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Deutsches Gold: Offener Brief an Kai Diekmann und Philipp Mißfelder
von Peter Boehringer
06.03.12 14:39:08
Sehr geehrte Herren Diekmann und Mißfelder,
Vorstand und Mitglieder der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft e.V. nehmen heute ebenso wie viele Goldbugs und sehr viele interessierte Bürger mit gewisser Überraschung und durchaus auch mit Freude und Genugtuung zur Kenntnis, dass die BILD-Zeitung über den Ausflug des MdBs Philipp Mißfelder zu einem Teil des Deutschen Volksgoldes bei der Fed in New York berichtet:
„BILD beim Goldschatz der Deutschen in New York“
Wir gratulieren Ihnen zu Ihrem Entschluss, sich massenmedial und vielleicht später sogar parlamentarisch einer Sache anzunehmen, die seit über 50 Jahren ein Dauerskandal ist, denn es war zu keinem Zeitpunkt einsehbar, dass das von den Deutschen in den 1960er Jahren hart erarbeitete Gold im Ausland gelagert wird – noch dazu in höchst intransparenter Weise. Es war darüber hinaus auch nie einsehbar, warum sich seit dem berüchtigten Blessing-Brief von 1967 inzwischen neun Bundesbankpräsidenten und sechs Kanzler ohne juristische Not trotz durchgängig riesiger Außenhandelsüberschüsse gegen jede Aufstockung dieser gerade in Zeiten der EURopäischen Währungskrise so enorm wichtigen Deutschen Goldreserve entschieden haben und auch das Gold nie heimgeholt haben.
Wir gratulieren dazu, dass Sie nun endlich das Thema Gold der Deutschen für sich entdeckt haben, welches seit Jahrzehnten Gegenstand intensivster Internet-Debatten ist und das spätestens seit den Bankenbailouts auf Bürgerkosten 2008, seit den inzwischen Billionen-schweren Staatenbailouts 2010 und seit dem Target2-Bilanzskandal der Bundesbank 2008-2012 eine der obersten Prioritäten von Medien, Bundestag und Regierung sein müsste.
Wir gratulieren weiterhin zu Ihrem schönen Erfolg, die Kellerflure der Fed New York in ihrer ganzen kahlen Pracht besichtigt haben zu dürfen – wenn auch ohne Fotofreigabe (aber so schön wären die leeren Kellerflure im Neonlicht auch nicht gewesen). Das ist immerhin schon mehr als das Deutsche Volk als Eigentümer des dort (vielleicht) gelagerten Golds seit 50 Jahren hoffen durfte... Als Trost spenden wir Ihnen hiermit zwei private Fotos aus garantiert seriös physisch vorhandenen Goldhorten, damit Sie nicht ganz vergebens in NY waren und nun auch einmal sehen, wie es hinter den Türen der im Artikel genannten 122 Compartments der NY Fed mit dem darin gelagerten Gold jeder privaten und staatlichen Provenienz so ungefähr ausgesehen hätte:

Wir gratulieren weiterhin zu der Erkenntnis, dass es zum Deutschen Gold Barrenlisten gibt. Wir können Ihnen aus uns bekannter Korrespondenz der Bundesbank mit Datum 9.12.2011 bestätigen, dass es detaillierte und vollständige Listen mit Barrennummern gibt, sogar getrennt ausgewiesen nach Lagerorten, was in der Tat jahrzehntelang von der BuBa nie offengelegt wurde; und dass die Bundesbank diesbezüglich noch viele „interessante“ Infos besitzt, die aber nur tröpfchenweise offengelegt werden. Warnung aus gegebenem Anlass: Entsprechende Fragen an die BuBa werden gerne zunächst mal damit abgewürgt, dass man Bundesbank-seitig den Vorwurf der „Geheimniskrämerei“ von sich weist - also auch als Mediengott oder MdB immer schön höflich bleiben. Dann antwortet Ihnen (vielleicht) eine absolut unabhängige, altehrwürdige Institution mit voller Souveränität von wessen Gnaden und unter wessen Ägide auch immer. Unter Weidmanns Talaren - der Muff von 1000 63 Jahren sozusagen...
Wir trösten Sie also insoweit, dass Sie mit Ihren heute im BILD-Artikel formulierten Bedenken in keiner Weise alleine sind. Das Deutsche Volk, unsere DEG-Mitglieder und andere bürgernahe Gruppierungen machen sich noch viel weitergehende Sorgen um dieses Gold! Die entsprechende umfangreiche Korrespondenz mit der Bundesbank von 4Q2011 und 1Q2012 senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu; Email genügt. Sie werden sich wundern, welche durchaus erstaunlichen Antworten von der BuBa bereits vorliegen und mehr noch, welche wirklich wichtigen Fragen in diesem Kontext sinnvollerweise gestellt werden können und müssen!
Wir informieren Sie hiermit vorab, dass eine entsprechende Initiative für einen voll-transparenten Audit und zur Heimholung des Deutschen Golds in der Endphase der Vorbereitung ist und in den kommenden Wochen öffentlich gestartet werden wird.
Wir fordern Sie schon heute zu umfassender medialer und parlamentarischer Unterstützung dieser breit aufgestellten Kampagne auf! Der Imperativ „Holt unser Gold heim!“ eignet sich sowohl für die Titelseite der BILD als auch für eine gleichnamige Gesetzesinitiative der Regierungspartei des Philipp Mißfelder! Ihr Problembewusstsein haben Sie heute unter Beweis gestellt. Nun fehlt nur noch der konsequente Problemangang; gerne gemeinsam mit uns und dem Volk. ![]()
Post Scriptum: Journalisten, interessierte Prominente und Multiplikatoren mit Öffentlichkeits-Wirkung fordern wir hiermit ebenfalls auf, sich bei Interesse an einer Unterstützung der Initiative per Email kurz bei mir zu melden. Wir werden Sie dann in den kommenden Wochen als mögliche Erstunterzeichner anschreiben und um ihre Unterschrift und ihr Logo zur Unterstützung der Initiative bitten. ![]()
Mit freundlichen Grüßen, Ihr
Peter Boehringer für (u.a.) die Deutsche Edelmetall-Gesellschaft e.V.
peter.boehringer@edelmetallgesellschaft.de
14 Kommentare
Genau diese Pflege hat offensichtlich hier stattgefunden: Zur Einlullung der steuerzahlenden Bundesbürger? Zur Ablenkung von Wesentlichem? Oder gar zur bewussten Desinformation, die ja -nicht nur vom Verlagshaus des Herrn Diekmann ausgehend- gelegentlich stattfindet...
Außerdem erinnere ich an die diversen "Briefings", zu denen die Kanzlerin seit Beginn der Krise regelmässig die verantwortlichen Medienvertreter zu sich "bittet".
es wurde höchste Zeit, dass dieses Thema aufgegriffen wurde. Jedoch glaubt doch wohl niemand mehr daran,dieses GOLD jemals wiederzusehen. Unsere Politiker sowie unsere amerikanischen Freunde werden uns weiterhin die HUCKE voll lügen, vielleicht findet man noch einige Wolfram Barren zur Freude unserer BuBa. mfg. w.e.
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=> AW PB: Keiner ist hier naiv - langjährige Goldbugs zuallerletzt! Aber das Gold gehört eindeutig weiterhin dem Deutschen Volk, nur treuhänderisch verwaltet von der BuBa, die gefälligst darüber Rechenschaft abzulegen hat. Es gibt kein (offizielles, dem Deutschen Volk mitteilbares) Gesetz, das die Bundesbank von der Pflicht entbände, unser Eigentum zu auditieren und herbeizuschaffen. Oder offiziell den Verlust zu melden, falls sie das nicht kann! Im Übrigen ist ja nicht nur der physische Bestand zweifelhaft, sondern sogar die BUCHUNGSPOSITION über derzeit 140 Mrd EUR hochgradig ausbuchungsgefährdet! Target2 wird das bald "erzwingen" - die ersten Politikerstimmen fordern es bereits. Daher geht es nicht nur um das (nicht einfach erreichbare) physische Heimholen des Volksgoldes, sondern auch um die Verhinderung der Aufgabe dieser Buchungsposition, für die immerhin 80 Mio Deutsche 6 Monate lang Steuern zahlen müssten!
Chapeau für diesen Post! Ich bin zwar nur ein "kleines Würstchen", aber meinen "Segen" haben Sie! Nur: Erwarten Sie nicht zuviel von den Systemknechten Diekmann und Mißfelder. Da ist zuviel Show...
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=> AW PB: Keiner erwartet hier etwas von ihnen, obwohl sie wirklich ehrlich zum Mitmachen eingeladen sind (und nach dem heutigen BILD-Artikel ja fast mitmachen MÜSSTEN). Und eigentlich wollten wir unsere Initiative erst etwas später vorstellen. Aber eine solche Steilvorlage der BILD kann man ja nicht ungenutzt verstreichen lassen. ;-)
Übersetzt heißt das doch: "Hahahaha, ihr Schafe!"
meine Agenda:
1. BuBa - Gold zurückholen (kostet was - Hugo Chavez fragen!)
2. Friedensvertrag für Deutschland (Vereinigte Nationen fragen - traktandieren!)
3. Amerikanische Besatzungsmacht nach Hause schicken (Friedensnobelpreisträger Obama fragen!)
4. Geldmonopol des Staates aufheben
Ach, könnte es schon morgen sein!
kein schwarz, kein rot, kein gold
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=> :-))
Charttechnisch müsste demnach das kommende Gold Hoch exakt bei Phantastillionen liegen, nicht nur bei lausigen 50.000 wie Prof. Bocker wähnt; und wir könnten nach Adam Warren Buffett die Erde, Sonne, Mond und Sterne für eine Unze Gold kaufen.
Alles absurd? Klar, und doch rechnerisch in einer Papiergeldwelt real: Darum ist physischer Goldbesitz so wichtig!
Sie haben einfach genial diesen medialen Ball aufgenommen. Da kann ich es an einer Unterstützung Ihrer Initiative nicht fehlen lassen. Ich bin dabei, wenn es um einen voll-transparenten Audit und die Heimholung des Deutschen Goldes geht.
Getreu dem Motto: "Von Chavez lernen, heißt Gold heimholen lernen!"
Transportweg dürfte kein logistisches Problem sein. Wir werden das ganze EM mautfrei über die "Atlantik-Brücke" transportieren.
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=> Ergänzung PB: Bitte noch um etwas Geduld. Das Thema wurde ja in 50 Jahren nie öffentlich weiterverfolgt, obwohl es natürlich Dutzende von Petitionen und die bekannten Anfragen von MdBs gab (Gauweiler u.a.). Chavez hat ja übrigens nur gemacht, was vor 44 Jahren auch De Gaulle mit dem französischen Gold machte. Er hatte erkannt, dass eine potenzielle Währungsdeckung nur zu Hause echten Sinn macht. Einige andere Staaten haben das gleiche Ziel etwas anders erreicht und ihre ausländischen Goldvorräte verkauft und dann im Inland heimlich wieder neu eingekauft. Mit 3400 deutschen Tonnen wäre das allerdings nicht möglich, ohne den Preis in den Orbit zu schießen...
Trotzdem finde ich es gut von Ihnen, daß Sie die Möglichkeit der Öffentlichmachung nutzen: wird dieses Thema erst mal massenmedial behandelt (und sei's nur, um die Schafe schlummernd zu halten), erwacht auch entsprechende Aufmerksamkeit, und damit ist schon mal die halbe Miete gewonnen. *) Bisher war der größte Trumpf der Marionettenspieler die Verschleierung der Vorgänge hinter den Kulissen: sowie das bröckelt und Durchblicke ins Dahinter in den Wandrissen entstehen, ist die Schlafmütze passé. Also, weiter (wach)gerüttelt, wie Sie's hier u.a. schon kräftig tun ;-)
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*) => Ergänzung PB: In diesem Sinne HAT die Kampagne ja schon im Vorfeld viel bewirkt: Ohne ihre Androhung schon vor einigen Wochen wäre Mißfelder ja kaum so ostentativ zur Fed NY geflogen, um sich von der BILD mit zwei maskulinen Fed-Security-Leuten vor dem Haupteingang fotografieren zu lassen. Was wäre denn nach 50 Jahren sonst der ANLASS dafür gewesen - wenn nicht unsere Debatten und Vorankündigungen hier?
=> Mal schauen, ob die Massenmedien nun auch am Ball bleiben und sich auch nicht (wie zB heute das Print-Handelsblatt) weiter entblöden, Leute, die ein Audit fordern in die rechte Verschwörer-Ecke zu stellen. Damit dann auch implizit einen Gauweiler, einen De Gaulle und Tausende kritischer Nachfrager der letzten Jahrzehnte (meist in Form von Briefen und Petitionen). "Herr schmeiß´ Hirn ra", sagt der Schwabe. Mit dieser Kampfrhetorik wird man das Thema nun aber nicht mehr wegbekommen!
Dann wäre immerhin sichergestellt, daß das jahrzehntelange Herumlavieren im Hinblick auf den Verbleib dieses Goldes ein Ende hätte.
Denn in Peking wird man sich nicht lange von dummen und dümmsten Ausreden unserer transantlantischen Freunde hinhalten lassen, wenn es um das Einfordern von hinterlegtem Gold in physischer Form geht.
Und schon überhaupt nicht von einem Schmierblatt der demokratischen Asphaltjournaille.
- Vom deutschen Gold leben unsere überseeischen Freunde schon seit fast 100 Jahren sehr gut: Zunächst wurden die nach Kriegsende noch vorhandenen Goldreserven des Kaiserreiches über das Versailler Reparationsregime bzw. nach 1923 den Dawes- und Youngplan abgeschöpft.
1945 hielten sich die Demokratisierer aus Übersee mit diplomatischen Formalien erst gar nicht lange auf und nahmen gleich alles Gold mit über den Atlantik, was irgendwo physisch zu greifen war (wie in z.B. in Merkers/Thüringen, wo freilich bis zum vereinbarten Einrücken der Sowjetarmee zur Umsetzung der Zueignungsabsichten die Zeit knapp war).
Ob es sich nun um deutsches oder um durch das NS-Regime geraubtes Gold handelte, interessierte die Befreier nicht.
De Gaulle handelte sich mit der Rückforderung des frz. Staatsgoldes, das z.T. schon 1940 durch den US Kreuzer Vincennes von Casablanca aus in die USA verbracht worden war, den Mai 1968 ein - eine Art Vorläufer der heute in Mode gekommenen "Farbenrevolutionen" made by USA.
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=> AW PB: Als Goldbugs können wir von der DEG die Abgabe physischen und für künftige nationale Währungsdeckungen wichtigen Goldes gegen Papier (Anleihen) natürlich nicht uneingeschränkt goutieren. Chinesische Schuldentilgung wäre höchstens die zweitbeste Lösung, wenn denn das Physische gar nicht mehr heimholbar wäre.
=> Zum "Gold des Kaiserreichs" ist zu sagen, dass Versailles, Dawes und Young zwar enorm viel an Sachwerten abgeschöpft haben. Gold nun aber gerade nur noch wenig, denn das wurde ja bekanntlich schon 1914ff "für Eisen", "zur Wehr" und "zur Ehr" abgegeben.
=> Nicht viel anders 1936-1945. Und das wenige dann noch vorhandene Reichsgold war nach dem 8.5.1945 dann in der Tat sehr schnell weg aus Deutschland. Vermutlich Richtung Ost wie West.
=> Darum legen wir schon einen gewissen Wert darauf, dass die geplante Initiative AUSSCHLIESSLICH auf die 3400 Tonnen Gold zielt, die die Bundesbank aus Außenhandelsüberschüssen in Form von damals noch goldgedeckten Deviseneinnahmen des deutschen Volkes zwischen etwa 1951 und 1967 aufkaufen konnte! NUR das ist Gegenstand dieser Initiative. Denn dieser Hort ist unbestritten, unbestreitbar; und seine Existenz eines Tages potenziell sehr wichtig für die (Teil)Deckung einer neuen Währung post Euro.
PS noch zu De Gaulle: die ganze 68er-Bewegung dem armen De Gaulle und seiner französischen Goldheimholung anzulasten, wäre denn wohl doch ein wenig überinterpretiert. Immerhin haben sehr viele Länder damals wie heute die "Segnungen" der 68er erfahren dürfen. Auch Deutschland, das das Gold nie heimholte und dank Blessing auch nach 1967 kein weiteres mehr ankaufte, obwohl endlos Mittel dafür dagewesen wären. Und mal ganz ehrlich: Hätten wir uns von der 68er-Bewegung freikaufen können, wäre uns das doch locker 3400 Tonnen Gold wert gewesen, oder? ;-) Damals 1968 waren das schlappe 4 Milliarden Dollar; heute eben 185 Mrd Dollar - so viele Peanuts sollte uns doch eine weniger totalitäre und freiere Welt wert sein. Über Target2 und andere EUR-"Rettungs"töpfe wird dieser Betrag derzeit etwa alle 3 Monate ans Ausland abgeführt... In so einen Freikauf wäre das Gold jedenfalls besser investiert gewesen als in chinesische Schuldentilgung. Leider aber: tempi passati - diese Chance wurde damals vertan...
"Kann die Bundesbank über ihr Gold noch verfügen? Im Internet gehen Verschwörungstheorien [sic!] um, wonach die Bundesbank über ihre Goldreserven im Ausland nicht mehr verfügen könne oder es gar nicht mehr existiere. Die Bundesbank dementiert."
Es ist erschreckend, aber nicht verwunderlich wie tief und primitiv Journalismus sein kann.
Ich bin regelmäßiger Leser des Handelsblatts und der Wirtschaftswoche seit über 30 Jahren. Beide werden vom selben Verlag herausgegeben. (x)
Die Wirtschaftswoche unter Chefredakteur Roland Tichy nimmt sehr oft kein Blatt vor dem Mund und hat in Bezug zu dem Thema GOLD und Target 2 eine ähnliche Meinung wie Peter Boehringer und Prof. Sinn.
(x)"Seit 1999 kooperiert das Handelsblatt mit dem amerikanischen Verlag Dow Jones, der unter anderem die Wirtschaftszeitungen The Wall Street Journal und The Wall Street Journal Europe verlegt."(Quelle Wikipedia)
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=> AW PB: Ja, ich hatte ja oben in der Antwort an Reinhard schon zu dieser Kampfrhetorik des Handelsblatts Stellung genommen. Die Print-Version des Pamphlets ist noch peinlicher. Dort behauptet der HB-Redakteur ernsthaft, "jeder" könne mal eben zur Fed gehen und das Gold anschauen... Na das soll der HB-Redakteur doch mal versuchen.
=> Und ja: Das Schwesterblatt WiWo ist unter Tichy erheblich weiser und weiter. Schon 2011 erschienen dort folgende durchaus problembewusste und ausgewogene Artikel zum Deutschen Gold. Zur Lektüre empfohlen:
http://www.wiwo.de/finanzen/goldreserven-der-goldschatz-der-bundesbank/5155574.html
http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/bundesbank-das-geheimnis-des-deutschen-goldschatzes/5733552.html
Die deutsche Notenbank wurde durch Drohung amerikanischer Truppenabzüge gezwungen, ihre Dollarbestände nicht mehr in Gold umzutauschen. Die Franzosen bezahlten dagegen ihre Aufmüpfigkeit mit den Mai-Unruhen 1968.
Laut James Turk, profunder Goldkenner, befindet sich bereits die Hälfte der deutschen Goldreserven durch Ausleihung nicht mehr in den Tresoren der FED. Seltsam auch, dass Martin Homann, der die Rückführung des Goldes forderte, wenig später die Karriere beenden musse. Ein Strauss-Kahn hatte ebenso die Herausgabe der IWF-Goldbestände gefordert. Auch er endete plötzlich durch eine dubiose Affäre.
Die klügste Forderung einer Bundesregierung könnte angesichts des Dilemmas sein, das angebliche deutsche Gold für die Rettung der Welt anzubieten. Was man eh' nicht mehr hat, kann man getrost auch spenden.
Zur Info wegen sehr vieler Nachfragen seitens der Leser:
Trotz mehrfacher Information und Aufforderung haben weder Herr Mißfelder noch Herr Diekmann bis heute reagiert oder gar eingewilligt, unsere inzwischen ja gestartete und bereits von über 5000 Unterstützern mitgezeichnete Initiative "Holt unser Gold heim!" zu unterzeichnen bzw. medial zu unterstützen. Nicht dass uns das gewundert hätte. Hiermit aber nochmals öffentlich dieses Angebot an die beiden:
www.gold-action.de/
