| « Gold als Geld: der ignorierte Elefant im Raum | Währungsreform 2010, 2.Teil: Die EU erklärt selbstverschuldete Bankenkrisen zur Naturkatastrophe » |
Fed up with the Fed
von Peter Boehringer
09.11.10 16:27:57
Im hier verlinkten Video erzielt ein American Football League Spieler einen Touchdown durch einen ebenso absurden wie einfachen wie genialen Trick:
Der Quarterback nimmt den Football entgegen und geht harmlos und abwesend blickend in aller Seelenruhe damit durch Angriffs- und Verteidigungslinie des nichtsahnenden und irritierten Gegners hindurch, um dann plötzlich mit einem Sprint in die Endzone zu gelangen und einen Touchdown zu erzielen.
=> Sehr genial: Nichts dahinter - hat aber funktioniert. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Trick nun für sehr lange Zeit nicht mehr erfolgreich angewandt werden kann. Aber EINMAL hat er funktioniert... Und zugleich ist das auch lehrreich in ANDEREN Bereichen:
=> Genau so könnte sich nämlich irgendein Staat der Welt genau EINMAL entschulden. Einfach staatliches Geld ohne Schuldgegenbuchung drucken und man ist schuldenfrei. Es geht aber nur genau EINMAL! Und nur dem ERSTEN Staat, der es versucht, wird dieser hyperinflationäre Trick gelingen. Danach weiß die ganze Welt durch diese sehr eindrückliche Demonstration, dass ungedecktes Papiergeld legales Falschgeld ist. Das schöne an dieser Variante wäre immerhin, dass die Fed und ihre Eignerbanken hier sogar außen vor blieben: Rein theoretisch könnten Obama [oder Merkel oder Sarkozy oder...] den Lincoln spielen (s.u.) und ihren Auftraggebern zurufen: "We are Fed up with the Fed!" und sich ohne Schuldgegenbuchung aus rein staatlich souveränem Entschluss heraus schuldenfrei drucken. Nicht, dass das zu erwarten steht - aber nur mal als theoretische Option aufgezählt...
Gut, dass Leser der Goldseiten oder von Hartgeld, oder der Schriften der Österreichischen Schule oder des Smart Investors die Natur des ungedeckten legalen Papier-Falschgelds schon lange kannten. Und sich einstellen konnten.
Wenn DIESER hyperinflationäre Druck-Trick einmal gezogen wird, dann wird die ganze Welt sofort in Sachwerte fliehen. Natürlich tun das die sehr Vermögenden und die Weitblickenden auch heute schon. Derzeit haben wir ja fast jeden Tag ein neues Alltimehigh. Heute zB wieder bei Gold und Silber: 1420 $/oz bzw. 28.50 $/oz...
Aber offenbar reichen selbst absurde "QE2"-Maßnahmen, bei denen die USA derzeit etwa 70-80% Ihrer Neuverschuldung direkt monetisieren, nicht aus, um auch die herdentriebhaften Anleger-Massen endlich die wahre Natur des Falschgelds erkennen zu lassen.
Und selbst die aktuell ablaufenden Währungs-Abwertungs-Wettläufe aller großen Weltwährungen gegeneinander reichen für die Erkenntnis der Masse, dass der Kaiser "Papiergeld" nackt ist, noch immer nicht aus. Selbst die von Juncker via EUrobond eben mal wieder angekündigte angedrohte umfassende, ultimative Transferunion und die Kreditgelder aus dem Nichts von EZB und EFSF führen offenbar noch immer nicht zur schlagartigen Massenerkenntnis, dass der Kaiser Papiergeld nackt ist.
NOCH nicht. Das Smart Money geht derzeit massiv in Gold und Silber - auch wenn die von Weltbankchef Zoellick wohl als Testballon losgelassene "Golddeckung" der Währungen von der Goldmanipulations-Kabale sicherlich nicht freiwillig umgesetzt werden wird. Jedenfalls nicht im Sinne einer klassischen Golddeckung mit Einlösungsverpflichtung ggü. jedermann zu einem Fixpreis wie noch bis 1971. Diese Maßnahme würde selbst bei einer (minimal) erforderlichen Teildeckung der heutigen Welt-Geldmengen von nur 20-30% nicht unter Goldpreisen von 10.000 $/oz zu einer Stabilität der Währungen führen. Unter Umständen und je nach Annahmen über die zu deckenden Geldaggregate sogar erst bei einem Einlösungskurs von (weit) mehr als 30.000 $/oz. DAS hat Zoellick so sicher nicht gemeint - aber DA läge nun einmal der markträumende Preis zur Stabilisierung des Weltwährungssystems über eine Golddeckung...
Ja, Geld ist heute Psychologie. Aber DIESE Ankündigung wird nicht funktionieren, Herr Zoellick. Jedenfalls nicht unter 10.000 $/oz. Aber Sie können mit den USA ja noch die Football-Variante ziehen. Frechheit siegt. EINMAL kann man sich aus der Schuldenfalle herausdrucken. Lincoln hat es zur Finanzierung des US-Bürgerkriegs ja auch schon mal gemacht. Und dessen entsprechender "Greenback"-Trick ist fast 150 Jahre her. Daran erinnert sich die Welt nicht mehr. Der Überraschungscoup würde also wieder funktionieren. EINMAL kann man sich rausdrucken und diesen Trick bringen. Wie eben oben im Video.

=> Was sind schon 15 Billionen Dollar an offiziellen Staatsschulden. Einfach die neuen Greenbacks bzw. "US Notes" drucken! Und wenn Sie schon dabei sind, dann drucken Sie gleich noch die inoffiziellen bzw. die impliziten US-Staatsschulden für die kommenden Jahrzehnte mit weg, die das Office des US-Comptrollers mit schlappen 70 Billionen Dollar angibt. Was soll´s. Ist nur Papier. Just print it. DANACH sind die USA für einige Jahrzehnte nicht mehr kreditfähig. Na und - so what? Wird den anderen Staaten doch ebenso gehen! Jede diesem Tag X der Währungsreform nachfolgende Währung wird nur noch Gold-(teil-)gedeckt akzeptiert werden und funktionieren können. Dann auch die (Nachfolge)Währungen derjenigen Länder, die eben NICHT als erste den Football-Trick ersonnen und sich schuldenfrei gedruckt haben.
Aber bis dahin heißt es in Abwandlung des alten Hollywood-Mottos noch eine Weile:
"There´s no business like print business".
10 Kommentare
Also der Goldstandard ist und bleibt auf dem Schrottplatz der Geldgeschichte. Da würde ich mir keine Illusionen machen. Es wäre schon von Vorteil überhaupt ein irgendwie gedecktes Geld zu haben. Aber im Grunde braucht es auch dieses nicht, sonst hätte FIAT niemals funktioniert. Das Wichtigste ist das Vertrauen in Geld, und jenes wird ein neues Geld nur durch eine Art Deckung erlangen.
*********
=> AW PB: Man wird sehen. Sie könnten natürlich recht haben. Und ich hatte ja geschrieben, dass es niemals FREIWILLIG geschehen wird. Die Menschen werden geradezu nach einer gedeckten Währung SCHREIEN müssen - und NACH dem Tag X werden sie auch eine bekommen. Entweder
a) eine ECHTE Sachwert-gedeckte [Ihr "Rohstoff-Mix"]
b) eine ECHTE GOLD-gedeckte
c) eine UNECHTE, betrügerische Papiergolddeckung wie sie Zoellick wohl vorschwebt [analog zur Rentenmark, die nach dem 15.11.1923 auch nur eine Deckung vorgaukelte, ohne letztlich echte Deckung zu bieten.]
Option c) wird nach dem Tag X nicht mehr akzeptiert werden.
Option a) ist der alte "Bancor"-Vorschlag von Keynes von 1944 [Geld-Deckung durch Gold und Rohstoff-Barter], der schon damals zwar gewünscht - aber nicht praktikabel war. Wie soll man auch mit verderblichen Rohstoffen oder mit deren Barter-Handel etwas glaubhaft "decken"? Insbesondere in einer Welt komplett enttäuschten Geldvertrauens...
Bleibt also nur Option b). Vermutlich in einer TEILdeckungs-Variante. Im Blog nenne ich 20-30%, was [in Verbindung mit Einlösungspreis > 10.000 $/oz] das Minimum sein dürfte, damit die Zentralbank-Tresore nicht sofort leer geräumt werden.
=> Man mag das mögen oder nicht. Man mag es gerecht finden oder nicht. Es ist rein empirisch, psychologisch und praktisch die wahrscheinlichste Variante. Und die natürlichste dazu. Dass es v.a. zu Beginn Ungerechtigkeiten gäbe, bestreitet niemand. Aber keine derart schlimmen wie im heutigen System.
=> Eine weitere Alternative wäre ein Weiterwurschteln im heutigen Fiat-System - mit einer (derzeit bereits jeden Tag weiterlaufenden) DE FACTO Re-Monetarisierung von Gold und Silber.
=> Und zuletzt gibt es natürlich noch die Variante Hitler/Ulbricht: Staatsgeld, das inflationiert wird - aber wegen totalitär verfügten Preisbindungen gibt es keine offene Inflation. Stattdessen eben Mangel...
PS: Profressor schreibt: "sonst hätte Fiat niemals funktioniert". Doch: lesen Sie bitte den genannten Link "Ungedecktes Papiergeld ist legales Falschgeld" - oben im Blog. Da erklärt Ludwig von Mises, warum Fiat auch ohne Deckung EINIGE ZEIT funktionieren kann!
P.S.: Silber hat sein Allzeithoch noch nicht erreicht (50$ aus dem Januar 1980)
*******
=> Ergänzung PB: Zustimmung. Das mit dem Silber war eine stilistische Vereinfachung. [= meine Ausrede für "schlampige Schreibe" ;-) ] Natürlich haben wir "nur" ein neues 30-Jahres-Hoch. Das (etwas ausreißerische) Hunt-Hoch von 1980 wird vom Markt erst 2011 angegangen.
Ach, übrigens: Lincoln hat den Trick nicht überlebt! Er wurde 1865 in einem Theater von einem "Schauspieler" erschossen. Nein-nein, es gab keine Verschwörung, es war nur ein "Einzeltäter". Wie immer! Lincoln hatte einen Fehler gemacht, die Banken nicht mitverdienen lassen. Gab es da nicht noch einmal so einen Fall? 1963? In Dallas?
********
=> AW PB: Ihre Fragen sind natürlich nicht zufällig sehr suggestiv formuliert. Man kann aber for the record durchaus festhalten, dass diese beiden Erschießungen durch "Einzeltäter" just zwei Präsidenten widerfahren ist, die sich erlaubt haben, schuldgegenbuchungsfreies Geld zu drucken. Das ist kein Geheimnis, sondern alles historisch belegt. Sowohl Lincolns Greenbacks (oben abgebildet) als auch Kennedys "US-Notes" (ungleich "Fed-Notes") sind bzw. waren real. Das ist im Internet und in den einschlägigen Büchern alles belegt.
=> Allerdings betone ich zur Vermeidung von Missverständnissen einen wichtigen Punkt: Der Begriff "schuldgegenbuchungsfreies Geld" oder "souveränes Geld" ist im Weltbild überzeugter Goldbugs KEINE Dauerlösung für unser Geldsystem! Auch wenn das manche Freigeldseiten, die "Monetative" oder MaxNews immer wieder hoffen bzw. behaupten!
=> Im Blog wird lediglich analytisch und m.E. zurecht festgestellt, dass sich jeder Staat genau EINMAL (in viell. 100 Jahren) über diesen frechen Taschenspielertrick schuldenfrei drucken könnte. Danach ist er GARANTIERT auf Jahrzehnte nicht mehr kreditwürdig. Sollte er -siehe "Monetative"- danach fortfahren schuldgegenbuchungsfreies, souveränes Geld zu drucken, dann läge zwar die Seignorage [der Geldschöpfungsgewinn] beim Staat und nicht bei den privaten Notenbanken, was ein kleiner Fortschritt ggü. heute wäre. ICH WARNE ABER DRINGEND VOR JEDER ILLUSION, danach hätte die Welt inflationsfreies, stabiles Geld!! JEDE Emissionsstelle von durch staatliche Monopolgesetze geschütztem ungedeckten Papiergeld wird sehr schnell der unwiderstehlichen Versuchung erliegen, diese Macht exzessiv und damit inflationär zu nutzen! Das ist m.E. menschlich und damit unvermeidlich. Auch wenn die naiven Freigeldler und Monetativisten à la Prof. Senf [wohlmeinend] etwas anderes erwarten und behaupten. "Fei Lun" - Systeme, Geldsysteme des "Großen Khan" oder Wörgl beweisen NICHT das Gegenteil. In allen Fällen waren das entweder rein lokale Lösungen nahe an der Tauschwirtschaft - oder historisch nur kurze Ausnahme-Phasen - oder totalitär von absoluten Monarchen durchgesetzte Geldsysteme.
=> Die GESAMTdebatte führt hier etwas weit. Aber die Goldbugs haben aus Jahrhunderte-langer Inflationserfahrung den Schluss gezogen, dass nur ein unbestechliches und totes Material wie GoldSilber [oder Muscheln etc.] langfristig eine stabile Währung deckt bzw. ermöglicht. Denn tote Materialien sind niemals bestechlich und erliegen so nie der Gier nach Seignorage oder der kranken keynesianischen Illusion, durch immer mehr Geld ewiges und auch noch künstlich beschleunigtes Wachstum in einer endlichen Welt fördern zu müssen!
=> Die Österreichische Forderung lautet immer und überall:
1. ersatzlose Abschaffung der gesetzlichen Monopolgeld-Gesetze ...
2. ... damit freier Wettbewerb der Geldsysteme!
3. Garantie des Eigentumsrechts; insbesondere auch des Sachwert-Eigentumsrechts.
=> Jedes alte oder neu vorgeschlagene System, das diese drei Forderungen NICHT erfüllt, bezeichne ich als TOTALITÄR. Das HEUTIGE natürlich zuallererst.
könnten Sie den historischen Trick von Lincoln noch etwas näher erläutern? Ansonsten wieder einmal sehr scharfsinnige Überlegungen zur aktuellen Lage.
Hierzu noch meine Sicht: Egal wie man es dreht und wendet, solange eine subjektive Einschätzung der Preise die Basis für die Marktwirtschaft bleibt, werden alle Preise je nach Bedarf der Nachfrager oder auch der Menge/Qualität des Angebots schwanken. Und gerade der Goldwert hat in dieser Hinsicht eine sehr lange Geschichte. Die Alternative der Monopolpreise in der gelenkten Wirtschaft ist in Wirklichkeit keine. Also wird es auch in Zukunft - gleichgültig wie die Lösung der Geldprobleme/Währungsfragen aussehen wird, erneut schwankende Werte geben. Leider hat auch der Goldstandard in dieser Hinsicht etliche Nachteile, wie schon angeführt. Dass er zu mehr Frieden auf der Welt führen wird, ist historisch nicht begründbar. Aber immerhin kann man sich individuell von den Notenbanken unabhängig machen, dafür ist Gold/Silber usw. bestens geeignet. Das ist doch schon mal was in der heutigen Zeit. Unsere Zeitgenossen in der ehemaligen DDR und erst recht unsere Vorfahren im 3. Reich hatten nicht diese Chance.
Herzliche Grüße
***********
=> AW PB:
1. Zum Goldstandard:
"Historisch begründbar" ist die Behauptung vom "Friedensmetall Gold" nicht wirklich, da haben Sie recht. Es ist aber auch das Gegenteil nicht begründbar - auch wenn es Paul C. Martin ("dottore") in einem alten Pamphlet mal versucht hat. Und historisch-analytisch ist es schon sehr auffallend, dass die einzige Periode der Weltgeschichte mit internationalem breit akzeptiertem Goldstandard in den wichtigsten Staaten [ca. 1870 - 1914] eine Friedensperiode war, die abrupt und überall gleichzeitig 1913/1914 beendet wurde durch Abschaffung eben dieses Standards. Dies natürlich mit dem einzigen Ziel, unbegrenzte Mittel für die Aufrüstung zur Verfügung zu haben, was dann unvermeidlicherweise Inflation nach sich zog, die die jeweils eigenen Bevölkerungen zu erleiden hatten. Es ist doch bekannt und völlig logisch, dass der Goldstandard als unbestechliches Anti-Macht-Konstrukt den Machtbestrebungen potenziell Kriegs-williger Nationen im Weg stand und so abgeschafft werden musste. Das gleiche in grün wie fast 2000 Jahre vorher zB unter Crassus oder Nero [Münzverschlechterung, die Druckerpresse war ja da noch nicht erfunden; und "QE2"-Computereinträge auch noch nicht].
2. Zu Lincolns Greenbacks:
Siehe zunächst meine Antwort zum obigen Kommentar von saxo. Das Thema lässt sich auch relativ gut googeln. Llewellyn Rockwell schreibt zB in http://www.lewrockwell.com/dilorenzo/dilorenzo30.html folgendes dazu:
"Lincoln’s Banking Legislation:
As soon as Lincoln took office the old Whig coalition finally controlled the entire government. It immediately tripled the average tariff rate, began subsidizing the building of a transcontinental railroad in California even though a desperate war was being waged, and on February 25, 1862, the Legal Tender Act empowered the Secretary of the Treasury to issue paper money ("greenbacks") that were not immediately redeemable in gold or silver. The National Currency Acts of 1863 and 1864 created a system of nationally chartered banks that could issue bank notes supplied to them by the new Comptroller of the Currency, and a 10 percent tax was placed on state bank notes to drive them out of business and establish a federal monetary monopoly. The government’s paper money flooded the banks so that by July 1864 greenback dollars were worth a mere 35 cents in gold."
=> Wettbewerbsgeld waren die Greenbacks also beileibe nicht. Einlösbar in Gold oder Silber auch nicht. Und sie wurden mit dem primären Ziel geschaffen, den Bürgerkrieg zu finanzieren. Greenbacks waren fiat money und totalitäres und inflationäres Monopolgeld. Lauter Parallelen zum heutigen Fiat Money à la Fed. Nur die Emissionsstelle war staatlich statt privat.
_____
Goethe lässt seinen Mephisto in Faust I feststellen:
"Den Teufel spürt das Völkchen nie,
und wenn er sie beim Kragen hätte."
Recht hat er!
"Geld gibt es nicht. Geld ist ein Gefühl; das Gefühl, dass der andere bezahle."
**********
=> AW PB: SO formuliert klingt es mir zu spirituell und nebulös.
[Falls es kein Witz von dottore sein sollte - dann wäre er gut!]
Das heutige keynesianische Geldsystem mag zwar ein Glaubenssystem sein und als solches ein Stück weit "gefühlte" Wirklichkeit. Das aus dem Nichts geschaffene Geld ist jedoch in seiner Umverteilungswirkung von realem Vermögen höchst REAL.
Margaret Thatcher formulierte es so:
"The problem with socialism is that -in the end- you run out of other people´s money."
=> In jedem Fall ist der Keynesianismus der nobelpreistragenden Krugmänner und VWL-Professoren eine staatliche Auftragswissenschaft. Und insoweit haben wir dabei zurecht ein schlechtes Gefühl.
=> Natürliches Geld war nie Kreditgeld. Sondern immer Warengeld. Kreditmonopolgeld benötigt immer den Schutz der gesetzlichen Monopolkeule. Paul C. Martin hat oben immerhin insoweit recht, dass das Gefühl, man könne über Kreditgeld dauerhaft und folgenlos auf Kredit leben, natürlich sehr attraktiv ist. Jeder will sich reich drucken und auf Kosten anderer gut leben. Aber es ist eben ein Truggefühl - auch wenn es die keynesianische Partywelt da draußen nicht hören mag.
Hier zur Erinnerung der "Keynes - Hayek - Rap"
samt und sonders in die Diktatur übergehen oder die Folgen der desolaten Währungen wird die Edelmetalle weiter in die Höhe treiben.
Offene Diktatur oder Edelmetall als Geld: das ist die zu debattierende Alternative.
Politik und Währungsstabilität sind nicht zu trennen, da die Banker nur die Helfershelfer der
paranoiden Politiker sind - sie lassen beliebig drucken Geld, um an der Macht zu bleiben.
Die Behauptung, der Goldstandard (oder Gold und Silberstandard) führe in eine dauerhafte Deflation, ist nicht korrekt. In die Deflatiom führen nur Mehrausgaben, die durch die Wirtschaftskraft nicht gedeckt werden können.
Solange die Kaufkraftausweitung des Geldes durch Wirtschaftsgüter hergestellt wird, gibt es grundsätzlich keine Probleme.Gold ist nur die Spange, die den Werterhalt repräsentiert.
Die vielgefeierte Investmentbranche z.B. hat immer die Spekulation auf zukünftige höhere Gewinne als Begründung für gewaltige Bonizahlungen angegeben. Dieser Bauerntrick, eine billige Lüge und ein Betrug zugleich, werden von der Politik gebilligt, weil gerade das die Milliarden in die Politikerhände zauberte.
Dazu folgendes: Geld wird nicht "gedruckt", sondern "erfunden". Dieses erfundene Geld wird von den Empfängern für Wahr genommen. Nur so funktioniert das.





