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Initiativenauftakt "Holt unser Gold heim!": Zeichnen Sie mit

von Peter Boehringer E-Mail 28.03.12 11:45:32

Mit diesem Artikel starten die Taxpayers Association of Europe (TAE) e.V. und die Deutsche Edelmetall-Gesellschaft (DEG) e.V. die sowohl deutsche als auch internationale Initiative „Holt unser Gold heim!“ bzw. „Repatriate our Gold!“.

Anlass dieser jedem zur öffentlichen Mitzeichnung offenstehenden Initiative ist eine Debatte, die die Initiatoren seit November 2011 mit der Deutschen Bundesbank zunehmend intensiv und zunehmend unbefriedigend in nicht-öffentlicher Briefform geführt haben. Während dieser Austausch zwar einige für Fachleute durchaus neue und interessante Erkenntnisse zum im Ausland gelagerten deutschen Gold erbracht hat, meinte die Bundesbank auch uns mit denselben ausweichenden, unvollständigen, doppeldeutigen und teilweise unglaubwürdigen Textbausteinen abwimmeln zu können, mit der sie und das BMF bereits mehrere parlamentarische Anfragen der letzten Jahre, Dutzende von Petitionen und vermutlich Tausende von Bürgeranfragen abgefertigt hat.

Die Auslandslagerung eines Großteils des von der Bundesbank treuhänderisch für das Volk verwahrten deutschen Goldes ist seit fast 50 Jahren ein ökonomischer und juristisch-politischer Irrwitz, welcher allerspätestens seit dem Ende der militärischen Bedrohung des deutschen Territoriums durch Panzerarmeen des Ostblocks 1990 auch die letzte rechtfertigende Schutzbehauptung verloren hat. Dabei ist nicht nur das deutsche, sondern das Staatsgold einer ganzen Reihe von Ländern (sogar z.B. das der Schweiz) in sehr wenigen, niemals unabhängig auditierten Tresorräumen in den USA, England und Frankreich gelagert. Die Initiative „Repatriate our Gold!“ ist daher international angelegt und wird von Mitzeichnern aus vielen Ländern unterstützt.

Warum aber drängen wir Initiatoren, die über 50 prominenten Erstzeichner –und mit ihnen hoffentlich bald sehr viele Mitzeichner– gerade jetzt auf Aufklärung über den Status des „Auslandsgoldes“ und auf seine Heimholung, da doch das Problem seit vielen Jahrzehnten besteht und sich schon viele Petenten die Zähne an der Mauertaktik der Bundesbank und des Finanzministeriums ausgebissen haben? Nun, aus unserer Sicht besteht inzwischen aufgrund der berüchtigten „Target2“-Problematik dringender Handlungsbedarf! Die nicht werthaltigen Target2-Forderungen auf der Aktivseite der Deutschen Bundesbank haben inzwischen die 500 Mrd. EUR Marke überschritten. Damit stellt dieser hochriskante Bilanzschrott (das ist entgegen den BuBa-Schutzbehauptungen z.B. in der FAZ der einzig korrekte Ausdruck dafür!) mehr als 60% der BuBa-Aktiva >:XX ggü. nur noch gut 15%, die die deutsche Goldreserve als einzig verbliebener echter Substanz auf derselben Bilanz erreicht! Das Risiko, dass dem deutschen Volk im Zuge der immer offensichtlicheren toxischen Verseuchung der BuBa-Bilanz auch noch die letzte Reserve ausgebucht wird, wird monatlich größer!

=> Die Initiatoren sehen darum akuten Handlungsbedarf zur Sicherung der potenziell einzigen (Teil)Deckung einer neuen deutschen Währung post EUro! Deutschland kann es sich nicht mehr länger leisten, von BMF und Bundesbank mit Orakel-haften Textbausteinen desinformiert zu werden! Die unabhängige, überparteiliche und nicht gewinnorientierte Initiative „Holt unser Gold heim!“ fordert daher
• einen vollständigen und unabhängig testierten physischen Voll-Audit der deutschen Goldbestände an allen Lagerorten;
• die zeitnahe Rückführung des im Ausland gelagerten Goldes nach Deutschland, um die Option der (Teil-)Deckung einer künftigen neuen nationalen Währung zu erhalten;
• die Herbeiführung eines verfassungsrechtlich abzusichernden bilanziellen Sonderstatus der Goldreserve wegen schnell zunehmender Ausbuchungsgefahr aufgrund der sich seit 2007 dramatisch verschlechternden Qualität der Bundesbank-Bilanz (Gefahr im Verzug).
:!:

Ganz konkret fordern wir bereits kurzfristig von Herrn Weidmann die Beantwortung unserer (Nach)Fragen vom 16.1.2012, die wir ganz unten als leicht kopierbaren Text nochmals abdrucken. Der uns am 8.2.2012 zugestellte „Antwort“-Brief der Bundesbank ist ein Dokument des Ausweichens und der Risiko-Verharmlosung, welches so nicht stehenbleiben kann. Der gesamte Briefwechsel der Initiatoren mit der Bundesbank ist auf der Initiativen-Seite hiermit erstmals öffentlich dokumentiert.

Wir können uns nicht mehr länger abspeisen lassen - wie es BuBa und BMF seit vielen Jahren konsequent immer wieder getan haben! Wir fordern daher alle Leser zur Mitzeichnung dieser Initiative auf. :!: Tun Sie es den vielen international bekannten Publizisten, Ökonomen, Politikern, Journalisten und Aktivisten gleich, die bereits unterzeichnet haben und die es demnächst noch tun werden.

Auch die Verbreitung des Kampagnenlinks (deutsch und international) ist erwünscht! Bauen Sie Druck auf: Die Forderung nach heimischer Lagerung der jeweiligen Goldbestände eines Landes ist die natürlichste Sache der Welt! Erwartbare Vorwürfe aus der Ecke der Papiergeld-Systemverteidiger wie etwa „Populismus“, „Chauvinismus“, „Ökonomisch fehlgeleitete Initiative“, usw. :lalala: werden an uns abprallen, da sie sich selbst richten. Die Heimholung ist eine wirtschaftliche Selbstverständlichkeit. Frankreich etwa hat die Heimholung des französischen Staatsgoldes vor 44 Jahren nie bereut. Allerdings werden wir in der Initiative aber auch keine „agents provocateurs“ dulden, die diese Kampagne für ihre nicht-ökonomischen Zwecke missbrauchen wollen!

Um es gleich vorab klarzustellen: Dies ist keine Initiative für:

1. Bedenkenträger:
Seit 50 Jahren hören wir die zynischen Bedenkenträger in Politik und auch im Internet: „Wir werden das Gold nie zu uns holen dürfen, das erlauben die Amerikaner nicht und überhaupt ist Deutschland ja nicht souverän. Wer das fordert, ist doch naiv.“ Et cetera...
=> Wenn es nie öffentlich versucht wird, wird es nie gelingen. Die Gold-Petenten der letzten Jahre und die wenigen Abgeordneten, die es wenigstens versucht haben, sind zwar positiv zu erwähnen – sie mussten aber leider alle zu früh aufgeben und wurden vom BMF und von der BuBa abgefertigt. Wenn es jetzt keinen massiven öffentlichen Druck gibt, wird die BuBa die Goldposition schon mittelfristig mit Verbindlichkeiten aus der EUR-Rettung oder mit Target2-Abschreibungen verrechnen – und das war es dann mit dem Gold der Deutschen. Der zugleich naive wie bewusst gewählte Angang unserer Initiative ist es, nur Gesetze oder Verträge als gültig zu akzeptieren, die uns offen als Hinderungsgrund für eine Repatriierung präsentiert werden. SHAEF-Edikte, Geheime Staatsverträge oder Blessing-Briefe gehören nicht dazu.

2. Bewusste Falschversteher:
Die Kampagne heißt „Holt unser Gold heim!“. Dieser Slogan ist erst einmal rein ökonomisch und geographisch zu verstehen; und er ist geldtheoretisch im Hinblick auf eine post Euro möglicherweise erforderliche teilweise Golddeckung neuer Währungen begründet. Niemand hier sagt „Holt unser Gold heim ins Reich“ o.ä.!
=> Alle Reichsverklärer, selbsternannten Reichskanzler und Selbstverwalter tummeln sich daher bitte auf anderen Seiten. Die 3400 deutschen Tonnen an Staatsgold wurden komplett nicht etwa bis 1945, sondern zu 100% zwischen 1951 und 1967 von den Deutschen erarbeitet! Unsere Forderung ist zudem international und gilt für alle Länder mit im Ausland gelagerten Goldreserven. „Repatriate the Gold!“

3. Hyper-akademische Geister:
Jedes Projekt kann verwissenschaftlicht werden. Diese Initiative wählt einen einfachen Ansatz zur Mobilisierung der Massen in einer im Prinzip einfachen Sache, die Jim Sinclair uns gegenüber in einem Satz zusammengefasst hat: „There is no reason on earth why Germany and all other countries cannot take care of their own gold. Jim
=> So einfach kann die Welt sein! Mit Bruno Bandulet, Dimitri Speck, James Turk sowie der jahrelangen Expertise der DEG, der GoldMoney-Foundation und der GATA haben wir hier jede nur denkbare wissenschaftliche, empirische und dokumentarische Expertise zu Gold und zu den Stärken und Schwächen einer (teilweisen) Golddeckung der Währungen an Bord.
Mögliche geistig überlegenen Geldtheoretiker mögen daher bitte so wie die letzten 50 Jahre auch ihre stillen Kampagnen in ihrem Geist planen und innerhalb der Mauern ihrer Elfenbeintürme durchführen. Wir werden uns mit ihnen auch gelegentlich gerne auf anderen Feldern in der manchmal durchaus angebrachten Theorie-Tiefe auseinandersetzen. Unsere sehr praktische und leider überfällige Kampagnen-Karawane zieht aber einstweilen schon mal los.

Fazit:
Die Initiative „Repatriate our Gold!“ will den Staaten für die Zeit nach dem absehbaren Ende des aktuellen Aufschuldungszyklus und damit für die Zeit nach den heutigen ungedeckten Währungen die Option einer glaubhaften (Teil-)Deckung ihrer neuen Währungen erhalten. Zu diesem Zweck ist die Lagerung im eigenen Lande zwingende Voraussetzung. Gold war seit Jahrtausenden natürliches Geld und ist seit Jahrhunderten neben Silber die einzig dauerhafte und glaubhafte Deckung von Papiergeld, die ohne Zwang von den Menschen akzeptiert wird! Die Forderungen unserer Initiative sind darum völlig unideologische und natürlich-rationale Selbstverständlichkeiten! Wir rufen daher auch die Massenmedien auf, diese Kampagne zu unterstützen – allen voran die BILD-Zeitung, die das absurde Verhalten der BuBa neulich ja so ostentativ als unglaublichen Gold-Skandal bezeichnet hat. Hier also ist nun der Lackmus-Test Ihrer Glaubwürdigkeit, Herr Diekmann: unterstützen Sie uns! Fangen Sie gleich an, mit uns umfassende Antworten der Bundesbank auf die unten abgedruckten Fragen einzufordern, die uns die Bundesbank bis heute nicht ansatzweise beantwortet hat. Die Forderung nach Heimholung ist dann nur noch die logische Konsequenz: Ein kleiner Schritt für die BILD-Zeitung. Ein großer Schritt für Deutschland und die Welt!

**********
:!: Dokumentation: Von der Bundesbank unbeantworteter Fragenkatalog des Steuerzahlerbunds und der DEG e.V. vom 16.1.2012 (Brief mit wichtiger Anlage):

per Einschreiben/Rückschein

An den Präsidenten der Deutschen Bundesbank
Herrn Jens Weidmann

Wilhelm-Epstein-Straße 14
60431 Frankfurt am Main

Bilanz der Bundesbank
Position: Gold und Goldforderungen

Sehr geehrter Herr Präsident Weidmann,

wir hatten die Bundesbank am 14.11.2011 angeschrieben und um Beantwortung verschiedener Fragen im Zusammenhang mit der „Deutschen Goldreserve“ ersucht. Wir erhielten darauf am 09.12.2011 (erfreulicherweise) umgehend Antwort von Herrn Michael Best, dem Leiter ZB Kommunikation.

Wir müssen uns dennoch in dieser Sache leider erneut an Sie wenden, da inzwischen eine nach unserer Auffassung höchst bedrohliche Entwicklung bei der Bundesbank eingetreten ist. Durch den Target2-Mechanismus[1] im Verbund mit den Kapitalfluchtbewegungen aus den schwachen Euro-Ländern werden seit vier Jahren in immer schnellerer Folge die verbliebenen Vermögenspositionen aus der Bundesbank herausgepresst und in das deutsche Bankensystem hinausgepumpt, um von dort als deren Einlagen zurückzufluten. Wir können nicht genau beurteilen, ob und inwieweit die Bundesbank inzwischen vom Gläubiger zum Schuldner des deutschen Bankensystems geworden ist (ein einmaliger Vorgang!); aber diese Entwicklung dürfte inzwischen höchst bedrohliche Formen angenommen haben. Entsprechend wird sich die dubiose „Ausgleichsposition“ der BuBa „Target2-Forderungen gegen EZB“ (seit Ende Dezember vermutlich noch indirekt beschleunigt durch den 489 Mrd. Euro – Tender der EZB ) auf inzwischen wohl nahe 500 Milliarden Euro belaufen (die Targetsalden für Januar 2012 werden diese Zahl und den weiteren Anstieg voraussichtlich bestätigen). Dass bezüglich dieser „500-Milliarden-Euro-Forderung“ massiver Wertberichtigungsbedarf besteht, wollen wir besser an dieser Stelle nicht näher erörtern. Jedenfalls ist davon auszugehen, dass die Bundesbank mit dieser T2-Forderung der größte (und am wenigsten gesicherte) Gläubiger der EZB ist und diese im Zweifelsfall keinesfalls in der Lage sein dürfte, die o.g. Forderung kurzfristig auszugleichen. Faktisch gehört die EZB der Bundesbank, politisch nehmen die Dinge einen anderen Weg. Wir fürchten um den Bestand der Bundesbank.

Da, verzeihen Sie den Ausdruck, die „Ausplünderung“ der Bundesbank via Target2 seit vier Jahren schnell und seit 2011 rasend fortschreitet, werden nunmehr alle verbliebenen Vermögenspositionen der Bundesbank bedroht, insbesondere die Deutsche Goldreserve.
Deren akute Gefährdung, über die in den Medien teils schon offen spekuliert wird, ist zwar nur ein Teilproblem der Auswirkungen von Target2, aber eines mit Substanz und Bedeutung für die Öffentlichkeit. Spätestens wenn die Bundesbank damit beginnen sollte, die deutschen Goldreserven zu verkaufen oder zu verpfänden, wird der Masse der Bürger klar werden, dass es mit der Deutschen Bundesbank –dem schlagenden Herz von Deutschland– und damit der alten Bundesrepublik Deutschland zu Ende geht. Das wird, so fürchten wir, ein Prozess werden, der mit regierungsseitigen Beschwörungen zur gemeinsamen Europapolitik etc. sicher nicht sein friedliches Ende finden wird.

Vor diesem uns sehr beunruhigenden Hintergrund erlauben wir uns einige weitere und diesmal detailliertere Nachfragen zum Status der deutschen Goldreserven auf der Bundesbankbilanz. In Einzelfällen sind Wiederholungen aus unserem ersten Schreiben vom 14.11.2011 möglich. Dies erscheint uns geboten, weil die Antworten weitere Fragen aufgeworfen haben und eben wegen der o.g. immer größer werdenden Bedeutung der Goldsubstanz in der Bundesbank-Bilanz.

Auch verfolgen wir mit großer Sorge die vielfältigen Monetisierungen nicht werthaltiger Anleihen der Südländer durch die EZB: mögliche und u.E. sichere Abschreibungen auf diese Beträge werden mindestens quotal auch der BuBa zugeschlüsselt werden, was bei inzwischen über 1.000 Milliarden Euro das Eigenkapital der BuBa (und u.U. auch die deutschen Goldreserven) vollständig aufbrauchen würde.

Nicht zuletzt sehen wir auch die von der Bundesregierung zu Lasten aller deutscher Steuerzahler ausgesprochenen Garantien als heikel an, die in der Presse und im Internet zu Recht als für den Bestand unserer Republik äußerst riskant herausgestellt werden. Diese Haftungen, Garantien und Bürgschaften werden zu einem großen Teil Staatshaushalts-wirksam werden und damit schon mittelfristig oder (im Falle des zu befürchtenden Kollaps des Eurosystems) gar kurzfristig zu höheren Steuerzahlungen unserer Mitglieder / aller Deutschen führen.

Dies belegt nicht zuletzt etwa der am 26.10.2011 beschlossene 50%ige „Haircut“ auf griechische Staatsschulden, der zu einer direkt Staatsschulden-, und mittelfristig Steuer-erhöhenden Abschreibung dieser 50% z.B. auf den Büchern der staatlichen HRE führen wird. Dito werden über den Umweg „deutscher Anteil an der EZB“ und „Rolle der BuBa im EZB-System“ auch die Schulden der EZB und anderer ausländischer (Zentral)Banken und Staaten für deutsche Steuerzahler relevant!

Im Zusammenhang mit Target2 und o.g. Bürgschaften kamen in Politik und Medien in den letzten Wochen sehr plausible Vermutungen auf, wonach neben der Substanz deutscher Staatsunternehmen auch der staats- bzw. volkseigene deutsche Goldbestand für künftige Besicherungen fremder Schulden herangezogen werden solle. (Stern / Bild: 26.10.2011).[2] Wir sehen die Gefahr für den deutschen Steuerzahler, dass diese seit den 1960er Jahren von unseren Vorfahren äußerst hart erarbeitete deutsche Goldreserve mit einem Marktwert von derzeit fast 140 Milliarden Euro, die einen Großteil der Währungsreserven in der Bilanz der BuBa ausmacht, durch Garantieübernahmen für europäische Südstaaten und Banken unwiederbringlich verloren gehen könnte.

Aber selbst unabhängig von dieser aktuellen Besicherungs-Debatte und der dramatischen Explosion von Target2, welche nur den Anlass für dieses Schreiben darstellen, sehen wir es im Namen unserer Mitglieder ganz generell als völlig unhaltbaren Zustand an, dass über den Status des deutschen Goldes große Intransparenz herrscht. :!:

Dieses Verhalten hat keinerlei plausiblen Grund und daraus folgt unsererseits ein großes Misstrauen darüber, ob sich die Dinge tatsächlich so verhalten, wie in nebulöser Form seit 30 Jahren verlautbart, oder ob hier vielmehr sehr unangenehme Überraschungen hinter einem Nebel von Worten verschleiert werden. Die Lagerung von Gold ist schließlich kein größeres Geheimnis als etwa die Lagerung von Wertpapieren oder sonstiger Devisen. Weshalb also diese sonderbare Geheimniskrämerei?

Die juristische und faktische Verfügungshoheit über das deutsche Gold in Deutschland ist wegen der aktuellen Eskalation der Euro-Krise und einer nicht auszuschließenden Rückkehr zu nationalen Währungen für die deutschen Steuerzahler und Bürger eine absolut zwingende Voraussetzung für die künftige Stabilität einer neuen Währung. Angesichts der zunehmenden und inzwischen offensichtlichen Überschuldungskrise fast aller Euro-Länder ist nicht auszuschließen, dass der Tag näher rückt, an dem die Bürger eine (teilweise) Goldhinterlegung einer neuen Währung fordern werden, um diese überhaupt noch zu akzeptieren. Aber dann muss die Goldreserve noch vorhanden sein – und zwar in Deutschland und nicht in Amerika oder sonstwo. :!:

Wir bitten Sie daher im Namen der Bundes der Steuerzahler und der Öffentlichkeit um eine möglichst umfassende, zeitnahe und genaue Auskunft über die in der Anlage benannten wichtigen weiteren Nachfragen zum physischen und juristischen Status der deutschen Goldreserven. Im Hinblick auf die höchst gefährliche Entwicklung der Target2-Forderungen gegen die EZB und das damit verbundene dramatische „Herauspressen“ der restlichen greifbaren Substanzwerte aus der Bundesbank ersuchen wir höflich um kurzfristige Antwort, da unseres Erachtens –aufgrund der geschilderten Vorgänge– die kommenden Monate sehr gefährliche Entwicklungen nach sich ziehen werden. Das Gold der Deutschen könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Anlage 1 – Weitere Fragen zum Status der deutschen Goldreserven: :!:

1. Gemäß Ihrer Antwort vom 9.12.2011 besitzt die BuBa eine jederzeit aktuell gehaltene Liste aller ihrer Barren über in Summe ca. 3400 Tonnen an allen Lagerstellen.
Zusatzfragen: Gleicht die BuBa diese Liste mit über 270.000 Standardbarren-Nummern regelmäßig mit den bekannten und veröffentlichten Barrenlisten der großen Gold-ETFs ab, um mögliche Doppel-Eigentümerschaften zu identifizieren? Was spricht nach Ansicht der BuBa gegen die Veröffentlichung der vollständigen Liste (Sicherheitsbedenken haben diesbezüglich nicht einmal die großen ETFs mit ihren öffentlich bekannten Lagerstellen)?

2. Gemäß Ihrer Antwort vom 9.12.2011 ist eine Vermischung der BuBa-Barren mit möglicherweise im selben Tresorraum gelagerter Fremdware über die Seriennummern und die zugehörigen Listen ausgeschlossen.
Zusatzfrage: Da sog. unallokierte Goldlagerstellen keine Barrennummern veröffentlichen und vielfach nur teilgedeckte Vehikel sind, die ihren (Teildeckungs-)Bestand ebenfalls in den sehr wenigen großen und bekannten Tresorräumen in London und New York halten, in denen mit hoher Sicherheit auch die BuBa lagert: Ist das deutsche Gold physisch in allen Fällen vollständig abgegrenzt gegen solche unallokiert haltende „Tresornachbarn“? Hat die BuBa eigene und alleinige Schlüsselgewalt für ihre Compartments, so dass auch physisch ohne Wissen der BuBa keine (temporäre) Vermischung stattfinden könnte?

3. Gemäß Ihrer Antwort vom 9.12.2011 wurde mit den ausländischen Lagerstellen bzgl. Prüfungshandlungen Stillschweigen vereinbart. Und sogar die Goldbestände in inländischen BuBa-Tresoren werden nur per Stichprobe revisioniert.
Fragen dazu: Können Sie uns den Grund mitteilen, warum die Art und Weise der Prüfung gezielt verschweigen wird? Wird auch an den ausländischen Lagerstellen nur per Stichprobe geprüft? Warum so viel Ungenauigkeit statt problemlos innerhalb von zwei Tagen machbarer Vollinventuren anhand der Barrenlisten? Warum Intransparenz bzgl. der Audits in ausländischen Lagern bei der Position des von der BuBa treuhänderisch gehaltenen deutschen Goldes, die –wie jede Bilanzposition der Deutschen Bundesbank– natürlich nach den gesetzlichen Regeln guten Accountings genau zu prüfen und zu dokumentieren wäre? Sicherheitsbedenken sind hier nicht nachvollziehbar; auch keinesfalls Kostenargumente angesichts relativ einfach durchführbarer jährlicher Vollinventuren und angesichts der Bedeutung der Goldposition für die Bilanz der BuBa. Wir regen daher wie bereits im ersten Schreiben regelmäßige physische vor-Ort-Inventuren (= Barrenprüfung und -zählung anhand der vorhandenen Barrenlisten, Fälschungsausschluss mittels geeigneter Ultraschall- und Röntgengeräte – vgl. z.B. den Prüfprozess der Fa. Heraeus in Hanau) durch Mitarbeiter der Bundesbank an, wie sie auch in der Privatwirtschaft Standard sind, um der Gefahr der Veruntreuung vorzubeugen. In einer Zeit, in der ständig Finanzversprechen gebrochen werden und (Fall MF Global) gar Sondervermögen in die Konkursmasse einer Bank fließen können, sind schriftliche Bestätigungen der Verwahrstellen völlig unzureichend.

4. Weitere Frage dazu: Gibt es wenigstens jährlich veröffentlichungsfähige aktuelle Testate der erfolgten (Stichproben)Prüfungen z.B. durch eine Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft, die wegen der physischen Natur der Assets naturgemäß mehr sein müssen als eine bloße Bestätigung des Vorhandenseins einer Bestandsliste? Falls nein, warum nicht? Wurden seitens der Bundesbank jemals Anfragen nach physischer Vollinventur gestellt? Wann zuletzt und an welchen Verwahrstellen? Wurde der Deutschen Bundesbank jemals ein solcher Wunsch verweigert – und ggf. durch wen und mit welcher Begründung?

5. Gemäß Ihrer Antwort vom 9.12.2011 erfolgte das Ende der bilanziellen Unterscheidung zwischen „[physischen]Gold[barren]“ und „Goldforderungen“ mit der Einführung des Euros zum 1.1.1999, anlässlich dessen von der BuBa die Rechnungslegungsgrundsätze der EZB übernommen werden mussten.
Zusatzfrage dazu: Wie wird generell juristisch und prozessual sichergestellt, dass auf (ggf. auch per Barrennummer eindeutig der BuBa zuordenbare) Barren nicht auch andere vermeintliche „Eigentümer“ Anspruch erheben könnten? Wie können ohne zeitgleiche Vollinventuren, strikte räumliche Trennung in Tresorräumen und ohne Barrenlistenabgleich aller Zentralbanken, des IWF und der ETFs sowie der Bullion Banken Mehrfach-Eigentümerschaften und Doppelzählungen ein und derselben Barren vermieden werden, wenn in Bilanzen der Zentralbanken und des IWF nicht mehr zwischen „Gold“ und „Goldforderungen“ unterschieden wird und diese u.U. dann auch in anderen Bilanzen und damit mehrfach auftauchen? :?:

6. Schlussfolgerung: Da die Frage unter 5. kaum überzeugend beantwortbar ist – erst recht nicht im Falle der gemeinsamen Lagerung mit nicht-allokierten Goldbeständen (also Horte ohne explizite Barrenlisten; regelmäßig nur teilgedeckt), regen wir dringend die Überführung der deutschen Goldbestände in inländische und exklusiv von der Bundesbank genutzte Tresorräume an! 190.000 Standardbarren stellen keineswegs ein großes Überführungs-, Lagerungs- oder Sicherheitsproblem dar. Die deutschen Target2-Forderungen stellen mit inzwischen fast 500 Mrd Euro formal (wenn auch nicht real, da wohl uneinbringlich) den vierfachen Wert der deutschen Goldbestände dar und machen inzwischen gut 60% (!) der BuBa-Bilanzsumme aus! Sie sind faktisch nur elektronisch verbrieft – was offenbar von der BuBa nicht als Sicherheitsrisiko eingeschätzt wird?! Diese Argumentation wäre nur dann nachvollziehbar, wenn die BuBa die Target2-Forderungen geistig bereits heute als wertlos abgeschrieben hätte – was sie aber sicherlich offiziell nicht getan hat, da sie sonst insolvent wäre. Es ist für uns und unsere Mitglieder nicht nachvollziehbar, warum sich echte Substanz wie die deutschen Goldbestände nicht einer wenigstens gleichen Aufmerksamkeit und Sicherung durch die BuBa erfreuen sollte! Ausländische Horte sind aus den o.g. Gründen ebenso wie explodierende Target2-Salden und Zahlungen an EZB und den IWF denkbar ungeeignet zur Vertrauensbewahrung der deutschen Bürger in die Substanzhaltigkeit der Deutschen Bundesbank – dem Hort unserer Währungsstabilität!

Zu den mit Ihrem Schreiben vom 9.12.2011 nur summarisch und unvollständig beantworteten Fragen Nr. 7-10 aus unserem Schreiben vom 14. November 2011 erlauben wir uns einige Nachfragen:

1. Sie schreiben zu unserer Frage nach möglichen Rechten Dritter an den Deutschen Goldreserven, dafür „bestehen keine Anhaltspunkte und solche Rechte sind unseres Wissens in der Vergangenheit nicht geltend gemacht worden“.
Frage: Wäre es Ihnen möglich, explizit zu bestätigen (und von den Lagerstellen auch schriftlich bestätigt zu bekommen), dass diese Reserven völlig frei von Rechten Dritter sind. Konkret ist in der einschlägigen Literatur manchmal von „Pfandrechten“ der Alliierten die Rede, was Sie offenbar verneinen. Können wir Ihre Rechtsauffassung dann auch so veröffentlichen?

2. Sie schreiben „Das Eigentum der Barren bleibt durch die Verwahrung unberührt.“
Frage: Wie genau ist die Rechtsauffassung der BuBa bzgl. der Eigentümerschaft der knapp 3402 Tonnen deutschen Goldes? Sehen Sie das Gold als Eigentum der (unabhängigen) Bundesbank als eigenständiger juristischer Person? Wer genau hätte dann, nach welchen Kriterien, die letzte Verfügungsgewalt über das Gold? Oder sehen Sie die Bestände als „Staatsgold“ – und damit die Verfügungshoheit bei der Bundesregierung? Oder als „Volksgold“ – wer hat dann die Verfügungsgewalt und wem genau stünde bei einem Verkauf der Erlös zu?

3. Frage: Teilt die BuBa die Auffassung der großen Mehrheit unserer Mitglieder, dass das Volks-Gold auf ihrer Bilanz als einziger Teil ihrer Währungsreserve ohne Emittentenrisiko eines Tages potenziell derart wichtig für die Bilanz der BuBa sowie vor allem für die Stabilität der Bundesrepublik Deutschland werden könnte, dass man es nicht nur keinesfalls verleihen oder fremdlagern, sondern schlichtweg niemals verkaufen, hergeben oder mit anderen Forderungen verrechnen darf? Diese Frage erscheint auch besonders relevant vor dem Hintergrund aktueller Medienberichte, wonach auch deutsches Vermögen (explizit inklusive des Goldvermögens) im Falle eines Greifens deutscher Garantien für die Euro-Rettung als Pfand genutzt bzw. verwertet werden könnte. [3]

4. Sie schreiben „Zu der … Frage, ob Gläubiger der Bundesrepublik in die von der BuBa gehaltenen Währungsreserven vollstrecken können, ist darauf hinzuweisen, dass die Deutsche Bundesbank nicht identisch mit dem Bund, sondern eine vom Bund getrennte juristische Person … ist. Ferner steht sie auch aus sonstigen Rechtsgründen nicht für dessen Verbindlichkeiten ein.“
Fragen dazu:
Die BuBa führt seit Jahrzehnten regelmäßig ihre Überschüsse an den Bundeshaushalt der Bundesrepublik ab. Sehen Sie daher umgekehrt keine Rekapitalisierungspflicht des Bundes für den Fall hoher Verluste der Bundesbank? Verluste z.B. aus Target2-Abschreibungen , bei denen bereits ein sehr geringer Prozentsatz an Abschreibung das Eigenkapital der Bundesbank auslöschen würde, so dass diese ohne Bundeshilfen sofort insolvent wäre?
:!:
Würden Sie bitte die o.g. „sonstigen Rechtsgründe“ benennen (§§) – danke sehr.

Aus all den o.g. Gründen erlauben wir uns bzgl. der Sinnhaftigkeit einer Auslandslagerung des Deutschen Goldes eine abweichende Meinung ggü. der von Ihnen im Schlussabsatz Ihres Briefes vom 9.12.2011 geäußerten Auffassung zu vertreten. Angesichts der Verwerfungen im internationalen Finanzsystem, in dem immer exzessivere Forderungs- und Garantiekaskaden aufgetürmt werden und riesige Abschreibungen in Billionenhöhe auch auf Staatsbilanzen absehbar bzw. bereits erfolgt sind, muss die Bundesbank u.E. die einzige deutsche Vermögenssubstanz ohne Emittentenrisiko –also die Deutsche Goldreserve– unter allen Umständen gegen Veruntreuung, Ausbuchung und Begehrlichkeiten absichern. Die Bundesbank muss faktisch und juristisch sicherstellen, dass es nie zu einer Ausbuchung des Wertes der deutschen Goldbestände bzw. zu einer Aufrechnung dieses Wertes mit vermeintlichen oder auch berechtigten Forderungen von Ländern kommt, die derzeit deutsches Gold halten oder denen es ausgeliefert werden könnte. Aus unserer Sicht ist die komplette Rückführung der Goldbestände nach Deutschland die notwendige (noch nicht hinreichende) Bedingung, um –besonders im Falle einer europäischen oder globalen Währungsreform– eine u.U. notwendige implizite oder explizite (Teil)Deckung der neuen deutschen Währung mit Gold sicherzustellen! Diese Option zu vernachlässigen oder (durch Verkauf) gar aufzugeben, wäre angesichts des Zustands unseres Welt-Finanzsystems mehr als grob fahrlässig und u.E. unverantwortlich. :!:

Mit vorzüglicher Hochachtung

Rolf von Hohenhau (Präsident)

26 Kommentare

Kommentar from: Saint Just [Besucher]
Ich bin entzückt....wo soll ich unterschreiben, hier?!:
http://www.gold-action.de/mitmachen.html

Wer jetzt nicht mitmacht und unterschreibt (einfacher kann einem wirkungsvoller "Widerstand" nicht gemacht werden), soll sich Einmachen lassen - und niemals wieder den Mund aufmachen (wenn das Gold dann futsch ist und Heulen und Zähneknirschen einsetzen werden...: "Das konnte man doch nicht ahnen")...

Saint Just

(Bevollmächtigter zur Aufstöberung von Bürgergold-Veruntreuern und Vertuschern)
28.03.12 @ 13:03
Kommentar from: Rakang Siang [Besucher] E-Mail
***--
Oh Schreck, oh Schreck!
Hat das denn einen Zweck?
Oder ist alles deutsches Gold im Ausland schon lange "ausgeliehen" und daher weg?
28.03.12 @ 13:22
Kommentar from: EuroTanic [Besucher]
Unser Gold ist längst weg. Und alle Parteien haben durch die Bank kein Interesse an der Illusion des deutschen Goldes zu rütteln. Deshalb werden alle bisherigen Petitionen schon im Vorfeld "abgewürgt". So auch meine. Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat im Falle meiner Petition in 2011 vorauseilend sogar die Veröffentlichung meiner Petition zur Repatrierung des Deutschen Goldes abgelehnt. Also gar nicht erst zur Abstimmung durch die Bürger zugelassen.
Die schriftliche Begründung zur Ablehnung meiner Petition durch den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages lesen oder downloaden sie bitte auf meinen Seiten www.browse.npage.de
unter dem Menüpunkt "Download" mit dem Titel:

"Ablehnung des Petitionsausschusses des Bundestages über die Rückführung des deutschen Goldes aus dem Ausland"

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=> AW PB: Ja, danke sehr Eurotanic,

Ich kann das nur bestätigen. Wir kennen seit Jahren mindestens ein Dutzend dieser Petitionen - Sie sind also (leider) nicht alleine abgefertigt worden. Die Textbausteine der BuBa und des BMF sind seit Jahren fast gleichlautend schwammig und hochgradig anzweifelbar. Genau das ist ja der Grund einer Initiative in dieser öffentlichen und nicht direkt abwürgbaren Form.

Dass das "Gold längst weg" ist, darf man getrost vermuten. Nichtsdestotrotz gehört es -siehe Blog- weiterhin den Völkern: Also den deutschen Bürgern bzw. den schweizerischen, den holländischen usw. Die jeweiligen Zentralbanken haben Rechenschaft darüber abzulegen, es ggf. zurückzukaufen bzw. (bei Entleihungen) zurückzufordern und in keinem Fall über Ausbuchungen auch nur nachzudenken. Und wie oben geschrieben, haben sie auch endlich Transparenz über den rechtlichen und logistischen Lagerstatus herbeizuführen! Ein Treuhänder kann nicht einfach tun und lassen was er will. Wenn er es sich doch herausnimmt, müssen wir uns als Eigentümer wehren. Einfach unterzeichnen!
28.03.12 @ 14:16
Kommentar from: wufko [Besucher]
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Hallo, wir strengen uns an "unser" Gold wieder ins Land zu holen.
Wenn es aber wirklich hierher käme, würden Draghi, Merkel, IWF usw schon ihre Begehrlichkeiten danach zeigen, bzw würde die heutige Parteienlandschaft, oder die Mdb`s (68er geschulte ohne Rückgrat) das übrige zur Verteilung tun. Der Rest des germanischen Volkes guckt Lindenstraße oder Ähnliches. Und dann wäre es auf jeden Fall für immer weg.

Traurig aber wahr.

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=> AW PB: Das ist wohl wahr. Nicht zufällig haben darum die Forderungen der Initiative drei Punkte. Der dritte lautet:

"Wir fordern die Herbeiführung eines verfassungsrechtlich abzusichernden bilanziellen Sonderstatus der Goldreserve zur Abwehr der schnell zunehmenden Ausbuchungsgefahr aufgrund der sich seit 2007 dramatisch verschlechternden Qualität der Bundesbank-Bilanz."
28.03.12 @ 16:33
Kommentar from: r.jarosch [Besucher]
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...holt unser gold heim,

diese seite ist momentan nicht erreichbar!?
gibt es informationen

r.j.

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=> AW PB: Die Unannehmlichkeiten tun uns leid! Der Daten-Hoster ist noch immer down. Es wird geprüft, ob Überlastung oder eine Attacke. Mea culpa...
28.03.12 @ 19:00
Kommentar from: Hermes1650 [Besucher]
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Herr Boehringer,

aufklärerisch und kämpferisch wie immer, ist diese Aktion eine Meisterleistung.

Hoffen wir Alle, dass diese Forderung an die breite Öffentlichkeit gelangt.

Wann endlich werden unsere Politiker wach???

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=> Ergänzung PB: Im Moment gelangt leider nichts an die Öffentlichkeit, weil ... die Seite aus technischen Gründen weiterhin nicht erreichbar ist. Es wird daran gearbeitet. Bitte um Geduld. Das Gold kam 45 Jahre nicht heim. Eine Nacht hat es noch Zeit ;-) Aber tragen Sie sich morgen wieder ein!
28.03.12 @ 20:48
Kommentar from: Trutz v. Crotenburg [Besucher]
Finde die Initiative gut und notwendig. Würde gern unterzeichnen - man kommt aber nicht durch. Die Unterzeichnung ist blockiert, auch auf anderen Blogseiten, die die Initiative unterstützen bzw. darauf hinweisen.

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=> AW PB: Nun sollte es wieder gehen. Entschuldigen Sie den Ausfall - nicht sicher, ob es eine Overload-Attacke war oder selbstverschuldete Überlastung wegen zu großen Erfolgs nach dem Launch. Schon eingetragene Mitzeichnungen sind nicht verloren gegangen. Allerdings könnten wir statt bei 450 Mitzeichnern nun auch schon bei 1000 stehen... :-(
=> Aber nicht verzweifeln. Nun geht es ja wieder. Also fleißig eintragen, danke!
28.03.12 @ 23:36
Kommentar from: Johannes [Besucher]
Eine feine Sache, der Sie sich annehmen!

Denke, es ist wirklich an der Zeit, sich mit diesem Thema intensiv, nachhaltig und vor allem öffentlich zu befassen.

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=> Ergänzung PB: Letzteres ist der entscheidende Punkt: den vielen Petenten der letzten Jahre in dieser Sache wurde nicht nur eine glaubhafte inhaltliche Antwort verweigert, sondern sogar das Forum der Öffentlichkeit, das normalerweise alle Petitionen genießen. Wir kennen aus Zuschriften mindestens fünf fast gleichlautende Ablehnungsschreiben des Petitionsausschusses (von der BuBa ganz zu schweigen). Das Thema soll über das bewährte Prinzip "Aussitzen" und "Divide et impera" von der politischen Agenda ferngehalten werden. Was man nicht ändern will, das darf keinesfalls auch nur diskutiert werden. Und am Ende könnte ja sogar schon die DEBATTE darum Unruhe in die Goldmärkte bringen...
29.03.12 @ 07:46
Kommentar from: Rudolf E. [Besucher]
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Ich finde diese Initiative "Holt unser Gold heim" ausgezeichnet und möchte sie unterstützen!

Die Rückholung des Goldes ist meines Erachtens sehr wichtig, denn dies ist das Rückgrat einer Nation und ist Eigentum der Bürger.
29.03.12 @ 12:45
Kommentar from: Knatterton [Besucher]
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Es ist unglaublich, mit welcher Dreistigkeit Bürger, die von den Parteien Auskunft über den Verbleib des deutschen Goldes fordern, von den Statthaltern der SED belogen werden.
Die grösste Unverschämtheit erfuhr ich von den Grünen, die ihre Antwort so einleiteten:
"Es ist ja schön, dass Sie sich Gedanken um den Aufenthaltsort des deutschen Goldes machen....."
Die anderen salbaderten mit den üblichen verschleiernden und rumeiernden nichtssagenden Floskeln.
P. B., machen Sie bitte weiter so. Vielleicht werden Sie auch irgendwann einmal im öffentlich-rechtlichen Propagandafernsehen ihre Sichtweise erläutern können.
Aber, ehrlich gesagt, mir fehlt der Glaube.
29.03.12 @ 17:27
Kommentar from: Goldhamster [Besucher]
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Herzlichen Glückwunsch,
schon über 1300 Unterzeichner!
Ob wir die 3.000 bis Montag sehen werden?
Es ist auch ein Zeugnis, wie viele vernünftig denkende Menschen sich für eine Sache stark machen. Wenn die ganze Wahrheit ans Licht kommt, dann kann man wenigstens sagen, man war dabei und hat es versucht.
Vielleicht ist das auch der Druck, den Dr. Weidmann sich insgeheim wünscht, weil ihm ansonsten die Hände gebunden sind?

Grüße auch an Herrn von Hohenhau, der sich mit dieser Aktion einmal mehr für die Anliegen aller Steuerzahler engagiert!

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=> AW PB: Danke Goldhamster. 1.000+ hatten wir in den kühnsten Träumen nicht erwartet. Irgendwann wird auch der Drive nachlassen, denn dann kennen alle die Initiative. Das Internet ist schnellebig. Aber toll, dass so viele mitmachen - das ist ein klares Zeichen gegen die Ausbuchung und für die Rückholung! Insbesondere, weil bei den Internet-Nutzern 90+% der Leute eine komplette Aversion gegen eine Exponierung haben. Insbesondere, wenn noch der Name und die Email verlangt werden - das Ganze also potenziell nicht anonym ist (per Facebook-Button ohne Namen sind 10.000 Zustimmungen viel leichter zu bekommen).
=> Wir geben natürlich (!!) keine Emails raus - nur um Missverständnissen vorzubeugen. Also stimmen Sie weiter ab. Die wahre Zustimmung liegt locker beim Zehnfachen - aber die o.g. 90% bekäme man nicht einmal zur Unterschrift, wenn sie so ihren eigenen Lottogewinn bestätigen müssten. ;-)
29.03.12 @ 21:08
Kommentar from: wolfgang schiller [Besucher] E-Mail
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Den Autoren und Initiatoren des Blogs gebührt ein dickes DANKE!
Es ist höchste Zeit, dass die Bürger ihre Interessen selbst in die Hand nehmen, nachdem der politische "Elite" mit ihrer geballten Unfähigkeit die akuellen Herausforderungen nicht einmal im Ansatz versteht, völlig versagt und dann auch noch mit dem ESM ein "Ermächtigungsgesetz" gegen die elementaren Interessen der Bürger erlässt!

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=> AW PB: Danke wolfgang schiller. Leider ist der ESM in der Tat ein sowohl finanziell als auch staatsrechtlich noch viel gravierenderes Thema als das Staatsgold. Der ESM wird uns am Ende in EUR und heutigen Goldpreisen gerechnet mehr als das 10-30-fache der Staatsgold-Vorräte kosten!
=> Unsere Goldaktion ist Teil eines (allerdings aus Goldbugsicht und im Hinblick auf die post-Euro-Währung nicht unwichtigen) Kampfes, den man halt AUCH führen muss... Aber der ESM ist noch viel wichtiger und geht in diesen Wochen in die Bundestagsrunden. Was man da bereits jetzt über das Gemauschel zur Parlaments"beteiligung" hört, lässt einem die Haare zu Berge stehen. Sogar das erst vor drei Wochen (fast...) vom BVerfG verbotene Untergremium des Haushaltsausschusses wird nun tatsächlich wieder im Parlaments-Beteiligungsgesetz zum ESM stehen! Vermutlich werden 20 korrumpierbare Hanseln in diesem Unterausschuss mehrere deutsche Billionen abnicken.

Darum hier nochmals dieser Demoaufruf für morgen / Samstag 31.3.2012:

Hier der Aufruf zur nächsten Demo gegen den ESM-Putsch in Karlsruhe:
http://eurodemostuttgart.wordpress.com/2012/02/15/demonstrationsaufruf-esm-eu-und-euro-unsere-demokratie-steht-fpok/
Demonstration für Bürgerrecht und direkte Demokratie – Gegen den Euro-Rettungswahnsinn
Wann: Samstag,31.3.2012,11.55h Wo: Karlsruhe, Friedrichsplatz Mit anschließendem Demonstrationszug in die Nähe des Bundesverfassungsgerichts.

30.03.12 @ 10:52
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher] · http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=2508
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"Frankreich etwa hat die Heimholung des französischen Staatsgoldes vor 44 Jahren nie bereut." Allerdings wurde de Gaulle seinerzeit deswegen, wie ich mich genau erinnere, wegen seines angeblichen unzeitgemäßen Nationalismus von den Massenmedien verspottet, genauso wie seine Force de frappe, für die sie auch nur Häme übrighatten.

Sie haben bei der Veröffentlichung des Blessing-Briefs gezeigt, daß der vorauseilende Gehorsam der deutschen Beamten schon damals sich liebedienerisch so gab, daß der große Brudern jenseits des Teichs von vorneherein nicht sein Gesicht verlieren mußte, weil er andernfalls sicher die Goldforderung glatt abgewiesen hätte.

Da das Gold sich überwiegend in den nuklear verteidigten Trutzburgen der Papiergeld-Nutznießer befindet, kann es nach deren Absicht gar nicht als Zirkulationsmittel in Umlauf gebracht werden, so daß sich Bernakes Vorlesung bewahrheitet, Gold wäre sinnlos, weil es nach der Förderung wieder in einem dunklen Safe verschwindet.

Ergo kommt das Gold vermutlich wieder nicht zurück nach Deutschland und auch nicht in den Umlauf, es sei denn die Menschen wären nicht meht bereit für Papiergeld zu arbeiten, was den Eliten dann allerdings echte Probleme bereiten würde.
30.03.12 @ 13:20
Kommentar from: Reinhard [Besucher]
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1 Tonne sind 1 Million g oder 1000 kg: das mal 3400 t geteilt durch 80 Millionen Bundesbürger = 42,5 g pro Kopf. Kann sein, daß ich mich vertan habe - bin kein Rechengenie. Aber wenn ich mir vorstelle, jeder Bundesbürger (Babys inbegriffen: Sparbuch anlegen für sie) besäße anderthalb Unzen Gold - daß das den ohnehin verschluderten Bundesgoldschatz ausmachte, dann wird mir echt schwindelig!
Es ist gut und wichtig, daß den Buba-Bossen mal mit einer öffentlichen Petition auf die Füße getreten wird - aber ebenso wichtig ist auch, daß sich niemand auf die Buba verläßt (verlassen kann), sondern lieber in Eigen- und Selbstvorsorge macht: das (höchstwahrscheinlich gar nicht mehr vorhandene) Gold des Staates wäre u.U. nichts, wenn die Leute auch nur einen Schimmer von der Werthaltigkeit dieses Metalls hätten und lieber in dieser Wertklasse etwas anlegten, statt auf Sparbuch oder in Lebensversicherung rasant wertlos werdendes Papiergeld zu parken.
Dann bekäme die Sache revolutionären Drive!
Ich hab zwar auch mit unterzeichnet, aber am liebsten setzte ich folgenden Zusatz hinzu: Ach, wissen Sie was, Herr Weidmann, Sie können mich mal - statt Ihnen meine Werte anzuvertrauen und fürchten zu müssen, daß Sie sie veruntreuen, mache ich das mal lieber in Eigenregie: schaffe mir nicht nur anderthalb Unzen an, sondern einige mehr, und hab Sie um Längen geschlagen, Sie und Ihren Bankrottbetrieb!

Vielen Dank für Ihren dennochigen Einsatz - Herr Boehringer (nicht Herr Weidmann)!
30.03.12 @ 22:51
Kommentar from: KESSEF [Besucher]
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Wenn die Bundesbank nicht rigoros mit Nebelbänken rund ums Gold aufhört und weiter und immer wieder mauert macht sie sich jetzt in maximaler Größe öffentlich lächerlich und unglaubwürdig bis zur Überflüssigkeit der Institution als Treuhänder und als Bank im Ganzen. Sie verspielt hier Ihr wichtigstes Gut, Ihre eigene Glaubwürdigkeit als Währungshüterin.
03.04.12 @ 00:53
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Nachtrag 26. April 2012:
Zur Info wegen sehr vieler Nachfragen seitens der Leser:
Trotz mehrfacher Information und Aufforderung haben weder Herr Mißfelder noch Herr Diekmann bis heute reagiert oder gar eingewilligt, die inzwischen bereits von über 5000 Unterstützern mitgezeichnete Initiative "Holt unser Gold heim!" zu unterzeichnen bzw. medial zu unterstützen. Nicht dass uns das gewundert hätte. Hiermit aber nochmals öffentlich dieses Angebot an die beiden:

www.gold-action.de/
26.04.12 @ 09:44
Kommentar from: Bernd Schmieder [Besucher] E-Mail
*****
Wenn Ihnen das Auto geklaut wird, gehen Sie doch auch zur Polizei. Warum sollten wir es also beim Gold auf einem "längst weg" beruhen lassen? Herrn Mißfelder habe ich angeschrieben, mal sehen, was wird. Die kämpfende "Bild"-Zeitung wird jedenfalls ihre Fahne bald wieder drehen oder einziehen.
Lagerstätten hätten wir übrigens mit den Regierungsbunkern in Ahrweiler genug.
29.04.12 @ 09:32
Kommentar from: Annerose Stöcker [Besucher]
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Ich hoffe auf einen positiven Erfolg. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nicht alle guten Anliegen werden von den Politikern goutiert und unterstützt! - Leider!!
28.08.12 @ 15:45
Kommentar from: Steffen Mast [Besucher] E-Mail
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Das ist eindeutig Staatseigentum und somit auch buchhalterisch und eigentumsrechtlich sauber zu behandeln. Unterstütze die Aktion aus einfachem nationalem Denken heraus, um die Zukunft Deutschlands ein wenig mitgestalten zu können.
22.10.12 @ 22:22
Kommentar from: gabriele baier-jagodzinski [Besucher]
Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA (1743-1826) hat sich in der Schrift "A summary ciew of the rights of British America" (1774) zum Thema Vertrauen geäußert, als es um die föderale Verfassung von Amerika ging:

"Eine freiheitliche Regierung ist auf Argwohn aufgebaut, nicht auf Vertrauen: Es ist Argwohn und nicht Vertrauen, der begrenzte Verfassungen vorschreibt, um jene, denen wir Macht überantworten müssen, zu binden. (...)Unsere Verfassung hat demgemäß die Grenzen festgesetzt, bis zu denen unser Vertrauen gehen kann, aber nicht darüber hinaus. Laßt uns daher in Fragen der Macht nicht mehr von Vertrauen auf den Menschen hören, sondern haltet ihn durch Ketten der Verfassung von Unheilstiftung ab."
23.10.12 @ 15:41
Kommentar from: Udo Schäfer [Besucher]
In den Wirtschaftswunderjahren ging es Deutschland nach Meinung seiner ehemaligen Kriegsgegner zu gut. Trotz Versailles und Potsdam waren die verdammten Deutschen wirtschaftlich nicht in die Knie zu zwingen. Die Lösung: Deutschland zahlt Milliarden für einen angeblichen Goldkauf, nur Gold sehen die doofen Deutschen nicht!

Einfach versteckte Reparationen! Wenn man von 3400 tonnen 50 Tonnen zur Prüfung nach Deutschland holt, ist das einfach lächerlich Glaubt unseren Politikern und Bundesbankern kein Wort, jeder schütze sein Vermögen so gut er kann, für deutsche Bürger tut dieser Staat nichts, er kann es nicht und er DARF es nicht.
Ziehe jeder seine Konsequenzen!!
24.10.12 @ 10:55
Kommentar from: Roland Herterich [Besucher]
Nur wenn wir über das Gold frei verfügen können, kann es auch notfalls für die Rettung des Euros eingesetzt werden. Darum brauchen wir uneingeschränkten Zugriff auf das Gold. Ob wir den auf das ausländisch gelagerte Gold wirklich noch haben, muss aber ernsthaft angezweifelt werden.
Ob dieses Gold nun tatsächlich physisch oder nur noch bebrieft vorhanden ist, macht dabei wenig Unterschied. Allein wenn die Finanzwelt noch an die Existenz des deutschen (=europäischen) Goldes glaubt,erfüllt es seinen Zweck. Darum dürfen keinerlei Zweifel hinsichtlich der Existenz dieser 100 Mrd Euro Notreserve aufkommen. Und darin liegt die eigentliche Brisanz dieser Geschichte: 100 Mrd Euro bewegen nun wirklich jeden Deutschen. Aber dieses Thema war nur an einem Tag in ARD und ZDF präsent. Anstatt dieses Thema journalistisch weiter aufzuarbeiten, hat sich das ZDF selbstgefällig der versuchten Einflussnahme durch den Pressesprecher der CSU zugewandt. Kann es diese Leichtigkeit der besonderen bayerischen Politik medienwirksam tatsächlich mit dem Gewicht von 3000t Gold aufnehmen? Oder wurde diese Dummheit inszeniert, um von wirklich wichtigen Nachrichten abzulenken? Vom Eingeständnis etwa, dass das Gold der Deutschen eben doch nur noch virtuell existiert?

28.10.12 @ 20:12
Kommentar from: Buerger67 [Besucher]
Das deutsche Gold, was in der FED lag, soll weg sein:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/21/hedgefonds-manager-das-gold-der-bundesbank-ist-weg/comment-page-3/#comment-231390

Zitat:”Hedgefonds-Manager: Das Gold der Bundesbank ist weg

Der Hedgefonds-Manager William Kaye sagt, es sei naiv zu denken, die Bundesbank würde ihre in den USA gelagerten Goldreserven jemals zurückbekommen. Das ehemals „deutsche“ Gold gibt es als solches nicht mehr. US-Banken haben es von der Fed erhalten, um den Goldpreis zu drücken. Die Goldbestände gelangten auf den Markt. „Deutschland wird das Gold nie wieder sehen“, so Kaye…”


*********

=> AW PB: Eigentlich wollten wir als Initiatoren der Aktion "Holt unser Gold heim" auf dieses Statement von Kaye nicht eingehen, denn erstens wurde er hier von den DWN und anderen falsch zitiert (er hat das so nie gesagt). Und zweitens ist er kein Insider - hat wenig Insider-Infos zum ZB-Gold, schon gar nicht zum BuBa-Gold. Da die DWN aber inzwischen auch bei uns um eine Meinung nachgefragt haben, siehe unten ein aktueller Artikelhinweis vom 27.7. zur Info:

Artikelhinweis: Angesichts vieler umlaufender, zT dubioser Meldungen zum Deutschen Gold (zB des HedgeFonds-Managers Kaye in HongKong, der aber keine Insiderinfos zum Deutschen Gold haben kann), haben mich die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten zum Thema interviewt. Siehe hier das heute veröffentlichte Interview. GANZ unten noch etwas mehr Info dazu, die die DWN aus Platzgründen nicht komplett übernommen haben.
Niemand weiß, wo die deutschen Goldreserven sind
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/27/110-milliarden-euro-gesucht-niemand-weiss-wo-die-deutschen-goldreserven-sind/ [Auszug]

Peter Boehringer, der Co-Initiator und Sprecher der Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim“ sowie Vorstand der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft, sieht dies anders. Den Umstand, dass die deutschen Goldbestände gar nicht mehr in den USA in Form von Barren existieren, hält Boehringer für „absolut möglich“. „Es ist sogar stark zu vermuten, auch wenn die Bundesbank selbst behauptet, seit 2007/8 keine Verleihgeschäfte mehr getätigt zu haben, und auch zuvor nur ‚in geringem Umfang‘“, so Boehringer zu den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Bundesbank könne dies aber bezüglich ihrer Auslandsbestände selbst gar nicht sicher wissen, da es keine Überprüfungen der ausländischen Standorte gibt.
„Wir glauben der Bundesbank in ihren Aussagen, aber wir glauben nicht, dass die Bundesbank ihren Vertragspartnern glauben kann“, sagte Boehringer. Die Bundesbank könne einfach nicht sicher sein, dass die Goldvorräte in Form von Goldbarren noch bei der Fed lagern:
„Sie behauptet dies noch nicht einmal offiziell bzw. kann ‚Sicherheit‘ bezüglich physikalisch und buchhalterisch korrekter Lagerung nicht belegen. Uns wurde offiziell von der BuBa am 8.2.2012 [lapidar] mitgeteilt, dass die ausländischen Lagerstellen und Partner-Notenbanken eine ‚einwandfreie unzweifelhafte Integrität‘ genössen. Und dass unsere in Frageform geäußerten Zweifel ‚daher jeder Grundlage entbehren‘.“
Dass aber beispielsweise die Fed selbst seit etwa den 50er Jahren selbst keinen „offiziellen Audit ihrer Goldbestände mehr durchgeführt hat, scheint die BuBa dabei nicht zu stören“, so Boehringer. „Man kann den Lagerstellen nicht vertrauen, die Amerikaner trauen diesen auch nicht.“ Deshalb fordert Boehringer die Veröffentlichung aller Barrenlisten der BuBa an allen Lagerstellen im In- und Ausland:
„Diese Listen existieren laut BuBa vollständig. Wir verlangen als notwendigen, nicht hinreichenden, Anscheinsbeweis und zwecks weiterer Prüfung die genaue Offenlegung der Barrennummern aller BuBa-Goldbarren, was die BuBa sehr leicht und ohne jedes Sicherheitsrisiko tun könnte und müsste – aber leider bislang nicht tut. Wir reden von nicht auditiertem, auditierbarem Volksvermögen in Höhe von mehr als 110 Milliarden Euro.“
Und die Überprüfung sei auch notwendig. Denn sollte tatsächlich im Zuge der Krise ein neuer Euro geschaffen werden müssen, sei man auch auf jeden Fall [tatsächlich gesagt hatte ich „unter Umständen“, Anm PB] auf einen Teil der Goldreserven angewiesen, so Boehringer. Denn ein Teil müsse [uU] mit Gold gedeckt werden. Boehringer zufolge ist auch die von der Bundesbank angekündigte teilweise Rückholung der Goldreserven aus den USA und Frankreich „komplett ungenügend“. Es gebe keinen „Fahrplan, alles wird man dann erst im September 2020 sehen“, so Boehringer. „Die BuBa scheint eindeutig auf Zeit zu spielen.“
… Ähnlich wie der Bundesgerichtshof beklagt in diesem Zusammenhang auch der Goldexperte und Berater der Stabilitas Fonds, Martin Siegel, dass es beispielsweise keine Veröffentlichungen über dies Verbriefungsgeschäfte gibt. „Es gibt keine Statistiken der Zentralbanken darüber, wie viel ausgeliehen ist“, sagte Siegel den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Dies sei ein grundsätzliches Problem bei den Zentralbanken.


Von: Peter Boehringer
Gesendet: Donnerstag, 25. Juli 2013 22:00
An: DWN
Betreff: AW: Anfrage Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrte Frau Schwalbe,

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die sehr berechtigt ist. Unten direkte schriftliche Antworten. Ich antworte gerne als Co-Initiator und Sprecher der Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim“ www.gold-action.de (Europäischer Steuerzahlerbund und Deutsche Edelmetall-Gesellschaft e.V.). Wir spekulieren mit dieser seit 2011/12 laufenden Aktion nicht wie leider sehr viele andere, sondern stellen belegbare Fakten dar – ODER formulieren in Frageform – wie zB hier in diesem weiterhin nur höchst unzureichend beantworteten Brief an Jens Weidmann / BuBa vom 16.1.2012 – man beachte dort vor allem die Anlage 1 http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2012/03/28/initiativenauftakt-holt-unser-gold-heim

Weiter siehe unten, mit fr. Grüßen
Peter Boehringer für
„Holt unser Gold heim“ www.gold-action.de


Von: Anika Schwalbe , DWN
Gesendet: Donnerstag, 25. Juli 2013 17:09
An: peter.boehringer
Betreff: Anfrage Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Guten Tag Herr Boehringer,

ich recherchiere gerade für die Deutschen Wirschafts Nachrichten noch einmal zu den im Ausland gelagerten Goldbeständen der Deutschen Bundesbank.

Könnte Sie diesbezüglich um einer Einschätzung bitten?

1) Es findet keine regelmäßige Überprüfung durch die Bundesbank bei den im Ausland gelagerten Goldbeständen statt. Wie kann die Bundesbank, wie im Januar geschehen, sicher sein, dass die Goldbestände noch dort lagern?

=> PB: Einfache Antwort: sie kann es nicht. Sie behauptet es noch nicht einmal offiziell bzw. kann „Sicherheit“ bzgl. physikalisch und buchhalterisch korrekter Lagerung nicht belegen. Uns wurde offiziell von der BuBa am 8.2.2012 mitgeteilt http://www.gold-action.de/files/pdf/2012-02-08_Antwort2_BuBa_an_BdSt.pdf , dass die ausländischen Lagerstellen und Partner-Notenbanken eine „einwandfreie unzweifelhafte Integrität“ genössen. Und dass unsere in Frageform geäußerten Zweifel „daher jeder Grundlage entbehren“. Dass zB die US-Fed seit etwa den 1950ern (!) SELBST keinen offiziellen Audit ihrer Goldbestände mehr durchgeführt hat, scheint die BuBa dabei nicht zu stören. Wir haben seit etwa 6 Wochen eine erneute Anfrage bei der BuBa am Laufen, die leider bislang trotz gegenteiliger Zusicherung vom zuständigen BuBa-Vorstand persönlich noch nicht beantwortet ist. Darin greifen wir u.a. viele der hier http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2012/03/28/initiativenauftakt-holt-unser-gold-heim in Anlage 1 dokumentierten Fragen nochmals auf. Unsere wichtigste Forderung ist zunächst die Veröffentlichung alles Barrenlisten der BuBa an allen Lagerstellen im In- und Ausland! Diese Listen existieren lt BuBa vollständig. Wir verlangen als (notwendigen, nicht hinreichenden!) Anscheinsbeweis und zwecks weiterer Prüfung die genaue Offenlegung der Barrennummern aller BuBa-Goldbarren, was die BuBa sehr leicht und ohne jedes Sicherheitsrisiko tun könnte und müsste – aber leider bislang nicht tut. Wir reden von nicht auditiertem/auditierbarem Volksvermögen i.H.v. mehr als 110 Mrd EUR.

2) Der Hedgefonds-Manager William Kaye behauptet sogar, dass die deutschen Goldbestände in den USA gar nicht mehr in der Form existierten. (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/21/hedgefonds-manager-das-gold-der-bundesbank-ist-weg/). Ist es tatsächlich möglich, dass das deutsche Gold zur Senkung des Goldpreises in den Markt gebracht wurde und nun höchstens noch Verleihverträge existieren?

=> PB: Möglich ist das absolut. Es ist sogar stark zu vermuten – auch wenn die BuBa selbst behauptet, seit 2007/8 keine Verleihgeschäfte mehr getätigt zu haben – und auch zuvor nur „in geringem Umfang“. Die BuBa kann dies aber bgzl. ihrer AUSLANDSbestände SELBST gar nicht sicher wissen – mangels Audit an diesen Standorten und darum auch mangels geeigneter Zusicherungen der Fed/BoE/BdF ggü. der BuBa! Ich verweise auch hier wieder auf unseren Brief an Hr Weidmann aus 2012 http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2012/03/28/initiativenauftakt-holt-unser-gold-heim und auf unsere aktuell laufenden Nachfragen an die BuBa, welche klar formuliert aber bis heute nicht beantwortet sind.

3) Wie beurteilen Sie die Informationspolitik der Bundesbank bezüglich der Goldbestände?

=> PB: Siehe oben: Sie ist seit Jahrzehnten schlecht und mE angesichts von HGB-Vorschriften zum Audit von Bilanzpositionen (denen auch die BuBa unterliegt) sogar hart an der Illegalität. Nicht zufällig ist gleich die erste Hauptforderung der Aktion „Holt unser Gold heim“ http://www.gold-action.de/ die nach einem transparenten physischen Vollaudit der Bestände an allen Lagerorten!
=> Alleine unsere Initiative sowie der Druck einiger MdBs (Gauweiler) sowie der schließlich dadurch ausgelöste Druck des Bundesrechnungshofs brachte Anfang 2013 einen Hauch von Transparenz ins deutsche Gold. Leider noch viel zu wenig – dh nur etwa 1000 der 3400 Tonnen lagern (theoretisch auditierbar) in Deutschland. Siehe dazu http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2013/01/18/gold-wahn-oder-papiergeld-wahn oder http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2012/05/14/deutsches-gold-bundesbank-und-bundestag oder http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2013/02/01/von-schein-geld-und-schein-gold-die-neue
=> Auch die Ankündigung der BuBa zur Heimführung von etwa 50% des bis Ende 2020 (!) ist komplett ungenügend und dieser achtjährige Zeitplan geeignet, eher Misstrauen bzgl. der frei verfügbaren Existenz des Goldes aufzubauen als abzubauen… Die BuBa scheint eindeutig auf Zeit zu spielen.


4) Wie schätzen Sie die Aussagen Kayes ein?

=> PB: Ich würde gerne strikt trennen zwischen den sehr skeptischen Einschätzungen Kayes einerseits – und seinem objektiven Wissensstand andererseits:
Auch wir von der Aktion „Holt unser Gold heim“ sind sehr skeptisch, ob und die Wahrheit zum Dt Gold erzählt wird und ob dieses Gold physisch allokiert vorhanden und jederzeit auslieferbar an D / BuBa wäre! Genau aus diesem Grund fragen wir seit zwei Jahren intensiv nach – in den einschlägigen Goldforen werden unsere Fragen übrigens schon seit Jahrzehnten gestellt.
=> Auch bei anderen Goldthemen hat der HedgeFonds-Manager Kaye zT durchaus unsere Sympathie. Wir sprechen ihm allerdings JEDES Insiderwissen in dieser Sache schlicht ab. Er hat keine Insights über das Wissen hinaus, das zum Thema ZB-Gold / BuBa-Gold seit vielen Jahren bekannt ist. Wir vermuten zudem, dass er von der Presse (evtl. auch von den DWN) überinterpretiert wurde. Wenn man hier genau reinhört http://www.kingworldnews.com/kingworldnews/Broadcast/Entries/2013/7/10_William_Kaye.html (letztes Viertel des Interviews), dann blieb Kaye bzgl. von BuBa-Goldbarren in der Schmelze HongKong strikt im KONJUNKTIV! Er behauptet da NICHT, selbst einen Goldbarren mit Aufprägung „BuBa“ gesehen zu haben! Im Übrigen ist stark zu bezweifeln, dass die BuBa ihre Barren überhaupt so be-prägt…
=> Trotzdem sind Kaye´s bzw. unsere Zweifel angesichts der anhaltenden Intransparenz der BuBa-Infopolitik und der ausländischen Lagerstellen (keine öffentlichen Barrenlisten), angesichts der anhaltenden Auditverweigerung sowie angesichts der Nichtheimholung ALLER Bestände innerhalb weniger Monate absolut zulässig und berechtigt. Allerdings kommen wir von der Aktion „Holt unser Gold heim“ nicht zu Kayes fatalistischer und (zwar wahrscheinlicher aber) nicht belegbarer Conclusio „Deutschland wird das Gold nie wieder sehen“.
=> Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Die BuBa muss Uns-dem-Volk in dieser Sache endlich extrem transparente Rechenschaft ablegen. Und/oder andernfalls das Gold heimholen. Ist sie zu beidem trotz ggf. zur Hilfe zu holender Öffentlichkeit nicht innerhalb max. eines Jahres in der Lage, dann sollte sie einen gleichzeitigen Verkauf (der Auslandsbestände) und gleichzeitigen Ankauf im Inland durchziehen.
=> Gründe gibt es zuhauf – diese Sache hat potenziell enorme wirtschaftliche, ggf. währungsexistentielle Bedeutung, wie wir schon im Auftaktartikel zur Initiative http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2012/03/28/initiativenauftakt-holt-unser-gold-heim geschrieben hatten:
„Die Auslandslagerung eines Großteils des von der Bundesbank treuhänderisch für das Volk verwahrten deutschen Goldes ist seit fast Jahrzehnten ein ökonomischer und juristisch-politischer Irrwitz. … Aus unserer Sicht besteht inzwischen aufgrund der berüchtigten „Target2“-Problematik (Ausbuchungsgefahr des Dt. Goldes) dringender Handlungsbedarf! … Die Initiative „Repatriate our Gold!“ will den Staaten für die Zeit nach dem absehbaren Ende des aktuellen Aufschuldungszyklus und damit für die Zeit nach den heutigen ungedeckten Währungen die Option einer glaubhaften (Teil-)Deckung ihrer neuen Währungen erhalten. Zu diesem Zweck ist die Lagerung im eigenen Lande zwingende Voraussetzung.“
22.07.13 @ 17:52
Kommentar from: Manfred S. [Besucher]
Ich nehme stark an, dass die hochverschuldeten USA unser Gold (physisch) nicht mehr in voller höhe und nachweisbar vorzeigen könnten. Es ist also dringend geboten, das zu überprüfen!
06.09.13 @ 22:18
Kommentar from: Bernd D. [Besucher]
*****
Der gesamte Vorgang, insbesondere wie er von unserer Bundesregierung gehandhabt wird, ist ein Skandal. Ich finde diese Initiative absolut gerechtfertigt und hoffe auf große/zahlreiche Unterstützung durch die Bundesbürger.
03.12.13 @ 09:34
Kommentar from: Jutta [Besucher]
Das Gold gehört uns. Falls noch vorhanden, sollte es unverzüglich nach Deutschland transportiert werden. Ich kann nicht verstehen, warum unsere Politiker so rumeiern. Es bestünden Probleme bei der Rückführung. Wer bitte soll das verstehen und was soll diese faule Ausrede bedeuten?
Jutta Meier
29.06.14 @ 23:10

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