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Eine Billion Dollar gab ich für afghanisches Eisen?

von Peter Boehringer E-Mail 14.06.10 11:59:01

Es ist immer wieder höchst interessant, welche Meldungen es nicht nur auf den Ticker, sondern gleich noch als "Breaking News Alert" in die Mainstream-Gazetten schaffen. So geschehen am gestrigen Sonntag Abend, als die New York Times per "Eilmeldung" das BIP der 12-Milliarden-Wirtschaft Afghanistan quasi über Nacht vervielfachte:

"Breaking News Alert
The New York Times, Sun, June 13, 2010 -- 9:22 PM ET
U.S. Discovers Nearly $1 Trillion [dt. = "Billion"] in Afghan Mineral Deposits 88|



The United States has discovered nearly $1 trillion in untapped mineral deposits in Afghanistan, far beyond any previously known reserves and enough to fundamentally alter the Afghan economy and perhaps the Afghan war itself, according to senior American government officials. The previously unknown deposits -- including huge veins of iron, copper, cobalt, gold and critical industrial metals like lithium -- are so big and include so many minerals that are essential to modern industry that Afghanistan could eventually be transformed into one of the most important mining centers in the world, the United States officials believe.
... The value of the newly discovered mineral deposits dwarfs the size of Afghanistan’s existing economy. Afghanistan’s gross domestic product is only about $12 billion. 'This will become the backbone of the Afghan economy' 88| , said Jalil Jumriany, an adviser to the Afghan minister of mines."

=> So große Worte: "1000 Mrd Dollar an Mineralwerten", "genug um die afghanische Wirtschaft fundamental zu ändern", "Afghanistan als eines der wichtigsten weltweiten Minenzentren", "...das neue Rückgrat der afghanischen Wirtschaft". Wer auch nur ansatzweise eine Ahnung von der "Wertentdeckung" und den "Wertbestätigungsprozessen" in der Minenindustrie hat, weiß genau, dass hier "etwas" [= fast ALLES!] nicht stimmen kann.

Und selbst wer diese Ahnung NICHT hat, bei dem sollten spätestens DANN die Alarmglocken schrillen, wenn er liest, dass durch diese angeblich so sensationelle Entdeckung nicht nur "die afghanische Wirtschaft", sondern sogar "der Afghanistan-Krieg selbst fundamental geändert" werden soll... :!:

"Wie das??", fragt sich jeder noch nicht voll von der Macht korrumpierte Völkerrechtler oder jeder noch immer selbstständig denkende Journalist? Inwiefern sollte diese neu entdeckte Mineralisierung Afghanistans denn die klaffende rechtliche Wunde heilen, die der klar völkerrechtswidrige Afghanistan-Krieg seit 2002 in das internationale Rechtsverständnis gerissen hat? Warum verändert ein Eisen-, Lithium- und Kupferfund die völkerrechtliche Lage?? Ist nicht in Deutschland eben erst ein Bundespräsident zurückgetreten, weil er es gewagt hatte anzudeuten, dass die "Rohstoff-Sicherung" für ein Land wie Deutschland den militärischen Einsatz rechtfertigen könnte?! Hat Köhler seine umstrittene Äußerung zur "militärischen Sicherung von Handelswegen" nicht sogar ausgerechnet in Afghanistan gemacht?! Sind nicht Rohstoff-Funde geradezu prototypischerweise ein ESKALATIONSgrund für sehr viele Kriege weltweit?!

Die Meldung von den afghanischen Rohstoff-Funden durften ausgerechnet das Pentagon und General Petraeus der NYT ins Blatt diktieren. Die einzig logische Schlussfolgerung daraus ist "Kriegsrechtfertigung" des auch in Amerika immer unbeliebteren Afghanistan-Kriegs! Was Köhler nicht durfte - Petraeus darf es! Müssen wir nun also eine Eskalation des Afghanistan-Kriegs erwarten? Vielleicht, denn die nationalen Kräfte in Afghanistan leisten immer mehr Widerstand gegen die Völkerrechts-widrige Besatzung - ebenso wie übrigens in den letzten Wochen auch die Flamen, die Holländer oder die Ungarn gegen ihnen von der Weltregierung aufgezwungene Multi-Kulti-Überfremdungs-Ideologien!

=> Allerdings kann man im Falle Afghanistan zum Glück ausschließen, dass diese neuen Rohstoff-Riesenfunde (wenn es sie denn überhaupt gegeben hat) tatsächlich einen kurz- oder mittelfristigen Anlass für eine militärische Eskalation darstellen! Warum das, fragen Sie? Nun, gehen wir einige der Lügen und Auslassungen im NYT-Artikel einfach mal der Reihe nach durch:

1. Es ist UNMÖGLICH, ohne JAHRELANGE Probebohrungen auch nur ANNÄHERND Potenziale von Minenadern festzustellen geschweige denn zu quantifizieren! In Afghanistan hat es solche Explorationsbohrungen aber niemals systematisch und flächendeckend gegeben! Auch das Pentagon könnte dies nicht im großen Stil leisten - schon gar nicht unbemerkt und ohne Wissen oder gar gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung.

2. Bei börsennotierten Minenwerten muss in aller Welt ein minutiöser und langjähriger und teurer Explorations- und Ressourcen-Definitions-Prozess eingehalten werden, ehe der Markt (vielleicht) die sozusagen "amtlichen" Ressourcen- oder Resevenschätzungen glaubt und deren Werte als real einstuft und (vielleicht...) in die Marktkapitalisierung einpreist. Die bekanntesten Standards für diese mühsamen Prozesse heißen NI 43-101 (Kanada), JORC (Australien), USGS-Standard (US) oder BGR-Standard (Deutschland).

3. Wenn man dann als Minen-Management die begehrte NI 43-101-kompatible Potenzialschätzung endlich bekommen hat, dann weist diese zwar eine (höchst temporäre und unsichere) Ressourcen-Größenordnung aus. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Marktkapitalisierung auch nur annähernd in die Größenordnungen des vermuteten Werts der Rohstofflagerstätte schnellen würde...

4. ... der Markt berücksichtigt eine Unzahl an Unsicherheitsfaktoren - und dies ist völlig rational bzw. mathematisch angebracht:
- Ressourcenwert ungleich Gewinn (zT gewaltige Förderkosten!)
- potenzielle Finanzierungsprobleme beim Minenbau und damit bei der Hebung der Ressourcen/Reserven
- potenziell nicht vorhandene Weiterverarbeitungsanlagen für das mineralisierte Eisen-/ Gold-Erz-Gestein oder für die Lithiumsande, Ölsande usw.
- potenzielle operative Probleme
- potenzielle Umweltschutzprobleme
- potenzielle Unzugänglichkeit der Förder-Gebiete wegen Topologie (Berge, extremer Untertagebau, usw.) oder Klima oder fehlendem Wasserzugang
- potenzielle Schwierigkeiten (prohibitive Versteuerung der Gewinne, Zwangs-Nationalisierung der Vorkommen)
- potenzielle militärische Schwierigkeiten (Kriege / Bürgerkriege)
- potenziell nicht ökonomische Förderung
- ggf. fehlende Infrastruktur (Straßen zum Abtransport, Häfen in der Nähe, usw.)

=> Mit Ausnahme des Umweltschutzes dürften in Afghanistan praktisch ALLE Risikopotenziale fast bis an ihre Extrempunkte hin ausgeschöpft sein! Ausgerechnet von Afghanistan als "eventually one of the most important mining centers in the world" zu sprechen, ist derart absurd, dass man wirklich von Prostitution / Käuflichkeit der NYT sprechen muss, wenn sie "US-Offizielle" mit einem solchen Müll zitiert. :!: Jedenfalls bei Zeithorizonten unter 20-30 Jahren - und längere rechtfertigten ja wohl kaum eine "Breaking News"...

5. Die Börsenanalysten nehmen bei Minenprojekten traditionell und angesichts der oben nur angedeuteten Risiken völlig zurecht ganz erhebliche Risikoabschläge auf die Gewinnschätzungen der jeweiligen Minenunternehmen vor. Im Falle Afghanistans würde dieser Risikoabschlag bei einer DCF-Analyse über -sagen wir- 15 Jahre nicht unter 95% liegen! Dies unter der Annahme eines Diskontierungsfaktors von 20%, was bei Afghanistan in jedem Fall risikoadäquat oder gar gering angesetzt sein dürfte - wenn sogar schon die risikolose Alternative Gold im Schnitt der vergangenen 10 Jahre über 13% p.a. erbracht hat! Viele der angeblichen Lagerstätten liegen mitten im Kriegsgebiet im Süden und im anarchischen Grenzgebiet zu Pakistan. Realistischerweise wird kein Bergbaukonzern der Welt mit Ausnahme der quasi US-staatlich integrierten Halliburtons oder der Gold-kabalistisch irrationalen Barricks der Welt in den nächsten 5-10 Jahren signifikante Bergbauprojekte in Afghanistan auch nur ernsthaft in Erwägung ziehen - geschweige denn realisieren!

6. Bei einigen der im NYT-Bericht genannten Rohstoffe (Lithium) ist noch nicht einmal sicher, ob sie in Zukunft WIRKLICH knapp zu werden drohen. Damit ist aber ihr Preispotenzial nach oben durchaus fragwürdig und damit auch der Wert der Deposits. Ich halte die Wette, dass vor 2025 niemand in Afghanistan signifikante Mengen von diesem angeblichen Reichtum fördern wird. Bis 2025 haben die Taliban aber LÄNGST das Land wieder übernommen, Frauen sind dann wieder da, wo sie nach streng religiös ausgelegtem Koran hingehören (hinter Burka-Gittern) und die Koranschulen werden den männlichen Rekruten die Vorzüge des Jenseits und der 72 unverschleierten Jungfrauen nahebringen. Alles wie eben seit 1300 Jahren. Eisenabbau war in dem zuletzt von Alexander dem Großen vor mehr als 2000 Jahren eroberten, extrem unzugänglichen Land nie im Fokus...

Fazit: Diese Falsch-Meldung ist keine Ente, sondern eine bewusste Volksver-dummung aus eindeutig politisch-militärischen Gründen. Wenn Experten die angeblich so exakte Zahl "908 Mrd Dollar an Mineralwert" lesen, die sich so schön zur "1 Billion Dollar"-Überschrift aufrunden lässt, dann wissen sie aus den og. Gründen ganz genau, dass hier von der Weltregierung und den zugehörigen militärischen Befehlshabern der Weltarmeen lediglich für die kriegsmüde Öffentlichkeit in Amerika, Deutschland, England, Holland usw. ein weiterer Kriegsgrund nachgeschoben wird, nachdem 9/11 als nach wie vor offizieller Kriegsgrund nun offenbar endgültig nicht mehr trägt. Sogar der britische Premier David Cameron hat eben in einem bemerkenswerten Versprecher die Sprengung der WTC-Türme zugegeben. Wie sagte er erst vor 2 Tagen: "... on 9-11 when the twin towers were blown up ..."

Es ist typisch für unsere steuernde Presse, dass sie eine solch abwegige und mit wenigen Recherchen als voreiliger Blödsinn identifizierbare 1-Billion-Dollar Falschmeldung als "Breaking News Alert" rausgibt. :!: Unsere 4. Gewalt wird immer mehr zur Vernebelungsmaschine im Dienste der Macht und gegen die Menschen. Das harte Verdikt "Systempresse" ist zunehmend gerechtfertigt. Es ist weiterhin Zeit für den von mir 2009 geforderten "Medialen Wachwechsel" und für den "Basis-Demokratischen Aufbruch":

"Die Bad News für den Mainstream ist diese: wenn der Niedergang der Wahrheit und des Relevanten im Mainstream so weitergeht, wird der Mainstream zunehmend obsolet und ignoriert werden. Die Good News für den Mainstream dagegen ist diese: 'Ihr könnt uns Blogger sehr einfach und schnell wieder loswerden!' 'Wie das', fragt ihr? Ganz einfach: Fangt einfach wieder an, euch auf euren Auftrag 'kritische, wahrheitsgemäße, relevante und unabhängige Berichterstattung' zu besinnen! Zudem solltet ihr als Träger der Demokratie (= Volksherrschaft = Mehrheitsherrschaft) auch viel öfter wieder 'Mehrheitsfähiges' und nicht krass überproportional immer und immer wieder nur 'Minderheitenschutz', 'MultiKulti' und politisch Korrektes, Genderquoten-Korrektes und Gleichstellungs-Abwegiges in die Blätter heben. 'Wahrheit', 'Realismus' und 'Rationalität' sind in den allermeisten Fällen voll mit 'Mehrheitsfähigkeit' vereinbar - auch wenn das leider viele Mainstream-Ideologen anders sehen und der Basisdemokratie misstrauen!"

12 Kommentare

Kommentar from: divo [Besucher] · http://klarblick.blogspot.com
*****
Danke für die profunde Aufklärung!

Ich bin auch auf die Meldung hereingefallen, obwohl ich sonst ziemlich kritisch bin. Aber ich rechnete nicht damit, dass die Medien, bzw. die Amis, uns solch einen Bären aufbinden würden.

Grüße
14.06.10 @ 15:23
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher] · http://www.gruenguertel.kremser.info
*****

Dieselben Überlegungen wie Sie hatte ich heute morgen beim Lesen auch. Der Bevölkerung wird offensichtlich ein nicht zu gewinnender Krieg als ökonomisch potentiell ertragreich vorgegaukelt, um sie über die tatsächlichen Verluste zu trösten.

Bedauerlicherweise hat die Merkelsche Politik dazu geführt, daß die Deutschen viele internationale Freunde verloren haben, so z. B. die Afghanen. Der König von Afghanistan Aman Ullah ist 1918 noch als Verbündeter des Deutschen Reichs in den Krieg gegen England gezogen. Seitdem hatten wir unter den Afghanen echte Freunde und keine falschen wie anderweitig.

14.06.10 @ 15:31
Kommentar from: webmax [Besucher]
*****
Wirklich ein ausgezeichneter und fundierter Bericht! Ein Wohltat, aus dem Einheitsbrei der Mainstram-Presse herausragend wie die Palme aus der Kuhscheiße! Danke dafür!
14.06.10 @ 15:44
Kommentar from: etcpp [Besucher]
*****
Danke ein weiteres Mal, Herr Böhringer, für die Bestätigung der Story als Nebelrakete. Ich hatte den Artikel unter "das Beschreiben der Rückseite einer Anzeige" abgehakt - überflüssig und sinnfrei (wenn man von Verwirrung als Sinn mal absieht, aber man muss ja aufpassen, dass man nicht paranoid wird in diesen Zeiten).
15.06.10 @ 08:38
Kommentar from: Kauz [Besucher]
*****
Mir waren die offiziellen politischen Verlautbarungen zum Krieg in Afghanistan stets suspekt. Da wird so getan, als trachte eine Koalition von Gutmenschen nur danach, dem gebeutelten Land und seinen Bewohnern stabile Verhältnisse und eine prosperierende wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung zu ermöglichen sowie Brutstätten des Terrorismus einzudämmen.
Doch es geht sicher auch (und vielleicht vor allem) um geopolitische und wirtschaftliche Interessen des Westens.
Darüber hinaus spielt vermutlich die Sicherung der über 900 km langen Grenze zum Iran eine Rolle, der im Falle eines nicht unwahrscheinlichen bewaffneten Konflikts mit dem Teheraner Regime eine außerordentliche Bedeutung zukommt.
15.06.10 @ 09:30
Kommentar from: Carlos [Besucher]
*****
Oct
2009
5:01pm, EDT
Resource-hungry China heads to Afghanistan
By Adrienne Mong, NBC News Producer
http://worldblog.msnbc.msn.com/_news/2009/10/14/4375983-resource-hungry-china-heads-to-afghanistan?pc=25&sp=175
15.06.10 @ 16:47
Kommentar from: Laterne [Besucher]
*****
Die Relativierung dieser Meldung ist Ihnen zwar zweifelsfrei gelungen, aber bei 13 Billionen kontierter Schulden und 7 Billionen veranschlagter Neuschulden der Amis, wäre dieser in Hoffnung gestellte Raubzug trotz allem nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Aber was erhofft sich Merkel von Ihrem Engagement? Dass sie sich eine Beteiligung am Diebesgut erhofft schließe ich aus – dumm ist sie nicht. Ist es reines Machtinteresse als Big Player aufzutreten? Oder hat unser Einsatz in Afghanistan nichts mit diesem Land zu tun?
Ist es die Möglichkeit, unsere Bundeswehr zum Häuserkampf auszubilden / auszurüsten um nach Scheubles Willen im Inland unsere „Eliten“ zu verteidigen?
Wie dem auch sei – ihre Recherche ist wie immer exzellent


***********
AW PB: Es soll ja nicht relativiert werden, dass Afghanistan sowohl strategisch in Richtung ANDERER (ölreicher) Staaten eine indirekte Rohstoff-Rolle spielt UND dass auch IM LAND SELBST Rohstoff-Vorräte vorhanden sind.

Es ging lediglich darum, die Absurdität einer "EILMELDUNG" in dieser Sache aufzuzeigen. Wenn Dinge, die einerseits seit Jahrzehnten bekannt waren und andererseits nicht wirklich quantifiziert werden können, in dieser detailliert quantifizierten Form als EILmeldung bekannt gegeben werden, dann stecken IMMER politische Absichten bzw. Öffentlichkeits"bearbeitung" dahinter. Und wieder einmal hat sich der ganze Mainstream instrumentalisieren lassen - wenigstens bis heute (heute sind einige Gazetten zurückgerudert - diese Meldung leiß sich angesichts der Fakten einfach so nicht aufrechterhalten).
15.06.10 @ 17:50
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Na - DIESEN Kommentar zum Afg-Thema aus dem aktuellen Gartman-Letter kann ich den Lesern natürlich nicht vorenthalten. Meine Worte - nur in englisch und fast NOCH zynischer ... [Hervorhebungen PB]:

"Finally while on the topic of the metals, much… indeed way, way too much… has been made of the article in The NY Times over the weekend of the huge new reserves of various industrial and earth metals to be found in Afghanistan. Clearly there are huge new sums of various metals that have any and all sorts of importance to world commerce to be found there, and at this point our comment to anyone who might listen is to pick any number at all regarding the sizes and the eventual incomes that can be earned by the Afghans from these metals. We suggest making it a very, very big number; then double it. Then who cares anyway, for we shall be ten or twenty or fifty years from producing metals in size and quality from mines in Afghanistan. We are talking mines here; we are not talking about agriculture. Mines take years to stake out; years to dig; years to set up transportation for the products found and mined. And above all we are talking about Afghanistan… the one place in the world where modernity shall never avail itself. :!: The place in the world where petty tribal rivalries trump any and all other considerations. The place where one tribal leader, jealous of another on the other side of some ancestral hill, will do what he can to sabotage the other guy’s economic well being because of some slight done to his family fifteen generations ago by his rival’s ancestors.

We found it comical yesterday when the news was filled of thoughts of metals riches pouring from Afghanistan. This will not happen in our lifetime; it will not happen in children’s lifetimes and it will not happen in our children’s, children’s children’s lifetime…. and in the interim tens of thousands of people will be killed fighting over these metals. :!:

One last thing about Afghanistan and its metals: it will prove to be yet another place on the earth where the US and China will vie, one with the other, for eventual sovereignty, for we and they shall need those metals at some point in the future. If they are as abundant as these reports suggest they are it is inevitable that the great powers will fight peripherally for their control. It has always been thus; it shall always be thus.
"
15.06.10 @ 19:27
Kommentar from: emma [Besucher]
*****
Ein bisschen will ich doch widersprechen. Warum wohl wird überhaupt Krieg in Afghanistan und weiterführend im Golf geführt? Nur aus indirekten oder auch direkten wirtschaftlichen Gründen. Sicherlich, wie Sie ausführten, nicht aufgrund der überaus "reichen" Mineralienvorkommen.
Auch das Wahlvolk kennt diese Günde, wer hat schon an 0911 als einzigsten Grund geglaubt?. Vermutlich wird diese Nachricht Botschaften anderer Natur enthalten, die auch nur entsprechende Kreise verstehen. Ich denke das ist ein politischer Fake, nicht für uns gedacht.
Insofern ist es eigentlich egal was nun der genaue Grund für den Krieg ist, es geht immer nur um wirtschftliche, ökonomische Vorzüge und damit letztendlich um Macht, was wir doch schon vorher wussten. Insofern ist diese Aktion doch nur ein Beweis für die Unehrlichkeit im System (das wussten wir auch schon), aber ansonsten nicht für uns von Belang.
16.06.10 @ 11:16
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelweski [Besucher]
*****
Bliebe noch zu sagen, dass schon sowjetische Ingenieure in Afghanistan in den 70ern und 80er Jahren umfangreiche, geologische Untersuchungen zum Vorhandensein von "wertvollen Erden" und allgemein von Bodenschaetzen unternommen hatten und sich deren Ergebnisse, obschon von den damaligen, sowjetischen Verantwortlichen weit nuechterner bewertet, mit dem Inhalt der jetzt von der NYT aufgezogenen Sensationsmeldung weitgehend deckten.

Was den Schluss nahe legt, dass die NYT hier nur alte Sowjet-Gutachten als "sensationelle Enthuellung" verkauft und keine (eigenen) US-Explorationen der Meldung zu Grunde liegen.

Konkrete Massnahmen zur Ausbeutung der lokalisierten Resourcen unternahm die UdSSR uebrigens nie, was sich gewiss nicht nur durch die seit ca. Ende 1980 instabile Sicherheitslage in Afghanistan erklaert.

Denn die Untersuchungen begannen schon weit frueher, ohne jedenfalls in Grossprojekte einzumuenden.

16.06.10 @ 11:45
Kommentar from: Peter Vonow [Besucher]
*****
Als ich die Meldung vorgestern las, dachte ich nicht an politisch-militärische Hintergründe, sondern an eine Aktion des ominösen geheimen Goldkartells, also der staatlichen Goldpreisdrücker, welche anscheinend seit Jahren den Goldpreis mit allen Mitteln tief halten wollen.
16.06.10 @ 23:30
Kommentar from: falscher Türke [Besucher]
*****
Sehr guter Artikel, you made my day !
21.06.10 @ 14:52

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