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« Deutsche Schuldenquote plus 8%-Punkte wegen HRELegierung der deutschen Silber-Zehner wird 2011 verändert »

"Reden Sie bloß nicht drüber!"

von Peter Boehringer E-Mail 15.09.10 16:40:34

Einerseits kann man gegen Japan und den Yen sagen was man will, denn es ist ja richtig: Japan ist Weltrekordler unter den Industriestaaten mit 200% BIP-Verschuldung und das Land ist auch chronisch überaltert.

Im Moment hindert das den Yen aber nicht, derart gegen den Dollar aufzuwerten, dass die BoJ nun erstmals seit 6 Jahren interveniert hat. Dies alleine heute mit Dollarkäufen über gerüchteweise bis zu 2000 Mrd Yen.

Hier die eindrucksvolle, Interventions- bzw. Drückungsgrafik von heute, 14.9.2010, direkt aus dem "Basis-Lehrbuch des angehenden planwirtschaftlichen Zentralbankers". Kommentiert von Zerohedge:

"And here is what can only be classified as the funniest self-propagating, feedback-looping, confused fractal tick chart seen in a long, long time":

Das Ergebnis von heute (erzwungene Abwertung um 2,65 Yen bzw. -3% an EINEM Tag) verhinderte in letzter Sekunde ein neues Alltimehigh des Yen:

So kam es heute Nacht vor Drückungsbeginn eben "nur" zu einem 15-Jahreshoch: 1995 lag der Dollar schon einmal kurz bei 83 Yen. Das formale neue Alltimehigh wird trotz des gestern vom japanischen Finanzminister Noda angedrohten "entschiedenen Widerstands" zu gegebener Zeit auch noch folgen.

Die japanische Währung steht also unter enormem Aufwärtsdruck - ähnlich wie der Franken. Und so wie in der Schweiz wird auch in Japan auf Dauer das planwirtschaftlich-keynesianische "Management" der Wechselkurse nicht funktionieren: Die Schweizer Nationalbank hatte ihre Interventionen gegen den Franken vor einigen Wochen eingestellt, nachdem sie ohne sichtbaren Effekt einige Milliarden Franken im Dollarloch versenkt hatte. Seit gestern herrscht nun sogar Franken-Dollar-Parität und demnächst steht ein neues Alltimelow des Dollars ggü. dem Franken an!

Zur Erklärung: Ja, da spielen natürlich die notorischen Carrytrades eine Rolle: Der Dollar ist mittlerweile dank Greenspan und Bernanke und dank (dauerhafter) Niedrigstzinsen SELBST eine Carrytrade-Währung geworden und aktuell werden wohl mal wieder Yen- (und Franken-) CTs aufgelöst und gegen DOLLAR-CTs getauscht, denn die Dollar-Kredite sind für die bekanntermaßen "gleicheren" System-Banken (und NUR für diese...) mittlerweile praktisch gratis. Das ist zumindest EIN Grund für die latente Dollar-Schwäche ggü. Yen seit nunmehr fast acht Jahren.

Weitergedacht: Theoretisch wäre JEDE Papier-Währung eine geeignete CT-Verschuldungs-Währung, jedenfalls gegen Gold. In der Tat hätten wir heute ein perfektes Setup auch für Gold-überzeugte PRIVATanleger: Man verschulde sich extrem niedrig verzinst in Papiergeld und kaufe gleichzeitig -möglichst noch gehebelt- von diesem Kreditgeld Gold, das sich ggü. Papiergeld in einem dauerhaften Aufwertungstrend befindet und so den Papiergeld-Kredit über die Jahre ständig kleiner werden lässt.

Nicht dass ich konservativen Goldbugs diesen Weg unbedingt EMPFEHLEN würde: Denn im Prinzip stoßen bei der Idee "Goldkauf auf Kredit" zwei Weltbilder aufeinander: Gold bringt Unabhängigkeit und Kredite bringen Abhängigkeit! :!:

Dennoch kenne ich immer mehr Bugs, die diesen Weg nun gehen wollen - Argumentation siehe oben. Sie wollen den Papiergeld-CT nicht alleine den Profis überlassen.

Testen wir also einmal diese Idee an der Praxis anhand von mir bekannten aktuellen und REALEN Fällen, die ich aber anonymisiert habe:

Hier das (reale) Setup: Sehr vermögende und Geldsystem-kritische Unternehmer wollen ihr Risiko diversifizieren und nicht immer NUR Unternehmensanteile und andere Risikoaktiva halten, sondern Gold kaufen. Weil das aber zu langweilig ist und weil man weiß, dass Papiergeld tendenziell immer den Weg hin zu seinem intrinischen Wert Null gehen wird, fragen sie bei ihren Hausbanken und auch bei einigen Großbanken an, ob und unter welchen Konditionen man denn einen Margin-Kredit explizit für physischen Goldkauf bekommen könne. Als Pfand sei ja jederzeit das Gold verfügbar. Hier einige Reaktionen der angefragten Bankberater:

Reaktion 1 [Berater Großbank A; sofortige Antwort]: "Machen wir nicht, Gold ist keine akzeptable Sicherheit!"
=> Keine weitere Begründung. Ende der Diskussion. Die übliche Hybris im Rahmen des Anti-Gold-Kartells der Großbanken. >:XX
=> Wahr ist dagegen: Es kann per Def. KEINE bessere Sicherheit als das wahre Geld "Gold" geben! Selbst eine Hypothek auf eine Immobilie (die ja standardmäßig zu 50-120% beliehen werden kann) wird als dingliche Sicherheit akzeptiert, OBWOHL sie MASSIVST unter Wasser geraten kann (aktuell USA...) und im Verwertungsfall im Gegensatz zu Gold erst mal aufwendig verkauft werden muss. Bei Gold geht das innerhalb eines Tages und in einem IMMER liquiden Markt. Nur weil es die o.g. Kartellabsprache der Banken gibt, heißt das nicht, das sie IRGENDWIE begründbar wäre! Auch die BaFin schreibt den Banken offiziell meines Wissens kein solches Pfandannahmeverbot vor. Im Interbankenmarkt und zwischen Zentralbanken und Staaten wird Gold STÄNDIG und GERNE als buchhalterische oder gar als dingliche Sicherheit akzeptiert - auch und gerade in Solvenzkrisen - so geschehen erst wieder vor wenigen Wochen bei Staaten, die sonst nicht mehr kreditfähig gewesen wären.

Reaktion 2 [Berater Publikumsbank B; sofortige Antwort]: "Machen wir nicht."
=> Keine weitere Begründung. Immerhin aber "Alternativvorschläge" - wenn auch alle aus der UNallokierten Goldwelt: "Darf es vielleicht ein Goldkonto sein oder ein gehebeltes Goldzertifikat oder der angelsächsische SPDR-Gold-ETF oder -wenn es sein muss- vielleicht auch 'Xetra-Gold' ?!" ...

Reaktion 3 [Sparkassenberater, nach Rücksprache und mehrtägigen Diskussionen mit lokalem Vorstand]: "Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Sparkasse aus grundsätzlichen, strategischen Überlegungen heraus keine Spekulationsgeschäfte jeglicher Art finanziert. Dazu gehören Wertpapier-, Derivat- aber auch Edelmetallgeschäfte. Diese Entscheidung ist wie geschrieben eine Grundsatzentscheidung im Rahmen der Risikostrategie unseres Hauses und in keiner Weise personenabhängig (weder positiv noch negativ). Wenn wir Goldbarren, Münzen etc. als Sicherheit vereinbaren wollten, müsste dieses verpfändet werden und bei uns hinterlegt werden - d. h. die Sparkasse müsste es in Verwahrung nehmen, denn nur dann zählt es als Sicherheit. Dies scheidet bei uns aus. Als Alternative käme die Stellung anderer Sicherheiten (z. B. Wertpapiere) in Betracht.
Mir selbst hat das Modell, das Sie entwickelt haben gefallen, allerdings bin ich an die grundsätzlichen Strategien des Hauses gebunden
." :no:
=> Quod erat demonstrandum: Gold ist für den Sparkassenvorstand offenbar auch nach 10 Jahren Hausse bei (außer 2008) geringer Volatilität nach wie vor "spekulativ". "Grundsätzlich und aus strategischen [Kartell] Überlegungen heraus"... Dies zwar nicht für den Berater, der offenbar schon "weiter" als seine Vorgesetzten ist - der aber leider an die Fehleinschätzungen des Vorstands gebunden ist und sie gegen seine Überzeugung und unter Verlust von sicherem Umsatz und Gewinn für die Sparkasse ggü. dem mit Auftrag drohenden Kunden durchsetzen muss!

Reaktion 4 [Volksbank, nach langen Debatten auf Vorstandsebene, nach intensiven Verhandlungen mit diesem guten Kunden]: "Ja, wir können uU das Geschäft machen: Einzahlung Ihres Eigenkapitals, dann Krediteinräumung: über das [sechsstellige] EK hinaus max. 500% , Zinssatz ca. 1,7%. Damit dann physischer Goldkauf i.H.v. 6-fachem EK. Sie brauchen ein Marginkonto mit einem einbezahlten Grundkapital und es gibt eine Nachsschusspflicht, falls Gold in die falsche Richtung läuft. Zudem müssen Sie zur Absicherung einen Put auf einen fallenden Goldpreis kaufen und wir brauchen [obwohl wir Sie ja als Hauskunden bestens und langjährig kennen] eine Bonitätsprüfung. Lagerung hier vor Ort bei uns im Safe. Und noch was: Reden Sie bloß nicht drüber - wir machen das nur, weil SIE es sind..." :!:
=> Immerhin: Mit WIRKLICH guten Connections und Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick ist das deutsche / weltweite Anti-Gold-Bankenkartell zu knacken, das den Papiergeld-CT "gehebelter Kreditkauf von physischem Gold und Verpfändung des Goldes als Kredit-Sicherheit" mit allen Mitteln unterbinden will! Dieses Geschäft soll den Profis und Insidern vorbehalten bleiben. Das Anti-Gold-Kartell der Banken ist fest etabliert. Aber 2010 wankt es nun endlich!

=> Grundsätzliches dazu aus Goldbug-Sicht: Heikel an solchen Vorhaben ist, dass ausgerechnet mit der PHYSISCHEN Anlage gehebelt wird. Die o.g. inkompatiblen Weltbilder bzw. Kollapsvorstellungen sind folgende: EINERSEITS setzt ein Gold-Kreditkäufer auf einen Crash des Banken-/Finanz-/Papiergeld-Systems und spekuliert darauf, denn ein Goldinvestment ist immer auch ein gutes Stück Misstrauen ins Gesamtfinanzsystem. ANDERERSEITS will er den Plan ausgerechnet über BANKENprodukte (Kredit, Put) umsetzen.

=> Im Prinzip kann eigentlich nur EIN Teil des Plans aufgehen. Entweder überlebt das System [dann auch die Banken und das Papiergeld] - dann wird aber physisches Gold gar nicht benötigt. Oder es überlebt eben nicht - dann wird zwar das physische Gold benötigt - es ist aber uU wg. Bankenschließungen nicht verfügbar/zugänglich und mangels überlebendem Banken-Emittenten ist dann auch ein Gold-Put wertlos. Das Ganze ist ein Dilemma bzw. eigentlich eine "Quadratur des Kreises".

Da aber viele Goldfans diesen Weg gehen wollen und da er EINEM Fall auch gut gehen kann (wenn das System überlebt - aber hohe Inflation ohne Hyperinflation herrscht), folgendes Fazit:

1. Finden Sie bei Interesse eine Bank, die das finanziert.
2. Stellen Sie sicher, dass das Gold schon beim Kauf IHR Eigentum wird, ...
3. ... dass es an die Bank nur verpfändet wird, ...
4. ... dass es als Sondervermögen außerhalb der Bankbilanz geführt wird, ...
5. ... dass es lokal vor Ort und allokiert im Bank-Safe gehalten wird, ...
6. ... dass Sie ein (jährliches) Kontrollrecht des Safes haben ...
7. ... und dass es im Falle von steigendem Goldpreis / ggf. Tilgungszahlungen jedenfalls teilweise herausgegeben wird!

Caveat: TROTZDEM sind und bleiben Kreditgeschäfte gefährlich und man verliert Unabhängigkeit und hat im Crashfall bei Bankenschließungen auch keinen unmittelbaren Zugriff auf den Safe und auf sein Eigentum! Falls der Markt lange in die "falsche" Richtung läuft, können Margin Calls einen Investor ggf. in die Insolvenz treiben. Mit allen Folgen! Dieses Hebelspiel mit physischem Gold ist also ein gefährliches - so logisch es auch scheinen mag und so lukrativ es eines Tages auch sein könnte.

Noch besser zum Hebeln sind [in dieser Reihenfolge] doch: Goldminen, Silber, Palladium oder Silberminen. ;)

******************
Disclaimer: Die Infos in diesem Blog sind in keinem Fall als Anlageempfehlung zu verstehen. Beim heutigen Blogeintrag gilt dies ganz besonders. Hier wird der Sonderfall eines Kredit-finanzierten Investments besprochen, das selbst Vermögende nur mit "Spielgeld" durchführen sollten. Trotz heute wieder mal erreichtem Alltimehigh von 1270 $/oz...

16 Kommentare

Kommentar from: Klaus [Besucher]
****-
Grundsätzlich gute Idee! Blendet man die Systemrelevanz des Trades aber mal aus, stellt sich die Frage: warum das Geschäft mit deutschen Banken machen, die
1. das Gold im bankeigenen Safe aufbewahren (Risiko bei einem Goldverbot und staatlichen möglichem Zugriff)
2. am Ende auch noch bei Zinssatz zugreifen und sich zusätzlich z.b. zum 3-Monats USD Libor bzw. 3Monats-Euribor noch eine schöne
Marge reinziehen ?

2% wären mir da als variabler Zins zuviel.

Die einfachste Lösung (die selbstverständlich auch das Verwahrungsrisiko trägt) ist das Halten von Gold-Futures. Denn ein Gold-Futures ist per def. ein CT aus der Basis-Währung rein ins Gold. Das Gold wird mit den derzeit niedrigst am Markt zu erhaltenen (kurzfrist 3Monats-) Zinsen finanziert, welches sich in der Basis des Futures ausdrückt, die derzeit ca. 0,7 $ p.m. per Unze ausmacht, was einem rechnerischen Zinssatz von derzeit ca. 0,66% p.a. entspricht. Die Goldposition kann unter den an COMEX geltenden Margin-Richtlinien mit vergleichsweise niedrigem Eigenkapitaleinsatz gehebelt werden.
Ab dem 28.9. werden an der Eurex €-denominierte Gold-Futures gehandelt, dann ist dieses Geschäft auch in der Basiswährung € möglich (1 Kontrakt entspricht 1000 Gramm Gold), und man ist nicht mehr auf COMEX angewiesen, sofern sich hierzulande ein liquider Gold-Futures-Markt entwickelt.
Der €-denominierte Futures hat zudem den Vorteil, daß das Gold nicht bei einer Bank, sondern bei Clearstream verwahrt ist, welches zwar im Falle des staatlichen Zugriff theoretisch auch gefährdet ist, aber nicht so, wie direkt bei unseren (fast) staatlichen Banken.

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=> Danke für diese Ideen. Klingt schwer nach Futures-Profi-Zuschrift - gar von der Eurex...?! ;-)

=> Die 2% waren ein gerundeter Wert. In zwei realen Fällen wurden 1,7% verlangt. Die Bandbreite dürfte je nach Verhandlungsmacht aber rel. groß sein. Unter reinen Risikoaspekten haben Sie aber völlig recht: Bei physischem Gold als Sicherheit besteht (außer bei extremem Preisverfall) für die Kredit-gebende Bank kein Ausfallrisiko wie bei anderen Kreditgeschäften. Insofern sind auch 1,7% eigentlich eine Frechheit. Aber es waren eben unter vielen abgeklapperten Banken die einzigen beiden, die es bei diesen Kunden überhaupt gemacht haben.

=> Sie empfehlen oben die über Gold-Futures "synthetisierte" Variante des im Blog beschriebenen Papiergeld-Gold-CTs. Zumindest EINEN gewichtigen Unterschied gibt es aber doch: Sie schreiben es selbst: das dumme "Verwahrrisiko". Man kann es natürlich in KEINEM Fall völlig wegbekommen, denn die Kredit-gebende Bank hat das Gold als Pfand und insofern ein legitimes Zurückbehaltungsrecht. Die Frage, ob gerade DEUTSCHE oder eben AUSLÄNDISCHE Banken und Verwahrstellen im Krisenfall eher geschlossen werden, ist müßig und nicht sicher zu beantworten. Gesetzgeber können überall totalitär werden und ungeplante "Bank Holidays" wird es am Tag X sowohl in D als auch in LUX als auch bei Comex als auch bei der Clearstream geben.

=> Insofern ist natürlich auch die im Blog beschriebene Variante bzgl. physischem Verbleib der Goldware nicht 100% sicher. Ich hatte ja auch klar gemacht, dass es nicht unbedingt ein zu empfehlender Trade für SEHR konservative Goldbugs ist. Aber da einige Goldbugs nun mal partout hebeln wollen UND zugleich einen gewissen Schutz ihres physischen EIGENTUMS anstreben, legen sie in den beschriebenen Fällen eben "irrationalerweise" (oder auch nicht...) Wert auf LOKALE GEOGRAPHISCHE NÄHE ihrer Ware im Banksafe vor Ort. Mit Begehungsrecht und allokiert, dh über eindeutig per Nummer IDENTIFIZIERBARE und zugeordnete Goldbarren. In einem Fall wurde sogar eine "Streifbandverwahrung" (!) der Barren angeboten! DAS bieten die Futures-Märkte sicher nicht. Der Comex wird von Goldbugs zurecht nicht vertraut - jedenfalls nicht für den Tag x. Am "day of reckoning" wird die Comex nicht annähernd so viel Gold haben wie zur Deckung aller ausstehenden long-Kontrakte erforderlich wäre - sollte bei diesen eben Auslieferung verlangt werden. Schätzungen gehen von einer Deckung zwischen 1:45 und 1:100 aus. Die Comex wird am Tag X zu bis zu 99% ein Papiertiger sein. Und das ist keine VT, sondern kommt offiziell vom bekannten "Anti-Gold-Kabale-Mitglied" Mr. Jeffrey Christian (Gründer und MD der CPM-Group).

=> In NORMALEN Zeiten sind Futures (auch Gold-Futures) zum Hebeln OK. Dafür gäbe es zwar auch Alternativen (gehebelte Zertis etc) - aber Futures können -wie von Ihnen beschrieben- günstiger sein. Die Idee im Blog bezog sich aber nicht NUR auf "normale" Zeiten mit funktionierenden Futures-Märkten. Auch (gerade) vermögende Goldbugs sind eben paranoid. Und daraus sollten wir ihnen in diesen verrückten Zeiten keinen Vorwurf machen...
15.09.10 @ 17:50
Kommentar from: ClausS [Besucher]
****-
Hallo Herr Boehringer,

vielen Dank für Ihre Veröffentlichung.

Gold und Silber können in einer ehrlichen Wirtschaft als Austausch- und Wertaufbewahrungsmittel dienen.

Wenn Vermögenswerte dem Papiergeldsystem (Euro, Dollar etc) entzogen werden und dann in physikalisch vorhandenem Gold oder Silber angelegt werden, so schrumpft damit die Macht und der Einfluss von Zentralbanken und anderen als Banken getarnten "Instituten". Über die Gold- und Silberpreisdrückung mögen Letztere noch eine gewisse Zeit stören, aber auch hier wird bald das letzte Pulver verschossen sein.

Wenn nun einer Schulden machen muss, zum Beispiel bei einem Bankinstitut, um Gold zu kaufen, so ist das ein Paradoxon in sich. So ne Art Deal mit dem Beelzebub, um sich einen Platz im Himmel zu sichern.

Ein besseres Wirtschafts- und Finanzsystem hat mit realen Werten und ehrlicher Arbeit zu tun, und wenig mit Schulden.

Schöne Grüße
Ihr ClausS
15.09.10 @ 18:06
Kommentar from: ein Geheilter [Besucher]
****-
Ich finde dieses gesamte Welt-Casino einfach pervers und verachtenswürdig.

Die Weltmarktpreise von Grundnahrungsmitteln, Energie und anderem werden nicht von Angebot, Qualität und Nachfrage bestimmt, sondern von Spekulanten, manipulierenden Großbanken und spielkranken Zockern.

Mit Hebeln, Leerverkäufen, Calls, Puts und was die Finanzverbrecher sich nicht noch alles ausgedacht haben, wird die Gülle auch noch verfeinert.

Ich habe mal eine Weile an diesem Spiel teilgenommen – wenn auch nur mit Fonds –, bis ich gemerkt habe, dass in meinem Gehirn etwas krank zu werden droht.

Am meisten profitieren von den ganzen Spielvarianten doch genau die Banken, die wir hier verurteilen.

Würden sich alle meist ahnungslosen Finanzkunden von diesem Spiel zurückziehen, blieben die Finanzverbrecher auf dem Trockenen sitzen. Da würde ihnen auch nicht das Falschgeld nützen.

Zu sagen, dass es aber doch alle machten und man selbst sonst zu kurz käme, halte ich für falsch.

Ich bin der Meinung, man kann nicht Kriegstreiber verurteilen und gleichzeitig selbst seinen Nachbarn erschlagen.

Meine Einlassungen mit einer Bank beschränken sich seit 2009 nur noch auf ein Giro-Konto, mit dem die notwendigen Ein- und Auszahlungen erfolgen.
Ich wünschte, ich hätte diesen Entschluss schon im Jahre 2000 gefasst.

Das ist hier nicht persönlich gemeint, also herzliche Grüße
15.09.10 @ 18:41
Kommentar from: Müller [Besucher]
*****
Man kann Ihnen, sehr geehrter Herr Boehringer, nicht genug dankbar sein für Ihre einmal mehr herausragende Analyse. Das Zahlungssystem der westlichen Industriestaaten steht unmittelbar vor dem Totalcrash. Nur Gold wird uns retten.

*******
=> AW PB: Ach Hr. Müller. Normalerweise schalten wir inhaltsfreie und sich nur lustig machende Kommentare eigentlich nicht frei. Aber da Sie sich ja nun wirklich selbst zu den UNideologischsten Blogs noch infantil-zynisch äußern müssen, wiederholen wir hier eben mal, was Ihnen bereits xmal geraten wurde:

Sie haben das Recht, sich aus diesem unfassbar ideologischen Blog auf der Webseite der Verrückten [www.goldseiten.de] auszuloggen. Sie haben das Recht zu schweigen. Alles was Sie aber per Kommentar sagen, kann und wird in den Antworten gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht, zu jedem Kommentar einen Experten hinzuzuziehen, der sich mit der Materie auskennt. Wenn Sie sich keinen Experten leisten können, wird Ihnen per Antwort die notwendige Expertise gestellt.“

=> Sie haben eine MEINUNG. Und die nimmt Ihnen keiner - auch hier nicht. Und falls Sie sich hier nicht einloggen, müssen Sie noch nicht einmal GEGENmeinungen aushalten und offenbar darunter leiden. Sie erfahren diese dann gar nicht erst.

=> Sie werden im heutigen Blogeintrag keine Armageddon-Prognose finden. Steht da einfach nicht. Es geht hier zugegebenermaßen ab und zu um das Timing eines (wie auch immer gearteten) Crashs. Ich mache diesbezüglich keine Prognosen; erlaube mir aber, darauf hinzuweisen, dass unser Papiergeld-Finanzsystem aus inhärenten Gründen, die Sie aber offenbar nicht wahrhaben wollen, genau in diese Richtung "Exitus & Neustart" hinsteuert. Jede andere Annahme wäre geradezu unhistorisch. Sie stören sich offenbar daran, dass es alleine hier Zehntausende von Menschen gibt, die über das "Wann?" und das "Wie?" nachdenken - ab und zu auch noch über das "Ob". Und dass hier auch viele Kommentatoren auf die ihrer Meinung nach stetig und mit jeder neu gedruckten oder geschöpften oder per "Garantie" in die Welt gerufenen Billion weiter ansteigende WAHRSCHEINLICHKEIT eines inflationären Endes hinweisen. Warum die Intoleranz Ihrerseits ggü. armen Irren wie uns? Lassen Sie uns Spinner doch einfach hier im virtuellen Raum debattieren. Tut doch keinem weh. Oder doch??

=> Im Blog heute ging es in erster Linie um 4 einfach nur wahre Anekdoten (die 4 Bankenreaktionen sind fast im Wortlaut zitiert). Mehrere selfmade-Millionäre und Unternehmer, die ihr Vermögen ehrlich und realwirtschaftlich erwirtschaftet haben, haben für sich beschlossen, ein wenig auch in Gold zu diversifizieren. Und sie kamen auf die Idee, zu hebeln. Man kann Argumente gegen dieses Vorhaben benennen. Das habe ich bereits getan (s.o. die Warnungen) und das haben andere Kommentatoren wie zB im Kommentar direkt vor Ihrem in noch viel eindringlicherer Weise getan. Es gibt auch hier durchaus kontroverse Meinungen zum Thema und keine sozialistische Einheitsmeinung. Fakt ist und bleibt aber, dass diesem Blog wahre Begebenheiten und wahre Absichten sehr erfolgreicher Menschen zugrunde liegen. Ihre begründungsfreier und zynisch formulierter "Vereinfachungs"vorwurf an mich ("Nur Gold wird uns retten!") ist dem Thema einfach nicht angemessen.

Und nicht vergessen:

*****
1. "Sie haben das Recht, sich auszuloggen. Sie haben das Recht zu schweigen."

2. "Si tacuisses, philosophus mansisses."
*****
15.09.10 @ 20:03
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
*****
Ihr das Geschäftsgebahren der Banken ggü. dem Gold darstellender Beitrag ist für jeden, der nicht von Berufs wegen mit den (Geld-)Autokraten des 21.Jahrhunderts zu tun hat, hochinteresssant

Zumal natürlich deutlich wird, daß es hier (neben einer ideologischen Selbstbeschau) dem Papierverleihergewerbe um grundsätzliche Machtaparameter geht, die es eben rechtfertigen, sich über nicht widerlegbare, geschäftliche Logik hinwegzusetzen.

Aber, Herr Boehringer, ich kann nur jeden vor einem Geschäftsmodell warnen, das - sogar für den Fall, daß durch räumlich getrennte, exbilanzielle Verwahrung des Goldes oder "Begehungsrechte" etc. (auch die "Streifbandverwahrung" wurde angesprochen) das Eigentumsrecht an dem durch Bankkredit erworbenen, physischen Goldbestand klar umrissen ist - der Bank

a) den alleinigen, unmittelbaren Besitz an dem Gold einräumt - z.B. in deren Safe, wobei dem den ("dinglichen") Eigentümer lediglich nach vertraglicher, also "schuldrechtlicher", Vereinbarung, ein "Zugangs-" und Kontrollrecht
eingeräumt wird

und

b) der ET der Bank darüberhinaus noch ein (dingliches) PfandR an seinem physischen Gold-ET bestellt (z.B. in Nr.21 AGB-Sparkassen formularmäßig vorgesehen).


Sie begeben sich hier in eine den Golderwerb über Kredit ermöglichende, komplizierte Vertragskonstruktion (eben eine solche wäre die von der Volksbank vorgeschlagene "Übersicherungs"-Lösung), die dem Anleger im Streitfall nur den Weg vor die ordentlichen Gerichte läßt.

Und da sollte neben dem notwendigen Kapital für die kreditfinanzierte Edelmetallanlage gleich auch noch das "Prozeßkapital" zurückgelegt bzw. mit in die Kalkulation eingerechnet werden.

In Ansehnung der durchschnittlichen Porzeßdauer hierzulande im Falle eines schon fortgeschrittenen Alters des Anlegers dann für die Begünstigten der Gesamtrechtsnachfolge (§ 1922 BGB)...

Wenn nicht ohnehin die Bank-AGBs für den Fall der Kreditbegebung zum Sachkauf (nichts anderes ist der Erwerb von physischem Gold) bereits eine Sicherungsübereignung des Kaufgegenstandes zum Vorteil der Bank vorsehen, was i.d.R. der Fall sein dürfte.

Dann wäre der "Goldinvestor auf Kredit" nämlich nicht einmal mehr der Eigentümer "seines" Goldes und damit (m.E., wg.sog. AnwartschaftsR) auch noch einem Insolvenzrisiko der Bank ausgesetzt bzw. auf einen (lediglich schuldrechtlichen) "Aushändigungsanspruch" am durch die Bank deponierten Gold für den Fall der restlosen Tilgung des Kredites beschränkt.

Besser läßt man in (nicht nur in unsicheren Zeiten wie heute und wenn auch nur landläufiger) Kenntnis der Geschäftspraktiken der Geldverleihergewerbes die Finger von solchen Geschäften.



16.09.10 @ 00:17
Kommentar from: Sparstrumpf [Besucher]
Ich habe, Herr Boehringer, Ihren Beitrag eher als Satire denn als ernsthaft umzusetzenden Vorschlag verstanden - Sie warnen ja auch vor letzterem.
Am meisten sprach mir der Kommentator Geheilter aus dem Herzen: ich empfinde es auch als ungeheuerlich krank, was da so abläuft. Zum Glück bin ich einfach nur zu dumm, um dahingehend in Versuchung zu geraten. Ich möchte weder Mit Herrn Teufel zocken noch mit Beelzebub gegen ihn halten, sondern ihm ganz einfach meine Kehrseite zuwenden, mir selber ein paar leibhaftige Gold- und Silberunzen zusammenkratzen, sie in meinen Sparstrumpf stecken, den gut verwahren und weiterleben wie bisher, ohne diesen ganzen gigantischen Wahnsinn ringsum (habe gestern die Debatte im Bundestag verfolgt: kam mir wie ein großer Theaterkrimi vor) und gegebenenfalls von meinen "Notgroschen" nagen, wenn's sonst nichts mehr zum Tauschen gibt.
Fazit: eigentlich ist Geld doch ein Hilfsmittel zum Leben. Daß Leute daraus eine Spekulation machen, ist doch der eigentliche Beginn jeglicher Pervertierung. Wer sich aufs Spiel einläßt, hat nicht mein Mitleid, wenn er verzockt. Was mich nur ärgert: wenn Unschuldige für die Schweinereien anderer Zyniker geradestehen sollen: das läßt mich zunehmend abkehren vom Ringsum-System.

*********
=> AW PB: Nun, Satire war es nicht. Es war tatsächlich Realitätsdoku. Ich habe lediglich diese Idee und ihre Umsetzung beschrieben. Meine Kritik daran ist im Blog enthalten - aber eben auch ein gewisses Verständnis, dass man die (meinetwegen "wahnsinnigen") aber potenziell lukrativen Zockereien nicht nur den Eliten und der Kabale selbst überlassen will.
=> Und so kommen eben auch die Kommentare aus sehr unterschiedlichen Richtungen:
a) grundsätzlich ablehnend aus moralischen Gründen (Sie und auch der "Geheilte")
b) ablehnend aus eher "technischen" Gründen (der Future-Trader im ersten Kommentar)
c) zustimmend aus finanziellen Gründen (habe Kommentare à la "Sehr interessante Info, das versuche ich bei meiner Bank auch!" nur zum Teil veröffentlicht - aber viele Email-Zuschriften und Rückfragen gingen in diese Richtung)
d) zustimmend aus taktischen Gründen mit Tenor "Schlagen wir das System mit seinen eigenen Waffen"
=> DAS ist hierzu die Spannbreite der Meinungen. Manche lesen die Blogs eben unter moralischen Gesichtspunkten, manche unter nutzwertigen und Dritte unter taktischen. Ich habe dieses (rel. neue) Hebelspiel von Vermögenden auf Basis PHYSISCHEN Goldes eigentlich nur DOKUMENTIERT, um das real existierende Anti-Gold-Kartell der (meisten) Banken mal wieder anhand einer neuen Facette zu belegen. Eine Meinung dazu können sich die Leser selbst bilden.
16.09.10 @ 09:36
Kommentar from: felix [Besucher]
habe selbst vor einiger zeit als ein höherer preisschub anstand mit meiner bank so einen deal abgewickelt ohne probleme, allerdings in österreich, bin mit 12% reingewinn nach 4 wochen wieder ausgestiegen, was man braucht ist einen guten draht zum bankchef, genügend spielgeld und das gefühl wann zeit zum einstieg und zum ausstieg

was zählt ist hart, gelb und glänzt
16.09.10 @ 09:46
Kommentar from: onkeljoe [Besucher]
*****
Hallo Herr Boehringer,
besten Dank für diese OFFENEN WORTE: Es ist nun einmal tatsächlich so, die Erfahrungen lehrt es, - Staatsschulden bzw. die unvorstellbaren weltweiten Schulden kann man nur durch Inflation oder Deflation wegbekommen. Der Königsweg über Wirtschaftswachstum ist so wahrscheinlich wie der Münzwurf, bei dem die Münze auf dem Rand stehen bleibt. Tausende Jahre Geschichte zeigen immer wieder, Krisen sind unausweichlich, auch die nächste wird mit Sicherheit kommen. Für diesen Fall sind Edelmetalle für Privatpersonen das geeignete Instrument.
Beste Grüße
16.09.10 @ 10:27
Kommentar from: sparefroh [Besucher]
Ich halte es wie Charlie Chaplin er hat sich immer seine Gage in Gold auszahlen lassen und wenn er Geld gebraucht hat, hat er welches verkauft.

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=> PB: In welchem Metier arbeiten Sie denn? Es gibt doch in D die ach-so-sakrosankten Vorschriften, wonach im Geschäftsverkehr alle Kauf- und Dienstleistungs-Verträge ausschließlich auf Basis des Papier-Monopol-Zwangs-Gelds namens "Euro" abzuwickeln sind... Oder sind Sie freischaffende(r) Künstler(in) o.ä. und werden sozusagen "Formal-Vertrags-frei" in bar und gar noch in WAHREM Geld bezahlt?! ;-)
16.09.10 @ 10:44
Kommentar from: Mario [Besucher]
Sehr geehrter Herr Peter Boehringer,
Sehr geehrte Goldseitenleser,

Ihren Gedanken setze ich schon seit Jahren um und bereue meine Querdenkermentalität keineswegs(kreatives Denken bestehend aus "Verschwörungstheorien" und "Realität") - es ist manchmal ganz schön schwer, aber es geht. Ich muss dem Kommentar von Herrn "ein Geheilter" recht geben. Rendite, Geld und andere Dinge machen den Menschen krank und kann wie im Falle von Herrn Merckle (nur ein Beispiel von vielen) auch zum Tode führen - seelisch, psychisch und auch moralisch. Greenpeace verwendet einen interessanten Spruch: "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet Ihr feststellen, das man Geld nicht essen kann!"
Dies sollte man auch bei der Goldherstellung bzw. Minenausbeutung einmal beachten und darüber nachdenken. Herr Prof. Sinn vom Ifo Institut hat einmal interessanter Weise in einer "Gesprächsshow" gesagt: "Das man erst von Umweltrettung reden kann, wenn die letzte Mine und der letzte Baum verschwunden ist. Solange dies nicht geschehen wird, wird der Besitzer/ der Mensch Profit aus der Natur herauszuschlagen versuchen " - sinngemäße
Zitatwiedergabe.
Warum muss man auf Edelmetalle setzen, obwohl jeder weiß, dass es jederzeit durch Goldpapierverkäufe von bestimmten Instituten auch schnell nach unten gehen kann. Einem Goldbesitzer muss es doch langweilig werden, wenn er diese Kursexplosionen beobachtet und jeden Tag "up to date" sein muss, um schnell reagieren zu können. Was ich sagen möchte ist doch, das jeder Mann und jede Frau zufriedener ist, wenn man sieht, was man mit seinen eigenen Händen und seinem eigenen Geist alles schaffen kann - kreatives Unternehmertum. Stellen Sie sich vor sie würden Ihr Vermögen nicht in Hände anderer geben, sondern z.B. aus einem einfachen Erzhaufen mit anderen Zusätzen sich ein schönes Damastmesser selbst herstellen können - ist das nicht Bedürfnisbefriedigung (Selbstverwirklichung) und persönliche Wertsteigerung genug?

Viele Grüsse und immer schön kreativ Denken - alles ist möglich - auch ohne Gold - Wissen ist Macht und Gold nur ein Teil davon.

**********
=> AW PB: Sie haben ja zT nicht unrecht, Mario; auch wenn (ausgerechnet!) Systemträger Sinn ein schlechter Kronzeuge für diese Meinungen ist.

=> Leider vergessen die Spirituellen und die Esoteriker und auch die Hyper-"Realwirtschaftler" und die ach-so-kreativen Unternehmer, dass man ohne gesundes Geldsystem einfach keine gesunde Welt haben kann und nie haben wird. Dass man Gold nicht essen kann, dass es im Prinzip keiner braucht und dass der Glaube daran ein Stück weit irrational ist, ist wahr. Aber es hat eben noch niemand ein natürlicheres, ohne gesetzlichen Monopolzwang akzeptiertes, besseres und Leistungs-gerechteres System ge- oder erfunden.

=> Wenn die Welt ZU krank geworden ist (und dank fast 100 Jahren Papiergeld-Ära sind wir schon ziemlich weit im finalen Krankeitsstadium und in der dekadenten Gesellschaft angekommen), dann werden auch die Marios der Welt ein Problem mit der "Selbstverwirklichung" bekommen. Dies einfach deshalb, weil selbst der freieste Geist und der unabhängigste Denker und der amateriellste Veganer unter der Zensurknute, den verordneten Lügen der political correctness und der inflationsbedingten völligen Verarmung samt Hungersnöten weder leben noch sich verwirklichen kann.

=> Man mag Brecht mögen oder nicht. Aber dass erst das Fressen und dann die Moral kommen, ist einfach menschlich und wahr. Und auch bei Maslow kommt die Selbstverwirklichung erst auf 5. und höchster Stufe der Bedürfnispyramide. Nur wenn die eher "materiellen" Stufen wenigstens halbwegs befriedigt sind (dazu gehört auf Stufe 3 & 4 übrigens auch der unverlogene, freie, unzensierte soziale Kontakt), DANN erst kann sich der WAHRHAFT Freie selbst verwirklichen.

=> In diesem Blog geht es darum, über gesundes Geld und über die Bekämpfung von Zensur und pc-Lügen erst die VORAUSSETZUNGEN zu schaffen bzw. zu erhalten, damit die Bedürfnisse der Stufen 1-3 erfüllt bleiben und sich Mario und wir alle auf den Stufen 4+5 selbst verwirklichen können. Hyperinflationäre Crashzeiten sind keine guten Voraussetzungen für Stufe 5 ...


=> Gold ist -weil tot und damit unbestechlich- die einzige Gegenmacht, die der individuelle, sich selbst verwirklichende Mensch dem Machtkollektiv der roten, braunen oder monetären Sozialisten entgegenhalten kann. Nur darum braucht es eine Lobby für Gold! Denn Tote können nicht selbst reden. Allerdings tut Gold es jedes Jahr implizit über neue Alltimehighs. Eben 1277 $/oz. Freuen Sie sich - denn jeder Dollar nach oben bringt die Welt der de facto Golddeckung der Währungen und damit dem de facto Goldstandard näher. Und ohne diesen wird sich Mario auf Dauer mangels anregendem und wahren Gehirnfutter und mangels wenigstens 1500 kcal pro Tag nicht selbst verwirklichen können. Wenn wir da sind, können Sie das nutzlose Metall auch getrost wieder verkaufen. DANN ist endlich auch Papiergeld wieder so gut wie Gold und die Welt hat EIN Problem weniger. [es bleiben natürlich auch dann noch genügend übrig].

PS: Nicht alle Minen sind umweltschädlich. Da muss man schon differenzieren. Aber wenn es aus Umweltgründen gewünscht sein sollte: OK - schließen wir alle Goldminen. In den betreffenden Ländern wird es Tausende Arbeitsloser mehr geben und am Goldmarkt 2400 t p.a. weniger Angebot. Dann sprechen wir uns einen Tag nach der Entscheidung bei 10.000 $/Unze wieder! Aber der Goldstandard funktioniert trotzdem - also nur zu. Konsequenterweise müsste man dann aber auch die Kupfer-, Eisenerz-, Kohleminen und viele umweltbelastende Ölquellen und v.a. Ölschiefer-Minen schließen. Auch das kann man machen. Aber ich gebe Ihnen schriftlich, dass der nachfolgende Rohstoff- und Überlebenskrieg der Menschheit keine Selbstverwirklichung mehr zulassen wird...

PPS: Da Sie die alte Indianerweisheit der Cree zitieren (haben die korrupten Greenpeace´lern nur übernommen): kennen Sie diese sehr treffende Abwandlung?:

"Erst wenn die letzte Bank pleite, der letzte Staat ruiniert, die letzte Währung wertlos geworden ist, werdet Ihr merken, dass man Gold nicht drucken kann."
16.09.10 @ 12:36
Kommentar from: Geheilter [Besucher]
*****
Fünf Sterne für die Antwort auf Marios Kommentar.
Es ist mir einfach ein Bedürfnis, zu schreiben, dass mir dieser Boehringer-Blog samt den Kommentaren viel Freude bereitet.

Ob man die Müllers an dieser Party teilnehmen lässt, ist natürlich Sache des Gastgebers.
Ich würde ihn vor der Tür stehen lassen, bei guter Laune das Buch von Griffin „Die Kreatur von Jekyll Island“ in die Hand drücken, bei weniger guter Laune auf die Internetseiten „Radio Reschke“ und „Prof. Hamer“ hinweisen – als letzte Chance im Leben, geistig erleuchtet die dunkle Seite der Macht zu verlassen.

Die abgewandelte Indianerweisheit ist herrlich.
Jedoch fürchte ich, dass die "Eliten" und ihre weltweit agierenden Jünger über diese Weisheit nur müde lächeln können.
Einen Großteil der Welt haben sie sich entweder mit ihrem Spielgeld schon gekauft oder kriegerisch erobert, einschließlich Edelmetalle.

Eine Inspektion in Ford Knox haben sie nicht ohne Grund nie zugelassen. Ich wette, da lagern fast nur noch vergoldete Wolframbarren. Die echten Klunker haben sie längst verhökert oder im eigenen Keller. Selbst bei der Einführung einer echten goldgedeckten Währung haben sie wieder die Nase weit vorn.

[...leicht gekürzt wg. Überlänge, sorry]

Manchmal hoffe ich im Stillen, dass Däniken mit seinem baldigen Alienbesuch Recht behält, die dann hier richtig „Recht sprechen“. Allerdings kommt Hilfe von oben selten, und die Zeit wird auch langsam knapp.
16.09.10 @ 19:22
Kommentar from: colonel [Besucher]
*****
Guten Abend Herr Boehringer,
grundsätzlich stimme ich mit Ihnen vollständig überein, was alle Aussagen zu Papierwährungen, Gold und auch Ihre Bewertungen der aktuellen Ereignisse angeht. Zu Ihrer Antwort zum Kommentar von "Mario" möchte ich jedoch anmerken, dass der Genosse Brecht ein Linksintellektueller war. Diese Zeitgenossen zitieren Sie ansonsten zu Recht kritisch, weil deren "System" immer nur funktioniert, wenn sich jemand findet, der es finanziert. Zu Maslow kann ich wenig sagen, weil ich in Bezug auf die Quellen nicht sachkundig bin. Es entspricht allerdings nicht meiner Erfahrung, dass Verwirklichung den materiellen Dingen nachgeordnet ist, obwohl diese Auffassung gegenwärtig Konsens darstellt. Deshalb gestatte ich mir, Ihren Blick auf die Werke von Jiddu Krishnamurti zu lenken. Freiheit steht am Anfang! Sie selbst und die Goldseiten-community sind der Beweis dafür!
In diesem Sinne möchte ich Ihnen meinen Respekt aussprechen!
Beste Grüsse
der colonel

***********
=> AW PB: Danke @colonel. Interessante Zuschrift. Erlauben Sie mir einige Antworten darauf:

1. Klar war Brecht Linksintellektueller. Und zu seinen Lebzeiten war auch er ab einem gewissen Punkt (!) ein Prostituierter der Macht, die sich damals eben dieser Linksintellektueller bediente. Es war ja die Zeit der Religionskämpfe der Frankfurter Schule, die bis heute nachhallt. Dennoch sind heute viele dieser Alt-Linker offiziell etwas in "Ungnade" gefallen, weil sie damals (gegen die damaligen Konservativen gerichtet) einige Wahrheiten ausgesprochen haben, die den Machteliten heute nicht mehr so ins Konzept passen. So wird Ihnen viell. aufgefallen sein, dass Brecht heute im Mainstream kaum noch zitiert wird. Das war noch vor 20 Jahren völlig anders. In Zeiten der völkerrechtswidrigen Kriege der Neocons oder auch in Zeiten absurder von oben verordneter Klimareligionen passen Brechts zT pazifistische Gedichte oder auch die bedingungslose Verteidigung freier Wissenschaft wie im "Leben des Galilei" nicht mehr ins Konzept der heutigen Machteliten.
=> Viele Linke waren und sind kluge Leute und gute Analysten. Auch die Freigeldler haben sehr kluge Köpfe in ihren Reihen, deren Analysen v.a. des heutigen pervertierten Geldsystems auch viele Goldbugs teilen. Es sind nur ihre FORDERUNGEN, die eben nicht funktionieren! Ich habe daher oben nicht Brechts sozialistische Forderungen verteidigen wollen, sondern nur eine zweifellos korrekte Feststellung von ihm zitiert.

2. Diese Feststellung ["Erst kommt das Fressen, dann die Moral" bzw. die geistige Selbstverwirklichung] ist (m.E.) trivial, denn ein (ver)hungernder Mensch kann sich weder von Luft und Liebe noch von meditativer und amaterieller Verwirklichung ALLEINE ernähren!

3. Ich weiß, dass das manche extrem spirituellen Menschen anders sehen. Aber am 1000kcal-Existenz-Minimum rüttle ich einfach nicht. NOCH fehlt der Beweis, dass Menschen ernsthaft ohne physische Nahrung überleben können (wie es manche Spirituellen behaupten). Selbst Ghandi hat irgendwann seine Hungerstreiks abgebrochen, als er ernsthaft zu verhungern drohte...

4. Dass aber -WENN erst einmal die materiell-physiologischen Grundbedürfnisse wenigstens MINIMAL befriedigt sind- der Mensch sich sehr schnell GEISTIG verwirklichen kann (und sollte), da gebe ich Ihnen völlig recht. Und wir sollten das sogar recht schnell lernen: der Durchschnitts-Amerikaner verbraucht 22 Barrel Öl pro Kopf und Jahr, der Durchschnitts-Deutsche 14 und ein (vielleicht unfreiwillig...) spiritueller Inder gerade mal EINES (!). In Zeiten von Peak Oil hat ein relativ amaterieller Lebensstil mit viel geringerem Energieumsatz also durchaus Zukunft - jedenfalls sofern die Energie aus endlichen Quellen stammt. Da würde ich nie widersprechen! Wir jammern noch immer auf extrem hohen und dekadent-künstlichen Konsumniveau. DAS wird sich aber in jedem Fall in den kommenden Jahrzehnten ändern.

5. Jiddu K. kenne ich nicht gut. Auf den ersten Blick aber scheint er ein Feind von Macht über Menschen ausübenden Organisationen und ein Freund der natürlichen menschlich-geistigen Freiheit zu sein, was Sie oben ja auch andeuten. Hiermit scheint er sympathisch, denn leider erstickt die Welt an obrigkeitsstaatlichen und von den Möchtegern-Weltregierern korrumpierten Machtorganisationen (Gutmenschen-NGOs, EU, politische Machtbünde usw.), die alle v.a. MACHT über das im Prinzip freie Individuum ausüben wollen. Während REINER Individualismus zwar AUCH nicht anstrebenswert ist (der Mensch IST ein soziales Wesen), leidet unsere heutige Welt tatsächlich immer mehr unter Machtpotentaten jeder Couleur, die alle unsere Freiheit einengen. Und leider auch und gerade unsere GEISTIGE Freiheit!

=> In diesem Sinne freiheitlich-libertäre Grüße zurück
PB
16.09.10 @ 23:28
Kommentar from: Henk [Besucher]
****-
Hallo Herr Böhringer,

warum sich durch Kredit in eine Abhängigkeit bringen?
Kaufen sie gehebelte Zertifikate und mit dem Gewinn decken sie sich in Schwächephasen mit physischem Gold ein. Da Gold saisonalen Schwankungen unterliegt, muss man natürlich den richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt finden. Konservative Goldbugs kaufen Gold aber nicht aus reiner Spekulation, sondern zur Vermögenssicherung.

Ansonsten erinnert mich das doch schon an Neue Markt-Zeiten, wo jeder Depp meinte mit Aktien über Nacht reich zu werden. Viele wurden leider erheblich ärmer.

Ansonsten weiter so!

17.09.10 @ 09:00
Kommentar from: erwin [Besucher]
Thema Gold. Folgende Überlegung geht mir durch den Kopf....
Je höher der Goldpreis steigt, umso weniger Gold kann sich die breite Masse kaufen. Aber die Reichen können das, da sie Teile ihrer Vermögen in Gold investieren können, ohne dabei derzeit ein Risiko einzugehen.
Steigen die Energiepreise, wird aufgrund der Kosten weniger Gold produziert und das verfügbare Gold wird begrenzt, was den Goldpreis weiter anhebt.
Kann es also sein, dass sich die Eliten mit Gold eindecken werden um dann den Ölpreis nach oben zu hieven und damit, sicherlich Zeitversetzt, den Goldpreis?

Würde man das Goldangebot begrenzen, käme es zu einer automatischen Steigerung des Goldpreises, was dann eine Blase wäre.

Derzeit sieht es aber nicht danach aus.
Das heisst also Minenproduktionen beobachten und den Ölpreis. Solange sich da nichts abzeichnet und der Goldpreis stark ansteigt,
gibt es von der Gold und Silberpreisfront keine grosse Gefahr, ausser Korrekturen zum Einstieg.

18.09.10 @ 14:58
Kommentar from: Rick [Besucher]
Das war ein sehr lesenwerter und wichtiger Artikel.

Hier wurde ein bedeutender Investment-Gedanke analysiert, der meines Wissens sonst nirgendwo eine Erwähnung findet. In Anbetracht des vermögenden Personenkreises und dem damit verbunden Cash-Flow im Rücken (zum Erfüllen/Halten Können der Margin), könnte eine Investition mit Fremdkapital an den Terminmärkten durchaus als Diversifikation in Frage kommen. Um so eine Position bis zur Fälligkeit halten zu können (ich gehe vom Ziel der physischen Auslieferung des Edelmetalls aus, also nicht von der Absicht nur etwas Geld damit zu verdienen (cash settlement)), könnte es aber auch angebracht sein, bei der entsprechenden Bank ein Konto mit geparkten angemessenen Summe Bargeld (Tagesgeld) zu haben, an dem sich die Bank bedienen könnte, wenn der Fall der Nachschußpflicht eintreten sollte. Ziel ist die Verhinderung einer Zwangsexekution, daß man mit der aufgeforderten Zahlung zufällig aus unerwarteten Gründen nicht hinterherkommt und den eingegangen Kontrakt deswegen verliert. Dann wäre man mittendrin plötzlich raus dem Geschäft und das sogar auch noch mit Verlust. Das wäre ärgerlich. Meiner Meinung nach ist die Wahrscheinlich von zukünftigen plötzlichen Kurseinbrüchen groß (die Volatilität dürfte schnell wieder sehr hoch werden). Das ist gefährlich. Denn dem hohen Gewinn steht dann auch ein hoher Verlust entgegen. Nur wer bis zum Schluß durchhält und über die Ziellinie kommt, der hat es u.U. (hängt vom Kursverlauf ab) richtig gemacht, weil er die Ware dann ausgeliefert bekommt. Natürlich muß man dann dafür das restliche Geld bezahlen, die restlichen 95%-98% der fälligen Gesamtsumme. Aber im Grunde genommen ist das Timing für solch einen Trade viel zu spät. Diese Strategie lebt vom Einstiegszeitpunkt. Die hätte man realisieren müssen vor ca. 18 Monate, als die Finanzkrise öffentlich richtig ausbrach. Die Liquidität knapp wurde, Edelmetalle wohl international verkauft wurden und erheblich an Wert verloren. Zu dem Zeitpunkt war der Aufbau einer long-Position genau richtig! Ich denke, viele bedeutende Kreise und einzelne Teilnehmer haben genau diesen Plan bereits dann realsiert. Das dürften Leute/Kreise sein, die jetzt mittlerweile das Gold oder Silber schon physisch erhalten haben zu traumhaft billigsten Preisen. Gegenwärtig so eine long Position aufzubauen ist mit sehr hohem Risiko verbunden. Daher würde ich nun den nächsten Einbruch der Edelmetalle abwarten und dann erst diese gewagte Spekulation eingehen.
Wünsche auf alle Fälle viel Erfolg.

Das war ein interessanter, sehr guter Artikel!

*********
=> AW PB: Es war im Artikel kurz erwähnt: In der Tat forderte zB die Volksbank genau dieses von Ihnen eingangs genannte Cashkonto bzw. Marginkonto. Natürlich soll nicht schon bei kleinen Schwankungen des Goldpreises nach unten ein Margin Call erfolgen. Die Bank bedient sich in einem solchen Fall zuerst aus dem Cashkonto.
=> Zum Timing: Nun, Gold ist auf lange Sicht spottbillig, falls kein radikaler Kurswechsel der Notenbanken anstehen sollte (und 10-20% Zinsen p.a. halte ich für ausgeschlossen). Zudem wird Gold auch im Falle einer (systemgefährdenden) DEflation relativ zu allem anderen besser abschneiden, selbst wenn es nominal fallen sollte. Trotzdem haben Sie vermutlich recht damit, dass bei 1300 oder 1400 $/oz auch einmal wieder ein dreistelliger Rücksetzer eintreten wird - und rein technisch wird dann ein gehebelter Trade schnell heikel. Man kann den Einstieg in einen solchen gehebelten Trade aber ja auch peu-à-peu durchführen, um einen halbwegs vernünftigen gewichteten Einstiegskurs zu bekommen. Das ist ohnehin immer beim Aufbau großer Positionen empfehlenswert.
=> Zum Hebel: Wie gesagt war in den genannten Fällen der Hebel auf etwa 500% begrenzt. D.h. fällig zur physischen "Auslösung" des verpfändeten Goldes würden maximal etwa 80% der Gesamtsumme - nicht 98%.
=> Dass es hier um Spekulation geht und dass man sowohl Timing-Aspekte als auch GRUNDSÄTZLICH Aspekte gegen solche Hebelideen ins Feld führen kann und dass Kleinanleger so etwas nicht tun sollten, ist und bleibt weiterhin richtig!
19.09.10 @ 05:23
Kommentar from: pingpong [Besucher]
***--
Mir gefällt die technische Idee, aber nicht die reale Absicht: Denn physisches Gold ist kein Anlage- oder Investitionsgut, wie es viel zu häufig bestimmt wird, sondern ein "WEGLAGEGUT". Damit sollte auch der größte Zocker einfach nicht spielen.

********
=> AW PB: Im Prinzip haben Sie recht, pingpong. Aber lassen Sie das bloß keinen Freigeldler hören. Sie wissen doch: "Geld muss im Umlauf bleiben und notfalls in den Umlauf gezwungen werden!".
=> Und übrigens (Versuch einer Synthese der Extrem-Ansichten): In einer heilen Welt mit funktionierendem Goldstandard WÄRE Goldgeld auch ständig in ausreichendem Umfang im Umlauf. Es gäbe da nämlich auch Papiergeld (gedeckt durch das Währungsgold) und so wäre der Papier-Gold-Globo dann natürlich so gut wie Gold. Damit gäbe es dann auch keinen Grund mehr, echtes Gold privat zu horten bzw. "wegzulegen".
19.09.10 @ 16:53

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