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		<title>Wolfgang Arnold - Letzte Kommentare zu Dies irae</title>
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		<ttl>60</ttl>
				<item>
			<title>Als Antwort auf: Dies irae</title>
			<pubDate>Sun, 07 Feb 2016 08:36:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator>Nikodemus [Besucher]</dc:creator>
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			<description>Zum Verst&amp;#228;ndnis der Inflation:  Der japanische Staat hat so ungef&amp;#228;hr 250 % &lt;br /&gt;
des BIP bei seinen B&amp;#252;rgern Staatsschulden.  Das bedeutet ungef&amp;#228;hr, dass &lt;br /&gt;
jeder einzelne Japaner seinem Staat das monet&amp;#228;re &amp;#196;quivalent von zweieinhalb Jahren seiner Arbeitsleistung ausgeliehen hat.  Das verursacht keine Inflation, ganz im Gegenteil leidet Japan unter Deflation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 150 Jahren h&amp;#228;tte man noch sagen k&amp;#246;nnen, dass jeder Japaner das Gold&amp;#228;quivalent von zweieinhalb Jahren Arbeit im Keller versteckt hat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange alle B&amp;#252;rger Arbeit haben, braucht keiner diese Reserven im Keller anzugreifen.  Fr&amp;#252;her blieb das Gold also im Keller, heute das &lt;br /&gt;
Papiergeld bei der Bank.   Das Mi&amp;#223;verh&amp;#228;ltnis zwischen Arbeitsleistung und &lt;br /&gt;
Geldumlauf entsteht nur dann, wenn viele Leute arbeitslos sind und keine &lt;br /&gt;
Arbeit leisten k&amp;#246;nnen, der Staat sie aber gleichwohl ern&amp;#228;hren mu&amp;#223;.  Dann &lt;br /&gt;
kommt die gallopierende Inflation.  Zum Beispiel waren die Preise nach dem &lt;br /&gt;
verlorenen Ersten Weltkrieg vergleichsweise stabil trotz enormer Zunahme der (Papier-)Geldmenge seit 1914.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gro&amp;#223;e Inflation begann erst im Fr&amp;#252;hjahr 1923 aus zwei Gr&amp;#252;nden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.)  Die Franzosen marschierten im Ruhrgebiet ein.  Die Gewerkschaften &lt;br /&gt;
riefen den Generalstreik aus, und die Reichsregierung mu&amp;#223;te sowohl die &lt;br /&gt;
streikenden Arbeiter als auch ihre eigenen Beamten weiter finanzieren, und zwar nur mit gedrucktem Geld, ohne dass daf&amp;#252;r gearbeitet worden w&amp;#228;re.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)  Das Deutsche Reich war schon damals sehr auf Rohstoffimporte aus dem &lt;br /&gt;
Ausland abh&amp;#228;ngig.  Diese mu&amp;#223;ten jedoch schon damals in Dollar bezahlt &lt;br /&gt;
werden, so dass der Industrie immer mehr Mark zum Dollarumtausch zur Verf&amp;#252;gung gestellt werden mu&amp;#223;ten.  Reichsbankpr&amp;#228;sident Rudolf Havenstein berief sich deswegen auf die &quot;Geldknappheit&quot;, die ihm zum Anlaufen der Druckerpresse zwang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe den Eindruck, dass Mario Draghi diesen einfachen Zusammenhang nicht  sieht, weil er nach wie vor meint, durch Geldmengenausweitung allein die Inflation ankurbeln zu k&amp;#246;nnen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Bundesregierung den ca. 23 Millionen Rentnern jeweils 20 % Rentenerh&amp;#246;hung konzidiert, h&amp;#228;tten wir sofort eine Inflation, weil dann die nicht-arbeitende Bev&amp;#246;lkerung mehr Kaufkraft h&amp;#228;tte, das sie im &amp;#252;brigen sogar sofort ausgeben mu&amp;#223; wegen ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zum Verst&#228;ndnis der Inflation:  Der japanische Staat hat so ungef&#228;hr 250 % <br />
des BIP bei seinen B&#252;rgern Staatsschulden.  Das bedeutet ungef&#228;hr, dass <br />
jeder einzelne Japaner seinem Staat das monet&#228;re &#196;quivalent von zweieinhalb Jahren seiner Arbeitsleistung ausgeliehen hat.  Das verursacht keine Inflation, ganz im Gegenteil leidet Japan unter Deflation.<br />
<br />
Vor 150 Jahren h&#228;tte man noch sagen k&#246;nnen, dass jeder Japaner das Gold&#228;quivalent von zweieinhalb Jahren Arbeit im Keller versteckt hat.  <br />
<br />
Solange alle B&#252;rger Arbeit haben, braucht keiner diese Reserven im Keller anzugreifen.  Fr&#252;her blieb das Gold also im Keller, heute das <br />
Papiergeld bei der Bank.   Das Mi&#223;verh&#228;ltnis zwischen Arbeitsleistung und <br />
Geldumlauf entsteht nur dann, wenn viele Leute arbeitslos sind und keine <br />
Arbeit leisten k&#246;nnen, der Staat sie aber gleichwohl ern&#228;hren mu&#223;.  Dann <br />
kommt die gallopierende Inflation.  Zum Beispiel waren die Preise nach dem <br />
verlorenen Ersten Weltkrieg vergleichsweise stabil trotz enormer Zunahme der (Papier-)Geldmenge seit 1914.  <br />
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Die gro&#223;e Inflation begann erst im Fr&#252;hjahr 1923 aus zwei Gr&#252;nden:<br />
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1.)  Die Franzosen marschierten im Ruhrgebiet ein.  Die Gewerkschaften <br />
riefen den Generalstreik aus, und die Reichsregierung mu&#223;te sowohl die <br />
streikenden Arbeiter als auch ihre eigenen Beamten weiter finanzieren, und zwar nur mit gedrucktem Geld, ohne dass daf&#252;r gearbeitet worden w&#228;re.<br />
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2.)  Das Deutsche Reich war schon damals sehr auf Rohstoffimporte aus dem <br />
Ausland abh&#228;ngig.  Diese mu&#223;ten jedoch schon damals in Dollar bezahlt <br />
werden, so dass der Industrie immer mehr Mark zum Dollarumtausch zur Verf&#252;gung gestellt werden mu&#223;ten.  Reichsbankpr&#228;sident Rudolf Havenstein berief sich deswegen auf die "Geldknappheit", die ihm zum Anlaufen der Druckerpresse zwang.<br />
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Ich habe den Eindruck, dass Mario Draghi diesen einfachen Zusammenhang nicht  sieht, weil er nach wie vor meint, durch Geldmengenausweitung allein die Inflation ankurbeln zu k&#246;nnen.  <br />
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Wenn die Bundesregierung den ca. 23 Millionen Rentnern jeweils 20 % Rentenerh&#246;hung konzidiert, h&#228;tten wir sofort eine Inflation, weil dann die nicht-arbeitende Bev&#246;lkerung mehr Kaufkraft h&#228;tte, das sie im &#252;brigen sogar sofort ausgeben mu&#223; wegen ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage.  <br />
<br />]]></content:encoded>
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