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40 Jahre danach: noch immer sind 'die Spekulanten' schuld
von Peter Boehringer
12.08.11 13:55:36
Farbige Titelseite des Handelsblatts am heutigen 12. August 2011: „Die Stunde der Spekulanten“. Gleich dreimal wird diese so griffige Formel dann noch wortgleich in Überschriften wiederholt. Sinngemäß heute auch in vielen anderen Blättern. Und natürlich wird dabei nicht –was noch nachvollziehbar wäre– eine seit vielen Jahren andauernde aggressiv-spekulative angelsächsische Kampagne gegen Europa (ungleich EUropa!) thematisiert, sondern eine nebulöse, anonyme und natürlich irrationale „Unvernunft“. Ein massenhaftes Versagen der Marktlogik sozusagen, für das „die Spekulanten“ aber trotz ihres Versagens irgendwie nie mit Verlusten bestraft werden, sondern trotz „fehlerhaften“ Anlageverhaltens sogar ständig noch Gewinne scheffeln...
Dass sich das Handelsblatt dabei nicht einmal entblödet, auf derselben Titelseite [Sprechblasen-Kommentare im Bild von mir] ganz groß positive Werbung für das eigene 14-seitige HB-Geld-Spezial zu machen, mit dem auch „Der Spekulative“ Anlegertyp über Hebelzertifikate viel Geld verdienen soll, spricht für sich selbst. Aber innere Widersprüche fechten den Mainstream nicht an. Hauptsache, das Blatt wird jeden Tag gefüllt.

Wie auch immer: Anonymes Spekulantenbashing war schon seit sehr langer Zeit ein bequemes Mittel der Politiker, um sowohl von eigenem Versagen in der planwirtschaftlichen keynesianischen Steuerung der heutigen Wirtschaftswelt abzulenken – als auch von grundlegenden Systemfehlern selbst.
Machen wir zum Beleg dessen eine Rückblende um ganz genau 40 Jahre zu Richard Nixons berühmter Fernsehansprache, in der –o Wunder– ebenfalls „die Geldspekulanten“ sehr scharf und explizit als Staatsfeinde adressiert wurden. Wobei damals natürlich ganz offiziell die „Goldspekulanten“ gemeint waren, denn bis zu eben jenem 15. August 1971 war Gold noch ganz offiziell Welt-Geld sowie fixer Maßstab für alle Währungen – und eben diese Tatsache war Nixons dringend zu beseitigendes Problem:
15. August 1971, Washington D.C.: Vor exakt 40 Jahren beendete US-Präsident Nixon per einseitigem Dekret und Fernseh-Ansprache das Bretton Woods System der seit 1944 festen Wechselkurse der Währungen. Und damit insbesondere –und am folgenreichsten– auch die fixe Einlösbarkeit des Dollars gegen die wahre Welt-Leitwährung Gold im Verhältnis 0,89 Goldgramm pro Dollar. Bzw. eben 35 Dollar pro Gold-Unze, was zwar die bis heute geläufigere – aber in historischer Geldbetrachtung verkehrte Betrachtungsweise ist, denn über Tausende von Jahren wurden Waren und Währungseinheiten in Goldgewicht denominiert und nicht etwa umgekehrt. Warum auch hätten Papiergeldscheine (= Goldderivate) zum Maßstab des Basiswerts Gold gemacht werden sollen?
Vor sieben Jahren schrieb ich zum Vorgang der gewaltsamen De-Monetisierung von Gold folgendes:
„Dem Offenbarungseid [eines leeren Staatsgold-Tresors] kam Präsident Nixon am 15. August 1971 zuvor und ‚schloss das Goldfenster’, wie es noch heute euphemistisch heißt! Diese einseitige Aufkündigung von Bretton Woods und dem 1944 der Welt gegebenen Versprechen zur Goldeinlösung aller Dollars ist wohl eine der bedeutendsten Zäsuren in der neueren Geschichte. Wir leben seitdem alle ungewollt und praktisch ohne mediale Warnung in einem riesigen Papiergeldexperiment, in dem das (Geld)vermögen der Welt aus nichts als Schulden besteht, die niemals zurückgezahlt werden können.“
Was hat sich in diesen sieben Jahren geändert? Abgesehen von einem seit der 2008 offen ausgebrochenen Finanz- und Schuldenkrise langsam und widerwillig angestiegenen Problembewusstsein der Mainstream-Medien gar nicht so viel: Noch immer lebt ein Großteil der westlichen Welt in der kollektiven Psychose des Falschgeldexperiments: In einer Schulden-finanzierten Schönwetter-Matrix, aus der die Menschen zwar eines Tages erwachen müssen, falls sie nicht warten wollen, bis der umfassende Schulden-Default sie gewaltsam herausreißt; aus der sie aber bislang partout nicht erwachen wollen. Seit 40 Jahren wird praktisch ohne Unterbrechung und scheinbar ohne Grenze aufgeschuldet, seitdem der einzige unbestechliche und physikalisch greifende goldene Anker der Geldmengen auf den vorläufigen Schrottplatz der Geschichte verbannt wurde.
Der Verbannungsakt durch Nixon wurde schon damals 1971 nur von sehr wenigen Menschen als das erkannt, was er war: der größte Vertragsbruch der Geschichte und der Startschuss in ein finanziell, politisch, gesellschaftlich und sozial unverantwortliches und auf globaler Basis präzedenzloses Geldexperiment, das wie jedes Ponzi-Spiel eines Tages im Kollaps der unvermeidlichen Schuldenpyramiden würde enden müssen. Für die Masse der US-Bürger war Nixons Fernsehansprache ein Non-Event. Am Abend des 15.8.1971 beschwerten sich viele Menschen nicht etwa über Nixons Statement, sondern vielmehr darüber, dass (beinahe) die beliebte TV-Sendung des Sonntag-Abends „Bonanza“ wegen der Ansprache verschoben wurde und dass Lorne Greenes Adonis-Kopf dann von Richard N´s Beamtenschädel verdrängt worden wäre. [Was Nixon dann aus Gründen wohlverstandener Wählermotivation aber vermieden hat und erst später sprach].

=> Menschlich-physiognomisch-biologisch aus Zuschauersicht nachvollziehbar. Und doch schon damals bezeichnend für das „Brot-und-Spiele“-Ablenkungsschema, das auch heute noch vergleichbar funktioniert. Nicht nur, weil die Sarkozys und Merkels und Van Rompuys und Ashtons heute in der Regel auch nicht besser als Nixon aussehen, sondern wohl auch, weil die Verdummungs-Maschinerie der Unterhaltungsindustrie die Massen heute nicht nur auf wenigen analogen TV-Sendern, sondern multimedial-digital über Tausende von Kanälen ablenkt, verblödet und sediert.
Dabei hätten viele Sätze aus Nixons Ansprache den 1971 noch nicht so allumfassend keynesianisch gehirngewaschenen Zuhörern schon damals die Haare zu Kopf stehen lassen müssen. Sie sind fast deckungsgleich mit den heutigen Lügenreden der Politiker und Ökonomen. Nur einige kurze Auszüge aus Nixons Rede verdeutlichen dies sofort:
„Die Spekulanten sind schuld an den Dollar-Problemen,
wir sichern Jobs für den amerikanischen Arbeiter,
wir verteidigen und stabilisieren den Dollar durch zeitweise [… *)]
Aussetzung der Gold-Einlösbarkeit,
wir bekämpfen unfairen ausländischen Wettbewerb, …“ ![]()
=> Im historischen Rückblick war das „Schließen des Goldfensters“ durch Nixon nur der Schlusspunkt bzw. die Perfektionierung eines über 300-jährigen Prozesses, den ich in in einem alten Artikel (S. 2-4) etwas genauer beschrieben hatte. Und zu dem der US-Ökonom Alex Wallenwein schon vor vielen Jahren in seinem Aufsatz „Economic Heroin“ wie folgt Stellung bezogen hat:
„It took a couple hundred years before the public was sufficiently accustomed to using paper as money before a large-scale exit from the classical gold standard could be attempted. It occurred in successive waves until, in 1933, the US as the last major country went off the gold standard internally. About forty years later, in 1971, then-president Nixon completed the dirty deed, and central bankers were now free to finalize their effective control of all the world's political systems through having the exclusive license to fund their spending needs. The transfer of the Money Power from individuals, through governments, to the central bankers was complete. Since 1971, all so-called ‘money’ has consisted of nothing but debt.“

Am 15. August 1971 war also “Bonanza” wichtiger als diese Zäsur, die als wohl einziges ökonomisches Ereignis der Welt-Geschichte bis heute praktisch alle Menschen der Erde –sogar die Besitzlosen– betrifft; und die spätestens am Tag X des Schuldenkollapses erst recht alle elementar und existenziell betreffen wird.
Dennoch wird der 15. August 2011 als Jahrestag keine Gedenk-Veranstaltungen hervorbringen. Es wird (von einer Ausnahme abgesehen) keine Demonstrationen „In Memoriam Gutes Geld“ geben, obwohl in Zeiten des unmittelbar bevorstehenden finalen Staatsputsches gegen das deutsche Volk via EFSF und ESM genau dies angebracht wäre! Man lese dazu zB diesen aktuellen Artikel von Erwin Grandinger; die Bundestags-Abstimmungen zu den EU-Ermächtigungsgesetzen folgen sehr zügig nach der Sommerpause! Allenfalls in Bayern wird es einen Gedenktag geben. Aber er wird „Mariä-Himmelfahrt“ heißen anstatt „Inflations-Himmelfahrt“, „Schulden-Himmelfahrt“ – oder auch „Kaufkraft-Höllenfahrt“, „Gerechtigkeit-Höllenfahrt“, „Marktwirtschaft-Höllenfahrt“, „Ehrlichkeits-Höllenfahrt“, „Souveränitäts-Höllenfahrt“.
Einzig das Smart Investor Magazin wird dem Anlass wirklich kausal und gebührend gerecht mit einer Sonderausgabe „Gutes Geld“, die noch im August erscheinen wird. Man darf gespannt sein, ob auch die inzwischen (wenn auch 40 Jahre zu spät) allmählich erwachende Mainstream-Presse in Zeiten Billionen-schwerer verfassungswidriger Bailouts und in Zeiten Amok-laufender Randalierer in unseren Städten wenigstens halbwegs adäquate Ursachenanalysen hervorbringen wird.
Die aktuellen finanziellen und sozialen Verwerfungen sind ebenso Fiat-induziert wie so ziemlich jede gesellschaftliche Fehlentwicklung der letzten 40 bzw. besser 100 Jahre! Die Österreichische Wirtschaftstheorie ist die einzige ökonomische Schule, die genauso lange vor all diesen Fehlentwicklungen warnt, die unweigerlich mit der Ausschaltung des Goldes als unverrückbarem und unbestechlichem finanziellen und damit auch gesellschaftlichen Maßstab verbunden sind. Die Entwicklung von freiem Waren(gedeckten) Geld hin zu ungedecktem und per staatlichem Zwang dekretierten Monopol-Schuldgeld 1914/1971 war die Ur-Sache der meisten gesellschaftlichen Katastrophen der „modernen“ Neuzeit. Kein Krieg seit 1914 hätte ohne das ungedeckte Machtgeld in der brutalen Intensität des über uferlose Verschuldung hochgerüsteten „modernen“ 20. Jahrhunderts geführt werden können. In einem System freien Wettbewerbs der Geldsysteme wären solche Perversionen aus rein marktwirtschaftlichen Gründen heraus –hinter denen immer menschliche Mehrheits-Abwägungen stehen– völlig undenkbar und vor allem unfinanzierbar gewesen.
Nixon wollte diese unselige Entwicklung vor genau 40 Jahren „finalisieren“ und durch endgültige Beseitigung des Goldankers und -maßstabs unumkehrbar machen. Doch das wahre natürliche Geld Gold geht (wie auch sein Pendant Silber) niemals weg. Ebensowenig wie man es alchemistisch herstellen bzw. künstlich inflationieren kann, kann man seine Atome physisch vernichten. Noch seinen jahrtausendealten physikalisch, psychologisch und empirisch begründeten Mythos zerstören. 40 Jahre Papiergeld-Propaganda und real existierender Papiergeld-Sozialismus sind nichts als eine kurze Verirrung im Lauf der Geldgeschichte. Diese Verirrung wird korrigiert werden – daran besteht überhaupt kein Zweifel. Ob die Welt noch einige weitere Irrwege gehen muss, bevor mit einem neuen Wettbewerbs-fähigen Geldsystem (m.E. mit zumindest teilweiser GoldSilber-Deckung und -Einlösungsrecht) endlich wieder natürliche Nachhaltigkeit und Stabilität etabliert werden kann, liegt an uns selbst und an der Überzeugungskraft einer neuen (alten Österreichischen) unbestochenen Ökonomengeneration. Und es wird auch davon abhängen, wie enorm die Zerstörung nach dem Tag X des Schuldenkollapses ausfallen wird.
Irrwege und Schein-Alternativen wie z.B. die Monetative oder die diversen Freigeld-Lehren gibt es leider schon heute genug. Deren Vertreter sind –wenn man hart nachfragt– alle nicht bereit, ihre Geldsysteme dem freien Geldwettbewerb zu stellen.
Auch diese Geldsysteme sind damit unnatürlich; und wären in der Praxis nur per Zwang und Monopol überlebensfähig. Stellen Sie jedem Vertreter eines vorgeblich "besseren" oder "natürlicheren" Geldsystems die Frage, ob sein vorgeschlagenes System eine Monopolstellung beansprucht oder ob Wettbewerbsgeld möglich ist: Wenn letzteres, dann OK. Wenn ersteres, dann inakzeptabel!
Zum o.g. „Tag X“ hatte ich schon neulich geschrieben:
„Es ist nun einmal das Wesen jedes Ponzi-Spiels, dass es bis zum Tag X-1 keinen belegbaren Schaden für irgendjemanden gibt. Erst am Tag X platzen die (=alle) Kredite - dann ist der EUR über Nacht tot und mit ihm alle Garanten und Gläubigernationen, also vor allem D-EU-tschland.“
=> Da hierauf einige Leserkommentare kamen à la „Es wird keinen Tag X geben – das ist Humbug.“, würde ich gerne mit einem Tagebucheintrag von König Louis XVI antworten: „Rien“. „Rien“ heißt „Nichts, keine nennenswerten Ereignisse“. Dies schrieb in Versailles der König an dem Tag, an dem im benachbarten Paris die Bastille vom jakobinischen Mob gestürmt wurde. Dieses Ereignis besiegelte in Frankreich nicht nur die absolute Monarchie, sondern auch die Monarchie insgesamt (wenn man von Napoleon und Roi Sarkozy mal absieht) – und nicht zuletzt auch Louis´ Leben… Um der geschichtlichen Wahrheit genüge zu tun, müsste man zwar ergänzen, dass Louis erst zwei Jahre nach 1789 Versailles verlassen musste und erst 1793 unter die Guillotine gezerrt wurde. Aber der Bastille-Sturm war 1789 Louis´ Tag X – und er hat ihn selbst dann noch nicht als solchen erkannt, als er bereits da war…
Auch wir kommen dem Tag X des weltweiten Schulden-Defaults immer näher – ob wir es sehen (wollen) oder nicht. Das Ost-Berliner Politbüro hielt noch Anfang Oktober 1989 Elogen auf die Vorzüge des ewigen Sozialismus. Und die DDR feierte noch am 7. Oktober 1989 pompös ihren 40. Jahrestag - so wie wir heuer 40 Jahre real existierenden weltweiten goldfreien Geldsozialismus feiern könnten. Der Tag X für die Berliner Mauer (die übrigens sonst morgen 50 Jahre alt geworden wäre) kam nicht einmal fünf Wochen später…
=> Wer sehen wollte, konnte schon lange vor 1971 den Tag X des Bretton Woods-Endes kommen sehen. Nach der Abforderung der französischen Goldreserven durch de Gaulle aus den USA Ende der 1960er Jahre hätte es bereits schnell zu Ende gehen können. Doch Deutschlands im Blessing-Brief zugesicherter Nicht-Umtausch der riesigen deutschen Dollarreserven gegen Gold verzögerte den Offenbarungseid der USA immerhin noch um mehr als drei Jahre. Die heutigen Verzögerungstaktiken à la Blessing heißen Goldpreis-Manipulation, CDS-Verbot, Leerverkaufsverbot, Spekulationsverbot, usw.
Und wer heute sehen will, der kann wiederum sehen: Der Tag X für das widernatürliche und per weltweitem Zwang dekretierte Papierfalschgeld-Systems rückt unaufhaltsam näher. Die Zeichen sind an den Wänden der Börsen ebenso wie in den Straßen Londons und Birminghams und damit inzwischen sogar in den Mainstream-Medien. „Mene“ in „Menetekel“ bedeutet „Gezählt [sind die Tage deiner Herrschaft]“; „Tekel“ bedeutet „Gewogen [wurdest du und für zu leicht befunden]“. Letzteres ist für „Schwergeld“-Fans leicht nachvollziehbar…
Prinz Belsazar wurde nach dem Erscheinen des biblischen Menetekels noch in derselben Nacht getötet.
Das ist keine zeitliche Prognose meinerseits. Aber alles, was nicht natürlich und ewig weitergehen kann, muss enden. 40 Jahre Falschgeldsystem und fast 100 Jahre Monopolgeld und fractional banking haben vielfache und schreckliche gesellschaftliche Konsequenzen hervorgebracht. Diese unnatürliche Phase wird enden. Was danach kommt, bestimmen hoffentlich rationaler, libertärer, demokratischer und nachhaltiger denkende Leute. Am besten das Volk per direkter Demokratie! Die sogenannten „repräsentativen“ parlamentarischen und massenmedialen Eliten haben versagt.
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*) Wohl ebenso „zeitweise“ und „vorübergehend“, wie nun die Schweizer Nationalbank den Franken in einem suizidalen planwirtschaftlichen Verzweiflungsakt an den Euro binden will:
„Die Schweizerische Nationalbank sucht fieberhaft nach Wegen, den Höhenflug des Franken zu bremsen. Jetzt erwägen die Notenbanker, die eidgenössische Währung vorübergehend an den Euro zu koppeln.“
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Veranstaltungshinweis der „Aktion Direkte Demokratie“, Stuttgart 20.8.2011:
http://eurodemostuttgart.wordpress.com
18 Kommentare
- Ben Bernanke
Welche Regierung, welche in den Olymp gehebelte Bank würde auf diesen Vorteil verzichten?
Eine ehrliche Währung zwingt zu ehrlichem Wirtschaften. Daran sind weder Politiker noch Bankster interessiert. Man wird also einfach die Konten ausnullen und eine neue Fiat-Währung einführen. Sie sind ein Idealist, Herr Boehringer!
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=> AW PB: Zunächst haben Sie natürlich recht, denn auch Bernankes Vorgänger Greenspan hat diese Erkenntnis von BB ja eben erst noch einmal wiederholt:
"The United States can pay any debt it has because we can always print money to do that. So there is zero probability of default."
=> Die Welt des Machtgelds kann einfach sein. Und daher nochmals Ja an Otto: keine Papiergeld-Drogen-abhängige Regierung oder Bank wird je freiwillig auf die Droge verzichten. Ich erlaube mir aber dennoch, auf die Grenzen des Wahnsinns hinzuweisen, die auch dann noch da sind, wenn man das Barometer Gold gewaltsam entfernt, wie es eben Nixon 1971 getan hat und wie es die GoldSilber-Preismanipulateure bis heute permanent und rund um die Uhr tun.
=> Aber ich sehe mich eigentlich nicht als Idealist; höchstens im Sinne "Festhalten am Ideal und am Prinzip"; nicht aber "blauäugig und naiv". Eigentlich sogar als Realist - dies allerdings im Ben Gurion´schen Sinne: "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist".
Aber: Wenn es denn wirklich zu einem neuen Goldstandard kommen sollte, woher kommt das Gold dazu? Aus den mit Wolframbarren gefüllten Tresorräumen von Fort Knox ja wohl kaum. Und was in den Kellern der FED liegt, weiß auch niemand genau. An das Gold der Reichsbank und der BRD kommen wir im Moment auch ein bißchen schwierig ran.
Woher also nehmen und nicht stehlen?
"Was danach kommt, bestimmen hoffentlich rationaler, libertärer, demokratischer und nachhaltiger denkende Leute. Am besten das Volk per direkter Demokratie!"
Schöner Gedanke, aber wenn das die gleichen sind, die wegen Bonanza verstimmt waren, oder heute wegen Frauentausch etc., dann ändert sich rein gar nichts.
Sorry.
DANKE!
Wenn sich die Natur, das natürliche nicht behauptet, dann ist die Menschheit verloren.
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=> AW PB: Danke Hr. Hönl. Der Mainstream hatte angesichts des immer offener ausbrechenden Wahnsinns in den letzten Wochen einige lichte Momente. Einige Artikel klangen fast wie hier auf den Goldseiten. Der positive Höhepunkt dabei war gestern im HB Ingo Narats Artikel "In Gold I trust", der ebenso hier hätte stehen können. Auch dies angesichts des heutigen Goldspekulanten-Bashings ein innerer Widerspruch zu den Realitäts-fernen Artikeln gegen Gold und gegen den Markt, den das HB aber offenbar aushält. Ebenso wie zB bei FAZ oder SZ wird dies wohl als "interner redaktioneller Pluralismus" verkauft, der aber leider noch immer rel. asymmetrisch zu Lasten der ökonomischen Wahrheit ausfällt...
=> Aber da ich lieber vorausschreibe, wollte und konnte ich in den letzten Wochen nicht auch noch dem Mainstream [sowie auch dem explodierenden Goldpreis] pro-zyklisch hinterherschreiben. Noch dazu in Form längst bekannter wahrer Gedankengänge und Thesen, die wir hier seit Jahr und Tag ausbreiten. Dies sei auch dem Vor-Kommentator Erwin angemerkt, der ja die "kleine, inzestuöse Verbreitung" unserer Infos beklagt hatte: Es genügt völlig, wenn hier nur die Leute mitlesen, die entweder mit ihrem Papiergeld danach richtig HANDELN und/oder die diese Infos multiplizieren. Und beide Fraktionen lesen ganz offensichtlich hier stark mit und bewegen GoldSilber-Kurse und die öffentliche Meinung. Es ist ja auch zunehmend schwierig, angesichts der planwirtschaftlich-propagandistischen Lügen aus Berlin und Brüssel noch ohne rot zu werden System-konform zu schreiben oder anzulegen. Also bitte etwas mehr Optimismus ;-) Allerdings drängt die Zeit für hörbare Kritik im Mainstream: Wenn der EFSF- und ESM-Putsch im Herbst durchgeht, dann gilt das, was Erwin Grandinger heute immerhin in der WELT plazieren durfte:
"Sobald die neue Zweckgesellschaft gebilligt wurde, wird Schäuble die Debatte darüber eröffnen, das Volumen zu erhöhen und erstmals Eurobonds für die dubiose Zweckgesellschaft bereit zu stellen. Damit droht dem deutschen Mittelstand bereits zum dritten Mal in Hundert Jahren ein finanzielles Desaster. Durch diese Ermächtigung wird der Zinssatz für Deutschland unverhältnismäßig steigen, weil es unsere Bonität unterminiert. Zudem werden deutsche Leistungsbilanzüberschüsse in ungeheuren Mengen zurück nach Brüssel und in andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union transferiert."
[Link: siehe Blog]
Jede geschichtliche Bewegung beginnt mit einer Idee, und diese Idee breitet sich zunächst in jenen Kreisen aus, die bereit sind, ihre geistigen Träger zu sein. Das Wissen um einen Missstand schafft ihn aber noch lange nicht ab. Das war noch nie so in der Geschichte. Hinzutreten muss das Leiden, und zwar das Leiden vieler. Der Volksmund spiegelt das als Lebensweisheit wider: Wer nicht hören will, muss fühlen.
Wer hat denn h e u t e schon f ü h l b a r unter dem Papiergeldsystem zu leiden? Nach Herrn Boehringers eigener Aussage liegt das Leiden ja noch fern und versteckt in einer Matrjoschka-Puppe: „Es ist nun einmal das Wesen jedes Ponzi-Spiels, dass es bis zum Tag X-1 k e i n e n b e l e g b a r e n(!) Schaden für i r g e n d j e m a n d e n gibt. Erst am Tag X platzen die (=alle) Kredite - dann ist der EUR ü b e r N a c h t tot und mit ihm alle Garanten und Gläubigernationen, also vor allem D-EU-tschland.“ Erst d a n n - wer heute schon das Ungemach kommen sieht wird sagen: zu spät - werden die leidenden Massen die Idee ergreifen und etwas Veränderndes tun. Wenn sich das Wissen bis dahin verbreitet, kann das nur gut sein.
Ich erlebe das in vielen Gesprächen so: Du hast ja Recht, aber ... In diesem Aber schwingt m.E. die Angst vor der Ungewissheit darüber mit, was danach kommt. Wird ein gedecktes Geldsystem wirklich besser funktionieren? Niemand hat es je erlebt. Geschichte ist weit weg. Es ist für die meisten Menschen eine nur abstrakte Wahrheit.
Und warum soll z.B. ein Beschäftigter des Öffentlichen Dienstes, dem man sagt, der ausufernde Sozialstaat ist nur denkbar auf der Grundlage des Papiergeldsystems, an dem Ast sägen, auf dem er selbst ja sitzt. Lieber ein Einkommen in Papiergeld als - ja was? Es gibt auch viele k l e i n e Leute, die noch Nutznießer dieses Systems sind.
Wenn ein Unwetter aufzieht, dann machen ja auch nicht gleich alle Menschen ihre Unterkunft sturmfest. Manche nehmen es gar nicht wahr, manche reizt es sogar; die einen hoffen, dass es sich auflöst, die anderen, dass es vorbeizieht; die einen sorgen sich und halten sich in der Nähe ihrer Behausung auf, die anderen nageln Bretter vor Fenster und Türen. Erst wenn es blitzt, donnert, stürmt und schüttet, die Dächer Schaden nehmen und die Pegel steigen, kommen sie nahezu alle in Bewegung, und sogar in die gleiche Richtung.
können. Selbst VW stellt fest: Bei dieser Lebensführung brauchen wir 1,5 Erden.
Dies ohne dass man durch Geldmengenwachstum neue Verbraucher ins Boot holt.
Dies bei immer knapper werdenden Resourcen.
Bedeutet: Inflation, Verarmung, Krawalle und am Ende Systemabsturz.
MfG Achim
Ich wünschte, Sie wären einer dieser Leute in spe - weil Sie mir denn doch integrer erscheinen als alle heurigen Polikaster = Polit-Kasper.
Weiter so: Sie erscheinen mir als wehrhafter Fels in der Brandung - wenngleich auch ein wenig romantisch angehaucht ;-)
(Habe Sie übrigens als Kommentator in schwierigen Finanzzeiten auch vermißt)
Das Aufreißen des Illusionsschleiers wird deswegen grausam sein. Die Verantwortungslosigkeit und Heuchelei der Politikerkaste samt ihrer Beamten scheint zu allen Zeiten groß gewesen zu sein.
Alfred Manes schrieb 1922 in "Staatsbankrotte" S. 71 zum Ersten Weltkrieg:
“Es gibt wohl weder einen Theoretiker noch einen Praktiker des öffentlichen Kredits, der vor Kriegsausbruch es für möglich gehalten hätte, ähnlich hohe Summen in so verhältnismäßig leichter und glatter Form mehr als vier Jahre hindurch aufzubringen. Vielmehr haben die angesehensten Finanzleute aller Länder voller Überzeugung ein schnelles Kriegsende schon wegen der von ihnen durchaus zutreffend vermuteten Unmöglichkeit, einen langen Krieg zu bezahlen, vorausgesagt. Wenn sie sich hierin getäuscht haben, in ihren Ratschlägen also von unzutreffenden Voraussetzungen ausgegangen sind, so kann sie hierfür kein Tadel treffen. Denn sie durften und mußten annehmen, daß die verantwortlichen Staatsmänner den Krieg nicht ohne Rücksicht auf die Finanzen der Länder führen, daß sie ihn vielmehr in dem Zeitpunkt abbrechen würden, indem es klar wurde, daß der Weltkrieg nicht nur für die Besiegten, sondern auch für die Sieger oder wenigstens für viele von ihnen den Bankrott zur Folge haben mußte.”
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=> AW PB: Wichtiges Zitat und sehr gute Kommentare, Herr Kremser. Danke sehr!
Der doch tatsächlich wenig mehr als ein volkswirtschaftlicher Hasardeur und Schuldenkönig war.
Ich war -Einfalt der Jugend- damals im F-Urlaub begeistert vom genialen, ökonomischen Ratschluß des Herrn Schmidt, statt den Schinken geradewegs in den Atlantik zu befördern (was Schmidt durchaus hätte gefallen sollen, als eifriger Querer namensgleicher Brücken).
Erst sehr viel später wurde mir klar, daß hier eine begnadete Verkäufertype durch Verdrehung, Verkürzung und Entstellung der tatsächlichen Begebenheiten jener verhängnisvollen Jahre, zumal aber durch eine grenzenlose Idealisierung der Rolle, die er selbst zu spielen hatte, an seiner eigenen Apologetik bastelte.
Schmidt und sein Kumpel Valery Giscard d'Estaing - der später nicht zufällig aus Anlaß der dann gescheiterten, "Europäischen Verfassung" wieder aus der Versenkung auftauchte - sind, wenn schon nicht die lenkenden, so doch die an zentraler Stelle durch persönlichen Karrierismus angetriebenen und gehorsam ausführenden Marionetten hinter dem ganzen Dollar-Dumping gewesen (was sich für Schmidt nach seinem Abtritt von der Kanzler-Bühne in jahrzehntelangen, lukrativen Vortragsreisen u.v.m. auszahlte).
Wer nach ihnen kam, lief nur artig auf dem bekannten Gleis weiter.
Für eine gewissen Grundintelligenz Schmidts spricht allerdings, daß er später noch begriffen hat, was seine Freunde und er Anfang der 70er Jahre angerichtet hatten.
Womöglich aber war das, mehr als ein Jahrzehnt danach, auch nicht mehr schwierig zu erkennen.
"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten". Dies ist wohl eine der grandiosesten Politikerlügen der Weltgeschichte. Nixon im verlinkten Video steht dem kaum nach! Wie konnte es dazu kommen, dass Politiker beständig das Volk belügen und nichts passiert? Die gut hundertjährige Geschichte der Geldverschlechterung auf dem Buckel des Volkes ist mit Lügen gespickt. Inflation und immer höhere Besteuerung bringt arbeitsame und ehrliche Leute um einen wesentlichen Teil ihres Arbeitslohnes.
Die "sozialistische" Politik vieler modernen Staaten grenzt langsam an ein gigantisches Ausbeutungssystem der (noch) arbeitenden Bevölkerung und wird zur Perversion dessen, was sie zu schaffen vorgibt, nämlich eine gerechte Gesellschaft! Erst ein Papiergeldsystem erlaubt nämlich sowohl die sozialistische Volksbeglückungspolitik, wie auch die pervers extrem hohen Einkommen im Finanzbereich. Da kommen also schon die Spekulanten ins Spiel. Aber wer ermöglicht das alles?
Wer ist dumm? Das Volk? Die Politiker? Alle beide?? Der größte Teil des ersteren, ein wesentlicher Teil der letzteren? Ich war bisher nie groß von den verschiedenen "Verschwörungstheorien" angetan, denn viele sind recht abstrus. Aber bei Licht betrachtet, noch einmal die Frage: wie war das alles möglich, ohne dass besonnene Leute dem rechtzeitig ( um die Zeit der FED-Gründung z.B. oder schon vorher) Einhalt geboten? Ich stehe vor einem Rätsel und schließe ein lenkende Hand hinter all dem nicht mehr aus.
Lucky
Ihr Punkt 1 ist weitgehend korrekt - aber im Blog bereits adressiert. Also hiermit nochmals bestätigt: Ja, Nixon hat 1971 nur noch "perfektioniert", was 1913/14 (bzw. eigentlich schon lange vorher) begonnen wurde, was ich übrigens in jedem einschlägigen Blog immer betone - bitte mal im Archiv nachlesen. Aber der Stop der Einlösungsverpflichtung gegen Gold 1971 war schon ein sehr ENTSCHEIDENDER Schritt auf dem Weg ins reine Betrugsgeld!
Ihre Punkte 2-5 sind eine Mischung aus Sophistik, Definitionssache, Ideologie, trivialem Selbstläufer - und v.a. hatten wir sie zT schon vielfach in anderen Blogkommentaren der letzten Monate hier abgehandelt und ich will nicht alles NOCH einmal öffentlich wiederholen.
Zu meiner Definition von "Sozialismus" wiederhole ich hiermit zum xten Mal, dass es um
- ein Umverteilungssystem geht
- aktuell -speziell seit den Fed-Monetisierungen toxischer Kredite 2008ff- zu Gunsten (nur) der Banken und zu Lasten aller [Sozialisierung der Banken-Verluste, Privatisierung der Banken-Gewinne];
=> Die Verstaatlichung der Produktionsmittel ist nur bei Marx eine Voraussetzung für Sozialismus; wir akzeptieren hier aber nicht die Marx´sche Deutungshoheit über einen etymologisch so nicht besetzten Begriff: Man kann vieles "sozialisieren" - nicht nur Produktionsmittel. Und "Sozialisierung" impliziert auch keineswegs zwingend "Verstaatlichung"! Die Einengung des Begriffes und seine Deutungshoheit beanspruchen so nur die politologischen Lehrstühlen der 68er Unis, was wir hier aber nicht akzeptieren können.
Die von Ihnen vorgenommene Unterscheidung zwischen "Falsch-" und "Betrugsgeld" ist m.E. juristische Sophisterei. Die Leser wissen, was gemeint ist. Der von mir seit Jahren (und auch im verlinkten Artikel) gebrauchte Begriff "Legales Falschgeld" (ungleich "Legitimes Falschgeld") sollte Ihrem juristischen Purismus eigentlich genüge tun.
Und die Debatte um "Geld" an sich ist eine ganz eigene, die man -wie hier schon xmal besprochen- hier nicht zu Ende bringen kann. Das gehört in die einschlägigen Forendebatten, Und selbst da wird diese Debatte -das garantiere ich Ihnen- niemals zu Ende geführt, weil Ideologien aufeinanderprallen. Hier im Blog wird die Österreichische Wettbewerbsforderung der Geldsysteme vertreten - und ideologisch wird Warengeld als das Beste angesehen, worüber man zwar meinetwegen streiten könnte, was aber in eine freien Wettbewerbssystem fruchtlos und überflüssig ist. Der Markt entscheidet sich für das beste System - WENN man denn endlich Wettbewerb zuliesse. ...
Nachtrag 14.07 Uhr: Ihre zweite "PN" mit weiteren Geldinfos ist angekommen - auch die zum totalitären Popp-Geld, die ich teile. Danke, und mein Missverständnis ist oben gelöscht. Weitere grundsätzliche "alternative" Geld-Detail-Debatten aber bitte doch per Email oder in den einschlägigen Foren.
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Sehr geehrter Herr Boehringer,
nach so viel "Markt" möchte ich doch einmal die ketzerische Frage stellen (vor allem auch deswegen, weil ich Sie mir selbst oft gestellt habe):
Was ist eigentlich der "Markt", jenseits der durch eine Unzahl der verschiedensten, gesellschaftlichen Kontexte, Interessen und Ideologien inflationär aufgelegten Worthülse ?
Bedeutet "Markt" völlige Entstaatlichung und damit notwendigerweise Anarchie ?
Denn an und für sich ist ja jeder staatliche Eingriff "marktwidrig", weil er die Erschaffung von bürokratischen Hierarchien und staatlichen Willensakten (Gesetz u.ä.) bedeutet, die durch Regularien und Interventionen einerseits bestimmten Gruppeninteressen dienen, sich andererseits aber durch der Allgemeinheit auferlegte, anonyme Finanzierungen unterhalten, die - mindestens - nicht in jedem Fall identisch mit den jeweiligen Nutznießern sind.
Als Extrembeispiel mag dienen, daß sogar der unmittelbare Lebensschutz z.B. durch die Polizei nur dem im Einzelfall Betroffenen nützt, nicht aber unmittelbar denjenigen, die diese Polizei als Gemeinschaft (zwangsweise) zu finanzieren haben - schließlich kann man ja argumentieren, daß die Wahrscheinlichkeit, nach einer statistischen Betrachtung z.B. Opfer einer lebensbedrohenden Straftat zu werden, sehr gering ist und womöglich ein wehrhafter Mensch seine Verteidigung lieber selbst in die Hand nimmt, bevor er auf einen abstrakten, staatlichen Apparat vertraut (i.w.S. bedeutete dies auch Wettbewerb).
Beschäftigt man sich mit komplexen Begriffen wie "Eigentumsschutz" (was u.a. der von Ihnen zitierte Marx ja tat, denn auch dieser Begriff ist etymologisch anders als der des unmittelbaren, aber nicht zwangsläufig eigentumsäquivalenten Sachbesitzes kaum zu besetzen), wird das Dilemma noch sehr viel größer.
Das allgegenwärtige (zumal F.D.P.-)Leerformel vom (stets subjektiven) "notwendigen Ordnungsrahmen" ist hierbei keine Antwort auf das Problem, sondern allenfalls dessen Verschleierung, weil eben der famose "Ordnungsrahmen" je nach Standpunkt des Betrachters sehr verschieden ausfällt.
Wo soll hier angefangen werden und wo aufgehört ?
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=> AW PB: Wir sind uns ja einig, lieber Claudius, dass ein gewisser Grundschutz der Menschen durch eine organisierende und wehrhafte Einheit erforderlich ist. Wenn dies heute nicht mehr der Stamm / die Großfamilie (als natürlichster Einheit) ist, dann ist es eben die ethnisch, geographisch, religiös und psychologisch zusammengehörige und halbwegs homogene Einheit "Staat". Dass er schlank sein muss, darüber sollte auch noch Einigkeit bestehen. Darüber dass er andererseits auch nicht so schlank sein darf, dass Anarchie ausbrechen kann, sicherlich auch.
=> Insofern gibt es keine Debatte "nur Markt" (= Recht des Stärkeren) - oder "alles Staat" (= Diktatur einer Nomenklatura und m.E. kommunistische Gängelung des Individuums). Es gibt nur die Debatte um das Optimum zwischen diesen Polen. Darüber wird seit Jahrhunderten gestritten und -Sie wissen es- diese Debatte hat so viele Facetten, dass man sie nicht im Blog - und schon gar nicht im Kommentarbereich auch nur annähernd sinnvoll führen könnte. Und wir wissen beide, dass diese Fragen ideologisch vermintes Terrain sind.
Wenn ich trotzdem immer wieder "mehr Markt" fordere, dann in folgendem, m.E. sinnvoll eingeschränkten Kontext:
1. "Markt" i.S.v. freie Meinungsfindung der Menschen. Es ist zwar richtig, dass dies ein Ideal ist und bei völlig gehirngewaschenen oder verdummten Menschen zT auch Fiktion. Aber in Sachen GELDSYSTEM ist es eben NICHT die verdummte oder verarmte Masse, die die Wahlfreiheit verhindert, sondern nur und ausschließlich der Staat mit seinen durch nichts zu rechtfertigenden Monopol-Geld-Gesetzen, die auf eine erzwungene Freiheitsberaubung der Menschen in diesem wichtigen Thema hinauslaufen. Hier "Markt" bzw. "Wettbewerb" der Geldsysteme zu fordern ist und bleibt mein Grundanliegen. Ich bestreite vehement, dass das zu "Anarchie" führen würde. Ein klein wenig Verwirrung in der Einführungsphase vielleicht. Aber bis 1914/20 hat es ja auch bestens funktioniert (der Goldstandard musste nie durch Monopolgesetze erzwungen werden!) - und zudem wäre der Staat als Schutzgarant gegen Übergriffe ja trotzdem weiterhin da - nur eben offen steuerfinanziert und nicht heimlich finanziert über Inflationsgeld und Seigniorage.
2. Bei derzeit (mind.) 60% Staatsquote bin ich nicht bereit, Ihre Schlussfrage "Wo soll angefangen werden, wo aufgehört?" zu beantworten. Abgesehen davon, dass es Hybris wäre, hier eine absolute Grenze vorschreiben zu wollen. Sie ist irgendwo zwischen den o.g. Polen. Aber 60% sind schon sehr nah am Extrem des totalitären Nannystaats, der jedes Individualinteresse und dessen Freiheit erschlägt. [Dabei rede ich nat. nicht von den uns heute gewährten Pseudo-Freiheiten à la Paintball oder DSDS!; sondern zB von der Freiheit, seine Kinder außerhalb der Gängelung staatlicher Lehrpläne zu erziehen, was heute in D schlichtweg verboten und hart strafbewehrt ist!]. Der in der lfd Woche nun offenbar beschlossene offene Euro-Bond wird diese Tendenz hin zu NOCH mehr Überstaat noch zementieren. Lesen Sie dazu den Kurzkommentar von gestern eines Freundes (Fondsmanager):
"Eurobonds: Alle bekommen eine neue Kreditkarte, gezogen auf den deutschen Steuerzahler. Damit ist das Ende der Demokratie besiegelt. Der Euro-Faschismus übernimmt. Wir zahlen und andere -nicht mehr das Parlament- entscheiden darüber, wie das Geld ausgegeben wird."
Taxation without representation. Mehr ist dazu nicht zu sagen. In einer Zeit des planwirtschaftlich-zentralistischen Überstaats namens "totale EU" bzw. "EUdSSR" verbieten sich philosophisch-juristische Elfenbeinturm-Debatten um den Grad des noch zulässigen Staatseingriffs. Diese Debatte bin ich erst wieder bereit zu führen, wenn wir wieder eine nationale Währung und eine Staatsquote unter 20% in diesem Land haben!
PS: Es ist dabei wohl wahr, dass die EU kein Staat ist (noch nach BVerfG sein dürfte!), sondern -schlimmer noch- ein nie irgendwo legitim verfasster Supra-Staat, hinter dem durchaus auch und gerade PRIVATE Weltherrscher-Interessen stehen. Insofern bitte ich meine obige Argumentation gegen mehr Staat auch zu verstehen i.S.v. "weniger als Pseudo- und Über-Staat getarnte Welt-Bank-Interessen"!
Zu Ihren weiteren Punkten noch kurz: Es gibt immer Gruppeninteressen. Und Mehrheitsinteressen, die in einer homogenen Bevölkerung in kleinen Einheiten und mit vielfach familiären und geographischen Verbundenheiten aber doch die meisten Bewohner verbinden. Insofern: "Ja, Gruppeninteressen" - aber eben im Idealfall demokratisch eine große Mehrheit und deren Interessen abdeckend. Über Minderheiteninteressen muss man sich immer unterhalten - ich kenne dieses Argument gegen die Demokratie, das aber v.a. nur in MultiKulti-Gesellschaften, die sich nicht mehr als Schicksalsgemeinschaften verstehen (können), relevant wird. Das ganze ist (wie 1.) eine Riesendebatte über ggf. verfassungsrechtlich auch gegen die Mehrheit zu schützende Minderheiten, die wir in diesen Blogkommentaren beim besten Willen nicht erschöpfend führen können. Zudem bin ich in einer Welt der real existierenden MultiKulti- und allumfassenden Gleichstellungsgesetze auch hier nicht bereit, mich über NOCH mehr Minderheitenschutz (noch dazu als Argument gegen Demokratie) auszutauschen. Bitte erst wieder im Falle einer superschlanken Verfassung und einem diesbezüglichen Gesetzesumfang von -sagen wir- 1950.
Ihre letzten 4 Zeilen oben sind nun wirklich juristisches Florett. Dafür habe ich im Moment weder Zeit noch bin ich ausreichend kompetent in allen juristischen Eigentumstheorien. Marx hatte ich nicht in diese Debatte anlässlich 40 Jahre Nixon-Verrat eingebracht - das war ein Zuschreiber. Wer das Eigentumsrecht (auch in der Variante "Bodenreform" à la zB Popp) in Frage stellt, bewegt sich m.E. auf totalitärem dünnen Eis - aber das ist eine lange Debatte.
=> Bekämpft werden muss allerdings tatsächlich der Erwerb immer neuen Geld-"Eigentums" durch die fraktional aus dem Nichts Geld schöpfenden Banker! DAS ist die Hauptungerechtigkeit und damit zugleich der Hauptkampf. HIER entstehen seit mind. 100 Jahren und -um zum Bloganlass zurückzukehren- besonders seit 40 Jahren die meisten Ungerechtigkeiten. DAS ist die UR-Sache. Das Eigentum kleiner und auch unternehmerisch-realwirtschaftlich vermögend gewordener Leute wäre nicht das Problem dieser Welt!
[Anm PB: nicht alle aber sehr viele - siehe dazu Dutzende meiner Artikel und Blogs im Goldseiten-Archiv! Man muss bei der Suche nach "großen Linien" aufpassen, zum einen nicht die tagesaktuellen Indizien und Belege zu vernachlässigen, deren Dokumentation die gut getarnten "großen Linien" erst sichtbar macht; und zum anderen nicht in nicht beweisbares Terrain vorzudringen, in dem man von den Gegnern zu schnell und manchmal sogar zurecht als Verschwörungstheoretiker hingestellt werden kann!]
Auffällig ist, dass wir scheinbar den Beginn eines Prozesses der "Rückabwicklung" diverser Fehlentwicklungen oder aber den Beginn einer neuen Weltenordnung erreicht haben und zwar durch eine massive Zuspitzung der alten Ordnungsprinzipien ("more of the same"; mehr EURO zur EURO-Rettung; "mehr Identitäts-Auflösung zur Rettung einer Welt aufgelöster Identitäten" etc). Letztlich handelt es sich bei der QE-Geldpolitik ebenfalls nur um eine Zuspitzung der alten Geldpolitik.
Geradezu hoffnungsfroh über den völlig abgewirtschafteten moralischen und intellektuellen Zustand der noch herrschenden "Elite" stimmen mich Artikel wie der heutige von Frank Schirrmacher, FAZ, ("Die Linke hat wohl doch recht gehabt"). Er beklagt nicht etwa ein Scheitern des von ihm seit Jahren tatkräftig mit angestoßenen Linkstrends der CDU und des globalen (geld)sozialistischen Experiments mit Auflösung aller nationalen, kulturellen und ethnischen Identitäten, sondern er konstatiert ein Ende des "CDU-Bürgertums", was immer falsch gelegen hat (wie sich heute zeigt), und redet dem finalen und globalen sozialistischen Furor das Wort. Es handelt sich um eine intellektuelle Bankrotterklärung für Schirrmacher, FAZ und letztlich der gesamten herrschenden "Elite" in Reinkultur. Freilich merkt er es nicht einmal. Ein Lesegenuß !
Demgegenüber sind Artikel tatsächlicher oder vermeintlicher "Anlageprofis" wie Ingo Narat, der heute (!) mitteilt, dass er bereits 2001 physisch Gold gekauft hat, weil er dem Finanzsystem nicht mehr vertraut hat, aber die letzten 10 Jahre als HB-Haus&Hof-Schreiber der Investmentbranche die Anleger in "Wertpapier"-Fonds getrieben hat, nicht mehr als ein erstes schamhaftes Absetzbekenntnis.
[Anm. PB: Ich hatte Narat ja schon oben erwähnt. Er ist kein sehr gutes Beispiel für die (derzeit allerdings massenhaft zu beobachtenden) Absetzbewegungen unter Journalisten und Politiker vom aktuellen System, weil er wirklich schon lange Gold-kompetent ist und tats. seit einigen Jahren immer wieder vernünftige Goldartikel ins Blatt gehoben hat. Nicht schon "seit 2001" - aber immerhin seit vielleicht 2006. Es war (und ist) im Mainstream sehr schwer, mehr Wahrheit ins Blatt zu bekommen als es Narat immerhin einige Male gelungen ist! Auch der im Blog erwähnte Erwin Grandinger hat mit seinem Artikel die Grenzen dessen getestet, was (derzeit!) an Wahrheit in die WELT darf. Leider ist der Mainstream zu vorsichtig, zu langsam, zT in Sachen Gold noch immer inkompetent oder ideologisch verblendet, über sog. "Newsdesks" (= interne Blockwarte mit Themensetzungs- und Redigiermacht) zensiert und in den oberen Etagen auch zu korrupt, um mehr Wahrheit zu dulden.]
Für Sie, lieber Herr Boehringer wie für uns alle, gilt, die sich abzeichenden großen Linien über das Thema "Gold" hinaus zu erspüren, ohne sich dabei zugleich falschen Hoffnungen von der Zukunft hinzugeben. Sie sind jedenfalls einer der wenigen Goldseiten-Autoren der den zutiefst politischen Charakter des AU als natürliche, hierarchische Ordnung verstanden hat, es deshalb immer wieder aus dem bloßen "Anlagespektrum" herausholt und so aus den "Goldseiten" die erforderlichen "Denkseiten" macht. Weiter so ! Und bitte ruhig noch etwas denkradikaler...
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=> AW PB: Danke Hal. Ich habe es korrigiert, denn der Geburtstag der DDR war in der Tat der 7. Oktober. Die o.g. "pompösen Feierlichkeiten" allerdings gingen über mehr als einen Tag. Die FDJ zB begann bereits am 6. Oktober mit einem feierlichen Fackelzug anlässlich des Geburtstages, den Erich Honecker damals auch persönlich abnahm.
Betr. "Grosse Linien": schon gut, aber absolut bei den Fakten bleiben, so dass man unangreifbar bleibt.
Ich habe ja oben....:)...das ominöse Wort umschrieben mit "lenkende Hand". Man muss dieses Wort unbedingt sehr klar umschiffen; diese Blöße soll man vermeiden. Denn die Fakten sind ja bereits überwältigend, wenn sie in Reihe gestellt werden!
Höre soeben am Radio: M. und S. wollen die Einführung von Eurobonds VORERST vermeiden, ABER eine gemeinsame Wirschaftsregierung für Europa...du lieber Himmel!
Lucky
Gegen "Spekulanten" als Sündenbock hetzt es sich immer gut.
Wer als Politiker diese einfache Erklärung selbst glauben würde, wäre wahrer geistiger Weitspringer.
Dabei dient sie dazu, von der eigenen Verstrickung in der Lage abzulenken: "Brot und Spiele" für eine politisch interessierte, gebildete Schicht.
Propagiert wird, der Leerverkäufer sei schuld an der schlechten Lage (dabei nutzt er sie nur aus).
Neben der Eigenschaft der Leerverkäufe als Korrektiv in wirklich freien Märkten wird verschwiegen:
Es gibt auch ungesunde Märkte mit Hochkäufern (--> plunge protection team), und Märkte, in denen Werte in den Konkurs leerverkauft und die Aktien so nie geliefert werden müssen (von der Preisdämpfung bei Edelmetallen will ich hier gar nicht weiter sprechen).
Ebenso, dass in der Vergangenheit ein Leerverkaufsverbot noch keinen notwendigen Abschwung der echten Wirtschaft verhindert hat, sondern immer ein Anzeichen von Hilflosigkeit war.
Weiterhin, welcher stolze Aktien- oder Fondsbesitzer ist sich denn schon im klaren darüber, dass eventuell auch "seine Aktien" letzte Woche leerverkauft wurden?
Kurz zusammengefasst, als zweischneidige Leitsätze für die Zukunft:
Gute Spekulanten sind die Riester Sparer und alle zukünftigen Eurobond-Gläubiger, denn sie investieren in die Wirtschaft und glauben an die Zukunft.
Böse Spekulanten sind Leerverkäufer (und Edelmetallkäufer, denn sie entziehen der Wirtschaft das notwendige Kapital).
Beide Sätze sind wahr und falsch zur gleichen Zeit!
Umso notwendiger sind Leute wie Sie, als Dr. Sommer des ehrlicheren Geldes, der dem "Unsinn die Wadl viere richtet".
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=> Ergänzung PB: Weitestgehend Zustimmung, Quersumme - auch wenn ich über den Titel des "Dr. Sommer des ehrlichen Geldes" nochmals nachdenken muss. Immerhin wird hier nicht zum Blümchensex mit Soft-Anlagen à la Bausparverträgen geraten, sondern zur Hard-core-Variante mit potenziell animalisch-orgiastischem Silberkick oder zu hocherotischen Goldbarrenbeziehungen [also "hard core"...]. Vielleicht halte ich es daher mit Marcel Reich-Ranicki ["Ich nehme diesen Titel nicht an" ;-) ]
=> Wichtiger aber: Eigentlich muss man nicht nur zwischen ZWEI, sondern zwischen DREI Arten der Spekulation unterscheiden. Zwei davon benennen Sie oben und auch ich im Blog (wobei Leerverkäufe nur EIN Instrument unter vielen sind):
1. die aus Systemsicht "böse" Spekulation [short gegen das System - ob in Form von gedeckten Shorts oder in Form von EMs usw.]
2. die aus Systemsicht "gute" Spekulation über Riester, Staatsanleihen (long) und Eurobonds (long)
3. die ungedeckten Leerverkäufer bzw. Shorts.
Die dritte Variante erwähnen Sie nicht. HIER allerdings habe ich generell (egal in WAS ungedeckt short gegangen wird!) ein Problem mit. Auf die Gefahr hin, dass jetzt von eingefleischten Profi-Spekulanten Widerspruch kommt ("Bringt doch Liquidität und Volumen in den Markt..." etc.): DIESE Art der Spekulation gehört tatsächlich verboten, denn sie suggeriert Angebot (an Aktien, Anleihen, Silber, Gold, usw.), das in Wirklichkeit nicht existiert und einfach nur manipulativ preisdrückend wirkt! Virtuelle Aktien oder Silber-Futures haben in einem realen Markt nichts zu suchen!
Ich akzeptiere das auch NICHT in der Variante "Ich leihe mir die Aktie mal eben aus, um damit 6 Stunden short zu gehen". Dann existiert die Aktie zwar - aber in aller Regel werden die Depotinhaber (denen die Aktie tatsächlich gehört und die darum natürlich ein LONG-Interesse haben!) gar nicht gefragt, ob sie diesem Short-Geschäft zustimmen. DAS aber ist illegitim. Ich halte das sogar dann für bedenklich, wenn es Profis mit Wissen und Willen tun, denn auch diese "Profis" verwalten meist nur fremdes Geld und ihre Kunden haben keine Ahnung von diesen naked short - Spielen. In manchen Fällen werden diese Manipulationen über naked shorts jahrelang durchgehalten und wirken so jahrelang durch nur virtuell existierende Titel preisdrückend.
=> Genug dazu - wir hatten ja schon öfters auch über Variante 3 berichtet. Aber dies der Vollständigkeit halber. Man muss schon genau ansehen, von WELCHER Spekulation man spricht. Bei 1. und 2. bin ich völlig bei Ihnen.
