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Rösler wird Bauernopfer der "Falle aus Halle" und seines EUROpportunismus

von Peter Boehringer E-Mail 04.01.13 12:29:25

Nachtrag 21. Januar 2013: Wider Erwarten und gegen alle Prognosen hat die FDP gestern in Niedersachsen nun 9,9% geholt und damit sogar noch leicht zugelegt. Die Thesen unten im Blog widerlegt das nicht - aber im Moment erscheinen sie wenig plausibel. Eindeutig hatte ich den Leihstimmen-Effekt für die FDP um wenigstens 4% (!) unterschätzt. Man darf jedoch nicht übersehen, dass 80% (!) der FDP-Wähler gestern mit der Erststimme CDU gewählt haben - somit eigentlich eher bei der CDU verortet sind - und machttaktisch per Leih-Zweitstimme FDP gewählt haben. Diese Taktik könnte auch bei der Bundestagswahl aufgehen. Die FDP könnte damit uU nochmals in den BT einziehen. Die fanatische Genscher-Politik für den alternativlosen Euro, die unten kritisiert wird, wird damit aber weder volksnäher noch richtiger. Eine konsequente anti-EU(R)-Rettungs-Ausrichtung bzw. anti-BANKEN-Rettungspolitik brächte die FDP auch ohne Leihstimmen in die Parlamente. Aber auf diese Einsicht werden wir nun leider noch mind. ein Jahr warten müssen. Den Machtverlust für die (in erster Linie für das EUR-Desaster verantwortlich gemachte) Schwarz-Gelbe Regierung hat die Stimmverschiebung per Leihstimme gestern auch nicht verhindert. Inhaltlich wurde der Rettungswahnsinn gestern nicht vom Wähler sanktioniert. Echte Alternativen standen allerdings auch nicht zur Wahl, nachdem RotGrün ja noch fanatischere Volksverräter sind als SchwarzGelb.

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Die FDP könnte bei den anstehenden Wahlen in Niedersachsen schwächeln. Und da für Kleinfunktionäre aller Parteien nichts schlimmer ist als der Verlust von Pöstchen, werden nun wieder einmal Messer gegen den „Schuldigen“ (Vorsitzenden Rösler) gewetzt – damit wohlgemerkt nur gegen den vordergründig Schuldigen und keineswegs aus inhaltlichen Gründen – denn das FDP-Problem liegt natürlich viel tiefer als ein Rösler je Tiefgang haben könnte.

Rösler ist allerdings selbst nicht unschuldig. Schon auf seiner Antrittsrede (!) 2011 machte er die damals schon erkennbar letzte Chance der FDP zunichte. Ich kommentierte das damals live hier :

„Leider hat auch der ganz neue FDP-Vorsitzende Rösler die Zeichen der Zeit nicht erkannt, die Steilvorlagen seines Parteikollegen Schäffler ignoriert und eben auf seiner Antrittsrede Worte gewählt, die er noch bereuen wird:
"Klares Bekenntnis zu Europa. Mit Blick auf rechtspopulistische XX( Tendenzen in anderen EU-Staaten und die heftige parteiinterne Debatte über den Euro, sagte Rösler:
'Solange ich Bundesvorsitzender bin, gibt es ein klares Bekenntnis der FDP zu dem großen gemeinsamen Projekt Europa.'
Indirekt sprach er sich auch für den geplanten Euro-Rettungsschirm ESM aus.
'Wir müssen jetzt nach vorne sehen.'.

Hintergrund für das Europa-Bekenntnis Röslers ist der Antrag zahlreicher Delegierter um den Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler, die den ESM ablehnen wollen."
=> SO wird er nicht sehr lange FDP-Vorsitzender bleiben. Jedenfalls nicht Vorsitzender einer FDP mit mehr als 4% der Stimmen. Die sechste totalitäre bürgerferne Partei im Bundestag braucht niemand! Nur „rechts“ im Politspektrum wäre enorm viel Platz - kein Wunder, denn da ist in Berlin heute nur Vakuum und da war einstmals die wahre bürgerlich-liberal-soziale Mitte des Landes...!“

=> Wer nicht hören will, muss fühlen. Ohne Lernkurve geht jeder Organismus ein. 2013 nun die FDP. Das Vegetieren in der Diaspora als Splitterpartei wird diesmal lange dauern – egal ob Rösler nun schon nach Niedersachsen oder erst nach der BTW abgetreten wird.

=> Denn das Hauptproblem der FDP ist die Nibelungen-Systemtreue zu einem vollkorrupten und unheilbar kranken internationalistischen Polit- und Geldsystem. Dies zumindest solange, wie der oberste Kriminelle der FDP und gegen Deutschland, Parteipatriarch Genscher, noch immer hinter den Kulissen alle Fäden der „EURopa-Partei“ zusammenhält!

Und so ist es auch nur folgerichtig, dass just dieser jahrzehntelange Welt-Elitist und dieser Hauptschuldige am EUR- und FDP-Desaster nun in seiner Systempresse heute absurderweise als Heilsbringer gefeiert wird. Schon jetzt mit Blick auf eine Nach-Rösler-Ära, die ohne EURopa-politische Kehrtwende der FDP genau nichts Neues oder Erfolgreicheres bringen wird. Deutschland und Uns-dem-Volk ohnehin nicht. :!:

Auch für den Nachfolger Röslers wird genau dasselbe gelten wie das, was ich Anfang 2011 Herrn Rösler ins Stammbuch geschrieben hatte. Die internationalistische und inzwischen greise aber weiterhin letal gefährliche „Falle aus Halle“ wird dann bei der FDP wieder einmal zugeschlagen haben. Nach 1974 nunmehr seit fast 40 Jahren [An kritische Leser: ja, zT auch früher schon]. Wie lange wollt ihr den Genscher´schen Irrlehren noch folgen, liebe FDP?

Wer in die falsche Richtung und in den (EURopäischen) Abgrund sowie in den absehbaren Orkus des Falschgeldsystems unterwegs ist, sollte nicht auch noch das Tempo beschleunigen, sondern der „Alternativlosigkeit“ des ewigen EURos endlich abschwören und umkehren! Eure Erb- und Wählermasse wird spätestens nach der BTW 2013 von fähigeren und ehrlicheren Kräften aufgesaugt werden, wenn ihr nicht jetzt die Kehrtwende im Bundestag vollzieht (manifestiert durch Ablehnung jeder weiteren „Rettungsmaßnahme“ und durch Wahl eines fähigen Vorsitzenden jenseits des Genscher-Lagers). Nach der BTW 2013 wird es nicht gelingen, durch eine solche „volksnahe“ aber viel zu späte Volte den Untergang zu verhindern. 2013 ist nicht 1998 - und auch damals war es sehr knapp mit der Parteirettung. Die liberale und freiheitliche und marktwirtschaftlich-unternehmerische Idee wird auch andere Heimstätten finden. Das stur prinzipien- und überzeugungstreu in nationalen Grenzen gemäß GG denkende Wahlvolk ebenfalls! Das Potenzial einer solchen Partei wäre inzwischen fast 50%. Ob es sie geben wird, hängt von der gutmenschlichen Stasi des Systems ab, die mit allen medial-propagandistischen, subversiven und totalitären Mitteln und ohne Budgetgrenze ihres Falschgelds jeden volksnahen Parteineugründungsversuch verhindert. Bis eben schließlich unvermeidlicherweise der Rattenfänger wieder kommt - erst von links, dann vermutlich wieder von rechts. Die FDP wird dann in beiden Fällen nur noch eine Fußnote der Spät-Bonner Geschichte gewesen sein.

11 Kommentare

Kommentar from: rakang siang [Besucher]
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Ich habe den absolut sicheren Eindruck, Rösler ist CSU-ler, Steinbrück und Gerhard Schröder CDU, Merkel SPD und alle Politiker bauen einheitlichen grandiosen Mist, egal wer regiert.

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=> AW PB: Darum unser stetiger Ruf hier nach direkter Demokratie als einzig wahrer Demokratie. Letztere kann nur deshalb mit "Kampfrhetorik" sogar aus dem vermeintlich libertären Lager wie "Das Volk ist doch dumm und unfähig und kollektiv korrumpierbar und damit selbst schuld" in den Schmutz gezogen werden, weil es den Eliten immer wieder gelingt, den Wahnsinn der "repräsentativen" Parlamentsdemokratten als "Wahre Demokratie" zu verkaufen. Nichts könnte ferner der Wahrheit sein! Wir-das-Volk wären nicht so dämlich, kriminelle, verfassungswidrige und ökonomisch offensichtlich komplett kontraproduktive Projekte wie den Transfer-EUR oder die "Friedens"-EU als zentralplanwirtschaftlich gemanagten Bundesstaat ohne Bürgerrechte irgendwie in Volksabstimmungen gutzuheißen! Der parlaments-demokrattische Fisch stinkt vom Kopfe her. Parteien gehören verboten, Eliten entmachtet, Bundestage weitestgehend abgeschafft - von sogenannten "Volksvertretungen" auf supranationaler EU-Ebene ganz zu schweigen! Wir-das-Volk könnten über alle wichtigen Punkte problemlos selbst abstimmen. Kleinere Fehler aus Neid der Mehrheit ggü. einigen Minderheiten heraus wären komplett vernachlässigbar ggü. dem superteuren und gesellschaftlich fatalen Wahnsinn, den das heutige System verursacht.

=> Darum erneut mein Aufruf auch an die vielen Kollegen, die derzeit mit billiger und schlichtweg nicht den Kern des Problems treffenden undifferenzierten Anti-Demokratie-Rede ihre diversen Monarchie- oder Anarchie-Projekte und andere Utopien verfolgen, lieber ihre Energie einem konstruktiven Kampf gegen das Falschgeldsystem zu widmen bzw. für einen machtarmen, bürgernahen Minimalstaat mit freiem Geldwettbewerb einzusetzen. Wenn der Staat und seine Systembanken erst wieder auf 10% Quote zurückgestutzt wären, würde kein Mensch mehr hin zum anarchistischen 0%-Privatrechtsstaat zurückwollen. Zum "Kini" oder zum gottesgnädigen Kaiser ohnehin nicht mehr.
04.01.13 @ 12:56
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher] · http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=3165
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04.01.2013

Die FDP dürfte Opfer der Strategie des Diabolos-Rundfunks sein, Trittin mit allen Mitteln zum Finanzminister der nächsten Bundestagswahl zu machen mit der SPD als Juniorpartner der Grünen. [PB: Das erwarten Sie vermutlich ideologisch?! Oder gar mehrheitstechnisch??]

Die tatsächliche politische Macht in unserem Staat ist gemäß Kanzlerakte als Informant und Meinungsmacher der öffentlich-rechtliche Rundfunk, durch dessen Filter den Wählern über die Parteien Mitteilungen vermittelt werden.

Es ist nun seit einiger Zeit zu beobachten, daß die alten Parteien verächtlich gemacht werden, die Grünen aber als Informant auftreten, ansonsten nicht kritisiert werden.

In dieser Hinsicht war aufschlußreich am 29.12.2012 "Tilt - Jahresrückblick" von Urban Priol:

www.youtube.com/watch?v=nY_p4cjTwfw

Vermutlich wurde diese Sendung von einer ganzen Reihe von Politologen konzipiert, deren politische Zielsetzungen klar erkennbar sind, und die ich in der oben verlinkten Seite geschildert habe.

Die Grünen wurden nicht erwähnt, während alle anderen Parteien fürchterlich abgekanzelt wurden, so daß die Grünen durch bloße Nichterwähnung einen medialen Vorteil einheimsen konnten.

Rösler wurde ziemlich gemein mit körperlichen Schwächen, seiner geringen Körperhöhe sowie Piepsstimme, den Lachern preisgegeben.

Bei dieser Strategie des Diabolos-Rundfunks, alle alten Blockparteien herabzuwürdigen und den Grünen durch bloße Nichterwähnug zu helfen, ist es verständlich, daß die FDP unter die 5-Prozent-Klippe fällt, ganz abgesehen von anderen Problemen.
04.01.13 @ 17:22
Kommentar from: Fin [Besucher]
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Chapeau. Sie beschreiben was ich sehe.

Ich bin ein klassischer Wechselwähler - ein Libertärer. Das letzte Mal gab ich der FDP meine Stimme, hatte doch Westerwelle einen hervorragenden wirtschaftlichen Durchblick (wie es schien).
Ich dachte weiter rechts geht nicht ohne radikal zu werden und rechts klaffte schon damals eine "Lücke".

Ohne Frage brauchen wir neue Parteien von rechts. Ich wollte, wir könnten sehen, daß da was neues mit Chancen auftaucht (Partei der Vernunft oder Bürger in Wut oder ...). Aber man hört mal was und dann wird es wieder still.

Und so werden wir aus dem Desaster wieder nicht rauskommen. Ich wollte, wir könnten 5% auf eine neue Chance vereinigen - ich verzehre mich nach Hoffnung!
04.01.13 @ 18:36
Kommentar from: ueberlegdochmal [Besucher]
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alle Politiker, die sich an dem "Eurorettungs-Wahnsinn" beteiligt haben, müssen ihr Amt verlieren.....Rechtsbrecher und Hasardeure und Eidbrecher haben im Bundestag und in keinem Parlament etwas zu suchen! Hoffentlich ist Rösler nur der erste Verlierer!
04.01.13 @ 20:02
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
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Zitat eines Bundestagsreferenten der "FDP" in einem Gespräch vom 13.12.2012: "Am 20.01. (2013) ist der Kopf vom Fidschi (`Fidschi`=fraktionsinterne Bezeichnung für Rösler) ab."
Nicht schade drum - diesem Herrn sollte niemand eine Träne nachweinen, und es hieße Rösler unverdient überzubewerten, wenn man ihn allein für den Niedergang dieser "F.D.P." verantwortlich machte. [Was ja auch ganz explizit hier niemand getan hat, Anm. PB] Ein abgebrochener Facharzt für Koronarerkrankungen sollte sich nicht den Wirtschaftsminister mimen, sondern Pillen verschreiben.

Die "F.D.P." wird aber auch nicht nur von Genscher, sondern auch von ihrer Vergangenheit als Partei eingeholt, deren Produkt Genscher ist.

Und hierbei geht es nicht um den asozialen Klientelismus der Mövenpickpartei, die niemals Probleme mit staatinterventionistischen Maßnahmen hatte, wenn diese nur ihrem Wählermilieu diente, und auf diese Weise das Gemeinwesen fleißig mit vor die Wand fuhr - Stichwort "Gebührenordnungen und Steuerprivilegien für Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte oder Architekten, aber harter Wettbewerb und ständig steigender Steuerdruck für Putzfrauen und Kleinbeschfätigte".

Als die (alliierte Lizenz-)"F.D.P." 1949 ihre Situation sondierte, waren in dieser westalliierten Parteischöpfung zunächst Politiker der ehemaligen "DDP" tonangebend.
Die "DDP" war jene Partei der "Weimarer Republik", die am ehestem dem entsprach, was in der Bundesrepublik später als "linkslberal" bezeichnet wurde. Mit Hugo Preuß, Max Weber und Friedrich Naumann waren maßgebliche Redakteure der "Weimarer Reichsverfassung" zugleich auch Führer der "DDP".

Sehr früh sympathisierte die "DDP" auch mit dem internationalistischen "Pan-Europa"-Gedanken des Grafen Richard Coudenhove-Kalergi (so "DDP"-Mitbegründer Theodor Wollf vom "Berliner Tageblatt", ebenso die "Vossische Zeitung" und die "DDP"-nahe "Frankfurter Zeitung", die nach dem Krieg als "FAZ" neu begründet wurde), der Brutstätte des heutigen "EU"-Molochs.

Mit ihrer linksliberalen Haltung, die die "Weimarer Republik" und deren "Erfüllungspolitik" neben der "SPD" am entschiedensten befürwortete, und ihrer Nähe zum liberalen Internationalismus geriet die "DDP" schon im Weimarer System bei den Wählern bald in massiven Verfall: Gehörte man bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1919 mit 16,2% noch zu den starken Fraktionen, so sanken die Ergebnisse auf rund 5% (1928), schließlich 1% (1932) und am Ende 0,9% (März 1933) ab.

Diesem Dilemma stand die in der neu begründeten "F.D.P." durch den ehemaligen "DDP"-Mann Dehler (aktiver Freimaurer in der Loge "Verbrüderung an der Regnitz" zu Bamberg seit 1927) dominante "DDP" noch 1949 gegenüber: Die "DDP" hatte auch bald 20 Jahre nach "Weimar" bei den Deutschen, die den "Staat von Weimar" in jener Zeit fast alle noch aus eigener Anschauung und Erfahrung in einschlägiger Erinnerung hatten, trotz des Verhängnisses der NS-Herrschaft einen denkbar schlechten Ruf.

Richtungskämpfe innerhalb der Partei, in denen die Anhänger der national-liberalen, ehemaligen "DVP", die einen Kurs der "Nationalen Sammlung" (so gefordert vom NRW-Landesvorsitzender Mittlehauve, auch der spätere Bundesminister Erich Mende stand diesem Lager zunächst nahe) vertraten, gegen die "entschiedenen Liberalen" unter Dehler standen, wurden unter dem Druck der (Wahl-)Ereignisse bald opportunistisch in der Weise gelöst, daß unter ausdrücklicher Duldung der linken Fraktion unter Dehler der national-liberale Flügel in der "F.D.P." stärker betont wurde.

Letztlich ging es der "linken Fraktion" unter Dehler, der neben Maier, Reif und Rademacher auch Hamm-Brücher von Beginn an angehörten, allein um den Ausbau ihrer politischen Macht.

Allein die national-liberale Fraktion innerhalb der "F.D.P." bot in der grundkonservativen BRD der 50er Jahre eine geeignete Fassade, um die Wähler zu ködern und die Partei vor dem Fall ins Nichts zu bewahren.

Von Anfang an war das Kalkül von Dehler und Co., auf einer soliden, parlamentarischen Basis - gerne auch einer der national-liberalen Fraktion als "nützliche Idioten" - die politisch-ideologische Arbeit an einer "Linksverschiebung" der Bundesrepublik fortzusetzen, um in einer durch jüngere, mittels Medien- und Erziehungseinfluß in den Schulen politisch-ideologisch linksliberal geprägte Wähler veränderten, politischen Landschaft (Stichwort "Frankfurter Schule") in einem dann "linken", politischen Umfeld die konservativen Kräfte zu erdrücken.

Mit der sozial-liberalen Koalition von Brandt (bzw. Frahm) war der (Un-)Geist Dehlers, der aber schon 1967 verstarb und daher seinen Triumph nicht mehr erleben konnte, am Ziel.

Schon zuvor - bei der Bundestagswahl 1961 - hatte die "F.D.P." wegen gebrochener Koalitionsversprechen - Mende hatte den Wählern zugesichert, er werde auf gar keinem Fall noch einmal mit einer "CDU" unter Adenauer koalieren, nach der Wahl koalierte die "F.D.P." dann doch mit der Adenauer-"CDU" - den Ruf des Umfallers und der politischen Wetterfahne weg.

Was dann gleichfalls prägend für die "Gelbsohlenpaviane" (diesen Spitznamen verliehen einige Kommentatoren des ehemaligen "CDU"-Forums einmal der "F.D.P.") wurde.

Lüge, Täuschung, Opportunismus und Unberechenbarkeit als Voraussetzungen des eigenen Unterganges: Dieses Schicksal wird bei dem grundsätzlich an einem Minimum von Berechenbarkeit interessierten Wähler jede Partei irgendwann einholen und zerstören - denn wenn das Chaos vor der Tür steht, läßt sich der Wähler auch nicht mehr durch scheinbar wohlfeile Klientelversprechungen einfangen.

Die "F.D.P." wird von ihren jahrzehntelangen Unverschämtheiten und Tricksereien gegenüber dem Wähler nun als erste Parteiformation der Bundesrepublik eingeholt werden - gefolgt vom Rest des Blocks.

Das Drehbuch eben - insofern dürfte Ihre düstere Prognose für die Zukunft dieser "Demokratie" leider eintreffen.
04.01.13 @ 22:12
Kommentar from: Adept [Besucher]
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Mein Landsmann Hermann Müller wurde mehrfach direkt in das Landesparlament Baden-Württemberg gewählt.
Dieser Mann war ein Mann aus dem Volk und er hat noch gemacht was er sagte.

Die FDP wird jetzt von Typen wie Westerwelle und Rösler nicht regiert, sondern ferngesteuert. Diese begreifen nicht, was sie machen. Es sind Möchtegerne ohne Einsicht in die Probleme.

Anders ausgedrückt: die Bevölkerung weiß natürlich, ob Unfähige (siehe Claudia Roths downgrade per Parteiumfrage!)sie regieren wollen.

Bloß begreifen die ferngesteuerten Parteibosse nicht, daß WIR DAS VOLK das Spiel durchschaut haben.

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=> Ergänzung PB: Wie bereits gesagt: Rösler war und ist gar nicht der Schlimmste in der internationalistischen Reihe der FDP. Es ging hier auch nicht um ihn, sondern bereits um seine Nachfolger - also v.a. Brüderle und das, was dann kurz darauf kommen wird. Vermutlich WIEDER ein Internationalist.
=> Ihr Hermann Müller ist genau dann abgetreten (1972) als damals die Genscher-Internationalisten übernommen und -v.a. dann ab 1990- extrem großen Schaden für D angerichtet haben. Die FDP war durchaus einmal in Teilen eine mittelständische Unternehmer- und Freiheitspartei. Aber eben im Führungszirkel schon lange nicht mehr - sie ist "alternativlos" EURopäisch gleichgeschaltet.
=> Und ganz vergessen darf man leider auch nicht (siehe dazu oben die Zuschrift von Claudius), dass ein Vorgänger der FDP schon sehr früh sogar die berüchtigten "paneuropäischen" Ideen des irren Rassentheoretikers und Karlspreisträgers Coudenhove-Kalergi übernommen hatte. Aber das war noch eine Vorgängerpartei. Niemand wollte hier in diesem Blog die FDP irgendwie "schlechter" machen als die anderen Parteien. Vielleicht ist sie im volksfernen Dunkel des BT gar noch ein kleiner Lichtblick. Genau darum ist (wäre) es ja so tragisch, wenn demnächst dann schon WIEDER ein Internationalist den Leitstand bei der FDP übernähme!
04.01.13 @ 22:45
Kommentar from: Reinhard [Besucher]
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Eigentlich habe ich die FDP immer mit Genscher als Frontmann bewußt wahrgenommen und diesen nie gemocht, anfangs mehr aus Unwissenheit, später auch durch kritisches Aufwachen, wobei mir diese Partei als dreist opportun, wenn nicht gar als schmarotzerisch unangenehm aufstieß mit ihrer Zünglein-an-der-Waage-Funktion, die nur der eigenen Machtsicherung zu dienen schien, weshalb sie auch mit allen "konnte", Hauptsache, sie war mit ihrem jeweiligen Seniorfreier wieder im Regierungsbett. Und daß die FDP, wie schon zuvor erwähnt, sich nie wirklich für die kleinen Leute oder auch das Volk, sondern immer nur für ihre exklusive Klientel interessiert und eingesetzt hat, machte sie mir keinesfalls sympathischer - nun gut, sie ist/war keine Volkspartei, brauchte ja auch immer höchstens 5%, die sie sich durch zielgerichteten Lobbyismus zu sichern wußte: immerhin haftete ihr dadurch stets etwas widerlich Egoistisches an, das durch die weihevolle Art eines Genscher, Grafen oder "Hoch auf den gelben Wagen" außerdem noch heuchlerisch aus dem scheinheiligen Gesicht fratzte. Daß die nun kurz vorm Exitus stehen, ist mir eine Genugtuung - erst recht, daß der Genscher, genauso wie Kohl bei seiner CDU und Schmidt bei der SPD, das Desaster des Zerschellen ihres "Lebenswerks" noch mitkriegen, ehe sie ihren einstigen "Macht-Instrumenten" hinterhersterben: auch ich bin, wie Sie, ein unbedingter Minimalstaat-Anhänger.
05.01.13 @ 14:03
Kommentar from: Nordlicht [Besucher]
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Sehr geehrter Herr Boehringer,

in Ihrem Blog am Freitag schrieben Sie: "Eure Erb- und Wählermasse wird spätestens nach der BTW 2013 von fähigeren und ehrlicheren Kräften aufgesaugt werden, ...".
Damit man diesen ehrlichen und fähigen Kräften das Bürgerpotential zukommen lassen kann, muß die Masse der Wähler sich aber auch erst einmal betrogen und unvertreten fühlen. Nur wenige Mitbürger fühlen sich in Ihrem mathematischen Verständnis gekränkt, wenn man bei 40% von Mehrheit spricht.

Ich würde dem ganzen Wahltheater noch ein Fünkchen Hoffnung abgewinnen, wenn sich die Mehrheit der Nichtwähler und alle Wähler, die sich nicht vertreten fühlen, am Wahltag Ihren Stimmzettel ungültig machen würden. Ich glaube, bei mehr als 20% ungültigen Stimmen würden die Bürger hellhörig werden. Ich hoffe, so dreist wie in der ehemaligen DDR wird man wohl nicht sein, um die Wahlergebnisse nach Belieben zu fälschen.
Ich wünsche uns allen Mut und Kraft, mehr Eigenverantwortung übernehmen zu wollen, dann wird es auch etwas mit bürgerlicher Freiheit und Minimalstaat in naher Zukunft.

Mit herzlichen Grüßen!
Nordlicht
07.01.13 @ 07:47
Kommentar from: Eli Ravage [Besucher]
Ihr verwechselt "Demokratie" mit einer Volksherrschaft, die es aufgrund der Christianisierung, der Logen, und weiterer Monopole der Fremdherrschaft, nicht geben kann.

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=> AW PB: wir verwechseln nichts, wir definieren wie es sich gehört. wenn es hindernisse gibt, gehören die angesprochen u abgeschafft, nicht die definition oder das ziel geändert.

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ps in eigener sache: nur wenig pb hier in den kommenden wochen (leider schulterverletzung rechts, tippen mit links schwierig).
07.01.13 @ 17:16
Kommentar from: Enkidu [Besucher]
Wie kann man als Partei nur so dumm sein und aus seiner eigenen Vergangenheit nicht lernen! Wie oben Claudius v.d.Bach-Zelewski schon richtig beschrieb, war schon in den 1960ern unter Mende das Verhalten der FDP von heute zu erkennen. Ich konnte damals noch nicht wählen, aber trotzdem ist mir das Verhalten bis heute im Gedächtnis geblieben. Mal sehen, ob Westerwelle auch einen Job findet wie Mende bei IOS. Aber wir haben ja den EURO, da wird er sicherlich etwas Adäquates finden. Diese Partei hat ihre Glaubwürdigkeit aber so etwas von verspielt, das ist ja schon pathologisch.
08.01.13 @ 14:46
Kommentar from: Oskar [Besucher]
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Mal abgesehen von den immer wieder auftauchenden Stimmen, die den Logen, der manipulierten Presse oder den Außerirdischen die Schuld für alles geben, sollten man doch die Katze im Dorf lassen. Der Niedergang der FDP war doch schon langfristig abzusehen. Das jahrzehntelange bequeme Ausruhen als Zünglein an der Waage, dieses so bequemere Handeln als Mehrheits- und damit Kanzlermacher konnte auf Dauer nur unheilvoll sein.
Was ist denn von der Partei der Marktwirtschaft geblieben? Wo ist der Vertreter des Mittelstandes? Verschwunden im Nirwana!
Dümmliches Gerede von Steuersenkungen und deren Realisierung an Ecken, die nur als Klientelwirtschaft gesehen werden (siehe Gastwirtschaftssektor), sind armselige Rudimente in einer Partei, die einmal dem Mittelstand nahestand.
Und richtig, die gerade in dieser Partei noch vorhandenen Kenner der marktwirtschaftlichen Zusammenhänge (Schäffler) werden nicht genutzt, geschweige denn gefördert.
Eine Partei, die sich die Marktwirtschaft auf die Fahnen schreibt, ist in Deutschland ja nicht mehr vorhanden. Seit die CDU von einer FDJlerin geführt wird, steht sie soweit links und orientiert sich so stark an der sozialistischen Planwirtschaft, dass sich die SPD noch eine Scheibe abschneiden kann.
Gerade die FDP hätte die Chance gehabt, dem Mittelstand aus der Seele zu sprechen und diesem unsäglichen Euro-Rettungswahnsinn entgegenzutreten. Natürlich reichen da keine großen Überschriften ala BILD und keine Slogans und kein dümmliches kenntnisfreies Gelaber, welches wir tagein-tagaus vom Großteil unserer Politiker hören. Allerdings dürfte auch dem schlafmützigstem bundesdeutschen Schildbürger mal aufgehen, da ist was faul im Staate Deutschland.
Hier wäre die Chance der FDP gewesen, mit Klugheit, Fachwissen und ökonomischen Fakten die Wahrheit in die politische Landschaft hinauszuschreien. Auch wenn das vielleicht manchmal wehtut, weil man in der Vergangenheit durch die Regierungsbeteiligung eine Teilschuld an diesen Zuständen trug.
Aber nichts passierte. Man liess sich ein auf eine weitere Zerstörung der Finanzwelt und auf eine Zerstörung der Wirtschaftskraft Deutschlands. Ja, man war sich sogar nicht zu schade, die dümmsten Lügen mit zu verbreiten, z.B. wie Deutschland vom Euro profitiert hat, ohne an die Vergangenheit zu denken, als die D-Mark eine der stärksten Währungen war und die deutsche Wirtschaft trotzdem florierte. Als die D-Mark mehrfach aufgewertet wurde und der Export trotzdem wuchs. Als der Export in die jetztigen Euro-Länder noch größer war als heute.

Nichts tat die FDP, um hier ihren Stellenwert zu zeigen. Für mich bedeutet das nur eines: Wozu wird diese Partei dann noch gebraucht? Und wenn wir diesen Gedanken verfolgen, dann wird auch klar, warum die Wählerzahlen sinken.
11.01.13 @ 09:14

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