GoldSeiten Blogs
« Nicht im Namen des Volkes (V)Die Lebenslüge Falschgeldsystem kommt bei den Eliten an »

Deutsches Gold: Bundesbank rückt von konkretem Rückholungszeitplan ab

von Peter Boehringer E-Mail 06.02.14 10:37:30

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen die Initiatoren der Aktion Holt unser Gold heim ein kleines Update aufgrund immerhin medial-rhetorisch und zT auch inhaltlich bemerkenswerter neuer Entwicklungen: Das Print-Handelsblatt veröffentlicht heute (6.2.2014) volle drei Seiten (!) ausschließlich zur Goldreserve der Deutschen – verwahrt bekanntermaßen durch die Deutsche Bundesbank, die Fed, die Banque de France und die Bank of England. Unter der vermutlich bewusst doppeldeutigen Überschrift „Schweigen ist Gold“ liefern gleich vier HB-Redakteure um den wohl seniorsten und in Geld=Gold-Fragen kompetentesten Norbert Häring herum eine in Teilen durchaus kritische Abhandlung mit vielen den Lesern dieses Blogs gut bekannten Fragen.

Fragen, für die wir noch vor wenigen Tagen und seit Beginn unserer Aktion 2011/12 in fast allen Mainstream-Gazetten als paranoide Verschwörungstheoretiker hingestellt wurden – wohl, weil sich heikle Gold-Fragen (aus Sicht der Bundesbank) so am einfachsten nicht beantworten ließen. Heute im Handelsblatt nun bleibt die rhetorische Totschlag-Keule „Verschwörungstheorie“ aus dem Blatt. Offenbar hat man nun endlich verstanden, dass sich der Deutsche Mainstream lächerlich machen würde, wenn er angesichts der in überwältigender Weise kritisch zum BuBa-Gold nachfragenden eigenen Leserzuschriften und angesichts Hunderter Berichte der internationalen Beobachter und Medien zum Thema (zuletzt sogar die Financial Times) bei der VT-Diffamierungs-Strategie bliebe! Die deutsche öffentliche Heimholungs-Forderung „Holt unser Gold heim“ hat es inzwischen dutzendfach sogar in asiatisch-afrikanische Gazetten geschafft, die wir mangels Sprachkenntnis nicht einmal selbst lesen können! Der deutsche Goldschatz bei Fed & Co ist eben nicht einfach nur der einzig substanzielle Kernbestandteil der BuBa-Bilanz und auch nicht nur intransparent verwahrtes Volkseigentum über 100 Mrd EUR, sondern zugleich auch ein Geo-Politikum und ein wichtiger Basisstein des weltweiten vermuteten Fractional Gold Banking-Systems.

Das Handelsblatt schreibt heute: „Die Politik macht Druck auf die Bundesbank“.

=> Dazu stellen wir fest: „Die Politik“ machte seit 50 Jahren fast gar nichts. Nach David Marsh 1992 und Bruno Bandulet 2002; sowie nach Martin Siegel und Dimitri Speck war dann schließlich 2002 Martin Hohmann der erste Politiker, der wenigstens Fragen stellte – ohne Ergebnis in der Sache. Der Jurist und MdB Gauweiler war und ist ebenfalls rhetorisch bemüht (leider in dieser Sache nicht juristisch klagend) und reklamiert für sich das Verdienst, den Bundesrechnungshof auf die Sache gestoßen zu haben. Lassen wir das so stehen. Ohne öffentlichen Druck hätte es natürlich nie funktioniert. Und MdB Mißfelder (heute „Beauftragter der Bundesregierung für das deutsch-amerikanische Verhältnis“) wäre als überzeugter Transatlantiker niemals auf die Fed-Gold-Thematik aufgesprungen, wenn es den öffentlichen Druck nicht gegeben hätte und wenn man nicht ein Ventil zur kontrollierten Druckableitung gebraucht hätte. Wie auch immer: „Die Politik“ macht in dieser Sache wenig, wenn sie nicht latent seit Jahren von Uns-dem-Volk und inzwischen auch von der internationalen Öffentlichkeit zum Jagen getragen würde. Und immerhin fordert Mißfelder seit einigen Wochen nun zurecht die Rückholung ALLER Auslandsbestände der Deutschen Bundesbank (also 2300 Tonnen statt der geplanten 700 Tonnen)!

HB: „Die Rückführung stockt – aus rätselhaften Gründen.“

=> Lassen Sie das nicht die BuBa hören, Herr Häring. Sonst sind Sie ganz schnell Verschwörungstheoretiker. „Rätselhaft“ ist in den Kellern und Büchern der BuBa und der Fed nichts, rein gar nichts! Wir reden [Zitat BuBa] von „Partner-Notenbanken, deren Integrität ebenso außer Frage steht“ wie die Reinheit des Goldes. Lassen Sie sich das gesagt sein. ;-)


HB: „An die gegebene [Rückholungszusage mit konkretem Zeitplan] fühlt sich die Bundesbank nicht mehr gebunden, wie sie nun erstmals [ggü. dem HB] einräumt.“

=> Interessant – denn dies ist in der Tat das erste Mal, dass die BuBa die 2012 ggü. dem Deutschen Bundestag gemachte Versprechung einer vollständigen Bestandsprüfung und einer Rückholung von „150 Tonnen aus New York bis 2015“ teilweise zurücknimmt. Nach den 2013 aus NY geholten 5 Tonnen und den für 2014 angekündigten 50 Tonnen meint weiß man bei der BuBa wohl heute bereits, von NY 2015 dann nicht einmal 100 Tonnen (= 6,7% des Bestands) bekommen zu können! Honi soit qui mal y pense.
=> Zwar gab es in der Tat seit Januar 2013 ein neues, schwammigeres Rückholkonzept, in dem von „300 Tonnen aus NY bis Ende 2020“ die Rede ist. Doch die konkretere Rückholplanung aus der Bundestagsanhörung von 2012 war bislang nie zurückgenommen worden – weswegen die oben zitierte Einräumung der Nichterreichbarkeit dieses Teilziels per 2015 durchaus bemerkenswert ist! Und natürlich unserem Misstrauen ggü. der Herausgabefähigkeit und -willigkeit der Fed weitere Nahrung gibt.

HB: „Die BuBa fühlt sich wegen ‚logistischen Schwierigkeiten‘ an die dem Bundestag gegebene Zusage nicht mehr gebunden.“

=> Dieses Thema hatten wir bereits in früheren Aufsätzen erschöpfend abgehandelt. Wenn selbst lächerliche 50 Tonnen Goldtransport pro Jahr für Fed/BuBa zu „schwierig“ sind (dies trotz der von Weidmann bereits angeforderten Hilfe der BIZ…), dann muss man sich schon fragen, wie damals ca. 2000-2001 ohne jedes Getue und öffentliche Jammerei fast 1000 Tonnen von der Bank of England nach Frankfurt verbracht werden konnten. :?: Genau diese damalige „erfolgreiche“ Transport-„Leistung“ behauptet die BuBa selbst jedenfalls seit 2012.
=> Und ganz unabhängig davon bliebe es der BuBa natürlich unbenommen, einfach die Fed um einen Swap ihrer Barren mit einem europäischen Goldhalter / internationalen Händler zu bitten – und die Barren dann FOB London, Zürich oder gar Frankfurt zu beziehen. Keinerlei physischer transatlantischer Transport erforderlich - und alles auch garantiert LGD-konform! Das hätte zwar den Nachteil, dass wir paranoiden Goldhistoriker die alten deutschen Barren bei der Fed aus den 1950ern und 1960ern niemals in Frankfurt zu sehen bekämen (da ja dann geswapt gegen europäisches Gold). Doch das wäre kein großer Nachteil, nachdem die BuBa ohnehin jede Veröffentlichung von Fotos oder Nummernlisten der angeblich bereits heimgeholten und angeblich bereits umgeschmolzenen, nun nicht mehr existenten Fed-Original-Barren „aus Sicherheitsgründen“ verweigert. :roll: Dabei hätte aus Sicht der BuBa die Swap-Lösung doch den tollen Vorteil, dass wir endlich die dummen und heiklen Fragen nach unseren Originalbarren einstellen müssten. Doch nein – selbst diesen logistisch und juristisch und medial so super-einfachen Weg, bei dem 2300 Tonnen Auslandsgold dann „Weihnachten zuhause“ wären wie anno dazumal 1914 die deutschen kaiserlichen Truppen in WK I, kann oder will die BuBa nicht gehen. Honi soit qui mal y pense.

HB: „Peter Gauweiler will diese Verzögerungstaktik nicht mehr akzeptieren. Er fordert, die Goldbestände ‚sofort vor Ort zu überprüfen und so schnell wie möglich nach Deutschland zu bringen‘.“

=> Lieber Herr Gauweiler: Wir laden Sie gerne erneut zur Mitzeichnung bei „Holt unser Gold heim“ ein. Ihre so klar formulierten Forderungen sind auch die unseren. Seit 2011. Bringen wir endlich Nachdruck und Umsetzungswillen hinter die Forderungen!

HB: „Die Revisoren der Bundesbank konnten die deutschen Goldbarren inzwischen in Augenschein nehmen.“ :roll:

=> Und ewig grüßt das Murmeltier. Diese Verlautbarung ist nicht neu. Bleibt aber völlig unbelegt und unkonkret. Weiterhin verweigert die BuBa jede Aussage darüber, wer diese ominösen Revisoren denn waren (Namen), wann sie ganz genau was revisioniert haben, was „in Augenschein nehmen“ bedeutet, welche von wem unterzeichneten Prüfungs-Reports es dazu gibt – bzw. warum all diese Infos „vertraulich“ sein sollten??
=> Doch halt – wir erfahren ja noch mehr: BuBa-Vorstand Thiele habe im Juni 2012 die deutschen Bestände in NY „persönlich in Augenschein genommen“. Aja – irgendwelche Zählungen und Prüfungen gemacht, Herr Thiele? Und „darüber hinaus“ waren Sie auch „in den Tresoren in London und Paris“. Haben Sie dort eigentlich die Queen beim Spaziergang in den Tiefen der BoE getroffen? Märchenhaft alles dort, nicht wahr? Und Ihr Sprecher sagt uns auch noch: „Herr Thiele konnte alles sehen, was er sehen wollte.“ Da stellt sich nun nur noch die Frage, was WOLLTE er sehen? Ihr Amtsvorgänger Hjalmar Schacht wollte damals vor 90 Jahren explizit NICHTS sehen, obwohl der damalige Fed-Chef B. Strong das deutsche Gold bei der Fed (für Reichsgoldfans: das waren NICHT die 3400 Tonnen von heute!) schlicht nicht finden konnte. Schacht sagte damals lapidar: „Macht nichts Mr Strong – Sie sind mir gut für den Ersatz.“ Hm – ob Janet Yellen das anno 2014 auch ist?

HB: „Zudem habe ein externer Sachverständiger das Umschmelzen der Goldbarren beobachtet.“ :roll:

=> Oh yeah, baby. Das klingt sehr gut, Herr BuBa-Sprecher (namenlos, vermutlich kommt diese Info von BuBa-Pressechef Best). Wenn Sie uns nun freundlicherweise noch einen NAMEN dieses „Sachverständigen“ nennen und veröffentlichen würden. Sowie natürlich seine Vorgehensweise beim „zählenden Beobachten“, seinen unterschriebenen Bericht und seine Expertise, nachdem Sie bislang all diese Infos dem HB auch auf Nachfrage nicht genannt haben. Honi soit qui mal y pense.

Schließen wir dieses kleine Update heute einmal nicht mit einem eigenen Fazit, sondern mit diesen aus dem Mund von MdB Gauweiler nun also NICHT mehr verschwörungs-theoretischen Feststellungen:

Ich frage mich, warum die Bundesbank das Gold nicht zurückholen und dann in Ruhe in die passende Form bringen kann [wir berichteten per GS-Blog vom 25.12.2013]. Mein Verdacht: Offenbar sind die Barren nicht mehr unangetastet verfügbar gewesen. Das [lässt] die Vermutung zu, dass es eine intransparente Verwendung während der Lagerung gab.“ :!:

=> Conclusio des Handelsblatts: „Die versprochene Transparenz sieht anders aus“. Wird fortgesetzt.

******
Ein alter Ratschlag – relevant sowohl für Privatpersonen als auch für die unser Gold verwaltenden Bundesbank-Vorstände, wobei der bequeme Weg der naiven Ignoranz nun aber bald nicht mehr funktioniert:

„There are two ways to sleep well at night: be ignorant or be prepared.“

16 Kommentare

Kommentar from: Peter Beilnhuber [Besucher]
*****
"Mein Verdacht: Offenbar sind die Barren nicht mehr unangetastet verfügbar gewesen. Das [lässt] die Vermutung zu, dass es eine intransparente Verwendung während der Lagerung gab."

Das Gold könnte natürlich auch vollständig in den Aggregatzustand Papier gewechselt worden sein und die Rückholung de facto einen Neukauf verschleiern. If you can't make it fake it.
06.02.14 @ 11:07
Kommentar from: Zeichner [Besucher]
Wir können sie nicht zwingen die Wahrheit zu sagen - aber wir können sie zwingen, immer schamloser zu lügen.
06.02.14 @ 11:50
Kommentar from: Angsthase [Besucher] E-Mail
Wenn die FED die deutschen Barren ausliefern würden hätten sie es einfacher, ihre übrig gebliebenen zu zählen.

Aber die restliche, interessierte Welt bekommt Monat für Monat immer mehr den Eindruck, dass Besitzrechte und Eigentumsrechte wohl in diesem Fall identisch sein müssen oder es einen anderen Grund geben muß, den ein Dritter wohl nicht unbedingt verstehen muß, aber siehe Comex lieber nicht ausprobieren möchte.
06.02.14 @ 12:16
Kommentar from: Harald Neumann [Besucher]
Wer hat eigentlich im Zusammenhang mit dem in den USA verwahrten deutschen Gold den Begriff "Rückholung" ins Spiel gebracht?

[=> PB: Da müssen wir passen. Er ist in der Tat falsch. Die Auslandsware war seit den Käufen 1951-1967 nie in D.]


Das Wort suggeriert, das Gold sei schon mal in Deutschland gewesen und müsse nur zurückgeholt werden. Vor allem aber impliziert es dessen Existenz und unterbindet entsprechende Zweifel daran. (Ich persönlich kann mir gut vorstellen, dass es dieses "deutsche" Gold - also tatsächlich eingelagertes und für Deutschland verwahrtes physisches Gold als Ausgleich für die Handelsüberschüsse - so nie gegeben hat und die ganze Angelegenheit schon in den 1950er und 1960er Jahren eine große "Show" war.)

[=> PB: Belegen können wir es leider auch (noch) nicht. Aber der Engländer würde Ihre These als "educated guess" bezeichnen - also als wohl begründbare und informierte Vermutung. ;-) ]

Der Begriff "Heimholung" (Ihre Bürgerinitiative) ist da schon wesentlich ehrlicher und zweckmäßiger.

Übrigens zweifle ich daran, dass es Ihre Bürgerinitiative war, die die Bundesbank zur Beantwortung von Fragen zum deutschen Gold veranlasst hat. Das Ignorieren wäre viel einfacher gewesen, denn - so zumindest mein Eindruck - kaum jemand interessiert sich für dieses Thema.

[=> PB: Die Frage ist am Ende akademisch. Ich gebe nur zu bedenken, dass das Thema seit dem Ende des Kalten Kriegs (als es noch eine Begründung für Auslandslagerung gab) immer mal wieder hochköchelte - und die BuBa alle Frager schlicht ignorierte oder mit unzureichenden oder aus heutiger Sicht gar zweifelhaften Teilantworten abfertigte. Seit Marsh 1992, Bandulet, Speck, Hohmann, Gauweiler, Siegel, Dutzenden von Petitionen und Hunderten von schriftlichen Anfragen von Bürgern! Die lebhaften Internet-Forendebatten zum Thema seit vielen Jahren ignorierte die BuBa natürlich ebenfalls - diese dabei aber sehr wohl beobachtend.
=> Die Bürgerinitiative "Holt unser Gold heim" war dann eine allererste öffentliche Fortsetzung dieser langen Vorgeschichte. Und eben eine, die die BuBa nach 10.000+ namentlichen Mitzeichnern eben doch nicht mehr ignorieren konnte, was BuBa, BILD-Diekmann, Mißfelder und Bundesrechnungshof sicherlich sehr gerne getan hätten. Ging aber nicht mehr, denn inzwischen wurden alleine unsere Artikel zum Thema fast 1 Mio mal gelesen - und konnten irgendwann auch mit der VT-Keule nicht mehr bekämpft werden. Das klassische "Teile [die Opposition] und herrsche" versagte ebenso wie die diversen Versuche der Unterwanderung unserer Bewegung mit "Holt das Gold zurück ins Reich, HH"-Maulwürfen. Die internationalen Mainstream-Berichterstattungen und Youtube-Interviews und die vielen für uns schon lange nicht mehr alle dokumentierbaren internationalen Web-Berichte wurden locker 10 Mio mal rezipiert. Das ist keine Übertreibung! Natürlich ist das global gesehen noch immer wenig. Aber die große Masse der Menschen (90+%) interessiert sich eh nicht für (vermeintliche) "Wirtschafts"-Themen. Es sind immer nur relativ wenige Multiplikatoren und Kristallisationspunkte der öffentlichen Meinung, durch die entscheidender Druck ausgeübt werden kann.]


Z.B. rüttelt noch nicht mal die äußerst verdächtige und für den Normalo wesentlich näherliegende Sache "Riester-Produkte --> nur zertifizierte Produkte werden anerkannt --> nur Produkte, die letztlich Bundesanleihen enthalten, werden zertifiziert (hoppla, welch ein Zufall)" die Leute wach.
06.02.14 @ 13:04
Kommentar from: EuroTanic [Besucher]
Ich habe schon vor drei Jahren eine Petition zu Repatriierung des deutschen Goldes eingereicht. Die Petition wurde nicht mal zur Veröffentlichung freigegeben. Grund? Kein Interesse (von wem)?

Faktisch hat man mich (und alle Bundesbürger) damit belogen und betrogen. Im Ablehnungsschreiben des Petitionsausschusses heisst es wörtlich www.browse.npage.de:

"Über die bei den ausländischen Notenbanken verwahrten Goldbstände kann zu jeder Zeit verfügt werden. Das Gold wird der Deutschen Bundesbank wird in Form von einzeln identifizierbaren Goldbarren verwahrt. Die Goldbestände werden im Rahmen der eigenen regulären Revisionstätigkeit der Bundesbank überprüft. Bestandskontrollen werden vor Ort durchgeführt."

Wer log hier wann, wie und worüber?


*********
=> Ergänzung PB: Ja, danke für Ihre damalige Initiative. Ihr Hinweis passt auch gut zur oben beschriebenen Ignoranz der Bundesbank und diverser Petitionsausschüsse in dieser Sache. Mit diesem Standardschreiben wurden vermutlich Dutzende von Petenten abgefertigt. Kenne persönlich mehrere.
=> Letztlich war diese Arroganz der Uns-dem-Volk gegenüber verantwortlichen Gold-Treuhänder (BuBa, Fed usw) und "Volksvertretern" der Grund für die Initiative "Holt unser Gold heim". Wir wurden in dieser Sache (zu) lange auf den Arm genommen. Alles hat ein Ende, wenn es übertrieben wird. Auch Arroganz und Heimlichtuerei. Aber wenn (beim Gold, beim ESM, bei Gentechnik, bei Zuwanderungsfragen) die Organe der Bundes-"Republik" kollektiv und multipel versagen, dann muss eben die 0. Gewalt selbst tätig werden! Zeichnen Sie also weiter mit bei "Holt unser Gold heim". Erst durch Ihrer aller Mitzeichnung kam Bewegung in diese Sache!
06.02.14 @ 15:44
Kommentar from: Meyer [Besucher]
Die Bundesbank hat sich bereits öffentlich selbst der Lüge überführt. In ihrer Präsentation vom 16. Januar 2013, die Teil der „Goldbarrenvorzeigeschau“ und der Vorstellung des neuen Lagerstättenkonzeptes war, zeigte die Buba auf Seite 10 eine Aufschlüsselung der angeblichen Goldbestände nach Gewicht, Ort und Anzahl der Barren. Da die Barrenanzahl jeweils auf 1 Stück genau angegeben wurde, ergibt sich im Fall der angeblich in den USA gelagerten Bestände folgende Rechnung: 1536 Tonnen dividiert durch 122597 Barren, ergibt ein Barrengewicht von 12,53 kg (Man kann auch die angegebene Zahl der Unzen durch die Zahl der Barren teilen). Es ergibt sich somit ein durchschnittliches Barrengewicht von etwas mehr als 400 oz. Hier wird die Lüge über das in den USA angeblich gelagerte Gold offenbar. Die angeblichen Barren in den USA, die auch auf diversen Fotos zu sehen sind (Goldwände) enthalten keinerlei 400 oz. Barren. Es handelt sich ausschließlich um die „Butterstückform“- Wie man mühelos der auf HARTGELD verlinkten Dokumentation über Fort Knox und den angeblichen Goldschatz der USA entnehmen kann, wiegen diese US-Barren der 40-60 Jahre rund 10 kg, das ergibt sich auch aus den in der Dokumentation sichtbaren Türschildern an den Einzellagern, wenn man die angegebene Menge bzw. den angegebenen Wert des Goldes durch den angegebenen Unzenpreis teilt und sodann auf die Stückzahl verteilt.

Die Bundesbank hat einen sehr grossen Erklärungsbedarf, man bewegt sich zwischenzeitlich bereits im strafrechtlichen Bereich (Untreue / Betrug), vor allem weil mit den geschwindelten angeblichen Goldvorräten eine Bonität vorgetäuscht wird, die nicht existiert (Staatsanleihen).

********
=> Ergänzung PB: Danke @Meyer für diese wichtigen Hinweise. Uns wurde das schon einmal so vorgerechnet und wir halten das für plausibel. Auch in einer mir bekannten ANDEREN Präsentation des BuBa-Vorstands waren auf Fotos ausschließlich die bekannten "US-Barren" zu 10kg / Stück gezeigt.
=> Hier besteht also in der Tat GROSSER Erklärungsbedarf. Wir wissen zwar den Aufnahmeort dieser Fotos nicht ganz sicher - aber in der o.g. Präsentation war ganz klar und offiziell gesagt worden "Das ist unser Gold in NY" [also 10kg-Barren]. Und meist wird ja auch berichtet, dass das eigentliche US-Gold (die bekannten 8100 Tonnen), das tats. und "sicher" (soweit man bei ZB-Gold überhaupt zu IRGENDETWAS sicher sein kann...) in FORT KNOX liegt - und dort weitgehend in der 10kg-"Butterstück"-Form vorliegt. Ob allerdings das FREMDgold anderer ZBs, das in NY (und eben nicht in FortKnox) liegt, ebenfalls diese 10kg-Form hat, haben BuBa oder Fed bis heute nie bestätigt. Alle Fotos von Barren der Fed deuten aber auf diese 10kg-Form hin. Auch das ist ein weiterer Grund, warum wir endlich die Original-Barrennummern und Herstellerangaben von Fed/BuBa haben wollen. Oder ggf. die Chargennummern, denn in den 1950ern und 60ern gab es zT noch gar keine Einzelnummern auf den individuellen Barren.
=> Man kann also nicht 100%ig ausschließen, dass die BuBa 1951-1967 bereits 12,5kg/400oz-Barren angekauft hat - dass mithin in NY nicht nur "Butterstückformen" rumliegen.
=> Wir halten die Variante "alles 400oz-Barren in NY" in jedem Fall für sehr unwahrscheinlich (so dass @Meyer höchstwahrscheinlich mit seinem Verdacht recht hat); zumal der LGD-Standard erst 1979 definiert wurde - aber der letzte Beweis einer "Lüge" fehlt wohl noch. Die BuBa selbst hat den Verdacht allerdings noch bestärkt - denn 400oz-Barren wären mit hoher Wahrscheinlichkeit auch LGD-konform. Die BuBa hat aber ja ganz offiziell die 5t aus NY 2013 "umgeschmolzen, um LGD-Konformität zu erreichen".

Fazit: Ganz gerichtsfest ist Meyers Lügen- und Betrugsvorwurf uE noch nicht. Aber verdammt naheliegend. Die BuBa muss endlich Listen und alle Details der Bestände und der Umschmelzungen liefern!
06.02.14 @ 17:13
Kommentar from: Saint Just [Besucher]
Sehr gut!

Nicht "die Politiker", sondern Sie und Ihre Mitstreiter sorgen für einigen Wirbel bei den "unabhängigen" Papier-Gold-Verwaltern der Buba.

Jeder Satz von denen zwingt zum Widerspruch. Mit jedem Satz werden die Bedenken größer (und nicht etwa geringer), daß nur noch "Gold-Forderungen" vorhanden sind (von 5 t Peanuts mal abgesehen).

Nächstes Jahr gibts dann mit etwas Glück 10 t. Wenn wir Glück haben sogar echte.
06.02.14 @ 18:28
Kommentar from: Goldhamster [Besucher]
Wichtig ist die Resonanz im Ausland, die durch Gründung anderer Bürgerinitiativen und der Heimholung der venezuelanischen Goldreserven zusätzlich Gewicht bekam. Die Bundesbank musste hier handeln und ihren treuen Freunden von der FED mit einer Flucht nach vorn das Vertrauen aussprechen. Ich schätze, dass langsam in Frankfurt ein paar Leute ins Schwitzen geraten.

Auch, wenn man die BB zu nicht zu einer Reaktion zwingen kann. Sie zuckt immerhin schon. Das Zitat von Ulrike Meinhof (aus dem zweiten Kommentar) trifft die Sache hervorragend: "Wir können sie nicht zwingen die Wahrheit zu sagen - aber wir können sie zwingen, immer schamloser zu lügen."
06.02.14 @ 19:51
Kommentar from: dpa-Meldung [Besucher]
*****
Sie hatten recht. Es hat nicht lange gedauert bis zu einer Reaktion der Bundesbank:

Hierzu (aus dem Blog):
"HB: „Die Rückführung stockt – aus rätselhaften Gründen.“
=> Lassen Sie das nicht die BuBa hören, Herr Häring. „Rätselhaft“ ist in den Kellern und Büchern der BuBa und der Fed nichts, rein gar nichts! Wir reden [Zitat BuBa] von „Partner-Notenbanken, deren Integrität ebenso außer Frage steht“ wie die Reinheit des Goldes. Lassen Sie sich das gesagt sein. ;-) "

_______

Eben wurde nun per dpa http://de.nachrichten.yahoo.com/bundesbank-gold-wird-planm-ig-nach-deutschland-geholt-111413432.html verbreitet:

"Bundesbank: Gold wird planmäßig nach Deutschland geholt. Die Deutsche Bundesbank hat den Vorwurf zurückgewiesen, die angekündigte Überführung ihres Goldes aus dem Ausland sei aus «rätselhaften Gründen» ins Stocken geraten."

:-))

********
=> Ergänzung PB: Danke für den dpa-Meldungs-Hinweis. Hier noch ein weiteres Zitat aus der weiteren BuBa-Verlautbarung ohne jeden Newswert/Beleg und wie immer von anonymen Sprechern verbreitet:

" 'Wir haben keine Zweifel an der Verlässlichkeit unserer Partner.' wie die Bundesbank-Sprecherin am Donnerstag betonte " ...
07.02.14 @ 08:28
Kommentar from: Andy [Besucher]
"Wir haben keinen Grund, an der Verlässichkeit unserer Partner zu zweifeln."

Rhetorische Finesse

In der Tat, es gibt bis jetzt keinen Beweis dafür, dass die Buba-Partner etwas Falsches gemacht hätten.

Die entsprechende Beweislast liegt damit auf jene, die das Gold zurückholen wollen.

Raffiniert

Die Frage, die man der Buba stellen sollte (hoffentlich wird es jemand tun), lautet: WAS WÜRDE FÜR SIE ALS GRUND GELTEN, DIE VERLÄSSICHKEIT IHRER PARTNER ANZUZWEIFELN?

Hier merkt man, dass die Antwort darauf... unmöglich ist!

Das Buba-Argument ("Wir haben keinen Grund, an der Verlässichkeit...") stellt eine rhetorische Perle dar, weil damit die Buba ihrer Kritiker PRINZIPIELL die Möglichkeit nimmt, recht zu haben.
07.02.14 @ 12:22
Kommentar from: Goldhamster [Besucher]
"Wir haben keinen Grund, an der Verlässlichkeit unserer Partner zu zweifeln."

Naja, wenn man die Verlässlichkeit noch nie auf die Probe gestellt hat, dann kann es diesen Grund auch nicht geben. Und wenn es den Grund gibt, dann ist es definitiv zu spät. Krude Logik, eben.

Aber auch alle anderen Gründe, das Gold in den USA zu belassen, sind absolut fadenscheinig. Wenn schon Ausland, dann in die Schweiz.

Und auch die Gründe für die Verzögerungen sind peinlich, wenn man sieht, wie schnell das bei anderen geht.

Bleibt nur eine Schlussfolgerung: Das Gold ist weg und war vielleicht nie da. Jeder muss selbst seine eigene Zentralbank schaffen, dann kann er selbst bestimmen, wo er sein Gold einlagert.
07.02.14 @ 17:56
Kommentar from: profelisaurata [Besucher]
Noch zur o.g. dpa-Meldung: In der ungewöhnlich schnellen Reaktion der Bundesbank (aus Nervosität?) heißt es u.a.: Allerdings werde das Gold aus Sicherheitsgründen nur in kleinen Tranchen überführt.

ACH SOOO! Liebe Bundesbank, warum habt ihr das nicht gleich gesagt. Dann ist ja alles in Ordnung!!! :-)

Selten so gelacht. Als ehemaliger Mitarbeiter der zentralen Bargeldverwaltung einer Bank habe ich eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was bereits die ganz gewöhnlichen Transportfahrzeuge der Wertelogistikbranche transportieren und auch eine ungefähre Ahnung, mit welchen Summen die Filialen der Deutschen Bundesbank von Ihrer Zentrale beliefert werden.

Die Behauptung, man müsse das Gold in kleinen Tranchen überführen (womit suggeriert werden soll, dass dies der Grund für die bisher geringen Mengen sei), ist eine Nebelkerze und einfach nur lächerlich. Davon abgesehen: Natürlich könnte die Bundesbank mit einem in aller Stille und stark gesicherten Konvoi ganz leicht mal so 100 Tonnen von Paris nach Frankfurt schaffen.
Ich kann nur die Schlußfolgerung ziehen, dass der Grund für diese Lüge nur das sein kann, was wir fast alle vermuten.

*******
=> Ergänzung PB: Ja, weder die zum Transport anstehenden stehenden Werte noch die physische Masse / Volumen des Goldes wären in irgendeiner Weise problematisch. Die 2013 (angeblich in mehreren Tranchen) von der Fed geholten fünf (5) Tonnen würden übrigens unter einen Esstisch passen. Hier mal eine Visualisierung EINER (1) Tonne. Fünf dieser Oschis hat die Queen regelmäßig unterm Frühstückstisch, damit der Urenkel mit spielen kann:
07.02.14 @ 18:11
Kommentar from: guguk [Besucher]
*****
Leider muss ich sagen, dass ich fest davon überzeugt bin, die Deutsche Bundesbank hat uns hinters Licht geführt und weiss selbst genau, dass es die deutschen Goldreserven nur in ihren Köpfen gibt!

Das deutsche Volk wurde mit Wissen der Bundesbank um seine Goldreserven betrogen, davon bin ich fest überzeugt!
08.02.14 @ 10:27
Kommentar from: guguk [Besucher]
*****
Gold sichert das Überleben einer Nation.

Warum, liebe Deutsche Bundesbank, lagert unser deutsches Gold dann bei der amerikanischen, französischen und englischen Nation?
08.02.14 @ 11:24
Kommentar from: Andy [Besucher]
„Wir haben keinen Grund, an der Verlässlichkeit unserer Partner zu zweifeln.“

Das heißt nichts anders als: "Wir sind gerne bereit, zu prüfen, ob die deutschen Goldbestände tatsächlich da sind. Es reicht, dass ihr uns entsprechende Gründe für Misstrauen und damit für eine Prüfung zeigt..."

Wenn die Buba davon ausgeht, dass die Barren da sind und dass ihre Partner verlässlich sind, dann ist sie nur KONSEQUENT, wenn sie nach Gründen dafür verlangt, die Existenz der Barren und die Verlässlichkeit ihrer Partner zu prüfen.

Sehr sehr geschickt: Wenn es so ist, was könnte dann –außer der Zugeständnis der Buba-Partner, dass die deutschen Goldbestände weg sind- ein Grund dafür sein, ihre Verlässlichkeit anzuzweifeln und die deutschen Goldbestände zu prüfen?

Wenn mir die Versicherung des Bewahrers reicht, dass meine Sachen in seinem Besitz sind, was könnte für mich -solange er keine Insolvenz anmeldet- als Grund dafür gelten, an seiner Verlässlichkeit zu zweifeln?

Die Heuchelei liegt bei den Prämissen des Buba-Arguments.

DIE PRÜFUNG, OB DIE BARREN TATSÄCHLICH DA SIND, KANN NICHT VON BESONDEREN GRÜNDEN ABHÄNGEN, SONDERN GEHÖRT ZU DEN GRUNDPFLICHTEN DER BUNDESBANK.


Die BuBa hat stillschweigend das Prinzip etabliert, eine Prüfung der Existenz der Goldbestände brauche Gründe. Und viele sind darauf reingefallen: Ich lese immer wieder Versuche, zu beweisen, dass etwas bei den deutschen Goldbeständen nicht stimmt. Man sucht nach Gründen, die die aktive Prüfung der Goldbestände seitens der BuBa veranlassen sollten.

********
=> Ergänzung PB: Sie haben ja völlig recht. Wir müssen hier bei Volkseigentum keine Umkehr der Beweislast gegen uns gelten lassen. Und ja, Ihre Aufforderung zur proaktiven Prüfung und regelmäßigen physischen Inventarisierung ist natürlich auch guter buchhalterischer Usus praktisch überall außerhalb der BuBa-Fed-Tresore.
=> Das Problem ist allerdings (wie oft beschrieben), dass die BuBa "irgendeine Art" der Prüfung BEHAUPTET. Allerdings dabei NIE konkret wird, keinerlei Detailangaben macht, keinerlei konkrete Ergebnisse außer ("dem Augenschein nach alles in Ordnung") macht. Und letztlich uns Bürgern und Eigentümern implizit damit sagt: "Das geht euch Plebs alles nichts an!". Und dieses seit 50 Jahren, ungeachtet der seit 10+ Jahren anhaltenden immer intensiver werdenden Zweifel und bohrenden Fragen. Diese hoch arrogante Haltung ist der eigentliche Skandal neben natürlich der uE direkten Verletzung von Inventurvorschriften gemäß HGB, dem auch die BuBa unterliegt. Und natürlich neben dem mit jedem Monat der Auskunftsverweigerung immer klarer werdenden Verdacht, dass das deutsche Auslands- und evtl. auch das Inlandsgold nicht zu 100% physisch inventarisierbar / allokiert per eineindeutigen Barrennummern und unverliehen in den Tresoren liegt, wo es eben seit 50 Jahren unangetastet liegen sollte. Was eine ganze Reihe an weiterführenden Fragen aufwirft...
08.02.14 @ 13:29
Kommentar from: Wasac [Besucher]
***--
Ich nehme stark an, dieses Gold ist schon lange nicht mehr vorhanden. Wenn nun "unser" Gold mit Nachdruck zurückgefordert würde, müsste die FED Gold kaufen...!

Seitdem die Bestrebungen, das Deutsche Gold "heimzuholen" öffentlich bekannt wurden, bekamen gewisse Institutionen "kalte Füsse" und kurz danach wurde der Goldpreis gnadenlos heruntergeprügelt; denn ... wenn man schon kaufen muss, dann zu möglichst geringem Preis.
13.02.14 @ 12:14

Hinterlasse einen Kommentar


Your email address will not be revealed on this site.

Deine URL wird angezeigt.
PoorExcellent
(Zeilenumbrüche werden zu <br />)
(Name, email & website)
(Allow users to contact you through a message form (your email will not be revealed.)