzige Vorgehen lediglich eine Insolvenzverschleppung zu Lasten des dt. Steuerzahlers darstellt. Eine realwirtschaftliche Anpassung i.S. der Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der ClubMed Länder findet dadurch nicht statt. Es bleibt somit ein Fass ohne Boden. Die Situation erinnert fatal an 1992, als Lira und Peseta massiv abwerteten und das Pfund aus dem EWS flog. Auch hier stemmte man sich mit Milliardenbeträgen gegen den Markt und die ökonomische Vernunft, um am Ende doch aufgeben zu müssen. Auch heute ist dies nicht anders und jeder Versuch, dass zu verhindern, macht alles nur noch schmerzhafter und teurer." :!:

Auch MMNews kommentiert heute unter Bezug auf die FTD bereits in diese Richtung:
"Berlin plant Hilfspaket für Griechenland. Wegen der Schuldenkrise Griechenlands befürchte man 'eine größere Verwerfung als bei der Krise der Hypo Real Estate' 88|, hieß es in Koalitionskreisen. Angestrebt sei eine europäische Lösung. Allerdings werde auch ein Alleingang Deutschlands nicht ausgeschlossen." >:XX

=> Wo die Prioritäten liegen, sagt uns mittlerweile ganz offen die Politik:
"Der stellvertretende Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, Michael Meister, bestätigte, dass in Berlin an einem Rettungspaket gearbeitet wird. 'Oberste Priorität für die Union hat ein stabiler Euro', sagte Meister der FTD."

=> Fortgesetzte Insolvenzverschleppung auf Deutschlands Kosten! Bis zum bitteren Ende. ALLE müssen untergehen, damit nicht GR + Euro jetzt schon untergehen, was später ohnehin unvermeidlich sein wird! Es ist wie Stalingrad 1943: Durchhalten bis zum "Endsieg" - auch wenn die Einkesselungsschlacht noch so aussichtslos ist. Die um den ungedeckten Papier-Dollar natürlich ebenfalls.

=> Wir stehen vor der nächsten Krise wie im Herbst 2008. Im April 2008 hatte ich im Smart Investor geschrieben: "Armageddon? Verschoben! Der Finanzkollaps findet diesmal noch nicht statt. Aber die Fallhöhe steigt.":

" Die Systemeliten erkaufen sich aktuell in einer konzertierten Aktion auf Kosten der Bürger und Steuerzahler Zeit. Selbst die geschätzten 1000 Milliarden Dollar [Stand 2010: > 30.000 Millarden Dollar...] an Abschreibungsbedarf in den Bankbilanzen lassen sich über diese Zeit noch einmal bewältigen, wenn alle bislang geltenden Bilanzierungsregeln außer Kraft gesetzt werden, wenn die Notenbanken per fast grenzenloser Monetarisierung mithelfen und der Staat auch noch Verluste sozialisiert. Armageddon wird vermutlich nochmals verschoben. ... Eine dauerhafte Lösung der volkswirtschaftlichen Verschuldungskrise haben all die Maßnahmen der letzten Monate jedoch nicht gebracht. Wer weiter Toilettenpapier monetarisiert und Bankverluste sozialisiert oder via Verstaatlichung über die Steuerzahler verteilt, wird eines Tages eine Grenze erreichen: Implizit (wenn auch zunächst nicht offiziell/explizit), werden sich die Rankings der betreffenden Staaten und mit ihnen ihre Währungen verschlechtern. Und wer ist dann bei der nächsten Krise der Lender of last Resort :?: , wenn die Staaten selbst bzw. ihre Bürger nicht mehr unbegrenzt kreditfähig sind? Die nächste Krise ... zu deren Bewältigung dann nicht 1.000, sondern vermutlich 100.000 Milliarden Dollar erforderlich wären! Umgerechnet die US-amerikanische Wirtschaftsleistung von 7 Jahren! Das Emittentenrisiko der Staaten ist in den letzten Monaten eindeutig gewachsen. Gegen Gold, Silber und Rohstoffe werden daher alle Währungen der monetär-sozialistisch geführten Staaten abwerten, denn Gold ist die einzige Währung ohne Emittentenrisiko!"

=> All das gilt heute mehr denn je! Ich weiß nicht, ob die o.g. Grenze nun 2010 erreicht ist. Aber wir nähern uns ihr mit sehr schnellen Schritten! Selten gab es mehr Grund für die Finanz- und Politeliten, GoldSilber nicht steigen zu lassen. Die Manipulationsmaschine läuft derzeit vermutlich auf noch höheren Touren als die Druckerpresse.

21 Kommentare

Kommentar from: Babba [Besucher]
*****
Wie immer excellent gesprochen. Alles wird zum Teufel gehen. Das ist auch gut und richtig. Was bleibt, ist Gold.
10.02.10 @ 12:47
Kommentar from: Nikodemus [Besucher]
Im Peloponnesischen Krieg schreibt Thukydides Band 1, Kapitel 23: „Den wahrsten Grund freilich, sehe ich im Wachstum Athens, das die erschreckten Spartaner zum Krieg zwang.“ Heute sehe ich mit Unbehagen das Wachstum Chinas und das dortige Doppelspiel Amerikas.

Vor dem Ersten Weltkrieg ging die Gefahr von dem Gleichgewicht Europas durch Deutschland aus. Die Deutschen waren so tüchtig, daß sie das mächtigste Landheer stellten und drauf und dran waren selbst die Flotte der Engländer zu überflügeln, so daß sie ihnen in der Seeschlacht vor dem Skagerrak ein empfindliches Treffen zufügten. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb nur noch unsere ökonomische Tüchtigkeit übrig, deren Neutralisierung die EZB dienten sollte.

Ich sehe das Problem, daß wir mit den anderen Schuldnerstaaten notwendigerweise untergehen müssen, denn wir sind abhängig und würden uns unglaublichen Haß und Mißgunst zuziehen, wenn wir alleine überlebten. Wir sind auch in soviel EU-Verträge involviert, daß leicht ein Vorwand gegen uns gefunden werden könnte. Solche Vorwände boten auch England gegen die Burenstaaten Transvaal und Oranjefreistaat vorzugehen.
10.02.10 @ 12:53
Kommentar from: roma [Mitglied] E-Mail
Gold ist die einzige Währung ohne Emittentenrisiko!
Ja das ist richtig, aber wer glaubt dass es am Ende nicht ein Goldverbot geben wird....und was dann?
10.02.10 @ 15:06
Kommentar from: midas [Besucher]
*****
Sehr gut, Herr Boehringer, wie immer!
Es bleibt zu ergänzen, dass dieser Bailout, der nicht Bailout heissen darf, natürlich auch unseren geliebten Banken zu Gute kommt. Wenn nicht, müsste der deutsche Steuerzahler eben dort direkt einspringen; so oder so, man bleibt auf der Verliererseite. Wie sagte U. Wickert: Der Ehrliche ist der Dumme!
Dieses Mal auf der Ebene der Eurozone.
Das Grundproblem wird nicht angegangen, bzw nur 'verbal' eine weitere im doppelten Sinn 'Schein'lösung verkauft werden.

Unendlich gibt es nur in der Mathematik und der Astronomie. In nicht zu ferner Zukunft muss der Kollaps zwingend erfolgen.
10.02.10 @ 15:51
Kommentar from: etcpp [Besucher]
*****
Die EU ist auf supranationaler Ebene das, was auf nationaler der sog. Sozialstaat ist. Man scheint davon auszugehen, dass es dem Kranken gleich besser ginge, wenn der Gesunde auch krank wird.

Was auch hier unterschlagen wird, ist die Tatsache, dass die vorgeblichen Retter niemanden anderen als sich selbst, insbesondere ihre Pöstchen, retten. DB und Versicherungen sollen ja metertief in griechischen Anleihen drinhängen.

Die Länder des Club Med hätten bei Austritt aus dem Euro-Verbund über eine Abwertung ihrer Landeswährung zumindest noch den Hauch einer Chance, wieder auf die Beine zu kommen, auch wenn das hart wird. Noch härter wird nur ein "gemeinsam in den Untergang". Denn dann wird niemand mehr da sein, der die eine oder andere besondere Härte möglicherweise noch abfedern kann. Dann wird es umkippen und heißen: Jeder für sich und Jeder gegen Jeden.

Es ist zum Heulen.



10.02.10 @ 17:10
Kommentar from: Erich Gagemeier [Besucher]
*----
Ja, alle werden miteinander untergehen. Früher oder später. Wir nähern uns aber mit immensen Schritten dem Chaos, durch die politischen Hallunken und Korrupten verursacht. Am Ende wird wohl auch noch das Goldverbot kommen.
10.02.10 @ 19:10
Kommentar from: Eigen [Besucher]
Was zu diesen Vorgängen wohl unsere Trulla zu sagen hat.
Zum Glück ist Sie gestern mit dem Medienpreis ausgezeichnet worden.
Freuen wir uns also auf den nächsten Akt in:
'Die griechische Tragödie und das Theater der Moderne'.
http://ais.badische-zeitung.de/piece/01/71/bd/ee/24231406-w-600.jpg
10.02.10 @ 19:39
Kommentar from: Gerd [Besucher]
Ich finde es schade und feige von Ihnen, daß Sie die interessanten Leserkommentare zu Ihrem Artikel "Islam und Aufklärung" gelöscht haben.

Ich glaube, in einem gewissen Sinn gehören Sie auch zu den Systemgläubigen, die geistig nicht über den Tellerrand blicken wollen.

Gäbe es Ihre Seite ohne diese Systemkrise? Und was schreiben Sie nachher? Besitzen Sie wirklich eine umfassende Alternative zu dieser für die Freiheit tödlichen antisozialen Plutokratie der angloamerikanischen Geheimbünde?

**************
=> AW PB:

Ach Gerd: Hier passt mal wieder die Standardantwort, die ich allmählich als Textbaustein abspeichern sollte:

1. Ich habe nichts gelöscht außer strafrechtlich Relevantem und persönlich Beleidigendem. Wollen SIE für uns haften?

2. Anonsten wurde nur kommentiert - auch zu Ihren wilden Meinungen. Tut uns leid, dass Sie nicht auf volles "Jawoll!" gestoßen sind - auch wenn einige Dinge stimmen, die Sie schreiben. Man lese nochmals meine durchaus differenzierenden Antworten im "Islam-Aufklärungs"-Blog durch: gerade auch zu IHREN von okkulter, anti-rationaler und Eso-Terminologie nur so strotzenden Massenkommentaren. Aber es ist schön für Sie, dass Sie "über den Tellerrand" hinausschauen...

3. Leider projizieren Sie regelmäßig eine Menge in die Blogs, was da nicht steht und nicht Thema war! Und Sie fordern Differenzierungen und Alternativen, denen man nicht mal in Buchform gerecht werden könnte. Auch ein allwissender Gerd wird auf 100 Zeilen nicht ALL sein Wissen unterbringen können und kann nicht jedes Mal die komplette okkult-kabbalistische Geheimwelt erklären. Jeder Blogeintrag fokussiert auf EIN Thema - und kann nicht jedesmal die Welt erklären. "Gib mir die Welt in 100 Zeilen" geht eben nicht...

=> Kommentatoren wie Sie können jedes Forum und jeden Kommentarbereich und jeden Blog zerstören. Und vermutlich ist das auch die Absicht. Es gibt 10.000e von dieser Sorte. Ich schaue mir das seit 7 Jahren in diversen Foren an. Hier läuft die Masche nicht. Hier ist ein Ruheraum der Ratio und des in der materiellen Welt sowie in der rational-aufgeklärten Geisteswelt Beweisbaren.

=> Und zum Thema "Feigheit": Ich kämpfe hier mit offenem Visier und exponiere mich mit vollem Namen. SIE schaffen es in mittlerweile 6 Kommentaren, JEDESMAL eine andere Mailadresse anzugeben, die jedesmal falsch ist! DAS ist Feigheit und vergleichbar mit anonymen und nach der Tat fliehenden Heckenschützen. So kann man Ihnen eben nur hier und öffentlich antworten, was ich sonst per privater Mail erledigt hätte. Und so jemand wie SIE wagt es, mir "zu wenig Engagement gegen die plutokratischen angloamerikanischen Geheimbünde" vorzuwerfen...! Gehen Sie doch erst einmal SELBST den AUFRECHTEN, DEUTSCHEN Gang, den Sie doch vorgeblich vertreten und dem Sie hier mit Ihren Kommentaren einen massiven Bärendienst erweisen!

=> Und zur geforderten Alternative: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Die Alternative ist "sound money", wie wir es bis 1913 oder meinetwegen 1971 hatten. In aller Regel goldgedeckt. Ich habe mich seit fast einem Jahrzehnt mit fast allen noch halbwegs nachvollziehbaren Argumenten dagegen intensiv auseinandergesetzt. Auch aus den Debatten um die Geheimbünde kann da fast nichts Neues mehr kommen. Alles gewogen und für zu leicht / nicht nachvollziehbar / nicht praktikabel / unnatürlich / hochideologisch / anti-human oder gar gefährlich befunden.
=> Der Goldstandard wäre nicht perfekt und er hat ein paar (durchaus schwerwiegende) Geburtsfehler. Aber er HAT über Jahrhunderte bewiesen, dass er funktioniert und wäre besser als alles, was wir derzeit an monetär-gesellschaftlichem Wahnsinn erleben. Dass er vielleicht nie wieder kommen wird, ändert nichts daran, dass dieses Ideal gefordert werden muss.

Innerhalb einer Welt des sound money hätte die Welt wieder Wahlfreiheit. Denn die Gesellschaftsform selbst gibt der Goldstandard per se nicht vor. Aber sound money führt aller historischen Erfahrung nach zu sound societies, auch wenn einige Kommentatoren aus anderen Lagern dies natürlich bestreiten.

Es würde bereits genügen, wenn die Welt sich auf einen wirklich freien WETTBEWERB der Geldsysteme einlassen würde. Aber außer den "Österreichern" und den Goldbugs lässt sich KAUM ein Vertreter der anderen "Schulen" und Ideologen darauf ein. Und dafür gibt es gute Gründe, denn (wie Roland Baader sagte): "Gold ist das Geld, das der freie Markt sich wählt"

Jede andere Alternative muss sich an diesem Freiheits-Maßstab messen lassen. Ob die Gerd´schen Alternativen DAS hergeben...?
10.02.10 @ 19:55
Kommentar from: Saito [Besucher]
Die deutschen Banken besitzen griechische Staatsanleihen, aber auch andere europäische Banken hängen mit drin. Deshalb will also Merkel weiterhin das Geld,das Deutschland nicht mehr hat, an die Bankster weiterreichen.

Da aber nicht nur Griechenland am Abgrund steht, sondern andere gleich darauf folgen werden und Deutschland bereits
bereits selber hoch verschuldet ist, wird es keine "Rettung" sondern einen ganz großen Crash geben, der vermutlich zum Ende des €uro führen wird, vielleicht
sogar zum Zerbrechen der EU.

mit freundlichen grüßen
10.02.10 @ 22:55
Kommentar from: huber [Besucher]
Die Trennung in einen Nord- und Südkessel ist bereits da. Und die Zigaretten im Univermag-Kaufhaus werden noch verteilt!
10.02.10 @ 23:46
Kommentar from: Daniel [Besucher]
*****
Solange es gierige Politiker und Bonzen gibt, wird es kein Goldverbot geben.
Damit würden sie sich doch nur ins eigene Fleisch schneiden, jetzt wo die doch gerade dabei sind ihren Keller bis unter die Decke mit EM zu stapeln...
Wenn wir kein Gold mehr brauchen leben wir in einer besseren Welt oder im absoluten Super Gau...
11.02.10 @ 00:48
Kommentar from: Abdul Alhazred [Besucher]
Nun, Herr Boehringer, sie haben so unrecht nicht, aber man sollte die grundlegende Problematik nicht aus den Augen verlieren. Als die sogenannten politischen "Eliten" :-))) die EU als eine Ordnung sui generis definiert haben, glaubten sie gleichzeitig, sie könnten sich dadurch um einfache ökonomische Sachverhalte und Konsequenzen herum mogeln. Für die Implementierung einer Währungsunion, was ja nichts anderes ist als die härteste Form der Wechselkursbindung, ist es nun mal erforderlich, dass die Beteiligten eine annähernd gleiche Wettbewerbsfähigkeit vorweisen können. Desweiteren muss darauf geachtet werden, dass diese Fähigkeit im weiteren zeitlichen Verlauf nicht zu weit auseinander triftet. Damit ist z.B. eine eigenständige Konjunkturpolitik nicht mehr möglich, wie jeder VWL-Student einmal gelernt hat. Was die aktuelle Krise offenlegt, das sind letztlich die strukturellen Schwächen des Projekts „sui generis“, die in wirtschaftlich (scheinbar) guten Zeiten einfach verborgen geblieben sind. Jetzt hat man nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera. Das Beibehalten der Währungsunion wird für den Steuerzahler sehr teuer, das Auseinanderbrechen aber garantiert auch!

**********
=> AW PB @Abdul A.:

Sie beschreiben in Ihrem Schluss-Satz das Dilemma durchaus korrekt. Weitsichtigen Beobachtern war schon bei der (allmählich-heimlichen) Einrichtung der EU (via Montanunion, EWG, Währungsschlangen usw.) klar, dass wir im Falle einer ECHTEN Währungsunion früher oder später auch zu einer POLITISCHEN Union (die Sie ja oben beschreiben) kommen müssten.

=> Soweit so gut. Dummerweise gab es aber in fast allen EU-Staaten (insbesondere auch in D) durch all die Jahrzehnte bis heute NIE eine demokratische Mehrheit der Bürger (ungleich korrupte Parlamente!), die der erforderlichen Aufgabe nationaler Souveränität zugestimmt hätten.

=> Letztlich stehen also die Basisdemokratie und die Völker gegen die Einrichtung des EU-STAATS, den es (siehe BVerfG-Urteil von 2009) auch weiterhin nicht geben DARF!!

=> Ihr Dilemma ist somit zwar richtig beschrieben. Aber im Rahmen bestehender und verfassungsrechtlich wie demokratisch nicht abschaffbarer Nationalstaaten NICHT auflösbar.

=> Es war Euro- und EU-Gegnern schon vor 20 Jahren (als Mitterand erstmals den Euro und die Aufgabe der DM als Preis für die deutsche Einheit gefordert hat) völlig klar, dass es eines Tages zu GENAU diesem Dilemma kommen würde, das derzeit am Casus GR eskaliert - und das demnächst mit anderen Staaten eskalieren wird.

=> Soll der deutsche Steuerzahler bzw. D (mit bereits 230% Gesamtverschuldung des BIP!!) alle anderen EU-Staaten der Reihe nach bailouten? KEINE Chance auf demokratische Mehrheiten dafür. Und so muss (müsste...) eben GR aus dem Euro-Verbund raus. Es geht nicht anders als über diese Notamputation. Das wird heute (noch) nicht geschehen - aber NOCH dürfen wir es mit allerbesten Gründen fordern! Auch gegen den Rat all der um ihre Pfründe besorgten EUliten und der naiven weltfremden idealistischen VWL-Studenten und -Profs.

We have to draw a line somewhere. And that line is right HERE! Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, der EUropa am Ende ins VÖLLIGE Chaos stürzen wird. Wenn wir die griechische Linie überschreiten, wird die EU noch einige Monate/Jahre weiterwurschteln, KEIN Überschuldungs-Problem wird gelöst werden und demnächst steht der nächste ClubMed-Staat zum deutschen Bailout vor der Brüsseler Tür. Der Moral Hazard feiert einen Urstand nach dem anderen - genau wie bei den auf Steuerzahler-Kosten zockenden Investmentbanken. Wievielen Brüchen des Stabilitätspakts wollen wir noch zusehen? Der EU-Staat ist ebensowenig wie die Weltregierung eine demokratisch gangbare Alternative.

Wir haben die Wahl zwischen undemokratischer Weltregierung oder kleinen und halbwegs demokratisch kontrollierbaren Einheiten. Das Volk wüsste, was es wählen würde. Würde es denn gefragt...
11.02.10 @ 09:14
Kommentar from: Nikodemus [Besucher]
Ich halte es für absolut notwendig, daß eine Moderation des Gesprächsforums erfolgt. Die Beteiligung an der Diskussion würde sofort verschwinden, wenn entweder das Niveau durch primitive SPAM-Beiträge gesenkt würde oder sich ein Agent provocateur beteiligt, der das Interesse der Staatsanwaltschaft wegen Beleidigung oder § 130 StGB usw. hervorruft.

**********
=> AW PB: So ist es. Die Beteiligung selbst würde zwar nicht verschwinden (siehe x ver-spam-te und ver-troll-te Foren/Kommentarbereiche mit 1000en von Beiträgen). Aber die sachbezogene und qualitative Beteiligung. Leider mussten auch wir hier das feststellen, nachdem wir es einige Monate ohne Moderation versucht haben.
11.02.10 @ 11:09
Kommentar from: Nikodemus [Besucher]
Seit dem mexikanischen Staatsbankrott im August 1981 beobachte ich die Geldwertentwicklung. Damals galt als großer Unheilsprophet Paul C. Martin, der mehrere vielgelesene Bücher verfaßte und Probleme für den Dollar für die 90iger Jahre ankündete. Die USA hatten seinerzeit große Probleme mit den Savings and Loan-Sparkassen. Der Zusammenbruch des Ostblocks im Herbst 1989 hat dann noch einmal eine neue ökonomische Aktivität hervorgerufen, wie auch die technologischen Neuerungen ab Mitte der neunziger Jahre (Handy und Internet).

Leider habe ich das Gefühl, daß wir jetzt in eine Endphase eintreten. Im Oktober 2008 habe ich noch einmal 5 % Zinsen bei einer Sparkasse bekommen. (Hinweis für den Verfassungsschutz: Herr Steinbrück hat natürlich seinen Obulus an den Zinsen erhalten!) Aber jetzt gibt es für sichere Anlagen für einen überschaubaren Zeitraum (fast) gar keine Renditen mehr. Die EZB tritt in Konkurrenz zu mir als Sparer auf und versorgt die Banken für kurzfristiges Geld fast kostenlos, während ich bei Überziehungen nach wie vor 13 % zahle. Und die EZB kann auch die Zinsen gar nicht mehr erhöhen, weil sie dadurch bei mehreren Staaten Anleihebankrotte hervorrufen würden. Wie wird das Problem weitergeschoben bzw. gelöst? In der FAZ stand vor einigen Jahren: Es wäre wünschenswert, wenn der Staat auch ein ehrbarer Kaufmann wäre. Da sich aber bei den Rentnern schon der Staatsbankrott auf Raten eingestellt hat, bin ich nicht so optimistisch.
11.02.10 @ 11:46
Kommentar from: Abdul Alhazred [Besucher]
Wir haben eigentlich keinen großen Dissens, Herr Boehringer. Das die Situation, in der sich Deutschland und die gesamte EU befindet - nett formuliert- äußerst unkomfortabel ist, dürfte klar sein. Das gilt auch Japan und für die USA, die mit einer Gesamtverschuldung von ca. 550% des BIP glänzen. Dabei lasse ich mal deren notorisches „Bilanzschamanentum“ außen vor. Auch ist es richtig, dass die demokratische Legitimationskette der EUlite derart dünn ist, dass man sie kaum noch sehen kann. Aus demokratischer Sicht ist das Konstrukt EU ohne jeden Zweifel höchst fragwürdig. Zum Thema „unabdingbarer Nationalstaat“ vertrete ich eine andere Auffassung, aber das ist eine andere Diskussion.
Auf die Frage „Was kann man vernünftiges tun?“, gibt es zwar Antworten, aber keine, die im politischen Sinne realistisch wären. Besser ist die Frage danach, was die EUliten tun werden. Meine Vermutung geht dahin, dass sie die Auflösung der Währungsunion als keine akzeptable Option ansehen werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sie – mit welchen Konstruktionen auch immer –weitermachen wie bisher, damit Zeit schinden und weiter den Traum von einem wirtschaftlichen Wunder träumen. Persönlich rätsele ich, wer von den Schuldenstaaten zuerst die Hufe hoch reißt und damit eine möglicherweise globale Korrektur einleitet, deren Wucht vermutlich viele aus den Socken hauen wird. Das Schlimme ist nur, die Leidtragenden sind in der Regel nie die Leute, die für die Misere verantwortlich sind.


**********
=> AW @Abdul A.: Nein, kaum Dissens - wollte auch gar keinen suggerieren ;-)
Höchstens vielleicht noch anmerken, dass ich nicht "unabdingbarer Nationalstaat" geschrieben habe, sondern (ohne Wertung, nur feststellend) "demokratisch nicht abschaffbarer". Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.
11.02.10 @ 12:20
Kommentar from: Peter Banacic [Besucher] · http://netcoders.cc
**---
Ein Rechtsstaat kauft keine Hehlerware, auch keine Daten-CDs aus der Schweiz. Eine Demokratie ist Volksherrschaft, in der geschieht was die Mehrheit der Bürger möchte, und nicht Ablenkungs-Kaspertheater aka "2 Parteien Politik", Scheindemokratie die in Wirklichkeit ein von Lobby und Finanzelite korrumpierter Filz ist.

Fakt ist: Der Staat kann nichts richtig machen. Das war, ist und wird immer so sein. Niemand wollte den Euro, ausser Kohl und Waigel. Wenn der Euro untergeht bin ich alles andere als traurig.
12.02.10 @ 14:45
Kommentar from: No Angel [Besucher]
*****
"Wenn Du Nicht Tust Was Ich Dir Sage, Dann Passiert Was ganz Schlimmes - Das Finanzsystem Stürzt Ab, Das Unheil Naht, Das Armageddon Kommt"

mit dieser Rhetoric halten die Eliten, die Massen schon seit Moses mehr oder weniger in Schach ;)
12.02.10 @ 19:37
Kommentar from: Nikodemus [Besucher]
Zu EU-Eliten versus deutsche Beamtenschaft.

In der Monarchie kristallisierte sich früher das Staatsinteresse an einer einzigen Person, deren persönliches Wohl und Wehe und Interesse im allgemeinen sämtliche Mitglieder des Staates bestimmte. So ähnlich wie in dem Bienenstaat alle Arbeiter nur für die Königin und die Zukunft des Staates leben. Die Bundesrepublik Deutschland wird von einer Beamtenoligarchie regiert, die nach dem Kaiserreich und dem Dritten Reich eine erstaunliche Metamorphose und Anpasssungsfähigkeit zeigte.

Dies zeigte sich auch z. B. in der Rentenentscheidung 2003, die nur von nicht betroffenen, weil aus Steuermitteln bezahlten, Beamten erfolgte. Der Vorschlag kam von dem Beamten Prof. Rürup, abgestimmt hat darüber der Bundestag, dessen Abgeordnete finanziell den Beamten gleichgestellt sind, und wenn man dagegen klagt, entscheiden darüber nicht betroffene beamtete Richter. Seitdem sind die Renten de facto nominell konstant, während die Beamtenpersionen mit den Erhöhungen der aktiven Beamten weiterhin wachsen!

Das Staatsinteresse der Bundesrepublik ist also identisch mit dem ihrer Beamtenschaft, die von der Wertschöpfung ihrer Leibeigenen ganz gut lebt. (Die Bezeichnung Leibeigene ist zutreffender als Sklave. Ein Sklave ist nur eine Sache, die Leibeigenen hatten wie wir durchaus gewisse Rechte. Man lese z.B. nach in den Memoiren des Fürsten Krapotkin, dessen Leibeigene auch eine Kapelle bildeten oder den Beruf Apotheker ausüben durften.)

Wie es jetzt also weitergeht bei den aufkommenden €uro-Ungleichgewichten ist zu beurteilen, wie die deutsche Beamtenschaft ihre Interessen verteidigt gegenüber den EU-Beamten. Die Entscheidung unseres Bundesverfassungsgerichts zum Lissabon Vertrag werte ich als einen Hinweis, daß sich unsere Beamtenschaft noch ein Hintertürchen für ihre Privilegien offenhalten will. Sie haben bisher bestens von unserer Arbeit gelebt und werden ungern darauf verzichten um in einem allgemeinen Chaos unterzugehen. Die sonst gezeigte Selbstaufgabe in vielen Bereichen, wie z. B. bei dem Britain-Rabatt, wo Fr. Merkel die Spendierhosen anhatte, wird es vermutlich jetzt nicht mehr geben.
13.02.10 @ 10:43
Kommentar from: Lars Schweinigel [Besucher] E-Mail
*****
1. These:
Die europäischen Regierungen werden von den "Finanzeliten" kontrolliert, die demokratische Legitimierung der Politik fehlt ebenso wie die Legitimation der Wahlbeamten.

Ja, da stimme ich zu.


2. These
Zentrales Machtmittel der Finanzeliten ist das die Kontrolle des Papiergeldmonopols.

Ja, da stimme ich zu.


3. These
Kommentar from: Abdul Alhazred [Besucher]
[...]
Auf die Frage „Was kann man vernünftiges tun?“, gibt es zwar Antworten, aber keine, die im politischen Sinne realistisch wären.
[...]

Nein, da stimme ich nicht zu.

Es gibt sehr wohl Einflussmöglichkeiten, die wir allerdings nur gemeinsam nutzen können:

1. Brechen wir das Papiergeldmonopol

- Nutzen wir das Papiergeld nur noch, wenn unbedingt nötig.
- Heben wir alles Geld von den Konten ab.
- Verkaufen wir alle Wertpapiere bis auf echte Aktien.
- Stecken wir soviel Geld wie möglich in liquide Sachwerte, deren Eigentum möglichst nicht registriert ist.
- Verzichten wir auf Zinsgeschäfte.
- Gründen wir neue Raiffeisengenossenschaften


Ferner:

2. Holen wir uns unsere deutsche Verfassung

- Bestimmen wir eine verfassungsgebende Versammlung,
die von den Polit- und Finanzeliten nicht kontrolliert
werden kann.
Die neue deutsche Verfassung
- legt das Geldmonopol
unveräusserlich in die Hand des Staates
- Das neue Wahlrecht schliesset die Elitenbildung aus,
u.a. indem auf Listenwahlrecht, Berufspolitikertum,
Bestechung und Drehtürlebensläufe verboten werden.
- keine Wahlämter für Beamte
- garantiert echte Gewaltenvierteilung und verbietet
die insbesondere Einflussnahme der Executive auf
die Justiz wie jede andere Einflussnahme auf
die Gewalten ausser durch den Souverän
- der Souverän repräsentiert den Volkwillen,
der durch direkte, gebundene Mandate und
Plebiszit erhoben wird
- Garantiert den Ausschluss von Hochverrat und
Rechtsbeugung durch gewählte oder verbeamtete
Amtsträger und Richter, die _nachweislisch_ keinen
anderen ausserstaatlichen Organisationen mehr
angehören oder nahestehen dürfen, und ausschliesslich
Staatsbürger deutschlands sein.
D.h. auch keine Teilnahme in Davos, bei BB oder
CFR weder vor oder während noch nach der Amtszeit,
keine Annahme von Geld oder Firmenämtern während
oder nach der Amtszeit, keine privaten Treffen ohne
vereidigten persönlichen "Sekretär/Inspektor",
Verbot jeglicher auf Gewinn zielender
Tätigkeiten oder Investitionen.
Gilt auch für die Kinder, Gatten, Schwäger

Dafür gerne Kohle satt vom Staat bis zum Grabe,
oder lebenslang Knast und Entehrung bei Verstoss.
(Ja, d.h dauerhafte Einschränkung von Bürgerrechten von Amtsträgern)
- Widereinführung der Registratur in Ämtern
- verankerung des Beamtentums mit Pflichtbindung und persönlicher Haftung

3. Unterlaufen wir die Kotrollmechanismen

- Wenden wir uns gegen alle totalitären Machtinstrumente:
E-Pass, E-Personalausweis, Nacktscanner, Personenkontrollen,
erweiterte Polizeirechte, Zensur, kontrolle des Internet
- entziehen wir Ihnen die Kontrolle über unsere Kommunikation
- Bilden wir stabile, grosse, Netzwerke, und schützen wir uns und
unsere Identitäten vor Ausspähung und geheimdienstlicher Bearbeitung

4. Wehren wir uns gegen eine Justiz, die der illegitimen Executive
untergeordnet und bestechlich ist.
Wehren wir uns gegen den Un-Rechtsstaat.

- Bilden wir Fonds, Genossenschaften und Netzwerke
zur Rechtshilfe gegen die Unrechtsjustiz
und zur Durchsetzung unserer geschuldeten Verfassung
- Fordern wir von Amtsträgern und Richtern persönliche Verantwortung,
auch in Form von eigenhändig unterschriebenen Urteilen und Verfügungen

- Meiden wir Parteien und polit. Vereine

- Wählen wir immer ungültig, ausser in unbedingt rechtswirksamen Volksabstimmungen

- Verzichten wir auf unwirksame politische Mittel in der Politik (wie z.B. politische Demonstrationen, indirekte Wahlen, Wahlen von "freien" Mandaten, gefälschte Wahlen (z.B. Wahlmaschinen), Wahlen mit Listenstimmen, etc.)

Mir fiele da sicherlich noch mehr ein...

5. Sabotieren wir die Angst- und Ablenkungskampagnen der Systempresse
- durch öffentliche Aufklärung,
Gegenkampagnen und Spontandemonstrationen
- stellen wir die Auftragsschreiber, -blätter und -sender bloss, indem wir Ihre Agenda und ihre Abhängigkeiten zu öffentlichem Wissen machen

Mir fiele da sicherlich noch mehr ein...
14.02.10 @ 13:56
Kommentar from: orangebook [Besucher]
****-
von Kuba lernen heißt bald siegen lernen
ich war 2008 in Kuba, dort gibt es schon seit sehr viellen vielen Jahren das "erfolgreiche " 3-Laden System
- Läden für die Lebensmittelmarken = ( bei uns dann = Papiergeld)
-Läden für den einheimischen Peso ( Silber)
-Läden für den peso convertibles, im dem ich immer einkaufen einkaufen war (später in Europa der Laden für
die Goldbesitzer)
14.02.10 @ 15:24
Kommentar from: Panther [Besucher]
****-
Was ist der eigentliche wert des Goldes?
Der Wert des Goldes ist einfach zu bestimmen:
1g ist ein Gramm. Halt - so lange wir auf der Erde bleiben. Und im All bleibt wenigstens die Anzahl der Atome gleich...
Der irdische Gegenwert für 1 g Gold schwankt - je nach der Papierwährung, der Nuller drauf und Jahr(-eszeit). ;)
Die Flut an Staatsanleihen nimmt kein Ende - in der ganzen westlichen Welt. Und dies jetzt, wo die geburtenstarken Jahrgänge noch (überwiegend) in Lohn und Brot sind. Wie sollen die geburtenschwachen Jahrgänge die exponentiell (Zinseszins) steigenden Verschuldungskosten und die soziale Absicherung der geburtenstarken Jahrgänge leisten?!? Dies wird mathematisch nur durch die Inflation gehen. Dann werden die Staatsanleihen baden gehen - wie alle Papierwerte. Sachwerte wie Aktien, Immobilien und Rohstoffe werden vorn liegen - und vom Pleitestaaten nachbesteuert ...
PS:
Nur so ne Idee - sind die neuen Nacktscanner nicht eigentlich (Tiefen)Goldscanner?
16.02.10 @ 21:54

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