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Die große Blase des Warren Buffett

von Peter Boehringer E-Mail 10.02.12 12:57:24

Seit heute im Netz beim schweizer „Finanzwelt-Treffpunkt Finews": Ein Artikel von Warren Buffett „Weshalb wir es beim Gold mit einer Blase zu tun haben“. Das englische Original des Textes findet sich dabei –natürlich als „Top Story“– auf der Seite von Fortune/CNN und ist ein Vorabdruck des nächsten Aktionärsbriefs von Warren B. an die Aktionäre seiner Berkshire Hathaway Anlegergruppe.

Das „Orakel von Omaha“ wird sichtbar alt. Kein Wunder, dass er seit Anfang 1999 mit seiner Berkshire H. Aktie unterm Strich underperformt hat. Sogar ggü. vielen Aktien – vom im Preis verfünffachten Gold ganz zu schweigen! Buffett erklärt das wahre Geld Gold und Silber einfach nicht korrekt, weil er entweder nach seinem absolut sinnvollen Silberkauf 1998 systemseitig bedroht und „umgedreht“ wurde; oder weil für ihn mit den Graham´schen Methoden des Value Investing ein nicht klassisch per quantifizierbarer und diskontierbarer Dividendenreihe „rentierendes“ Asset wie Gold einfach nicht greifbar ist und wohl darum nie verstanden werden wird. Oder der aktuelle Text zur „Goldblase“ ist einfach nur Apologetik ggü. den Aktionären, um zu rechtfertigen, warum Berkshire die gesamte Goldrally seit 2001 sowie fast die ganze Silberexplosion seit ca. 2005 verpasst hat (damals bei Silberpreis von etwa 6,50 $/oz musste Buffett seine 130 Millionen Unzen Silber vermutlich an den Barclays SLV überschreiben – ich berichtete damals exklusiv).

Von den handwerklichen Fehlern in der „Analyse“ des WB sehen wir mal ab – auch wenn es analytisch peinlich ist, dass er im oben verlinkten Artikel den Wert der gesamten je geförderten Goldbestände der Welt (170.000 Tonnen) gedanklich einfach nur dem Wert des US-Ackerlandes gegenüberstellt – als ob die internationale Währung Gold in einer natürlichen Goldgeldwelt nicht noch eine Unzahl weiterer Sachwerte abdecken müsste, die zusammen ein Vielfaches der hier genannten 9,6 Bio Dollar ausmachen würden.

Und sehen wir auch mal davon ab, dass Ben Bernanke, Mario Draghi und ihre Zentralbank-Buddies schon alleine diese 9,6 Billionen in nur fünf Jahren (!) aus dem Nichts kreiert haben. Bei der aktuellen noch viel verrückteren Runrate würde es übrigens nicht einmal mehr drei Jahre dauern – die Exponentialkurve der Geldvermehrung ist unerbittlich! Die o.g. 170.000 Tonnen wurden dagegen in 4500 Jahren gefördert – oder meinetwegen 90% davon immerhin in den letzten 100 Jahren: 100 versus 3 Jahre, Warren. Capisce? :!:

Weiterhin sind die von Buffett/Fortune ausgewiesenen 6100% Rendite des S&P seit 1965 ein rein theoretisches Konstrukt: bei dieser Rechnung wird ein ständiges (aufwendiges) Reinvestment der Dividenden unterstellt. Dies jedoch ohne jede Berücksichtigung von Gebühren und vor allem Steuern... Beides fällt bei der alternativen Buy-and-hold-Strategie von Gold nicht an! Meine eigene Berechnung führt darüber hinaus sogar ohne Berücksichtigung der Gebühren und Steuern nur zu 5750% (und nicht 6100%) Rendite. Wenn man auch noch Dividendensteuern und Transaktionskosten etc. mit berücksichtigt, kommt man auf einen Wert unter der von Fortune ausgewiesenen Goldrendite! Wenn man dann auch noch die (in den USA schon immer und bei uns seit 2009 fälligen) Kursgewinnsteuern auf Aktien berücksichtigt, landet man schnell weit unter der Goldrendite. Die S&P-Rendite-Grafik bei Fortune ist ein hochtheoretisches Trugbild; immerhin soll sie die Frage beantworten, was ganz praktisch aus einer Einmalanlage von 100 Dollars in 1965 ohne weiteres Zutun bis heute geworden wäre!

Vor allem aber versteht Buffett nicht, dass in unseren lügenden und kranken Zeiten, in denen nicht nur die Märkte, sondern zunehmend alles politisiert ist, gerade Gold als der ultimative „Politik-Hedge“ gar nicht in einer Blase sein kann. Es sei denn, man glaubte kurzfristig an das Ende des totalitären und aggressiven Wahnsinns der Politik. Hartgeld, Goldseiten, Querschuesse und all die anderen politisch inkorrekten und unabhängigen Faktenseiten belegen aber ja täglich hundertfach das glatte Gegenteil. In einer Zeit des sich beschleunigten System-Niedergangs ist Gold niemals in einer Blase. Das kommt erst gegen Ende des aktuellen Zyklus, womit ich explizit nicht sage, dass der Goldpreis in den kommenden Monaten nicht auch temporär mal signifikant gedrückt werden fallen könnte. Technisch könnte er durchaus mal ein wenig konsolidieren.

Hier noch ein lesenswerter englischsprachiger Bonus-Link – sozusagen als eine weitere Antwort auf Warren: Simon Black - „Is gold a bubble?
=> Simon kommt übrigens ebenso wie ich selbst ursprünglich aus der Szene der Value Investoren, auch wenn wir nie zu den jährlichen Kirchentagen in Omaha gepilgert sind – manchmal auch genannt „Hauptversammlung der Berkshire Hathaway Inc“ . Zur Sinnhaftigkeit der Bewertungs-Methode des Value Investing und zum Inneren Wert hatten wir uns ebenso wie Warren Buffett schon in den abgehobenen New Economy-Zeiten bekannt. Damals waren Buchwertanalysen eindeutig besser als „market cap per page impression“-Analysen, wie sie besonders 1999 bei manchen heute längst vergessenen letsbuyit.com-Webshops Mode waren. Und auch 1950-1995 war die Value Analyse jahrzehntelang die überlegene Methode der Wahl – gar keine Frage – nicht zufällig wurde Buffett in dieser Zeit Milliardär.

=> Aber 2012 ist nicht 1995 – und auch nicht 1960. Ein Papiergeld-System in der Endphase der Überschuldung gehorcht anderen Regeln. Der Grad der Übertreibung, der ggf. in einer Asset-Bewertung steckt, ist in der heutigen Ausnahmephase des Finanzsystems mit explodierenden Schuldenquoten der Volkswirtschaften nicht mehr nur an mikroanalytisch hergeleiteten „Kurs-Buchwert“-Verhältnissen oder am „Inneren Wert“ messbar. Schon gar nicht bei Gold, denn hier spielt neben der menschlichen „Gier“ mehr und mehr auch die „Angst“ mit. Diese aber ist täglich berechtigter.

Auch Warren wird den erneuten Paradigmenwechsel noch erleben, den er seit seinen Anlage-Anfängen in den 1950ern bis heute nie erlebt hat. Damals hatten die nur scheinbare Goldbindung des Dollars von Bretton Woods und die Schuldenausbuchung nach dem Kriegskollaps 1945 gerade den Kondratieff-Zyklus des ungedeckten Kreditgelds eingeleitet, welcher dann 1971 „perfektioniert“, seit ca. 1995 durch die Zinsdrückung und Goldpreismanipulation verlängert, und zuletzt 2008ff auf die vorläufige Schuldenspitze getrieben wurde! Den Wechsel von diesem nun in den kommenden Jahren beendeten Kondratieff-Zyklus in den nächsten sollte Buffett besser in Rente erleben. Und das Orakel sollte ebenso wie seine Jünger einen guten Teil der persönlichen Rentenrücklagen in Sachwerten liegen haben. Typische Berkshire Hathaway-Anlagen sind derzeit keine solchen Sachwert-Anlagen und damit gefährdet. Dies gilt explizit auch für die bei Berkshire hoch gewichteten „Rückversicherungs“-Assets, die letztlich auch nur Papiergeldanlagen sind.

Warrens Goldblasen-Statement beweist völliges Unverständnis der aktuellen Makro-Lage; sowie eine im Kondratieff-Spätherbst anachronistische Denkkonditionierung aus lange vergangenen K-Frühjahr und K-Sommer-Zeiten.

25 Kommentare

Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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Da es in Amerika noch echte Nationalisten gibt, die stramm beim Hochziehen der Flagge stehen, ist nicht auszuschließen, daß Buffett aus Patriotismus für den Dollar und gegen Edelmetalle optiert. Ich habe mal vor Jahren gelesen, daß er relativ wenig Geld in Aktien, dafür aber mehr in US-Staatsanleihen hatte, so daß er durch Aktien-Crashs wenig tangiert war. Vielleicht glaubt er tatsächlich an den Kredit der US-Regierung.

Als kluger Spekulant wird er im übrigen wie Soros auch nicht immer daselbe tun, was er sagt.
10.02.12 @ 14:15
Kommentar from: Sandra Berger [Besucher] E-Mail
***--
Vorsicht vor einem Glaubenskrieg. Ich investiere massiv in physisches Gold seit 2001 - bin also ein waschechter Goldbug.

Aber: In letzter Zeit verschärft sich der Ton in der Szene. Wer nicht "unserer" Meinung ist, der ist dann immer gleich "alt und senil" oder "unterdrückt" oder sonstwie an einer Verschwörung beteiligt. Denn "unsere" heilige Meinung kann ja alleine nur richtig sein.

Und besonders hellhörig werde ich, wenn es heisst, dass "herkömmliche Bewertungsmethoden zählen in der heutigen Ausnahmezeit nicht mehr".

Jaja, das habe ich alles 1999 auch gehört, geglaubt und damit viel viel Geld verloren. Damals war auch alles anders und eine Ausnahme - aber die Welt hat sich ganz ordinär weitergedreht...

Ich halte am Gold fest, keine Frage. Aber: Ich höre mir andere Meinungen sehr genau an. Denn, ich muss nicht Recht haben.

Und wer laut schreit und unter die Gütellinie tritt, der verspielt seine Glaubwürdigkeit.

Ich zweifle an den Goldbugs daher heute mehr als noch vor 3 Jahren.

********
=> AW PB: Diese Meinung ist Ihr gutes Recht, Frau Berger. Trotzdem ein paar Anmerkungen:

1. Dies ist ein Blog und keine der mit sonor-akademischer Stimme gesteuerten politisch korrekten Showveranstaltungen der Politik - und auch nicht des jährlichen Buffett-Gottesdienstes in Omaha. Die Zeit ist nicht nach Contenance, denn wir werden zu jeder Stunde via Bankenbailout beraubt, per ESM geknechtet und massenmedial ohne Ende belogen. Also bitte keine gespielte Empörung von wegen "Gürtellinie" und "Glaubwürdigkeit". Wir haben ganz andere Sorgen.

2. Nicht zufällig erwähne ich im Blog, dass ich schon seit 20 Jahren Value Investor war (bitte genau lesen!). Wie aber hier und in x Veröffentlichungen von mir seit mindestens 5 Jahren berichtet, ist die VI-Mikro-Methodik auf verlorenem Posten in Zeiten, in denen die Makrowelt und der gewaltige Tidenhub der aus dem Nichts geschaffenen und temporär auch mal wieder ins Nichts zurückgebuchten Schuldgeldmengen derart dominant und volatil ist, dass selbst der beste VI-Analyst spätestens seit 2008 nur noch wenig gewinnen kann.

3. Erstmals war das übrigens schon 1995-2000 so - was nicht zufällig der Beginn der massiven Goldpreismanipulation war, damit die Zeit der massiven Zinsdrückung, der Anleiheblasen und der Aktienblasen. Der New Economy - DotCom-Hype, auf den wir fast alle reingefallen sind, kam nur noch erschwerend hinzu. Übrigens hat auch Berkshire im Crash 2000 über 40% verloren. Im Crash 2008 fast 50%. Von Überlegenheit der VI-Methode kann also keine Rede sein - nicht einmal in solchen Zeiten, in denen die VI nach dem Ende einer irrationalen Übertreibungsphase jeweils eigentlich besonders gut hätte funktionieren müssen... Die Zeit ist seit ca. 1995 nicht mehr vorteilhaft für Mikroanalyse - und wird es m.E. auch erst nach der Weltwährungsreform wieder sein. INNERHALB der richtigen Anlageklassen (Gold, Silber, Rohstoffe und zugehörige Minen) ist aber sogar heute noch die Mikroanalyse wichtig! Nur IST Buffett heute eben nicht oder nur gering in diesen richtigen Anlageklassen...

4. Bitte genau lesen: nicht zufällig anerkenne ich im Blog die theoretische Überlegenheit der VI-Bewertungsmethodik. Ich habe extra einen uralten Artikel von mir verlinkt. Die Mikroanalyse (aus der ich selbst komme!) ist die einzig sinnvolle Methodik der Unternehmens- und Assetbewertung IN NORMALEN ZEITEN (!). Diese haben wir aber nicht - darum dieser Blog.

5. Trotzdem ist auch diesmal "nicht alles anders" wie Sie mir oben unterstellen. Das sagt kein Mensch hier - bitte keine Insinuierungen, die nicht haltbar sind. Das werten nämlich sonst die Leser hier umgekehrt als Berger´sches "Geschrei"...
=> Darum nochmals ganz klar: Wir sind nach ca. 1925-1948 MAL WIEDER (!) in der volatilen und gefährlichen Endphase eines Aufschuldungssystems, in dem alles von wilden Makroschwankungen durch das meist mehr und temporär auch mal weniger exzessive Gelddrucken überlagert wird. Mikroanalyse und VI haben IN DIESER PHASE des Kondratieff-Spätherbstes einen sehr schweren, wenn nicht unmöglichen Stand. NACH dem Tag x können wir die Graham´schen Lehrbücher und die Buffett´schen Bibeln wieder rausholen. Bis dahin kämpfen wir aber lieber gemeinsam darum, dass es dann überhaupt noch einen freien Anlagemarkt geben wird und dass wir als Kleinanleger bis dahin nicht über "Rettungsschirme", Inflation und zuletzt über die ultimativ deflationäre Währungsreform völlig verarmt sind...
=> Im Sinne der Graham-Jünger gab es für Gold übrigens noch NIE eine "herkömmlich errechenbare Bewertung". Aus Sicht der VI-Theorie hätte Gold noch nie IRGENDEINEN Wert haben dürfen, was ich im Blog ja auch schreibe. Dennoch HAT Gold seit 4500 Jahren immer einen Wert. Aus Sicht der VI´ler war das immer irrational. Sie treffen sich da unselig mit den Keynesianern aller Couleur. Aber man darf auch als Graham-Jünger mal zur Kenntnis nehmen, dass Ludwig von Mises schon vor genau 100 Jahren mit seinem Regressionstheorem erklärt hat, warum Gold eben DOCH einen Wert hat - auch wenn das auf den ersten Blick unlogisch erscheinen mag.

6. Zuletzt schreiben Sie noch "Ich halte an Gold fest". Während Sie zwei Sätze weiter dagegen schreiben "Ich zweifle an den Goldbugs". Warum halten Sie dann eigentlich an Gold fest? Oder ist das die berühmte 5% Alibi-Goldanlage, die inzwischen sogar die goldfeindlichen Fonds ihren Kunden zähneknirschend zugestehen, damit man sagen kann "Wir sind ja auch bei der Goldrally dabei"?
=> Wie ja im Blog gesagt: kurzfristig wird wohl von der Kabale nicht zugelassen, dass wir ein neues Alltimehigh bei Gold ausgerechnet jetzt in einer derart systemkritischen EUR-Krise sehen werden. Aber schon mittelfristig werden die 5-Alibi-Prozent viel zu gering sein, um Berkshire-Aktien signifikant zu schlagen. Bei 30% sieht das anders aus.

Und zuletzt: Auch ich muss damit nicht recht haben. Aber solange die URSACHEN der nunmehr 11-jährigen Goldrally nicht entfallen, gibt es keinen Grund, nun abzuschwören und wieder in den "Normalitäts"-Modus umzuschalten, den die Value Investoren für ihren Erfolg brauchen.

PS: Dass Buffett nicht "alt / senil" sein muss, sei gerne zugestanden. Eben kam noch eine weitere Zuschrift von "pingpong" mit einer anderen Erklärung rein, die ich im Blog auch bereits angedeutet hatte. Wird gleich freigeschaltet.
10.02.12 @ 14:45
Kommentar from: Bert [Besucher]
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Wenn man ihn gaaanz wörtlich nimmt, hat er doch auch wieder recht: Gold ist seit Menschengedenken in einer Blase, es handelt sich eben um eine stabile(!) Blase, d.h. die Kaufkraft bleibt erhalten.

Und genau genommen ist diese Blase noch nie geplatzt, selbst uraltes Gold ist noch vorhanden. Und jede Unze hat noch 31 Gramm. Die "Blase" mag 1000e Jahre alt sein, die Unzen aber sind immer noch da.

Ich habe hier noch einen geerbten 100 Kronen Geldschein -Wien 2.Jänner 1912- Aufdruck "In gesetzlichem Metallgelde", Österreichisch-Ungarische Bank. Bekommen tue ich dafür nichts mehr. Ja, Gold ist in einer Blase und wird es immer bleiben, dank des Erhaltes seiner Kaufkraft.

*******
=> AW PB: Meine Rede Bert - siehe oben Antwort an Fr. Berger. Aber Vorsicht: Ihnen könnte ein "Glaubenskrieg" unterstellt werden. ;-)
=> Leider ist auch der (im Vergleich zu Daytradern durchaus langfristige) Analysehorizont der Value Investoren mit seinen immerhin vielleicht 30-jährigen Gewinndiskontierungsreihen zu kurz, um Ihre o.g. Argumentation ins Modell einzubauen, zu validieren und zu verstehen... ;-) Man muss dazu eben doch das Excel-Modell mal verlassen und nachdenken und gute Unterstützungsliteratur der Österreichischen Schule dazu lesen und kaufen!
10.02.12 @ 15:27
Kommentar from: Bernd [Besucher]
Wenn ich Ackerland besitzen würde, dann würde ich dieses Ackerland auch nicht gegen Gold eintauschen. Dagegen würde ich Geldscheine sehr wohl gegen Gold eintauschen.

Natürlich kann der Preis für Gold auch zurückgehen, das gilt allerdings auch für Ackerland, und natürlich auch für jede Aktie.
10.02.12 @ 15:29
Kommentar from: pingpong [Besucher]
***--
Was könnte denn ausgerechnet ein Finanzpokerer wie Mr. Buffett besseres für sich tun, als das Gold schlechtzureden? Wenn er günstig darüber spräche, wäre es doch viel teurer für ihn, sich damit zu einzudecken. Ich an seiner Stelle wäre in meiner Strategie keinen Millimeter anders. *)

Vielleicht erklärt es sich auch so: Wie reich wäre denn Mr. Buffett, wenn er mehr auf Gurus als auf sich selber gehört hätte? Und nun, wie gut kann der Rat sein, dem Guru Buffett zu folgen? Daraus läßt sich etwas lernen: Selber machen! Aktien sind Papier, Börsen werden geschlossen, Währungen werden ungültig gemacht. Gold aber ...ist immer Gold.

******
*) => Ergänzung PB: Auch eine ganz gute Erklärung, pingpong. Dieses Täuschen durch öffentliche Äußerungen (und hinter den Kulissen das Gegenteil machen) wird ja auch anderen erfolgreichen Investoren unterstellt: China, Goldman Sachs, JP Morgan, und auch Buffett selbst wurde genau das schon bei seinem Silbereinkauf (angeblich 1998) und seinem Silberverkauf (angeblich 2005) unterstellt. In Wirklichkeit hatte er vermutlich etwas früher gekauft - es aber erst viel später bekanntgegeben und während der Kauf- und Verkaufphasen entweder nichts gesagt oder anders geredet als er seinerzeit handelte!
=> Gleich noch eine weitere Erklärung...
10.02.12 @ 15:40
Kommentar from: M. Sieg.. [Besucher]
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Hallo Peter,

Du hast völlig Recht. Ich glaube allerdings, dass Buffett diese Äußerungen aus rein opportunistischen Gründen macht. Einige seiner Investments der letzten Jahre sind sicherlich nicht aus seiner Überzeugung, sondern sind eher auf die nachdrücklichen Wünsche seiner „Freunde“ in Regierung und Fed eingegangen worden. Wenn er sich sein Lebenswerk nicht auseinandernehmen lassen will, muss er wohl ab und zu kleinere Kompromisse gegen seine Überzeugung eingehen.

Viele Grüße, Martin

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AW PB: „Kleine Kompromisse“ ist gut, Martin. Alleine der entgangene Gewinn auf seine 2005 verkauften 130m Silberunzen beläuft sich für Buffett inzwischen auf 3,5 Mrd Dollar (!) - abzüglich (mickriger) Alternativrendite natürlich ...

Sonst hast Du sicher recht. Aber in diesem politischen Erpressungs-Umfeld sollte er -und das war ja mein Rat im Blog- lieber gleich in Rente gehen als sich sein Lebenswerk noch komplett zwangsweginflationieren zu lassen. Mit "Senilität" hat dies eigentlich gar nicht unbedingt was zu tun. Es wäre eher Altersweisheit von ihm...
10.02.12 @ 15:52
Kommentar from: Relevant [Besucher]
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Ich empfehle Ihnen, einen Dow-Gold Ratio Chart mit zu zeigen, angefangen vom Jahr 1900 bis heute. Dann begreift es auch die breite Masse, worum es hier geht (Kondratieff- Zyklen). Z.Bsp. war im Jahr 2001 das Verhältnis 45:1, im Jahr 1979 war es 1:1 jetzt ist es 7:1. Bei 1:1 sollte man Gold in Aktien investieren (unter Berücksichtigung der Lage). Jedes Investment hat seine Zeit.

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=> AW PB: Guter Hinweis, danke. Et voilà:



=> Und hier auch noch der gewünschte langfristige Chart wie von Relevant angeregt. Ab 1896 - er endet allerdings 2004 (also gedanklich bis auf heute 2012 etwa Ratio = 7 weiterzeichnen). Und natürlich beachte man bitte die logarithmische Darstellung:



=> Hier nochmals der gleiche Chart fortgeschrieben bis 2012 und mit linearer Ordinate: http://www.realterm.de/images/DOWinGold_max.png

=> Für Analysten-Puristen zuletzt noch ein Link zum DGF, in dem auch noch berücksichtigt wird, dass der Dow kein reiner Performance-Index ist - und man eigentlich noch die gezahlten Dividenden berücksichtigen müsste. Hier wird das getan - bitte anclicken. Das ändert aber die Grundaussage der obigen Charts nicht.
10.02.12 @ 16:06
Kommentar from: Felix Thommen [Besucher]
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Wenn Warren Buffet sagt, Gold sein eine Blase, dann danke ich ihm für den Ratschlag – und kaufe Gold. Land in Amerika bzw. darauf gestützte Papiere hat im übrigen schon John Law verkauft mit den Folgen, dass Frankreich vollends verarmt und der König um einen Kopf kürzer (gemacht) wurde.

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=> Ergänzung PB: Das war zwar glaube ich erst 1793 der nächste französische König - aber sei es drum, Sie haben in der Sache völlig recht.

=> John Law wurde unterdessen 1720 in Schimpf und Schande außer Landes gejagt, nachdem er zuvor mit seinem Papiergeld Frankreich ruiniert hatte. An der Grenze wurde ihm allerdings zuvor vom Volk noch das Gold abgenommen, das er in seiner Fluchtkutsche dabei hatte. All dies erfährt man übrigens im auch in diesem Fall "auf dem österreichisch-geldrationalen Auge blinden" Wikipedia überhaupt nicht. Dafür stehen dort über John Law so peinliche vulgärkeynesianische Dinge wie:

"Law strebte an, mittels so geschaffenen Papiergelds Deflation zu verhindern und Handel und Gewerbe mit hinreichend Liquidität zu versorgen – ein erst im 20. Jahrhundert als geeignet anerkanntes Konzept. [...] Karl Marx bezeichnete Law später als 'eine Mischung aus Schwindler und Prophet.' [...] Als Law im Frühjahr 1720 Anlass hatte, an der Unterstützung durch den Regenten zu zweifeln, erlitt er einen Nervenzusammenbruch. [...] Law war seiner Zeit weit voraus."

=> Mein Gott Wiki... Und wer editiert diesen Wiki-Link jetzt und ergänzt ihn um die Wahrheit, die kein Geheimnis ist, sondern anderswo im Internet und in vielen Büchern leicht nachlesbar wäre?? Freiwillige Leser vor - hier gibt es genug Experten! Jeder darf bei Wiki verbessernde Änderungen im Text vornehmen - solange kein ideologischer Wiki-Zensor mit Admin-Macht einschreitet!
10.02.12 @ 17:13
Kommentar from: Betroffener [Besucher]
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Habe mal eben durch einen Schweizer Bankmitarbeiter nachsehen lassen - die 1,5 Unzen sind unverändert, also haben keine Blähungen;) Habe dann kurz nachgedacht und halte die Größe der Goldpreisblase für berechtigt. In der Geschwindigkeit wie die PrivatBankster Buchdollars aus dem Nichts schöpfen, kann der Preis gar nicht steigen, um dem langweilig konstanten Goldwert zu entsprechen.
10.02.12 @ 18:20
Kommentar from: Zero [Besucher]
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"Der Goldstandard war ein ruhiger Wachhund, der unbegrenzte öffentliche Ausgaben verhinderte. Ich kann keine Beweise finden, die die Hoffnung unterstützen würden, dass unsere Papierwährung sich letztlich besser entwickeln wird als vergleichbare Experimente in anderen Ländern. Wegen unser wirtschaftlichen Stärke könnte die Krankheit des Papiergeldes bei uns viele Jahre brauchen, bis sie sich voll entwickelt ... aber wir könnten auch bald schon die kritische Phase erreichen. Wenn dieser Tag eintrifft, dann werden unsere politischen Führer wahrscheinlich finden, dass ein ausländischer Krieg und rücksichtslose Reglementierungen die glänzende Alternative zu einer heimischen Wirtschaftskrise sind." (Howard Buffett)

Vielleicht sollte sich Warren Buffett dieses Zitat seines Vaters noch mal durchlesen, um die heutige "Krankheit des Papiergeldes" verstehen zu können. Selbst wenn der gute Herr kein Gold hat, wird er sich in ein paar Jahren wünschen, dass er den Großteil seines Vermögens in das gelbe Metall getauscht hätte. Am Tag X, an dem Berkshire Hathaway zusammen mit dem US-Dollar in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, wird er merken, was es bedeutet, wenn ein Land, das seit Jahrzehnten beim Rest der Welt anschreiben lässt, auf den Boden der ökonomischen Tatsachen zurückkehrt.

Einige Leser glauben nicht, dass der USDollar als Weltleit- und Weltreservewährung verschwinden wird? Achten Sie auf die Entwicklung in China, Japan, Saudi-Arabien und Russland, die sich heimlich, still und leise vom Dollar verabschieden. Warum sonst sorgen in Zukunft Russland und China für die Sicherheit der Saudis am Persischen Golf und EBEN NICHT die USA?! Und tschüss, Petro-Dollar!

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=> AW PB: Erstaunlich, dass der schon 1964 gestorbene Howard Buffett all das so klar erkennen und prognostizieren konnte. Immerhin lebte er bis zuletzt unter dem scheinbaren (indirekten) Goldstandard von Bretton Woods. Die reine Papiergeldära ab 1971 hat er gar nicht mehr erlebt! Aber offenbar war er gut genug informiert, um noch den London Gold Pool zu kennen und zu verstehen, dass über den Pool schon ab ca. 1961 der Goldpreis auf die politisch bestimmten 35 $/oz runtermanipuliert wurde. Und offenbar wusste er bereits damals, dass schon seit ca. 1960 wegen der schon damals defizitären US-Staatsfinanzen stetig und signifikant US-Staatsgold ins Ausland abfloss, was rein physikalisch-zwingend zum Nullbestand innerhalb weniger Jahre hätte führen müssen. Tja - aber die "Verlängerung" des Betrugs um satte 50 Jahre bis heute war wohl jenseits seiner Vorstellungskraft! Es ist schon ein einmalig langer Kampf gegen natürliches Geld, den wir seitdem erleben...

=> Man wird sehen, ob es so kommt wie Sie glauben. Ob es überhaupt einen Tag X geben wird. Und ob sich dann schnell und einfach so eine andere Weltleitwährung bilden wird - mit allen Konsequenzen für die alte... 1910 bis ca. 1950 war die letzte Wachablösung ein zäher Prozess in einer leider (auch deshalb?!) kriegerischen Zeit...
10.02.12 @ 19:04
Kommentar from: Simon [Besucher]
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Korrigieren Sie mich, wenn ich mich irre - aber sofern ich die Aussagen Buffets nachvollziehe (habe auch die englische Vollversion gelesen) rechnet er durchaus auch mit dem "Tag X".
Dieser kommt seinen Aussagen zufolge ja regelmäßig, wie wir hier alle ja wissen.

Er ist dann nur der Meinung, dass die Menschen auch dann noch Essen werden, wohnen werden, Strom verbrauchen, sich rasieren, trinken, mobil sein wollen, ...

Er investiert ja auch nicht in "die Aktien", sondern beteiligt sich an Firmen, die auch dann noch produzieren und Gewinne machen werden, wenn es wirtschaftlich komplett den Bach runtergeht.

Er stellt auch den weltweiten Goldbestand nicht gleich mit dem Ackerland der USA.
Er sagt lediglich, dass wenn man vor der Wahl stehen würde, alles Gold der Welt zum aktuellen Preis zu kaufen oder das gesamte Ackerland der USA + 14x Exxon Mobile (was ja alles nur ein Gedankenspiel ist) - dass man dann, wie schwer auch immer der aufziehende Sturm sein mag, in hundert Jahren besser mit dem Ackerland gefahren sein wird als mit dem Gold, weil das Land (und die Akien) eben all die Jahre Rendite abwarfen, das Gold aber nur rumliegt.

Dass Buffet von "Gold nichts hält" steht so nicht in seinen Aussagen.
Er ist eben nur der Meinung, dass man sein Geld besser anlegen kann und begründet das auch sehr gut nachvollziehbar.

Wer sich hierbei auf den Schlips getreten fühlt, sollte zuerst überlegen, warum dem so ist.

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=> AW PB: Nun, ein wenig muss ich tatsächlich korrigieren.

Zunächst hat die Daueraussage Buffetts, dass die Menschen auch in 100 Jahren noch essen, trinken und wohnen werden, in etwa die Qualität und den Nutzwert des Keynes-Spruchs "In the long run we are all dead." Stimmt. Und nun? Das belegt nur, dass Farmland immer einen Wert haben wird, solange es eben Menschen geben wird, die essen müssen. Das ist zugegebenermaßen NOCH etwas länger als die 4500 Jahre, in denen die Menschen auch Gold Wert beimessen. Aber auf DIESEM Niveau wollen wir nicht diskutieren - oder?

=> Selbst in der Logik der (um es nochmals zu wiederholen...) von mir in normalen Zeiten absolut befürworteten Value Investoren gibt es für jedes Asset Zeiten der Über- und der Unterbewertung. Das ist ja geradezu der GRUNDansatz der VI´ler, um sinnvoll und gewinnbringend zu investieren. Habe schon oft Kostos "Herr-Hündchen"/"Wert-Preis"-Grafik gebracht. Dennoch ist diese Erkenntnis über 100 Jahre selbst für VI-ler eine Nullaussage, aus der per se NICHTS abgeleitet werden kann. Ich habe im Blog die Unlogik kritisiert, mit der Buffett das US-Ackerland ausgerechnet der GESAMTEN WELTGOLDFÖRDERUNG der Weltgeschichte gegenübergestellt hat, obwohl es viel mehr Sachwerte auf der Welt gibt. OK - die 16x Exxons hatte ich tats. übersehen. Aber selbst dann ist er nicht annähernd an der Welt-Sachwertmenge dran. Von der Welt-GELDmenge ganz zu schweigen (16 Exxons werden da derzeit je nach Geldmengendefinition alle 1-2 Jahre erschaffen!) - und DAS wäre der eigentlich richtige Vergleichs-Maßstab für Gold gewesen, wie oben schon ein Zuschreiber angemerkt hatte. Der Vergleich hinkt also schon rein methodisch.

=> Und als Goldbugs gehen wir analytisch noch tiefer: Buffett kapiert partout nicht, dass Gold zwar keine Rendite abwirft und dass man es zwar nicht essen kann (wie Papiergeld oder zB den Düngergrundstoff Kali oder Aktien der Firma Exxon übrigens auch nicht). Dass es aber doch überragenden WERT hat! Gold hat -siehe oben meine Antwort an Fr. Berger- noch NIE in die Modelle der VI´ler gepasst. Und hat doch über Jahrhunderte im Gegensatz zu allen Geldwerten immer einen Preis über Null und vor allem KAUFKRAFT gehabt. In der Gewinnreihen-Diskontierungslogik der VI´ler ist das ein Mysterium. Völlig unerklärbar. Hier ist ein schwarzes Loch in der VI-Theorie, das man nur mit österreichischem Wissen auffüllen kann.

Darum kritisiere ich die VI nicht generell und bin (nochmals Wiederholung!) in normalen Zeiten selbst überzeugter VI-ler: die VI-Methodik ist stimmig, logisch und wird eines Tages auch wieder Relevanz bekommen! Aber NICHT bei der ganz eigenen Anlageklasse Gold, die sich als natürliche Liquidität solchen Rendite-Modellierungsansätzen per Definition entzieht. Und der ANLASS des Blogs war Buffetts Aussage zu GOLD. Gold war immer das natürliche Geld. Solange es nicht (wie zuletzt einmal kurz 1979/1980) auf Basis von GELDMENGENüberlegungen (ungleich Renditeüberlegungen) überbewertet ist, kann man dieses Asset halten. Die WAHREN SUBSTANZWERTE und Renditewerte, die Buffett heute schon (= zu früh) bevorzugt, kann man sich immer damit kaufen. Das zeigt die gesamte Menschheitsgeschichte.

Und dass "Buffett von Gold nichts hält" [wie übrigens seit vermutlich den 80er Jahren - habe nicht geprüft, wann Buffett zuletzt signifikant Gold im Berkshire-PF hatte] steht m.E. eben doch ziemlich klar im verlinkten Artikel - auch im Original:
"But bubbles blown large enough inevitably pop. And then the old proverb is confirmed once again: 'What the wise man does in the beginning, the fool does in the end.' [...]
Today the world's gold stock is about 170,000 metric tons. If all of this gold were melded together, it would form a cube of about 68 feet per side. [...] The staggering valuation given the existing stock of gold. My own preference -and you knew this was coming- is our third category: investment in productive assets."


Dies ist doch recht eindeutig - oder?! Nicht ganz zufällig (wenn auch zuspitzend) übersetzt der deutsche Artikel dies in dann in "Warren Buffett hält nichts von Goldanlagen: In einer eindrücklichen Argumentation zeigt das «Orakel von Omaha», was er von Anlagen in Gold hält: Nichts. Sie seien chancenlos im Vergleich zu Aktien." Genauso hat inzwischen auch noch die FTD Buffett interpretiert: "Gold findet Buffett absolut nutzlos."...

=> Und darum haben wir unbelehrbaren Goldbugs uns hier eben mal erlaubt, sowohl grundsätzlich zu widersprechen - als auch (widerlegbar) das Buffett´sche Timing für Aktien und Goldanlagen zu hinterfragen. Wer den Zug wider besseren Wissens seines Vaters seit 2001 verpasst hat, sollte jetzt nicht plötzlich den Experten in Goldfragen mimen!

PS: Auch darüber hinaus und unabhängig von der Goldfrage bleibe ich dabei, dass Buffett AUCH beim Thema "Internet bubble" nicht so "überlegen-wissend" blubbern sollte wie im Artikel:
"Over the past 15 years, both Internet stocks and houses have demonstrated the extraordinary excesses ... But bubbles blown large enough inevitably pop. And then the old proverb is confirmed once again: 'What the wise man does in the beginning, the fool does in the end.'"
=> Schon in der DotCom-Bubble-Zeit 1999-2000 hat Berkshire nicht besser abgeschnitten als die normalsterblichen Aktienanleger. Der Goldpreis war damals übrigens flat - wenn auch dank Manipulation ganz unten im sog. GordonBrown-Bottom... Nach inzwischen 13 Jahren Underperformance ggü. Gold und sogar ggü. einigen Aktien-Indices ist Buffetts Ruhm nun einmal etwas verblasst. Milliardär ist er in den Jahrzehnten zuvor geworden, nicht seitdem. Und das ist kein Zufall: es hat eben mit der Endphase des K-Zyklus zu tun, in der reines VI nur noch schlecht funktioniert. DAS und nur das war die Hauptaussage dieses Blogs.

Wer sich hierbei auf den Schlips getreten fühlt, sollte zuerst überlegen, warum dem so ist. ;-)

Und übrigens, Simon: "Buffett" schreibt sich korrekt mit "tt". Soviel Ehre sollten wir ihm doch erweisen. ;;-)
10.02.12 @ 20:51
Kommentar from: etc.pp. [Besucher]
Es ist einfach wie mit Einstein's Beispiel zur Relativitäts-Theorie: Nicht der Bahnsteig bewegt sich, sondern der Zug (nicht das Gold wird wertvoller, sondern das Geld wertloser). Es kommt einfach darauf an, was man als Fixpunkt definiert (und ob man überhaupt einen hat). Wenn's der Zug ist, hat man wohl den Sinn und Zweck eines Zuges nicht verstanden.
11.02.12 @ 01:49
Kommentar from: Eigentümer [Besucher]
"Berkshire's goal will be to increase its ownership of first-class businesses. Our first choice will be to own them in their entirety - but we will also be owners by way of holding sizable amounts of marketable stocks."

In zwei Sätzen fällt dreimal der Begriff des "Eigentums". Welchen Stellenwert wird das Privateigentum und die Gewinne, die es abwirft, im zukünftigen Wirtschaftssystem haben?


*******
=> Ergänzung PB: Eigentlich wiederholt Buffett im Zitat ja nur sein jahrzehntelanges Credo, dass ein Value Investor idealerweise möglichst viel oder gar die ganze Unternehmung besitzt, die er für werthaltig erachtet. Und Berkshire hält ja in der Tat in einigen Fällen Mehrheiten auch an großen Firmen. Value Investoren sind oft zugleich aktive Mehrheitsinvestoren, was durchaus Sinn macht, denn wenn (wie bei zersplitterten Aktionärsgruppen ohne Großaktionär) bei Unternehmungen der Sozialismus herrscht und alle Kleinaktionäre "gleich zuständig" sind, ist am Ende keiner mehr zuständig und die Manager können machen was sie wollen. Schlechte Beispiele dafür gibt es genügend (was aber keineswegs die rechtliche Unsitte des Zwangs-SqueezeOuts von Kleinaktionären rechtfertigen soll!).

=> Eine Eigentumsdebatte stößt Buffett hier sicher nicht an. Wir haben dies aber im Blog an anderer Stelle schon oft getan. Unser Credo hier ist das Österreichische (das in diesem Fall sicher identisch mit dem Buffetts ist): Die freie Verfügung über ehrlich erworbenes Eigentum ist ein unabdingbares Menschenrecht. Bitte ggf. dazu nachlesen die Debatten im Kommentarbereich unter dem Baader-Nachruf (Blog vom 8.1.2012). Oder auch meinen Artikel im kommenden März-Heft des Magazins "eigentümlich frei", in dem die Eigentumsdebatte ebenfalls eine Rolle spielen wird.
11.02.12 @ 09:37
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
*****
Es dürfte wenig Zweck haben den Wert des weltweiten Goldes mit dem US-Ackerland zu vergleichen, denn letzteres ist eine Existenzbedingung des Menschen, das erstere wurde aus Schönheitsgründen und Unzerstörbarkeit immer als Zahlungsmittel für die unentbehrliche Arbeitsteilung benutzt.

Daß die Existenzgrundlagen für die Menschen immer das wichtigste sind, kann man sehr gut an der Erzählung des Königs Midas erkennen

http://de.wikipedia.org/wiki/Midas

dem es auch nichts half, als alles, was er anfaßte, also auch seine Speisen und Getränke, sich in Gold verwandelten.

Wenn ein zweifelsohne gescheiter Mann wie Buffett von einer Goldblase spricht, so ist nicht auszuschließen, daß dies auch hintersinnig gemeint sein könnte, wie schon einige Kommentatoren andeuteten, nämlich daß Gold unverändert bleibt, aber das Papiergeld sich ausdehnt und dann irgendwann einmal wertmäßig platzt. *)

Ich gestatte mir dazu noch ein kurzes Beispiel für hintersinnig, und hoffe daß es niemanden ermüdet. Als der König Kroisos, der Erfinder des ersten gemünzten Goldes und Silbers, sich entschloß die Perser anzugreifen, fragte er bei der Pythia in Delphi nach den Aussichten. Diese beschied im, wenn Krösus den Halys (heute: Kizilirmak), den Grenzfluß, überschreitet, wird er ein großes Reich zerstören. Krösus bezog diese Weissagung auf das Perserreich, es war aber sein eigenes.

http://de.wikipedia.org/wiki/Orakel_von_Delphi

So könnte sich also auch Buffett hintersinnig zur Goldblase geäußert haben. *)

Dies war vor allen Dingen auch deswegen so notwendig, weil er sich über die enormen politischen Widerstände, bis zu einem Edelmetallverbot, im klaren sein dürfte, die den Edelmetallen als Zirkulationsmittel entgegenstehen. *)

Die Edelmetalle werden ihre Aufgabe als Zirkulationsmittel wieder übernehmen, sobald das Papiergeld zurückgewiesen wird und der Weltregierung gar kein anderes freiwilliges Motiv bleibt um die Menschen zur Arbeitsteilung zu bewegen.

*******
=> AW PB: Schön und gut - diese mit *) gekennzeichnete These einer heimlichen Warnung Buffetts an wen auch immer. Wie soll man sie ohne Einblick in WB´s Gehirnwindungen auch widerlegen? Aber ich sehe weder im Originaltext noch in der Übersetzung irgendwelche Anhaltspunkte für Hintersinn. Eine Warnung aber, die mangels Klarheit wohl keiner richtig verstehen kann, sollte man besser bleiben lassen! Sonst kommt genau das raus, was die mythologische Pythia ja auch erreicht hat: der genau falsche Rat für denjenigen, der auf sie gehört hat... Im Übrigen stand die Pythia nach neuen tektonischen und geologischen Untersuchungen des Tempels in Delphi bei der Orakelarbeit unter Dauernarkotisierung - hervorgerufen durch giftige Dämpfe aus dem Erdinnern, die durch Spalten unter dem Apollo-Tempel zu ihr in den Altarraum drangen.
=> Und wer fragt nun Warren B., was er vor seinem Orakelspruch geraucht hat?
11.02.12 @ 13:37
Kommentar from: LuckyFriday [Besucher]
****-
Indiskutabel, die Blasentheorie! Präsenil. Der Morbus Alzheimer kommt langsam, und es dürften wohl einige Jünger des "American-Dream-Jesus" auch langsam davon befallen sein...

*********
=> AW PB: Vorsicht Lucky. Auch Sie setzen sich dem Verdikt "Glaubenskrieger!" aus. Goldbugs sind Dschihadisten. Der Wahrheit und der Geld-Ratio zwar. Aber eben doch Glaubenskrieger - und das geht gar nicht. Sagt oben Frau Berger, bitte nicht vergessen.
=> Und natürlich sind wir mit solcher Wortwahl auch noch "unter der Gürtellinie" und "verlieren unsere Glaubwürdigkeit".
=> Wo kommen wir da hin. Das sind ja hier fast schon Zustände wie im GSF ;-)
11.02.12 @ 16:36
Kommentar from: Benny [Besucher]
*****
Februar 2012: Warren Buffett wähnt Gold mal wieder in einer Blase. Das FBI soll Befürworter des Goldstandards als "gefährliche Extremisten" einstufen.
Gleichzeitig sagt Dirk Wiedmann vom Rothschild Wealth Management, dass "Gold die einzige noch verbliebene, wirkliche Hartwährung" sei (www.finews.ch/news...). Und auch Goldman Sachs betitelt Gold als "weiterhin im gesamten Jahr eine gute Geldanlage und ein gutes Investment" und sieht den Preis 2012 auf 2200 Dollar steigen. Wer nun aus dieser hochwerten Gesellschaft wirft Nebelkerzen, wer nicht? Oder alle, nur jeder auf seine Weise?
12.02.12 @ 11:32
Kommentar from: Wolli [Besucher]
Natürlich ist jeder Goldpreis über Null eine Blase. Wenn (!) es eben gelingt, dem Gold seine Funktion zu rauben. Dies wird aber nicht gelingen, denn ein Naturgesetz -und um ein solches handelt es sich beim Regressionstheorem- wird man nur zeitweise "überlisten" können.

Das ist wie beim Gesetz der Schwerkraft und des "Freien Falls". Dieses wird auch nur an seiner Wirkung als solches erkannt.

Spannend für mich ist die Frage, wie sich der physische Goldpreis der Knechtschaft des Papiergolds entledigen wird (ein lustiges Bild, dieses Eigenleben der Beiden). Meine ganz bescheidene kleine Meinung geht dahin, dass der Papiergoldkurs dramatisch abstürzen wird, während physisch auch für eine Billion pro Unze kein Gold mehr frei verfügbar sein wird. Eine absurde Vorstellung, ich weiß. [Anm. PB: In Märkten, die den Namen noch verdienen eigentlich eine unmögliche Vorstellung] Aber gerade darin liegt ja offensichtlich die Logik des 21.Jahrhunderts ;-)...
12.02.12 @ 15:43
Kommentar from: A.C. [Besucher]
Die Diskussion um den Wert von Gold und Silber, halte ich für überflüssig. Der sogenannte Wert, wird sich vermutlich bei einer Währungsreform stark verändern, fragt sich nur in was. Sicher ist jedenfalls, es wird immer einen gewissen Wert haben, wogegen Geldscheine, sprich die Währungen rapide verfallen werden. Dies passiert im schlimmsten Fall, der eintreten kann.
12.02.12 @ 19:36
Kommentar from: Werner Wildgans [Besucher] E-Mail
****-
Glauben Sie mir, wieder einmal wird Buffet mehr wissen als wir! Sicher denkt er bereits über einen Relaunch des Systems nach, in dem insbesondere seine Versicherungsbeteiligungen - dann gefüllt mit Staatsanleihen der neuen Gattung - einen unschätzbaren Wert darstellen werden. Oder denken Sie an die Burlington Northern Railway, die ihm komplett gehört: Dafür hat er sich sogar kurzfristig verschuldet. Wieder einmal hat er den Trend zum kostengünstigen Transport als einer der ersten erkannt. Man sollten nicht den Fehler machen und diesen Mann unterschätzen !!
12.02.12 @ 19:50
Kommentar from: Bernhard W. [Besucher]
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Hallo Peter,

Gold und Value Investing gehören untrennbar miteinander zusammen. Gerade wenn ein Value Investor keine günstig bewerteten Unternehmen findet, muss er in Cash gehen. Und Gold ist nunmal das einzig gesunde Geld. Es ist eben kein nominal rentierendes, diskontierbares Investment bzw. Rohstoff. Just cash!

Dass Warren Buffett jahrzehntelang mit überragenden Erfolg komplexe Unternehmen bewerten konnte, aber nicht den wahren Wert eines grünen Papierfetzens erkennt, ist der Treppenwitz in seiner großartigen Biographie. Ich kann dies nur mit lebenslanger Gewohnheit und Patriotismus erklären.

******
=> AW PB: Wohl wahr Bernhard. Diese 60-jährige Gewohnheit ist aber für alle Value Investoren am Ende des aktuelllen Aufschuldungszyklus inzwischen gefährlich geworden (was nicht zwingend heißt, dass gerade der Dollar zuerst untergeht: den unnatürlichen und letztlich heute von keiner EU-Nation wirklich noch gewünschten Euro wird er trotz inhärenter Wertlosigkeit allemal überleben).
=> Aber vielleicht greifen bei Buffetts Goldblasengeblubber auch schlichtweg die diversen anderen Erklärungen oben in Blog und in den Kommentaren.

Generell: Dieser Blogeintrag ist keine fundamentale Philippika gegen die Theorie des Value Investing! So etwas käme nie ausgerechnet von mir. Wie oben mehrfach erwähnt, sind die Grundideen und die Modellmathematik der VI völlig stimmig. Aber auch sie haben ihre Hochzeiten. Zu ihrer erfolgreichen Anwendung müssen jedoch Voraussetzungen erfüllt sein. Derzeit ist das eben mal gerade nicht so. Das Geblubber gegen Gold ist -genau wie Du schreibst- ein Treppenwitz der Geschichte des VI. Welches Investment hätte je so viel zeitlos sichere, inhärente und jederzeit liquidierbare Substanz gehabt wie Gold? Und unterbewertete Substanz ist doch genau das, was die VI-Anhänger suchen...
12.02.12 @ 22:16
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
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Zum Zuge kam Law erst nach dem Tod des in seinem ökonomischen Denken noch Colbert (Merkantilismus und "Ordonnance de la Marine") verhafteten, aber schließlich nach dem Ableben seines Ministers (1683) in wirtschaftlichen und finanziellen Dingen orientierungslosen Ludwig XIV (+ 1715).

Dessen Nachfolger, der wohl bemühte, aber schwache und glücklose Ludwig XV, Urenkel Ludwig XIV (Sohn und Enkel Ludwigs XIV waren noch vor diesem gestorben) und Vorgänger des auf der Guillotine dekapitierten Ludwig XVI, konnte 1715 zunächst wegen Minderjährigkeit in die Regentschaft nicht eintreten.

Die Staatsgeschäfte als Regent führte bis zur Volljährigkeit Ludwigs der verschwenderische und ausschweifende Herzog von Orleans, dessen deutsche Mutter Elisabeth von der Pfalz war.

Law hatte Philippe von Orleans zuvor in Paris beim Glücksspiel kennengelernt und dem unter chronischem Geldbedarf leidenden Herzog in Finanzsachen ausgeholfen , mit der Regentschaft Philippes begann dann Laws große Stunde.

Die Ausgabe von Papiergeld und die Gründung einer Art Zentralbank sollten die seit dem Tode Colberts durch zahllose Kriege und die Prunksucht des Adels (das "do ut des"-System Ludwigs XIV, und abgesehen davon, daß der Adel durch "Demokraten" ersetzt wurde und der König durch Bankster, heute nicht viel anders) in Verfall geratenen Finanzen Frankreichs (abgesehen von der Ausdehnung der Misere auf fast ganz Europa auch heute nicht viel anders) in Ordnung bringen - mit dem bekannten Ergebnis des Faillierens der Staatsfinanzen (Law war zuvor auch schon in das unglückliche Darien-Projekt verwickelt, dem Versuch einer Kolonisierung Panamas, das im Moment seines Scheiterns den größten Teil des schottischen Nationalvermögens verbraucht hatte).

- Zitat eines älteren Geschichtslexikons zum Zustande Frankreichs im Moment des Todes von Ludwig XV (1774, über 50 Jahre nach den gescheiterten Vabanque-Spiels Laws):"Beim Tode des Königs 4000 Millionen Livres Staatsschulden - der Staat, das Heer und die Verwaltung heillos zerrüttet." *)

[Parallelen zur Lage der "EU" und der BRD im Jahre 2012 sind nicht zufällig, aber gewollt, der Law des 21.Jahrhunderts scheint der "göttliche Werke" verrichtende Herr Blankfein zu sein, gleich Law wohl ein medizinischer Fall.]

*******
*) => AW PB: Danke für die geschichtlichen Ergänzungen (Bezug war ein Law-Kommentar weiter oben). Ich garantiere übrigens, dass die heillose Zerrüttung der DEUTSCHEN Staatsfinanzen des 21. Jahrhunderts nach Einführung des ESM (aktuelle Entsprechung der Law´schen Plünderungen) keine 50+ Jahre dauern wird. 5 Jahre wäre schon eine extrem hohe Schätzung. Alle MdBs der Bundestages müssen sich in den kommenden Tagen und Wochen nochmals intensive Gedanken machen, wie sie es vor Volk, Geschichte und ihren Kindern rechtfertigen wollen, diesen Putschwahnsinn abzunicken. Weitere Details dazu in den kommenden Tagen - wir entdecken täglich noch neue Verfassungsbrüche im ESM-Vertrag! Hier auf dem Bildschirm.
14.02.12 @ 00:50
Kommentar from: wolfswurt [Besucher]
"Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben" gilt für Buffett uneingeschränkt.

Warum?

Deshalb: "Dr. Pacella wies zunächst einmal darauf hin, dass die bedeutendste Triebkraft in der Natur der Überlebenswille ist. Das Überleben, zuerst eines Körpers und dann der eigenen Spezies, steht über allen anderen Dingen. Wenn man diesen Gedanken erweitert, so Pacella, gehört dazu auch der Schutz der Ersparnisse, der Früchte der eigenen mühevollen Arbeit, wie auch die Erwartung, dass man am Ende für all den Konsumverzicht belohnt werden würde.

Und genauso wie Eichhörnchen Eicheln sammeln, mit denen sie den Winter überleben können, werden Menschen, wenn sie sich in der Lage dazu sehen, sparen, damit es ihnen in Zukunft besser geht. Das Medium, das sie zum Sparen nutzen, ist dabei von entscheidender Bedeutung: Niemand wird sich absichtlich für ein Medium entscheiden, von dem bekannt ist, dass es an Wert verliert oder gar gänzlich verschwinden kann
."

aus: http://www.propagandafront.de/1100690/das-gold-mysterium-gestandnisse-eines-mainstream-okonomen.html

Diese von Dr. Pacella erkannten Zusammenhänge sind der Grund für den vom Menschen zugewiesenen Wert gegenüber Gold.

Nicht mehr aber auch nicht weniger!
19.02.12 @ 16:22
Kommentar from: Mattose [Besucher]
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Zustimmung zum Blog. Zur Ergänzung empfehle ich auch allen hier, diesen Artikel zu lesen - und wenn sie damit fertig sind, vielleicht auch mal im Archiv zu stöbern:

http://fofoa.blogspot.com/2012/02/yo-warren-b-you-are-so-og.html
22.02.12 @ 12:56
Kommentar from: Ju52 [Besucher] E-Mail
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Für diejenigen, die zu diesem Blog neu hinzustoßen, wäre es hilfreich, wenn die scheinbare Alternative "Gold oder (Papier)Geld" (siehe z.B. die Wortmeldung von A.C.) aufgebrochen werden würde zugunsten einer breiter angelegten Diskussion "Was sind die Alternativen zum Papiergeld, wenn man sein Vermögen schützen und vermehren will". Gold kann hier eine Variante sein. Aber sicher nicht die einzige. Wie steht es z.B. – um wieder auf Buffett zurückzukommen – mit Grund und Boden?
Aber ich werde das Blog mal etwas durchforsten: PBs Anmerkungen lassen vermuten, dass er hier einiges von dem veröffentlicht hat, wonach ich suche.
Ansonsten: Hochachtung. Hohes Niveau. Und also Danke.
08.06.12 @ 10:08
Kommentar from: Jan [Besucher]
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Tja, war wohl doch eine Blase...

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=> AW PB: Dieser Kommentar kam rein bei 1355$/oz Gold - also inmitten des von oben orchestrierten Abverkaufs der Goldpreise mit dem (vorrangigen) Ziel, die Psychologie einer 12-jährigen Aufwärtsbewegung zu zerstören und diese Zerstörung mit allen verfügbaren Systemmedien zu begleiten und damit noch künstlich zu verstärken.
=> Nun warten wir mal ein Jahr ab, ob das dann gelungen sein wird. Gerade "Langzeit"-Investoren (also Buffett-Fans) sollten minestens in 5-10 Jahreszyklen denken und nicht nach 2 Tagen Goldcrash gleich voreilige Schlüsse ziehen. Geduld...
18.04.13 @ 09:30

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