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« Die Gefahr von Darlehen in der Krise

Die wirklichen Ursachen der Finanzkrise

von Gerhard Spannbauer E-Mail 24.02.09 11:01:48

Logischerweise werden wir nun bei der offiziellen Erklärung der Finanzkrise erneut für dumm verkauft. Zunächst hieß es, die Finanzkrise wurde durch die Immobilienblase in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Dann waren die Wallstreetbanker und Hedgefondsmanager die Bösen. Danach die hiesigen Banken und gierigen Manager. Glaubt man verschiedenen Politikern, dann sind es die freien und ungezügelten Märkte und am Schluss kommt sogar jeder Einzelne an den Pranger, weil wir als Konsumenten nicht genügend Geld ausgeben.

Daher ist es angebracht, die wirklichen Ursachen beim Namen zu nennen. Die weltweite Finanzkrise wurde und wird von vier Faktoren ausgelöst:

1. Eine Clique superreicher Familien (Rockefeller, Rothschild, Morgan und weitere) arbeitet seit Generationen daran, die Welt unter ihre Kontrolle zu bringen und hat dieses Ziel dadurch erreicht, dass es ihr gelang, sich das weltweite Finanzsystem unter den Nagel zu reißen.

2. Die Notenbanken, die den Zins und die verfügbare Geldmenge diktatorisch festlegen und die Welt mit unendlichen Summen zu günstigem Geld fluten.

3. Die Regierungen, die immer mehr Geld ausgeben als sie zur Verfügung haben und somit immer Mittel und Wege suchen, neues Geld zu bekommen und dabei billigend in Kauf nehmen, dass sie sich über die nächste Währungsreform zu Lasten ihrer Bürger entschulden.

4. Das heutige Geldsystem mit dem Zinseszinseffekt.

Das sind die wirklichen Gründe, und ich will Ihnen hierzu folgende Erläuterung geben:

1. Im Jahre 1913 wurde mit der Gründung des Federal Reserve Systems in den USA der entscheidende Schritt vom Staatsgeld zum privaten Geld vollzogen. Die beiden Hochfinanzgruppen Rothschild und Rockefeller hatten mit 13 ihnen zuzurechnenden Banken (Federführend sind die beiden Großbanken Citibank und die J.P. Morgan Chase Company.) eine neue Privatbank mit dem Recht, eigenes Geld in Umlauf zu bringen, gegründet. Mit dieser Nacht- und Nebelaktion, die über die Weihnachtsfeiertage in dem besagten Jahr durchgezogen wurde und das Parlament im Unklaren über die Folgen ließ, erreichte die Hochfinanz ein wesentliches Etappenziel, nämlich den wichtigsten Schritt zur Versklavung der Menschen mittels Geld. Bedenkt man, dass der Dollar die Weltleitwährung ist und die wesentlichen anderen Währungen überwiegend mit Devisenbeständen in Dollar gedeckt sind, erkennt man die Dimension dieses Schachzugs.

Die daraufhin aus dem Nichts folgende und schier unbegrenzte Vermehrung des Dollars bescherte der Hochfinanz nahezu unvorstellbare finanzielle Mittel, mit denen sie die ganzen Welt kaufen kann. Insbesondere schafft sie sich dadurch quasi Monopole bei den Rohstoffen (Gold, Kupfer, Zink, Uran usw.) und den Nahrungsmitteln und ist derzeit bemüht, die Nahrungsmittelerzeugung (bspw. mit Patenten auf Saatgut) und das Trinkwasser ebenfalls unter Kontrolle zu bekommen. Natürlich fragt sich der aufmerksame Beobachter, warum lässt die Welt sich dies gefallen und warum nimmt die Welt den offensichtlich immer wertloser werdenden Dollar entgegen. Die amerikanische Hochfinanz und die amerikanische Regierung zwingen seit Jahren auf wirtschaftlichem und politischem Weg die anderen Länder und die wichtigsten Zentralbanken der Welt zur Annahme des Dollars. Folgen die anderen Länder diesem Wunsch nicht, kommt das Militär ins Spiel, so wie das Saddam Hussein und der Irak leidvoll fahren mussten. Intelligenterweise hat es die US-Hochfinanz geschafft, den wesentlichen Teil der faulen Dollars ins Ausland zu bringen. Über drei Viertel aller Dollarbestände befinden sich nicht in den USA, sondern bei den Gläubigerstaaten. Wird der Dollar also früher oder später entwertet, sind die anderen Länder, Banken und Marktteilnehmer außerhalb der Vereinigten Staaten die Leidtragenden.

2. Alle Notenbanken der heutigen Welt, an vorderster Stelle die amerikanische FED, sind die Handlanger der Hochfinanz und legen den allgemeinen Zins und die Geldmenge in diktatorischer Weise fest. Anstatt dass der Markt, wie bei allen Produkten, den Preis nach Angebot und Nachfrage reguliert, wird dieser von der FED fixiert. Nach welchen Kriterien die amerikanische Zentralbank die Zinsen festlegt, ist nicht bekannt und erscheint äußerst willkürlich. Ebenso die Ernennung des FED-Chefs. Dieser wird von einem Gremium ernannt und kann im Gegensatz zum USPräsidenten nicht nur zwei Amtszeiten regieren, sondern solange er möchte.

Tatsächlich ist er auch niemandem gegenüber rechenschaftspflichtig. Er agiert im Hintergrund, verantwortet sich weder vor dem Repräsentantenhaus, noch dem Senat noch der Presse oder der Öffentlichkeit. Die offizielle Begründung hierfür ist, dass er nur auf dieser Grundlage tun kann was er eben zu tun hat, und weil er unbequeme Entscheidungen treffen muss. Insider sagen jedoch zu recht, dass beispielsweise der Kongress auch täglich sehr unangenehme Entscheidungen zu treffen habe, ohne dass es hier eine Geheimhaltung gebe. Dies führt dazu, dass die halb geheim agierenden Notenbanken die Wirtschaft auf verschiedene Weise nach Belieben beeinflussen können; sei es durch eine Geldflutung oder durch eine Geldreduktion. Wie wir in der Vergangenheit gesehen haben, und es auch jetzt erleben, machen sie davon zu unser aller Schaden reichlich Gebrauch.

3. Die meisten heutigen Politiker unterliegen den gleichen Zwängen wie auch die Politiker und Herrscher früherer Zeiten. Schon immer bestand bei ihnen der Drang, mehr Geld auszugeben, als zur Verfügung stand, beziehungsweise so viel wie möglich aus den Untertanen herauszupressen. So nutzten sie, um ihre ausufernden Ausgaben tätigen zu können, die Möglichkeit der Geldschöpfung oder der Verfälschung des Geldes (Streckung von Gold und Silbermünzen) beziehungsweise der Aufnahme von Krediten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wir erkennen dies an der extremen Verschuldung der Vereinigten Staaten, aber auch der Situation in Deutschland. Zum Jahresende 2004 war die Bundesrepublik mit 1,394 Billionen € verschuldet. Die Verschuldung betrug zu diesem Zeitpunkt 328 % der jährlichen Steuereinnahmen (Diese beliefen sich im Jahr 2004 auf 456,9 Milliarden €.). Man könnte also sagen, dass der deutsche Staat auf drei komplette Jahreseinnahmen verzichten müsste, um seinen Schuldenberg abzutragen. Natürlich ist dies nie möglich. Bei diesen Schulden sind aber verschiedene gesetzlich verbriefte Ansprüche - wie Pensionsverpflichtungen für das Heer der Beamten - nicht berücksichtigt, ebenso wie die Transferzahlungen in das staatliche Rentensystem. Rechnet man diese Posten als laufende Ausgaben zu den Zinsen, erkennt man, dass der Bund circa zwei Drittel seines Haushalts allein für diese Zahlungen aufbringen muss. Somit lautet das zwingende Fazit, dass die Bundesrepublik Deutschland seit Jahren überschuldet, ja eigentlich zahlungsunfähig ist, und keine Aussicht auf eine Rückführung der Schulden besteht. Die aktuelle Rezession wird die Verschuldung sogar noch ausweiten. Die deutsche Regierung überlegt, den wirtschaftlichen Notstand feststellen zu lassen, der ihr erlaubt, eine Neuverschuldung über die staatlichen Investitionen hinaus vorzunehmen. Somit bleiben nur folgende Auswege: Die Verlängerung und Neufinanzierung der Altschulden (Schon heute wird in etwa der Betrag der Neuverschuldung allein für die Zinszahlung der Altschulden benötigt.) und in nicht allzu ferner Zukunft die Entschuldung über eine Währungsreform zulasten aller ehrlichen Sparer und Anleger. Dasselbe Schicksal droht natürlich auch höchstverschuldeten Staaten wie den Vereinigten Staaten von Amerika, Italien, Großbritannien, Griechenland, vielen ehemaligen Ostblockstaaten und Entwicklungsländern. Island ist bereits im Herbst 2008 pleite gegangen und Ungarn scheint der nächste Kandidat zu sein. Somit sind und bleiben die Regierungen die Hauptschuldenmacher der Welt und unterhöhlen das wirtschaftliche System durch eine endlose Schuldenorgie immer mehr.

4. Der Zinseszinseffekt: Die Tatsache, dass sich Geld ohne Arbeit vermehrt, gehört zu den Grundübeln der heutigen Welt und schnürt die Wirtschaft ab. Als Beispiel sei der berühmte Josephs-Pfennig aufgeführt: Das berühmte Beispiel kennt jeder: Hätte man zu Jesus´ Geburt einen Pfennig zu 5% Zinsen angelegt, so ergäbe dies durch den Zinseszinseffekt bis zur heutigen Zeit einen utopischen und nicht vorstellbaren Geldbetrag, der ein Vermögen repräsentieren würde, dass 268 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold ausmachen würde. Würde es den Zinseszins nicht geben, betrüge der Wert des angelegten Pfennigs nicht einmal einen Euro.

Hieraus erkennt man unschwer, dass das heutige Geldsystem wie ein schwerer Mahlstein an der Menschheit hängt, der die wenigen Reichen immer reicher macht und den Rest immer weiter verarmen lässt. Dieser Zinseszins – die Hoffnung auf Reichtum ohne Arbeit – zwingt alle Menschen in einen fatalen und letztlich mörderischen Konkurrenzkampf zu Lasten moralischer Werte, der Bodenschätze und anderen Ressourcen. Unter dem Zinseszinseffekt steckt aber noch ein an anderes Problem: Wenn Banken heutzutage Geld schaffen – besser schöpfen – dann schöpfen (erzeugen aus dem Nichts) sie bspw. nur einen Dollar oder einen Euro und bringen dieses Geld als zu verzinsendes Schuldgeld auf die Welt, nicht aber die dazugehörenden Zinsen. Aus solch einem geschöpften Dollar werden in 100 Jahren bei 6% Verzinsung 13.781 Dollar. Mit jedem neu ausgereichten Kredit gelangt zwar zusätzliches Geld in den Umlauf und scheint diesen Widerspruch im ersten Moment zu entschärfen; da damit jedoch auch neue Zinsansprüche entstehen, türmt sich die Zinsschuld in noch größere Höhe und lässt die Diskrepanz weiter bestehen. Infolgedessen müssen sich die Menschen gegenseitig bekämpfen, um dieses fehlende Geld zu ergattern. Dadurch wird die Allgemeinheit gezwungen, sich immer tiefer in Schulden zu verstricken. Die Menschen arbeiten immer mehr, jedoch bleibt für ihre Lebensunterhalt immer weniger übrig. Ein teuflischer Kreislauf, der die Welt in ein unendliches Schuldenmeer stürzt. Eine perfekte Falle! Viele Menschen laufen wie die Hamster im Laufrad, ohne je imstande zu sein, ihre Schulden abzutragen. Daher ist eine tief greifende Systemänderung vonnöten. Die Wirtschaft wird auf Dauer nur funktionieren, wenn es ein Geldsystem ohne Zinseszins gibt, so wie es verschiedene Freidenker bereits entwickelt und aufgeschrieben haben. Ohne solch eine Systemänderung wird die Menschheit auf der Erde keine wirkliche Zukunft haben, und selbst wenn nach einem Crash ein neues System geboren würde, wäre es bereits todgeweiht, wenn es auf derselben Grundlage wie das jetzige basierte.

Darüber hinaus muss man leider erkennen, dass der Wohlstand der gesamten westlichen Welt eine einzige riesige Mogelpackung ist. Wahrscheinlich gab es vor einigen Jahrzehnten tatsächlich noch eine redliche und ehrliche Arbeit und es wurden tatsächlich hochwertige Produkte produziert. Unser Land und das vom 2.Weltkrieg zerstörte Europa wurde tatsächlich von vielen Menschen in harter und hingebungsvoller Arbeit wieder aufgebaut. Deutschland ist heute federführend im Ingenieurwesen sowie bei vielen wertvollen Erfindungen und Entwicklungen für die gesamte Welt. Selbstverständlich trifft das in ähnlicher Weise auch für andere Länder unseres Planeten zu. Aber offensichtlich gab es dann einmal eine Kursänderung, weg von dieser ehrlichen Arbeit, die reale Werte schuf, hin zu einer Richtung, die Reichtum und Wohlstand ohne wirkliche Arbeit versprach. Oder drücken wir es anders aus: Lassen wir einfach andere für unseren Wohlstand arbeiten (Dritte-Welt-Länder) oder finanzieren wir heute unser schönes müßiges Leben mit Schulden, die irgendjemand in ferner Zukunft hoffentlich für uns abbezahlt. Und so wurde ein Wirtschaftssystem erfunden und entwickelt, so wie in den letzten Jahren die strukturierten Wertpapiere und die vielfältigen, Profit und vermeintliche Sicherheit versprechenden Kreationen auf dem Gebiet des Finanzsektors. So entwickelte sich unser Wirtschaftssystem zu einer nahezu unbegreiflichen Blase, einer heillosen Verwirrung, die sich jetzt ihrem Ende nähert. An einer Stelle musste diese künstliche Blase platzen, und dies geschah offensichtlich auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt vor circa eineinhalb Jahren. Das sollten Sie wissen, um wichtigen Zusammenhänge besser verstehen zu können und die korrekte Ursache zu erkennen. Ferner sind sie dann vor den Nebelbomben und Aussagen vermeintlicher Experten, Wirtschaftsfachleuten oder Politikern gefeit.

 

© Gerhard Spannbauer
www.krisenvorsorge.com

 

 

Ich betreibe die Seite www.krisenvorsorge.com und weise auf eine umfassende Krisenvorsorge hin, die mit den Finanzen beginnt, aber auch die Bereiche persönlicher Vorsorge und Maßnahmen zur eigenen Sicherheit umfasst.

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