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Einschmelzung!? Zweifel am deutschen Auslandsgold bleiben bestehen

von Peter Boehringer E-Mail 25.12.13 21:42:10

Quizfrage: Welche Zeit im Jahr ist gemäß Lehrbuch des kleinen Zentralbankers die beste, um Nachrichten, über die man keine Diskussionen haben möchte, zu verbreiten? Richtig: seit ganz genau 100 Jahren sind dies die Abendstunden des 23. Dezember. Damals, am 23.12.1913, wurde bekanntlich der so extrem folgenreiche „Federal Reserve Act“ als Gründungsgesetz der Fed in den bereits weihnachtlich-ausgedünnten US-Kongress eingebracht und dort von den wenigen noch geistig und physisch anwesenden Abgeordneten auch quasi ohne öffentliche Diskussion beschlossen. Auch Jens Weidmann von der Deutschen Bundesbank kennt natürlich diese Geschichte. Und so erreichte uns fast auf die Stunde genau 100 Jahre später direkt vor dem Weihnachtsfest eine Information der Bundesbank, die zwar raus musste – zu der man aber aus offensichtlichen Gründen keine große Debatte unter den (hoffentlich abwesenden) Journalisten haben wollte. Die BuBa gab sie via BILD-Kurzmeldung am 23.12.2013 per 23.58 Uhr :roll: online frei - und die Print-BILD druckte sie dann am 24.12. in ihrer Weihnachtsausgabe, die explizit unter dem Motto stand „Heute nur gute Nachrichten...“. Und ganz wie intendiert druckten die armen diensthabenden Praktikanten der anderen Mainstream-Redaktionen unkritisch und fast wortgleich der BILD hinterher:

Endlich! Die Bundesbank holt ihren Goldschatz zurück nach Deutschland!
Berlin – Mehr als 3000 Tonnen Gold
[PB: richtig wäre übrigens: 'mehr als 2000 Tonnen'] lagert die Bundesbank im Ausland – nun hat sie einen ersten Teil davon nach Deutschland geholt! In diesem Jahr wurden knapp 37 Tonnen aus Tresoren in New York und Paris nach Frankfurt transportiert, verriet Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gegenüber BILD.“

=> Interessant ist weder die Rückholungs-Meldung selbst (die BuBa hatte sie schon vor einem Jahr angekündigt – es waren per 2013 sogar größere Tonnagen zurückerwartet worden als nun angeblich transferiert wurden). Noch der geheuchelt-erleichterte Enthusiasmus der BILD („Endlich!“). Vom mickrigen Wert des Goldes (1,1 Mrd EUR) ganz zu schweigen – etwa in Relation zum Gesamthort oder zu Target2-„Forderungen“ der BuBa oder auch zum ESM-Volumen. Nein: Interessant ist das folgende Detail in der BuBa-BILD-Meldung, das jedes Misstrauen, weswegen wir die Aktion „Holt unser Gold heim“ www.gold-action.de gestartet hatten, bestätigt:

„Eine Sicherheitsfirma ließ einen Teil der Goldbarren [vor dem Transport, noch in den USA] einschmelzen.“ :!:

=> Sic! Warum einschmelzen?? Einen Grund zum Einschmelzen gab es nur dann, wenn offenbar die in den 1950ern und 1960ern von der BuBa angekauften Barren nicht mehr unangetastet zum Rücktransport nach Deutschland verfügbar waren – so dass „neue“ Barren mit nun aktuellen 2013er-Nummern gegossen werden mussten, was natürlich auffallen kann, so dass BuBa & BILD nicht umhin kamen, dieses Detail wenigstens zu erwähnen! Übrigens wäre eine Sicherheitsfirma nur für den Transport zuständig und hätte für eine Einschmelzung gar keine Befugnis...

=> Es hatte und hat seinen guten Grund, dass wir in inzwischen zwei Artikeln und zwei Briefen an die Bundesbank vehement auch die Offenlegung der Barrenlisten gefordert hatten! Hier nur ein Auszug aus unserem langen Forderungskatalog an Jens Weidmann vom 16.1.2012 [dokumentiert hier: „Initiativenauftakt Holt unser Gold heim“] :
„Anlage 1 – Weitere Fragen zum Status der deutschen Goldreserven:
1. Gemäß Ihrer Antwort vom 9.12.2011 besitzt die BuBa eine jederzeit aktuell gehaltene Liste aller ihrer Barren über in Summe ca. 3400 Tonnen an allen Lagerstellen.
Zusatzfragen: Gleicht die BuBa diese Liste regelmäßig mit den bekannten und veröffentlichten Barrenlisten der großen Gold-ETFs ab, um mögliche Doppel-Eigentümerschaften zu identifizieren? Was spricht nach Ansicht der BuBa gegen die Veröffentlichung der vollständigen Liste (Sicherheitsbedenken haben diesbezüglich nicht einmal die großen ETFs mit ihren öffentlich bekannten Lagerstellen)?“

=> In der (Nicht-)Antwort der BuBa an uns vom 8.2.2012 hielt BuBa-Pressesprecher Best es nicht einmal für nötig, die angefragten Barrenlisten auch nur zu erwähnen, obwohl sie (wie wir aus unserer Korrespondenz wissen) angeblich vollständig existieren. Wer mauert, hat´s nötig. Das Eingeständnis des Einschmelzens von angeblich vorhandenen BuBa-Goldbarren legt nun nahe, dass mit diesen Barren in den vergangenen Jahrzehnten von den Amerikanern „gehandelt“ wurde – was bei einer reinen Verwahrung durch eine passive Verwahrstelle, die gar eine „Stückschuld“ ggü. dem Auftraggeber hat, selbstredend nicht hätte sein dürfen! Jede denkbare (und bislang ausstehende) „Erklärung“ der BuBa (etwa es sei „umgegossen“ worden, um .995er-„good delivery“-Reinheit zu erreichen oder zu „Kontrollzwecken“, …), wäre unglaubwürdig. Umschmelzen hätte ggf. auch die BuBa selbst in Frankfurt bzw. Hanau lassen können. Das nun gewählte Vorgehen war und ist schlicht geeignet, die intransparente und mit hoher Wahrscheinlichkeit veruntreuende bzw. marktmanipulative und goldpreisdrückende Verwendung (Mehrfach-Entleihungen, Mehrfacheigentümerschaften?!) der angeblich seit 50 Jahren durch die Fed schlicht passiv „verwahrten“ Barren zu verschleiern. Solche manipulative Verwendung deutschen Eigentums wird nun niemals mehr überprüft werden können, da ja nun die alten Barrennummern der 1950er und 1960er per Umschmelzvorgang unwiderruflich physisch zerstört sind.

=> Auch weiterhin fordern wir für das verbleibende „Auslandsgold“ der Deutschen Bundesbank die Veröffentlichung der vollständigen Barrenlisten! Das wäre weder ein „Sicherheitsproblem“ – noch ein administratives: die BuBa hat Listen mit allen Barrennummern an allen Standorten. Die Geheimniskrämerei darüber ist weiterhin einer Institution unwürdig, die sich in der Goldsache selbst (wenn auch nur unter öffentlichem Druck) Transparenz verordnet hat.

Vor dem Hintergrund dieser neuen Informationen bitte ich alle Leser, einen Auszug aus einem Brief des zuständigen (aber nach dem Tenor seines Briefs offenbar genervten) Bundesbank-Vorstandes Thiele an mich bzw. an die Bürgerinitiative Holt unser Gold heim vom 4.9.2013 einfach wirken zu lassen [Grammatikfehler im Original - Korrektur durch PB]:

Sehr geehrter Herr Boehringer, … Unseren Entscheidungen über die Lagerungsorte der Goldreserven und über die Veröffentlichung der damit verbundenen Informationen unterliegen einer sorgfältigen Abwägung aller aus unserer Sicht relevanten Kriterien. Ich bedauere, dass meine Ausführungen zu der Lagerung der Goldbestände bei unseren ausländischen Lagerstätten im Rahmen der Pressekonferenz, bei meinem Vortrag und in unserem Schreiben vom 8. Februar 2012 Sie noch immer nicht zufrieden gestellt haben, so dass Sie sich veranlasst sehen, uns Ihren Fragenkatalog erneut zu schicken [Anm. PB: Diese „erneute“ Zusendung war persönlich zwischen uns besprochen gewesen – es gab also im Brief keinen Grund, die „erneute Zusendung“ gleich mehrfach zu betonen. Hintergrund der „erneuten“ Zusendung war, dass Herr Thiele –obwohl bereits damals zuständiger Vorstand– angeblich 2012 von der Zusendung des Fragebogens an die Deutsche Bundesbank nichts mitbekommen haben wollte – weswegen die Fragen eben 2013 „erneut“ und in Absprache mit ihm nun direkt an seinen Schreibtisch gesendet worden waren!].
Weitergehende Auskünfte werde ich Ihnen jedoch nicht erteilen können. Ich möchte allerdings noch einmal darauf hinweisen, dass das deutsche Gold ausschließlich bei Notenbanken mit höchster Reputation und zweifelsfreier Integrität lagert. Wir sind aber auch bei unseren Aktivitäten in den Tresoren der anderen Notenbanken im Ausland selbstverständlich an deren Sicherheitsvorgaben und deren räumliche Gegebenheiten vor Ort gebunden. Informationen über unsere Bestände, die interne und vor allem Sicherheitsbelange anderer Notenbanken berühren, dürfen wir nicht offenlegen [Anm. PB: Barrenlisten fallen darunter? Erhöhte deren Veröffentlichung die Diebstahlgefahr aus den Fed-Tresoren??]. Ich kann verstehen, dass dies mitunter unbefriedigend sein mag, denn das Spannungsverhältnis zwischen Transparenz und Vertraulichkeit ist nicht immer einfach zu lösen. Die Bundesbank orientiert sich an [einer wichtigen] Funktion der Goldreserven: der Vertrauensbildung. ...
Ich hoffe, Ihnen mit diesen erneuten [PB: ...] Ausführungen behilflich gewesen zu sein. Mit freundlichen Grüßen, Carl-Ludwig Thiele

Fazit: Auch weiterhin sind wir und die Öffentlichkeit „nicht zufriedengestellt“ (O-Ton Thiele). Unsere Einschätzung vom 18.1.2013 zur eher symbolischen Rückholung des deutschen BuBa-Goldes bleibt unverändert bestehen. Nach der nun erhaltenen Einschmelzinformation vor dem Rücktransport ist Misstrauen mehr denn je angebracht:

„Die Bundesbank ist [weiterhin] enorm bemüht, einen eher bescheidenen und natürlich in keiner Weise die Existenz ihres unverliehenen Gold-Sollbestands von knapp 3400 Tonnen beweisenden Akt [der Teil-Rückholung] medial maximal zu vermarkten, um die Volksseele zu beruhigen. ... Faktisch-real ist bislang wenig passiert. ... Nicht einmal Audits in den deutschen Tresoren sind glaubhaft anhand von veröffentlichten Barrennummern-Listen gewährleistet. Und wir müssen uns weiterhin auf unvollständige, orakelhaft-doppeldeutige, nicht öffentlich zugängliche oder schlicht nicht existente Auditberichte von BuBa bzw. Fed, BoE, BdF verlassen… Von unabhängigen Wirtschaftsprüfern bestätigte Vollzähligkeits- und Alleineigentümerschafts-Testate aller identifizierbaren Barren werden ebenfalls weiterhin fehlen, was ein anhaltend untragbarer Zustand ist!“

=> Gold ist so selten zu finden wie die Wahrheit in der Politik; und wenn, nur in kleinsten Körnchen.

25 Kommentare

Kommentar from: Henry05236 [Besucher]
Was halten Sie von der Vermutung, dass der (künstlich) gedrückte Goldpreis auch dazu dienen kann, fehlende physische Bestände zu geringeren Kosten wieder aufzufüllen und diese dann zur scheibchenweisen, homöopathischen und über viele Jahre gestreckten Rückführung nach D zu verwenden?

Schöne Weihnachten noch und danke für Ihren exzellenten Blog und für Ihre Ausdauer bei der Aufklärung aus selbstverschuldeter Unwissenheit! Henry

*******
=> AW PB: Danke Henry für Weihnachtswünsche. Traurig genug, dass das BuBa-Timing einen Artikel sogar an Weihnachten erforderlich macht.
=> Den ersten Teil Ihrer Frage (Golddrückung um fehlende Bestände aufzufüllen) würde ich (ohne Insiderkenntnisse zu haben) bejahen. Der im zweiten Teil enthaltenen Suggestion "in Deutschland aufzufüllen" würde ich leider nicht zustimmen. Gründe:
- Auch weiterhin glaube ich nicht an eine vollständige Rückführung der Auslandsbestände der Deutschen Bundesbank (egal zu welchem gerade vorherrschenden Goldpreis; im Übrigen wäre der aktuelle Goldpreis ja auch irrelevant, wenn wir einfach nur die unverliehenen Barren der 1950er und 1960er zurückholen dürften!).
- Glaubhafter sind Berichte über ein Interesse der Chinesen, ihre in Zeiten der Welt-Finanz-, Fiat- und Dollarkrise als unzureichend angesehenen Goldreserven zu niedrigen Preisen aufzustocken. Offiziell hat China weiterhin nur gut 2000 Tonnen Staatsgold; realistisch sind eher 4000+ Tonnen; eine Zielgröße dürfte nicht unter 10.000 Tonnen liegen bei einem Land, das sich die Option auf eine künftige (teilgoldgedeckte?!) Yuan-Weltleit-Währung erhalten will.
- Ebenfalls glaubhaft sind die Berichte, dass JP Morgan und andere Comex-Shortplayer ihre physisch bestehenden Comex-Verbindlichkeiten eindecken wollen - natürlich zu niedrigen Preisen.
- Nicht wahrscheinlich ist es bei derzeit 2500 Tonnen Weltjahresförderung, dass die popligen 2000 Tonnen deutsches Auslandsgold durch jahrzehntelange Goldpreisdrückung leichter aufgefüllt werden sollten. Eine Finanzmanipulation zugunsten Deutschlands bzw. zugunsten der BuBa-Tresore des deutschen Volkes: DAS wäre ja mal was ganz Neues...
25.12.13 @ 22:21
Kommentar from: Gloeckl Rainer [Besucher]
***--
Eigentlich könnten sie ja auch noch die original historischen Nummern streng geheim draufstanzen.

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=> AW PB: Geht schlecht. Wenn die Barren (was wahrscheinlich ist) schon vor Jahrzehnten in den Markt gegeben wurden, sind da draußen noch viele Originalbarren im Umlauf. Nun die alten Nummern erneut draufzustanzen, könnte also im Entdeckungsfall zu extrem peinlichen und nicht erklärbaren Doubletten führen.
=> Übrigens ist der UMGEKEHRTE Fall (nur EIN Barren aber zwei angebliche Eigentümer derselben Barrennummer qua Bestandsliste - etwa in ETF-Beständen oder bei leihenden und entleihenden Notenbanken) der Hauptgrund, warum fast alle Notenbanken weltweit sich scheuen, ihre Goldbestands-Listen zu veröffentlichen. Experten könnten zu viel Betrug/Verschiebungen in der Vergangenheit aus diesen Listen herauslesen. Ein löbliches Gegenbeispiel ist diese private Einkaufsgemeinschaft, die im Gesellschafterbereich ihrer Webseite alle Barrennummern minutiös veröffentlicht - und selbstredend keinerlei "Sicherheitsbedenken" geltend macht!
25.12.13 @ 22:41
Kommentar from: Wilfried [Besucher]
*****
Sehr geehrter Herr Boehringer, vielen Dank für diesen Beitrag und Ihr unermüdliches (?) Bemühen um unsere Aufklärung!

Seit ich um die Unklarheit/Lüge des Zeitpunkts der Geburt Jesu Christi weiß, tue ich mich mit Weihnachtswünschen ein wenig schwer, wünsche Ihnen aber dennoch eine frohe Weihnachtszeit ohne Kummer und Harm.

Respektvoll Ihr Wilfried Waltke
26.12.13 @ 00:20
Kommentar from: pingpong [Besucher]
****-
@ Henry05236: Na aber mit an purster Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit ist die Heimholungsabsicht die zentrale Ursache der Goldpreismanipulation. Das Elend initiierte sich doch erst ab ziemlich genau dem Moment, seit die BuBa die Goldreserven aus den USA zurückbeordert. [PB: siehe meine Antwort oben an Henry. Eine SOLCH gewaltige Auswirkung der Heimholung -die faktisch ja so gut wie nicht stattfindet- wäre doch eine Überhöhung der Aktion "Holt unser Gold heim", die nicht einmal wir als Initiatoren dafür reklamieren. Im Übrigen war der vorläufig letzte Hochpunkt des POG schon 2011 - nicht 2012, als die Aktion gestartet wurde. ]

Nebenbei bemerkt: Ich habe mal meine Fühler ausgestreckt. Ich kenne keinen, der in den letzten Monaten Gold verkauft hätte; ich meine physisch. Ich kenne oppositiv jedoch einige, die Gold gekauft haben. Und ALLE, die ich kenne, gäben ihr Gold nicht mal her, wenn sich der Preis schlagartig verdreifachte. Logisch: Was sollen sich denn jene Leute davon kaufen? Erstens haben diese Leute schon alles; und zweitens sind jene nicht darauf aus, sich wie in Zypern staatlich verordnet Währung vom Konto räubern zu lassen, oder Zwangshypotheken auf Immobilien hinzunehmen. Und Aktien...: Zockerei.

Die BuBa muß per Volkswillen unbedingt gezwungen werden, das GESAMTE Staatsgold eilends und exakt anhand der alten Barrenlisten nach Hause zu bringen. Und wir bräuchten ein Gesetz: Gold darf nicht verliehen werden (automatisches Ende von Papiergold); nur Kaufen oder Verkaufen; Haben oder Nicht-Haben. Und dieses Modell müssen wir international exportieren. Dann kommt auch zügig Ordnung in den Karton.
26.12.13 @ 00:24
Kommentar from: wolfgang eikmeier [Besucher]
****-
Zunächst danke für Ihren Bericht.

So wie ich gehört habe, sollen den Chinesen ja schöne Barren im Goldmantel mit Wolframkern verhökert worden sein, die das natürlich nicht so pralle fanden. Nun, ich finde die Empfindungen der Chinesen nachvollziehbar, sind es doch auch nur Menschen. Also in der Ratio bedeutet dies, wenn man Gold ausliefern will und weiß es wird eingeschmolzen, kommt man nicht umhin, auch echtes Gold zu liefern. Das erklärt doch den Wunsch nach Einschmelzung. *)

Zu der "Menge" habe ich mich ja schon ausgelasse, so in etwa 100 Jahren sind wir wieder im Besitz unseres Goldes. Da ich aber auch meine, es wurde längst bis zu zig-fach beliehen und verkauft, habe ich keinerlei Illusionen. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Letztendlich heißt es aber bei der Fed auch: "Not kennt kein Gebot, oder ist der Ruf erst ruiniert, regiert es sich völlig ungeniert"!

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=> AW PB zu *): Die Wolframgerüchte haben wir hier nie tradiert, da nach wie vor unbelegt. Auch der aktuelle Blogartikel bezweifelt nicht, dass die Barren, die die Fed nun zur Auslieferung vorgelegt hat, echt waren. Natürlich wäre der BuBa kein unechtes Gold geliefert worden. Und poplige 37 Tonnen echtes Gold kann die Fed natürlich auch beschaffen. Umso unverständlicher, warum das Ein- und Umschmelzen nicht bis Frankfurt/Hanau warten konnte, da doch die BuBa nach eigenen Aussagen die Fed als "Partnerbank mit höchster Reputation und zweifelsfreier Integrität" ansieht, der man immer unbesehen / ohne Audit vertrauen kann - übrigens schon seit den 1920ern.

Zwar sind wir hier absolut Fans des Lenin´schen Prinzips und obersten Buchhaltungs-Grundsatzes "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Aber wenn die BuBa wirklich danach handelte und DESWEGEN nun die Barren vor Auslieferung einschmelzen ließ (was durchaus eine mögliche "Erklärung" der BuBa auf Fragen sein könnte - erste Anfragen von Journalisten sind uns bereits bekannt - die BuBa-Pressestelle ist selbst schuld, dass sie nun an Weihnachten arbeiten muss!), dann hätte sie (ganz gemäß den Forderungen von www.gold-action.de ) schon seit 50 Jahren auf wirklich sauberen physischen und vollständigen Audits des Fed-Goldes bestehen müssen. Was sie aber bekanntlich skandalöserweise nie getan hat...!
26.12.13 @ 08:54
Kommentar from: abc123 [Besucher]
Wir hatten die Diskussion im Forum schon einige Male. Ich wiederhole hier mal meine These, dass es keine Barrennummern aus den 50ern/60ern geben kann, weil die 3400 Tonnen NIE physisch vorhanden waren. Deshalb konnten sie auch nie besichtigt werden. Es hat sie schlicht nicht gegeben; die Arbeitsleitung der Deutschen wurden von Frankreich, England und den USA mit (goldener) Luft gegengebucht.

Exakt wie heute mit den Target2-Forderungen. Wir arbeiten für lau...

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=> Ergänzung PB: Nun denn - es mag durchaus sein, dass die BuBa entgegen ihrer 50-jährigen Bilanzierung (davon bis 1998 getrennt nach "physischem Gold" und "Forderungen auf Gold") schon in den 1950ern und 1960ern KEIN physisches Gold gekauft hat. Dann müsste sie aber erklären, wohin seit 1951/1967 die bei ihr bilanzierten Dollar-Bestände, die angeblich zum Bretton Woods - amtlichen Kurs von 35 $ gegen eine Unze eingetauscht wurden, verschwunden sind!
=> Das Betrugs-Thema stellt sich dann nicht mehr "physisch" - wohl aber weiterhin buchhalterisch. Und natürlich juristisch, denn wir sprechen von einem dann verschwundenen Gegenwert von (unverzinst) etwa 4000 Tonnen (heute noch 3400) - also von 4,4 Milliarden Dollar der Kaufkraft von etwa 1960. Das wären heute mindestens 50 - 100 Milliarden an Kaufkraft; verzinst über 50 Jahre zum lange marktüblichen Satz von vielleicht 5% eher knapp 1000 Mrd Dollar! Also in etwa ein Betrug i.H. einer weiteren Target2-Größenordnung und immerhin eines halben weiteren ESM-Skandals!
=> Unsere Aktion "Holt unser Gold heim" abstrahiert von diesen uralten und unbeweisbaren Fragen der 1960er. Selbst wenn abc123 recht hat und das Gold nie physisch da war - so war doch die Behauptung seiner physischen Verwahrung (und damit das implizite Rückgaberecht der BuBa) über 50 Jahre lang unbestritten - bis heute. Und daran kann man sich durchaus juristisch klammern und diesen Rechtsanspruch einfordern!
=> Übrigens wäre es ja (nicht buchhalterisch aber physisch) "heilbar", wenn die gut 2000 Tonnen Auslandsgold NICHT da wären. Die FORDERUNG der BuBa darauf ist unbestreitbar. Dann müssen Fed, BoE und BdF eben die Tonnagen im Markt einkaufen, was offenbar bei den nun angeblich heimgeholten 37 Tonnen geschehen ist. Für den POG kann das bei 2000 Tonnen nur gut sein. Da es aber nun nur 37 und nicht 2000 Tonnen sind - und da die Herkunft selbst nur dieser popligen 37 Tonnen durch "Einschmelzen und Neugießen" unkenntlich gemacht werden musste, ist extremes Misstrauen gegenüber einer solchen Fed-"Partner-Notenbank" [O-Ton BuBa] in jedem Fall angebracht. In DIESEM Sinne teile ich das Misstrauen des Forums natürlich - auch wenn wir Unterschlagung durch Nichtkauf schon in den 1950er/1960er-Jahren wohl nicht werden nachweisen können.
26.12.13 @ 09:44
Kommentar from: J. Kappler [Besucher]
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Diese ganze Geheimniskrämerei beweist m. E. eindeutig, dass das deutsche Gold als solches nicht mehr existent ist. Nebenbei bemerkt: Es handelt sich hierbei um einen Teil des Volksvermögens! Beschämend finde ich das Verhalten von Herrn Weidmann. Das war schon mal anders. Über den Rest der "Belegschaft" äußere ich mich lieber nicht ...!

Vielen dank an die Redaktion für die unermüdlichen Bemühungen - und ein gutes Jahr 2014 !
26.12.13 @ 10:40
Kommentar from: Nikolaus [Besucher]
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"Zweifel bleiben bestehen" schreiben Sie.
Ich habe schon seit Jahren KEINEN Zweifel, dass das Gold NICHT mehr da ist.

Spätestens das "großzügige" Angebot der USA-Mächtigen, einen kleinen Teil UNSERES Goldes in lächerlichen Mengen von 50 Tonnen/Jahr abholen zu dürfen, dürfte bei keinem mehr den leisesten Zweifel übrig lassen.

Die Chinesen lassen große Teile ihrer je Monat über 100 Tonnen aus dem Handels-Defizit-Land USA über die Schweiz laufen und dort in 1 Kg-Barren umgießen. Dann haben sie auch Sicherheit, dass kein Wolfram drin ist.
26.12.13 @ 11:02
Kommentar from: furioso [Besucher]
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Sehr geehrter Herr Boehringer: Vielen Dank für Ihre unermüdlichen und aufhellenden Artikel und Kommentar-Antworten.

Ich finde es sehr informativ, wie Sie sich von Verschwörungstheorien fernhalten und gleichzeitig mit Fakten nachweisen, daß es keiner Goldverschwörung bedarf, um zu beweisen, daß Jene im Hintergrund die Fäden ziehen. Somit wird klar, daß unsere Repräsentanten nur Politdarsteller sind und über keine Macht verfügen.

Wenn man diese Gedanken zu Ende denkt, dann wird einem klar, wie man sich selbst aufstellen muß und was man von diesen Demokraten erwarten darf.

Nochmals vielen Dank und ein gesundes und erfolgreiches Jahr.
26.12.13 @ 11:39
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
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Ist bestimmt ein "Unregelmäßiger Verwahrungsvertrag" nach §700 BGB ;-)))
26.12.13 @ 11:59
Kommentar from: Harald [Besucher]
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Chavez ließ die etwa zehnfache Menge innerhalb weniger Wochen nach Venezuela holen. M.W. ohne vorherige Einschmelzung.

Die BB ist zwar ohnehin nur noch ein Zombie; aber dieses Theater ist einfach nur peinlich. Allerdings auch symptomatisch für dieses verkommene Land.
26.12.13 @ 12:01
Kommentar from: caesar4441 [Besucher]
Die 37 Tönnlein sind gerade mal 1% des angeblichen Gesamtbestandes und knapp 2% des angeblichen Auslandsbestands. Bis alles heimgeholt ist, vergehen bei dem Tempo also mehr als 50 Jahre. Da gibt´s die meisten von uns nicht mehr.

Der Goldpreis ist sicher dafür nicht gedrückt worden. Das hat ganz andere Gründe und ganz andere Profiteure. Man hat mit dem Einkauf sicher gewartet bis der Goldpreis niedrig war, das ist aber schon alles.
26.12.13 @ 12:13
Kommentar from: Bert [Besucher]
Hmm, das Umschmelzen wäre ja an sich genial, wenn dabei nur neue Nummernbänder gelöst würden. Der physische Goldbestand bei der FED würde sich damit, auf dem Papier, erhöhen. Sowas. Das geht natürlich nur, solange gut, wie die Barrenlisten, auf denen die alten Nummern gestrichen worden sein müssten, nicht veröffentlicht werden. Die Amis wissen ja wie das geht. Zufällig wurden ja (gerüchteweise) auch kompromittierende Belege bei 9/11 im Pentagon von bösen Terroristen in die Luft gejagt. Was für ein "Glück" die immer haben!
26.12.13 @ 13:26
Kommentar from: RealTerm [Besucher]
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Sehr überzeugende, schlüssige Analyse!

Insbesondere die nur äußerst zögerliche Rückholung des deutschen Goldes aus den USA, wurde unter Insidern als schlagkräftiges Indiz dafür gewertet, dass es das Gold nicht (mehr) gibt. Mich persönlich hatten die Indizien aber bisher nicht wirklich überzeugt; zu gewagt empfand ich die Hypothese, dass ein Weltfinanzsystem sich womöglich jahrzentelang auf Goldreserven stützt, die es gar nicht mehr gibt oder vielleicht sogar noch nie gab! Unsere Weltfinanzsystem eine einzige, jahrzehntelange, betrügerische Illusion? Das kann doch nicht sein!

Und doch. Ich habe die Meldung der BILD-Zeitung gelesen und stellte mir exakt die gleiche Frage:

"Warum wird hier etwas von "Einschmelzen" geschwafelt? Warum wird dies in dieser kurzen Meldung überhaupt erwähnt?"

Die einzig plausible Antwort gibt Peter Boehringer im Artikel: Die BuBa hat mit der Meldung gezielt Vorsorge für den Fall getroffen, dass sie gezwungen wird, die zurückgeholten Barren "vorzuzeigen".

Mit dem so lapidaren wie merkwürdigen Hinweis auf Einschmelzung kann die BuBa uns aber nun praktisch jeden x-beliebigen Barren (aus 2013) als "Beweis" für die Rücklieferung vorlegen.

Honi soit, qui mal y pense!

Nun bin auch ich endgültig überzeugt: Hier stimmt etwas nicht, hier ist etwas faul!

26.12.13 @ 13:31
Kommentar from: Daniel Wichtig [Besucher]
Vorschlag : Bitte handeln, liebe Bundesbänker: Verkaufen und kaufen - linke Tasche, rechte Tasche. Das Papier-Gold, das bei den Hütchenspielern der FED oder in London lagert, bröckchenweise an die besten Freunde verkaufen. Dann fällt der Marktpreis und wir können uns für die Erlöse saubere Ware in der Schweiz kaufen. Von da aus ist der Weg nach Frankfurt auch nicht mehr so weit. Handelserlöse und eingesparte Transportkosten darf dann die BuBa als Einnahmen verbuchen, ist ja schließlich unsere BuBa.

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=> Ergänzung PB: Gute Idee. Ist auch schon oft vorgeschlagen worden. Diesen simplen Lösungsweg werden aber leider die fremdbestimmten und fiat-bestimmten Bundesbanker niemals einschlagen. Dabei hätte er aus ihrer Sicht und aus der der ZB-Goldshorties den unschätzbaren Vorteil, dass der Papiergold-Betrug der Vergangenheit dann nicht mehr nachweisbar wäre.
=> Dumm aber, dass der sicher eintretende Effekt von Teil 2 Ihres Vorschlags (2000 Tonnen physische Ware in CH kaufen) für die globale Anti-Gold-Kabale nicht akzeptabel wäre: ein explodierender Goldpreis mangels vorhandener physischer Ware. Wie eng es am physischen Markt zugeht, sieht man ja zB an der indischen Gold-Planwirtschaft, die derzeit etwa 700 Tonnen physischer Nachfrage p.a. gewaltsam vom Markt fernhält!
26.12.13 @ 14:14
Kommentar from: LuckyFriday [Besucher]
*****
Es stinkt. Ein Hohn. Ein "Rechtsstaat" BRD existiert nicht, sie ist illegitim und bankrott.
26.12.13 @ 21:01
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
"Da doch die BuBa nach eigenen Aussagen die Fed als "Partnerbank mit höchster Reputation und zweifelsfreier Integrität" ansieht, der man immer unbesehen / ohne Audit vertrauen kann - übrigens schon seit den 1920ern."

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Tja - unsere demokratischen Freunde aus Übersee sind eben eine Elite der Ehre.
Ganz wie "unsere" "Politiker".

Aus diesem Grund war auch die Havenstein-Reichsbank in den frühen 20ern bereits eine Filiale des "FED" im Deutschen Reich.

Wie gesagt: Alles streng nach Recht und Gesetz. Wie beim Falschparken.

Hat eigentlich einmal jemand ausgerechnet, wie viele 1000 Tonnen Gold die transatlantischen Tributbeschützer seit 1919 in Deutschland ähm, in Schutzgewahrsam genommen haben ? *)
Natürlich nur zu unserem besten Nutzen und aus den edelsten Absichten heraus, versteht sich (pöhser Kaiser, pöhse Nazis, pöhse Russen etc.) ?

Wer waren doch gleich die größten Goldräuber der Geschichte !?
Kyros II ? Pizarro ? Drake ? *)

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=> Ergänzung PB zu *): Tja - die Umrechnung geschichtlicher Raube und Tributzahlungen in zeitlose (da inflationsbereinigende) Goldmengen hat in der Tat einen gewissen Charme. Zur Einordnung daher ergänzend:

- Kyros II von Persien hatte sich beim Raub des lydischen Goldes vor gut 2500 Jahren noch mit wenigen 100 kg begnügt [was bei den damals mickrigen Fördermengen aber auch bereits enorm viel war]

- Francisco Pizarro plünderte von den eroberten Inka vor 500 Jahren immerhin schon einige Dutzend Tonnen Gold [zwar höchstens eine Wochenproduktion der heutigen Weltminen - aber es genügte damals vor knapp 500 Jahren, in Europa eine spürbare "Goldinflation" auszulösen!]

- Die Goldbeute eines Drake ist nirgendwo genau dokumentiert, was in der Natur seiner "staatspiratischen" (= verschwiegenen, geheimen) Aktivitäten für die englische Königin (sowie natürlich für sich selbst) begründet liegt. Er dürfte aber einen Pizarro beim Goldraub nicht übertroffen haben.

- Die direkten Forderungen aus dem oben erwähnten Versailler Vertrag i.H.v. 132 Mrd Goldmark hatte ich hier einmal als äquivalent zu etwa 50.000 Tonnen Gold errechnet (!) [die allerdings post 1919/1921 von der Weimarer Repuplik natürlich nicht vollständig in Gold beglichen werden konnten - die Hyperinflation "löste" dann bis 1923 den Großteil dieses Problems!]

- Und die heutigen "Garantien" (EFSF, EZB, ...) hatte ich (ebenfalls im oben verlinkten Artikel) bereits 2010 vorausschauend auf 2013/14 auf 40.000 Tonnen Goldäquivalent geschätzt. Wohlgemerkt nur den dEUtschen Anteil! Den ESM hatte ich (obschon damals noch im Bereich der Phantasie) bereits vorausgeahnt. Ein weiteres Versailles (ohne Krieg) eben. VÖLLIG kranken Wahnsinn wie die derzeit beschlossene Banken-Haftungsunion [mit einem dEUtschen Haftungsanteil von dann bis zu 10+ Bio EUR!!] konnte man 2010 allerdings noch nicht erahnen! Per 2015/16 müsste man diese 40.000 Tonnen darum vermutlich nochmals verdreifachen!! Wohl wissend, dass es natürlich nicht annähernd so viel verfügbares Gold gibt. Nicht mal in der Welt. Von Deutschland ganz zu schweigen. Von der Bundesbank eh zu schweigen, denn das Gros deren Goldes liegt ja im Ausland...

=> Spannend diese Umrechnungen. Wenn auch im engen Sinne akademisch, da NIE physisch bedienbar. Uns bleibt mangels physischer 100.000 Goldtonnen nach 2017 im durch diese Garantien = Schulden verursachten Zustand des mathematisch dann klaren dEUtschen Staatsbankrotts nur zweierlei: Nichtanerkennung der EURopäischen Altgarantien - oder eben die hyperinflationäre Weimar-Lösung. Vorher werden allerdings unsere dummdreisten Politiker der Blockparteien von Grün bis Schwarz noch irgendwas von "Vermögensabgabe" oder "mehr Wachstum" blubbern. Sekundiert durch die Büttel der Macht - wie etwa BCG-Stelter. Und sie werden ihren eigenen Wahnsinn (der nicht ANNÄHERND das Schuldenproblem lösen kann) auch noch selbst glauben - und die Vermögensabgabe und noch mehr künstliches Wachstum in einer Falschgeld-gesättigten Welt auch noch widersinnig-brutal durchsetzen wollen!
26.12.13 @ 21:14
Kommentar from: krisenfrei [Besucher]
Thiele (Bundesbank): "Ich möchte allerdings noch einmal darauf hinweisen, dass das deutsche Gold ausschließlich bei Notenbanken mit höchster Reputation und zweifelsfreier Integrität lagert."

Wie bitte? Wem haben wir denn diese gewaltige Geldschwemme zu verdanken? Wie kann man Notenbanken "zweifelsfreie Integrität mit höchster Reputation" zusprechen? Einhundert Jahren FED haben wir Sklaverei und Ausplünderung zu verdanken. Notenbanken sind überflüssig und müssen SOFORT abgeschafft werden.

Vielen Dank PB! Kommen Sie gut ins Neue Jahr und legen Sie weiterhin den Finger in die Widersprüche des betrügerischen Fiat-Geldsystems.
26.12.13 @ 21:21
Kommentar from: DLOG [Besucher]
"da ja nun die alten Barrennummern der 1950er und 1960er per Umschmelzvorgang unwiderruflich physisch zerstört sind"

Was heißt hier "nun"? War jemand dabei, als die "alten" Barren ihre Neunummerierung bekamen? Wer war anwesend, wer autorisiert, wer hat die Autorisierung erteilt, war dies etwa ein Auftrag der BB? usw. Fragen über Fragen an die BB.

Zudem: Wenn schon die Aufbringung von nur 37 Tonnen von über 2500 Tonnen bereits zur Umnummerierung zwingt, wie kann Vertrauen zum originalen Rest noch besser zerstört werden?
27.12.13 @ 13:25
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
Faktenhinweis, weil Rückfragen dazu kamen: Die BILD-Zeitung schreibt in der DRUCKversion ihrer im Blog erwähnten Weihnachtsausgabe, dass die BuBa "mehr als 3000 Tonnen Gold im Ausland" gelagert habe. Das ist (gemäß den offiziellen Angaben der BuBa) natürlich falsch. Offiziell liegen 2300 Tonnen im Ausland, davon etwa 1500 Tonnen in New York bei der Fed. In der ONLINE-Nachricht hat BILD dies gemerkt und korrigiert auf "mehr als 2000 Tonnen im Ausland".

=> Nun ja, es war ja Weihnachten. Und die BILD-Ausgabe vom 24.12. stand unter dem Motto "Heute nur gute Nachrichten". Da ist es auch lässlich, wenn es an dem Tag eben auch ein paar FALSCHE gute Nachrichten waren. Zumal bei BLÖD diese eh an 365 Tagen im Jahr weit in der Mehrheit sind gegenüber den WAHREN... Es sind doch bloß 8 Millionen belogene Leser pro Ausgabe.

=> Eine Kuchengrafik mit den derzeit offiziellen Angaben der BuBa haben wir seit langem mit Genehmigung des Mitzeichners Dimitri Speck auf der Homepage unserer Bürgerinitiative "Holt unser Gold heim" eingestellt. Vielleicht ändern wir diese Grafik bald noch ab um die nun 2013 erfolgte Heimholung von 37 Tonnen aus New York, was die 45% Gold-Anteil in NY dann leicht auf etwa 44% herunterbringt. In jedem Fall sind dies aber noch immer 44% zuviel...
27.12.13 @ 14:42
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
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„Mundus vult decipi, ergo decipiatur.“ Die Welt will betrogen sein, also soll sie betrogen werden. Und das gilt natürlich ganz besonders für einen nicht souveränen Staat wie den unseren, dessen Politiker uns im ausländischen Interesse verwalten, z. B. in die Nato und EU hineinbugsieren, damit wir auf ewig Reparationen für den verlorenen Zweiten Weltkrieg bezahlen.

Typisch ist, dass über die 37 Tonnen Gold viel Geschiß gemacht wird, während man über die ca. restlichen 3363 Tonnen zur Tagesordnung weiterschreitet.
27.12.13 @ 15:07
Kommentar from: stp [Besucher]
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Die Einschmelzung hat sicherlich niemals stattgefunden: Wurde die Zustimmung der Deutschen Bundesbank hierzu eingeholt? Erfolgte Abschreibung von den entsprechenden BRD-US-Barrenlisten? Das Ganze ist eine Verschleierungsaktion und bestätigt letztlich zweifelsfrei das „Abhandenkommen“ der - möglicherweise niemals vorhandenen - „Deutschen Original-Gold-Barren“ aus den US-Lagerbeständen. Wäre es nicht sinnvoll, weitere Nachfragen an die BuBa nachzuschieben, um diesen Fortgang der systematischen Täuschung zu dokumentieren?

********
=> AW PB: Wir haben viele ähnliche Zuschriften bekommen. Das Problem bei weiteren Rückfragen bei der BuBa ist jedoch deren juristische "Zahnlosigkeit": Die BuBa kann ohne einen verfolgungswilligen Staatsanwalt nicht zu einem sauberen Audit bzw. zu einer seriösen Offenlegung der Barrenlisten, ihrer Transaktionen und deren Verbuchungen gezwungen werden. Und Fragen beantwortet sie -wenn überhaupt- mit der oben dokumentierten genervten Arroganz, die wir und viele andere Anfrager seit Jahren mehrfach erlebt haben. Die überheblich demonstrierte Ignoranz desjenigen eben, der zwar (ähnlich wie ESM-Gouverneure) etwas zu verbergen hat, dem aber juristisch keiner was kann. Man meint, über dem Gesetz zu stehen - obwohl die BuBa durchaus etwa den HGB-Bilanzierungs- und Auditierungsvorschriften unterläge (ESM-Gouverneure stehen dagegen TATSÄCHLICH über dem Gesetz - man hat ggü. dem noch rechtlich verfassten BuBa-Status "dazugelernt"...).
=> Und was sollte die BuBa auch konkret tun - da sie ja selbst keine Ahnung bzgl. Ihrer Goldbestände bei Fed & Co haben KANN (!). Wie sollte sie ihre Bestände bei der Fed prüfen - da doch die Fed selbst seit 60 Jahren keinen wirklich sauberen, physischen, unabhängigen, öffentlichen, volltransparenten Audit ihrer Bestände mehr durchgeführt hat? Solange die BuBa also auf ihrem sklavischen Standpunkt "Wir glauben der Fed ALLES" beharrt und solange sich die 2012 nach dem Beginn unserer Bürgerinitiative so bürgernah und rhetorisch scharf gebenden Mißfelders *) und Bundesrechnungshöfe (von denen heute NICHTS mehr zu sehen ist!) damit zufriedengeben, ist hier nur durch anhaltenden öffentlichen Druck - dh durch schnelle und vollständige HEIMHOLUNGS-Aufforderungen etwas zu erreichen!

*) PS: Mißfelder durfte übrigens damals 2012 ebenfalls ausgerechnet via BILD (und zum Fed-Portier von einem BILD-Reporter begleitet) die Öffentlichkeit (des-)informieren und tatsächlich ein bißchen von einem Verstoß der BuBa gegen geltendes Recht blubbern. Mißfelder damals in der BILD:
"Es kann nicht sein, dass beim Gold-Vermögen der Deutschen offenbar gegen geltendes Bilanzrecht verstoßen wird. Das ist ein Fall für das Parlament. Ich fordere eine klare Bestandsaufnahme." Seitdem: Schweigen im Walde...
27.12.13 @ 21:26
Kommentar from: Marcus [Besucher]
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Wie wäre es, wenn man sich an die Wirtschaftsprüfer (m.W. Ernst & Young) hält, da diese beim BuBa-Testat an offensichtlichen Risiken vorbei geprüft haben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt haben?

An den Gedanken, dass wir kein physisches Gold mehr bekommen werden oder lediglich Eigentümer von noch tief in der Erde schlummernden Unzen sind, die nur zu nicht mehr akzeptablen Förderpreisen gehoben werden können, müssen wir uns wohl einfach gewöhnen.

Ein gesundes neues Jahr.
31.12.13 @ 13:06
Kommentar from: Konrad Zuse [Besucher]
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Die Stärke der Demokratie sollte die weitgehende Transparenz sein.

Eine Transparenz, die nur unwichtige Nebenaspekte umfasst ist wertlos.

Die Zentralbank- Gold Frage muß daher stets drängender und bohrender auf die Tagesordnung.

Es geht darum herauszufinden was die Demokratie wert ist. Ohne jede Rücksichtnahme.

Das Ergebnis kann sein, daß die Verwahrer in den USA und GB das Gold nie hatten oder schlicht gelogen wurde. Das Gold kam ja aus Umschreibungen in den 60er Jahren (Exportüberschüsse).

Dann geht es darum klarzustellen, wer da wider besseres Wissen die Bevölkerung belügt und belogen hat.

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=> Ergänzung PB: Alles berechtigte Thesen und Fragen. Sie werden alle in meinem kommenden Buch zum Thema adressiert. Bitte noch um etwas Geduld. vG PB
26.01.15 @ 17:15
Kommentar from: Timm [Besucher]
Eine interessante Seite zur Klärung solcher Fragen ist fragdenstaat.de. Da gab es auch schon mehrere Anfragen zu diesem Themenkomplex (über die Suche zu finden). Wichtig ist eine geeignet formulierte Anfrage. Denn wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.

Besonders spannend scheinen mir in diesem Zusammenhang zwei (noch nicht ganz abgeschlossene) Anfragen (die zweite davon entspricht wohl relativ genau Ihrem (PB) Ansinnen):

https://fragdenstaat.de/anfrage/bericht-zur-prufung-der-goldreserven/
Leider nicht erfolgreich, aber immerhin scheint der Fragesteller juristische Schritte nicht von vornherein auszuschließen.

https://fragdenstaat.de/anfrage/bestandsliste-der-deutschen-goldreserven/
Leider keine adäquate Reaktion. Der Fragesteller scheint in der Juristerei nicht zu Hause zu sein und hat bisher keine geeigneten Sanktionen angedroht, um der Antwort Beine zu machen.

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=> AW PB: Danke Timm für diese Zusendung. Beide Vorgänge sind auch im kommenden Buch aufgenommen worden. Leider zeigen sie beide "typisch" arrogantes Bundesbank-Verhalten auf! Im Zweifel ignoriert die BuBa sogar Gesetzesvorschriften (hier IFG) - und/oder findet willige Richter, die Klagen dagegen nicht annehmen... Grüße PB
28.01.15 @ 12:39

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