| « Von Goldblasen und "historischen Fakten" à la Barron´s | Wie hältst Du es mit der direkten Demokratie? (II) » |
Die Fed will Wirtschaftsblogger zum Schweigen bringen
von Peter Boehringer
21.07.10 19:43:15
Deutschland - hast Du es doch besser? Während hierzulande die Kanzlerin (wie heute in der BUNTE) nur lamentiert, dass sie wegen der Pluralität im Internet nicht mehr "alle Menschen gleichermaßen erreicht" und es immer schwieriger werde, ein [sozialistisch-kollektiv-planwirtschaftliches?!] "Gesamtmeinungsbild zu erkennen" [oder gar herbeizu-spin-nen?!], ist dieses "Problem" in den USA viel höher aufgehangen und die Pluralität des Internets wird bereits aktiv bekämpft.
Während das BKA von Netzsperrungen noch feucht träumt, wurde in den USA vor kurzem in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine Seite mit 70.000 Blogs ohne Vorankündigung und ohne nachvollziehbare Begründung *) einfach gesperrt. Und dass Obama aus Gründen der nationalen Sicherheit schon vor Monaten einen "Off"-Schalter für das Internet für sich reklamierte, ist ebenfalls bekannt.
Fast noch schlimmer aber: Es wird inzwischen auch "intellektuell" gegen die "Systemfeinde" insbesondere unter den US-Wirtschaftsbloggern aufgerüstet. So durfte ein natürlich "incentivierter" Auftragsschreiber namens Kartik Athreya kürzlich unter dem Briefkopf der Federal Reserve Bank [of Richmond] ein Pamphlet gegen Wirtschaftsblogger veröffentlichen. Nicht etwa gegen einzelne Dummblubberer (die es immer gibt), sondern völlig undifferenziert gegen JEDEN Wirtschaftsblogger, der kein "rank-and-file PhD economist" ist. Kein Witz! Auch der Titel dieses bemerkenswerten Dokuments ist kein schlechter und jahreszeitlich verfehlter Karnevalsscherz, sondern ernst gemeint:
"Economics is Hard. Don’t Let Bloggers Tell You Otherwise" [sic!] ![]()
Ich habe das zunächst ignoriert, weil man solche Hybris nicht unbedingt aufwerten sollte. Aber da Merkel nun auch hierzulande beginnt, neben all den technischen Zensurmaßnahmen und neben all den Pädophilie-Vorwänden "intellektuell" gegen die Blogosphere mobil zu machen, will ich Ihnen wenigstens einen sehr treffenden Kommentar eines US-Kollegen zum Pamphlet der Fed nicht vorenthalten:
***********
"This is what they think of us"
July 20, 2010 by Simon Black /
freie Übersetzung Peter Boehringer
"Das denken sie über uns
Wir kleinen Leute sollen uns hinsetzen und ruhig sein ... sagt Kartik Athreya, Senior Volkswirt bei der Fed Richmond.
In einem aktuellen Papier mit dem Titel "Volkswirtschaft ist schwer. Glaubt den Bloggern nicht, wenn sie euch etwas anderes erzählen." züchtigt Herr Athreya die ganze Welt der Internet-Blogger, Meinungsbildner und jeden anderen, der nicht Kartik Athreya heißt dafür, sich zu volkswirtschaftlichen Fragen zu äußern. Es ist eindeutig: alle anderen sind zu dumm, eine Meinung haben zu dürfen.
Originalzitat: 'Schreiber, die nicht mindestens ein Jahr an Doktorandenstudium in einer vernünftigen VWL-Fakultät absolviert haben (und zur Doktorarbeit zugelassen wurden), können volkswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Debatten nicht sinnvoll voranbringen. Es ist zunehmend unwahrscheinlich, dass [in der immer komplexeren Welt der VWL] diese Leute irgendetwas Interessantes zur Wirtschaftspolitik beitragen können.'
Nun denn: Ja, es gibt eine Menge Blubberer in den Internet-Blogs ... aber es ist GENAU diese arrogante und autoritäre "Klappe halten und machen was euch gesagt wird!"-Mentalität, die das ganze Finanzsystem kennzeichnet!
Ehrlicherweise muss man zwar festhalten, dass diese Unsitte nicht beschränkt ist auf die USA: Die jeweiligen Machthaber haben diese Arroganz seit Jahrhunderten gezeigt. Selbst die Alten Griechen als angeblich aufgeklärteste der frühen Zivilisationen haben schon Sokrates hinrichten lassen, nur weil er zu viele unangenehme Fragen gestellt hat...
Durch alle Jahrhunderte wurde der intellektuelle Austausch immer wieder durch Einschüchterung und Zwang autoritär gesteuert bzw. gewaltsam beendet. Das Mittelalter und die Inquisitionszeit lassen grüßen. ![]()
In einer aufgeklärten Welt sollten freie Bürger zu kritischem Hinterfragen und Argumentieren ermuntert werden. [Anmerkung PB: und genau dies ist auch noch immer das offizielle Credo von den Rahmenerziehungsplänen deutscher Kindergärten bis hin zu Uni-Curricula]. Die Entscheidungen der Volkswirte und Wirtschaftspolitiker sind viel zu wichtig, um sie in gutem Glauben den Leuten hinter dem Vorhang und im Elfenbeinturm zu überlassen. Insbesondere, wenn sie einen solch unterirdischen track record haben wie in den letzten 2 Jahren [bzw. in den letzten 40 Jahren seit der Aufhebung der Goldstandards...]!
In ferner Zukunft werden die Menschen vermutlich mit riesiger Verwunderung die Geschichte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts studieren. Sie werden sich fragen, wie eine solch kleine "elitäre" Gruppe die Macht bekommen konnte, Billionen an Dollars aus dem Nichts herbei zu zaubern, weitere Billionen sinnlos zu vergeuden, ihre bankrotten Banker-Komplizen mit fremder Leute Geld herauszuhauen, die Ersparnisse der Menschen inflationär zu vernichten, sinnlose Kriege zu führen, ganze Volkswirtschaften durch die Fehlallokation von Mitteln zu ruinieren - und DANN AUCH NOCH die öffentliche Debatte darüber als "inkompetent und irrelevant" ins Lächerliche zu ziehen. ![]()
In jedem anderen Kontext würde dies wohl als komplett verrückt erkannt. Nur nicht in der ökonomischen und massenmedialen Realität des Jahres 2010... ![]()
Herr Athreya hätte sich viel Zeit und den Steuerzahlern viel Geld sparen können, wenn er einfach sein Rücktrittsgesuch niedergeschrieben hätte, anstatt diejenigen zu kritisieren, die die intellektuelle Redlichkeit seiner Bosse in Frage stellen."
************
=> Was bleibt mir noch zu schreiben nach diesen klaren Worten von Simon Black. I rest my case. Manchmal gibt es einfach nichts mehr zu sagen und beizutragen. Dann sollte man schweigen. Und ist es nicht genau das, was Herr Athreya und die Fed von uns Bloggern fordern? So sei es also. Jedenfalls für heute...
************
*) Nachtrag PB 25.7.2010: Mehrfach wurde von einem einzelnen nicht per Email erreichbaren Leser darauf aufmerksam gemacht, dass die Sperrung "freiwillig" durch den Seitenhoster durchgeführt wurde. Dafür gibt es bislang aber weder Beleg noch Begründung. Es ist nur bekannt geworden, dass "eine US-Regierungsstelle" (vermutlich das FBI) die Abschaltung "nahegelegt" hat (was etwas ganz anderes als "freiwillig" ist!). Zudem fehlt weiterhin jede Begründung außer der bereits im Spiegel insinuierten "Bombenbauanleitung von Al Qaida". Wenn ein vom FBI behaupteter oder gar veranlasster Upload einer vermeintlichen Bombenbauanleitung künftig jedesmal die Abschaltung von 70.000 völlig unbeteiligten Blogseiten zur Folge haben kann, dann haben wir bereits ein staatlich bzw. geheimdienstlich abschaltbares Internet. Aus libertärer Sicht ist das nicht akzeptabel. Terroristen würden sich Bombenanleitungen GANZ bestimmt auf anderen Wegen als über das offene und nicht verschlüsselte www senden. Selbst in der klassischen Militärtaktik gibt es die Regeln der Verhältnismäßigkeit der Mittel. Das hier angeblich vom FBI erzwungene Mittel des Flächenbomardements der flächendeckenden Blogsperrung ist in JEDEM FALL ein klasssischer Overkill, ein Akt der Zensur und vielleicht auch eine Übung für "bedeutendere" Fälle in der Zukunft. Freiheit verlieren die Menschen in kleinen Schritten. Auch das Menschenrecht der Meinungsfreiheit. Insofern ist es nur konsequent, dass sich der "Anonyme" Zuschreiber der Fed-Forderung nach Abschaltung aller Blogger anschließt... Besonders interessant ist übrigens, dass er nicht einmal eine zustellungsfähige Email angibt; und sich insoweit trotz natürlich verfügbarer anonymer Email-Accounts dem direkten Dialog verweigert, eine öffentliche Antwort provoziert und sich hinter der von mir verteidigten Freiheit auf Anonymität versteckt, die er selbst ganz offenbar ablehnt, denn in einer FBI-Welt ist diese Anonymität tot.
35 Kommentare
Dann gibt es für den Einen oder Anderen auch ein Erwachen – aber ein böses
"intellektuelle?"
Gab es da nicht noch 'ne andere?
Ach ja, die moralische. Votiere für letztere.
-----------
"In ferner Zukunft werden die Menschen vermutlich mit riesiger Verwunderung..."
Aber nur, wenn's diese Zukunft und diese Menschen unter den gegenwärtigen oder vergleichbaren Bedingungen noch geben sollte, was ich ernsthaft bezweifle.
Nur weil es immer irgendwie weiterging, muß es ja nicht immer irgendwie weitergehen, oder?
Raubritter!
**********
=> AW PB: Sie haben zwar recht damit, dass man alles, was man kritisiert, einmal durchgearbeitet haben sollte. Das ändert in diesem Fall aber nichts daran, dass die gesamte sogenannte "Makroökonomie" (besser: "Makroklempnerei") seit spätestens Keynes einen Anspruch darauf erhebt, die (Wirtschaft)Welt zum Besseren steuern zu können. Das ist aber in fast jedem Fall von Übel.
=> Ebenso wie der freie Markt alleine und ganz ohne Notenbank und deren Zinssetzungsdiktat sowohl den Idealzins als auch die Idealgeldmenge als auch die natürliche Umlaufgeschwindigkeit finden würde, würde die freie Marktwirtschaft auch ohne all die selbsternannten Polit- und VWL-Makroklempner ihre Preis- und Mengen-Optima finden.
Weder Sachfremdes noch Beleidigendes wird hier freigeschaltet. Es werden auch keine seitenlangen Detaildebatten um Randthemen freigeschaltet - dafür gibt es die Foren.
Ganz konkret gab es gestern zwar auch prinzipiell kompetente Zuschriften zu dem RANDthema des Blogs "Netzsperrungen". Auch diese waren aber keineswegs 100%ig korrekt und führten weit ins Detail und sie krankten auch daran, dass darin einige in der heutigen totalitären Welt "illegalen" Dinge als "normal" und nicht "hinterfragbar" dargestellt wurden. Dinge wie zB die "Betreiberhaftung" für Inhalte haben aus libertärer Sicht in einer freien Welt mit freier Meinungsäußerung nichts zu suchen und sind auch nicht derart unumstritten und eindeutig bindendes Recht wie es zT suggeriert wurde. Oder sie SOLLTEN jedenfalls nicht sein - der alte Unterschied zwischen "legal" und "legitim" eben. Dies ist kein Rechtsblog und so erlaube ich mir manchmal, das LEGITIME ggü. dem "Legalen" in den Vordergrund zu stellen. Daran ändern auch die sicherlich wahren und realen Erfahrungen eines ISP- oder Blogbetreibers nichts.
Die meisten nicht beleidigenden und konstruktiven Schreiber bekommen im Falle der Nichtfreischaltung eine Antwort mit Begründung per Email, was ein Luxusservice ist, den nicht viele Blogbetreiber ihren Lesern bieten! Wer aber falsche oder "anonyme" Email-Adressen angibt, dem kann leider nicht weiter geholfen werden. Zensur ist das nicht - nur Selbstschutz eines Blogs. Man sehe sich nur mal all die vertrollten und verspamten Foren und die off-topic-Kommentare zu anderen Blogs an!
Und sie wissen ganz genau: Durchschauten ehrlich arbeitende Menschen die Finanztempel und deren Ideologie (besser vielleicht Theologie), sie würden faul, unlustig und sicherlich sehr zornig werden.
Von daher ist dieser oben geschilderte (dumme) intellektuelle Hochmut durchaus rational im Sinne der Herrschaftssicherung, aber er wird letztendlich (und hoffentlich sehr bald) vergeblich sein!
Danke für diese Information - sie spricht für sich selbst und ist auch ein klares Anzeichen dafür, wie schlimm es in Wahrheit um das Finazsystem steht.
Es wird immer wieder bejubelt, dass die Banken wieder "Gewinne" im Investmentsektor einfahren. Ich wundere mich, dass im öffentlichen Bewußtsein noch nicht angekommen ist, dass jeder von uns dafür zu zahlen hat.Ist die Meinungskontrolle tatsächlich schon so weit fort geschritten oder ist es eine politisch gewollte Volksverdummung? Gewinn aus dem Nichts kann es nicht geben!
5% der Reichen sind reicher geworden und der Rest-95% der Weltbevölkerung natürlich ärmer. Ich habe gelesen, die Politik müsse wieder die Kontrolle über die Wirtschaft übernehmen, aber hat sie diese jemals gehabt?
Also: Unser System ist von der Wurzel her unmoralisch!
Ps: Zu meiner Studienzeit (bin Physiker) war es so, dass überwiegend die, die nichts besseres wußten und außerdem mathematisch schwach waren, VWL (hieß anders?) studierten. Könnte nicht zu wenig Durchblick auch eine der Ursachen sein?
Viele Grüße Ein Bürger
**********
=> AW PB: Ich bin nicht wirklich "ethisch" qualifiziert, diese Fragen alle zu beanntworten. Zudem bejubele ich ja hier auch nicht die "Gewinne aus dem Nichts" der Banken - ganz im Gegenteil.
=> Das Verdikt, "die Politik muss wieder die Kontrolle über die Wirtschaft übernehmen", teilen Österreicher so nicht: Die Politik sollte sich fast komplett aus der Wirtschaft raushalten und lediglich faire Rahmenbedingungen für den weitestgehend freien Markt schaffen! DARAN krankt es heute und seit Jahrzehnten - bekanntermaßen begann die wirtschaftspolitische Makroklempnerei recht bald nach der Abschaffung des Goldstandards und bald nach der Erfindung der "modernen Notenbanken" à la Fed zwischen 1913/14 und der Depression der Dreißiger Jahre. Bis dahin konnten die Wirtschaft und das Geldsystem weitgehend ungestört von Makroklempnerei arbeiten. Der Wohlstands-stiftende, WAHRE Kapitalismus ist bereits seit Jahrzehnten zur Worthülse und Farce verkommen (worden).
=> Zu Ihrem "PS": Ich glaube, man kann den "modernen" studierten Volkswirten viel vorwerfen - aber gerade NICHT schwache Mathekenntnisse - und das gebe ich sogar als Informatiker und als VWL-Kritiker zu! Wer jemals eine Mikro-Ökonomie-Vorlesung gehört hat oder "Ökonometrie"-Bücher wälzen musste, wird diesen Vorwurf so wohl NICHT stehen lassen. Es gilt aber das, was ich schon vor 6 Jahren mal in einem Finanzbrief geschrieben hatte (http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/download/boehringer-508.pdf , S. 14): "Die (VWL)Welt braucht dringend mehr Common Sense und weniger Modelle und Mathematik!"
Warum sollte dann jemand überhaupt noch nachdenken um auf einen Sachverhalt des Artikels einzugehen, wenn er/sie ohnehin davon ausgehen muss, dass die Zuschrift weggelöscht wird ?
Nehmen Sie sich bitte mal ein Beispiel an MMNews.de oder Hartgeld.com, dort wird unzensiert publiziert (Server ist im Ausland - somit droht keine Gefahr seitens juristischer Wegelagerer oder staatsgläubiger Gutmenschen).
Gute Nacht, Goldseitenblog!
*********
=> AW PB: Ach Harry Hirsch. Was soll das schon wieder? Also NOCHMALS für Sie: Man muss sich als Seitenbetreiber entscheiden, ob man um der Clickraten willen JEDEN noch so verspin-ten oder abwegigen oder extremen Kommentar freischaltet - oder ob man themenbezogene Dinge freischaltet. Und ja, da kann es Grauzonen geben. Wir schalten hier immer noch im Zweifel frei, wenn es nicht zu lang oder zu obszön oder zu nebensächlich wird. Letzteres ist der Unterschied zu den Foren, in denen man wirklich JEDE Nuance eines Themas bis zum Exzess debattieren kann. Das GIBT es auf den GS - es heißt GS-Forum und es ist die Welt, in der ich selbst über viele Jahre "virtuell sozialisiert" wurde. Würde nie was dagegen sagen. Aber das hier ist der BLOGbereich und kein Forum! Lesen Sie einfach Frank Hoffmanns Überschrift über den Blogbereich und seine Intention bei der Eröffnung desselben.
=> Es gibt kein Menschenrecht auf Freischaltung jedes Kommentars. Wir schalten über 90% frei. Es ist ja wohl nicht Ihr Ernst, dass wir uns die Zustände zB in den MMNews-Kommentaren "zum Beispiel" nehmen sollen - oder?? MMNews selbst schätze ich durchaus - aber die Kommentarzustände dort sind nicht beispielhaft und wir werden das hier im Interesse der Leser nicht zulassen.
=> Bitte künftig also nicht NOCH mehr absichtsvolles Gejammere von der Harry Hirsch Email-Domain namens "...trashmail.com". Sonst fallen Ihre Kommentare künftig unter die 10%, die eben nicht veröffentlicht werden. Die Qualität des Blogs wird darunter nicht leiden und der Zensurvorwurf prallt an mir ab wie an einer deutschen Eiche.
"Um in VWL-Fragen mitdiskutieren zu können, muss man vorher mindestens einen (dicken?) VWL-Schinken durchgearbeitet haben."
Falsch!
Ich kann auch beurteilen, ob ein Ei schlecht ist, ohne dass mich die Henne auffordert, vorher erstmal 20 Eier selbst gelegt zu haben.
Gleichermaßen kann ich mir - völlig ohne VWL-Studium - eine fundierte Meinung darüber bilden, was ich von den Verschuldungsorgien des politischen Mainstreams zu halten habe.
Originalzitat: 'Schreiber, die nicht mindestens ein Jahr an Doktorandenstudium in einer vernünftigen VWL-Fakultät absolviert haben (und zur Doktorarbeit zugelassen wurden), können volkswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Debatten nicht sinnvoll voranbringen. Es ist zunehmend unwahrscheinlich, dass [in der immer komplexeren Welt der VWL] diese Leute irgendetwas Interessantes zur Wirtschaftspolitik beitragen können.'
Hierbei handelt es sich um so genannt Orwellsches Neusprech. Um den tieferen Sinn dieser Aussage klarzumachen, übertrage ich ihn nun in eine historisch eindeutige Situation:
"Schreiber, die nicht mindestens 8 Jahre an der Adolf-Hitler Schule absolviert haben, können Debatten über das Dritte Reich nicht sinnvoll voranbringen. Es ist zunehmend unwahrscheinlich, dass im zunehmend komplexeren Nationalstaat diese unpatriotischen Volksverräter etwas sinnvolles zu den Entscheidungen unseres geliebten Führers beitragen können."
Immerhin erfahren wir hier etwas über den tieferen Sinn einer VWL-Fakultät: Es handelt sich dabei einfach nur um Indoktrination und Gehirnwäsche, die vornehmlich dem Zweck dient, den gesunden Menschenverstand auszuschalten. Es wäre sicher lohnenswert, sich die Machstrukturen und Finanzierungsmodelle hinter solchen "Fakultäten" einmal etwas genauer anzuschauen.
Man könnte es auch so sagen: Nur wer jahrelang in einer von der Oligarchie kontrollierten Konditionierungs-Anstalt indoktriniert worden ist, soll das Recht haben seine Meinung zu eben dieser Oligarchie zum Ausdruck zu bringen. Nur wer 8 Jahre an einer Adolf-Hitler Schule indoktriniert worden ist, soll das Recht haben, seine Meinung zu Adolf Hitler zu äussern. Ja, wenn ich Hitler wäre, dann würde ich es bestimmt auch so machen.
Was lernen wir daraus? Erstens: Hier zeigt sich die massive Erosion der Verfassung in den USA. Das Land der Meinungsfreiheit "is going down". Zweitens: Hier wird wieder einmal deutlich, in wessen Dienst die Medienhuren stehen. Drittens: Es dürfte vermutlich sehr bald mit massiven Repressionen gegen Nonkonformisten zu rechnen sein, etwa so wie in der damaligen UdSSR unter Stalin. Viertens: Ganz offensichtlich geraten die Oligarchen zunehmend in Panik, und werden nun dazu gezwungen, ihre Maske fallen zu lassen, was deren wahre, verfassungsfeindliche Gesinnung zum Ausdruck bringt. Die angebliche Verfassungstreue war also nur gespielt, um eine gesellschaftliche Akzeptanz zu erzeugen, also aus Image-Gründen. "Wie müssen wir die Idioten manipulieren, damit sie glauben wir wären vertrauenswürdig."
Man könnte sagen, wir haben in der Tat eine Schönwetterverfassung, die von den Eliten nur so lange akzeptiert wird, wie sie deren Macht stützt. Wird deren Macht in Frage gestellt, dann haben sie keine Hemmungen, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu demontieren. Sie tun dies unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terror, gegen Pädophile, gegen Drogen, gegen Massenvernichtungswaffen und vermutlich bald auch gegen Ausserirdische. Kein Vorwand ist zu dämlich.
Wenn es etwas gibt, das die FED in Panik ausbrechen lässt, dann ist es die Wahrheit. Der Ehrenmann liebt die Wahrheit, der Verbrecher fürchtet sie, denn er hat viel zu verbergen. Wenn es etwas gibt, dessen wir sicher sein können, dann ist es die Tatsache, dass wir von den so genannten "Fakultäten" die Wahrheit sicher nicht erfahren werden. Ist es nicht eine Schande, wie im Angesicht katastrophaler ökonomischer Fehlentscheidungen durch die EU, wir von diesen Fakultäten nur eines hören: Lautes Schweigen.
Man sieht sich
***********
=> AW PB: Der Kommentar ist zwar lang - aber Blog-bezogen. Danke an FF.
Zum letzten Absatz wäre noch zu ergänzen: In völliger Analogie zum Schweigen bzw. zum Um-den-heißen-Brei-Schwadronieren der VWL-Fakultäten zur Krise 2008-2010 zeichnet sich auch die BP-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko durch völlig unangebrachte mediale Absenz aus. Ebenfalls absent sind im Golf die deutschen Grünen und die Greenpeaces der Welt, die sonst bei keiner Umweltkatastrophe oder vermeintlichen Klimakatastrophe fehlen. Das ZDF zeigte stattdessen vorgestern in den Hauptnachrichten einen 10-minütigen (!) Bericht über ein Greenpeace-und Uni-Kiel-Projekt zur vermeintlich CO2-bedingten vermuteten Übersäuerung der Meere bis vielleicht 2100 in Norwegen... BP ist eben "gleicher" und elitär-sakrosankt - ebenso wie die Fed.
Die Konjunktur schwächelt seit der Einführung der Gemeinschaftswährung.
Was an den Wirtschaftsschulen gelehrt wird ist doch immer derselbe Brei, der angerichtet wird um die Leute alle auf die selbe Spur zu setzen, die gewünschte nämlich. Nur damit ja niemand von denen auf andere Gedanken kommt und sich schön an das hält was ihnen eingebläut wurde.
Eines ist mir auch klar, die Konjunktur wird nur weiterlaufen, wenn die Kreditvergabe und der Konsum auf Pump weiter angekurbelt wird. Insofern hat Merkel Recht, jedoch zeigt es auch wo wir inzwischen stehen.
Eines ist jetzt schon ganz klar zu erkennen, alle diese Leute, die in einer Art Sekte integriert sind und die Macht haben, werden diese Welt und uns zerstören, aber auch sich selbst. Beispiel Apple und Dell, um nur zwei zu nennen.
Alle diese grossen Konzerne, samt Politikern und Stars, alles was ein Promi ist gehören dazu. Ein schmutziges Spiel. Die halten sich für unantastbar, werden aber am Ende auch mit untergehen. Wenn die Erde völlig zerstört und verschmutzt ist, uns keine Nahrung mehr gibt, dann werden auch die sich nicht entziehen können. Da helfen dann keine noch so dicken Konten in der Schweiz, dicke Autos und Boote, nee die Welt hält uns am Leben und der Mensch in seiner grenzenlosen Dummheit zerstört sie.
Ich verstehe nicht, warum prinzipiell die Bankvorstände nicht die Folgen für ihre Fehleinschätzung tragen müssen, während jeder beliebige andere Staatsbürger zwangsversteigert wird, auch wenn er völlig unschuldig seinen Arbeitsplatz verliert. Wir merken jetzt schon die Erhöhung der Steuern und administrierten Preise auf allen Ebenen durch die Staatshilfe für die Banken.
Die Eliminierung der unfähigen, sonst allgemein verbreitete Maxime, findet bei den Bankvorständen zum größten Nachteil durch die dadurch verursachten Folgeschäden nicht statt. Warum bekam Adolf Merkle keine Unterstützung für seine Fehleinschätzung mit VW-Aktien, bevor er sich vor den Zug warf, während die Investment-Banker der Dresdner Bank selbstverständlich die Boni ihrer notleidenden Bank eintreiben und überhaupt die ganze Clique weiterhin gut im Sattel sitzt.
Report: BP Looks To Buy Up Gulf Coast Scientists
Oil Giant Apparently Offering Lucrative Pay to Academics in Order To Aid Against Lawsuits
-http://www.cbsnews.com/stories/2010/07/16/national/main6684607.shtml
Diese "scientists" die sich da kaufen lassen(und es sind wohl einige) haben bestimmt auch alle einen PhD.
> Durchblick nach oder bei VWL:
Damit meinte ich, die Hintergründe und Grenzen eines Programmes zu kennen.
Da der Silber- und Goldmarkt und die übrigen durch "Stützungskäufe" seitens amerikanischer und englischer Großbanken manipuliert werden, was helfen da Chart-beobachtungsprogramme, wenn ich nicht weiß, welche Programme im Untergrund laufen, um z.B. den Dollar zu stützen? Wenn die Elbe steigt, steigen die Benzin-preise und wenn die Elbe fällt, steigen die Benzin-
preise.
viele grüße, ein Bürger
Ich fürchte, in maximal fünf Jahren können wir zu unseren Kindern sagen: „Es gab mal eine Zeit, da konnte man seine Meinung im Internet für alle lesbar veröffentlichen – obwohl sie den Interessen der Machthaber zuwider war.“
Die allumfassende und vor allem militärische Macht der Hochfinanz und ihrer Polit-Marionetten kann nur eine überwältigende aufgeklärte Menschenmenge brechen. Und das wissen und fürchten sie.
Erst vor kurzem hat Merkel die Chefredakteure der öffentlichen Zeitungen eingeladen und sie „gebeten“, nicht die Wahrheit zu schreiben, um eine Panik zu vermeiden.
Heißt: Dieses System ist auf Lügen aufgebaut und sein Zustand berechtigt zur Panik.
Und um Panik zu vermeiden und vor allem ihre eigene Macht zu erhalten, werden sie uns dieses Kommunikationsvergnügen hier in absehbarer Zeit nehmen.
@sabine
@alle anderen, die sich für das intellektuelle und insbes. mathematische Niveau der Mainstream-Ökonomie interessieren.
Ich habe ein paar Literaturempfehlungen für den Einstieg in diese Thematik:
a) von einem Hamburger Mathematiker zu dem methodischen Blödsinn, der in der VWL getrieben wird:
http://www.math.uni-hamburg.de/home/ortlieb/hb18MethFehlerVWL.pdf
http://www.math.uni-hamburg.de/home/ortlieb/MathScharlatanPS.pdf
b) ein Buch, das empirisch mit der Ideologie aufräumt, reale Finanzmärkte hätten etwas mit Gleichgewichtszuständen im thermodynamischem Sinn zu tun:
Joseph L.McCauley; Dynamics of Markets; Cambridge 2004
Der Autor ist ein US-Physikprofessor, der (wie diverse Kollegen in den letzten 20 Jahren) den Sprung in die Finanzwissenschaft getan hat. Aber erst, nachdem er ordentliche wissenschaftliche Methodik gelernt hatte. Es gibt mittlerweile eine regelrechte Unterdisziplin, die von solchen Leuten betrieben wird. Weiteres hier: www.unifr.ch/econophysics
Weil diese Quellen etwas hardcore sind, und das Lesen vermutlich schwieriger als der Erwerb eines Doktortitels in Ökonomie (ein Staatsexamen in Mathematik oder höheres wäre hilfreich), hier noch was einfacheres aus demselben Spektrum:
McCauley: 'The Futility of Utility'
http://www.mpra.ub.uni-muenchen.de/2163/1/MPRA_paper_2163.pdf
Darin geht es darum wie Ökonomen systematisch die mathematischen Begriffe der Funktion und des Funktionals durcheinanderwerfen
c) Und wer es historisch mag:
Philip Mirowski, More Heat Than Light,Cambridge 1989
sowie vom selben Autor: Against Mechanism, Boston 1988
Mirowski ist ein amerikanischer Wirtschaftshistoriker. Die zwei Bücher zeichnen nach, wie sich die Neoklassik als unverstandener Abklatsch klassischer Mechanik und Elektrodynamik entwickelte. Interessant fand ich insbes., wieviele gerühmte Mainstreamökonomen sich als abgebrochene Ingenieure oder Physiker entpuppen, darunter Samuelson und Walras. Mirowski zitiert Korrespondenz, die jedem Mathelehrer die Haare zu Berge stehen lassen sollten.
Und jetzt viel Spaß bei der Lektüre für alle, die es umgekehrt gemacht haben wie Walras&Co, nämlich Wissenschaft betrieben statt Ökonomie.
Gruß
Klaus H.
***********
=> AW PB: DANKE sehr, Klaus Huller. Sehr hilfreich - wenn auch zT schwere Kost. Diese Links hätte ich manches Mal früher haben müssen - dann wären viele Umwege schon vor 15 Jahren erspart geblieben...
=> Da Sie auch Samuelson nennen, darf ich kurz erinnern: Anlässlich seines Todes vor einigen Monaten habe ich auch zu diesem Chefmodellierer einen passenden Blog geschrieben: "Samuelson: der Ökonometriker des Jahrhunderts": http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2009/12/14/samuelson-der-oekonometriker-des-jahrhun
http://diewahrheit.at/video/poster-haben-keine-rechte
Dass die sog. Eliten in Finanz und Politik immer frecher werden, liegt doch darin begründet, dass sie keinen Ausweg mehr finden.
Ich bin selber VWL'er, habe in 1990 in St.Gallen promoviert. Und ich habe heute noch Alpträume, was wir uns da alles haben eintrichtern müssen (auswendig lernen und nichts anderes).
Glücklicherweise hat sich mein Vater immer wieder lustig gemacht über die Herren Professoren. Als Industrieller hatte er die Meinung, dass diese Herren keine Wertschöpfung generieren. Und dieser Meinung bin ich auch heute als Ex Industrieller.
Der Standard "Schinken" mit dem Titel "Makroökonomik" von Dornbusch/Fischer war der Hammer. Im Grossen und Ganzen und vordergründig komplex, aber wenn man all die Formeln weglässt, sagt dieser Wälzer gar nichts aus. Und wir reden hier über 770 Seiten. Das 9. Kapitel mit dem Titel "das Geldangebot und die Zentralbank" ist nun völliger Käse. Absichtlich meiner Meinung nach wurde dieses Thema unverständlich gemacht. Giralgeldschaffung durch die Geschäftsbanken wird nicht mal thematisiert.
Obwohl ich das alles auswendig lernen musste, hat mich das nie überzeugt. Auch nicht das gesamte Studium (Hochschule St.Gallen) , wo meines Erachtens vor allem geldgierige Aufsteiger ganz einfach den "Auftrag von oben" wahrnehmen und dann vom Studenten zum Assistenten des Herrn Professors und später selbst zum Professor und dann vielleicht sogar zu einem lokalen Fed Assisten (im Falle der USA) aufsteigen können.
**********
=> AW PB: Ein Stück weit ist es Idealismus, der nicht glauben kann oder will, dass Dummheit und Ignoranz natürliche Zustände sein können. Daneben aber dürfen wir nie vergessen, dass die Masse nicht dumm bleiben will und auch nicht dumm wäre, wenn die Massenmedien auch nur ansatzweise ihren Job machen würden und wenn die Lehranstalten nicht globalistisch-multikulturell unterwandert wären und den Auftrag hätten, die Massen dumm zu halten und von den wahren Problemen abzulenken (siehe Blogthema).
=> Alles ist änderbar. Die kritische Masse wäre da. Das (unzensierte...) Internet verändert die Spielregeln der Deutungshoheit und der Massenorganisation.
danke, köstlich und bestätigt meinen Verdacht. Der Voll ständigkeit halber muss man allerdings erwähnen, dass das Schema auf S.2 des ersten Links zum Verständnis fast ausreicht und genauso für die Psychologie, Biologie
und auch die Physik(g=const) gilt!
@Dummheit regiert
Ich höre im Cafe oft "einfachen" Menschen zu und bin sicher, dass sie vieles durchschauen und nicht dumm bleiben wollen; aber sie haben nicht gelernt wie z.B. die Russen, zwischen den Zeilen zu lesen, sondern glauben der Bild-Zeitung. Schwieriger wird es beim Spiegel, der sich wissenschaftlich gibt, aber genauso Unsinn schreibt oder im Fernsehen(siehe Irakkriegs-Berichterstattung).
***********
=> AW PB @Samuel: Sabine hatte nun ja schon einiges an Feedback hören müssen zu ihrem Statement. Das Samuel´sche Bashing wurde trotz seiner Redundanz und trotz seiner Nähe zur Beleidigung nun nur deshalb auch noch freigeschaltet, um mich nicht schon wieder dem Zensur-Vorwurf auszusetzen.
=> Meine eigenen Gründe zur Nichtfreischaltung einiger weniger Kommentare habe ich oben nun wirklich ausführlich erklärt. 10% Nichtfreischaltung sind nach aller Erfahrung ein absolutes Minimum. Anfangs haben wir es hier im Blog ohne Freischaltung versucht - und das Ergebnis war entsprechend. Andere Foren zeigen leider täglich auf, welche trollhafte Anarchie sofort Einzug hält, wenn man praktisch alles freischaltet. Wird hier nicht passieren. Die Fed hat GAAANZ andere Gründe für ihre Zensurforderung als wir hier! Zudem ist es ja wohl ein riesiger Unterschied, ob man in einem privaten Forum (in das sich jeder Leser freiwillig einloggt!) das Recht auf Kommentare nicht als Menschenrecht ansieht - oder ob man wie die Fed JEDEN unliebsamen Blogjournalismus im ganzen Internet verbieten will!! Sie vergleichen Äpfel nicht einmal mit Birnen, sondern mit Elefanten...
Doug Casey hat auch eben was gesagt zum Thema "Soll man die Dummen durch immer mehr gutmenschlich-dumme Regulierung vor sich selbst schützen?":
"If you try to protect idiots from themselves, even if you succeed, you just wind up filling the world with idiots."
=> Wer Dummheit sät - wird immer mehr Dummheit ernten! Die einzige Konsequenz kann nur DE-Regulierung sein. Die einfachen Menschen sind nicht so dumm - sie sind nur medial verblendet und vom Wesentlichen abgelenkt! Der polnische Philosoph Stanislaw Lec meinte dazu einmal in der Tradition der Aufklärung stehend:
"Ich hätte vieles verstanden, wenn man es mir nicht erklärt hätte!"
Zum Schema eines Modellierungsprozesses:
Wenn man Modellvoraussetzungen definiert und aus denen irgendwas ableitet, dann bildet man das nach, was 'Kausalität' heißt. Wesentlich an einer solchen Struktur ist, daß keinerlei Ergebnisse auf Voraussetzungen zurückwirken.
Sobald Ursache/Wirkungs-Ketten sich zu einem Kreis schließen, d.h. sobald man Ursache und Wirkung nicht mehr hinreichend(!) trennen kann, geht ein solcher Ansatz schief. In der Physik tauchen deshalb ökonomieähnliche Debatten insbes. in der Kosmologie auf. Da will man Zustandsveränderungen des Universums auf für vollständig bekannt angesehene Kräfte zurückführen, und zugleich nimmt man an, daß mit der Entwicklung des Universums als Ganzes alle in ihm wirkenden Kräfte ihren Charakter verändern. Kein Wunder, daß solche Debatten uferlos werden.
Zum Glück richten sie weniger Schaden an als die Gutachten von 'Wirtschaftsweisen' (eine sehr treffende Bezeichnung, wie ich finde)
Gruß
Kl.H.
Ein Problem, das in der Realität auftritt, wird durch Aggregation, also dem Zusammenfassen, und Abstraktion, also dem Weglassen, von Sachverhalten derart reduziert, dass man in der Lage ist es als mathematisches Modell zu formulieren, in dem man sich sowohl quantitativ als auch qualitativ bewegen kann. Dabei liegen diesem positiven Modell Annahmen zugrunde, die so restriktiv sein können, dass sie mit der Realität selbst nichts mehr zu tun haben. Selbst das Marktmodell von Alfred Marshall, das das Zustandekommen eines Gleichgeweichtspreises durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage postuliert, kann auf Annahmen wie homogene Güter, perfekte Informationssymmetrie und Märkte nicht verzichten.
Worauf ich hinaus möchte:
Die Ökonomen bilden sich ein, sie würden über die Wirtschaft bescheid wissen. Fakt ist aber, dass sie sich lediglich in einer Modellwelt bewegen, die mit der Realität so gut wie nichts zu tun hat! Joseph Alois Schumpeter hat in seinem Werk "Geschichte der ökonomischen Analyse" einmal geschrieben, die Wirtschaftswissenschaft würden wie keine andere Wissenschaft neben ihr vor allem vom gesunden Menschenverstand profitieren. Gesunden Menschenverstand besitzen alle Menschen, unabhängig davon, ob sie Ökonomen oder Laien sind.
Wenn die vielen Blogger mit ihrer Aufklärung die jungen Menschen erreichen, heisst es bald nicht mehr, "jung und dumm", man tut sich schwerer, die Leute zu bescheissen!
*************
=> Ergänzung PB: "Einfach" ist es nicht. Der Mainstream steht unter politischem Druck zu verklären und hat die Auflagen, die Reichweiten und die Budgets und (noch) die große Mehrheit der Leser. Gerade den Jungen fällt es schwerer, Lügen, die man nur mit einem gewissen Erfahrungs- und Einordnungsschatz und auch mit Geschichtsinteresse erkennen kann, als solche einzuordnen und nicht das Mainstream-Geblubber von den VT´s zu glauben.
=> Andererseits werden die Aufklärer zahlreicher und sie haben es immer einfacher je dreister der Mainstream lügt bzw. lügen muss und je schwieriger es ist, die offensichtlich GANZ ANDERE Realität mit der BERICHTETEN Realität in Deckung zu bringen und die Blogger zu diskreditieren. Ganz regelmäßig muss der Mainstream mittlerweile Themen, die im Internet eruiert und thematisiert wurden, wenige Tage später auch in die eigenen Blätter bringen. Ganz regelmäßig auch Themen von hier aus dem GS-Blog - so zB heute im Focus und im Handelsblatt Berichte über die Goldpreismanipulation, die uns allen sehr bekannt vorkommen sollten...
Der nachfolgende Kommentar hinterließ mich zunächst rat- und sprachlos. Es ist entweder ein mehr oder weniger gelungener und lustiger Versuch, wahlweise uns Goldbugs oder auch die Systemgläubigen zu veräppeln. Oder es ist einer jener Beiträge, die man aus Gründen der Bloghygiene und auch aus Gründen der Rechtschreibhygiene und sogar aus Gründen des Autoren-Selbstschutzes vielleicht besser DOCH nicht freischalten sollte... Aber weil wir den Zensurvorwurf ja nun heute schon oft genug gehört haben, lassen wir diesen Kommentar mal durch. Er spricht ja für sich selbst und kann noch immer als exemplarisches Beispiel dienen, was aus einem freilaufenden Forum so alles werden könnte, wenn man es dauerhaft frei laufen ließe ... ]
************
Es ist natürlich schon so, dass fast alle Blocker noch einer Wirtschaftslehre aus dem Dampfzeitalter nachhängen. Ihre Muster sind viel zu einfach gestrickt. Was wurde doch der Zusammenbruch des Geldsystsems prophezeit, die Geldvermehrung mit der Notenpresse in ihren Wirkungen überschätzt und fehleingeschätzt. Wenn das alles eingetroffen wäre, was diese Experten aus der Steinzeit als Unverrückbar hinstellten, dann müssten sich unsere Goldschätze in den letzten drei Jahren ins unermessliche erhöht haben. Die Leute von den Zentralenbanken haben gezeigt, dass eine "exzessive" Geldvermehrung in Zeiten des wirtschaftlichen Niedergangs kein Nachteile für das Geldsystem haben. In der US Immobilienkrise sind Billiarden [Anm. PB: gemeint sind wohl "Billionen" - also bitte geistig um 99,9% reduzieren] von Dollars verbrannt worden. Weitere Billiarden durch die immensen Verluste der Banken insbesondere auf Firmenkredite. Durch die Geldschöpfung der Notenbanken ist nicht viel mehr Neugeld entstanden, als sich in Luft aufgelöst hatte. Jetzt müssten die Geldschleussen geöffnet werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Zentralbanken verfügen über hervorragende Szenarien, um allfällige künftige nicht gedeckte Gelder in jeder beliebigen Höhe durch Knopfdruck sukzessive oder wenns sein soll auf einmal aus dem Verkehr zu nehmen. Und was pasiert mit dem Goldpreis? Er wird in den Keller rasseln. [Anm. PB: Na - DIE Szenarien würden wir von den ZBs doch gerne mal glaubhaft gemacht bekommen. Im Falle der herbeigeführten Totalcrash-Deflation würde Gold als EINZIGE Währung überhaupt stehenbleiben]. Zuerst werden all die ETFs verschleudert, dann kommen die Anleger, die Gold auf Kredit gekauft haben und die Kleinanleger und am Schluss die Hartgesottenen Goldfreaks, deren Träume vom Jahrhundertcrash sich in nichts auflösen. Damnn wird Gold während Jahrzehnten nur noch in geringem Masse nachgefragt werde. Selbst die Indische Hochzeitssaison, der letzte Strohalm der Goldbesitzer wird je länger je mehr an Bedeutung verlieren, weil die Inderinnen mittlerweile andere Wünsche haben, als ein paar goldige Halsketten
westlichen Fehler nachmachen wirklich etwas mit aufstreben zu tun hat, sei dahingestellt.
[usw. usw. - etwa 50 Zeilen Zuschrift ohne Blogthema-Bezug wurden gestrichen. PB].
*************
=> AW @Bürger:
Lesen Sie Ihre gmail-Email - dann muss ich hier -entgegen Ihrem eigenen Interesse- nicht öffentlich antworten um Sie zu erreichen und dann finden Sie auch seit 2h schon die gewünschte Anmerkung darin vor. Wie bereits einmal gesagt ist dieser Feedback-Service Luxus für die nicht veröffentlichungsfähigen oder gekürzten Zuschreiber. Kaum ein Blogger macht das - und DIES IST NOCH IMMER KEIN FORUM, in dem jeder ständig in JEDE (neue) Richtung weiter rechthaben darf!!
=> Daher werden auch Ihre ERNEUTEN 50 Zeilen durch Wiederholung nicht veröffentlichungsfähig, sie haben auch WEITERHIN kein Menschenrecht auf Freischaltung http://diewahrheit.at/video/poster-haben-keine-rechte - aber sehr wohl eines auf jederzeitiges AUSLOGGEN hier aus diesem Zensurblog, der Ihr Blogeintrag-irrelevantes Spezial-Wissen einfach partout nicht allen zur Kenntnis bringen will...
=> Und bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass eine Reduktion um 999/1000 auch dann eine Reduktion um 99,9% bzw. eine Division durch 1000 bleibt, wenn Sie das ERNEUT bestreiten. Meine Kürzung Ihres entsprechenden Beitrags war ein gutgemeinter Schutz des Blogs vor mathematischer Verwirrung - also bitte kein Gejammer deswegen.
=> Beim Thema "Inquisition" stelle ich erschreckende Wissenslücken bei Ihnen fest. Nachlesen was die Inquisition war - erst dann blubbern und vorwerfen.
Over and out
PB
Es ist schon reiflich ungehörig, auf die Veröffentlichung seines Kommentars auf einer FREMDEN Blogseite zu bestehen und im Misserfolgsfall dem Blogbetreiber, der zu Recht auf Qualität achtet, auch noch die Zensur vorzuwerfen.
Wer im Internet unbedingt seine Meinung veröffentlicht haben will, dem steht es doch wohl frei, selbst eine Blogseite einzurichten.
Als Negativbeispiel möchte ich die Seite „MMnews“ erwähnen. Das ist eine Blogseite mit durchaus lesenswerten Artikeln. Zu denen gesellen sich auch ebenso lesenswerte Kommentare, allerdings in beschränktem Maße. Darüber hinaus wimmelt es von zig geistlosen Ergüssen, vom Thema abweichende Kommentare und gossenartige Beleidigungen. Die ärgsten Entgleisungen werden einige Zeit nach Erscheinen gelöscht, aber eben erst im Nachhinein. Ich kommentiere dort nichts mehr, denn das ist wie „Perlen vor die Säue werfen“. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sich dort nicht nur einige geistige Tiefflieger tummeln. Ich habe Verständnis dafür, dass einige Leute solch ein Forum als Ersatz für eine psychische Gruppentherapie nutzen, in dem man seinen Frust ablassen kann – das geht mir mitunter auch so. Aber ich glaube, dass sich dort auch „trojanische Schreiberlinge“ einklinken, um bewusst das Gesamtbild der Blogseite zu verunglimpfen.
Und so bin ich der Meinung, tut Herr Boehringer gut daran, Kommentare, die niveaulos sind oder nicht zum Thema gehören, nicht auf SEINER Blogseite zu veröffentlichen.
*******
=> Ergänzung PB: Danke dafür, Henry. Es ist wirklich genau so, wie Sie es beschreiben. Es ist eine ständige Gratwanderung, die gerade für SEHR determinierte Zensurfeinde wie mich manchmal unangenehm aber leider erforderlich ist. Man kann in einem privaten Blog nicht alle Interessen 100%ig bedienen. Insbesondere nicht die nach "Öffentlichkeit" bei Co-Referat-Schreibern, die einfach zu weit weg vom Thema geraten. "Nichtfreischaltung" hier ist etwas völlig anderes als umfassende und unumgehbare Zensursula´sche staatliche Zensur und Überwachung!
=> Und darum beenden wir jetzt hier bitte auch die Zensurdebatte. Am 7. Tage ruhte der Herr - also lassen wir die Kommentarfunktion hier per Sonntag auch mal ruhen. Ich schreibe garantiert mal wieder einen Blog auch zum Zensurthema (Anlässe dazu gäbe es wöchentlich) - dann passt sie wieder ;-)
Kommentare sind für diesen Beitrag deaktiviert.





