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Der lange Weg zum Schandpreis: Karlspreisträger Trichet

von Peter Boehringer E-Mail 02.06.11 12:55:41

Heute sind wir live am Geschehen, denn der Blog-Anlass ist die Karlspreisverleihung an EZB-Chef Jean-Claude Trichet, die am Nachmittag des heutigen 2. Juni 2011 stattfindet. Zudem ist es ein Mitmach-Blog, den Sie, liebe Leser, mitgestalten. Ich gebe zunächst einen Rahmen vor - und Sie liefern bitte im Laufe der kommenden Stunden, Tage und Wochen weiteres Kommentar-Futter zu den Karlspreisträgern seit 1950. Alle Regeln dazu siehe unten.

Heute findet also wieder einmal wie fast in jedem Jahr der feierliche Festakt mit hoher EUlitendichte im Rathaus zu Aachen statt. Und wie jedes Jahr wird auch heuer von der Karlspreisgesellschaft der übliche Begründungssermon über die Verdienste des Preisträgers um die angeblich höchst friedliebende und den europäischen Wohlstand mehrende EU abgeliefert, den die Systemmedien pflichtschuldigst und kritiklos übernehmen, senden und abdrucken.

So werden die ehrwürdigen Wände des Aachener Rathauses heute Sätze wie die folgenden ertragen müssen. Nur gut, dass sie stabil aus Stein und nicht aus Holz gebaut sind - sonst würden sich selbst dicke Balken vor Lügen wie diesen biegen - und vermutlich brechen. Hier einige Auszüge aus der Begründung des Direktoriums, die sicherlich in der ausgerechnet von José Barroso gehaltenen Laudatio noch wortreich ausgeführt werden:

"Die Europäische Zentralbank hat das Stabilitätsversprechen der Gründungsväter des Euro eingehalten. :no:
2002 hat das Karlspreisdirektorium die bedeutsame Gemeinschaftsleistung EURO ausgezeichnet. Heute gilt es, die Persönlichkeit zu ehren, die sich seit Jahren für seine Stabilität engagiert einsetzt.
Jean-Claude Trichet sagte einst: 'Die Zentralbank wird immer ihrer Verantwortung gerecht werden. Denn wer die Preisstabilität in Gefahr bringt, der bringt Europa in Gefahr.' In nur zwei Sätzen bringt er so anschaulich zum Ausdruck, was ihn gleichermaßen umtreibt und antreibt. XX(
Und weiter: 'Es wurde keine Linie überschritten. […] Wir kaufen Staatsanleihen nicht, um Geld in die Märkte zu leiten – anders als andere Zentralbanken. Wir machen etwas anderes: wir schöpfen die gesamte zugeführte Liquidität wieder ab.' >:XX "

Die wichtigste Botschaft des Karlspreis-Direktoriums ist allerdings keine Lüge, sondern vielmehr eine Drohung gegen die Menschen und gegen den durch sie getragenen Rechtsstaat, auf den jede humane und zivilisierte Gemeinschaft angewiesen ist:

"Mit der Preisverleihung fordert das Karlspreisdirektorium die europäische Politik auf, sich an die Verwirklichung einer Politischen Union heranzuwagen, die die Wirtschafts-, Finanz- und Haushaltspolitik im Euroraum wirksam koordiniert."

=> Man beachte unbedingt: Die Aufforderung geht an "die europäische Politik". Weder ist sie an die Menschen Europas gerichtet - noch an die diese Menschen (wenigstens formal) repräsentierenden nationalen Parlamente!
=> Die Politische Union ist der bei den Bürgern Europas auch weiterhin völlig mehrheitslose Elitenplan für EUropa. Kultur-vermischende Kriegstreiberei gegen die Willen der Menschen - finanziert "koste es was es wolle" über ungedecktes Kreditgeld aus dem Nichts, sobald die Steuerpressen eben wirklich nichts mehr hergeben. Bereits seit mehreren Jahren wird diese "Finanzierung" verwirklicht über den jede Woche Milliarden-schweren Aufkauf von toxischen Anleihen durch eine supranationale EZB für einzelne insolvente Nationen und Banken innerhalb des juristisch nach wie vor nicht legalen und damit nicht existenten supranationalen "Staats"gebildes, das sich dennoch demnächst "EU-Staat" nennen wird
und sogar absurderweise einen Sitz in der UN-Vollversammlung beantragt hat! Sogar Elitenbüttel Voßkuhle -in Sachen EFSF und Transferunion skandalöserweise seit nunmehr 13 Monaten untätig :!:- musste am 30.6.2009 im Lissabon-Urteil des BVerfG zähneknirschend urteilen, dass die EU kein Staat ist und ohne (27+) Volksabstimmungen auch niemals einer werden darf! Und dass natürlich das Budgetrecht als Königsrecht der Parlamente niemals nach Brüssel und/oder zur EZB wandern darf. Exakt dies ist seitdem exzessiv und bereits heute in 12-stelliger EUR-Höhe geschehen. Die EZB-Bilanz und demnächst die dann 13-stellige ESM-Bilanz wird ein einziger toxischer Müllhaufen für nicht bedienbare Staatsanleihen sein. Und ein gemäß Art 125 AEUV illegaler Bailout- und Verschiebebahnhof, um die Probleme der EUlitären Bürokratie nochmals 2-5 Jahre "beherrschbar" zu machen und die Gehälter und die planwirtschaftlichen, multikulturellen und weltfernen Hirnfürze der EUliten nochmals einige Jahre finanzieren zu können! All dies zu Lasten des deutschen Bürgers, wie EUlitist Verheugen dankenswerterweise in einem seltenen Moment der Offenheit zugegeben hat: "Europäische Einheit, damit Deutschland nicht zur Gefahr wird."

Verheugen und Karlspreis-Laudator Barroso sowie das Karlspreis-Direktorium sind mit ihren Aussagen und Forderungen allesamt und ganz eindeutig Verfassungs-Gefährder im Sinne des Lissabon-Urteils und des EU-Verfassungsgesetzes AEUV! Sie gehören angeklagt, wenn sie schon als totalitäre bzw. private und selbsternannte Repräsentanten des nicht existenten EU-Staates ohne wählbare Regierung nicht abwählbar sind. An der Systempresse gehen all diese Wahrheiten noch immer weitgehend spurlos vorüber.

Tagesschau.de nutzt auch heute wieder den Standard-Textbaustein

"Der Karlspreis gilt als eine der renommiertesten politischen Auszeichnungen in Europa. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben" ,

der im Mainstream zB auch schon 2006 bei der Lobpreisung des ehrlichen Lügners Juncker verwendet wurde:

"Der Karlspreis gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Juncker ist die erste Persönlichkeit, die den Preis zum zweiten Mal erhält." |-|

Die untenstehende, im Blog selbst unkommentierte Liste der bisherigen Karlspreisträger seit 1950 liest sich -von wenigen Ausnahmen abgesehen- wie ein EUlitäres Who-is-Who von Totalitären. Täuschung und Ausplünderung der Völker sowie vertuschte Kriegstreiberei und Machtmissbrauch scheinen beim Karlpreis-Direktorium geradezu Voraussetzungen für Preiswürdigkeit zu sein. Die EUlite feiert ihre Besten. Natürlich nur formal gemäß dem geheuchelten offiziellen Zweck "Verdienste um ein humanes Europa" oder "Verdienste um eine menschengewollte europäische friedliche Einigung". In Wirklichkeit dagegen mit dem ganz anderen Tenor einer Macht- und Finanzelite, die ihre besten Ausbeuter, Demagogen, Beute-Eintreiber und Büttel über den Karlspreis belohnt und ostentativ auszeichnet. Natürlich gibt es Hunderte solcher Preise und Tausende von "unabhängigen" NGO-Organisationen à la Karlspreis-Direktorium. Aber der Karlspreis ist angesichts der Taten der bisherigen Preisträger wohl der berühmt-berüchtigste neben vielleicht noch dem "Friedens"-Nobelpreis oder dem "Wirtschafts"-Nobelpreis...

Nun also 2011 Jean-Claude Tricheur Trichet. Leser TK schrieb mir sofort nach Bekanntgabe dieser Entscheidung folgendes:

"Gratulation. Für die Schaffung der größten Bad Bank der Welt, für die Veruntreuung von mehreren Hundert Mrd. Euro, für die aktive Mitwirkung am offenen Rechts- und Verfassungsbruch gibt es den Karlspreis. Habe ich die Umwidmung in einen Schmähpreis nicht mitbekommen?"

=> Nun, lieber TK: Sie haben es nicht mitbekommen, weil es gar keine Umwidmung gab. Trichet steht in unseliger Tradition der großen Mehrzahl seiner Karlspreis-Vorgänger.

=> Und genau dies werden wir in den kommenden Wochen belegen. Ich weiß aus Hunderten von tiefgründigen Zuschriften, welcher unbändige Recherche-Wille und welches historische Wissen in den Köpfen meiner Leser schlummert. Darum fordere ich Sie auf, zu möglichst vielen der unten bereits vollständig genannten Karlspreis-Träger Infos bzw. Kommentare zu senden, die belegen, dass und warum der jeweilige Karlspreis-Träger genau das Gegenteil dessen gemacht hat, wofür er -jedenfalls offiziell- ausgezeichnet wurde! Warum er sich also gegen eine volksnahe, basisdemokratisch herbeigeführte, mehrheitsfähige europäische Einigung versündigt hat. Welche Mittel er wann bzw. zu welchem Anlass dabei eingesetzt hat. Welche Lügen zur Verschleierung der wahren Absichten eingesetzt wurden. Welcher andere Karlspreis-Träger oder sonstige EUlitist oder Welt-Regierer dabei kooperiert hat.

Natürlich hat dies nur am Rande mit Gold zu tun. Wenn Sie aber genau hinschauen, dann werden Sie in der Liste sogar eine ganze Reihe Goldmanipulateure finden. Es wird Zeit, dem Mainstream die Deutungshoheit über den Karlspreis zu entreißen. Der Karlspreis ist aus inoffizieller EUlitensicht vor allem ein System-interner Preis zur Belohnung von Verdiensten um eben die Weltregierungs-Elite und ihrer Sektion EUropa. Aus objektiver Sicht der Menschen ist der EUlitäre Karlspreis allerspätestens seit dem Übergang von der EWG zur EG/EU ein Schandpreis geworden. Aus "Gut gemeint nach 1939/45" wurde spätestens 1963/1980 das Gegenteil von gut. Die Liste der Karlspreisträger dokumentiert diese Entwicklung.

Ich gebe allerdings -um entsprechende Zuschriften zu vermeiden- gerne schon jetzt und hier zu, dass man sogar einer Reihe von Karlspreis-Figuren vor ca. 1963 die "Gut gemeint"-Absicht absprechen kann. Besonders spannend werden zB Zuschriften zum vermutlich geisteskranken ersten Preisträger Graf Coudenhove-Kalergi werden. Und wir nehmen gerne auch Hintergründe zum Namensgeber des Preises Karls des Großen, der nach durchaus belegbarer Meinung ein Elitenbüttel war, der die einstmals von lokalen unabhängigen Stämmen geprägte germanische Kultur erfolgreich und brutal zerschlagen bzw. sie im "Heiligen Römischen Reich" zwangsverbunden hat. Aber nehmen wir nichts vorweg. Es ist Ihr Blog.

Und bitte beachten Sie die Regeln (ganz unten)!!

Als Basis hier nun die vollständige Liste aller Karlspreis-Träger. Einige Details zu den offiziellen Vitae entnehmen Sie bitte der Karlspreis-Homepage:

1950 - Richard Graf Coudenhove-Kalergi, Gründer der Pan-Europäischen Bewegung

1951 - Hendrik Brugmans, Rektor des Europäischen Kollegs in Brügge

1952 - Alcide de Gasperi, italienischer Ministerpräsident

1953 - Jean Monnet, Präsident der Europ. Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion)

1954 - Konrad Adenauer, Bundeskanzler

1955 - Sir Winston Churchill, britischer Premierminister während des Zweiten Weltkriegs1957 - Paul Henri Spaak, NATO-Generalsekretär

1958 - Robert Schuman, Präsident des Europäischen Parlaments

1959 - George Marshall, US-Außenminister nach dem Zweiten Weltkrieg, Vater des Marshall-Plans

1960 - Joseph Bech, Staatsminister und Parlamentspräsident von Luxemburg

1961 - Walter Hallstein, Kommissionspräsident der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft

1963 - Edward Heath, britischer Minister, später Premierminister

1964 - Antonio Segni, italienischer Staatspräsident

1966 - Jens Otto Krag, dänischer Ministerpräsident

1967 - Joseph Luns, niederländischer Außenminister, später NATO-Generalsekretär

1969 - Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften

1970 - Francois Seydoux de Clausonne, früherer französischer Botschafter in Deutschland

1972 - Roy Jenkins, britischer Parlamentsabgeordneter, früherer Minister, später Kommissionspräsident der Europäischen Gemeinschaften

1973 - Don Salvador de Madariaga, spanischer Schriftsteller und Diplomat

1976 - Leo Tindemans, belgischer Ministerpräsident

1977 - Walter Scheel, Bundespräsident

1978 - Konstantin Karamanlis, griechischer Ministerpräsident, später Staatspräsident

1979 - Emilio Colombo, Präsident des Europäischen Parlaments, früherer italienischer Ministerpräsident

1981 - Simone Veil, Präsidentin des Europäischen Parlaments, zuvor and später französische Ministerin

1982 - König Juan Carlos I von Spanien

1984 - Karl Carstens, Bundespräsident

1986 - Die Bürger Luxemburgs

1987 - Henry Kissinger, früherer US-Außenminister

1988 - Francois Mitterand, französischer Staatspräsident, und Helmut Kohl, Bundeskanzler1989 - Frere Roger, Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taize

1990 - Gyula Horn, ungarischer Außenminister, der 1989 die Grenzen öffnete

1991 - Vaclav Havel, tschechischer (damals noch tschechoslowakischer) Staatspräsident

1992 - Jacques Delors, Kommissionspräsident der Europäischen Gemeinschaften

1993 - Felipe Gonzales Marquez, spanischer Ministerpräsident

1994 - Gro Harlem Brundtland, norwegische Ministerpräsidentin

1995 - Franz Vranitzky, österreichischer Bundeskanzler

1996 - Königin Beatrix der Niederlande

1997 - Roman Herzog, Bundespräsident

1998 - Bronislaw Geremek, polnischer Außenminister1999 - Tony Blair, britischer Premierminister

2000 - Bill Clinton, US-Präsident

2001 - György Konrád

2002 - "Der Euro" - Preis stellvertretend entgegengenommen durch EZB Chef Duisenberg

2003 - Valéry Giscard d´Estaing

außerordentlicher Karlspreis 2004
Seine Heiligkeit Papst Johannes Paul II.

2004 - Patrick Cox - Präsident des Europäischen Parlaments

2005 - Carlo Azeglio Ciampi

2006 - Jean Claude Juncker - Premierminister Luxemburg und Eurogruppen-Vorsitzender

2007 - Javier Solana - NATO-Generalsekretär

2008 - Angela Merkel - Deutsche Bundeskanzlerin

2009 - Andrea Riccardi 2010 - Donald Tusk - Polnischer Premieminister

2011 - Jean Claude Trichet - EZB-Präsident


*********
Kommentar-Regeln zu diesem Blog:
1. Bitte kurz (!) und ggf. stichwortartig halten. Gerne ausführende Belege per Link oder Literaturhinweis!
2. Keine unbelegbaren Verschwörungstheorien, selbst wenn Sie sicher sind, dass sie wahr sind. Bleiben Sie bei belegbaren Einzeltaten der Karlspreisträger, die der jeweiligen offiziellen Vita zuwiderlaufen. Die anderen Leser verstehen "the big picture" auch ohne explizite Ausführung.
3. Keine Hinweise à la "Preisträger x war Teil der totalitären EU-Maschinerie". Das wäre trivial und das trifft fast ausnahmslos auf alle Preisträger seit 1950 zu.
4. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung und kein Anspruch auf Antwort, warum ggf. gekürzt oder nicht veröffentlicht wurde. Sorry, ist nicht zu leisten.
5. Updates in diesem Blog werden nur in unregelmäßigen Zeitabständen gemacht. Es kommt aber alles an, wenn Sie die Kommentarfunktion als Zuschrift nutzen - selbst wenn nicht freigeschaltet wird.
6. Auch wirklich positive und volksnahe / basisdemokratische und unbestreitbar friedensstiftende Taten einzelner Preisträger können und sollen eingeschickt werden. Erstens wählt die Elite ab und zu auch untadelige positive Aushängeschilder als Preisträger aus, um die ansonsten gruselige Liste aufzuwerten und um alle Preisträger moralisch unangreifbar zu machen. Und zweitens gab es sicher auch einige von der Macht noch unkorrumpierte friedliche Überzeugungstäter in dieser Liste...
7. Weitere Regeln vorbehalten; Rechtsweg ausgeschlossen.

34 Kommentare

Kommentar from: Berti [Besucher]
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Hier zur Kenntnis ein Auszug aus einem Artikel aus dem neuen ef-Magazin. Autor F. Schäffler:

http://ef-magazin.de/2011/05/28/3009-europaeische-union-der-rechtsbruch-und-die-folgen

"Die EZB ist jedoch kein neutraler Berater mehr. Sie ist Partei und hat ihre Unabhängigkeit längst verloren. Die Insolvenz Griechenlands würde inzwischen zur Insolvenz der EZB führen. Die EZB soll inzwischen Anleihen der Problemstaaten Griechenland, Portugal und Irland, deren Banken und Unternehmen aufgekauft oder als Sicherheiten akzeptiert haben, die annähernd 200 Milliarden Euro umfassen. Bei einem Umschuldung Griechenlands und deren Ansteckung in Irland und Portugal und einem drohenden Schuldenschnitt von 50 Prozent müsste die EZB ihre Papiere um diesen Prozentsatz wertberichtigen. Bei einem Eigenkapital der EZB von 11 Milliarden Euro ist klar, dass der Zentralbank ein negatives Eigenkapital droht und damit selbst zum Stützungsfall wird.

Sie müsste auf einen Schlag von den Notenbanken des Eurosystems rekapitalisiert werden, gegebenenfalls vom Steuerzahler.

Gut dass wir bei allen negativen Schlagzeilen in Europa auch noch feiern können. Für seine Verdienste um den Euro und Europa erhält der scheidende EZB-Präsident Trichet in diesen Tagen den internationalen Karlspreis. Wie beim Untergang der Titanic spielt die Kapelle bis zum Schluss."


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=> AW PB: Oja, danke für den Fund. Sogar der Karlspreis wird hier thematisiert. Hervorhebungen oben durch PB.
02.06.11 @ 14:04
Kommentar from: starhemberg [Besucher]
*****
Toller Beitrag.

jetzt weiss ich auch warum der Euro heute gegen den Dollar so steigt.......an einem Tag wie heute kann man doch nicht zulassen dass.......

Aber gestern der Franken zum Euro war echt schon Show da kam sogar das Gold nicht mit...........
02.06.11 @ 14:06
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Wie Bloomberg eben live aus Aachen berichtet, hat Trichet in seiner Dankesrede ernsthaft ein "Europäisches Finanzministerium" für die EURO-Staaten gefordert!

" June 2 (Bloomberg) -- European Central Bank President Jean- Claude Trichet said governments should consider setting up a finance ministry for the 17-nation currency region as the bloc struggles to contain a region-wide sovereign debt crisis."

=> Wie hieß es in den 68er-Sponti-Zeiten: "Legal - illegal - scheißegal". Und wer klagt Trichet nun an?
02.06.11 @ 14:14
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Auch der Rottmeyer-Blog greift in einem ganz frischen Stück den Karlspreis auf. Und zitiert und kommentiert dabei gleich noch eine andere Aachener Wirtschaftskoryphäe. Der Aachener Bischof versteht vom kommunistischen Euro und dessen angeblichem "Humanismus" so viel wie ein Diabetiker von Aachener Printen...

=> Zitat aus http://www.rottmeyer.de/schlimmer-gehts-immer-karlspreis-2011/2/ . Volle Zustimmung meinerseits:

"Es ist übrigens ganz erstaunlich, wer sich an einem solchen Tag alles dazu berufen fühlt, sich zum Thema Währung zu äußern. So meldete sich auch der Aachener Bischof – sicher bester Absicht – zu Wort und wird von der Deutschen Welle mit den Worten zitiert, das gemeinsame Geld stehe für die Vision eines vom Humanismus geprägten geeinten Europas. Die Währung sei Ausdruck für einen Solidarpakt der Stärkeren mit den Schwachen. Starke Worte, gleiches galt sicher auch dereinst für das gemeinsame sowjetische Zahlungsmittel. Einig, solidarisch, gut – Auch Du, Genosse, akzeptierst die Gemeinschaftswährung. Das wirtschaftliche vom sozialen zu trennen ist ein Trend, der gerade so richtig in Mode kommt. Leider, so schön es auch klingen mag, funktioniert dies dauerhaft genauso wenig wie Preisfestsetzungen und andere Anreize zu Kapitalfehlallokation."
02.06.11 @ 16:17
Kommentar from: Bert [Besucher]
*****
Javier Solana oder EU "verdienen" den Karlspreis >>>>

Zitat aus Internet:

Anfang 2008 publizierten fünf hochrangige ehemalige NATO- und EU-Generäle, ein Strategiepapier, in dem atomare Erstschläge als Bestandteil von EU-und US-Politik proklamiert werden: "Der Ersteinsatz von Atomwaffen muss im Köcher der Eskalation bleiben ... Ein solches Konzept erfordert Eskalationsdominanz, die das volle Arsenal von Zuckerbrot und Peitsche nutzt - und zwar tatsächlich alle Instrumente der weichen und harten Macht, die von diplomatischen Protesten bis hin zum Einsatz von Atomwaffen reicht." (Towards a Grand Strategy in an Uncertain World, CSIS, Lunteren, 2007).

Robert Cooper, Generaldirektor für außenpolitische Angelegenheit der EU und Büroleiter des EU-Außenbeauftragten Javier Solana signalisierte Zustimmung zu diesem Vorstoß der Generäle: "Vielleicht werden wir eher als alle anderen Atomwaffen einsetzen, aber ich würde mich hüten, das laut zu sagen." (zit. nach Guardian, 22.1.2008)
02.06.11 @ 20:11
Kommentar from: Pleace [Besucher]
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Roman Herzog hat die EU als gefährdend für die Deutsche Demokratie bezeichnet

http://www.welt.de/politik/article708734/Roman_Herzog_Europaeische_Union_gefaehrdet_die_parlamentarische_Demokratie_in_Deutschland.html ,

und ist, als ehemaliger Bundespräsident und ehemaliger Präsident des BVerfG ein Mann mit enormem politischen Gewicht, auf "unserer" Seite. Oder mittlerweile nicht mehr?

*********
=> AW PB: Doch, ich würde das sogar anders herum sehen. Herzog war einmal ein Mann des Systems. Sonst hätte er nie BVerfG-Richter und Bundespräsident werden können und erst recht nicht den Karlspreis bekommen können (1997). Allerdings war das alles VOR seinem o.g. WELT-Artikel (2007).
=> Herzog war tatsächlich einer der wenigen System-"Renegaten", der zu viel Verfassungswidriges gesehen hat und vermutlich auch zu viel System-Kriminalität. Und er ist daher zumindest ein Stück weit ausgestiegen. Sonst wäre ein solcher WELT-Artikel (co-verfasst mit einem ausgewiesenen Euro-Kritiker wie Lüder Gerken) nie entstanden.
02.06.11 @ 20:37
Kommentar from: Rammel [Besucher]
*****
Vor lauter EHEC bekommt das einfache Volk das Schmierenkomödientheater nicht so recht mit.
02.06.11 @ 20:54
Kommentar from: Pleace [Besucher]
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http://www.heise.de/tp/artikel/23/23976/1.html

Merkel und Jung wegen Verfassungsbruch vom Aachener Friedenspreis verklagt...
Was ist eigentlich aus dieser Klage geworden?


"Weil der Aachener Friedenspreis das aktuelle Weißbuch der Bundeswehr als Blaupause zur Vorbereitung von Angriffskriegen ansieht, hat der Verein nun Anzeige gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Franz Josef Jung erstattet. Im "Weißbuch" sieht der Verein zahlreiche Aspekte dafür, dass die Bundeswehr technische Vorbereitungen und logistische Planspiele treffe, um sich an Angriffskriegen zu beteiligen oder selbst solche anzuzetteln."

********
=> Ergänzung PB: Da ist natürlich nichts draus geworden. Die Klage wurde schon 2006 eingereicht. Vermutlich wurde sie nie angenommen.
PS zur Klarstellung: Der "Aachener Friedenspreis" hat nichts mit dem Aachener Karlspreis zu tun.
02.06.11 @ 20:56
Kommentar from: Claudius [Besucher]
Z.K. dies zu Luns, Karlspreisträger 1967 (aus Spiegel 10/1979 - wenigstens zu dieser Art von Recherche ist der "Spiegel" stets sehr brauchbar):

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40350709.html

"War Nato-Generalsekretär Luns Mitglied der holländischen Nazi-Partei? Der Leiter eines Staatsarchivs behauptet das."
02.06.11 @ 23:31
Kommentar from: Claudius [Besucher]
Wie ich gerade sehe, findet sich auch der Bruder im 30. Grad (1), der "aufnahmeantragslose" NSDAP-Parteigenosse (vgl. Spiegel Nr. 50 vom November 1978) Walter Scheel ("Hoch auf dem gelben Wagen", Karlspreisträger 1977) unter den verdienten Preisträgern.

Im "Spiegel" 12/80 (der konspirativen Mutmaßungen unverdächtig) liest man zu Scheel gleichwohl noch folgendes:

Scheel als (damals noch zukünftiger) Präsident der Bilderberger, hier noch als "Debattierclub" verniedlicht:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14320338.html

"Ende dieses Monats soll Scheel Präsident der Bilderberg-Konferenz werden, des vornehmsten internationalen Debattierclubs der Welt"

- - - - - -

Fällt Ihnen übrigens auf, daß sich in der endlosen Liste der
Preisträger fast keine Frau befindet ?

Kein Wunder - denn zu Freimaurer-Logen haben die keinen Zutritt.

Dieser Umstand brachte übrigens in 2007 während einer Besichtigung der Loge "Zu den drei Weltkugeln" in Berlin (Loge gestiftet vom Friedrich d. Großen) den auf die Fragen der Besucher wohlpräparierten Meister vom Stuhl völlig aus der Fassung, nachdem eine der zu diesem Anlaß geladenen Besucherinnen ganz unverblümt und (mit ehrlicher Empörung geschuldetem, aggressivem Auftreten) der Loge (d.h. der Freimaurerei) den Vorwurf der Geschlechterdiskriminierung und der patriachalischen Rückständigkeit machte...
Ich wußte bei dieser Gelegenheit zu bemerken, daß sie die Dame vielleicht doch einmal über das sog. "Anti-Diskriminierungsgesetz" versuchen sollte, das doch von den Brüdern des Br. Maurer vom Stuhl mit solcher Verve überall den "Parlamenten" aufoktroiert wurde...

Claudius

(1) E.R. Carmin, "Das schwarze Reich", Auflage 2002, S. 254
02.06.11 @ 23:34
Kommentar from: Claudius [Besucher]
Über den verdienten Europäer Hallstein (Karlspreis 1961), "unbelasteter" Adenauer-Intimus. ließe sich folgendes sagen:

Stramme Nazi-Karriere (Professur für GesRecht und PrivRecht Universität Rostock 1930 - 1941, danach noch 1941 für Rechtsverglchng. in Frankfurt a.M., Mitglied in der NSV, dem NS-Luftschutzbund, NS-Dozentenbund, vgl. "google", steht dort alles), 1944 Kriegsgefangenschaft im Westen und sogleich eilfertige Kollaboration mit den Siegern (Gründung einer "Lager-Universität" im KG-Lager, vgl. auch "google").

Weit interessanter ist allerdings sein Buch "Der unvollendete Bundesstaat", in dem er die heutige Gestaltung der "EU" als eine unter der autoritären Kontrolle der Kommission stehenden, totalitären Apparat antizipiert und i.ü. Handlungsempfehlungen für die Umsetzung dieser Struktur gibt:

http:/www.eu-referendum.org/deutsch/european_history/index.htm

"In seinem Buch mit dem Titel 'Der unvollendete Bundesstaat' beschreibt er (Hallstein), wie die Europäische Gemeinschaft so aufgebaut wurde, dass der Kommission praktisch ein Monopol anvertraut wurde, da sie die Initiative für alles ergreifen konnte, das sich auf die europäische Gemeinde auswirkte; Darüber hinaus weist er in einer Art Prophezeiung bezüglich dessen, was der Vertrag von Lissabon fast vierzig Jahre später zu erreichen gedenkt, ausdrücklich darauf hin, dass die paar Ausnahmen zu dieser Regel möglichst bald beseitigt werden müssten und die Kommission letztendlich die Befugnis haben sollte, sämtliche erforderlichen Maßnahmen zur Implementierung des Vertrags eigenmächtig ergreifen zu können, ohne sich dabei auf eine spezielle oder spezifische Genehmigung des Ministerrats verlassen zu müssen."
02.06.11 @ 23:39
Kommentar from: Claudius [Besucher]
Zu Coudenhove-Kalergi (erster Karlspreisträger 1950, große Büste im Foyer des sog. "Europäischen Parlamentes") sollte jedem dessen Werk "Praktischer Idealismus" (1925 - KEINE Neuauflage) geläufig sein, in dem sich der ehemalige Diplomat in k.u.k. Diensten u.a. weitschweifig zu Rassetheorien ausläßt, die dem des seines (k.u.k.)Landsmannes mit der besonderen, groSStoitschen Barttracht in nichts nachstehen. Zu bemerken wäre, daß sich die ganze "Migrationspolitik" der "EU" als genaue Umsetzung dieser Thesen darstellt.

Kein Wunder, daß sowohl der Verfasser (bei dem es sich meiner bescheidenen Ansicht nach schlicht um einen Geisteskranken handelte) und insbesondere dessen Buch in der "veröffentlichten Debatte" heute gerne sehr tief gehängt werden.

Auszüge aus "Praktischer Idealismus" (bereits weitgehend politisch korrekt "entschärft" zur Vermeidung von längeren Verbalkriegen):

"Von Graf Richard Nicolaus Coudenhove-Kalergi - Wien 1925.

Europäer werden negroide Mischlinge sein [1]

Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen.

Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen. [22]

... Die prominentesten und überzeugtesten Vertreter christlicher Ideen, die in ihrer modernen Wiedergeburt Pazifismus und Sozialismus heißen, sind Juden.

Im Osten ist das chinesische Volk das ethische par Excellence [..] - im Westen das jüdische.

Gott war Staatsoberhaupt der alten Juden, ihr Sittengesetz bürgerliches Gesetzbuch, Sünde war Verbrechen.

Der theokratischen Idee der Identifikation von Politik und Ethik ist das Judentum im Wandel der Jahrtausende treu geblieben: Christentum und Sozialismus sind beides Versuche, ein Gottesreich zu errichten.

... Der Einfluß des Blutadels sinkt, der Einfluß des Geistesadels wächst.

Diese Entwicklung. und damit das Chaos moderner Politik, wird erst dann ein Ende finden, bis eine geistige Aristokratie die Machtmittel der Gesellschaft: Pulver, Gold, Druckerschwärze an sich reißt und zum Segen der Allgemeinheit verwendet. [32]

... Kapitalismus und Kommunismus sind beide rationalistisch, beide mechanistisch, beide abstrakt, beide urban. Der Schwertadel hat endgültig ausgespielt. Die Wirkung des Geistes, die Macht des Geistes, der Glaube an den Geist, die Hoffnung auf den Geist wächst: und mit
ihnen ein neuer Adel. [33]

[44] Um emporzusteigen, um vorwärtszuschreiten sind Ziele nötig; um Ziele zu erreichen, sind Menschen nötig, die Ziele setzen, zu Zielen führen: Aristokraten. Der Aristokrat als Führer ist ein politischer Begriff; der Adelige als Vorbild ist ein ästhetisches Ideal.

Höchste Forderung verlangt, daß Aristokratie mit Adel, Führer mit Vorbild zusammenfällt: daß vollendeten Menschen die Führerschaft zufällt."



*********
=> Nachbemerkung: Das lange Zitat oben ist ... eben ein ZITAT des ersten und nach wie vor prägendsten Karlspreisträgers. Bitte keine Zuschriften à la "Wie können Sie das freischalten??".
=> Dies IST längst veröffentlicht. Seit 86 Jahren - und nicht auf dem Index. Und ja - Sie haben die Wahl, dies als rassische Argumentation und/oder als geisteskrank einzustufen. In jedem Fall ist dies ein Zitat bzw. ein Buch des vielleicht wichtigsten EUlitären Vordenkers und Karlspreisträgers, das man kennen sollte.
02.06.11 @ 23:58
Kommentar from: Weltverbesserer [Besucher]
Bis jetzt geht es uns in Europa doch relativ gut - dank Trichet und seinen Kameraden. Die Welt muss besser werden, holt die 23-jaehrigen Landser heim und schickt die Kontinent - bzw. bald weltverbessernden Trichets und Kameraden inklusive ihrer Familien nach Kunduz oder auch nach Kabul. Schade, dass die Kompetenz von Trichet und Kameraden in Europa verschwendet wird.
03.06.11 @ 00:49
Kommentar from: Bert [Besucher]
*****
Franz Vranitzky befindet sich mit allerhöchstem Fug und Recht auf der Karlspreisliste.

Mit seiner legendären Aussage, dass Österreich "ohne Wenn und Aber" in die EU muss, leistete er einen Blanko-Gehorsam, der nicht mehr überboten werden kann und alles was jetzt geschieht, praktisch damals schon legitimierte. Dagegen schauen die beiden Jean- Claudes (Trichet und Juncker) nur noch wie Erfüllungsgehilfen aus.
03.06.11 @ 10:09
Kommentar from: Bert [Besucher]
*****
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften [Karlspreis-Trägerin 1969] >>>

Sie hat natürlich eine endlose Liste von Verdiensten zur Erlangung des Karlspreises vorzuweisen.

Beispiel:
"Manchmal vergleiche ich die EU gerne mit einem Gebilde zur Organisation eines Imperiums. Wir haben die Dimension eines Imperiums."
(Zitat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso / Telegraph.co.uk, 18.07.2007)

Angesichts der Liste von Kommissionspräsidenten mit Karlspreis sage ich den nächsten Karlspreisträger Barroso voraus, Grössenwahn macht sich eben bezahlt.
03.06.11 @ 10:43
Kommentar from: Bert [Besucher]
*****
Vielleich meint wer, dass Solana weiter oben von mir nicht persönlich referenziert wurde, sei ungerecht, drum hier noch das persönliche Zitat:

"Die Battle-Groups sollen am Boden ein Klima für den Einsatz weiterer Truppen schaffen." (Javier Solana, Europolitix.com 5.4.2004)

Wo kein Krieg ist, wird einer gemacht, im Ausland natürlich. Grössenwahn im Sinne eines Imperiums, von langer Hand geplant?
03.06.11 @ 10:55
Kommentar from: Bert [Besucher]
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Angela Merkel >>>

Wer eine Demokratische Absage als Betriebsunfall bezeichnet http://www.werkstatt.or.at/index.php?Itemid=41&id=101&option=com_content&task=view , welcher umgehend zu reparieren ist, der ist für ein "Imperium" natürlich unersetzlich und hat den Karlspreis mehr als verdient.

*********
=> AW PB: Ich hoffe, diese Quelle ist auch belastbar. Anderswo war eine Merkel´sche Aussage "Demokratie als 'Betriebsunfall', der 'repariert' werden muss", auf erste Rechereche hin nicht zu finden... IMPLIZIT hat die Quelle aber recht, denn es geht um das durchaus belegte Merkel´sche aktive Ignorieren der irischen [und französischen und niederländischen] Volksabstimmungen gegen die EU-Verfassung.
[Nachtrag von Bert: 2008 wurde tatsächlich das irische "Nein" EU-seitig als "Betriebsunfall" bezeichnet: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,561033,00.html ]

=> Naheliegender zur "Rechtfertigung" des Karlspreises 2008 an Merkel wäre doch vielleicht das auch hier im Blog bereits thematisierte Zitat "Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie." gewesen [zB http://www.onlinezeitung24.de/article/313]
03.06.11 @ 11:16
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelweski [Besucher]
Ich muß meine Aussage zu den Karlspreisträgern korrigieren: Es sollte "fast keine einzige Frau" heissen, denn tatsächlich ist der Preis 3-mal an Frauen verliehen worden (1981 erstmals an Simone Veil, dann 1996 an Königin Beatrix d. NL und schließlich 2008 an an Frau Merkel ex-Kaderfunktionärin aus der Ostzone, vgl. obige Liste).

Die Wahl des Jahres 1981 ist m.A.n. dadurch erklärlich, daß Veil in ihrer Funktion als "Präsidentin des Europaparlamentes" diese "Ehrung" letztlich als Vertreterin des Parlamentes für das Parlament selbst empfing, welches im Jahr 1979 erstmals durch die "Bürger" Europas "gewählt" wurde (seit 1952 waren dessen Mitglieder qua ordre de Mufti schlicht ernannt worden).

Königin Beatrix ist unter den Karlspreisträgern gewiß ein Sonderfall, da monarchischer Souverän der NL. Man darf mutmaßen, daß hier letztlich Beatrix stellvertretend für die Preisverleihung an die sog. Bilderberger stand (pointiert ausgdrückt: Diese sich den Preis selbst verliehen haben), da diese Organisation durch ihren Vater, den Prinzen Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, 1954 im Hotel "De Bilderberg" in Osterbeek bei Arnheim begründet wurde.

Prinz Bernhard zu Lippe-Biesterfeld, Rechtsreferendar der IG-Farben (jene mit Zweigwerken am KL Auschwitz), strammes Mitglied der Reiter-SS, Mitglied auch des NSKK ("Nationalsozialistischen Kraftfahr-Korps"), den seine erste Auslandsreise als Mitglied des niederländischen Königshauses 1937 nach Hitler-Deutschland führte (dies alles auch in "Wikipedia"), später Schmiergeldempfänger von Lockheed, wäre nach seiner Vergangenheit als Karlspreisträger wohl keine Idealbesetzung gewesen...

Kurios bleibt indes die Karlspreisverleihung an unsere geliebte Volkskanzlerin Merkel alias Kasner alias Sauer (die unter Berücksichtigung des v.g. tatsächlich die erste - nun ja - Frau wäre, an die dieser Preis verliehen wurde), da jedenfalls für mich auf dem ersten Blick keinerlei offenkundige Anhaltspunkte erkennbar sind, die dies erklären könnten.

Womöglich allerdings ergibt sich eine Erklärung durch die alternativlose, laufende "Euro-Rettung".

______________

1955 (W. Churchill erhielt den 1955er-"Preis" erst 1956), sowie 1962,1968,1971,1980,1983 und 1985 wurde die "Auszeichnung" nicht vergeben.

1962, vor dem Hintergrund der ersten Nichtvergabe, wurde öffentlich, daß sich das Gremium nicht auf einen Preisträger einigen konnte (mutmaßlich wegen Meinungsverschiedenheiten mit F. De Gaulle).

1989 (die Jahre 1957, 1989 und 1999 fehlen in der Liste) war der Preisträger Roger Schutz, der Gründer der "Ökumenischen Bruderschaft" von Taizé (+ 2005).

1957 wurde Paul-Henri Spaak "ausgezeichnet". Spaak war 1954 belgischer Premierminister und saß bereits 1945 der ersten UN-Vollversammlung vor.
Von 1957 bis 1961 amtierte Spaak als NATO-Generalsekretär. Berühmt wurde Spaak durch seinen (unwahren, es war von 1914-1918 und 1939-1945 genug geschossen worden) Ausspruch von 1957 im "Forum Romanum" in Rom kurz vor der Unterzeichnung der "Römischen Verträge", man habe "das Römische Imperium wiederhergestellt, ohne einen Schuß abzugeben.". Spaaks Außenminister und "Chef de Cabinet" war 1954 Baron Robert de Rothschild, der nach der U2-Affäre 1960 als Vizegouverneur in den Belgischen Kongo ging - was dort ablief, ist allgemein bekannt.

1999 schließlich war der "Preisträger" der britische Premier T.Blair, dessen Mitwirken a zahllosen Kriegsverbrechen und (Medien-)Lügen notorisch ist.
03.06.11 @ 11:49
Kommentar from: Festredner [Besucher]
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Trichet hat sich den Karlspreis „redlich“ verdient, denn den gibt es schließlich für Verdienste um die „Europäische Einigung“.

Nach Churchill haben sich die Methoden dieser „Einigung“ allerdings etwas verändert. Vorwiegend finden jetzt finanzielle Massenvernichtungswaffen Anwendung. Das staubt nicht so wie beim Zweiten Weltkrieg.

Der Spruch „Geld regiert die Welt“ ist eben keine leere Phrase, sondern Tatsache.
Staaten, die ihre Währungshoheit an Andere abgeben, müssen diesen früher oder später auch den Rest geben. Das liegt in der Natur der Dinge und sollte nach jahrhundertelangem Wirken der Hochfinanz allen Staatsführern bekannt sein.

Schließt diese Bekanntheit eines Tages auch die Volksmassen ein, dann gibt es sogar den "Orden des Volkes" um den Hals – wieder verdientermaßen.
03.06.11 @ 12:51
Kommentar from: Reinhard [Besucher]
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Sehr gut, daß hier eine Art Gegendarstellung, Gegenöffentlichkeit, ein Kontra zur Inthronisierung moderner Heiligenfiguren stattfindet - denn es ist doch immer offensichtlicher, daß der Preis auch sowas wie Propaganda für eine bestimmte Politik ist, zu der nun einmal die "moralische Legitimierung" mittels hoher Auszeichnung gehört. Was einem da als "Verdienst" verkauft wird, ist unter anderer Perspektive, etwa des hiesigen Blogs, fast so etwas wie das glatte Gegenteil.
Insofern ist diese Aktion äußerst notwendig - schade nur, daß sie die Massen nicht erreicht, die ja massenmedial bedient = gleichgeschaltet werden.
Respekt für diesen unermüdlichen Einsatz einer Gegendarstellung.
(Mir persönlich wird schon richtig schlecht bei den dauernden Ehrungen selbstgefälliger Häutlinge/innen.)
04.06.11 @ 09:56
Kommentar from: WJ [Besucher]
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Und hier gleich noch eine "interne" Systempreisverleihung. Einmal mehr an Merkel.

http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/freiheitsmedaille-merkel-gottschalk-klinsman-sind-dabei-zr-1270227.html

"Die “Medal of Freedom“ ist die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. Der Orden in Form eines fünfzackigen goldenen Sterns wird seit 1945 an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise für die Interessen der USA, den Weltfrieden oder für bedeutende kulturelle oder sonstige Belange eingesetzt haben."

Was für ein Witz! Inhaltlich ohnehin - aber auch die Show drumherum: Geladen sind neben dem halben Kabinett u.a. Thomas Gottschalk und Schauspielersohn (...) A. Mühe. Andere Begleiter scheint Merkel nicht mehr zu finden, ausser der von ihr voll abhängigen politischen Entourage und ein paar ebenfalls voll abhängigen Entertainern...

******
=> Ergänzung PB: Ja, das System vergisst seine Getreuen nicht. Und alle sollen es sehen. Man braucht ja auch in der Zukunft noch Büttelnachwuchs.

Im Fall der Entertainer gilt die von Ihnen genannte Abhängigkeit aber auch umgekehrt: die massenmedialen Kasper à la Gottschalk sind ja auch Multiplikatoren für die Massen. Sie müssen die Massen sedieren - damit Merkel weiterhin durchschnittlich 10-20 Milliarden pro Woche zweckentfremden oder an die PIGS verschenken kann, ohne dass es in den Massenmedien thematisiert würde. Panem et circenses zur Ablenkung. Gottschalk und seine Gäste sind die Gladiatoren des modernen Circus Maximus. Ab und zu erwischt es auch in seiner Sendung einen dieser armen Gladiatoren. Das sind dann die Kollateralschäden eines dekadenten Systems. Die HAUPTschäden finden im Bundeshaushalt, an der Heimatfront der Steuerzahler sowie an den ausländischen Fronten des "Kriegs gegen den Terror" und gegen griechische Staatsbankrotte statt. Unsere Sicherheit Die Sicherheit der Mächtigen wird sowohl auf der Akropolis als auch am Hindukusch verteidigt. Koste es was es wolle.

04.06.11 @ 11:19
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Mittlerweile gibt es auf vielen Seiten und sogar im Mainstream kritische Berichte zum Karlspreis und zum Karlspreisträger Trichet. Alle mit demselben Tenor, dass sowohl der Preis als auch der diesjährige Preisträger eher eine Schandauszeichnung für "Verdienste" gegen die Völker sind.

Einige Cartoonisten haben die Blogaussagen auch graphisch umgesetzt. Hier ein Link zu einem Bild von "Dr. Cartoon", der auf die von Hitler im Endstadium des Kriegs ab 1945 auch an minderjährige Volksstürmer verliehene Eisernen (Durchhalte)Kreuze anspielt: http://www.hartgeld.com/filesadmin/images/cartoons/FW-karlspreis-trichet-1.jpg

04.06.11 @ 11:52
Kommentar from: Name [Besucher]
Wen interessiert dieser Preis? Was hatte der Sachsenschlächter Karl "der Große" mit einer friedlichen Außenpolitik zu tun? Fast jeder Preisträger, vielleicht sogar jeder Preisträger, war charakterlich so verkommen wie der Namensgeber dieses Preises.
06.06.11 @ 03:10
Kommentar from: Nomen est omen [Besucher]
im Französischen ist die Aussprache von "Trichet" identisch mit "tricher" - was betrügen heißt.
06.06.11 @ 13:36
Kommentar from: Bert [Besucher]
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Karlspreisträger Bill Clinton (2000) >>>

Ich unterstelle einfach mal, dass Clinton als Stellvertreter für die USA gemeint war, als er den Karlspreis empfing.

Tja, da fällt es wirklich schwer, einen Grund anzugeben. Die Auswahl ist überwältigend. Brüderlichkeiten von NATO bis Echelon und Vorbildwirkung für ein EU-Imperium, vom 6.August 1945 über Indochina bis zur aktuellen Beschaffungskriminalität.

Irgendwie reicht ein Karlspreis gar nicht. Ironie der Geschichte.

Ich habe mich persönlich für Lincolns grossen Bürgerkrieg, der die Nation erst zur eigentlichen USA "zusammenschweisste", entschieden (Wie die moderne Geschichtsforschung heute weiss, war definitiv nicht die Sklavenbefreiung die Motivation!). Ich vermute einfach mal frech, dass die Kommission sich so einen einigenden und reinigenden Bürgerkrieg für die EU auch wünschte und wenn das so weiter geht, wird ihr Wunsch schneller in Erfüllung gehen, als gedacht.

Karlspreis, wem Karlspreis gebührt!

Die entsprechenden Referenzen sind im Internet zu Myriaden leicht zu finden. Wer Finger hat zum Tippen, der Tippe.
06.06.11 @ 15:40
Kommentar from: Dirk [Besucher]
Eine Vor- und Mit-"Arbeit" der Freimaurer am "Europäischen Projekt" ist nicht zu leugnen. Graf Coudenhove-Kalergi war Freimaurer. Ein Zitat aus dem Jahr 1882 verweist auf frühere Vor-"Arbeit":

"Das Dasein einer Nation ist ... ein täglicher Plebiszit, wie das Dasein des einzelnen eine andauernde Behauptung des Lebens ist (...) Die Nationen sind nichts Ewiges. Sie haben einmal angefangen, sie werden enden. Die europäische Konföderation wird sie wahrscheinlich ablösen."

Das Zitat stammt von dem Freimaurer (Dictionnaire des Francs-Maçons Français. Lattès 1995) Ernest Renan ("Was ist eine Nation?", 1882) und mindestens der letzte Satz ist für das Jahr 1882 erstaunlich, um nicht zu sagen "merkwürdig". (gefunden übrigens im lesenswerten Buch von Shlomo Sand, "Die Erfindung des jüdischen Volkes", dort S. 65)

********
=> Ergänzung PB: Wirklich eine erstaunliche Weitsicht in 1882 - nur kurz vor dem absoluten Höhepunkt des (europäischen) Nationalismus, der in dieser extremen Form heute fast nur noch in China, der Türkei oder in Nordkorea anzutreffen ist.
=> Allerdings: wenn die FAZ recht behalten sollte, dann hat nun auch die EU ihren Zenith erreicht. Die FAZ titelt nämlich just HEUTE: "Europa in der Krise: Zurück zur Nation" [sic]. Und das ist nicht ironisch gemeint - siehe hier den zugeh Link: http://www.faz.net/artikel/C31315/europa-in-der-krise-zurueck-zur-nation-30432025.html. Ein Zitat noch daraus, damit Sie sehen, welche noch vor 3 Monaten undenkbaren Sätze nun schon in der FAZ stehen. Die Blogger, der berühmte "Stammtisch" vulgo "das Volk" und die gegen EU/EUR klagenden Professoren von 1998 waren diesen Erkenntnissen um Jahre voraus:

"Es gibt übrigens einen Staat, der seine nationale Phase bereits abgeschlossen und sich komplett der EU überantwortet hat. Es handelt sich nicht zufällig um das europäischste aller Länder: Belgien. Dort ist die Demokratie sanft verdunstet. Es wird zwar noch gewählt, aber es gibt keine Regierung mehr. Beamte führen an der Leine der EU ohne größere Störung die Geschäfte. Volkssouveränität, Politik im eigentlichen Sinn sind perdu. Wenn das nicht unser aller Schicksal sein soll, gibt es für Europa nur einen Weg: Zurück zur Nation, zurück zur Demokratie."

PS: FAZ-Autor Schümer ist KEIN Gastautor der FAZ!

06.06.11 @ 16:06
Kommentar from: Hans77 [Besucher]
Obwohl es keinen Zweifel mehr daran gab, dass der Gegner geschlagen war, entschieden die Befehlshaber, "zur Abschreckung", das heißt ohne militärische Notwendigkeit, eine ungeschützte Großstadt voller Flüchtlinge mittels dreier Bombergeschwader in Schutt und Asche zu legen.

Die Opferzahlen differieren je nach ideologischer und politischer Ausrichtung zwischen 25.000 (eine deutsche „Historikerkommission“ 2008), 202.040 (lt. damaliger Polizei bis zum 2.3.1945 geborgene Tote) 275.000 (Schätzung Rotes Kreuz), bis zu 500.000 (NS-Sympathisanten).

Wieviele auch immer: Die Flächenbombardierung Dresdens war eindeutig ein Kriegsverbrechen und lässt sich nicht mit den Verbrechen der anderen Seite moralisch legitimieren (Analoges gilt für die späteren Atombombem auf Hiroshima und Nagasaki).

Formal ranghöchster Verantwortlicher war der spätere Karlpreisträger Winston Churchill. Der offenbart auch die Motive für den Massenmord:

"Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte."

Churchill zu Lord Robert Boothby, zit. in: Sidney Rogerson: "Propaganda in the Next War", Vorwort zur 2. Auflage 2001

07.06.11 @ 15:04
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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08.06.2011

Zunächst ist Karl der Große keineswegs ein friedfertiger Einiger Europas gewesen; denn in Verden an der Aller ließ er ca. 3000 Sachsen köpfen:

http://www.layline.de/geschichte/Karl_3.html

Vor der Kirche Notre Dame in Paris gibt es nach meiner Erinnerung ein ziemlich grobschlächtiges Standbild von ihm, was schon viel sagt.

Sein Großvater Karl Martell hat sich allerdings um die christliche Kultur Europas verdient gemacht, weil er die Mohammedaner in der Schlacht von Tours und Poitiers besiegte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Tours_und_Poitiers

„Im Arabischen wird die Schlacht auch Schlacht an der balāṭ asch-schuhadā (die Straße der Märtyrer für den Glauben) genannt. ... Der Heerführer der Araber, Abd ar-Rahman, fiel während des Kampfes, und die Reste seines Heeres zogen sich nach Spanien zurück. ... Der Rückzug der Muslime erfolgte nachts über den Weg der Märtyrer.“

Ich frage mich, welchen Sinn oder Unsinn solche Veranstaltungen wie der Karls-Preis haben.

In seinen „Aphorismen zu Lebensweisheit“ unterscheidet Schopenhauer bei den menschlichen Aktivitäten zwischen dem, was einer ist, was einer hat und dem, was einer vorstellt. Eine Belobigung wie der Karls-Preis ist für den Träger nur das, was er in den Augen anderer vorstellt und das dürfte in den allermeisten Köpfen ziemlich wirr sein, also wertlos. Ich glaube eher, daß man mit dem auch in Aachen verliehenen „Orden wider den tierischen Ernst“ etwas anfangen kann. Er wurde dieses Jahr dem früheren Kriegsminister von und zu Guttenberg verliehen und von seinem Bruder in Empfang genommen, so daß es sich um eine echte Satire handelte.

Ich plädiere dafür solche Preise vollkommen abzuschaffen, da offensichtlich der Kulturuntergang sich darin manifestiert, daß die Verleiher kein Empfinden mehr für Belobigungen haben.

Der Friedensnobelpreis wurde Barack Obama vergeben. Seine Bobardierung Libyens und seine Einmischung in den dortigen Bürgerkrieg zeigen doch klar, daß er keine friedliebende Gesinnung hat, die Preisverleiher sich also geirrt haben. Genauso ist die gestern Frau Merkel verliehene „Medal of freedom“ eine Fehlvergabe. Die „Freiheit“ von Frau Merkel bestand bekanntlich darin, die Fehlspekulationen der Banken dem Steuerzahler in die Schuhe zu schieben, das Gesetz über das Verbot der Transferunion zu brechen und die Untersuchung darüber durch ihre Komplizen im Bundesverfassungsgericht auf die lange Bank zu schieben.

08.06.11 @ 10:30
Kommentar from: Wutbürger [Besucher]
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Um aktuelle Ereignisse besser verstehen und einordnen zu können, versuche ich immer öfter geschichtliche Abläufe und Zitate vergleichend heran zu ziehen. U. a. ist mir da eine bedrückende Aussage ins Bewusstsein gekommen: "Einzelne Akte der Tyrannei können einer zufälligen Tageslaune zugeschrieben werden, aber eine ganze Serie von Unterdrückungsakten, die zu einer bestimmten Zeit beginnen und unverändert alle Ministerwechsel überdauern, beweisen klar, daß ihnen ein vorsätzlicher und systematischer Plan zugrunde liegt, nach dem wir in die Sklaverei geführt werden sollen."
Thomas Jefferson (1743-1826)

Diese erschütternde Erkenntnis gilt nicht nur für die USA, sondern für alle Staaten dieser Welt! Verschwörungstherie hin oder her: an den Früchten sollt ihr sie erkennen!
08.06.11 @ 12:28
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
Ein prophetisches Zitat, das wie kein zweites auf den Zentralen Freimaurerlenkungsausschuß für Europa - "EU" - paßt, ist bei Reichsfreiherr Samuel von Pufendorf (1632-1694) in dessen staatsrechtlich-politischer Abhandlung "De Statu Imperii Germanici" (Vom Zustand des Deutschen Reiches") zu finden:
"Irregulare et aliquod corpus et Monstro simile."

Ein irregulärer und einem Monstrum ähnlicher Körper.

Die Zeit harrt eines neuzeitlichen Siegfried, der das Monster mit der Lanze durchbohrt.
08.06.11 @ 22:00
Kommentar from: Bert [Besucher]
Habe jetzt, bezüglich "Betriebsunfall", Antwort vom Werkstatt-Seite Betreiber bekommen. Er weiss nur noch, dass es ein Merkel-Interview im deutschen TV war, hatte sich leider nicht zus. notiert.

Auf
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,561033,00.html

ein paar Kapitel weiter unten steht es noch zweimal, aber ohne Namensbezug.

Schöne Grüsse
15.06.11 @ 18:13
Kommentar from: Hans77 [Besucher]
... zu Karl sollte außerdem nicht vergessen werden, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit eh eine fiktive Figur ist --->

http://www.novertis.com/wpress/wp-content/uploads/2010/02/Wann-war-2012.pdf

Womit der Preis natürlich trotzdem, wenn auch aus einer anderen Perspektive, gut ins Schema passt.
15.06.11 @ 21:50
Kommentar from: CrisisMaven [Besucher] E-Mail · http://CrisisMaven.wordpress.com
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"1999 schließlich war der 'Preisträger' der britische Premier T.Blair, dessen Mitwirken a zahllosen Kriegsverbrechen und (Medien-)Lügen notorisch ist."

1958 war es Sir Winston S. Churchill, dessen "Mitwirken a zahllosen Kriegsverbrechen und (Medien-)Lügen notorisch ist" - zufaellig in gleicher amtlicher Position.

http://www.karlspreis.de/preistraeger/1955/rede_des_oberbuergermeisters_der_stadt_aachen_hermann_heusch.html
07.12.11 @ 10:13
Kommentar from: CrisisMaven [Besucher] E-Mail · http://CrisisMaven.wordpress.com
Vaclav Havel koennte gleich drei Preise zurueckgeben:
den Schmaehpreis Karlspreis, den Theodor-Heuss-Preis (Steigbuegelhalter Adolf Hitlers) und den Indira-Gandhi-Preis (Diktatorin und, wie Hitler, Verfechterin von Zwangssterilisationen) ... Wer Preise annimmt, etwa das lange Jahren Kriegsverbrechern vorbehaltene Bundesverdienstkreuz (sind nun dank der Gande der fruehen Geburt rarer geworden), der sollte sich ansehen,
- wer ihn stiftete,
- in wessen Namen er gestiftet wurde (der Sachsenschlaechter Karl der Grosse z.B.)
und
- wer Mit-Preistraeger ist.
Dann kann ein Gutmensch eigentlich keinen Preis annehmen. Und das Tragen solcher Preise koennte der vornehmsten Todsuende, genannt Superbia oder Hochmut, Vorschub leisten.
07.12.11 @ 10:27

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