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EZB kauft im Paket nun jeden Schrott - aber nicht von jedem

von Peter Boehringer E-Mail 31.08.14 12:16:11

Unten in echter Blog-Form (i.S.v. „Web-Log / Tagebuch“) nachträglich-dokumentierend einige Gedanken zu den in der laufenden Woche verkündeten EZB-Plänen zur für uns alle ach-so-wünschenswerten Inflationierung ausgewählter Assets in ausgewählten Händen. Wie immer hat der Mainstream die perfiden, nur schwach als „Beratung“ getarnten und zT offen gesetzeswidrigen Ankündigungen der EZB zur Monetisierung von handverlesenen Assets ihres neuen „Beraters“ Blackrock nur unzureichend oder gar nicht thematisiert. Erheblich besser und lesenswert dazu heute (31.8.) die DWN: „Die EZB erzwingt den Einheits-Staat in Europa

Nachstehend nun zwei meiner spontanen Eintragungen zum Thema vom 27. August 2014 (= Datum der EZB-Meldungen):

+++ 1. Eintrag zum angeblichen DIREKTEN Staatsanleihenkauf durch die EZB+++

Von: PB
Gesendet: Mittwoch, 27. August 2014 18:15
An: PB-Info
Betreff: Draghi kündigt (angeblich) direkte Staatsanleihenkäufe an

Ein eher dokumentarischer Eintrag anlässlich der (ANGEBLICHEN!) Ankündigung von EZB-Draghi zum DIREKTEN Staatsanleihenkauf. FALLS focus, SPIEGEL & Co Draghi überhaupt richtig interpretieren (habe da noch meine Zweifel, vermutlich vermeidet man seitens der EZB eben DOCH auch WEITERHIN den DIREKTEN Staatsanleihenkauf – es gibt doch genügend Umgehungsvehikel der offenen Illegalität; zB ESM, Geschäftsbanken-Zwischenlagerung für wenige Minuten, ABS-Verschleierung, usw.), dann nur ein kleines Kurzstatement dazu:

Denn was soll man zu diesen „neuen“ (und doch nicht neuen, da erwartbaren, längst prognostizierten und im Prinzip von der EZB via ESM und via Geschäftsbanken in praxi und heimlich bzw. faktisch schon seit mind 4 Jahren umgesetzten) Meldungen zu (nun auch offiziell ganz direkten) Anleihekäufen noch groß sagen? Im Zusammenhang mit den Kämpfen gegen EFSF, ESM usw hatten wir das alles bis zum Erbrechen kommentiert. Heute nun eben die Meldung zum (angeblich bevorstehenden) Schlussakkord der EZB in der nun eben auch offiziellen Institutionen-Union Staat-Notenbank“. Einfach lesen – und dabei vielleicht noch über die klare Kommentierung des focus überrascht sein.
Ansonsten noch meine Ergänzung, dass die EZB damit natürlich nicht nur ihre „Satzung“ bricht, sondern nun sogar den WORTLAUT von Art 123 AEUV / EU-Verfassung (Verbot der Staatsfinanzierung). Ob es den EUR retten würde? Klar – das brächte wieder ein paar Jahre. War vor 1923 auch so.

Und WENN es denn so kommt, bleibt nur noch, wie schon vorgestern auch hierzu den Altdemagogen Helmut Schmidt zu zitieren (hier ca. Minute 2 bis 3):
„Man hält nicht alle Regierungsabkommen ein. Man verletzt … Verträge. … In einer großen Krise guckt man nicht auf die Verfassung. So ist das auch in einer Geldkrise.“

Finanzpolitische Atombombe: Draghis sinnloser Versuch, den Euro zu retten [focus, 27.8.2014, Auszüge]
Die Europäische Zentralbank will nun offenbar ihre letzte Waffe einsetzen: Mario Draghi deutet an [PB: Interpretation des focus – ebenso des Spiegel u.a. ], erstmals direkt marode Staatsanleihen zu kaufen. Das wäre eine finanzpolitische Atombombe – und ein Verstoß gegen alles, was der Bundesbank heilig ist. [PB: Schmunzeln bzw. Stöhnen erlaubt – „heilige“ BuBa…]
… Das wäre das endgültige Ende der Gemeinschaftswährung [PB: gemach, dauert noch!]. Oder zumindest das Ende des Euro, wie wir ihn kennen [PB: nein, das Datum dafür war schon der 8. Mai 2010, siehe GS-Blog von damals „Wollt ihr den totalen EURo?]“.

+++ 2. Eintrag zum neuen EZB-ABS-„Berater“ BlackRock +++

Von: PB
Gesendet: Mittwoch, 27. August 2014 23:45
An: PB-Info
Betreff: Die EZB kauft nun JEDEN Schrott - aber nicht von JEDEM: der Schrott muss von BlackRock kommen!

Auch diese Meldung unten *) passt doch noch wie die Faust aufs Auge zu den kriminellen Aktivitäten der EZB (Eintrag von eben zur direkten Staatsfinanzierung). Dem durchaus bereits für sich lesenswerten Kommentar der DWN sei nur noch hinzugefügt, dass BlackRock ja zugleich INVESTOR in Zehntausende (vielfach dubioser/weit unter pari gekaufter) Wertpapiere jeder Couleur ist. Und nun SELBST (formal als „Berater“) ABS-Konstrukte basteln darf, in die (da ja EZB-Angelegenheit…) NIEMAND je Einblick bekommen wird, die die EZB per ABS-Kauf paketiert aber direkt und zu Phantasiepreisen kaufen wird. Es kostet ja nichts – ist doch bloß frisch gedrucktes Geld.

=> BlackRock kann künftig JEDES unverkäufliche Asset JEDER beliebigen Art zum Schrottwert aufkaufen und es zu pari voll werthaltig der EZB in irgendeiner selbst kreierten ABS-Form andienen, die es „ihrem Berater“ natürlich auch ganz sicher abkaufen bzw. es „monetisieren“ wird! Sichere 10.000% Gewinn sind bei jeder dieser Transaktionen erwartbar – wenn man das Ganze noch mit Insiderwissen des „Beraters“ und zugleich Investors vorab per Derivat hebelt! Alles auf Kosten von … UNS (als Inflationsgeschädigten und/oder Steuerzahler)! :!:

=> Ein Lehrbuch-Beispiel für einen von vornherein systemisch angelegten „Interessenkonflikt“ – der (da auch noch absolut heimlich ablaufend) als kriminelles Bereicherungs-Schema bezeichnet werden muss! :!:

=> Es wird künftig also falsch sein, zu sagen, die EZB monetisiere „jeden Schrott“. Richtig wird sein: „Die EZB kauft nun JEDEN Schrott - aber nicht von JEDEM: der Schrott muss von BlackRock kommen!“ Wir haben künftig selektive Planwirtschaft (denn im Gegensatz zu den ABS-Skandalen von 2006ff braucht dieses heutige Betrugsschema nicht einmal mehr dumme oder bestochene Käufer dieses ABS-Schrotts wie etwa deutsche Landesbanken; es braucht GAR keinen „Markt“ mehr, sondern nur noch die EZB als SICHEREN Käufer!) der gesamten EURopäischen Volkswirtschaft, finanziert durch die EZB und zugunsten alleine einer winzigen Junta! Für uns Sterbliche bleibt der EZB-Futtertrog dagegen tabu. Versuchen Sie also gar nicht erst, die Leichen in Ihrem Wertpapierdepot in einen ABS-Sammelsarg zu packen und diesen der EZB anzudienen. Das wird nichts - da könnte ja JEDER kommen. Wie schrieb noch Orwell in „Animal Farm“: „Manche Schweine sind eben gleicher.“ :!:

=> Eine weitere „VT“ also, die zur Verschwörungsrealität wird – denn wer möchte zweifeln, dass Draghi und Fink hier natürlich engstens und ausschließlich in ihrem Interesse gegen alle anderen zusammenarbeiten? Nun gar noch in der offiziellen Maskerade des „Beraters“ und der „Beratenen“!

=> PS: Und es blubbere bitte niemand bei dieser himmelschreienden Bereicherung der Junta noch immer „Das muss doch für die Menschen Europas so sein, sonst bricht der EUR zusammen, dann Armageddon usw usw bla bla“! Der Crash kommt ohnehin – aber die Fallhöhe wird für fast alle Menschen täglich immer höher – für die BlackRocks dagegen wird es auch dann keinen Fall geben. Sie sind gleicher.

*) BlackRock übernimmt ABS-Design der EZB / Draghi holt den „König der Wall Street“ als Berater zur EZB [Auszüge]
Die Europäische Zentralbank hat BlackRock, die mächtigste Finanz-Firma der Welt, beauftragt, das neue Programm für Kredit-Verbriefungen (ABS) zu entwerfen. ... ABS waren jene gefährlichen Papiere, die den Crash von 2008 ausgelöst haben. BlackRock ist gefürchtet für seine Rendite-Orientierung. Eine Kontrolle der Vorgänge in Frankfurt durch unabhängige Experten ist per Gesetz verboten. ... Nun wird [BlackRock/Fink] für Mario Draghi arbeiten und den gefährlichen Markt von undurchsichtigen Finanzprodukten (ABS) in Europa aufmischen ...
Die Beauftragung von BlackRock bedeutet, dass damit die mächtige und intransparente Firma den amtlichen Gütestempel von der EZB erhält, sich die europäischen Unternehmen als Jetons zu schnappen. Natürlich beteuert die EZB, dass sich BlackRock verpflichtet habe, jeden Interessenskonflikt auszuschließen [PB: komplett absurde Vorstellung!]. Das soll in der Theorie bedeuten, dass “BlackRock verpflichtet ist, zwischen den Aktivitäten des Projektteams, das für die EZB arbeitet, und seinen sonstigen ABS-Aktivitäten eine Trennung vorzunehmen”, wie Bloomberg berichtet.
Von demokratisch legitimierten Einrichtungen kann [die EZB / ihre Berater] nicht kontrolliert werden: Die EZB agiert per Gesetz unabhängig. Sie ist immun gegen jede Jurisdiktion. Der Präsident der EZB und seine Mitarbeiter sind niemandem zur Auskunft verpflichtet. Sie können für ihre Handlungen zu keinem Zeitpunkt zur Verantwortung gezogen werden.