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Schachts Brief von 1939 und die Parallelen zur EUR-Rettung

von Peter Boehringer E-Mail 16.07.12 16:11:06

Anlass des heutigen Artikels ist ein zwar schon lange nicht mehr geheimer – aber wenig bekannter und im Internet bislang nicht im Volltext verfügbarer Brief des einstigen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht vom 7. Januar 1939 an Hitler, welcher nur Tage danach zur Entlassung des Notenbankers Schacht geführt hat; und der nicht nur wichtige Einblicke in die fehlgeleitete Wirtschafts- und Macht-Ideologie des Sozialisten Hitler ermöglicht, sondern auch viele sehr offensichtliche Parallelen zu unserer heutigen Kritik an den endlosen sozialistischen „Rettungen“ des Euro aufweist.

Ich bitte, meinen Disclaimer am Ende zu beachten dazu, was dieses Artikel nicht leisten kann und will. Dank gilt dem Forenschreiber „smiths74“, der auf den Brief gestern nach langer Zeit wieder einmal aufmerksam gemacht hat sowie dem Wirtschaftshistoriker Dimitri Speck, der ihn daraufhin sehr schnell im Archiv des Nürnberger Militärtribunals lokalisierte und m.W. erstmals als Komplett-Scan auf seiner Seite Seasonalcharts.com und im Gelben Forum einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat! Copyright-Probleme sehen wir keine, denn es handelt sich um ein (seit 1945 nicht mehr „vertrauliches“ bzw. auf Hitlers Geheiß sogar „geheimes“) amtliches und in Buchform auch schon veröffentlichtes Reichsbankschreiben, das keinem Copyright unterliegen sollte – nach 73 Jahren ohnehin nicht mehr.

Meine Blog-Leistung besteht hier weitgehend darin, diejenigen Stellen des Briefs, die klare Parallelen zur heutigen Finanzierung der totalitären Kriegswirtschaft EUR-Rettung per Notenbank und Druckerpresse aufweisen, erstmals in einem kopierfähigen Format zur allgemeinen Information und Verbreitung zu veröffentlichen. Kommentierungen und Hervorhebungen gebrauche ich nur spärlich, weil die Parallelen für die meisten Leser unübersehbar sein dürften. Sozialismus per Druckerpresse endet immer im Exitus. Leider erst nach sehr viel Leid für die Menschen unter dem Vorwand einer „guten Sache“ vom „Lebensraum im Osten“ bis hin zum „Frieden in EUropa“...

Nachfolgend ausgewählte Auszüge aus Schachts sieben-seitigem Brief an Hitler vom 7. Januar 1939, im Netz unter www.seasonalcharts.com/schacht01.png bis www.seasonalcharts.com/schacht07.png, Originaltext archiviert bei den Nürnberger Kriegstribunalakten vom 14.11.1945 – 1.10.1946, gedruckt 1949:

„Die Reichsbank hat seit langem auf die für die Währung entstehenden Gefahren einer Überspannung der öffentlichen Ausgaben und des kurzfristigen Kredites hingewiesen. … Ende 1938 [2008/2012] ist die Währungs- und Finanzlage an einem Gefahrenpunkt angelangt, der es uns zur Pflicht macht, Entschließungen zu erbitten, die es ermöglichen, der drohenden Inflationsgefahr Herr zu werden.“

Die Reichsbank [EZB] ist sich von Anfang an darüber klar gewesen, daß außenpolitische Erfolge [die Rettung der EU] nur erreichbar sein konnten auf Grund der Wiederaufrichtung der dt. Wehrmacht [der Wiederaufrichtung des EURos]. Sie hat deshalb die Finanzierung der Rüstung [Banken] weitgehend auf sich genommen, trotz der darin liegenden währungspolitischen Gefahren. Die Rechtfertigung hierfür lag in der alle anderen Erwägungen zurückdrängenden Notwendigkeit, sofort, aus dem Nichts und anfangs noch dazu getarnt, eine Rüstung [eine Währung] aufzustellen, die eine achtungsheischende Außenpolitik [per abschreckender Bazooka gegen die Anti-EUR-„Spekulanten“] ermöglichte.“

Bei der Verwirklichung dieses Programms kam es entscheidend darauf an, Inflationserscheinungen zu vermeiden, weil eine Inflation nicht nur das Vertrauen in die nationalsozialistische [global-sozialistische] Führung untergraben hätte, sondern auch weil mit einer Inflation materiell nichts gewonnen werden kann. Eine Inflation kann bestenfalls für eine ganz kurze Zeit die unerfahrene Masse über die schwindende Kaufkraft des Geldes betrügen, führt dann aber sehr rasch zu um so stärkerer Enttäuschung. In der Wirtschaft führt sie zur Vernichtung des mobilen Kapitals, zerrüttet die Steuereinkünfte und damit den gesamten Staatshaushalt, untergräbt den Spartrieb und macht die Begebung von Reichsanleihen [von klassischen PIGS-Staatsanleihen über den freien Kapitalmarkt zu Zinsen unter 25% p.a.] unmöglich, sie verteuert die Einfuhr lebensnotwendiger Waren, … bis schließlich der Außenhandel zum Erliegen kommt.“

„Um Inflationserscheinungen zu vermeiden, hat die Reichsbank [EZB/EU-Kommission] von Anfang an zwei grundsätzliche Forderungen vertreten, einmal eine Kontrolle über den Geld- und Kapitalmarkt [eine manipulative Kontrolle über alle Märkte von GoldSilber bis hin zu Libor-, Anleihen- und Aktien-Märkten] und zweitens eine Preiskontrolle [eine statistische Verschleierung der Teuerung] und Lohnkontrolle.“

„Die Kontrolle des Geld- und Kapitalmarkts … Dies gelang dadurch, dass die Reichsbank [EZB, bald ESM] sich bereit erklärte, MeFo-Wechsel [toxische Schrottsicherheiten der PIGS und der Banken] jederzeit gegen Bargeld hereinzunehmen.“

„Mit der Überbeschäftigung der Wirtschaft [der ESM- Fehlsteuerung des Zinses und dadurch der Fehlallokation von Kapital] … blieb die Produktion an Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs zurück, so dass einer erhöhten [inflationsbedingt höheren nominalen] Lohnsumme ein geringeres Quantum von Verbrauchsgütern gegenüberstand. Stark wachsende Lohn- und Preissteigerungen waren die Folgen dieser Entwicklung.“

„In entscheidendem Maße aber wird die Währung von der hemmungslosen Ausgabenwirtschaft der öffentlichen Hand bedroht. Das unbegrenzte Anwachsen der Staatsausgaben sprengt jeden Versuch eines geordneten Etats, bringt trotz ungeheurer Anspannung der Steuerschraube die Staatsfinanzen an den Rand des Zusammenbruchs und zerrüttet von hier aus die Notenbank und die Währung. Es gibt kein noch so ausgeklügeltes Rezept oder System der Finanz- und Geldtechnik [Notenbanker waren damals noch Freunde deutlicher Aussprache, heute würde das irgendwie technokratisch als „Sterilisierung“ o.ä. bezeichnet] , die wirksam genug wären, die verheerenden Wirkungen einer uferlosen Ausgabenwirtschaft auf die Währung hintanzuhalten. Keine Notenbank [kein unkontrollierter, immuner, quasi-monarchistischer ESM-Gouverneursrat] ist imstande die Währung aufrechtzuerhalten gegen eine inflationistische Ausgabenpolitik.“

Der Reichsfinanzminster [die Finanzminister sowie die Banker aller EU-Staaten] war in den letzten Monaten infolge von Kassendefiziten in Milliardenhöhe dauernd von der Alternative bedroht, entweder zahlungsunfähig zu werden oder das Loch in den Reichsfinanzen [EU-Etats] mit dem inflationistischen Mittel der Notenpresse zustopfen zu müssen. … {Exkurs zur Monetisierung von MeFo-Wechseln} … Das kunst- und risikovolle [Betrugs-] Gebäude, welches die Reichsbank [EZB, ESM] für die Finanzierung der Rüstung [der EUR-Rettung] aufgebaut hat, wird hierdurch in seinen Fundamenten erschüttert.“ :!:

Die gesamte deutsche [EUropäische] Währungslage stellt sich demnach zurzeit folgendermaßen dar:
1. Nach außen: Gold- oder Devisenreserven sind bei der Reichsbank [EZB, BuBa] nicht mehr [kaum noch / nur zweifelhaft] vorhanden. Die Ausfuhr erreicht nicht mehr [EU: nur noch wegen der deutschen Exporterfolge] den Wert der benötigten Einfuhr. …
2. Nach innen: Die Aktiven der Reichsbank [EZB, BuBa] bestehen nahezu ganz aus Staatstiteln (in der Hauptsache MeFo-Wechsel [toxische PIGS-Anleihen und wertloser Target2-Schrott] ). Die Notenbank ist damit völlig blockiert [technisch insolvent].
:!:

„Am 1. Januar 1933 betrug der Notenumlauf 3.560 Millionen Reichsmark [2008 die EZB-Bilanzsumme 1,4 Billionen EUR] … und stieg bis zum 1. März 1938 auf 5. 278 Millionen Reichsmark [bis 2012 auf mehr als 3 Billionen EUR]. ... “

„Steigt die Geldumlaufmenge [das Kredit- und Garantievolumen] schneller als die Konsumgüterproduktion zunimmt, so steht der Gesamtheit der Verbraucher [den Geld-erstempfangenden Banken!] eine vermehrte Kaufkraft zur Verfügung, was die Preise [am Ende] hinauftreiben muss. Eine {angebliche} Deckung des ausgegebenen Geldes durch Grund und Boden, Wertpapiere usw. kann den Geldwert nicht erhalten, wie am deutlichsten in der Geschichte die Assignaten-Wirtschaft der französischen Revolution gezeigt hat, wo trotz Zwangskursen, rigorosen Strafmaßnahmen usw. eine völlige Entwertung des Geldes eintrat. “

„{Anschluß Österreichs und Annektion Sudetenland} … Weil … eine Beendigung der außenpolitischen Aktionen [der Kriegshandlungen zur EUR-Rettung] nicht absehbar und eine Beschränkung der Ausgabenpolitik nicht erkennbar ist, … ist es nunmehr unsere gebieterische Pflicht, auf die Folgen für die Währung hinzuweisen.“

„Wir bitten deshalb um folgende Maßnahmen: … das Reich [die EU] wie auch alle anderen Stellen [Staaten] dürfen keine Ausgaben und auch keine Garantien und Verpflichtungen übernehmen, die nicht aus Steuern oder durch diejenigen Beträge gedeckt werden, die ohne Störung des langfristigen Kapitalmarktes im Anleiheweg aufgebracht werden können.“

=> Ende dieser Briefauszüge von 1939. Jeder historische Vergleich stößt an Grenzen. Aber ist es nicht erstaunlich, mit wie wenigen Ergänzungen in diesem wirtschaftshistorischen Brief von 1939 man den heutigen EUR-Wahnsinn umschreiben kann?!

=> Keine acht Monate nach diesem Brief brach der 2. Weltkrieg aus. Ungedecktes sozialistisches Transfergeld war schon damals der mit „guten Absichten“ eingeführte Wegbereiter in den Abgrund. Dies natürlich bei allen Kriegsparteien in WK II; ebenso wie bei allen Kriegen seit 1914 überhaupt!

Hjalmar Schacht war gemäß Tests amerikanischer Psychologen nach dem Krieg der intelligenteste Angeklagte vor dem Nürnberger Tribunal. Doch trotz eines IQ von 143(!) hätte sich Schacht natürlich nicht vorstellen können, zu welchen noch ungleich dauerhafteren und gigantischeren Verwerfungen „interessante“ Ideen wie die komplette Gold-Loslösung der Währungen und die jahrzehntelange Verlängerung des unnatürlichen Papiergeld-Regimes durch so kreative Instrumente wie TARP, QE, ESM von 1971 bis 2012 führen würden. Die Folgen des Wahnsinns hatte er allerdings 1939 völlig richtig erkannt, denn er verstand einfach den Sozialismus – sowohl in der nationalistischen wie auch in der globalistischen Variante – also in der braunen, roten und vor allem in der grün-monetären Couleur. Sein Schreiben vom 7. Januar 1939 musste alleine schon wegen der ggü. dem Führer natürlich viel zu starken Wortwahl zu seinem Rücktritt führen – jedenfalls hatte er das ganz klar eingeplant – auch wenn er nach seiner prompten Entlassung als Reichsbankpräsident dann auf Führerbefehl noch einige Zeit Minister im Reich blieb.

Übrigens bestätigt der Brief auch meine hier in einem Blogkommentar einmal geäußerte Einschätzung zu den MeFo-Wechselgesetzen, die ja einst sogar Schacht selbst erfunden hatte – deren Grenzen er als intelligenter Mensch aber wohl 1939 erreicht sah - leider im Gegensatz zu unseren heutigen EUliten:

„=> Was nicht haltbar ist, ist die glorifizierende Betrachtungsweise der Schacht´schen Wechselgesetze. Diese waren und sind keine Wunderwaffe gegen gesellschaftliche Verwerfungen eines ungedeckten Geldsystems, sondern eine Abart der Schuldenmacherei. Die MeFo-Wechsel haben ab 1934 über 10 Jahre lang eine heimliche Aufschuldung des Reichs ermöglicht und die eigentlich zwingende Folge Inflation bis 1945 (eigentlich bis Juni 1948) verschleiert. Pure Verzögerungs-Taktik - sehr ähnlich den heute angewandten "Garantie"-Konstruktionen von ESM und EFSF etc. Die Effekte der Kreditorgien werden verzögert und erst mal aus den Infla-Statistiken gehalten. Die unterdrückte Geldentwertung war -wie sich 1948 zeigte- real über 90%. Natürlich nicht NUR wegen der MeFo-Wechsel, sondern auch wegen der Kriegszerstörungen - aber den Mythen der MeFo-Wechsel-Fans kann hier leider kein Raum gegeben werden...
=> Die Währungsreform, die in einigen Jahren folgt, wenn die ESM-Garantien schlagend werden, wird uns übrigens keine 10% Ersparnisse mehr lassen. Alle Geldwerte werden zu mehr als 99% wertlos - das ist eine widerlegbare aber leider realistische Prognose, wenn der Wahnsinn noch 3+ Jahre anhält!“

„Disclaimer“:
Hjalmar Schacht war und ist bis heute eine vielschichtige Figur. Nicht zufällig wurde er in Nürnberg zuerst schuldig - und 1948 dann freigesprochen. Seine Handlungen, wahren Absichten und Rollen im 3. Reich sind bis heute umstritten – sowohl bei der Einführung / dem Stopversuch der MeFo-Wechsel als auch bei seinen möglicherweise vom Ausland her mitbestimmten Entscheidungen für/gegen weitere Kriegsfinanzierung über die Notenpresse. Man lese dazu nur beispielhaft diese gerade auch für Goldbugs höchst aufschlussreiche Anekdote zu Schachts Verhalten ggü. seinem US-Fed-Banker-Eliten-Kollegen Benjamin Strong... Dieser Blog hat nicht den Anspruch, Schachts Rollen vollumfänglich gerecht zu werden. Das kann ein schnell geschriebener Artikel anlässlich des interessanten und erst gestern ins Internet gestellten Schacht-Briefs nicht leisten. Hier geht es zunächst nur um die Parallelen dieses Briefs zur heutigen bzw. kommenden Zeit. Und um die klare und wahre Darstellung der Folgen monetär-sozialistischen Handelns in diesem Brief an den Sozialisten Hitler.

PS: Das Urteil des BVerfG zu den ESM–Eilanträgen und damit über die Gauck-Unterschrift und damit über den Start der ESM-Bank wird –wie heute bekannt gegeben wurde– übrigens am 12. September 2012, 10 Uhr, in Karlsruhe gesprochen.

********
Veranstaltungshinweis:
Dimitri Speck im „Goldhaus“ von Pro Aurum München am Mittwoch, 18. Juli 2012. Anmeldung erforderlich und m.W. auch noch möglich. Es geht um Goldpreismanipulation – quantitativ nachgewiesen durch den Mathematiker Speck – und vielleicht kann man am Mittwoch auch den Wirtschaftshistoriker Speck zu historischen Indizien der Goldpreismanipulation befragen!

17 Kommentare

Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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Die von Ihnen dargelegten Parallelen sind ganz ausgezeichnet! Die Frage ist, ob Schacht damals angesichts des kommenden Ungemachs auch seine Stellung aufgeben wollte, so ähnlich wie jetzt vermutlich Axel Weber und der Chefvolkswirt der EZB Jürgen Starke.

Der rüstungsbedingte Geldüberhang wurde im Dritten Reich verkleistert durch die Preisstoppverordnung vom 26. November 1936, die sämtliche Preise einfror, die jedoch sich in der BRD noch partiell bis in die 60iger Jahre für Grundstücke erhielt:

SPIEGEL von 1959 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42624691.html :

"Für unbebaute Grundstücke gilt nämlich immer noch die Preisstoppverordnung vom 26. November 1936; sie wurde damals erlassen, weil der Staat wegen der vielen öffentlichen Bauprogramme eine Hausse der Bodenpreise befürchtete.

Weder die Alliierten noch die Bundesregierung beseitigten die Preisschranke; man glaubte, die Freigabe der Bodenpreise werde den sozialen Wohnungsbau zu stark belasten. ...

Die Grundbesitzer gaben Bauland zum gestoppten Preis nur her, wenn sie sehr dringend Geld benötigten."


[Anm PB: Ja, der freie Markt hatte sogar zu Wirtschaftswunderzeiten schon Feinde...]

Zur Täuschung des Publikums muß also auch bei uns demnächst eine Preisstoppverordnung eingeführt werden, genauso wie eine Devisenbewirtschaftung. Weitere Marterinstrumente erwähnt Dr. Karl Helfferich in seiner Reichstagsrede vom 17. Juli 1922 (S. 368): "Wir müssen dahin kommen, wozu man sich in Österreich unter dem Druck der Not bereits entschlossen hat, den Depotzwang aufzuheben und das Bankgeheimnis wieder herzustellen."
16.07.12 @ 18:19
Kommentar from: Adept [Besucher]
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Zitat aus dem Schacht-Brief:

„Gerade in den täglichen Gebrauchsgütern des Haushaltes ist ... vor allem die Qualitätsverschlechterung belastbar spürbar. Kinderwäsche, Arbeiteranzüge etc., die früher Jahre hielten, halten nur noch Monate, kosten aber das gleiche oder gar mehr als früher die gute Ware.“

Dieses „Nebenprodukt“ inflationärer Zeiten hält auch bei uns seit Jahren Einzug. Seit dem Zusammenbruch der europäischen Bekleidungsindustrie werden Schuhe und Bekleidung immer miserabler, die normale Bevölkerung auf der Straße ist großenteils dermaßen schlecht und ärmlich bekleidet, wie ich es früher nur von Auslandsreisen kannte.

Die Verarmung der Bevölkerung ist auch daran zu erkennen, dass ein Arbeiter nicht mehr in der Lage ist, eine Familie zu unterhalten. Mit durchschnittlich 1350 Euro Netto-Monatsgehalt ist er zum Sklaven mutiert. Die Hälfte seines Gehaltes verschwindet als Lohnsteuer, Krankensteuer (es ist eine Steuer, heißt bloß anders) und Rentensteuer (auch das ist eine Steuer, da nichts angespart wird), vom verbliebenen Rest muß er noch weitere Steuern abdrücken.

Letztlich bleiben von 2700 Euro etwa 1000 Euro. Würde dieser Arbeiter nicht zu stolz dazu sein, könnte er auch zu Hause bleiben.

Dem Arbeiter wird sein Lohn weggenommen, die Politik finanziert damit jeden Wahnsinn zum Schaden unseres Volkes.

Wann schaffen die Leute diesen Staat ab, den der Papst im Bundestag zurecht als Räuberbande bezeichnet hat ?
17.07.12 @ 09:08
Kommentar from: Reinhard [Besucher]
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Vergleiche können heikel sein und hinken, weil da ja nie das Verglichene 100%ig deckungsgleich ist - andererseits können sie auch frappierend die Augen öffnen, indem man Verbindungen herstellt, auf die man vorher gar nicht gekommen ist, sogar Verwandtschaften. So könnte man auch anderswo dauernd Parallelen ziehen. Ein Beispiel: gestern sah ich die Tagesschau, in der fünf Minuten lang, also ein Drittel der ganzen Sendung, darüber berichtet wurde, daß Blatter den Deutschen vorgeworfen hat, jemanden bestochen zu haben, daß die WM 2006 hier ausgerichtet wurde. Aus Internetforen weiß ich aber, daß es z.B. in Spanien lichterloh brennt und auf Grund dessen der Euro in höchster Gefahr ist. Kein Wort darüber in der Wochenschau - pardon, Tagesschau: auch hier, ironisch übertrieben, eine Parallele zur "Propaganda" offizieller Stellen.

Anderswo wird schon sarkastisch der Vergleich mit Deutschland anfangs '45 gezogen: eurotechnisch gibt's heute wie damals praktisch nur noch Durchhalteparolen, Zweckoptimismus und die "Alternativlosigkeit" zur Systemrettung, obwohl das de fakto schon im A... ist.

Am frappierendsten für mich: daß Sie Hitler schlicht und einfach einen - Sozialisten nennen. In der Tat - nur sind die meisten bisher noch gar nicht drauf gekommen! *) Die Gehirnwäsche hat nach dem Zusammenbruch des Tausendjährigen Reichs so gründlich eingesetzt, daß die einen immer nur als Teufel, die anderen sogar noch nach der Stalin-Erfahrung und nach dem Zusammenbruch des realsozialistischen Reichs 1990 als das Gute wahrgenommen wurden, so daß Differenzierungen gar keinen Platz im Bewußtsein mehr hatten - z.B. die schlichte Tatsache, daß Hitler aus dem sozialistischen Ideologierattenloch gekommen ist, genauso wie seine "großen" Gegenspieler Stalin, Mao und Konsorten (die ja in gewisser menschenverachtender Hinsicht ähnliche Züge aufweisen).

Daß also Sozialismus sowohl in Rot oder Braun im Grunde verwandt miteinander ist, eine Ideologie, die dem Leben übergestülpt wird und dasselbe vergewaltigt, wenn es sich diesem Drahtkäfig nicht anpaßt. Daß also nicht die Wahrheit und Wirklichkeit Vorrang hat, sondern ein Denkkonstrukt - die ersteren mithin geschändet und verkrüppelt werden, was sich später jedoch immer rächt: indem das ganze Konstrukt irgendwann, nicht überlebensfähig, zusammenkracht, allerdings unter Schmerz und Tränen.

Perfide ja auch, die Manipulation soweit getrieben zu haben, den Kapitalismus quasi als Leibhaftigen in die Köpfe der Menschen installiert zu haben - der doch, im Grunde, bei gründlichem Nachdenken, der ideale Partner von Wahrheit und Wirklichkeit ist (so wie ja auch die katholische Kirche verstanden hat, die Gläubigen davon zu überzeugen, der Antichrist sei alles außerhalb ihres allein seligmachenden Bereichs - ohne daß jemand begriff, daß Teuflisches "mitten unter uns" passiert).

Insofern finde ich Ihren Vergleich verblüffend - und erkenntnisbereichernd: leider nicht für die Stellen, die wichtig wären, entsprechend zu reagieren.

******
*) => Ergänzung PB: Viele vor mir sind darauf "gekommen". Es ist ja einfach nur WAHR. Aber eben leider politisch völlig inkorrekt. Nicht zufällig hat sich -von linkssozialistischen Medien explizit und erklärtermaßen gefördert- nach 1945 konsequent die Bezeichnung "Nazis" statt "Nationalsozialisten" oder meinetwegen "NaSos" durchgesetzt! Jede Erinnerung an die sozialistischen Wurzeln des Braunauers sollten ganz konsequent gelöscht werden.
17.07.12 @ 10:08
Kommentar from: Criceto [Besucher]
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Lieber Peter,

Du weißt ich kommentiere normalerweise hier nicht, wobei meine heutige Ausnahme die Regel bestätigen soll.

Es kann nicht laut genug, nicht vehement genug und nicht oft genug gesagt, geschrieben und ausgerufen werden, wo die Ursache des Übels über die Geschichte liegt:

Im Sozialismus mit all seinen Anstrichen, ob fremdenverachtend, gleichmachend, umverteilend, monopolisierend, ob in Form von Rassenwahn, Klimawahn oder Rettungswahn (des soz. Geldsystems), es ist stets derselbe sozialische Wahn mit seinen für den Zwang notwendigen und zunehmend totalitären Machtapparaten, der das Volk in Elend und Kriege knüppelt, bis es in Massengräbern endet.

"Sozialismus ist Tod" schrieb Roland Baader knallhart 1992 in seinem augenöffnenden Meisterwerk "Kreide für den Wolf". Der Weg zur Freiheit führt nur über die Demaskierung des Sozialismus.

Vielen Dank für Deine unermüdliche Arbeit, mach weiter so.
Criceto

PS: Reinhard, auch Ihnen mein höchstes Kompliment für ihren Kommentar.
17.07.12 @ 12:33
Kommentar from: Rolf Hubert [Besucher]
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Geht es denn tatsaechlich um Geld in dieser hausgemachten "Krise des Euro". NEIN! Es geht nur um Macht! Es geht NICHT ums Geld, denn das ist nur Mittel zum Zweck! ... Und deswegen ist auch vollkommen klar wohin diese Reise geht, wenn der Zug nicht vorher aus den Gleisen fliegt - direkt zurueck zu Hitler, Stalin und Mao.
17.07.12 @ 13:07
Kommentar from: davido [Besucher]
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Der sicher nicht zufällige - denn wiederholt gemachte - Verweis im Blog, auf die Tatsache dass Hitler ein Sozialist war, kann gar nicht oft genug betont werden! Denn braun und rot sind letztlich nur Schattierungen ein und derselben Denke. Die sozalistische Ideologie steht und fällt in letzter Konsequenz mit der Erzeugung von Kontroverse, Konflikt, Mangel und Feindbildern. Notfalls eben auch aus dem eigenen Lager erzeugt. Dass sozialistische Parteien mitunter "sozial-demokratisch" im Namen führen ist eine Pervertierung der Begriffe "sozial" und "demokratisch" sondergleichen.
17.07.12 @ 14:56
Kommentar from: Carlo [Besucher]
****-
Was Hitlers Sozialismus, besonders aber auch den heutigen grünen Sozialismus angeht, möchte ich auf die sehr tiefgehenden Erkenntnisse des Publizisten Josef Schüßlburner hinweisen:
"Roter, brauner und grüner Sozialismus" (Buch, 2008).

Was er in einer 1. Mai-Betrachtung schreibt, wird vielen nicht gefallen, es ist inhaltlich aber absolut haltbar: "Sozialdemokrat Adolf Hitler" http://ef-magazin.de/2009/05/01/1164-vergangenheitsbewaeltigung-sozialdemokrat-adolf-hitler.

Daraus: " 'Jeder war einmal Sozialdemokrat', so die Bemerkung des NSDAP-Führers Adolf Hitler, als er sich 1921 schützend vor Hermann Esser stellte, nachdem dieser innerparteilich dafür attackiert wurde, dass er als Journalist für ein sozialdemokratisches Blatt gearbeitet hatte "
17.07.12 @ 16:54
Kommentar from: Ossi [Besucher]
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Dass Hitler irgendwann ein Sozialist gewesen sein soll, erscheint mir völlig unzutreffend. Er war doch eine Kreatur von Abs, Flick, Krupp und Thyssen - alles keine Sozialisten. Die damaligen Sozialisten haben ihn doch ganz zweifellos nicht geschaffen. Wie sollte er dann zu solch einem werden?

Ich halte es für irreführend, den Missbrauch bzw. die Pervertierung eines gesunden Kapitalismus als Sozialismus zu bezeichnen.

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=> AW PB: Auch hier gilt: SEHR langes und komplexes Thema. Sie haben geschichtlich zT recht (aber bitte heute nicht hier diese Debatte - da werden wir garantiert nicht fertig). Auch bei Ihrem Schluss-Satz mit dem "pervertierten Kapitalismus" gehe ich noch mit - ist ja sogar meine eigene, oft verwendete Terminologie. Trotzdem aber halte ich den hier abfällig verwendeten Begriff des "Sozialismus" aufrecht - siehe dazu mein Statement unten vom 18.7., 9:58 Uhr.
17.07.12 @ 17:08
Kommentar from: Beo [Besucher]
****-
Sehr interessant und erhellend dieser Brief von H. Schacht an den GröFaZ. Die Parallelen zur heutigen EURO-Malaise sind schon bemerkenswert.

Ich habe vor Kurzem Hitlers "Mein Kampf" gelesen und im Licht der dort propagierten unsäglichen Tiraden hat mich die Einordnung Hitlers als SOZIALISTEN etwas ratlos hinterlassen. Klar, ich weiß wie es gemeint ist. Hier wird auf die Gleichschaltungs-, Zentralisierungs- und Entdemokratisierungserscheinungen im realen Sozialismus rekurriert. *)

Dennoch habe ich mir die Frage vorgelegt, was beispielsweise Willy Brandt und Adolf Hitler gemeinsam haben könnten. Beides Sozialisten, der erste demokratischer Sozialist und der andere nationaler. Doch kein Mensch, der sich ein bisschen in der Geschichte auskennt und nicht ideologisch vernagelt, im Freund-Feind-Denken verfangen ist, wird zwischen beiden ein ideelles Band knüpfen wollen.
Die Ideen des Sozialismus reichen Jahrhunderte zurück und haben einen emanzipatorischen Tenor, so wie es Brandt in seinem Schaffen auch verkörpert hat. *) In diesem Sinne war Hitler kein Sozialist, sondern rassistischer Sozialdarwinist.

Es ist ein Paradoxon der Geschichte: Wann immer humanistische Ideen im Wirken von Parteien, Organisationen und Staaten umgesetzt werden sollten, gerieten diese oft im Gerangel um Macht- und Geltung der daran beteiligten Protagonisten in den Hintergrund oder gar gänzlich unter die Räder. Das galt in allen Jahrhunderten und das gilt auch heute. Doch sollte wegen des schändlichen Handelns der Protagonisten nicht gleich die Ideen, die die Verderber (oft zur Rechtfertigung und Motivverschleierung) im Munde führen, in Bausch und Bogen verdammt werden.
Würde jemand der Friedensbotschaft von Jesus Christus fluchen, nur weil eine zentralistisch organisierte und absolutistisch geführte Kirche über Jahrhunderte ihre Machtinteressen auch mit Strömen von Blut, Meinungsterror und Ausgrenzungen verfolgt hat?

******
*) => AW PB: Ihre Zuschrift ist teilweise nachvollziehbar. Allerdings rekurriere ich NICHT NUR auf die Erscheinungen des "realen Sozialismus" bis 1990, sondern durchaus auch ganz generell gegen den von Ihnen teilweise viel zu positiv dargestellten "theoretischen / ideellen Sozialismus".
=> Der Sozialismus ist als Umverteilungs- und VergesellschaftungsIDEE (!) nicht nur "schlecht umgesetzt" worden, sondern er hat fundamentale und inhärente Schwächen, weil er per Zwang die Umverteilung von erarbeitetem Eigentum (ungleich er-drucktem Eigentum der fraktionalen Banken!) sowie die Ausschaltung von Marktkräften und damit die Ausschaltung von menschlichem Willen erfordert und erzwingen will. Ich nehme unten in einem Statement vom 18.7., 9:58 Uhr dazu ausführlicher Stellung.
17.07.12 @ 19:46
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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Hitler war zweifelsohne ein Radikaler, der sich allerdings als solcher weniger gut maskierte wie unser derzeitiger Finanzminister, der in der Hierarchie der Macht bei den Geheimgesellschaften höher als Merkel positioniert sein dürfte.

Das römische Reich wurde bis Cäsar jahrhundertelang sehr gut und erfolgreich geführt durch eine Adelsaristokratie, die sich im Senat versammelte [PB: "Sehr gut und erfolgreich" ist ein höchst relativer Begriff und gerade im Falle des römischen Reichs eine klare Frage der Perspektive: aus Sicht eben dieser Adelsaristokratie war es sicherlich eine "gute und erfolgreiche" Zeit. Die Sklaven, die eroberten Gebiete und ihre verschleppten Frauen, gefolterten und gekreuzigten Männer sowie der römische Straßenplebs dürften das anders erlebt haben!]. Unsere Welt wird wahrscheinlich auch von einer Finanzaristokratie in einem ebensolchen Senat geführt, der gelegentlich bei den Bilderbergern oder wie derzeit im Bohemian Grove tagt und sich gedanklich austauscht.

Im Unterschied zum römischen Senat hat allerdings „unser“ Geheim-Senat einen entscheidenden Vorteil: Er maskiert sich als ["PARLAMENTS-", Anm. PB]Demokratie und läßt sich nur von Marionetten vertreten. Dadurch können die Mitglieder "unseres" Geheim-Senats zwar ihre persönliche Eitelkeit nicht befriedigen, aber ihre Fehlentscheidungen, wie jetzt den Euro, können ihnen nicht nachgewiesen werden, so daß sie unbesorgt die nächste Fehlentscheidung treffen können. Allerdings ist die Tarnkappe „Demokratie“ inzwischen zu eng geworden und mußte deswegen de facto aufgegeben werden. [PB: Wieso? Die Parlamentsdemokratie tagt doch weiter und ständig (gleich morgen wieder der BT) und sie wird in allen Medien weiterhin beschworen...].

Da jetzt urplötzlich der Euro von anglo-amerikanischen Bewertungsagenturen abgeschossen wird, ohne daß sich etwas wesentlich geändert hätte, verdichtet sich der Verdacht, daß der Euro von Anfang an unterstützt wurde, um später bei geeigneter Gelegenheit den Euro abzuschießen und Europa, insbesondere auch die Deutschen, finanziell auszurauben.
17.07.12 @ 20:10
Kommentar from: Claudus v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
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Schacht äußert sich in seinem einige Jahre nach dem Krieg erschienen Buch "Abrechnung mit Hitler" (Rowohlt 1948) selbst noch einmal zum Inhalt des Schriftstücks vom 07.01.1939. Schacht selbst spricht von einer Hitler übergebenen "Denkschrift", die lt. seiner Darstellung von allen Mitgliedern des damaligen Reichsbankdirektoriums unterschrieben war [Anm PB: ... was auch korrekt ist, siehe Scan].

Schacht begründet in seinem Buch (aaO. S.20) seinen Schritt zur Ausarbeitung der Denkschrift mit einem am 02.09.1939 auf dem Obersalzberg zur Finanzlage des "III.Reiches" geführten Gespräch mit Hitler, bei dem das Thema bald auf die - so Schacht wörtlich - "Judenbuße" [1] kam.

Wegen der (so Schacht im Zitat) "ungeheuren Verengung des Geldmarktes", die u.a. dazu geführt habe, daß von der ersten Rate dieser "Judenbuße" statt 250 Millionen RM lediglich 170 Millionen - so Schacht - "in bar" und weitere 80 Millionen "in Sachwerten hereingekommen sein", habe Hitler ihm [Schacht] mit Blick auf die "Judenbuße" seine Absicht unterbreitet, (Geld-)Noten gegen Sachwerte auszugeben und auf diese Weise "sich Milliarden an Gütern zu Geld machen."

Schacht, der allerdings noch 1924 für die Deckung der Rentenmark ganz ähnlich vorgegangen war: "Damit waren wir also beim bloßen Notendrucken angelangt. Es lief mir eiskalt über den Rücken. Ich erwiderte ihm [d.h. Hitler], ich würde ihm als Unterlage für die Besprechung mit dem Finanzminister [Schwerin v. Krosigk] und mir eine Denkschrift der Reichsbank einreichen. Diese Denkschrift wurde dann am 7. Januar 1939, versehen mit den Unterschriften aller Mitglieder des Reichsbankdirektoriums, eingereicht. Dem Reichsfinanzminister unterrichtete ich von unserem Schritt mit dem Hinzufügen, daß dies wohl das Ende meiner Reichsbanktätigkeit sein würde. Er [d.d. Schwerin v.Krosigk] erwiderte, daß wenn ich ginge, auch er um seine Entlassung nachsuchen werde." [Schwerin v.Krosigk war indeß noch am 08.05.1045 Reichsfinanzminster]

Es folgt dann ein kurzer Abriß des von Ihnen oben bereits geschilderten Inhaltes der Denkschrift.

Schacht 1939, gedruckt bei Rowohlt 1948: "Es gibt kein noch so geniales und ausgeklügeltes Rezept oder System der Finanz- und Geldtechnik, keine Organisation und keine Kontrollmaßnahmen, die wirksam genug wären, die verheerenden Wirkungen der uferlosen Ausgabenwirtschaft auf die Währung hintenanzuhalten [auch keine "MEFO"-Wechsel oder grundpfandrechlich zwangsbesicherten Währungen ? Ironie des Verfassers] Keine Notenbank ist imstande, die Währung aufrecht zu erhalten gegen eine inflationistische Ausgabenpolitik des Staates."

BIZ-Erfinder Dr. Horace Greeley Hjalmar Schacht (Flugzeugkonstruktuer Ernst Heinkel 1929 über Schacht: "Der kommende Mann") schildert dann noch die Umstände der von ihm angeblich - s.o.- vorausgesehenen Entlassung durch Hitler ("Hitler nannte das Verhalten der Reichsbank Meuterei...und entließ mich und den Vizepräsidenten aus unseren Ämtern").
[PB: Übrigens interessant: Beim Schreiben des Blogs lag mir diese Info nicht vor - und doch hatte ich genau das beim Lesen des Briefs auch erschlossen: Schacht WUSSTE, dass er danach entlassen werden würde!].

Nachfolger von Schacht wurde W. Funk (- 1945, verureilt in Nürnberg zu lebenslanger Haft, 1957 entlassen).

Hitler nahm den Abgang Schachts zum Anlaß, durch ein geheimes "Gesetz" einige Monate später die Kollegialverfassung des Reichsbankdirektoriums aufzuheben und unterstellte die Reichsbank direkt seinem "Führerbefehl".

Die Reichsbank wurde lt. Schacht durch das Hitlersche Geheim-"Gesetz" ermächtigt und verpflichtet, dem Reich jeden von Hitler gewünschten Kredit in jeder Höhe sofort zur Verfügung zu stellen [auch hier hat Schäubles "ESM" offenbar Anleihen in "Großer Zeit" genommen].


Daraufhin legten 3 weitere Mitgelieder des Reichsbankdirektoriums ihre Ämter nieder, und nur noch zwei Direktoriumsmitglieder, die lange zuvor schon der N.S.D.A.P. beigetreten waren, behielten ihre Ämter.

Schacht schreibt aber in seinem Buch an anderer Stelle, daß er seine Demission auch deswegen sogar angestrebt habe, weil er (angeblich) 1938 in den Putschversuch des späteren Generalfeldmarschalls und Oberfehlshaber West (hingerichtet in der Folge des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944) v. Witzleben verwickelt gewesen sei, damit "Gras über die Sache" wachse.

Die Darstellungen in seinem Buch zu den Ereignissen vom 07.01.1939 lesen sich allerdings durchaus wie eine Selbstapologetik ("Die Reichsbank war die einzige Behörde im `III.Reich`` gewesen, die sich Hitlers Politik offen widersetzt hatte").

Der Leser gewinnt zudem den Eindruck, daß die tatsächliche Ursache für die Schachtsche Denkschrift vom 07.01.1939 die Verwicklung Schachts in die finanztechnische Organisation - wie er es selbst nennt - der "Judenbuße" und die vorausgegangenen Ereignisse vom 9/10.11.1938 gewesen sind und die Einbindung des Reichsbankdirektoriums der Besorgnis geschuldet war, sich ggü. Hitler nicht zu sehr zu exponieren.
[PB: Interessante geschichtliche These, restlos belegen können wir sie nicht. Der Blog selbst stellt die historischen Beweggründe der 1930er bewusst nicht in den Mittelpunkt - dort geht es nur um die wirtschaftlichen Parallelen zu heute!]

Immerhin hatte Schacht die Hitlersche Finanzpolitik über 9 Jahre hinweg - auch schon vor dem 30.01.1933 - als Schlüsselfigur geplant und unterstüzt.

Man kann auch noch andere Hintergründe der Denkschrift vom 07.01.1939 vermuten, aber diese Diskussion führte hier zu weit.

Erwähnt werden sollte an dieser Stelle, daß Schacht ab den 50er Jahren eine führende Rolle in der neo-nationalsozialistischen Sammlungsbewegung "Union Unabhängiger Deutscher" spielte, die früh auch eine okkult-ökologische Ausrichtung pflegte (diese Tendenzen waren bereits im NS-Staat sehr ausgeprägt).

Die AUD ging, was heute kaum mehr jemanden bewußt ist, 1979 in den "GRÜNEN" auf. Auch an dieser Stelle führen die ideologischen Agenden von der Vergangenheit her weiter in die Zukunft, und es erstaunt vor dem Hintergrund solch trüber Wurzeln nicht, daß ausgerechnet die "GRÜNEN" sich heute heuchlerisch als besonders eifernde "Anti-Rechte" und - s. Trittins "Euro"-Fanatismus - Apologeten eines ökofaschistisch angetünchten `EU`-Sozialismus gefallen, der nichts anderes ist als alter Wein in neuen Schläuchen.

[1] Es handelte sich hierbei um eine von Hitler - allerdings unter tätiger Zusprache durch Goebbels, und, wenn auch aus differenzierteren Gründen, Görings - gegen die Gesamtheit der noch in Deutschland lebenden Juden verhängte "Geldbuße" in Höhe von 1 Mrd.RM als Sühne für den Mord am deutschen Legationsrat vom Rath durch den exilierten, deutschen Juden Grünspan in der deutschen Botschaft in Paris, in dessen Gefolge sich dann die sog. "Reichskristallnacht", dies eigentlich ein Begriff des Berliner Straßenwitzes, entwickelte.
17.07.12 @ 22:45
Kommentar from: richard [Besucher]
**---
Hier wird immer von sozialistischer Politik geschrieben. Eigentum und Kapital sind Wesenzüge des Faschismus, der Euro imperialistsich benutzt, um Staaten auszuräubern und -saugen. Das war in meinen Augen von Anfang an beabsichtigt. Nur die Opfer standen bei Einführung noch nicht fest. Es ist schon komisch, dass bestimmte Dinge (Krisen, Kriege) immer nur bei rechtslastigen Regierungen passieren, kann man durch die gesamte Geschichte hinweg beobachten.

*****
=> AW PB: Unendliches Thema, richard, weil alle hier so schlagwortartig verwendeten Begriffe ("Kapitalismus", "Faschismus", "Sozialismus", "Imperialismus") definitorisch und ideologisch komplett verhunzt und damit unbrauchbar sind. Siehe dazu unten mein ausführliches Statement von 9:58 Uhr zum Thema "Sozialismus".
=> Und dass Krisen und Kriege immer nur bei "rechtslastigen" Regierungen (übrigens ein WEITERER nicht definierter Begriff!) passieren, ist angesichts der 20 Mio Stalin-Toten und ungezählten Rotchinesischen Toten und nirgendwo dokumentierten Hungertoten des roten Kommunismus ja nun ein wirklichkeitsferner Mythos...
18.07.12 @ 08:59
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Generelle Anmerkung zum hier im Blog verwendeten Begriff des "Sozialismus":

Da eigentlich zu jedem Blogartikel, in dem der Begriff des "Sozialismus" verwendet wird (speziell dann in der Abart des "Nationalsozialismus") verständnislose, fragende und manchmal auch wütende oder reflexhaft ablehnende Kommentare kommen, definiere ich diesen aus leider derzeit ständig gegebenem Anlass zunehmend oft verwendeten Begriff wieder einmal:

Hier im Blog wird der Begriff "Sozialismus" ganz bewusst ohne direkten realsozialistischen historischen Bezug (National-Sozialismus, SU-Sozialismus, Maoismus usw.) auf seinen Kern reduziert und wie folgt gebraucht, wobei mir durchaus bewusst ist, dass JEDE Ausdeutung angreifbar wäre - es ist terminologisch, ideologisch und geschichtlich komplett vermintes und definitorisch über die Jahrhunderte vernebeltes Terrain (Wikipedia spricht von 260 möglichen Definitionen!!):

- zunehmende Umverteilung bzw. Vergesellschaftung ("Sozialisierung") weg vom privaten Individuum ...
- ... sei es legal über akzeptable Steuern, halblegal über prohibitive Steuern oder illegitim über Zwangsanleihen und den Transfer-EUR
- Die "Sozialisierung" des Privateigentums von Individuen geschieht heute zT zugunsten des Staats - in extrem zunehmendem Maße aber zugunsten von BANKEN (und deren Eigentümern)...
- ... weswegen ich wenn immer möglich und Artikel-verträglich vom BANKEN-Sozialismus spreche; zuletzt erst wieder vor wenigen Tagen hier im wirtschaftsfacts-Interview:

"Ich bezeichne diesen Sozialismus seit 2008 etwas schärfer als „socialism for the banks“ und als „Sozialismus à la carte“, weil vor allem Banken-Verluste vergesellschaftet werden – um einmal diese marxistische Terminologie zu gebrauchen. Ihre Gewinne werden dagegen heute konsequent privatisiert! Ein deutsches Paradebeispiel neben natürlich den sakrosankten und systemrelevanten angelsächsischen Banken ist zum Beispiel die HRE, die inzwischen seit zwei Jahren eine Bad Bank namens FMS hat und dort jeden nur denkbaren Verlustfall zu Lasten des deutschen Steuerzahlers eingebucht hat (Nominalwert 170 Milliarden Euro, stetig sinkend), während die verbleibende Good Bank namens pbb nun nach Abgabe aller Altlasten selbstredend (!) wieder Gewinne einfährt – und diese perverserweise behalten darf, statt sie mit den Abschreibungs-Verlusten der FMS verrechnen zu müssen! Alleine 2011 betrugen diese Verluste 10 Milliarden Euro – und wir werden noch Jahrzehnte die Altlasten der HRE mit einer Marktkapitalisierung von in den besten Zeiten gut 10 Milliarden Euro abtragen müssen. Am Ende wird die Abwicklung alleine nur dieser einen Bank die Steuerzahler mehr als 100 Milliarden Euro kosten! Keine Partizipation dagegen an der Good Bank: Ich hatte schon vor drei Jahren die absehbare Re-Privatisierung der HRE / pbb prognostiziert. Sobald die Kapitalmärkte mal wieder Börsenemissionen zulassen, wird es soweit sein. Andernfalls wird der Bund die pbb wohl an eine andere Bank zum Freundschaftspreis unter Wert verscherbeln. Banken-Sozialismus à la carte – ein anhaltender Dauerskandal – totgeschwiegen im Mainstream."

Der Sozialismus als Umverteilungs- und Vergesellschaftungsidee ist nicht nur "schlecht umgesetzt" worden, sondern er hat fundamentale Schwächen, weil er Umverteilung von erarbeitetem Eigentum (ungleich er-drucktem Eigentum der fraktionalen Banken!) und die Ausschaltung von Marktkräften und damit die zwangsweise Ausschaltung von menschlichem Willen und des Menschenrechts auf Eigentum erfordert. Im Nachruf auf Roland Baader schrieb ich dazu einmal Folgendes:
"Dieses Baader Zitat zum Eigentum bezog sich auf EHRLICH erworbenes Eigentum. Das ist dasjenige, das durch Arbeit und Minderkonsum angespart wurde - und eben nicht der per Druckerpresse ohne marktfähige Gegenleistung aus dem Nichts geschaffene Seigniorage-Gewinn. DIESE Ersparnis aber bzw. dieses Kapital kann und darf legitimerweise individuell verwahrt und natürlich dann auch investiert werden. Der Mensch will und MUSS für sein Überleben in Alter, Not, ungeplanter Einsamkeit, Winter, Krankheit vorsorgen. Das ist ein Menschenrecht - und zugleich eine Überlebensvoraussetzung nicht nur des Einzelnen, sondern auch ganzer Gemeinschaften. Diese Trivialität geriet erst seit den opulenten und durch das Betrugsgeld materiell und geistig verzerrten Zeiten des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit."

=> "Sozialismus" in unserem Verständnis hier ist also schlicht das Gegenteil von freiem Markt und die Negierung des Eigentumsrechts. Über die Nachteile des freien Markts kann und muss man lange debattieren. Aber bei Umverteilungen über ESM und Transfer-EUR zugunsten der Banken in Billionenhöhe (p.a.!) - und bei einer Staatsquote von 55% bzw. bei ehrlich gerechneten 70+% inkl. Sozialvers.beiträgen wird hier im Blog der Fokus eben nicht auf MARKTKRITIK gelegt bzw. darauf, wie der Markt NOCH MEHR eingeengt werden sollte, sondern ausschließlich auf das Gegenteil! Umverteilungs-Sozialismus in dieser Größenordnung geht IMMER radikal und ggf. blutig schief - die SU war bei 75% Staatsquote am Ende (nicht etwa erst bei 95%)! Die 25% "Restmarkt" haben sie jahrzehntelang überleben lassen.

=> Eine zu (inzwischen mehr als) 100% druckerpressenfinanzierte und Güter und Wohlstand ohne Gegenleistung umverteilende Target2-Exportwirtschaft hat mit Marktwirtschaft nichts mehr zu tun! Ebensowenig eine ab Herbst 2012 über den quasi monarchisch agierenden ESM-Gouverneursrat m.E. zu 70+% gesteuerte StaMoKap-Realwirtschaft; von der Finanzwirtschaft ganz zu schweigen! Die sozialistische Planwirtschaft hat der Masse der Menschen noch nie in der Geschichte Wohlstand gebracht - immer nur das glatte Gegenteil! Man kann sich nicht reich drucken und der Zentralplanungsstaat ist (egal ob "plankapitalistisch" oder "plansozialistisch" geführt) immer der schlechteste Produzent überhaupt, weil er den freien Preis- und Zinsfindungsmechanismus und die Freiheit der Märkte und Menschen bekämpft, was apodiktisch immer schiefgeht und immer dramatische gesellschaftliche Konsequenzen hat; und in der Weltgeschichte immer Armut und oft Krieg befördert hat! Auch der monetäre Sozialismus der ESM-EU ist nur eine neue Form der Planwirtschaft. Sie wird auch diesmal monumental scheitern und uns am Ende in Verarmung und (Bürger)Krieg stürzen!

Dies also wieder einmal zur Erläuterung des hier verwendeten Begriffs des "Sozialismus". Es ist nachvollziehbar, dass manche Leser wie etwa oben "beo" irgendwie positive Assoziationen mit einzelnen Protagonisten eines (vermeintlich) "guten" Sozialismus haben und darum historische Vergleiche mit dunklen Zeiten nicht mögen. Aber wie xmal betont: Es geht hier nicht um die Vergleichbarkeit historischer Beweggründe und Details, sondern um die durchaus immer vergleichbaren Folgen jeder Marktausschaltung - und damit jeder Ausprägung des Sozialismus - ob rot, braun, grün-monetär: und das sind eben langfristig immer die Massenverarmung und letztlich der Systemkollaps, unter dem vor allem die Kleinen Leute leiden!
18.07.12 @ 09:58
Kommentar from: Bert [Besucher]
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Für "sozial" hält sich jeder Politiker, unabhängig von der Farbe, sofort, wenn es seiner Macht dient. Unser roter Bundespräsident Heinz Fischer (der gestern den ESM und Fiskalpakt unterschrieben hat!) erklärte kurz zuvor, daß er mehr direkte Demokratie ablehne, da sonst das Parlament entmachtet(!) würde. Und ein schwarzer Bundesabgeordneter in leitender Parteistellung verkündete gar, "Sozial ist, was Arbeit schafft!". Wären solche Sprüche von Rechts gekommen, der Vergleich zu Hitler hätte nicht lange auf sich warten lassen.
18.07.12 @ 14:03
Kommentar from: Dirk [Besucher]
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Hallo Herr Boehringer,
besten Dank für den Artikel und die aufgezeigten historischen Parallelen. Zum "ganzheitlichen" Verständnis des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts, gerade auch im Hinblick auf Geld und Finanzen, sei noch auf zwei Bücher verwiesen, zumindest in einem der beiden Bücher wird auch die Rolle von Herrn Schacht näher beleuchtet. Beide Bücher sind von Anthony P. Sutton, "Wall Street and the Bolshevik Revolution" sowie "Wall Street and the rise of Hitler", letzteres seit 2008 auch auf deutsch ("Wall Street und der Aufstieg Hitlers") Vielen Lesern dieses Blogs mögen die Bücher schon bekannt sein, aber vielleicht kennt der ein oder andere sie doch noch nicht. Die Lektüre weitet jedenfalls den Blick und lässt die aktuellen Ereignisse in bedrückend logischer Kontinuität erscheinen.
Mit freundlichen Grüßen Dirk
18.07.12 @ 15:50
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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Zum Sozialismus:

Als Axiom menschlichen Handelns wird man seinen Eigennutz ansehen müssen; ohne den er nicht arbeiten würde. Als Herdentier haben die Menschen mit dem Neid eine selbstregulierende Eigenschaft, die sie zusammenhält. Die Neider schieben ihren Mißerfolg oder ihre Faulheit gerne auf das sie benachteiligende gesellschaftlichen System. Ihre politischen Aktionen sind allerdings eigentlich nur rückwirkend gerichtet, d. h. sie greifen die bestehende Vermögensdisparität an und vergessen dabei, daß die Leistungsbereitschaft beeinträchtigt wird, auf die sie mehr als die von ihnen Beneideten angewiesen sind.

Vor zwei Jahren hat schon Dr. Dietmar Siebholz auf die Gefahren der Enteignung durch die Grünen hingewiesen:

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=13572&seite=3

“So wie sich Herr Schick von den Grünen auf eine auslegbare Passage im Grundgesetz (“übergeordneter Notstand”) darauf beruft, dass der Staat in solch einer Notlage den Schutz des Eigentums zurückstellen (sprich: partielle Enteignungen) vollziehen kann, können Sie dann quasi auch für sich selbst den “eigenen übergeordneten Notstand erklären”. Aber der wird dann – da bin ich mir sicher – illegal sein, denn da wird man dazu schon die erforderlichen Gesetze neu schaffen. Aber noch ist es ja nicht so weit… ”

Inzwischen springt auch die SPD auf den fahrenden Zug auf zur Unterstützung der Zwangsanleihe, die wie in Weimar scheitern muß. Vergleiche auch die Warnungen durch Dr. Karl Helfferich vom 17. Juli 1922:

http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Hefferich_Reichstagsreden_1922.pdf

Der Neid richtet sich nur gegen die einigermaßen gleichartigen. Wenn sich in Chantilly der ca. 1-Billion-Dollar-Bilderberger-Billionär Kravis von KKR mit dem Abkömmling des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Trittin trifft, so weiß Kravis, daß Trittin für ihn ein nützlicher Idiot ist und für Trittin ist Kravis genausowenig ein Jagdobjekt wie ein Nashorn für eine Hyäne.
18.07.12 @ 17:24
Kommentar from: Bert [Besucher]
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Sowjet bedeutet auf Deutsch "Rat". Die immer wieder verwendete Abkürzung EUdSSR darf also ab sofort wörtlich genommen werden und ist völlig korrekt. Der ESM ist kein parlamentarisch kontrolliertes Finanzministerium, sondern ein (Mafia-)Sowjet. Und in einem solchen System darf "Sozial" getrost mit Ausbeutung und Versklavung übersetzt werden. Der ESM ist nicht das Ende sondern der Anfang. Das superdicke Ende kommt noch, im besten Fall werden wir alle Bankangestellte bei der ESM-Bank, zum Hungerlohn, versteht sich.
18.07.12 @ 21:56

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