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Deutsches Gold, Bundesbank und Bundestag: Lasst uns endlich Taten sehen!

von Peter Boehringer E-Mail 14.05.12 09:15:15

Es tut sich was in Sachen Deutsches Gold: Den unten auszugsweise zitierten heutigen BILD-Bericht „Bundestag fordert Aufklärung über die Bilanzierung der Goldreserven“ sehen die Initiatoren von „Holt unser Gold heim!www.gold-action.de zwar als Teilerfolg unseres öffentlichen Drucks der jüngsten Zeit. Andererseits geben wir weder der BuBa, noch dem Haushaltsausschuss des Bundestags, noch der „Wir-fotografieren-mal-den-Mißfelder-vor-der-Fed-Kellertür“-BILD-Zeitung nach 50 Jahren Untätigkeit und Informationsverweigerung auch nur einen Millimeter Vertrauensvorschuss!

Löblich an der Forderung des Haushaltsausschusses ist immerhin die „Anregung der Rückführung“ des deutschen Staatsgolds nach Deutschland. Das sind nach 50 Jahren Überfälligkeit ja doch einmal sehr erstaunliche Erkenntnisse, meine Damen und Herren.
:!: So schnell können die Preußen also schießen… Doch es genügt nicht, ostentativ „gegen den massiven Widerstand der Deutschen Bundesbank“ nun einen weitgehend geschwärzten und geheimen Bericht für den Haushaltsausschuss oder einen „zusammenfassenden“ Bericht für das Parlament zu erstellen. Transparenz sieht ganz anders aus:

„Die unabhängige und überparteiliche Initiative „Holt unser Gold heim!“ fordert daher [weiterhin und unverändert],
• einen vollständigen und unabhängig testierten physischen Voll-Audit der deutschen Goldbestände an allen Lagerorten;
• die zeitnahe Rückführung des im Ausland gelagerten Goldes nach Deutschland, um die Option der (Teil-)Deckung einer künftigen neuen Währung zu erhalten;
• die Herbeiführung eines verfassungsrechtlich abzusichernden bilanziellen Sonderstatus der Goldreserve zur Abwehr der schnell zunehmenden Ausbuchungsgefahr aufgrund der sich seit 2007 dramatisch verschlechternden Qualität der Bundesbank-Bilanz (Gefahr im Verzug).“

Selbstredend muss der Bericht ungeschwärzt, vollständig und öffentlich zugänglich sein! Insbesondere muss er alle Barrennummern, -größen und -legierungen an allen Lagerorten enthalten (Listen liegen der BuBa angeblich vor, einfach veröffentlichen). Sowie die Bestätigung aller Lagerstätten, dass allokiert verwahrt wird und „Doppeleigentümerschaften“ ausgeschlossen sind. Zudem müssen alle Beteiligten (Lagerstätten, Bundesbank usw.) bestätigen, dass keine Ware buchhalterisch entliehen wurde.

Alle weiteren offenen Fragen, die in dem Bericht zu beantworten sind, finden Sie in unserem von der Bundesbank weiterhin unbeantworteten Fragekatalog im „Nachfragebrief“ von Januar 2012, (siehe Anlage ab Seite 4 des Briefs oder im leicht kopierbaren Textformat hier, ganz unten).

Fazit: Ein noch vor 12 Wochen undenkbarer Schritt des Haushaltsausschusses. Doch Skepsis ist angebracht, selbst wenn dieser Bericht dann (in einem Jahr?!) endlich vorliegen wird. Fausts Spruch passt auch hier mal wieder – wie so oft bei Politikern, die gerne bellen und nie beißen (jedenfalls Ihresgleichen nicht): „Der Worte sind dann genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn! … Euch ist bekannt, was wir bedürfen, Nun braut mir unverzüglich dran! Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan, Und keinen Tag soll man verpassen

Dank an die Erst- und Mitzeichner unserer Initiative! Zeichnen Sie alle bitte weiter mit: „Holt unser Gold heim!“ bzw. für die Hochdeutschen „Holt unser Gold nach Hause!“ bzw. für alle Länder mit im Ausland verwahrten Reserven: „Repatriate our Gold!

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Bericht von heute: Bundestag fordert Aufklärung über die Bilanzierung der Goldreserven
„Gegen den massiven Widerstand der Deutschen Bundesbank :roll: hat der Haushaltsausschuss des Bundestags einen kritischen Prüfbericht des Bundesrechnungshofes zu den Goldreserven angefordert. Wie die Bild-Zeitung berichtet, hat der Haushaltsausschuss diesen Beschluss am vergangenen Mittwoch gefasst. ... Auch eine Rückführung nach Deutschland wird angeregt. Bundesbankpräsident Jens Weidmann hatte versucht, auf die Spitze der Unionsfraktion einzuwirken, um die Anforderung des Berichts zu verhindern. Der Rechnungshof will nun Teile des Berichtes mit Verweis auf Sicherheitsbelange von Drittstaaten schwärzen und dem Parlament lediglich eine verkürzte Zusammenfassung zur Verfügung stellen, die offenbar nur im Geheimschutzraum des Bundestags >:XX eingesehen werden kann.“

www.gold-action.de

18 Kommentare

Kommentar from: Adept [Besucher]
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Es ist tatsächlich zu befürchten, dass die Politik bloß eine Luftnummer präsentiert. Ich traue den Herrschaften auch zu, ein Fake zu veröffentlichen, an dem auch das Ungeschwärzte frei erfunden ist. Herr Weidmann hat sich in meinen Augen schon lange durch sein Lavieren diskreditiert, ein Währungshüter ist das nicht. Seine Aussagen sind genauso substanzlos ind unkonkret wie die des Herrn Voßkuhle als angeblicher Wahrer unserer Rechte. Die Äußerungen von Gauck in Brüssel über die Eurokraten zeigt, dass dieser Präsident auch kein Interesse an der Wahrung unserer Rechte hat.

Aber es ist ein Anfang gemacht und die Lügen werden so scheibchenweise offengelegt.
Die Verweigerung der Offenlegung wird den Druck im Kessel erhöhen.
14.05.12 @ 09:57
Kommentar from: Karl von Francois [Besucher]
Es ist doch schlichtweg eine Unverschämtheit, den Eigentümern des Goldes, also den deutschen Bürgern, irgendwelche Auskünfte über das Gold vorzuenthalten oder gar zu verweigern. Gleich ob die Bundesbank Geld, Aktien, Staatstitel oder Gold verwahrt: Alles muss ordnungsgemäß verbucht und detailliert belegt werden. Keine Buchung ohne Beleg. Das gilt auch für Herrn Weidmann. Geschieht das nicht, ist etwas oberfaul und Sache für den Staatsanwalt. Totale Offenheit ist die Devise und nichts spricht dagegen. Dass das Gold nach Deutschland gehört ist ohnehin klar. Ein guter Test übrigens dafür, ob unsere amerikanischen Freunde gute Treuhänder waren und sind. Und genau um diesen Punkt geht es im Kern.

Deshalb www.gold-action.de zeichnen.
14.05.12 @ 11:28
Kommentar from: cork [Besucher]
Die Geheimiskrämerei sagt alles. Nix mehr da!
14.05.12 @ 15:48
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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Früher durfte das deutsche Gold nicht heimgeholt werden, weil die Sicherheitsbelange unserer "Freunde" gefährdet wären, wenn das Gold unserer Väter den Sowjets bei einem Einmarsch in die Hände fallen könnte; jetzt wiederum würden die Sicherheitsbelange unserer "Freunde" gefährdet sein, wenn ihre Lagerorte bekannt würden!

Wenn Gold so ein entsetzlich überholtes, unmodernes und atavistisches Gebrauchsgut ist, warum steht dann jetzt die immer ach so dezente Bundesbank wie von der Tarantel gestochen auf und macht wegen der läppischen ca. 130 Mrd. Euro Metall so viel Geschiß?

Offensichtlich ist das Gold eben doch nicht so belanglos wie immer dem Publikum vorgetäuscht wird: Entweder ist es physisch nicht mehr vorhanden, d.h. es besteht nur noch ein Goldsurrogat (= goldwertes Aktivum), oder man hat Angst sich mit dem großen Bruder zu verderben, der seine Dollar weltweit weiter als Parallelwährung einspeisen will zur Finanzierung seines Außenhandelsdefizits.

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=> Ergänzung PB: Volle Zustimmung, JK. Lediglich beim Begriff "goldwertes Aktivum" muss ich pedantisch bzw. terminologisch schärfer sein: Eine Bilanzposition "Goldforderung" ist ... eben eine FORDERUNG bzw. ein auf Papier eine Sache verbriefendes Derivat. Und damit eben NICHT automatisch "goldwert". Das ist keine reine Sophistik meinerseits und es ist natürlich auch klar, wie Sie es gemeint hatten. Aber wir müssen allergrößten Wert auf diese Begrifflichkeit legen. "So gut wie Gold" bzw. "goldwert" ist derzeit nur das physische und allokierte und nicht mehrfach verliehene Material. Da sind sogar wir Fans von JP Morgan: "Gold ist Geld und sonst nichts" (Morgan-Zitat von 1907). Im Umkehrschluss ist eben eine ungedeckte Goldforderung bzw. papierenes Falschgeld nicht goldwert. Erst wieder in einem glaubhaften (teil)gedeckten Goldwährungssystem wären Geldscheine (=Goldsurrogate) wieder goldwert. Aber die Einlösungspflicht ist ja (faktisch) seit 100 Jahren Geschichte.
14.05.12 @ 21:54
Kommentar from: Vicky & Volker [Besucher] E-Mail
An Kommentatoren und Leser:
Nicht ganz so schnell den Stab über die BuBa brechen.

Ich kopiere unseren Kommentar vom heutigen Tage bei Metallwoche zu einem Interview mit Dimitri Speck:
" '... wenn die BuBa jetzt publizieren würde, dass dies Begehrlichkeiten weckt' (was er nicht gesagt hat, ich aber raushöre (raushören will ;) ) ... Begehrlichkeiten, die derzeit völlig unangebracht wären, denn wir haben gestern am Sonntag in NRW ja gesehen wohin der Zug rollt: weiter in die DDR 2.0."

Von daher behalte ich mal aktuell mein “Vertrauen” in die Buba, das notwendige Währungsgold eben nicht zu verschleudern.

Diese latente Gefahr sollte auch nicht vom Tisch gewischt werden, auch wenn alles seit vielen, vielen Jahren ein Gschmäckle hat.

Gruß Volker

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=> AW PB: Lieber Volker (oder Vickycolle?!), da das Interview nur Metallwoche-Abonnenten zugänglich ist und ich zugleich weiß, dass Dimitri recht exakt ist in dem, was er sagt bzw. nicht sagt, muss ich zunächst for the record und für die Leser ohne MW-Abo festhalten, dass er das, "was Volker raushören will" so nicht gesagt hat...
=> Trotzdem wäre das Argument "lieber da lassen wo es ist, sonst wird das Gold von den Berliner Schuldenmachern sofort verfrühstückt" natürlich plausibel. Ich bekomme diese These zu jedem Blog mindestens zehnmal in die Inbox - und erst recht beim Start der Initiative "Holt unser Gold heim!", die Dimitri Speck übrigens als einer der ersten unterzeichnet hat - inklusive der (zweiten) Haupt-Forderung nach kurzfristiger Rückführung nach Deutschland.
=> Nun denn - wir behaupten ja gar nicht, dass die BuBa in jüngster Zeit oder in den letzten Jahren Gold veruntreut hat. In diesem Sinne brechen wir in dieser Goldsache gar nicht den Stab über der aktuellen BuBa-Führung und in diesem Fall noch nicht einmal über Merkel. Die Entscheidung zur Lagerung im Ausland war zwischen ca. 1951 und 1990 eine, die nicht von Deutschland zu treffen war - jedenfalls nicht von einem souveränen und es gab ja bis 1990 auch das Argument des bösen Sowjets, der sich das Gold aus FFM einfach holen könnte, so dass es besser in NY, London und Paris verbleiben müsse. Seit 1990 gilt dies so aber nicht mehr. Die BuBa und kein Kanzler seit Kohl haben trotzdem in 22 Jahren auch nur die geringsten Anstalten zu einer Heimholung gemacht.
=> Vor allem aber haben wir seit 2007 / 2012 nun eben das GRAVIERENDE Problem Target2 auf der BuBa-Bilanz, das der Anlass für die Goldaktion gewesen war! Und HIER brechen wir durchaus den Stab über der BuBa - denn eine Aufhäufung uneinbringlicher Target2-Forderungen (gegen die Ausreichung noch immer werthaltigen Geldes in der Größenordnung von derzeit ca. 50m EUR pro Stunde!!!!) auf der BuBa-Bilanz ist m.E. ein krimineller Akt der BuBa, der völlig zurecht inzwischen zurecht mit einer Strafanzeige quittiert wurde, wir berichteten.
14.05.12 @ 22:07
Kommentar from: Bert [Besucher]
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Am elegantesten wäre, DE verkauft die ganzen (Papier-)Goldbestände und deckt sich physisch neu ein. Dann sind die ganzen Geheimniskrämereien und Geheimvertragsgeschichten sofort perdu.

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=> Ergänzung PB: Klar, das wäre ein eleganter Weg. Am allerelegantesten wäre es aus Sicht von Goldbugs, wenn man die 3400 Tonnen über die Comex orderte - und dann -meinetwegen über 2 Jahre hinweg- Lieferung verlangte, denn diese Aktion beendete endlich die preisdrückenden Papierspielchen an der Comex. Dummerweise legte man sich dann aber nicht nur mit den entsprechenden Zentralbankleuten an, sondern auch noch mit den Kabalisten hinter der Comex - sofern das nicht ohnehin die gleichen Player sind... Der Widerstand wäre enorm!
=> Wie auch immer - FALLS der von Bert beschriebene Weg tatsächlich erfolgreich gegangen werden könnte, läge der neue markträumende Preis der Goldunze vermutlich weit über 3000 $! Aus derzeit 133 Mrd EUR Verkaufserlös für die ehemals 3400 Tonnen würden dann bei einem Wiedereinkauf nur noch ca. 1500 Tonnen... Es wäre wohl eine Abwägung, ob einem 50% Physisches lieber wäre als 100% Papiergold. Da in jedem Fall 100% Physisches am besten wären, favorisieren wir derzeit noch die Heimholung der ja angeblich vorhandenen 3400 Tonnen...
15.05.12 @ 09:02
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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Der Verfall des römischen Reichs wird sinnfällig an der Münzverschlechterung des Silbers in seinen Denaren, die immer weniger Silber enthielten.

Zukünftige Generationen werden den Untergang des heutigen Imperiums vermutlich einmal in der Entwicklung des Papiergelds als Depositenschein der leeren Menge und als Ersatz des Edelmetalls ansehen und dabei ausführen, daß eine Ochlokratie ans Ruder kam, die den Luxus eines edelmetallhaltigen Geldes nicht für notwendig hielt, weil sie als Proletenherrschaft weder Sinn für Ästhetik noch Wert hatte und deswegen notwenigerweise untergehen mußte.

Früheren Denkern hingegen war es noch bekannt, daß ein gewisser Luxus sowohl der Privatperson als auch dem Staat unerläßlich ist.

Aus http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=2271:

Carl Jentsch schreibt in seiner Volkswirtschaftslehre zu den „Volkswirtschaftlichen Lehren des Weltkriegs“ 1919: „Doch ist das Gold niemals zu entbehren. Abgesehen von seiner Funktion als Wertmesser, in der es unersetzlich ist, muß es als Deckung den Wert der vom Staat ausgegebenen Geldscheine verbürgen. … Schon aus ästhetischen Rücksichten muß jedermann schöne Goldstücke lieber haben als häßliche, zerknüllte, schmutzige Papierfetzen. … Im Golde hat man nun einmal einen sicheren unzerstörbaren Besitz. Das Papierzettelchen kann verbrennen, von spielenden Kindern zerrissen werden, und fällt’s dem Bauer in die Krippe, so frißt’s die Kuh. Das Goldstück kehrt selbst aus dem Magen des Tieres unversehrt, aus dem Feuer als Goldklümpchen zu seinem Eigentümer zurück. Und es verleiht dem Verkehr das Gepräge der Solidität. … Gewiß: das goldene Rad statt des wohlfeilen Papierrades ist ein Luxus, aber ein gewisser Grad von Luxus ist dem Staat wie dem Privatmann zur Aufrechterhaltung seines Anscheins notwendig; …“
15.05.12 @ 09:35
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Eine kleine Presseschau von heute: Während das WallStreetJournal und das Print-Handelsblatt auf Seite 5 in "Ohne Rechenschaft kein Vertrauen" (Netzversion mit anderer Überschrift) einigermaßen korrekt berichten und die (im Wortlaut leider weiterhin unbekannte) Kritik des Rechnungshofs an unzureichenden Inventurmaßnahmen der BuBa unterstützen, wird insbesondere die FAZ noch hinzulernen müssen:

Der FAZ-Artikel ist hoch suggestiv mit "Skurriler Streit über die Prüfung des Goldschatzes" überschrieben, ohne dass im Text dann irgendwie erklärt würde, was genau an der Kritik (oder doch vielleicht an den Buchhaltungs-Usancen der BuBa?!) "skurril" sein sollte. Ganz schlechter Journalismus. Insbesondere, wenn man denn auch noch den Schlussabsatz in der FAZ liest:

"Denn [bei einer vor-Ort-Inventur] müssten wohl oder übel jedes Jahr Bundesbanker eine Tour nach Paris, London, New York und zurück nach Frankfurt unternehmen, um sich in den Tresoren zu vergewissern, dass da wirklich Gold verwahrt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies bei der nächsten Überprüfung des Reiseetats moniert werden könnte, gilt als nicht unerheblich."

=> O mein Gott! Auf welchem Niveau ist der deutsche Qualitätsjournalismus angekommen?! Die BuBa verschenkt über Target2 PRO STUNDE (!) derzeit etwa 50 Mio EUR ans Ausland. Und gegen eine mit fünf Studenten oder Ein-Euro-Jobbern in drei Tagen durchführbare Vollzählung der Barren werden ernsthaft KOSTENgründe ins Feld geführt. Lieber FAZ - das ist nur noch peinlich - und vermutlich direkt vom Pressesprecher der BuBa ins Blatt diktiert worden!

Die SZ schreibt immerhin auf Seite 1 des heutigen Blattes in "Inventur mit der Goldwaage" ein wenig differenzierter und Redakteur Zydra ist auch als einziger Autor in der Lage, den geistigen Link zwischen der "Holt unser Gold heim"-Kampagne und der aktuellen Aufregung bei BILD und Rechnungshof zu ziehen. Und doch plappert auch die SZ 1:1 die Propaganda der BuBa nach und zitiert deren Kampfrhetorik von einer "hanebüchenen" Forderung nach Rückführung des Goldes.

Fazit: Das Thema ist endlich in den Medien. Leider auch nach 50 Jahren weiterhin nicht mit angemessenem Tenor. Ausgerechnet FAZ-Schreiber Ruhkamp hat genau NICHTS vom Thema verstanden. Bei SZ-Zydra kann man immerhin ein wenig Tiefgang konstatieren, denn sein Schluss-Fazit ist eine durchaus nachdenkenswerte Prognose. Ich bin geneigt, dieser zuzustimmen:

"Natürlich könnte die Bundesbank ihre Goldbestände komplett nach Frankfurt holen. Dann stünde einer gründlichen Inventur mit Inaugenscheinnahme nichts mehr im Wege. Aber um welchen Preis? Man stelle sich vor, die Deutschen zögen ihr Gold aus Paris ab - für die Finanzmärkte wäre das der Vorbote für den Euro-Kollaps."

=> Nun - wo er recht hat, hat er recht. Allerdings wird nicht das deutsche Staatsgold an diesem Kollaps schuld sein. Der Euro wird so oder so kollabieren. Wie lange noch soll der Michel einen Abfluss von 100m EUR pro Stunde (!!) hinnehmen - davon 50m EUR über Target2, der Rest über andere Transfertöpfe??
15.05.12 @ 09:52
Kommentar from: Bert [Besucher]
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Mit Humor geht alles leichter: Laut den Weissagungen des US-Propheten Cayce sollen in der Nähe von Bimini noch ca. 6000 Tonnen Gold aus der Zeit von Atlantis liegen. Hoffentlich fangen die Amis da nicht an zu graben. Für die Wüste Gobi gibt es eine ähnliche Legende, aber dort ist zum Glück alles, von den chinesischen Atombombentests, verstrahlt.

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=> AW PB: Tja, die Papiergeldüberhänge der aktuellen Weltfinanzwirtschaft würden nicht einmal die armseligen 6000 Atlantis-Tonnen decken - diese schlappen 300 Mrd Dollar druckt die Fed in zwei Monaten - mit der EZB zusammen dauert es nur einen. Und Gold zu verstrahlen, hat ja schon vor fast 50 Jahren ein gewisser Auric Goldfinger im gleichnamigen James Bond von 1964 versucht. Dass es ihm selbst bei einem Versagen von 007 nicht gelungen wäre, Gold wie geplant atomar zu verstrahlen, wird schön hier belegt: http://blog.gwup.net/2010/01/03/katastrophenmathematik-a-la-goldfinger/
=> Es gibt schon gute Gründe, warum Gold sowohl alchemistisch nicht herstellbar ist (außer man könnte Supernovae künstlich erzeugen und kollabieren lassen) noch leicht zerstörbar ist. SO leicht werden die Eliten das natürliche Geld also nicht los. Und es bräuchte auch mindestens 100 (bzw. eher 1000!) Atlantis-Goldfunde, um Gold in eine Inflation durch Angebotsexplosion zu treiben, die auch nur annähernd so gigantisch wäre wie die aktuell vorherrschende im künstlichen Kreditgeldmarkt!
15.05.12 @ 12:55
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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Die Kommentare der FAZ und SZ zur versuchten Inventur des deutschen Staatsgold sind wieder einmal einen Beleg für die allgemeine Orchestrierung unserer Massenmedien, die auf eine zentrale Befehlszentrale hinzuweisen scheint.

Es war schon äußert befremdend, daß der Atlantiker Mißfelder und die Bild-Zeitung sich des ungeklärten Problems des deutschen Staatsgolds annahmen. Offensichtlich war man der Auffassung, es müsse einmal erwähnt werden, um die Bevölkerung weiter beruhigen und einzulullen zu können. Daß dieser Hinweis weitere Kreise zieht, war vielleicht nicht geplant und muß jetzt wieder per Desinformation zurückgenommen werden.

Sensiblen Menschen dürfte schon aufgefallen sein, daß im Dezember mit einem Schlag sämtliche Massenmedien über Christian Wulff herfielen und ständig in den kleinsten Krümeln suchten, um ihn zu verleumden und zu vernichten, dann aber schlagartig Wulff fallenließen, nachdem er beseitigt worden war. An dieser Attacke war auch die Staatsanwaltschaft Hannover beteiligt, weil sie wegen strittiger ca. 500 Euro Sylt-Urlaub seine Immunität aufheben ließ und damit vorsätzlich und wie zu erwarten war sein Amt beendete, während man anschließend nichts mehr von der Staatsanwaltschaft gehört hat.

So ähnlich war es auch immer in den letzten Kriegen, wie den beiden Golfkriegen oder Afghanistan. Von einer Stunde zu anderen bläst diese Medienmafia unisono gemeinschaftlich ins Kriegshorn und wechselt unversehens von Quasi-Information in orchestrierte Kriegspropaganda.
15.05.12 @ 14:57
Kommentar from: goldwing [Besucher]
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Wenigstens beim Handelsblatt hat man erkannt, dass Inventur sein muß. Das Heimholen läßt der Redakteur aber in seinem Kommentar, nicht im Artikel selbst, unter den Tisch fallen.
http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-das-blinde-vertrauen-der-bundesbank/6633350.html

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=> Ergänzung PB: War weiter oben schon in der Presseschau verlinkt. Aber gerne nochmals - wenn der Mainstream schon mal die Dinge halbwegs trifft.
15.05.12 @ 16:24
Kommentar from: Achim [Besucher]
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Sehr geehrter Herr Boehringer,
es gäbe eine sehr einfache und effektive Methode, die COMEX aus dem Goldmarkt zu verdrängen.
Ich frage mich die ganze Zeit, warum die Südafrikanische Zentralbank nicht die letzten
Goldvorkommen Ihres Landes selber kauft. Sie würde eine superstarke Währung schaffen, die ähnlich der Schweiz das Geld anderer Länder anziehen würde. Man behielte sein Gold und könnte
trotzdem westliche Produkte kaufen. Man könnte die Südafrikanische Schweiz sein.
Warum dies nicht passiert kann ich mir nicht erklären. MfG Achim

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=> AW PB: Nun, bei Mexiko und Silber könnte das uU funktionieren. Bei SA und Gold kaum. Drei Gründe:
a) SA selbst hat als Staat so gut wie kein Gold (sic). Das gehört alles den Minengesellschaften und wird laufend außer Landes verkauft.
b) Unter einer faktisch sozialistischen ANC-Regierung wird SA auch kaum Gold kaufen und horten - das ist den tanzenden und bettelarmen Wählern dort nicht vermittelbar.
c) Heute erst kam wieder eine Meldung, wonach SA´s Goldproduktion weiter gesunken ist: minus 11% zum Vorjahresquartal! Rasend schneller Produktionsrückgang - nun nur noch 200 Tonnen p.a. nach einem Peak in den Achtzigern bei über 1000 Tonnen! Immer mehr Minen werden dort wegen zu tiefer Bohrtiefe bzw. zu niedrigen verbleibenden Gehalten in höheren Schichten geschlossen.
=> Ein neuer Goldstandard ist (wäre) dergestalt, dass EIN Land mit glaubhaftem Standard genügen würde, so dass keine Papiergeldwährung der Welt mehr daneben existieren könnte. Auch die DE-Monetisierung hat darum 1971ff nur bei GLEICHZEITIGEM Vollzug in aller Welt funktionieren können (Ausnahme CH). Darum darf auch Mexiko solche Pläne nicht umsetzen, obwohl es sie gibt. Dito Indonesien oder arabische Staaten. Die Front des Papiergelds und der Comex hält. Noch...
15.05.12 @ 16:52
Kommentar from: LuckyFriday [Besucher]
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Toll...halten Sie den Druck aufrecht...in logischer Konsequenz...

Was quackt wie eine Ente, watschelt wie eine Ente ... das Gold ist weg!

Wer dafür verantwortlich ist, sollte zur Rechenschaft gezogen werden! Wenn nicht heute, dann morgen. Wenn nicht morgen, dann übermorgen!

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=> AW PB: Die Hauptverantwortlichen sind längst außer Amt oder tot. Allerdings machen sich die noch Agierenden bzw. NICHT-Handelnden mitschuldig - und wegen des inzwischen nicht mehr zu leugnenden Target2-Desasters ist Ignoranz nun nicht mehr entschuldbar! Selbst wenn das Gold weg wäre - es kann jederzeit im Markt zurückgekauft werden - gegen Auflösung von "Goldforderungen" wäre der Goldkauf ein Aktivtausch auf der BuBa-Bilanz und damit ergebnisneutral - jedenfalls theoretisch (falls der Weltmarkt-Goldpreis bei Neukauf von 3400 Tonnen steigen sollte, natürlich nicht...)
=> Übrigens ist es angesichts der neuen Popularität nicht auszuschließen, dass demonstrativ einmal ein paar Barren vorgezeigt, Auszüge (!) der Barrenlisten veröffentlicht und gar ein paar Tonnen Material nach D geholt werden, um die bei Gold sensible Volksseele medienwirksam zu beruhigen à la "Sehr her, da ist es, die Verschwörungstheoretiker hatten unrecht, alles integer, alles gut, geht DSDS anschauen."
=> Erst heute wieder wird in der SZ die so beliebte Totschlagrhetorik der "VT´ler" benutzt. Die Kollegen von WELT und Spiegel (englische Ausgabe) sind da weiter und berichten halbwegs neutral und nennen unsere maßgebliche Initiative auch beim Namen:
a) WELT: "Deutsche wollen Bundesbank-Goldschatz heimholen"
b) SPIEGEL: "Germans fret about their foreign Gold Reserves"
15.05.12 @ 20:09
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher] · http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=2508
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Ihr Kommentar zu Achim leicht ergänzt:

"Ein neuer Goldstandard ist bzw. wäre dergestalt, dass EIN Land mit glaubhaftem Gold-Standard genügen würde, so dass keine Papiergeldwährung der Welt mehr daneben existieren könnte. Auch die DE-Monetisierung des Goldes hat darum 1971 ff. nur bei GLEICHZEITIGEM Vollzug der Abschaffung des Golds als Zahlungsmittel in aller Welt funktionieren können (Ausnahme CH). Darum darf auch Mexiko solche Pläne für Silber nicht umsetzen, obwohl es sie gibt. Dito Indonesien oder arabische Staaten. Die Front des Papiergelds und der Comex hält. Noch... "

Und zwar Vollzug 1971 ff. aus folgendem Grunde: Es war schon immer bekannt, daß bei der Verwendung von Edelmetallen bei gleichem Nennwert die schlechte Münze die gute verdrängt, weil die gute zurückgehalten wird [sog. Greshamsches Gesetz, Anm. PB]. D. h. wenn es nur einem einzigen Staat der Welt gelänge, eine Goldmünze als Zirkulationsmittel in Umlauf zu bringen, wird diese vermutlich vom Markt absorbiert, der Goldpreis infolgedessen erhöht und dem Papierdollar ein immer größeres Disagio zufügt, so daß die Amerikaner ihren Außenhandel letztendlich einmal durch ehrlichen Warenaustausch erwirtschaften müßten.

Wie schlecht es tatsächlich um das Völkerrecht steht, kann man deswegen sehen, wie in geheimnisvoller Weise alle Anstrengungen zur Einführung einer umlaufenden Goldwährung scheiterten, weil immer plötzlich die innenpolitischen Gegner dann (von außen unterstützt???) aktiv wurden: So vermutlich bei Gaddafi, der auch einen beachtlichen Goldschatz angesammelt hatte, dessen Verbleib unklar ist, oder bei Malaysias Mahathir Mohamad, der sich unversehens Sodomie-Vorwürfen ausgesetzt sah. Daß Chavez die Goldheimführung geschafft hat, ist erstaunlich; die Iraner wiederum werden in die Antinomie einer klasssischen Tragödie gezwungen. Einerseits wird den Persern der Dollar verboten, so daß sie nur noch mit Gold handeln können, andererseits vestärkt gerade dies erst recht die Abneigung des Westens gegen sie.

Unklar ist, warum die eigentlich schon umlaufenden Gold Dinare und Silber Dirhame bei uns kaum bekannt sind: http://www.goldreporter.de/staat-in-malaysia-fuhrt-reine-edelmetall-wahrung-ein/gold/845/

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=> Anmerkung PB: Vermutlich sind diese Dinare in viel zu geringer Stückzahl geprägt worden (es war ja nur eine Regionalregierung, die das durchgesetzt hat). Die Papiergeld-Regenten lassen solche Alternativsysteme immer nur so lange und so weit zu, wie sie in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung noch vernachlässigbar sind (auch zB Dutzende deutscher Freigeldsysteme). Der "Liberty-Dollar" von Bernhard von NotHaus zB drohte wohl zu populär / zu gefährlich zu werden und seine Verbreitung wurde darum in den USA mit allen Mitteln bekämpft.
16.05.12 @ 09:31
Kommentar from: Reinhard [Besucher]
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Mir kommt der ganze Widerstand derer, die eine komplette Offenlegung der Umstände der Goldlagerung nicht wollen, wie das Sichwehren eines Hochstaplers gegen das Einsichtnehmen in seine Machenschaften vor. Oder milder ausgedrückt, wie ein Zauberkünstler, der verhindern will, daß das Publikum hinter seine Tricks kommt. Oder -noch böser- wie ein Falschspieler, der unter keinen Umständen seine gezinkten Karten aufgedeckt haben will: "Auffliegen" ist ein schönes Wort dafür, sogar mit doppelter Bedeutung, die an den aufgeregten Eurokratur-Hühnerhaufen erinnert.
Leute, die nichts zu verbergen haben, machen kein solches Gewese in so bedeutsamer Sache: die legen offen; schon allein, um anschließend in Ruhe weiterregieren zu können.
Nur der Heimlichtuer, der Dreck am Stecken bzw. auf seiner Weste hat, verhält sich so, daß es schon peinlich ist und das Gegenteil seiner Beteuerungen durchschimmern läßt.
Immerhin schön, daß Sie mit dafür sorgen, wenn diese hochstapelnden Spießgesellen einer Geheimniskrämerei nicht mehr ganz so gut und selbstgefällig schlafen können - ein bißchen mehr Mistforkenkitzeln gönne ich denen schon...
17.05.12 @ 13:31
Kommentar from: Bert [Besucher]
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Der heurige Karlspreis ist fix. Schäuble hat ihn sich wirklich "verdient". Gibt es eigentlich so was wie einen Global-Karlspreis? Für Schäuble ist sogar der EU-Superstaat nur ein lästiger Zwischenschritt:

Zitat Schäubles aus “The Intelligence”:

..”In diesem Zusammenhang möchte ich an eine Aussage von David Rockefeller erinnern, die er im September 1994 vor dem Wirtschaftsrat der Vereinten Nationen (United Nations Business Council – BCUN) tätigte:
'Wir befinden uns am Rande einer globalen Veränderung. Alles, was wir benötigen, ist eine passende schwerwiegende Krise und die Völker werden die neue Weltordnung akzeptieren.' “


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=> Ergänzung PB: Schäubles Karlspreis ist nur der vorläufige und absehbare Tiefpunkt der abstrusen Selbstbefeierung der EUliten in Aachen. Siehe dazu auch meinen Blog von der letzten Verleihung des "Schandpreises" 2011 an JC Trichet: "Der lange Weg vom Karlspreis zum Schandpreis"
17.05.12 @ 18:00
Kommentar from: Frank [Besucher]
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Guten Tag Herr Boehringer,
als Neu-Leser Ihres Blogs möchte ich Ihnen für die Klarheit in Verbindung mit einer guten Argumentation danken und kann mich insofern vielen gleichlautenden Kommentaren anschließen.
Ergänzend wäre eine parallele Marketingstrategie i.S. (Teaser/Links/optimierte Google-Suchen) anzuraten und falls es in diesem Zusammenhang soetwas wie einen Unterstützerkreis oder e.V. gibt, würde vermutlich der ein oder andere Leser sich auch zu einer Spende "verleiten" lassen.

Zum Thema T2 möchte ich dann abschließend noch einen Vorschlag zur Diskussion stellen: Könnte man (also die Bundesrepublik bzw. die Buba) nicht ähnlich wie China mit den dortigen US$-Bergen einfach am Rohstoffmarkt/Aktienmarkt strategisch "einkaufen" (gegen Forderungsverkauf) gehen und sei es wg. ggf. geringer internationaler Akzeptanz der T2 Forderungen dann direkt in den Gläubigerländern.
Ein solcher Vorschlag sollte doch auch der Finanzbranche gefallen, da durch solche Transaktionen z.B. der Aktienmarkt beflügelt würde etc.
Der Witz dabei liegt dann noch darin, dass die ungedeckten T2 Forderungen dann quasi nochmals ungedeckt multipliziert in den Wirtschaftskreis fließen (Wirschaftsförderung!) ....
MfG
19.05.12 @ 13:13
Kommentar from: Marcus [Besucher]
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Hallo Herr Boehringer,
in der Wochenendausgabe der SZ kommt Herr Gauweiler zu Wort. Er stellt die Argumente und kritische Fragen an die Bundesbank und deren Wirtschaftprüfern in das richtige Licht. Auch wenn Herr Gauweiler hier sich mit fremden, lange vor seiner Zeit existierenden Lorbeeeren schmückt und die SZ in dem von Ihnen zitierten früheren Artikel noch von Verschwörungstheoretikern spricht, so ist es wenigstens den Machtinstinkten zu verdanken, dass das Thema immer differenzierter in der Öffentlichkeit thematisiert wird, so dass die Bundesbank und insbesondere die testatgebenden Wirtschaftsprüfer nicht mehr so zur Tagesordnung übergehen können. Wird Herrn Weidmann demnächst bei der Feststellung des Jahresabschlusses nicht mehr das Vertrauen ausgesprochen? Spätestens hier würde ich an seiner Stelle die Notbremse ziehen! Wie Herr Gauweiler sagt: Die BuBa steht nicht außerhalb des Gesetzes sondern unter dem HGB und ist damit unbeachtlich einiger Befindlichkeiten anderer Länder verpflichtet, darauf zu achten oder sicher zu stellen, dass die Inventur von Gold so verläuft, dass keine Manipulationen möglich sind. Ein Vorschlag an dieser Stelle: Es sollten sich alle einlagernden Länder zusammentun und zeitgleich eine Inventur abhalten. So kann wenigstens umgangen werden, dass immer wieder das gleiche Gold gezeigt wird (auch wenn es schwierig ist, die Stempel auszutauschen, aber ich traue der FED inzwischen alles zu).

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=> AW PB: Danke für die Frage zu diesen dubiosen SZ-Artikel von Gauweiler. Ich hatte dazu schon gestern eine nicht-öffentliche Diskussion mit einem Kenner der Materie. Da Sie fragen, will ich meine Frage und die anonymisierte Antwort hier mal einstellen:

Mail PB 19.5.:
Hallo xyz, nur zK: heute in der Print SZ eine „Außenansicht“ (Gastbeitrag) von Peter Gauweiler zum deutschen Gold. Teilweise sagt er Richtiges und beklagt die intransparente Buchführung und den üblen Zustand der Bilanz mit der Gold und Gold-Forderungen Position usw.

Aber dann steht da auch eine aktuelle und ernst gemeinte Anekdote – sinngemäß „Herr Weidmann führte mich neulich persönlich in den Frankfurter Tresorraum der BuBa und zeigte mir die [dort] akribisch inventarisierten Goldhorte der BuBa. Ein knappes Drittel der Bestände“

Was hältst Du davon – eigentlich müsste ich nun dazu kommentieren i.S.v.
a) Wenn der Gauweiler das sehen darf, warum nicht das deutsche Volk bzw. ein externer Wirtschaftsprüfer, der auch veröffentlicht?
b) Was genau bedeutet „ein knappes Drittel“?
c) Es ist unsäglich, dass angeblich höchste Geheimhaltung herrscht - aber inmitten all der Sicherheitsbedenken und Intransparenz einige willkürlich ausgewählte MdBs dann doch plötzlich angeblich in den Keller geführt werden - noch dazu angeblich von Weidmann persönlich.
d) Die Fed-Keller durften weiterhin nicht betreten werden - Aufklärungswert dieser Medienaktion von Gauweiler und Weidmann damit gleich Null!


Will das aber noch nicht kommentieren, weil vieles unklar ist: Jedenfalls wären die hier suggerierten 30% erheblich mehr als wir bislang vermuteten. Hältst Du das für glaubwürdig oder hat man Gauweiler Fremdgold gezeigt oder ist er Teil des organisierten Vernebelungsspiels (was ich seit Jahren vermute, denn er hat ja seine Petition von 2008(?) nie nachgehalten und wirklich hart nachgefragt).


Beste Grüße, P.

AW xyz: Die Bundesbank soll genau sagen, was wo lagert, Inventur machen, mindestens 4/5 ins Inland holen, die Leihgeschäfte der Vergangenheit wissenschaftlich publizieren und mit den Target II Guthaben Gold kaufen ;-)
Gruß, xyz
20.05.12 @ 13:04

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