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EUlitäre GRise: Gold auf AllTimeHigh
von Peter Boehringer
20.02.10 14:28:24
Liebes Tagebuch,
Wir haben gestern mal wieder ein neues AllTimeHigh bei Gold erreicht:
823 EUR pro Unze.
Muss daher heute zur Begründung schon wieder über Griechenland und den Euro *) schreiben. Und natürlich wie so oft und damit verbunden über die Lügen des Mainstreams und der Politik.
Zur Erinnerung: Der letzte Stand noch vor einer Woche nach dem EU-Krisentreffen war etwa so:
- "Alles ist gut - es wird keinen GR-Bailout geben müssen."
- "GR wird eisern sparen."
- "Es wird keinen GR-Bailout geben!"
- "GR hat nicht um Beihilfen nachgesucht"
- "Nein, D wird kein Geld nach GR überweisen und auch keine Schulden für GR aufnehmen!"
- "Das Euro-Reich wird 1000 Jahre alt!"
- "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen."
Zwischenzeitlich erfuhren wir dann peu-à-peu folgendes:
- Godman hat 300m EUR [andere Quellen: 1 Mrd EUR] daran verdient, GR einen Derivateweg aufzuzeigen, um die EU seit 10 Jahren fortgesetzt zu betrügen...
- ... und um 13% BIP-Defizit vorsätzlich zu verstecken ...
- ... alles unter der damaligen Aufsicht ausgerechnet des heißen EZB-Präsidentschaftskandidaten Mario Draghi in seiner Eigenschaft als damaliger Europachef von Godman.
- "Die EU wird allerhöchstens Garantien geben, keine liquiditäts- und damit haushaltswirksamen Hilfen!"
- "Deutschlands Anteil an den Hilfen für GR könnte 20% betragen."
- "Deutschland könnte mit seinem AAA-Rating Kredite aufnehmen und an GR weiterreichen."
- "Nein, die KfW wird keine Rolle bei der Schuldenaufnahme und der Geldweiterreichung an GR spielen."
- [Ifo-Chef Sinn]: "Wenn die EU Griechenland jetzt fallenließe, wäre das ein entsprechend negatives Signal für andere unsichere Länder. Sollte auch Irland zahlungsunfähig werden, folgen bald Portugal, Italien und Spanien. Die Währungsunion wäre am Ende."
=> Auch wenn der Sinn in Internet-Kommentaren beschimpft wird - recht hat er. SOWEIT jedenfalls...
Leider zieht dieses Systemsprachrohr dann GANZ andere als die notwendigen Schlussfolgerungen:
"Der Ifo-Ökonom ist aber davon überzeugt, dass sich der Absturz der Währungsunion noch abwenden lässt. 'Zunächst muss Griechenland massiv sparen', fordert Sinn. Das allein reiche aber wohl nicht aus. 'Andere Länder werden helfen müssen, die etwa 50 Milliarden Schulden, die allein 2010 zu refinanzieren sind, aufzubringen.'
"
Und wie auf diesen Zuruf wird am kommenden Montag nun im Spiegel und anderswo stehen:
- "Euro-Zone spannt Schutzschirm für Griechenland auf!"
- "Deutscher Anteil an der Schuldenübernahme etwa 5 Mrd EUR" [vorerst...]
- "KfW wird eine zentrale Rolle bei der GR-Rettung spielen."
- More truths [and higher bailout-sums] to come...
=> Es ist also alles genau so wie hier schon vor zwei Wochen erwartet... Aber trotz dieses Bailouts gegen Geist UND Wortlaut der Maastrichter Verträge [soviel zum Thema "Rechtsstaatlichkeit" oder auch "pacta sunt servanda" auf EU-Ebene...] wird es ganz am Ende (und nach den vermutlich x.000 Mrd EUR teuren noch anstehenden Rettungen von Portugal, Spanien, Italien, usw.) -und wenn auch Deutschland selbst statt 3% dann 13% BIP-Defizit haben wird; und der Lebensstandard seiner Bürger dank EU auf Dritte Welt Niveau gefallen sein wird; und wenn dann "logischerweise" auch noch die Türkei in die EU aufgenommen werden konnte- ohne jeden Zweifel DOCH noch so kommen, wie es bereits heute die BILD verbreitet:
"Unterdessen fordert der Chef des US-Instituts Economic Policy Centre eine Teilung des Euro. Finanzexperte Dan Lewis sagte im 'Wall Street Journal Europe', dass Portugal, Italien, Griechenland und Spanien befristet einen eigenen 'Mittelmeer-Euro' bekommen sollen, der 20 Prozent weniger Wert ist als der echte Euro."
Natürlich wollen die exterritorial befehligten Schmierfinken der BILD und des WSJ hier ebenso wie auf höherem Niveau der Auftragsschreiber der "City of London" Ambrose Evans-Pritchard nur den Dollar und das Pfund hochschreiben. Aber trotzdem werden Sinn und Lewis in der einen oder anderen Form recht bekommen mit der Prognose des Zerfalls des EUro-Systems. Leider wird das EUro-System aber erst NACH der kompletten Verarmung Deutschlands zusammenbrechen. Also erst NACH dem Tod der deutschen Melkkuh durch die exzessiven und quasi unendlichen inner-EUropäischen Bailouts zu Lasten der deutschen Steuerzahler. Und natürlich deren Kinder und Kindeskinder, die selbst NACH einem Zusammenbruch des EUR die Schulden nicht los sein werden, denn die werden früher oder später nicht mehr in Euro begeben werden können, sondern vermutlich in einer neuen Gold-gedeckten Währung.
Gibt es wenigstens "Dankesworte" aus GR für die anstehende Rettung? Bislang hört man nur Beschimpfungen und neue Forderungen:
- "Margaritis Tzimas von der Oppositionspartei 'Neue Demokraten' fordert jetzt Entschädigungszahlungen für die griechischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und mahnt. 'Es gibt immer noch Griechen, die um ihre verlorenen Brüder weinen. Wie kann Deutschland die Frechheit besitzen, uns wegen unserer Finanzen zu denunzieren?' " ![]()
- "Griechenland muss in diesem Jahr weitere 53 Milliarden Euro Schulden aufnehmen, mehr als 20 Milliarden Euro davon allein im April und Mai." 
- "Die KfW könnte bei der nächsten Begebung griechischer Staatsanleihen selbst zugreifen." ![]()
=> Und nicht zuletzt haben wir ausgerechnet den betrügerischen griechischen Fäkal-Politikern nun auch noch die Vorlage für das anstehende EUropäische quasi-Goldhandelsverbot für Private zu verdanken:
Denn wie lange wird es wohl dauern, bis auch Bundesblockwart [und zugleich Bundesblogwart] Schäuble das griechische Verbot aller Bargeldgeschäfte über 1500 EUR als Blaupause für entsprechende eigene Pläne erkennt? Vermutlich wird das Gesetz sogar ein griechischer Exportschlager. Deutschland wird es -analog zur Steuerdaten-CD- dann wohl mit Milliarden vergüten. Und so hätten die Griechen auf einen Schlag immerhin mal die erste deutsche Bailout-Tranche per Barter-Geschäft getilgt. Ein guter Anfang - nicht? Und weitere Geschäfte dieser Art werden folgen.
GR hat die staatskriminelle Energie und dank Godman den göttlichen wie auch den EUlitären internationalistischen Willen. Und Deutschland hat noch immer das Bailout-Geld [bzw. weitere Aufschuldungsfähigkeit bei z.B. Godman] sowie den Willen, von GR zu lernen. Schäuble schielt schon auf alle Auslandskonten der Deutschen und will sie heim ins Reich holen - aller internationalistischen Ideologie und allen Regeln der Kapitalverkehrsfreiheit zum Trotz!
CETERUM CENSEO FIAT PECUNIAM ESSE DELENDAM!
[(c) PB]

=> Die EUliten werden den Euro und die EU ohnehin zerstören. Leider 10 bzw. 45 Jahre zu spät - d.h. erst, wenn beide Vehikel nicht mehr benötigt werden, weil die deutsche Wirtschaftssubstanz aufgebraucht ist.
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*) "Disclaimer": Dieser Artikel fokussiert auf EUropa - wohl wissend, dass die USA mindestens ebenso schlechte Wirtschaftsdaten haben wie Griechenland und dass bereits mehrere US-Staaten offiziell insolvent sind. Aber die USA sind eben der Emittent der Weltleitwährung, sind weltgrößte Militärmacht und haben die größte Truppenpräsenz überall in der Welt. Und sie sind im Gegensatz zur EU ein über immerhin fast 250 (bzw. meinetwegen 150) Jahre homogen gewachsener und geeinter Kontinent mit einer (noch) allgemein akzeptierten Amts- und Landessprache. Der Fokus auf die EU in diesem Blogeintrag soll aber die abstrusen Finanzexzesse im Heimatland des ungeckten, fraktionalen, privaten Papiergelds keineswegs kleinreden. Währungspolitik ist HOHE Politik. Das weiß z.B. auch Putin, der sich ebenso wie das WSJ ungefragt in innereuropäische Angelegenheiten "einbringt":
"Putin calms Greece, says U.S. debt big too
Tuesday, Feb. 16, 2010.
Russian PM plays down Greece's economic woes, telling his visiting Greek counterpart the U.S. is no better than Greece in handling its debt and fiscal deficit"
6 Kommentare
Deine Schlussfolgerungen sind richtig und exzellent.
Wenn Du alles bis zu Ende durchdenkst, wirst Du verstehen, warum wir unsere deutschen Zelte abgebrochen und uns nach Lateinamerika begeben habe. Lasse es mich mit einem Satz sagen: Das sympatische Chaos (wenn man sich einmal daran gewöhnt hat) hier ist ein Nasentröpfchen im Vergleich zu dem Tsunami, der uns in Deutschland droht, wenn die Melkkuh einmal den Weg des Fleisches geht.
Da gibt es zur näheren Erklärung den Witz aus Schwaben, in dem ein Landwirt seinem Kollegen seine Enttäuschung über den Tod seiner besten Milchkuh wie folgt erklärt: "Hano, was bin ich enttäuscht, da hat nun die Elsa, meine beste Milchkuh nur nach sechs Monaten gelernt, wir man auch ohne Futter beste Milch liefern kann, und jetzt,wo sie es gelernt hat, ist sie verreckt".
Wir beide werden es noch erleben...
Mit freundlichen Grüssen nach Old Europe.
D.
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=> AW PB: Ich gebe zu, dass man das nicht auf den ersten Blick erkennt. Denn:
1. Ist AEP clever genug, ab und zu auch gegen Dollar und Pfund und über die mindestens ebenso schlechten Wirtschaftsdaten der USA und von GB zu schreiben und
2. sind viele seiner Daten und Vorwürfe gegen den Euro einfach nur WAHR und insoweit nicht angreifbar.
Wenn man AEP aber über Monate hinweg in allen (vielen) Artikeln liest, dann erkennt man, dass er stark asymmetrisch den Euro runter und den Dollar hochschreibt. Und zwar meistens in Phasen, in denen es mal wieder schlecht um den Dollar steht und dieser zu schnell zu fallen droht. Es ist angelsächsische Auftragsschreibe - allerdings häufig mit korrekten Fakten und oft mit zugefüttertem Insider Know-How. Der Euro wird zusammenbrechen - aber der Hinweis darauf aus AEP´s Feder hat IMMER etwas von Ablenkung vom Dollar-Desaster, das fast noch dramatischer ist.
Was hier abläuft ist mit Abstand die größte Enteignungswelle die es bis dato in unserer gesamten Wirtschaftsgeschichte gegeben hat. Wir streiten uns ökonomisch, SINN oder UN-SINN um Infla oder Defla. Derweil läuft beides parallel wie auf einer doppelten Autobahn ab hin zum unabwendbaren Crash. Wir sind dominiert von politischen Nutznießern die einzig und alleine den Anforderungen der City und deren Hintertanen Folge leisten. Wir sind politisch unterwandert von Nutznießern der ersten Kategorie, genauerer Terminus "Politiker", welche hier nur IHREN persönlichen Machterhalt sehen - wie immer in der gesamten Geschichte. Längst ist diesen Verantwortlichen die Lage klar, wem dies nicht klar ist, hat die Agende NOCH nicht verstanden. Was hier inszeniert wird ist nichts anderes als eine kontrollierte Sprengung des Finanzsystems mit einer folgenden gewaltigen Umverteilungswelle von Papier zu Sachwerten... hin zu einer absoluten Minderheit. BIS hier unsere BÜRGE(N)R auf die Strasse gehen, ist die Oper längst gelaufen. Gegen die Think Tanks der US Elite haben wir hier nichts entgegenzusetzen - hatten es nie. Darum sind wir Personal, darum haben wir einen Personalausweis. Reine Staatsgewalt hat schlussendlich eine Macht - die Macht der stärksten Waffen. War so, bleibt so in der Geschichte unserer Stämme.
Man nehme die Deckung des Dollars - das ÖL - in Kontext mit Peak Oil und sehr schnell wird einem bewusst das Lehman ganz bewusst gesteuert werden musste. Jeder Tag wird genutzt um diese Umverteilung weiter und weiter zu treiben bis die Abhängigkeiten unabänderlich ist. Nein, geopolitisch, im strategischen Denken sind wir hier wirklich nichts als untergeordnetes, schlafendes Personal. Die gesteuerten Medien tun ihr Übriges. Nun, wir haben wohl exakt diese schwachen Führer verdient. Leider.
Dank für Ihre klaren, strukturierten "Aufwachbeiträge"... ich denke Sie würden noch "intensiver" die wahren Drahtzieher benennen, wenn die Zeit dafür schon reif wäre;-) Lang dauert dies wohl nicht mehr.
Gruß
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Ich beziehe mich auf den Artikel der Süddeutsche Zeitung vom Dienstag, den 09.02.2010 im Wirtschaftsteil „ Die Finanzwelt muss der Wirtschaft dienen, nicht umgekehrt „
Herr von Uexküll hat den richtigen Nerv unserer Gesellschaft getroffen. Die Bankkrise ist ein echtes Syndrom unserer gesellschaftlichen Krise. Eine Tatsache ist, dass unsere Illusionen über das ständige Wirtswachswachstum an harte Grenzen der Realität stoßen, wobei es sich dabei nicht nur um unsere natürlichen Ressourcen und Umweltzerstörung handelt. Die Gesellschaftskriese scheint viel komplexer zu sein, als sich mache heute vorstellen können. Globalisierung und Liberalisierung der Märkte, uneingeschränkte Ressourcenausbeutung, neokoloniale Geopolitik, Welthegemonie der Dollarwährung, zunehmender gesellschaftlicher Druck zu immer mehr Leistung, Existenzängste, Wirtschaftskriminalität, Sozialabbau usw. sind die Mosaikbausteine unserer gesellschaftlichen und innenmenschlichen Krise. Ein neues, zinsloses uns schuldenfreies Geldsystem mit im Hintergrund ökologischem Wirtschaften, wäre zwar revolutionär, aber für eine gesunde und nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft unzureichend. Der Druck nach Profit könnte sich damit teilweise abschwächen.
Im Zuge der sich wiederholenden Wirtschaftskrisen wurden zahlreiche Komplementärwährungen wie z.B. WIR, Rheingold, Chiemgauer usw. erschaffen mit denen einige Bürger in ihren Regionen ihre Wirtschaft nachhaltig vitalisieren und sich von äußeren Geldgebern unabhängig machen wollen. Solche Tendenzen der wirtschaftlichen Entwicklung weisen auf mehr Selbstbestimmungsrechte der Bürger auf.
Herr von Uexküll hat Recht, wenn er über eine vernünftige Einschränkung der Profitmaximierung der Banken spricht. Die Banken sollten wieder ein Teil unseres Wirtschaftssystems sein und bestimmte, allgemein anerkannte Grundregeln sollten für alle Marktteilnehmer innerhalb eines Geldsystems gelten. Damit meine ich:
- Stabilität und Nachhaltigkeit durch homogene Märkte
- Arbeitsbewertungssystem für Ressourcen, Ware und Dienstleistungen
- transparente und kostendeckende Kalkulationsregeln
- Gewinnoptimierung statt Gewinnmaximierung
– Bewertungs- und Stimulierungssystem der Wirtschaftshandlungen - ökologisch und sozial
– Konkurrenzregeln - Kooperation statt Konkurrenz
Ein neues Geldsystem sollte die Grundregeln einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft spiegeln und unter dem Aspekt der direkten Selbstbestimmung dem Bürger dienen. Eine reale Geldentstehung und Geldverteilung dürfen auf der Grundlage der existierenden Wirtschaftsleistung stattfinden. Das Prinzip der Geldentstehung ist einfach:„vertraue mir, ich vertraue dir“. Das Geld entsteht und fließt, wenn sich die Marktteilnehmer über eine Leistung einigen und das gegenseitige Vertrauen aussprechen. Sie habe eben virtuell ein neues Geld ( Wert ) generiert und Ihre Bank darf auf dieser Grundlage das physische zinslose Geld drucken und an die Marktteilnehmer verteilen. Die Bank darf für ihre einzelne Dienstleistung Gebühren berechnen. Der eine Marktteilnehmer liefert seine versprochene Leistung und bekommt dafür Geld und der Andere bezahlt mit dem Schuldgeld ( Verspechen ) und verpflichtet sich eine Leistung in Höhe seines Schuldens auf den Markt zu bringen. Alle Marktteilnehmer sind verpflichtet, sich an die allgemein gültigen Marktregeln ( Grundregeln ) zu halten. Die Bonität des Schuldners kann jederzeit bei der Bank abgefragt werden ( kein Bankgeheimnis ).
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=> AW PB @kardoss: Sie haben in Ihr Co-Referat hier so einiges reingepackt. Ich lasse es trotz der Länge mal so stehen - aber da es keinen echten Blogbezug gibt (bitte künftig beachten), kann man hier nicht adäquat darauf antworten.
=> Daher nur kurz: Herr Uexküll analysiert in seinem Buch einige Dinge richtig und auch mit einigen (!) seiner Schlussfolgerungen kann man als Vertreter gesunden Geldes sympathisieren. Es ist aber wichtig zu wissen, dass Herr Uexküll kein Geldtheoretiker ist (kein Vorwurf ;-) ), sondern eigentlich "humanitäre Projekte in Afrika" finanzieren will und sein Geld- und Gesellschaftssystem diesem Oberziel anpasst. Das führt dann leider zu Forderungen, die aus der Freigeldszene stammen könnten, die nicht funktionieren werden (mehr dazu mal in einem separaten Artikel). Uexküll ist zwar kein Schrumpfgeldanhänger und auch seine Forderung nach einem Wettbewerb der Geldsysteme unterschreibt SOFORT jeder Goldbug und jeder "Österreicher". Aber wenn Uexküll fordert, Geld entsprechend "Bedarf" zu schöpfen und jedes "sinnvolle" Projekt "leistungsbezogen" mit neu zu schaffendem Geld (in CH das "WIR"-Privateld) zu finanzieren, dann ist er gefährlich nahe an der gutmeinenden aber utopischen Freigeldwelt, die am Ende des Tages NUR durch totalitäre Maßnahmen gegen Sparer und steuernde Maßnahmen einer Weltregierung durchsetzbar ist. Uexküll erkennt es wohl selbst nicht - aber seine Forderung nach einem Wettbewerb der Währungen würde (falls zugelassen) seinen eigenen "WIR" de facto beerdigen.
=> PS: Habe hier zugespitzt - meine Bitte um etwas Geduld zu einem umfassenderen Artikel der Freigeld- und "Geld gegen Leistung"-Philosophien à la MaxNews. GoldSilber sind und bleiben das EINZIG natürliche Geld.
Auch in den anderen Kommentaren ist die Frage nach den Drahtziehern zu erkennen.
Die Spitze lässt sich leicht vermuten :die FED.
In wieweit die Iluminati oder Bilderberger damit verstrickt sind, und in wieweit gerade unsere Politgarde den Forderungen der FED nachkommen ist zu hinterfragen.
Schon das Vorhaben Mario Draghi als Präsidentschaftskandidaten der EZB einzusetzen , ist der Clou schlechthin.
Zum Schluß noch ein kleines Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz für eine (zerbröckelnde) Demokratie Ihre Fakten sind wie immer glasklar
Kein Witz, nicht verprassen und in Saus und Braus leben lässt die Schulden im eigenen Land über den Kopf wachsen, sondern das Sparen in einem Ausland. Zumal von Sparen nun auch wirklich keine Rede sein kann. Der deutsche Schuldenberg ist vor allem seit dem Euro exponentiell angewachsen. Und dass seit der Euro-Einführung die deutschen Sparer durchschnittlich 440 Milliarden Euro jährliche Verluste zu beklagen haben, sollten die frechen Forderer und Denunzianten auch mal bedenken.
Nun ist ein Journalist, der im Goldstandard die Ursache für wirtschaftliche Zusammenbrüche der Vergangenheit sieht, allerdings auch nicht ernst zu nehmen. Bedrückend ist nur, dass solche Typen mit ihren schwachsinnigen Veröffentlichungen Öl ins Feuer gießen. Und es wird auch so noch heiß genug werden.
