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Systemischer Widerstand gegen "Holt unser Gold heim"

von Peter Boehringer E-Mail 24.10.12 13:27:16

Seit heute bei SPIEGEL online im Netz: Ein dreister Versuch, die Sorgen von Menschen sowie den gesetzlichen Auftrags des ganzen Berufszweigs der Wirtschaftsprüfer ins Verächtliche zu ziehen. Diesmal von Auftragsschreiber Münchau, um den herum es zusehends einsamer wird, wenn man die ersten Kommentare zu seinem Pamphlet ansieht.

In seiner Kolumne "Bundesbank-Reserven: Die Gold-Michel" schlägt er mit viel Schaum vor dem Mund und einer Menge Hybris waidwund um sich. Als hochrangiger und langjähriger Büttel der Papiergeld-finanzierten Weltregenten versucht er mit Arroganz, die Sorgen von 10.000en „erbsenzählender Michel" um ihren „ökonomischen Giftstoff Gold" ins Lächerliche zu ziehen.

Doch Arroganz kaschiert hier Angst, denn den EUliten und Welt-Eliten entgleitet (nicht nur beim Thema Deutsches Gold) die doch so sicher geglaubte Deutungshoheit.

Die Menschen und auch immer mehr Journalisten der Massenmedien sind viel weiter: Etwa im Zwei-Stundentakt gibt es zB bei der DEG und beim Steuerzahlerbund sowie bei den Erstzeichnern Presseanfragen zur Bürgerinitiative "Holt unser Gold heim" . Wir hatten in den letzten Tagen Dutzende sehr gute nationale und internationale Presse-Erwähnungen bis hin zu den abendlichen Hauptnachrichten im TV. Eine Aufzählung als Pressespiegel sprengte den Rahmen dieses Blogs.

Der Artikel von Münchau richtet sich selbst – es lohnt nicht, die vielen Lügen aufzudröseln und zu widerlegen [aus Copyrightgründen können wir die "Argumente" des "EUrointelligenten" Herrn Münchau hier nicht abdrucken, denn man müsste fast jeden Satz darin aufgreifen. Aber lesen Sie einfach im SPON-Link selbst].

Das einzige, was im Artikel stimmt, ist der Hinweis auf die „Peanuts“-Größenordnung des immerhin 135 Mrd EUR großen Gold-Problems ggü. den noch viel größeren Sauereien gegen Rechtsstaat, ökonomische Vernunft und demokratische Mehrheiten wie Target2 (übrigens der Anlass der Goldkampagne, wie wir damals hier erklärt hatten) oder ESM-Bank.

=> Und genau deshalb hat www.stop-esm.org auch bereits über 45.000 namentliche Mitzeichner ggü. 11.000 bei der Goldaktion.

Herr Münchau ist komplett „behind the curve“, um im Jargon seiner Notenbanken zu bleiben, von denen und mit deren Falschgeld er auch bezahlt wird.

Er wird nicht mehr ernst genommen. Man lese einfach die (vermutlich sogar noch zensierten / entschärften) fast einhellig ablehnenden Kommentare unter seinem SPON-Artikel!

Zur von Münchau so verächtlich „paranoid“ genannten Forderung der Deutschen nach einem einfachen Goldaudit in Form einer trivialen physischen Inventur, wie sie in jedem Unternehmen mit Lagerware vorgeschriebener Standard ist, fällt einem unwillkürlich das Zitat aus der Rocky Horror Show ein, denn die empört behauptete Feststellung der „Paranoia" anderer soll ebenso wie die Kampfrhetorik „Verschwörungstheorie" regelmäßig Kontrollen verhindern und sogar angebrachte Debatten darüber abwürgen:

„Just because you´re paranoid, does not mean that we´re not after you!”

Die Berechtigung gesunden Misstrauens ggü. der Macht hatte bereits 1774 der spätere US-Präsident und Verfassungsvater Thomas Jefferson ausformuliert - natürlich schon damals basierend auf direkter Erfahrung des Machtmissbrauchs durch die britischen Kolonialherren:

„Eine freiheitliche Regierung ist auf Argwohn aufgebaut, nicht auf Vertrauen: Es ist Argwohn und nicht Vertrauen, der begrenzte Verfassungen vorschreibt, um jene, denen wir Macht überantworten müssen, zu binden.“ :!:

=> Zeichnen Sie bitte weiter mit. Ohne Ihre Unterschriften hätte der Rechnungshof nie Druck auf die Bundesbank ausgeübt, das goldene Volksvermögen endlich physisch zu auditieren und ggf. nach Deutschland zu holen! Wenn auch natürlich noch immer viel zu geringen Druck und nicht weitgehend genug. Ignorieren Sie die letzten bezahlten Systemschreiber. Immer mehr wachen auf. Das Falschgeldsystem ist zunehmend verzweifelt, wenn in solchen Kolumnen Wir-das-Volk schon auf diesem Niveau verächtlich gemacht werden muss...

28 Kommentare

Kommentar from: Andy [Besucher] E-Mail
*****
Und um 13:45 warens dann schon 11.500 Unterzeichner. Ich bin sicher: da geht noch was!

Für den 15.555 Unterzeichner lobe ich einen Silber Philharmoniker 1 oz 999 Feinsilber aus.

Mail dann an Andy: rolling-stone62@gmx.de

******
=> AW PB: Na dieses nette Angebot geben wir doch mal in den öffentlichen Raum. Und bitte keine Sprüche von Gegnern der Aktion, wir würden Stimmen kaufen. SOO wertvoll ist Silber noch nicht. Die 30 EUR wären bei Herrn Münchau nicht mal Zeilengeld - ja noch nicht einmal Wortgeld. Die Papiergeld-Kabale spart an dieser Stelle nicht.
24.10.12 @ 13:48
Kommentar from: Goldhamster [Besucher]
In der Reaktion der Leser bei Spiegel-Online sieht man, dass die meisten den schlechten und vor allem peinlich (im Sinne des Wortes "schmerzhaft") schlecht argumentierten Bluff des Herrn Münchhausen durchschaut haben. (Vor allem die Behauptung der Irrelevanz des Goldes für unser Finanzsystem führt er selbst ad absurdum.) Viele fühlen zumindest, dass da was gewaltig schief läuft. Das macht Hoffnung.

An dieser Stelle möchte ich auch eine Lanze für Herrn Weidmann brechen, der absolut zwischen den Stühlen der (Macht-)Politik sitzt und die Wahrheit wohl kaum sagen kann und darf. Er ist auf dem richtigen Weg. Aber er kann nur so viele Schritte gehen, wie er an deutscher Bevölkerung hinter sich weiß. Dass uns das viel zu langsam ist und der unheimlichen Schweinerei hinter den Kulissen nicht gerecht wird, ist mir klar. Aber am Schluss möchte und darf Weidmann nicht derjenige in den Geschichtsbüchern sein, der den Crash ausgelöst hat. Zurückzutreten verbietet ihm wohl sein Ehrgefühl, ein Versprechen der Kanzlerin gegenüber oder die Angst, dass sein Nachfolger noch viel schlechter handelt.
24.10.12 @ 13:58
Kommentar from: Nur mal so [Besucher]
Ich bin ja auch für eine ausschließliche Lagerung unseres Eigentums in unserem Lande, aber kann es nicht sein, daß die Öffentlichmachung nicht kontraproduktiv ist? Könnte es nicht sein, daß die BuBa heimlich dort Gold verkauft bzw. Leasing-Zettel in Papiergeldzettel umtauscht um es hier in echtes Geld umzutauschen?

Es wäre jedenfalls - wenn es so wäre - ziemlich dämlich, wenn die BuBa auch nur einem dahergelaufenen "freien Journalisten" so etwas auf die Nase binden würde. Und die "freien Journalisten", die ja dann i.d.R. "Goldbugs" sind, wäre ziemlich dämlich, wenn sie hartnäckig immer wieder nachbohren und Aufmerksamkeit erregen würden, weil sie so die Geheimaktion gefährden würden. *)

Nehmen wir an, das Gold in fremden Landen ist nicht mehr "vorhanden", i.d.S., das es physisch jemand anderem gehört, oder daß das "Freundesland" es garantiert nicht rausrückt. Wäre es da wirklich hilfreich, diesen Umstand auffliegen zu lassen - durch hartnäckiges Nachfragen - bevor die BuBa die Chance hatte, das Gold anderweitig zu besorgen und ins Land zu schaffen? Würde das Nichtvorhandensein auffliegen, würde der Preis gen Himmel schießen. Die "Journalisten" könnten sich zwar auf die Schulter klopfen ob ihres "Rechtgehabthabens" und ihrer "Enthüllungsleistung", aber die BuBa hätte sicherlich endgültig keine Chance mehr, die Tonnen direkt oder anderweitig zu beschaffen.

So viel zur hoffnungsvollen Sicht der BuBa.

Die andere Sichtweise wäre wie folgt: Die ständigen antiinflationären Reden und Sprüche aus der BuBa sind nur Beruhigungspillen, die die Volksverräter in Berlin konterkarieren sollen, in Wirklichkeit aber steht die BuBa hinter der Politik. Die BuBa also als Druckventil für die deutsche Inflationsangst?

Die Rückholung der homöopathischen 150t verteilt auf 3 Jahre zwecks Analyse wäre dann nur ein Element der Volksverarschung. Ich frage mich sowieso: Einschmelzen zur Echtheitsprüfung? Ja, kann man machen. Aber schneller und billiger geht's wohl per Ultraschall. War nicht die Kostenfrage eine Antwort der BuBa auf die Frage, warum das Gold überwiegend im Ausland lagert? Genauso wie für die eingehenden Audits?
Aber beim Einschmelzen haben wir's ja...


Also, ich bin auch ein Skeptiker und glaube öffentlichen Bekundungen nicht (ohne weiteres). Was aber auch daran liegen kann, daß öffentliche Bekundungen früher oder später auch zum Feind gelangen und daher die eigenen Ziele gefährden können.
Ob der Feind nun die ausländischen Lagerstätten sind oder das eigene Volk, vermag ich nicht zu sagen...

********
*) => AW PB: Ja @Nurmalso, schöne Gedanken... Aber die Argumente für die Heimholung des Goldes sind ja nicht neu oder von uns erfunden worden. Die BuBa hätte seit dem Ende der Aufkäufe (1967) buchstäblich TAUSENDE von Möglichkeiten gehabt, dieses Auslandsgold im Rahmen von Swap-Geschäften oder "Geheimaktionen" unauffällig und ohne Preisbeeinflussung herzuholen. Und was ist geschehen? Genau, NICHTS! Neun Notenbankpräsidenten seit Blessing haben nichts getan. Erst in jüngerer Zeit sind nun (angeblich, eine physische Vollinventur anhand der zu veröffentlichenden Barrenlisten steht weiter aus) nach ganz neuen BuBa-Angaben 1035 Tonnen in Frankfurt. Vorgeblich aus Kostengründen nach FFM geholt - da geht es plötzlich - und sogar ganz ohne GSG9 - siehe weiter unten...
24.10.12 @ 14:23
Kommentar from: Reinhard [Besucher]
*****
Es ist schon erstaunlich, wie präsent plötzlich das Thema Gold in den Medien ist. Und sei es nur die Rückholaktion bzw. die Forderung, die Echtheit angeblicher Bestände nachzuprüfen - allein daß es schon zu solchen Forderungen kommt, zeigt, wie dramatisch das Vertrauen in die Behauptungen der Politführer einbricht: insofern sind die popeligen 135 Mrd EUR, die der Goldhaufen heute wert sein soll, tatsächlich Peanuts, der, bei den abstrusen Ablehnungsbegründungen, umso wahrscheinlicher gar nicht mehr physisch existent ist, sondern nur noch "papierlich". Aber was soll schon bald zu Altpapier heruntergekommenes Geld, mögen noch so große Zahlen drauf gedruckt sein? Hingegen der MENTALE Umbruch ist enorm: da tut sich was - auch dank Ihres unermüdlichen Einsatzes.
24.10.12 @ 14:26
Kommentar from: tomsirius [Besucher]
*****
Danke Herr Boehringer!

Es wird Zeit, dass es Zeit wird. (Celan)

Es wird Zeit,den Marionetten die Fäden abzuschneiden und das Netz der Fädenzieher weiter öffentlich zu machen,

es wird Zeit in diesaem Trauerspiel die Hand in den Kasperlfiguren abzuschlagen,

es wird Zeit, immer öfter Weckalarm in die noch dahindämmernde, medial sedierte Masse zu stellen! Aufwachen, Aufwachen, Aufwachen!

Es wird Zeit eine EUdSSR zu verhindern!!!
24.10.12 @ 14:32
Kommentar from: Harald [Besucher]
Natürlich gehört das Gold Deutschlands in deutschen Besitz – schon lange.

Doch zum jetzigen Zeitpunkt käme es in die Hände von Politikern, die gerade dabei sind, die demokratische Grundordnung abzuschaffen und die Schuldenunion bis zum Ruin Deutschlands auszureißen.

Das Gold wäre nicht gut bei ihnen aufgehoben. Sie würden es bedenkenlos in das europäische Schuldenloch werfen. Und dann wäre nicht nur die Hoffnung auf eine Rückgabe des Goldes dahin sondern auch der Anspruch darauf.

******
=> AW PB: Leider wahr, Harald. Aus diesem Grund lautet die dritte Forderung der Goldinitiative (nach der Forderung nach physischem Vollaudit und der Heimholung) auf "Herbeiführung eines verfassungsrechtlich abzusichernden bilanziellen Sonderstatus der Goldreserve zur Abwehr der schnell zunehmenden Ausbuchungsgefahr." - siehe hier http://www.gold-action.de/initiative.html
=> Klar sind auch Verfassungen im Ernstfall dann wie Papiergeld - eben nur ... Papier. Aber immerhin könnte deutsches Gold in deutschen Tresoren nicht einfach per Federstrich ausgebucht werden, wie es zB mit Bankguthaben in der Währungsreform der Fall sein wird.
24.10.12 @ 16:00
Kommentar from: Goldhamster [Besucher]
@Harald: Natürlich ist das Gold bei Politikern in den falschen und bei der Bundesbank - bisher - in den besseren Händen. Aber verkauft werden kann das (nicht vorhandene?) Gold auch in den USA, England und Frankreich. Die Auslagerung in Fremdstaaten ist also keine Garantie für das Nicht-Verschleudern der goldenen Reserve.
Ich würde es nicht einmal heimholen, wenn davon ausgegangen werden kann, dass es nicht mehr da ist. Ich würde es an China verkaufen. Sollen die sich doch mit unseren Freunden äh Goldschuldnern um die physische Existenz streiten. Zug um Zug würde ich dann wieder Gold bei uns physisch zukaufen, wenn der Preis so lustig gedrückt wird. Aber ich bin da auch etwas naiv.
24.10.12 @ 16:13
Kommentar from: Saint Just [Besucher]
Ich dachte mich trifft der Schlag, als ich diesen Münchau eben las. Man fragt sich, ist der so Papier-gläubig oder tut er nur so!?

Ich glaube, er meint es ernst und ist sich nicht bewußt, daß die Gold-Reserven als einziges übrigbleiben werden....vom Wert her dann nicht zum Mond sondern Proxima Centauri geschossen...und das sieht er nicht!!! (und der ist Betriebswirt? Man möchte sich sämtliche Haare ausraufen...zum Glück haben wir noch Blaschzok...sozusagen als Gegengewicht)
24.10.12 @ 16:48
Kommentar from: Dsc [Besucher]
Der Anti-Ökonom hat gesprochen!

Münchau schreibt: "Angesichts der Größe der deutschen Volkswirtschaft, die jedes Jahr das Zwanzigfache dieser Summe erwirtschaftet, ist die Forderung nach einer Inventur des Goldbestandes eher eine Art Beschäftigungstherapie für gelangweilte Notenbanker als ein Akt makroökonomischer Stabilisierung."

Das ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerter ökonomischer Unsinn:

1. Da die bilanzierten Gold-Reserven bei der Bundesbank wie auch bei den vielen anderen westlichen Zentralbanken deutlich über 50% der Währungsreserven ausmachen, könnte er auch gleich das Halten von Währungsreserven an sich der Lächerlichkeit preisgeben. Das wäre nur konsquent.

2. Heerscharen von Wirtschaftsprüfern, Geschäftsführern, Logistikleitern, Finanzbeamten, Lagerarbeitern u.v.a. schwärmen alljährlich aus um dem Prinzip, dass in der Bilanz ausgewiesene physische Bestände Position für Position bei einer körperlichen Inventur aufgenommen werden müssen, Rechnung zu tragen. Schrauben werden gewogen, Abziehbilder werden gezählt und bei den größten Bestandsposionen jedes einzelnen Unternehmens wird gern auch noch einmal nachgezählt. Sicher zweifeln nicht dabei Wenige am Sinn ihres Tuns, aber es ist eben ein PRINZIP! Dass dieses Prinzip nun ausgerechnet bei der vermutlich größten Bestandsposition der ganzen BR, die noch dazu an einer so überschaubar geringen Anzahl von Lagerorten liegt, nicht angewendet werden sollte, weil die Verantwortlichen die "Beschäftigungstherapie für gelangweilte Notenbanker" nicht ertragen würden ist ABSURD!

In einer Art finde ich den Artikel dann dennoch gut und lesenswert: Diese an sich sinnfreie Argumentation könnte eine 1A Satire auf die heutigen Zustände sein und nur der Name des Autors und der Ort der Veröffentlichung spricht dagegen, dass er auch so gemeint war. Die Autoren von "Live aus der Anstalt" oder der "Heute-Show" hätten das kaum besser hinbekommen können.
24.10.12 @ 18:10
Kommentar from: Gärtner [Besucher]
Wie Münchau schon selber andeutet, bei seinen regelmäßigen Kommentaren in SPON und FTD.de kann man als klar denkender Mensch schon mal hyperventilieren vor Ärger. Aber anscheinend kann Münchau so sein Papiergeld verdienen. Gold würde ihm wohl keiner geben für dieses Geschwätz, da man Gold nur gegen Wertiges tauscht, und das ist dann auch ein großer Unterschied zwischen Papiergeld und Gold ;-)

Weiter so!
24.10.12 @ 19:36
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
****-
Lieber Herr Boehringer,

Ihre Aufklärungsarbeit in allen Ehren - hoffentlich sind die von Ihnen belobigten "Journalisten" der sog. "Qualitätsmedien" wirklich so viel weiter.

Denn es ist ja immerhin denkbar, daß auch das Zentralorgan der politischen und aller sonstigen Lügen, der "SPIEGEL", nur aus Diversionsgründe so aufmacht wie heute in seiner "online"-Ausgabe geschehen.

Wenn schon Springer (vorgestern, so meine ich) das Thema "Bundesbankgold" groß auf der Titelseite seiner Asphaltjournaille bringt, dann habe ich doch ein sehr ungutes Gefühl - "I smell a rat", könnte man zeitgeistkonform, wenn man es so ausdrücken möchte, sagen.

Denn Springer wird es ganz gewiß zuletzt um die gemeinnützige Sicherung extern gelagerter Vermögenswerte der deutschen Steuerzahler gehen.

Soll hier womöglich den zusehends lauter murrenden Teilen der Nachdenk-Michel nur ein Placebo verabreicht werden, indem man "in homöopathischen Mengen", wie es ein Vorschreiber so treffend schrieb, ein paar Prozent des Goldes über ein paar Jahre veteilt "nach Hause" holt, es PR-trächtig aufsägt oder einschmelzt und dann unter lautem Medien-Geblöke feststellt: "Seht her, es ist alles noch da bei unseren US-amerikanischen Freunden - beste Barren nur reines Gold, von wegen Wolfram Geschwätz oder das Gold-ist-nicht-mehr-da etc.".

Denn die 150 Tönnchen wird JP Morgan oder überseeisch-sonstwer in seinen Tresoren schon noch zusammenkratzen können.

Die plötzlich abhebende Debatte erstaunt doch sehr.

Nicht zuletzt, weil mit dem Herrn Mißfelder ein ausgemachter, atlantikbrückenhöriger Cretin hier in der vordersten Medien-Front steht.

Denn jahrzehntelang war das Thema "Bundesbankgold" ein sorgsam umschifftes "Mainstream"-Tabu.

Und je vehementer die von unabhängiger Seite vorgetragene, berechtigte Kritik wurde, desto stiller wurde es dann im offiziellen Blätter- und Mattscheibenwald (ich erinnere an Ihren "Blog"-Beitrag zum sog. Blessing-Brief vor einigen Jahren).

Es wären natürlich auch noch andere Überlegungen naheliegend, weshalb das Thema "Bundesgold"-Thema plötzlich die unsichtbare Zensurschere des Mediensyndikates passiert.

Wie z.B. der andauernde Währungskrieg US$/€ (wenn es denn einer sein sollte), die Institution Bundesbank an sich, vielleicht die Person des Herrn Weidmann, der sich durch einige seiner Vorträge in der jüngsten Vergangenheit bei Bundesmami und ihren Brüsseler (EZB-)Freunden - vor allen auch bei seinem Kollegen Asmussen - ja nicht eben beliebt gemacht haben soll etc..

24.10.12 @ 19:46
Kommentar from: Goldwing [Besucher]
*****
Anscheinend eine konzertierte Aktion des Mainstreams (Handelsblattverlag, Spiegel etc.); aber die HB-Leser-Kommentatoren haben HB-Online-Chefredakteur Stock schon Saures gegeben.
Was mich interessieren würde, ob wirklich über 1000 To jetzt in Deutschland lagern.

Nochmals vielen herzlichen Dank für das Engagement und ihr eisernes Beharrungsvermögen speziell auch in dieser Angelegenheit!

Man sieht, es geht doch etwas und man kann doch Einiges erreichen.
Es wäre schön, wenn die aufgeklärte Masse des Goldseiten-Forums sich ein Herz fassen würde und sich stärker aktiv - nicht nur durch Schreiben - einbringen könnte. Ich bin überzeugt, dass es im GSF viele kluge Köpfe gibt, die aber die Flügel hängen lassen. Ohne Engagement für das Recht bekommt man auch nicht die Vorteile des Edelmetallbesitzes zu spüren.
Darüber sollte man einmal eingehend nachdenken.
24.10.12 @ 21:02
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
C-Redakteur Münchau scheint am Ende seiner Absonderungen selbst zu dämmern, welchen "Stuss" (Zitat Münchau) er sich in seiner Kolumne zusammenstöpselt hat - rabulisiert er einerseits Zeile um Zeile von der "anachronistischen" Bedeutungslosigkeit des Goldes, kommt er dann plötzlich zu dem Schluß, daß eine "Rückkehr zum Goldstandard das Ende jeden Krisenmanagements" bedeute - gemeint ist der Zusammenbruch des Wirtschaft.

Wenn schließlich nichts mehr zusammenpaßt im ideologischen "SPIEGEL"-Wolkenkuckucksheim, dann schwingt der freiheitlich-demokratische "SPIEGEL"-Trivialist die "Nazi-Keule": "Goldbugs" seien im "rechten Lager" zu verorten, so "SPIEGEL"-Münchau am Ende seines Elaborates.

Pfui, wie ekelig...wußten wir es doch sofort: Gold ist sozusagen in sich "menschenverachtend" - "Nazi-Gold" eben.

Typischerweise sind die geschichtlichen Kenntnisse der "SPIEGEL"-Koryphäe Münchau allerdings ebenso schlicht wie seit jeher seine Betrachtungen zur Ökonomik:

Denn es waren die "Nazis", die 1936 jede Form des Edelmetallbesitzes verboten, Ablieferungsfristen stellten und bei Zuwiderhandlung sogar die Todesstrafe androhten.

Von daher outet sich Autor mit seinem Anti-Gold Pamphlet nur selbst als "Rechter" (die Übergänge von "rechts" nach "links" oder wieder zurück sind im "SPIEGEL" seit jeher fließend).

Sozusagen Seit` an Seit` mit Nazi-Bonze Hermann Göring, der das entsprechende Verbotsdekret als "Bevollmächtigter für den 4-Jahresplan" verfügt hatte.

Viel geholfen haben die drakonischen Verbotsmaßnahmen übrigens nicht: Wie den überaus aufschlußreichen Sammelband "Meldungen aus dem Reich" ("geheime Berichte des Sicherheitsdienstes der SS zur Lage im Reich") zu entnehmen ist, beschäftigten sich mit jedem Jahr, mit dem der lang verheißene "Endsieg" näher kam, immer aufgeblähtere Referate des SD mit der Bekämpfung des Edelmetallschleichhandels.

Versuchte doch trotz exemplarisch statuierter, drakonischer Strafen tatsächlich eine immer größere Zahl von "Volksschädlingen", angesichts des nahenden "Endsieges" ihre RM- und sonstigen Vermögenswerte noch in leicht zu transportierende Edelmetalle umzutauschen - um so zu retten, was noch zu retten war,

Empört sich der SD-Hauptabschnitt Prag im Winter 1942/1943: "Vielfach annoncierten Volkgenossen ganz ungeniert und unbeindruckt von den bestehenden Verboten öffentlich in Zeitungen um den Erwerb von Edelmetall, Münzen und Schmuckgegenständen, wobei zumeist ein Vielfaches der vor Kriegsbeginn antiquarisch zu erzielenden Preise geboten wurde. Die Angst vor einer Wiederholung der Ereignisse von 1919-1923 ist nach den militärischen Rückschlägen der jüngsten Zeit in allen Bevölkerungsschichten weiterhin deutlich spürbar und heizt die Spekulation
außerordentlich an. Strafen scheinen weder Verkäufer noch Käufer abzuschrecken."
24.10.12 @ 22:10
Kommentar from: eta [Besucher]
Um in Herrn Münchau`s Wortwahl zu bleiben: Selten habe ich so einen Stuss
gelesen. Aber in Zeiten, wie der heutigen -die Geschichte wiederholt sich doch immer wieder- haben Heilsverkünder, Scharlatane oder einfach nur Dummschwätzer Hochkonjunktur, deren Stuss bei der Masse der dummen Schafe stets fruchtbaren Boden findet, da alles doch so einfach und überzeugend dargelegt wird.

In einem hat Herr Münchau aber vollkommen recht: Ein Goldstandard oder sagen wir besser eine Golddeckung wäre das Ende jeden Krisenmanagements. Denn es gäbe keine Geldmengenschwankungs-bedingten Krisen mehr - ergo Krisenmanagement obsolet. Rat an Herrn Münchau: Er sollte nochmal die Schulbank drücken- in einer österreichischen Schule!
24.10.12 @ 22:10
Kommentar from: Bernd Jürgens [Besucher]
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Als stiller Leser seit vielen Jahren beginnt es mir Angst zu machen, dass aus Gedanken Taten werden können.

Mit Verlaub, ich bin weder Verschwörungsfanatiker noch mystisch veranlagt, ich weiß nur, dass die Kraft der Gedanken die Macht ist, vor der die oberen 300 Angst haben. Meine Gedanken haben sich schon sehr sehr oft bewahrheitet. Mir scheint, dass KOLLEKTIVE Gedankenkraft NOCH stärker wirkt. Nach meinen Erfahrungen darf man nichts erwarten, sondern muß nur nach der Fairneß einer Situation fragen. Der Rest folgt dann irgendwann....Ist seltsam, klingt komisch, funktioniert aber !

******
=> AW PB: Sie haben recht - obwohl auch ich nicht an die spirituelle Idee einer irgendwie mystischen "physikalischen" kollektiven Gedankenübertragung glaube.

Die WIRKUNG von Gedanken ist jedoch unbestreitbar. Und in einigen Bereichen (weit über Detailfragen wie "deutsches Gold" hinaus) stehen wir vor einem kollektiven Wahrheitsdurchbruch bei einer kritischen Masse an Menschen. Eine Massenerkenntnis zu allerdings unangenehmen Wahrheiten, die kaum einer hören will (kollektive und nicht nachhaltige Wohlstandsillusion auf Kreditgeldbasis; Peak Oil; Überbevölkerung; Rohstoff-Knappheiten; weltweite Politplanwirtschaft die uns auf Dauer in die Armut und Bevormundung treibt).

Stalin sagte einst: "Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu führen - warum sollten wir es ihnen erlauben, selbständig zu denken?"

Darum bekämpfen die Eliten sowohl das individuell freie Denken als auch steuern sie über ihre Medien das kollektive Denken, das ja letztlich die Summe des Denkens einer kritischen Masse an medial hörbaren Meinungsführern ist.

Mit diversen Zensur- und Propagandamaßnahmen werden die Welt-Eliten noch einige Zeit den Durchbruch der Wahrheiten verhindern können. Und damit leider auch humane Lösungsmöglichkeiten verhindern bzw. die Suche danach zu lange verzögern! Doch auf Dauer und verspätet setzt sich die Wahrheit immer durch; leider dann auf harte Weise: "Anything that cannot go on forever - will stop."
25.10.12 @ 02:31
Kommentar from: wolf eikmeier [Besucher]
*****
Liebe Freunde, was ich nun gehört habe, soll ein "großer" Teil des Goldes wieder nach Deutschland zurückgebracht werden.

Es sind rd. 50 Tonnen pro Jahr! 50 Tonnen?, 50 Tonnen??, 50 Tonnen???! Das ist ja in etwa die Menge, die das Bundesfinanzministerium braucht, um die deutschen Goldmünzen zu prägen [naja, ein wenig mehr als dafür ist es - aber Sie haben trotzdem recht, dass die Menge ein Witz ist, Anm PB].

Wenn das so weitergehen würde, hätten wir in 50 Jahren unser Auslands-Gold zurück.
25.10.12 @ 08:50
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Heute in der BILD: "Paranoia" mal andersherum. Angeblich müsse die GSG9 ran bei einem Goldtransport von 50 Tonnen!

"Endlich ist es so weit: 150 Tonnen des deutschen Goldschatzes sollen bis 2015 aus den USA nach Deutschland geholt werden. [Aber] die deutsche Anti-Terror-Einheit GSG 9 muss den Goldtransport aus den USA schützen"

=> Soooo lächerlich: 50 Tonnen Gold verschieben Zentralbanken und Großhändler immer mal wieder und immer ohne Probleme oder große Kosten! Das geschieht unter Geheimhaltung von Zeitpunkt und Transportweg. Und nie hat man hier die GSG9 gebraucht!

Das Diekmann´sche Schmierenblatt suggeriert dem (vermeintlichen) Dumm-Michel, dass die Forderungen, auch nur läppische 50 Tonnen heimzuholen superteuer und sehr gefährlich sei! Und dass "das deutsche Gold nun sofort geholt" werde, was bei 150 Tonnen bis 2015 einfach Bullshit ist. Siehe Kommentar oben: Fast 50 Jahre dauerte der Rücktransport bei dem Tempo!

@Hr. Diekmann: Die Leser sind nicht mehr so dumm, dieses suggestiv-schleimige und ganz leicht als Auftragsschreibe des BMF und der BuBa zu entlarvende Geblubber zu glauben! Geben Sie endlich den Widerstand über Pseudo-Argumente und die Rolle der BILD als kontrollierte Opposition gegen die BuBa auf! Physischer Vollaudit Audit anhand der zu veröffentlichenden Barrenlisten jetzt! Heimholung baldmöglichst. Es GIBT keine stichhaltigen Argumente dagegen.


PS: Die Österreicher sind übrigens inzwischen weiter: „Österreichs Goldschatz wird nachgezählt“

PPS @Leser Nurmalso: Ihre lange Zuschrift mit persönlichen Fragen wird persönlich beantwortet. Bitte valide Email-Adresse zusenden, danke.
25.10.12 @ 09:31
Kommentar from: Biss [Besucher]
Noch eine Antwort an Münchau:

http://krisenfrei.wordpress.com/2012/10/25/wolfgang-munchau-ein-knecht-der-londoner-city/

Auszug:

"Erst wenn die Gegenparteien ihr Papiergold in größerem Umfang gegen physische Barren umtauschen und diese dann auch aus den Lagern der COMEX und LBMA unter eigener Kontrolle abholen lassen, kann man das System an seiner Achillesferse treffen und tödlich verwunden. Denn eines haben die Alchemisten der Finanz-Industrie noch nicht zustande bringen können – Gold wie Papiergeld aus dem Nichts zu schaffen. Deshalb ist die derzeit laufende Diskussion um das Bundesbank-Gold auch so gefährlich. Denn solche großen Vorräte unter physischer Kontrolle des Banken-Oligopols verleiten gerade dazu, beim drohenden Untergang die Lieferverpflichtung lieber doch wahrnehmen zu wollen. Heißt, sich heimlich des Bundesbank-Golds und anderer gelagerter Gold-Bestände ohne Wissen der Eigentümer zu bemächtigen."

******
=> Ergänzung PB: Ja, Peter Ziemann hat damit völlig recht. Im fractional gold banking Spiel der Zentralbanken und der damit eng und physisch in denselben Tresorräumen verbundenen privaten Geschäftsbanken und "Goldkonten"-Anbieter stellte ein physischer Abzug oder auch nur Audit von 3400 Tonnen eben eine potenzielle Gefährdung des Kaskadenspiels mit Papiergold und Barrengold mit Mehrfacheigentümern dar, die ein Vielfaches dieser 3400 Tonnen betreffen könnte. Und DAS wäre dann in der Tat sehr preis- und systemrelevant. Darum ist die waidwunde Abwehrschlacht gegen alle Auditierungsabsichten mit noch so schlechten BILD-Argumenten und noch so demagogischen SPON-Argumenten denn auch nachvollziehbar und aus Sicht der Systemverbrecher auch rational!
25.10.12 @ 10:18
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Es ist eine Menge öffentlicher Druck zum Thema Deutsches Staatsgold aufgebaut worden. Erstmals nach 60 Jahren sah sich gestern die so schweigsame Bundesbank genötigt, endlich die aktuelle und genaue Verteilung des Staatsgoldes auf die verschiedenen Lagerorte offiziell (und damit hoffentlich ehrlich) zu benennen!

Der langjährige Gold-Autor Dimitri Speck -zugleich einer unserer wichtigsten Mitzeichner bei der Aktion „Holt unser Gold heim“- hat auf Basis dieser nun offiziellen Angaben der BuBa (Vorstand Thiele ggü. dpa , Interview vom 24.10.2012) eine aktualisierte Grafik zu den Lagerorten gefertigt, die wir soeben exklusiv auf www.gold-action.de eingestellt haben.

Wir begrüßen als Initiatoren diese überfällige Transparenz nach all der unverständlichen Heimlichtuerei der letzten 60 Jahre. Wir wiederholen aber weiterhin unsere Hauptforderungen nach physischem Vollaudit an allen Lagerorten anhand zu veröffentlichender Barrenlisten und nach Heimholung des Goldes, welche sich ebenfalls und unverändert unter dem o.g. Link finden.

Rolf von Hohenhau (Bund der Steuerzahler BY) und Peter Boehringer (DEG e.V)
für die Initiative „Holt unser Gold heim“ www.gold-action.de

25.10.12 @ 13:09
Kommentar from: Fin [Besucher]
Ich las gestern den Aufmacher, der mit der Aussage endete, daß unsere Goldbarren "vor allem" eines sind nämlich "irrelevant".

Münchau ist ein echter Dussel und sicherlich demnächst (wenn nicht schon heute) eine Reputationsbelastung für den Spiegel.

Ich konnte den Münchau-Artikel NICHT zu Ende lesen - das war einfach zu blöd. Ich bitte um Verständnis, daß ich mich nicht dazu überwinden kann.
25.10.12 @ 14:05
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Hier gleich die nächste "Reputationsbelastung" - diesmal bei der FTD, soweit das bei diesem wegen der Dauerlügen chronisch Abonnenten-schwachen und damit dauerhaft defizitären Betrieb noch möglich ist:

Schon die Überschrift des Pamphlets "Operation Fort Knox" zeugt von völliger Faktenunkenntnis, denn da liegt nun gerade kein Deutsches Gold.

Auch der NAME des Schreibers ist eigentlich Etikettenschwindel und ein Widerspruch in sich, denn es schreibt der "Leiter des FTD-EUropa-Büros" Peter EHRLICH (...) u.a. Folgendes:

"[Die Zweifel an der BuBa-Bilanz] sind eine unglaubliche Posse. ... Wenn die Bundesbank Goldbestände für 130 oder mehr Milliarden Euro bilanziert, ist es völlig unwichtig, ob das Metall tatsächlich irgendwo liegt oder ob es sich um Zertifikate handelt." [sic!]

"Nach mindestens 20 Generationen Geldwirtschaft sollte man doch wissen, dass es Geld nicht 'gibt' wie einen Apfel oder einen Ziegelstein. Geld ist Vereinbarung. Gold auch."

=> Tja, Herrr Unehrlich (oder Unwissend?): Gold ist Vereinbarung. Als Geld. Stimmt sogar soweit. Sie haben nur vergessen zu sagen, dass ersteres eine jahrtausendealte FREIWILLIGE Vereinbarung ist und Gold und Siber damit NATÜRLICHES Geld sind. Ungedecktes Papier- und Kreditgeld war dagegen in der Geschichte immer nur eine (ausnahmslos desaströs endende) Episode. Und das weltweite Zwangsgeld seit 1971 war und ist keine freiwillige Vereinbarung, sondern ein totalitärer MonopolZWANG der Falschgeld schöpfenden Notenbanken, dem freie wählende Menschen nie zugestimmt haben und es auch nie tun würden!

Der Rest Ihres Artikels ist billige Polemik (zB gegen Prof. Sinn) sowie eine Menge uralter Versatzstücke aus der keynesianischen Mottenkiste. Geschrieben mit fast noch mehr Schaum vor dem Mund als Kollege Münchau. Da tun sich Abgründe auf bzgl. des historischen, ökonomischen Wissens und des Charakters des Schreibers.
25.10.12 @ 14:12
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
*****
Alfred Manes, Staatsbankrotte, 1922, S. 243: „Was Deutschland betrifft, so beginnt dessen Papiergeldbankrott mit der Zerstörung der Goldwährung durch das Gesetz vom 4. August 1914, welches die Einlösungspflicht für Banknoten und Kassenscheine aufgehoben hat.“

Seit ca. 100 Jahren haben wir also kein werthaltiges Geld mehr gehabt, woraus sich zwingend ergibt, daß wir seitdem in einer totalitären, auf Ideologie basierenden Staatsform gelebt haben müssen, genauso wie die anderen Staaten. Weder im Absolutismus noch im Kaiserreich hätten es die Eliten gewagt, die Leistungen und Arbeiten der Staatsbürger, so wie bei uns, mit wertlosem Papier zu vergüten. In unserer Tyrannis allerdings schon, was einmal in vielfacher Hinsicht zur völligen ökonomischen Orientierungslosigkeit der Menschen führen kann. Man denke derzeit an die Fehlallokation in Immobilien aufgrund der Inflationsängste.
25.10.12 @ 22:11
Kommentar from: Johannes [Besucher]
Vielleicht ist die BuBa, bzw. sind die Entscheider dort, nicht so naiv wie macher Politer sie gerne hätte. Die BuBa bereitet sich m.M. nach auf ein größeres Währungsereignis vor. *) Das weiß auch Münchau - der ist ganz bestimmt nicht blöd.

Interessant ist zum thema Gold inzwischen die teilweise Polarisierung im Mainstream - siehe hier:

http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/vermoegenssicherung-ersparnisse-effektiv-mit-gold-schuetzen/7273522.html

Da steht am Ende des Artikels: "Denn die Bedeutung von Gold liegt vor allem in seinem Besitz, weniger in seinem Preis."

Denke, dass die Leser mit dieser Feststellung konform gehen und offenbar denkt so auch die BuBa.

Wir sehen bewegten Zeiten entgegen!

********
*) => AW PB: Die Botschaft hör`ich wohl - allein, es fehlt der Glaube. Wer seit 1967 (Unzenpreis = 35 $, heute 4800% höher)
a) kein Gold mehr zugekauft und
b) es in 45 Jahren nie oder nur homöopathisch zurückgeholt hat,
den kann und muss man auch weiterhin als naiv bezeichnen.
Oder eben als Beratungs-resistent, Öffentlichkeits-resistent und/oder von oben bestochen bzw. von den o.g. Politikern abhängig. Was war denn zB Weidmann noch vor seiner Ernennung: Berater im Kanzleramt! Er war direkter Pudel Merkels - und trotz aller Faust-Rhetorik zu Gold als Geld ist er das eben immer noch. Er bellt (wie ein Pudel es eben tut) - beißt aber nicht. Klassischer Fall von kontrollierter Opposition, die die Aufgabe hat, der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Sowohl bei Target2 (wo Weidmann inzwischen immerhin den Kreditcharakter der Forderungen und damit eine Ausbuchungsgefahr anerkannt hat) - wie auch beim Gold.

=> Trotzdem ist Johannes nicht alleine mit seiner Ansicht. Der Zuschreiber Nurmalso hat oben eine ähnliche Hoffnung auf die überlegen und vertraulich ausgeübte elitäre Weisheit der Bundesbanker geäußert, die heimlich still und leise schon das Richtige für Uns-den-dummen-Plebs tun würden. I dare to disagree: Wer 700 Mrd EUR Schrott auf seiner Bilanz zulässt (60+% der Bilanzsumme), dem muss leider auch jederzeit zugetraut werden, weitere 45 Jahre untätig zu sein in Sachen Eigentumssicherung beim Deutschen Gold! Es sind doch "bloß" 135 Mrd EUR und die einzige Position von Substanz auf der BuBa-Bilanz und die eiserne (goldene) Währungsreserve. Da kann man doch ruhig noch eine Weile weiter schlafen und mauern... Und genau das ist auch das, was man von BuBa-Thiele ganz aktuell hinter den Kulissen so hört - trotz der von uns erzwungenen neuen Offenheit bzgl. der Lagerorte (s.o.).
26.10.12 @ 07:55
Kommentar from: naame [Besucher]
Wow, dass die Unterschriftenliste nochmal in solchem Tempo zulegt, hätte ich nicht erwartet (hatte bei ca 3500 schon mitgezeichnet)... Werde mal ein paar Zettel bei der nächstgelegenen VHS/ Stadtbücherei/ Schule ans schwarze Brett hängen, denn da erreicht man die Leute, die einerseits nicht unbedingt Bild lesen, andererseits noch nicht so ganz im "Aufwachstadium" sind.

Noch ein Argument zur Debatte: Entweder ist Gold "peanuts" und "irrelevant", dann müßten die befreundeten Zentralbanken doch unheimlich froh sein, wenn sie dieses lästige Gerümpel endlich los sind. Das sind schließlich teure Pflaster, London, Paris, NY. Oder man braucht für den Transport lumpiger 50 Tonnen von dem gelben Zeugs ne GSG9, weil es doch irgendwie wertvoll ist. Aber beides zusammen ist irgendwie ein Widerspruch...
26.10.12 @ 10:13
Kommentar from: pingpong [Besucher]
***--
Dieses ganze Holt-das-Gold-Heim-Projekt ist möglicherweise wenig intelligent überlegt. Laßt mal alle schön die Barren da, wo sie liegen. Wenn Deutschland seinen Goldschatz im Inland lagern will; und soll; ja, sogar muß!; dann wäre es gescheiter, den Weg über einen Bilanzausgleich zu gehen:

Je nach erklärten deutschen Goldlagermengen in ausländischen Tresoren; USA, London, Paris etc.; lassen sich deren Gegenwerte in Währungs-Darlehen aufnehmen. [Was allerdings voraussetzt, dass man diese "erklärten" Soll-Mengen auch kennt, was nach Jahrzehnten der Intransparenz erst vorigen Mittwoch durch unsere Initiative erreicht wurde, Anm. PB!] Als Besicherung für diese Währungs-Darlehen wird das jeweils hinterlegte Gold bezeichnet. Folgend würden diese Währungs-Darlehen dazu benutzt, von tatsächlich vertrauenswürdigen Stellen, „echtes!“ Gold einzukaufen; welches dann in Deutschland einzulagern wäre. Sobald dies erfolgt ist, würde man nur noch die bezeichneten Besicherungen der Darlehen ausüben; also das Gold in den ausländischen Tresoren denen belassen, die es (angeblich) haben; die Währungs-Darlehen wären damit ausgeglichen. Und die gefälschten Goldbarren können die ausländischen Verwalter im selben Zuge auch gleich behalten.

Zur Synergie wären damit auch etwaige Peinlichkeiten aus der Prüfung der Echtheit der US-GB-RF-Goldbarren umgangen; was politisch sicherlich ein gewisses Interesse wert sein dürfte.

Und wenn wir besonders gerissen sein wollten, dann wäre es bestimmt eine Überlegung wert, das „echte!“ Gold aus jenen Ländern zu beschaffen, mit denen wir auf der Welt so unsere Probleme haben. Denn Gold ist Bonität. Und alles, was die Bonität anderer senkt, steigert die eigene Bonität. Und noch dies: Wenn wir den Problemstaaten ihr Gold abkaufen, dann müssen die sich langfristig neues Gold beschaffen. Und beim Beschaffen werden diese Länder nicht um USA, London, Paris etc. herumkommen. Dann wüßten wir mit einem kleinen Grad an Gewißheit letztlich auch, wo im kommenden die gefälschten Goldbarren liegen würden: Denn die großen Lieferanten werden doch wohl kaum so blöd sein, den Problemstaaten die „echten!“ Goldbarren zu lassen.

Also, wenn so ein Plan realisiert würde, dann hätte ich gerne für meinen hier konstruktiven Vorschlag 0,01 Prozent Umsatzprovision; auszahlbar bitte in Gold!

pingpong

******
=> AW PB: Liebe Frau pingpong, Ihr Plan ist durchdacht und wird auch in den einschlägigen Foren immer mal wieder aufgebracht. Ihre Umsatzprovision scheitert allerdings nicht am älteren Copyright anderer, sondern daran, dass die politisch komplett abhängige BuBa-Führung so etwas nie auch nur in Erwägung ziehen würde. Wer arrogante, rechtsvergessene und volksferne [und dennoch wegen der neuen Lager-Zahlen historische] Interviews gibt wie vor drei Tagen Herr Carl-Ludwig-"groteske-Golddiskussion"-Thiele ggü. dpa, der würde nie so gewieft für Uns-das-Volk handeln wie Sie es oben vorschlagen.
=> Und da wir dies nach jahrelanger Beobachtung der BuBa und nach unserem nur einseitig-konstruktiven Briefwechsel mit der BuBa zwischen Nov 2011 und Feb 2012 schon geahnt hatten, haben wir für die Initiative ab März 2012 eben einen leichter vermittelbaren und damit öffentlich kampagnenfähigen Weg gewählt.
26.10.12 @ 12:46
Kommentar from: Nochmal [Besucher]
Fortsetzung:

Es bedurfte doch offensichtlich erheblichen Aufwand von Chavez, um das venezuelanische Gold heimzuholen, da es auch in New York lagerte, so daß die Aktion von ihm geradezu als Sieg gefeiert wurde.

Die Frage ist, ob die Inder und Chinesen, die vor einiger Zeit ca. 500 Tonnen Gold des IWF kaufen durften, sich dabei verpflichten mußten es weiterhin in Amerika zu belassen.

Die Angloamerikaner verwalten vermutlich das Gold der ganzen Welt als "Treuhänder" und verhindern durch Intrigen die physische Auslieferung, weil es dann die Stellung des Dollar als Weltleitwährung gefährden könnte, so dass auch die überschuldeten Euro-Staaten es nicht verkaufen können.

******
=> AW PB: Alles gut möglich. Es gibt Hunderte von Spekulationen und Enten und "fast" gesicherte Wahrheiten in diesem Staatsgold-Kontext. Wir können aus deutscher Sicht nicht mehr tun als nach 50 Jahren endlich einmal unsere Interessen zu formulieren und die einzig sinnvolle und absolut berechtigte Forderung "Holt unser Gold heim" mit öffentlichem Nachdruck vertreten, bevor es endgültig gegen Target2 Abschreibungen ausgebucht wird! Und falls WIRKLICH alliierte Vorbehalte und Überleitungsgesetze im Weg stehen sollten, wie es mir derzeit etwa wöchentlich von Rechts- und Geschichtsexperten mitgeteilt wird, dann will ich aus Obamas oder Bernankes oder Camerons Mund direkt und explizit hören, dass diese Vorbehalte tatsächlich geltend gemacht werden und deshalb das Gold nicht heim darf! Die Wahrscheinlichkeit dafür tendiert gegen Null. Aber falls es passiert, wäre das auch ein wichtiges Transparenz-Ergebnis der Aktion, wenn auch nicht das angestrebte...
27.10.12 @ 05:03
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
De Gaulle packte das in den USA gelagerte, frz. Gold nicht einfach in Frachtschiffe, sondern ließ es mit seinen damals neuen, 9000 Tonnen Raketen-Atom-U-Booten der "Le Redoutable"-Klasse nach F transportieren.

Eine sicherere Lösung war wohl kaum denkbar - denn eine "Entführung" oder ein "Abhandenkommen" eines U-Bootes mit ballistischen Raketen einer verbündeten Macht wäre wohl auch für unsere "amerikanischen Freunde" eine Nummer zu groß gewesen ("Roter Oktober" gab es nur auf Hollywood-Zelluloid, der in dem Film beschriebene, geräuschlose U-Boot Antrieb war allerdings wohl tatsächlich in der SU entwickelt worden).

Und der General kannte seine Pappenheimer: Schon am 10.06.1940 hatte der US-Kreuzer USS Vincennes - die USA waren zu diesem Zeitpunkt neutral, der Krieg in Frankreich dauerte noch fort, ab Casablanca 200 Tonnen der frz. Goldreserven übernommen und diese "hilfsbereit" in die USA gebracht.

Denn merke: Mit fremden Vermögen lebte es sich schon zu allen Zeiten sehr gut.

Ironie der Geschichte - auch den "Goldkurier" USS Vincennes ereilte kurz darauf das Schicksal. Sie wurde Mitte 1942 in der Seeschlacht bei Savo Island (Guadalcanal/Salomonen) mit über 300 Mann ihrer Besatzung von japanischen Kreuzern versenkt und rostet seither auf dem Grund des Pazifiks vor sich hin.

*****
=> Ergänzung PB: An solchen Anekdoten erkennt man auch immer wieder die enorme Bedeutung von Gold als ultimativem Geld: nur wenige Tage nach dem o.g. 10.6.1940 wurde Paris von der Wehrmacht besetzt. Und selbst in diesen Frühlingstagen des verzweifelten militärischen Rückzugsgefechts (in dem man eigentlich andere Sorgen hat) hatten sich geldtheoretisch wissende und strategisch weitsichtige französische (und amerikanische?) Kreise darum bemüht, das Staatsgold nicht nur weg von der Pariser Banque de France, sondern auch noch gleich ganz raus aus der Grande Nation zu schaffen. Denn nach Casablanca hin waren diese 200 Tonnen schon Ende Mai 1940 via Brest verschifft worden [danke an CvdBZ für den Hinweis]!
=> Man mag sich nun natürlich auch fragen, wann und wohin das restliche französische (und auch belgische) Staatsgold in dieser Zeit wohl expatriiert worden ist. *)
=> So wie man sich auch fragen kann, wer dann 71 Jahre später das libysche Staatsgold vermutlich bereits vor dem Todestag Gaddafis wohin verschiffen ließ - und in wessen Gussform dann diese Barren umgegossen wurden. Kleiner Tip für Geschichtsforscher: Vielleicht dieselben Kreise, die die libyschen "Rebellen" bereits Monate vor deren Einnahme von Tripolis durch NATO-Bomber zur sofortigen Gründung einer Zentralbank in Bengasi bewegt hatten! Falschgeld fürs Volk, Echtgeld für die Sieger. Hier wiederholt sich die Geschichte doch immer wieder: Nur für echtes Goldgeld wird ein derartiger logistischer, militärischer und Geheimhaltungs-Aufwand betrieben. Für Papierfalschgeld wäre das alles undenkbar - das würde nachgedruckt und/oder per Währungsreform für ungültig erklärt!

*) Danke in diesem Zusammenhang an die wandelnden Geschichtslexika Claudius v.d. Bach-Zelewski und Jürgen Kremser für die Zusendung von historischen Quellen und Links mit wahrscheinlichen Wegen dieser Goldbestände. ZT führen die Infos hier im Blog etwas weit weg vom Bloganlass - aber sie werden alle gelesen. Und Leser mit tiefergehendem Interesse dürfen sie auch jederzeit bei den Schreibern abrufen. Einfach auf das Briefumschlagssymbol neben deren Namen clicken.
27.10.12 @ 15:00
Kommentar from: wowi [Besucher]
****-
"Bundesbank-Vorstand: Goldreserven bleiben in New York" New York (dapd).

Debatte über die deutschen Goldreserven im Ausland "bizarr" und von "irrationalen Ängsten" getrieben. Diese Diskussion müsse aufhören, bevor sie die "hervorragenden Beziehungen" zwischen der Bundesbank und der US-Notenbank beschädigt, forderte Dombret.

http://de.nachrichten.yahoo.com/bundesbank-vorstand-goldreserven-bleiben-york-210742308--finance.html

Was ist an unserer Forderung "bizarr" und "irrational" ???

Nachdenklichen Tag noch, wowi

********
=> Ergänzung PB: "Bizarr" ist hier nur die Reaktion des ach-so-seriösen Herrn Dombret, dessen BuBa offenbar GAAAR nichts zu verheimlichen hat... Debattenabwürgung nennt man solche Statements gemeinhin. Anti-demokratisch und anti-rechtsstaatlich (Art 5 GG Meinungsfreiheit, §241 HGB Inventurpflichten). Und rhetorisch geradezu polemisch und peinlich, wenn Dombret -ohne jeden Faktenbezug zu den Forderungen des Rechnungshofs oder zu unserer gold-action.de- irgendwelche Dumm-Argumente von wegen "Goldfinger", "James Bond" oder "Terrorist Simon Gruber" herausgeifert. Bundesbanker waren einmal die Personifikation von Seriosität. Lange ist es her!

=> Getroffene Hunde beißen eben wild um sich. Die Frechheiten Dombrets werden bereits international registriert und kommentiert: Z.B. hier oder hier
"Egon von Greyerz: Makes no sense whatsoever, because if these are real reserves and they are not traded [which they must not!], they don’t need to have them abroad. But the most likely reason they have it there is because they have lent it out and they are trading it, otherwise they would not need it to have it there. It’s that simple."
03.11.12 @ 06:20

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