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Handelsblatt stellt Existenz der US-Goldreserven in Frage

von Peter Boehringer E-Mail 03.03.11 11:14:39

Kennen Sie Richard Duncan von "Blackhorse Asset Management"? Nein? Ein großes Manko: Der Mann ist nicht nur prominent und im Handelsblatt als Goldexperte zitabel, sondern ganz offenbar ein Insider des Goldmarkts. Im heutigen Handelsblatt lüftet er den Schleier von einem der bestgehütetsten Geheimnisse der Goldwelt: "Wie viel Staatsgold haben die USA noch?". Im Mainstream wird ja seit Jahrzehnten immer die offizielle und seit ca. 1970 unveränderte Zahl von etwa 8100 Tonnen bzw. 261m Unzen berichtet. Und im heutigen Handelsblatt wird Insider-Ritchie zitiert mit der (impliziten) Angabe 343 Tonnen. :!: Das glauben Sie nicht? Lesen Sie es nach: Handelsblatt von heute 3. März, Seite 32f: "China häuft einen Goldschatz an" [nur im Abo online]. Richard Duncans Zitat lautet wörtlich: "Das Letzte, was China will, ist ein Goldstandard. Bei der aktuellen Rate des Handelsbilanzdefizits würde es nur drei Wochen dauern, bis China alles Gold der Vereinigten Staaten hätte."

Zur Berechnung der o.g. 343 Tonnen kommen wir gleich. Halten wir zuvor kurz inne und gratulieren wir Duncan zu einem im Prinzip richtigen Argumentations-Ansatz. Endlich denkt wieder jemand in Kategorien und Wirkungsmechanismen des ja leider vor 40 bzw. vor fast 100 Jahren von uns gegangenen genommenen Goldstandards, in dem Handels- und Leistungsbilanzdefizite eines Staates ggü. einem anderen zwingend zu Goldabflüssen des ersteren ggü. dem letzteren führten. Und dieser Mensch ist sogar damit zitabel im Mainstream. Seit Zoellicks Vorpreschen vor einigen Monaten scheinen doch eine Menge Denkverbote zu fallen - auch wenn Ben Bernanke eben erst wieder mal die Goldstandard-Debatte abwürgen wollte. Als ich Ende 2004 eine ähnliche Rechnung zu potenziellen US-Goldabflüssen aufmachte (hier, S. 3/4) , war diese logische und im klassischen Goldstandard des 19. Jahrhunderts ebenso wie auch noch im Bretton Woods System für Staaten existenziell relevante Argumentation im Mainstream nicht denkbar und noch weniger druckbar. Insofern immerhin ein Fortschritt, dass diese völlig natürlichen ökonomischen Debatten nun endlich wieder führbar sind. Schließlich war der klassische Goldstandard mit seinen zwischenstaatlichen Gold-Zu- und -Abflüssen ein unbestechliches und ohne die heute in Politik und bei Notenbanken so beliebten planwirtschaftlichen Eingriffe funktionierendes Regulativ, sobald ein Staat über seine Verhältnisse lebte [oder auch wenn er unter ihnen lebte].

=> Allerdings: WENN der Mainstream nun wieder in Kategorien potenzieller Goldflüsse argumentiert, dann sollten die Daten auch stimmen. Und im Falle des o.g. Duncan-Zitats gibt es nur zwei Möglichkeiten:

1.) Entweder Duncan hat sich mit seinen "Drei Wochen bis alles Gold der USA in China ist" SEHR gründlich verrechnet - etwa um den Faktor 24 ... XX(

2.) Oder Duncan hat Insiderinfos, dass der US-Staatsgold-Schatz um fast 96% kleiner ist als offiziell angegeben.
:!:

Hier die Berechnungen:

ad 1.)
Die aktuellsten Angaben zum Handelsbilanzsaldo zwischen den USA und China lieferte vor einigen Tagen die NZZ unter Bezug auf Reuters: Für 2010 werden dort 274 Mrd US-$ ausgewiesen (365 Mrd $ chinesischer Exporte in die USA vs. 91 Mrd. $ amerikanischer Exporte nach China). Würde China -wie von Duncan insinuiert- diesen GESAMTEN Positivsaldo direkt für Aufkäufe (ausgerechnet) amerikanischen Staatsgolds nutzen (was übrigens einer direkten Kriegserklärung gleichkäme), dann entspräche das zu aktuellen Goldpreisen etwa 191m Unzen oder etwa 5960 Tonnen in einem Jahr. Das amerikanische Staatsgold könnte China bei dieser Runrate also nicht in "Drei Wochen" (Duncan), sondern in etwa 71 Wochen verschiffen lassen und heim ins Drachenreich holen! Nicht dass knapp anderthalb Jahre in chinesischen Zeitvorstellungen eine lange Frist wären. Aber das Handelsblatt bzw. seine "Experten" sollten schon die Kirche im Dorf bzw. das Gold noch ein Jahr länger in New York lassen...

ad 2.)
Alternativ hierzu gibt es natürlich die These "Duncan ist ein echter Insider und weiß mehr als wir sterblichen Goldbugs". Dass die USA ihre 8100 Tonnen schon seit Jahrzehnten auf Nimmerwiedersehen "verliehen" und/oder heimlich an reiche Insider mit Goldstandard-Erwartung verkauft haben, ist in Goldkreisen ein sich hartnäckig haltendes Gerücht. Sollten die USA tatsächlich nur noch gut 4% ihrer Tonnage besitzen (also ca. 343 Tonnen; entsprechend 16 Mrd $ bzw. 3 Wochen Handelsbilanzdefizit mit China), dann hätte Duncan diese Gerüchte bestätigt. Eine wichtige Verschwörungs-theorie von gestern würde zur Realität von heute und der Goldpreis vermutlich explodieren. Durchaus plausibel - auch vor dem Hintergrund aktueller Aussagen der UBS, wonach China alleine im Januar und Februar 2011 über 200 Tonnen Gold aufgekauft hat (!). Dies vermutlich nicht komplett und direkt vom US-Treasury - aber es gibt ja noch andere Horte in der Welt...

Sie haben als Leser nun wie auch das Handelsblatt die Wahl, ob Sie Version 1.) oder 2.) für richtig erachten. Eine davon ist korrekt. Und zusammen sind sie somit alternativlos ;-)

Ergänzung: In den letzten Tagen gab es Meldungen, wonach der chinesische Handelsbilanzüberschuss am Schrumpfen sei. Falls das sogar ggü. den USA stimmen sollte, dann veränderte sich zwar die obige Rechnung. Allerdings würden Duncans "Drei Wochen" dadurch nicht wahrer, sondern sogar noch abwegiger.

Trotzdem halten wir gerne fest - ganz auf Linie der im Prinzip (wenn auch nicht in den Zahlen) durchaus korrekten Argumentation Duncans: Ein neuer Goldstandard würde massive Verschiebungen der Goldreserve-Tonnagen zwischen den Ländern herbeiführen - übrigens auch sehr stark in Richtung des Vize-Exportweltmeisters Deutschland. Ein wichtiges Wort des Trostes allerdings für die USA: Eine Aufwertung der Goldunze um einen kleinen Faktor 10 auf dann gut 13.000 $/oz würde aus den o.g. 71 Wochen bis zur Staatspleite mangels Staatsgoldes locker 13 Jahre machen! Sogar unter Berücksichtigung anderer goldgeiler Aasgeier mit Handelsbilanz-überschüssen ggü. den USA (Saudi-Arabien, Deutschland, Korea, Kuweit...) wären es sicher noch immer 8 Jahre oder so. Und in 8 Jahren könnte sich die heutige amerikanische Importwirtschaft doch problemlos in eine Exportwirtschaft um-erfinden. Wozu ist man denn "America the great and beautiful" und das Land der Tellerwäscher, das irgendwann auch wieder realwirtschaftlich produktiv arbeitende und damit ehrlich sparfähige Unzen-Millionäre hervorbringen wird ...

14 Kommentare

Kommentar from: Bert [Besucher]
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So schnell werden Verschwörungstheorien wahr. Sollten die Amis die deutschen 3.400 Tonnen Goldreserven auch verzockt haben, dauert´s vielleicht noch ein wenig länger. Ich würde einfach ein paar Kriegsschiffe rüberschicken und alles abheben lassen. Dann kommt alles raus.

Hier gleich noch eine Verschwörungstheorie zum Nachschieben. In der USA lagern auch noch Goldbestände von anderen Ländern. Wenn die auch nicht mehr da sind? *g*
03.03.11 @ 12:34
Kommentar from: MILSKI [Besucher]
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Warum sollten die USA das Gold wegen des hohen Handelsbilanzdefizits mit China verlieren?? Erkannen die Chinesen die US-Dollars als Zahlungsmittel nicht mehr an??
Die Frage, ob es 343 Tonnen oder 8100 Tonnen sind sei jetzt dahingestellt.

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=> AW PB: Nun - Duncan argumentierte genau in dieser Gedankenwelt, die ja bis vor 40 Jahren die REALE Finanzwelt darstellte - eben der des (indirekten) Goldstandards mit Goldabflüssen bei Handelsbilanz-/Zahlungsbilanzdefiziten. NOCH erkennen die Chinesen heute -anno 3/2011- den US-Dollar als Zahlungsmittel an. Erste Absetzbewegungen sind aber sehr eindeutig erkennbar - auch wenn sie im Mainstream meistens noch ignoriert werden. Siehe zB diese Meldung von Infokriegernews - zufällig ebenfalls von heute: http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/03/03/china-kriegserklarung-an-usa/
03.03.11 @ 12:38
Kommentar from: fred [Besucher]
Leider wurde die dritte Möglichkeit vergessen. Nämlich dass er die Zahl "3 Wochen" nur so dahin gesagt hat. die 3 Wochen stehen damit sinnbildlich für "eine kurze Zeitspanne". Sicherlich hat er das vorher nicht genau berechnet, nicht mal überschlagen. Daraus dann so ne Meldung zu machen, ist wenig hilfreich und absolut überzogen.

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=> AW PB: Auch wenn in der akademischen Welt gerne Fußnoten vergessen werden, Herr Professor fred: HIER geschieht das eher selten. Ihre "kreative" und geradezu hellseherische Erklärung ["steht sinnbildlich für..." / "Sicherlich hat er..."] für die im Blog beschriebene Ente übersieht vier Dinge:

1. Experte Duncan rechnet explizit auf Basis der "aktuellen Defizitrate" der USA. Er sollte diese damit also kennen - und den mathematischen Dreisprung auf die "3 Wochen" (bzw. eben 71 Wochen) hinbekommen.
2. Auch der Autor des Handelsblatt-Artikels ist im Goldumfeld nicht ganz unbekannt. Er hätte es erkennen müssen - und nicht blindlings einer 96%igen Ente seines Experten vertrauen dürfen. Noch dazu steht das Zitat prominent am Ende des Artikels - sozusagen als Pointe.
3. Es gibt -im Gegensatz zu den Dummbloggern- Redigierer im Handelsblatt. Und zusätzlich noch die heute ach-so-omnipotenten internen und gut bezahlten Zensoren des sog. "Newsdesks", die sich leider inhaltlich regelmäßig als ach-so-inkompetent oder auch ideologisch-steuernd herausstellen - jedenfalls bei Edelmetall-Themen.
4. Ich habe im Blog ja Duncans Argumentation QUALITATIV sogar gestützt und gelobt. Nur sollten die Zahlen zur (prinzipiell richtigen) Analyse denn auch stimmen. Es ist unbestritten, dass -im Rahmen eines neuen Goldstandards- das US-Gold sehr schnell in Bejing wäre - wenn auch nicht in 3 Wochen...

Ansonsten lasse ich mir hier bzgl. der Überschrift gerne pedantischen Hype vorwerfen - damit können Goldbugs leben. Aber wir warten eben seit 40 Jahren auf die längst überfällige Bestätigung der WAHREN US-Goldbestände, die garantiert WEIT unter 8100 Tonnen liegen.
03.03.11 @ 13:56
Kommentar from: montagsmaler [Besucher]
als unwissender Laie interessiert mich folgendes:

wie wichtig ist es überhaupt, wieviel von den genannten 8100 Tonnen noch physisch vor Ort liegen. Irgendwie ist das doch ziemlich egal. Die USA sind mit über 14 Bill. USD verschuldet. Davon sind 4 Bill. (?) Auslandsschulden. Dem deutschen Gold wird auch nachgesagt, daß wir keine Verfügungsgewalt darüber haben. Und? Wen hat das bisher gestört? Mich nicht. Außerdem erbitte ich noch eine kurze Erklärung dazu, warum der Goldpreis explodieren sollte, wenn herauskommt, daß Amiland nur noch etwas über 300 Tonnen besitzen?

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=> AW PB: Umfangreiche Fragen, lieber Montagsmaler. Ja: die Verschuldung der USA (wie auch die D´s) ist gewaltig. Trotzdem ist es im Hinblick auf eine de-facto-Deckung oder gar eine juristische (Teil)Deckung des Dollars oder der neuen DM nicht unwichtig, wie viel Gold noch da ist und über wie viel die jeweiligen Länder WIRKLICH die physisch-geographische und auch die unbestrittene buchhalterische (Entleihungen, Doppelverkäufe ...) Verfügungsgewalt haben. Die Bedeutung der Goldmenge macht James Turks berühmter "Fear Index" sehr deutlich: dessen Erklärung und die zugehörige Formel (mit der US-Goldmenge i.H.v. 8100 Tonnen im Zähler) finden Sie hier: http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=12630
=> Im Prinzip ist das auch bereits die Erklärung für Ihre zweite Frage: Würde sich tatsächlich offiziell herausstellen, dass die US-Goldmenge auf 350 Tonnen gefallen ist, dann fiele der o.g. Fear Index über Nacht von den heutigen (bereits historisch niedrigen) 2,5% auf dann völlig präzedenzlose 0,1%! Dieser Wert würde praktisch ein völlig fehlendes Angstbewusstsein reflektieren, was natürlich keineswegs der aktuellen Welt(finanz)situation angemessen wäre! Dieser Wert müsste sofort wieder auf mindestens 3% korrigiert werden, was -siehe Formel- bei gleichbleibender Geldmenge zwingend eine Explosion des Goldpreises bedeuten würde.
=> Und selbstredend wäre die Erkenntnis "nur noch 350 Tonnen decken den Dollar" auch jenseits der Formelmathematik und auch ohne formales Goldgeld-System schon rein PSYCHOLOGISCH ein Signal für die Anlegermassen der Welt, Dollars fluchtartig in Gold zu konvertieren. Das wäre dann m.E. eine absolut sicher zu erwartende, panikartige Entwicklung. Zur Begründung muss ich hier auf die vielen einschlägigen Threads im GS-Forum verweisen.
03.03.11 @ 17:14
Kommentar from: gunar [Besucher] E-Mail
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Zuzutrauen waere es den polit. Fuehrern in den USA, dass sie das Gold in andere Haende umlagerten, klar ist ja, dass das Zinssystem einmal ein Ende findet und die, die es erfunden haben, wussten es wohl als erste und es koennten auch die sein denen das Gold "anvertraut" wurde. Dem Mr. Duncan ein Mail zu senden und nachzufragen waere ja eine Moeglichkeit; ob eine Antwort kommt, bleibt sicher abzuwarten.
Ansonsten waere noch zu erwaehnen das auf NTV in den letzten Tagen mehrmals ein Bericht gesendet wurde ueber einen einmaligen Besuch von Fort Knox in den 70/80 Jahren, auf jeden Fall nach der Abschaffung des Goldstandards. Hier wurde noch alles als anwesend dargestellt und Fort Knox als der sicherste Ort der Welt besonders in der heutigen Zeit dargestellt. Die meisten grossen Verbrechen werden jedoch intern geplant und ausgefuehrt. Ein Schutz von aussen ist dann ein tolles Alibi und kein Uneingeweihter darf nachzaehlen. Wer heute noch daran glaubt, dass speziell unser deutsches Gold uns zur Verfuegung steht, na nicht umsonst gibt es die schoenen Bilder vom schlafenden Michel!!!

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=> Ergänzung PB: Nach offiziellen US-Angaben liegt das US-Gold heute mehrheitlich nicht (mehr) in Fort Knox, sondern in West Point, NYC und Washington. Genau Tresorangaben gibt es allerdings nicht.
03.03.11 @ 17:22
Kommentar from: Nikolaus [Besucher] E-Mail
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warum nur das laufende defizit nehmen? die Chinesen besitzen doch offiziell über eine Billion US$-Staatsanleihen.

Die wissen womöglich genau, dass das witzlos ist, von Ben das Gold physisch zu fordern: wahrscheinlich nicht mehr im offiziellen Besitz der FED/Treasury und/oder sie geben es nicht physisch ab! (auch unseres vermutlich nicht mehr) Daher holt China doch schon soviel wie möglich Gold und Silber aus GLD und SLV sowie Comex+LBMA: soviel wie noch möglich mit den Dollar-Schnipseln.

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=> AW PB: Ja, man hätte natürlich auch über die ca. 2,5 Billionen US-$ der staatlich-chinesischen US-Dollar-Reserven rechnen können. Aber wir mussten ja in Duncans Modellwelt bleiben. Und er hat über das aktuelle, laufende Handelsbilanzdefizit gerechnet.
03.03.11 @ 17:37
Kommentar from: Michael [Besucher]
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Nicht, dass ich gegen einen Goldstandard wäre. Aber der bedeutete, dass Multikulti garantiert beendet wäre. Nebenbei bedeutete er den Untergang der "Finanzindustrie".

Ergo sum wird es keinen neuen Goldstandard geben. Punkt, Schluss und Aus die Maus.

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=> AW PB: Tja, die normative Kraft des Faktischen. Was können wir uns alles nicht vorstellen. Dabei verändern sich die Grundgewissheiten der Welt doch so rasant schnell. Alles kann heute in Frage gestellt werden. Trotzdem haben Sie natürlich recht: der Goldstandard hat keine Lobby. Kaum einer WILL ihn haben - unter den tonangebenden Machteliten ohnehin keiner. Andererseits ändert das nichts an seiner Natürlichkeit. Gold ist tot und damit unbestechlich. Es ist einfach DA und geht auch nicht auf Elitenwunsch oder -drohung hin weg. Man kann es daher emotionslos sehen: Die OPTION des Goldstandards überdauert alle Zeiten und alle totalitären Regimes. Man kann zwar die UMSETZUNG natürlicher Ideen (lange) verhindern und bekämpfen. Aber nicht die Idee als solche! Viele ideologischen und die Menschen zwangsbeglückenden Gehirnwäscher der Weltgeschichte haben es versucht. Aber die Natur und die IDEE ist unzerstörbar. Und sobald die Völker genug vom totalitären Kriegs- und Machtgeld "Fiat" haben und wenn eines Tages die Ratio und der common sense und die marktwirtschaftlichen Kräfte regieren sollten, wird natürliches Geld auch wieder zugelassen. Bis dahin existieren zumindest die Idee und das unzerstörbare und unverwässerbare, nicht reaktive Urelement Gold. Wann wir die Option der de jure Golddeckung ziehen und wann sich die Ratio durchsetzt, liegt alleine an uns. Bis dahin regiert eben der de facto Standard..
03.03.11 @ 17:52
Kommentar from: divo [Besucher]
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Danke für die Informationen - wie immer hervorragend präsentiert. Vorstellen kann man sich vieles - aber die Elitisten werden mit allen Mitteln versuchen, ein System zu etablieren, das ihnen auch weiterhin Macht und extremen Wohlstand garantiert.

Es liegt an uns, den Menschen, ob wir auch weiterhin im Stande des Sklaventums leben wollen - oder als freie Menschen. Es ist unsere Entscheidung, ob wir sie tun lassen oder ihnen auf die Finger klopfen...
03.03.11 @ 18:42
Kommentar from: brian Foulder [Besucher]
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Die Frage ist doch vielmehr: Wie hoch sind die angeblichen Währungsreserven? Welche Art Politik betreiben die USA eigentlich? Dabei ist der Weg der US Politik doch klar: Man scheffelt Geld anderer Nationen und finanziert sich damit die defizitären Haushalte und den hohen Lebensstandard der US-Bürger. Gold ist in der Masse gar nicht vorhanden, wie den Leuten suggeriert wird - viele Leute kaufen Zertifikate für Gold, das vielleicht - wenn überhaupt - irgendwann in der fernen Zukunft einmal aus dem Erdboden geschürft wird. Sie lassen sich von den Banken wertloses Papier andrehen, anstatt bare Münzen zu kaufen - und die Preise steigen und steigen, ebenso die Börsenwerte von Minen, die es seit Jahrzehnten gibt aber die nie profitabel gearbeitet haben. Wenn alle Goldanleger plötzlich auf die Idee kämen echtes Gold für die teuer erkauften Papiere im Tausch zu fordern, dann würde einerseits der Goldpreis erneut explodieren, weil es dann wirklich knapp wird, und andererseits dann ein gewaltiger Crash kommen, weil die Banken mangels Masse die Kunden nicht bedienen könnten und so die Blase platzt
03.03.11 @ 20:06
Kommentar from: LuckyFriday [Besucher]
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Enorm wichtige Angelegenheit!

Wann rebelliert das amerikanische Volk und verlangt eine Überprüfung (engl. 'audit') der amerikanischen Goldvorräte (Staatsgold gemeint) von unabhängiger, dritter Seite? International tätige Warenprüfer gibt es. Daran sollte es nicht fehlen. Die müssten dann labormäßig den Goldgehalt der Barren, sowie die Verunreinigungen ('Fingerabdruck') derselben feststellen und ausweisen. Es soll auch minderwertiges (<95 % Feinheitsgrad) Gold sowie 'Raubgold' aus WK II in Fort Knox geben. Wir wollen keine weiteren offiziellen Nebelpetarden, sondern Beweise gerichtstauglicher Qualität für 1. die totale Menge physisch vorhandenen chemisch reinen Goldes in Verwahrung, 2. die mutmassliche Herkunft aufgrund von Isotopen/Fremdmetall-Fingerprints und 3. die Eigentumsverhältnisse. Der Besitz ist klar: Die USA haben die Pfoten drauf. Aber das legale Eigentum daran ??

Herr Boehringer, Sie sollten noch in englisch bloggern....

Ich halte die Angelegenheit für enorm wichtig. Man kann eine Zeit lang pokern ('bluffen'), aber irgendwann gehören die KARTEN AUF DEN TISCH! Ich meine, der Zeitpunkt sei jetzt da.

Die Sache macht mich wütend. Zum Glück bin ich ein friedfertiger Mensch.

Gruss! LF

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=> Ergänzung PB: Lucky Friday ist ein schweizer Leser. Und so wird er derzeit mit Genugtuung und Spannung zur Kenntnis nehmen, dass seine schweizerische SVP ganz aktuell eine Volksabstimmung über die Heimholung (und damit auch indirekt über eine Inventur) der schweizer Staatsgoldvorräte vorbereitet. Sehr spannend - wir werden über den Fortgang dieses Themas auf den GS garantiert berichten:
http://www.goldreporter.de/schweizer-politiker-wollen-zentralbank-gold-nach-hause-holen/gold/6628/
03.03.11 @ 21:16
Kommentar from: B.K. [Besucher]
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Beim Anblick dieses Artikels erinnere ich mich unweigerlich an unseren Designer der immer darauf bestanden hat, ein einheitliches Schriftbild zu verwenden, weil alles andere völlig unpressionell aussieht ;-)

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=> AW PB: Komisch - mich erinnern solche Zuschriften immer an meine Ex-Chefin in der Beratung, die zugunsten der "einheitlichen und symmetrischen Optik" die wichtigsten Teile des INHALTS von Präsentationen und Reports rausgestrichen hat und so den Kunden letztlich nicht optimal informiert hat.
=> Aber schön, wenn die Reports von BK und von seinem Designer "pressionell" aussehen...
=> Trotzdem nichts für ungut: Sie sind nicht der Erste, der das hier moniert. Es ist nicht immer ganz einfach, bei einem in 2h zusammengeschriebenen Blog auch noch die Optik und das "Design" zu optimieren. Aber beim Schriftbild werde ich bessere Einheitlichkeit anstreben. Point well taken.
03.03.11 @ 22:41
Kommentar from: Thomas [Besucher]
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@ Bert
Dass andere Länder dort auch Ihr Gold gelagert haben (noch lagern ?) ist keine Verschwörungstheorie, sondern Fakt. "Dort" heißt im Kellersafe der NY FED. Habe dort mal (1999) eine Führung mitgemacht. Zumindest damals wurde das Gold noch öffentlich zur Schau gestellt. Damals hieß es, dass zich Länder (auch BRD) zumindest ein Teil ihres Goldes da lagern. Jeder vernünftige Mensch, würde denken: da wird aber der Bock zum Gärtner gemacht. Genauso ist es. Aber hat ja auch keiner gesagt, dass Politiker nicht dumm/naiv und nicht korrupt sind, oder ?
;-)
04.03.11 @ 13:17
Kommentar from: EuroTanic [Besucher]
Ich habe beim deutschen Bundestag eine öffentliche Petition eingereicht das deutsche Gold im Ausland wieder nach Deutschland zurück zu führen. Diese Petition wurde nicht ein mal zur Abstimmung angenommen. Warum wohl?


Die Ablehnung des Petitionsausschusses des deutschen Bundestages ist bei http://www.browse.npage.de unter dem Menüpunkt Download einzusehen.
05.03.11 @ 10:07
Kommentar from: Adept [Besucher]
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Je mehr Bürger ihr Papier gegen Werthaltiges eintauschen, desto wertloser wird das Papier...

Das Greshamsche Gesetz - benannt nach Sir Thomas Gresham (1519-1579) - besagt:
je wertloser das umlaufende Geld wird, desto mehr wird noch werthaltiges Geld (bzw. Güter) aus dem Umlauf genommen.

Das werthaltige Geld wird GEHORTET.
Das hieß damals: Münzen mit höherem Edelmetall-Anteil haben die Bürger behalten (gehortet).

Die nicht werthaltigen Münzen bzw heutiges Papiergeld werden ausgegeben - das schlechte Geld wird verwendet...bis zum Zusammenbruch.
05.03.11 @ 23:09

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