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Unsägliche aber typische Zustände beim österreichischen Nationalgold

von Peter Boehringer E-Mail 24.02.15 22:48:39

Ein aktueller Blog anlässlich des heute veröffentlichten sehr bemerkenswerten Berichts des Österreichischen Bundesrechnungshofs (ÖBRH) zum österreichischen Staatsgold. Für meine Leser habe ich das 143-seitige Dokument zusammengefasst und kommentiert. Siehe unten. Viel mehr zum Thema gibt es dann in meinem im April 2015 erscheinenden Buch „Holt unser Gold heim", in dem die Gold-Causa „Österreich“ dann nur eines von über 80 Unterkapiteln sein wird. Allerdings ein nicht unwichtiges, denn viele Abläufe und Zustände in Österreich sind typisch für den Umgang der Zentralbanken der Welt mit ihrem Staatsgold in angelsächsischen Tresoren! Lesen Sie diesen Artikel auch als Fortsetzung meines Blogs vom 13. Dezember 2014 zum gleichen Thema.

Genau wie in Deutschland im Oktober 2012 wurde am heutigen 24. Februar 2015 nun auch in Österreich der lange geheim gehaltene Bericht des ÖBHR zum Staatsgold veröffentlicht. Nachfolgend ein langer Auszug daraus. Nicht nur deshalb, weil diese Sätze lauter schallende Ohrfeigen des Rechnungshofs für die OeNB sind. Sondern weil man mit sehr hoher Sicherheit leider davon ausgehen muss, dass diese Zustände beim Gold der OeNB exemplarisch sind für sehr viele Zentralbanken mit Gold in ausländischer Verwahrung!

Der ÖBRH stellt hier schriftlich fest, dass 22 Prozent der staatlichen Gold-Tonnagen der OeNB reine Buchungspositionen sind – sogenanntes „unallokiertes“ (und damit ggf. mehrfach „beeigentümertes“) Gold! Genau das also, was kritische Experten im Zuge des weltweiten fractional gold banking-Systems auch bei großen Teilen der Bestände der weltweiten Zentralbanken vermuten! Speziell bei den in angelsächsischen Tresoren „treuhänderisch“ verwahrten. Bei der OeNB sind dies über 82 Prozent der Bestände (in London bei der BoE). Hier Auszüge des ÖBRH-Berichts vom 24. Februar 2015:

Die OeNB lagerte [bis Anfang 2014, Berichtszeitraum] rund 82 % ihrer physischen Goldbestände bei einer Lagerstelle in England [BoE] und war somit einem hohen Konzentrationsrisiko ausgesetzt. Im aktuellen Lagerstellenkonzept fehlten angemessene Maßnahmen zur Verringerung dieses Risikos. Hinzu kam eine mangelhafte Ausgestaltung des Goldlagerstellenvertrags mit der Lagerstelle in England sowie fehlende Revisionsmaßnahmen bei den im Ausland gelagerten Goldbeständen. … Die Zusammensetzung des Goldbestands der OeNB in den Jahren 2009 bis 2013 veränderte sich stark. So sank der Anteil an nicht-physischen Beständen von rd. 56 % im Jahr 2009 auf rd. 22 % im Jahr 2013.
[Anm.: 2009 war also mehr als die Hälfte des österreichischen Staatsgolds nicht physisch vorhanden!] …

Sämtliche noch bestehende Goldleihegeschäfte liefen bis spätestens 24. September 2014 aus.
[Anm.: Der internationale Druck, solche Geschäfte zumindest offiziell zu beenden, wuchs zwischen 2012 und 2014 dramatisch – die OeNB reagierte offenbar darauf.] …

Transfer von Goldbeständen auf einem Metallkonto in physische Bestände in Einzelverwahrung im Jänner 2014
[Anm.: dito – ausschließlich dem öffentlichen Druck geschuldet!] …

Die OeNB führte … erstmals im Dezember 2012 eine Analyse ihrer aktuellen Goldlagerstellen und -veranlagungen durch.
[Anm.: damals tobte die öffentliche Debatte in Deutschland am heißesten] …

Die vom Direktorium am 17. Jänner 2013 beschlossenen Maßnahmen hinsichtlich des Managements der Goldbestände … sollten das Risiko von Vermögensverlusten der OeNB reduzieren.
[Anm.: Genau einen Tag nach dem Teilheimholungs-Beschluss der Deutschen Bundesbank vom 16. Januar 2013!] …

Die Geschäftspartner der OeNB übermittelten Bestandslisten von Goldlagerstellen nicht
routinemäßig an die OeNB. Teilweise lagen diese Bestandslisten der OeNB nur deshalb vor, weil sie der Wirtschaftsprüfer im Zuge der Jahresabschlussprüfung anforderte.

[Anm.: Sic! Leider forderte in Deutschland noch nie ein WP der Bundesbank diese Listen an und machte anhand dieser einen physischen Vollaudit!] …

Die OeNB hatte bisher keine dokumentierte Überprüfung der Existenz und Werthaltigkeit anderer als in der OeNB und in der Münze Österreich Aktiengesellschaft gelagerter Bestände vorgenommen.
[Anm: Mit anderen Worten: Die OeNB hatte sich bis 2013 noch nie auch nur einen Deut um ihr Auslandgold gekümmert!] …

Die OeNB hatte kein geeignetes Konzept zur Durchführung der Revision der Goldreserven. So sahen die geltenden Prüfroutinen keine Werterevision für [auslands-lagernde] Goldbestände vor. Die fehlenden Revisionsmaßnahmen stellten eine [gewollte?!] Lücke in den internen Kontrollverfahren der OeNB dar. Die OeNB hatte erst per 1. März 2014 mit der Entwicklung eines Werterevisionskonzepts, das alle Goldbestände der OeNB umfasste, begonnen.
[Anm.: Ohne Worte.] …

Der Lokalaugenschein, den ein Direktoriumsmitglied und ein Hauptabteilungsleiter der OeNB im Jahr 2011 bei [ausländischen] Goldlagerstellen vornahmen, war hinsichtlich der durchgeführten Prüfungshandlungen und Feststellungen unzureichend dokumentiert; die Ergebnisse waren deshalb für den RH nicht nachvollziehbar.
[Anm.: Eine schallende Ohrfeige – aber angemessen angesichts der kompletten Verantwortungslosigkeit des OeNB-Managements!] …

Die Abteilung Innenrevision überprüfte im Zeitraum 2009 bis 2013 die Ablauforganisation des Managements der Goldreserven nicht.
[Anm: Ohne Worte.] …

Obwohl die OeNB bei der Lagerstelle in England rd. 82 % ihrer physischen Goldbestände lagerte, fehlten in der Vereinbarung mit dieser Lagerstelle explizite Regelungen zu den Standards der Überprüfung und Wiegung des Goldes bei Einlieferung, zur Art der Verwahrung und zu den Eigentumsrechten. [Sic!] Eine Regelung zur Sorgfaltspflicht des Verwahrers und zur Zutrittsmöglichkeit der OeNB zur Lagerstelle fehlten in der Vereinbarung gänzlich. [In mehreren Fällen] war die Qualität des eingelagerten Goldes und die Art der Verwahrung nicht explizit geregelt. In einzelnen Fällen fehlten bspw. Regelungen zur Haftungsübernahme, zu Eigentumsrechten der OeNB und zur Versicherung der Bestände.
[Anm.: Mit anderen Worten: purster Dilettantismus und Schlamperei – oder gar Vorsatz!]

[Fazit:] Die zwischen den Jahren 2009 und 2013 geltenden Vereinbarungen mit ausländischen Lagerstellen über die Verwahrung der Goldbestände der OeNB im Hinblick auf Regelungen betreffend die Sicherstellung der Werthaltigkeit und Existenz der Goldbestände waren in wesentlichen Teilen mangelhaft und unzureichend.
[Anm.: Bei milliardenschwerem Volksvermögen wäre das normalerweise ein Entlassungsgrund für den gesamten zuständigen Vorstand!]“

=> Dies der bislang letzte Stand zum Thema. Ich erwarte auch in felix Austria in den kommenden Jahren beim Staatsgold „Bewegung“. Im wahren Wortsinn und gen Wiener Heimat! Alles andere wäre angesichts der hier skizzierten Zustände ein Dauerskandal. Doch auch in Österreich ist Goldheimholung leider ein Marathon, kein Sprint. Dieser Lauf wird (auch dort) fortgesetzt...

11 Kommentare

Kommentar from: Oblomow [Besucher]
*****
Herr Boehringer, schlafen Sie auch irgendwann? Erstaunlich wie schnell Sie wieder reagierten!

=> PB: Derzeit leider nur wenig Schlaf. Endlektorat eines langen Buches ist was ziemlich Nerviges - speziell wenn auch noch aktuelle Bloganlässe reinkommen wie heute und alles unterbrechen...

Ich habe keinen Link zu dem Bericht des ÖR-Hofes gefunden. Ist der Bericht nicht öffentlich zugänglich?

=> PB: Er ist inzwischen auch per Link öffentlich zugänglich. Hier als Service für Sie und andere Interessierte. Aber Vorsicht; längliches Dokument...: http://www.rechnungshof.gv.at/berichte/ansicht/detail/oesterreichische-nationalbank-gold-und-pensionsreserven-jubilaeumsfonds-sowie-sozialleistung.html

Machen Sie weiter. Zumindest bis Ihnen und uns von den EU-Sozialisten die Kommunikation gestrichen wird. Der Tag naht.
24.02.15 @ 23:30
Kommentar from: Samson [Besucher]
*****
Zitat: "Anm.: Bei milliardenschwerem Volksvermögen wäre das normalerweise ein Entlassungsgrund für den gesamten zuständigen Vorstand!"

Entlassungsgrund???

Sowas sehe ich als Hochverrat gegenüber dem Volk als Eigentümer an!
25.02.15 @ 08:17
Kommentar from: LuckyFriday [Besucher]
*****
Kann man da anders urteilen, als dass die OeNB-Verantwortlichen kriminelle Akte begangen haben?

********
=> Ergänzung PB: Wir sind ja nur "Laienrichter" ;-) Aber ja, wir können nur so urteilen - siehe auch die Anmerkung eines anderen Kommentators "Hochverrat" weiter oben. Kriminell ist heimliche Entleihung von Volksvermögen sicherlich. Andererseits "guter Brauch" beim ZB-Gold seit Jahrzehnten - und auch Geschäftsbanken entleihen ja gerne jeden Tag millionenfach Depotwerte aus den Depots ihrer ahnungslosen Aktienkunden (nach Pauschalermächtigung im Kleingedruckten, das kein Kunde ablehnen darf). Das ist alles systemisch angelegte Großkriminalität. Durch Systemrichter nicht sanktioniert. Also müssen Wir-die-Öffentlichkeit es endlich anklagen. Der Jahrzehnte-alte Betrug der Bankster muss offengelegt werden. Goldleihen von Staatsgold sind absolut unbillig. Ich gehe in meinem kommenden Buch darauf auch grundsätzlich ein.
25.02.15 @ 08:42
Kommentar from: Andreas v d Kamp [Besucher]
Liebe Nachbarn, die angebliche Prüfung durch unseren RH war eine pure Farce.

"Eingestimmt wird man durch die Information, dass die OeNB schon im Vorfeld 300 der angeblich 14.299 vorhandenen Barren aussuchen musste. Der RH wiederholt dieses Detail in seinem Bericht gleich vier oder fünf Mal, damit es ja nicht übersehen wird: Hast du das kapiert ? Die Depotbank verlangt von der OeNB, im Voraus 300 konkrete Barren für die Stichprobe zu benennen ! Hörst Du mich ? Hallo ?! Haaallooo !"

staatsstreich.at/rechnungshof-wird-salzamt-pruefer-beobachtet-londoner-inventurfarce.html

******
=> AW PB: Hallo Kollege Van de Kamp. Sie haben natürlich völlig recht und Ihr Artikel ist lesenswert! Es war in D im Oktober 2012 exakt das Gleiche. Der Bericht des (deutschen) BRH war eine Farce - ebenso wie alle sog. "Audits" der BuBa in NY und London - ich dokumentiere auch das im kommenden Buch akribisch. Trotzdem war der Bericht damals nützlich und für uns ausschlachtbar. Er hat auch signifikant den Druck auf die BuBa erhöht, was immerhin schließlich drei Monate später im Januar 2013 zum Teil-Heimholungsbeschluss der BuBa geführt hat!
=> Und die oben dokumentierten WORTE (ungleich Prüfungen und Taten) des ÖBRH sind doch starker Tobak
, den man (auch international) nutzen kann, da exemplarisch für die internationalen Zustände des fremdgelagerten ZB-Goldes. Ich bin gerade dabei, eine internationale Übersetzung auf den Weg zu bringen - wird wohl heute noch von Koos Jansen auf bullionstar.com veröffentlicht.

vG PB
25.02.15 @ 09:02
Kommentar from: Peter Boehringer [Mitglied] E-Mail
@Andreas @all

Passend zur o.g. Debatte zur "kontrollierten Opposition" der deutschen und österreichischen Rechnungshöfe und zu den sogenannten "Audits" unserer Goldbestände nur ein kleiner Auszug aus meinem einschlägigen Buchkapitel zum Thema:

" Der Bundesrechnungshof kommt trotz einiger Bundesbank-kritischer Rhetorik leider nicht zu so eindeutigen Schlüssen. Zwar schreibt er im oben genannten Bericht auf Seite 17 zu Recht und unter expliziter Bezugnahme auf entsprechende Branchenpraxis: „So ist es bei solch wertvollen Gegenständen wie Gold im Falle der kommerziellen Drittverwahrung durchaus üblich, regelmäßige Bestandsaufnahmen durch unabhängige Prüfer zu beauftragen.“ Und auch in die einschlägige Rechtsliteratur zum Thema Stichprobeninventur hat man sich durchaus eingelesen und stellt etwa mit „Weiss/Heidens Kommentar zur Inventurausnahme nach §241“ korrekt fest, dass ein Großteil der relevanten Literatur „eine Stichprobeninventur für sehr wertvolle Gegenstände – wozu Gold zweifellos zählt – kategorisch ablehnt“.

Nur um dann einige Absätze weiter alles wieder komplett zu relativieren – und Stichproben bei sehr leicht voll-auditierbarem physischen Gold im Wert von über 100 Milliarden Euro doch als irgendwie „zulässig“ herbeizurabulieren! In unfassbar devotem vorauseilendem Gehorsam gegenüber der Bundesbank schreibt man ernsthaft, explizit, wörtlich und absurderweise die von den Juristen der Bundesbank vordiktierten Sätze in den Bericht: „Im konkreten [Staatsgold-]Fall sind aber die Besonderheiten im Geschäftsumfeld einer Notenbank zu berücksichtigen.“!

Man kehrt also seine eigene Rechtsauffassung nach einer Intervention der Bundesbank in einem entscheidenden Satz komplett um! Die BuBa sagt hier mit dem dezenten Hinweis auf „Besonderheiten im Geschäftsumfeld einer Notenbank“ nichts anderes als: „Ihr könnt uns alle! HGB hin oder her. Wir stehen über dem Gesetz, über den Regeln guter Wirtschaftsprüfung. Schließlich haben wir in unserer sehr speziellen ‚Notenbank-Welt‘ ein ganz ‚besonderes Geschäftsumfeld’“ (was nach aller Erfahrung der vergangenen 100 Jahre leider auch absolut zutrifft – ein gesetzloses Umfeld eben)! Und der Rechnungshof schluckt das einfach so und übernimmt es völlig unkritisch und gar wörtlich in seinen Bericht an den Bundestag! Wie schon in Kapitel II.2.5 festgestellt: Das ist eindeutig kontrollierte Scheinopposition. BRH-Juristen sind faktisch Staatsbeamte. Sie werden also bezahlt von dem System, das sie theoretisch kontrollieren sollen. Und ein Falschgeldsystem hat eben unendlich hohe Summen an Bestechungsgeld zur Verfügung …

Wir wollen besser nicht wissen, welche hektischen und lauten Telefonate vor dieser Volte zwischen der Bundesbank, dem Kanzleramt, der Fed und eben dem Bundesrechnungshof geführt worden sind! Die Drähte zwischen Frankfurt, Berlin, New York und Bonn haben garantiert geglüht. "
25.02.15 @ 10:57
Kommentar from: Harald Neumann [Besucher]
*****
Beim Lesen kam ich mir vor wie im falschen Film. Allein dies: "Die OeNB hatte bisher keine dokumentierte Überprüfung der Existenz und Werthaltigkeit ... vorgenommen."

Da hat wohl jeder Pommesbuden-Betreiber eine bessere Übersicht über seine Bestände.

Insgesamt erscheint mir das alles mittlerweile ziemlich surreal. Und: Woher kommt plötzlich diese Offenheit des Rechnungshofes, und warum zu diesem Zeitpunkt? Letztlich ist ja auch der Rechnungshof eine staatliche Einrichtung, und bekanntlich hackt keine Krähe einer anderen die Augen aus. Steigt da irgendwo der Druck im Kessel? Mir ist in den letzten Wochen nichts aufgefallen. Habe ich was verpasst?
[PB: siehe oben: Kontrollierte Opposition - das ist aus Sicht der Systembanker immer noch besser als offener Widerstand einer ECHTEN Opposition.]

Möglicherweise ist dieser Bericht des Rechnungshofes nur eine Nebelbombe. Auch wenn der Anteil der "reinen Buchungspositionen" auf 22% gesunken ist, bleibt doch festzuhalten: Auch der Großteil der - angeblich - physischen Bestände besteht aufgrund der nicht vorhandenen Zugriffsmöglichkeit letztlich nur aus Buchungspositionen.
[PB: Siehe auch den weiter oben verlinkten Artikel von "Staatsstreich.at" zur absurden Natur der RH-"Prüfungen"]
25.02.15 @ 11:16
Kommentar from: Klaus R. [Besucher]
*****
Sehr geehrter Herr Boehringer

vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz zum Thema "Staatsgold". Für alle, die Ihre Artikel verfolgen, verdichtet sich die Befürchtung immer mehr zur Gewissheit:

Etwas ist faul in unserem Staate. Doch der Gestank von Verwesung kommt nicht nur aus den Gemäuern der Bundesbank, dem Bundesrechnungshof und dem Bundestag.
[PB: Gar keine Frage - wir diskutieren dies ja auch durchaus seit vielen Jahren auch aus übergeordneter Perspektive - aber das Staatsgold hat eine durchaus spezielle und wichtige Rolle im "Souveränitäts"-Spiel - auch dazu verweise ich auf mein kommendes Buch.]


Wie ist all das rechtlich möglich? Im Falle des Staatsgoldes müssen mindestens folgende Fragen mit 100%er Sicherheit für jeden Staatsangehörigen/Souverän nachvollzogen werden können:

Welches Gold ist unser Eigentum? Die Liste der Barrennummern muß öffentlich und überprüfbar sein.
Wo befindet sich unser Eigentum? Die jährliche Inventur muß in einer absolut vertrauenswürdigen, überprüfbaren Art und Weise erfolgen.
Ist es überhaupt möglich unser Eigentum zu verleihen?
Wer hat das Recht dazu?
Wie ist das gesetzlich geregelt?
Wie sind hier die Bedingungen?
Welche Sicherheiten müssen eingehalten werden?
Wo befindet sich das verliehene Gold?
Was passiert bei einem Ausfall?......
Wie kann etwas Verliehenes auf der Habenseite gebucht sein?
Wie wird dessen Wert festgestellt? (Hat etwas, das nicht da ist einen Wert?)
Warum gibt es keine Klagen?
Was ist los mit der Staatsanwaltschaft?
Hat hier jemand den Befehl zur Pflichtverweigerung?
Oder wird dieser Betrug ausschließlich durch vorauseilenden Gehorsam hergestellt?

Mit freundlichen Grüßen, Klaus R.

********
=> Ergänzung PB: Zu viele Fragen für diesen Kommentarbereich. Sie sind aber fast alle berechtigt und werden in meinem Magnum Opus zum Thema auf über 400 Seiten behandelt. Viele haben wir ja auch hier und anderswo online seit 2011 beackert. Für den Gesamtüberblick bitte noch bis April um Geduld. "Holt unser Gold heim. Der Kampf um das deutsche Staatsgold"
25.02.15 @ 11:36
Kommentar from: wolf [Besucher]
****-
Früher haben wir gesagt: "Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter!"

Heute können wir aufgrund von einer jahrelanger Erfahrung feststellen:
"Wo kein Richter mehr ist, was soll noch der Kläger?"
25.02.15 @ 11:54
Kommentar from: TheGerman [Besucher]
Spannend auch der Terminus 'Manipulationsgebühren' - ob sich das wohl auf die Kosten der Goldpreismanipulation bezieht?!? ;-)

"... Für die im Ausland gelagerten physischen Goldbestände fielen in den Jahren 2009 bis 2013 insgesamt rd. 1,04 Mio. EUR an Aufwendungen für Barren– und Manipulationsgebühren an. Diese umfassten im Wesentlichen Lager– und Transportkosten.."

s.S.48: http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/_jahre/2015/berichte/teilberichte/bund/Bund_2015_03/Bund_2015_03_1.pdf
26.02.15 @ 11:03
Kommentar from: Goldhamster [Besucher]
*****
Das alles lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Saustall!

Unglaublich. Und jeder kleine Selbstständige wird gegängelt, um eine Buchhaltung vorzulegen, die hundertmal exakter ist als das, was unsere ganzen Volkswirtschaften im Griff hat. Wozu in aller Welt brauche ich überhaupt noch einen Staat, wenn nicht einmal mehr in der Bürokratie Ordnung herrscht?
26.02.15 @ 11:54
Kommentar from: Oblomow [Besucher]
*****
Die BuBa „informiert“ in einem Video über das deutsche Gold:

http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2015/2015_02_26_film_deutsche_goldreserven.html?startpageId=Startseite-DE&startpageAreaId=Teaserbereich&startpageLinkName=2015_02_26_film_deutsche_goldreserven+330656

Schon der Erläuterungstext ist eine Zumutung:

"Mit diesem Film informieren wir die Öffentlichkeit auf leichte und unterhaltsame Art über das Thema Gold. Wir erklären in verständlicher Form, wie wir unseren Auftrag erfüllen, die Goldreserven zu verwalten. Wir leisten damit einen weiteren Beitrag zur Transparenz", sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele fasste die Kernbotschaft des Films so zusammen: "Es ist das Gold der Deutschen und wir haben die Verantwortung, mit dem Gold vernünftig umzugehen. Und diesem Auftrag kommen wir nach."

Wir interessieren uns nämlich insbesondere dafür zu erfahren, welche Goldreserven überhaupt vorhanden sind, welche die BuBa zu verwalten meint. Das für das Video verschwendete Geld hätte besser als Teil der Kosten einer körperlichen Bestandsaufnahme (Inventur, d.h. zählen, messen wiegen) verwendet werden sollen.

Ab ca. Min 04:49 kommt Weidmann zu Wort und gibt Gründe für die Verlagerung von Gold aus Paris nach Frankfurt an. Der nunmehr einheitliche Währungsraum mache die Lagerung in Frankreich überflüssig. Das lässt aufmerken; erst recht wenn Weidmann fortfährt, künftig werde es also Lagerstätten in New York, London und Frankfurt geben. Ist das die Ankündigung, dass insbesondere aus den USA keine Rückholungen erfolgen werden?

Bei Nachtwächter fand ich bereits einen Kommentar:

http://n8waechter.info/2015/02/video-der-bundesbank-die-deutschen-goldreserven/

Im dortigen Fazit steht: „Insgesamt hat der 8-Minuten-Film der Bundesbank eher ”Erklär-Bär”-Charakter zur Beruhigung der Halbwahrheiten gewohnten Masse.“

So sehe auch ich das.
26.02.15 @ 15:25

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