Wahrheit im Mainstream ist wie Ewigkeit bei Schäuble
von Peter Boehringer
23.09.11 11:13:36
Das Handelsblatt behauptet heute, höchst exklusiv einen bislang unentdeckten Teil des billionenschweren Desasters um unsere Staatsfinanzen aufgestöbert zu haben. Ein Scoop also, der dem Handelsblatt eine Ehrenmitgliedschaft in der sogenannten „Truther“-Szene einbrächte – wäre er denn wirklich so neu und exklusiv ...
Unter der hochtrabenden Überschrift „Die Wahrheit“ und „neueste Berechnungen zur heimlichen Staatsschuld“ auf seiner heutigen farbigen Titelseite gibt das Handelsblatt und dessen „Chefökonom“ Dirk Heilmann mit dem quasi-amtlichen Stempel des Freiburger Finanzwissenschaftlers Prof. Raffelhüschen sogar noch ein kartoniertes und gefaltetes hochwertiges „Extrablatt“ mit der so sensationellen Grafik der impliziten deutschen Staatsverschuldung im DIN A1 (!) - Format heraus. Jenen 5 Billionen EUR also, welche den Barwert der ungedeckten Zahlungsverpflichtungen aus den Sozialkassen darstellen, den man in einer sauberen Buchführung schon seit Jahrzehnten der offiziellen Staatsschuld i.H.v. derzeit 2,1 Billionen EUR hätte hinzurechnen müssen.
Handelsblatt stellt Existenz der US-Goldreserven in Frage
von Peter Boehringer
03.03.11 11:14:39
Kennen Sie Richard Duncan von "Blackhorse Asset Management"? Nein? Ein großes Manko: Der Mann ist nicht nur prominent und im Handelsblatt als Goldexperte zitabel, sondern ganz offenbar ein Insider des Goldmarkts. Im heutigen Handelsblatt lüftet er den Schleier von einem der bestgehütetsten Geheimnisse der Goldwelt: "Wie viel Staatsgold haben die USA noch?". Im Mainstream wird ja seit Jahrzehnten immer die offizielle und seit ca. 1970 unveränderte Zahl von etwa 8100 Tonnen bzw. 261m Unzen berichtet. Und im heutigen Handelsblatt wird Insider-Ritchie zitiert mit der (impliziten) Angabe 343 Tonnen.
Das glauben Sie nicht? Lesen Sie es nach: Handelsblatt von heute 3. März, Seite 32f: "China häuft einen Goldschatz an" [nur im Abo online]. Richard Duncans Zitat lautet wörtlich: "Das Letzte, was China will, ist ein Goldstandard. Bei der aktuellen Rate des Handelsbilanzdefizits würde es nur drei Wochen dauern, bis China alles Gold der Vereinigten Staaten hätte."
Einbruch in Tabuzonen: the truth goes mainstream
von Peter Boehringer
03.02.11 10:39:09
Geschehen in der deutschen Mainstream-Presse noch Zeichen und Wunder? Sollte sich die ungeschminkte ökonomische Wahrheit Bahn brechen? Ist sie einfach nicht mehr unter der anachronistischen und angesichts der Fakten abstrusen Bleidecke der political correctness zu halten? Drängen endlich die hässlichen Wahrheiten und die ungeliebte Ratio ans Licht und verdrängen so die irrational aufgehübschte glitzernde Oberfläche der berichteten "Wahrheit" der deutschlandfeindlichen Gutmenschenpresse? Fast scheint es so, wenn man -ausgerechnet- den heutigen Handelsblatt-Titel liest. Ein ZWEIseitiger Aufmacher "Wir retten uns zu Tode" mit einem Inhalt und sogar einer Wortwahl, die 1:1 aus den Archiven der seit Jahren zunehmend vor Emotion schäumenden Wahrheitsblogger oder der ökonomischen "Traditionalisten" stammen könnte.
Wehret den Anfängen des ISO-Journalismus
von Peter Boehringer
29.11.10 13:30:35
Guten Morgen, liebe Leser. Es ist Montag, der 29. November. Heute berichten wir im Sinne eines tagesaktuellen Blogs einfach mal über verschiedene Mainstream-Meldungen und zT sehr bedenkliche Kommentierungen und Forderungen aus dem dEUtschen Absurdistan. Vorab möchten wir jedoch nicht versäumen, auch den Präsidenten des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung Hans-Werner Sinn als (neuen?) Leser des Goldseitenblogs herzlich zu begrüßen!
In einem Gastbeitrag an sehr prominenter Stelle (letzte Seite HB ) schreibt Herr Sinn nämlich heute u.a. zur jüngsten orwellianischen Verdrehung des Herrn Steingart [hier im Blog kommentiert] so schöne Sätze wie "Steingarts Versailles-Vergleich wurde pikanterweise schon von 'Le Figaro' bei der Diskussion um den Maastrichter Vertrag gebraucht, nur andersherum. Der Euro zwinge Deutschland dazu, nun endlich zu zahlen, so hieß es in diesem staatstragenden Blatt. Maastricht sei der 'Versailler Vertrag ohne Krieg'. Auch der französische Präsident Mitterand hat den Versailles-Vergleich ... bei einer öffentlichen Rede bemüht." ![]()
=> Das kommt Ihnen bekannt vor? Klar: es ist die Wahrheit - und ja, diese wurde seit 1992 konsequent von den deutschen Zahlmicheln ferngehalten - und ja, es ist eine fast perfekte Paraphrasierung meines Goldseitenblogeintrags vom 19.11. "Gabor Orwell: Versailles ohne Krieg". Insofern ist wohl auch das ausführliche Zitat oben an dieser Stelle urheberrechtlich unproblematisch, denn immerhin stammt die These vom falsch gedeuteten Versailles von hier und zudem ist oben ja sogar der Link zum Sinn-Artikel angegeben. Umgekehrt dagegen wäre dem arroganten Handelsblatt bei einer Quellenangabe
" www.goldseitenblog.com " vermutlich ein Zacken aus der Krone gefallen. Reuters ist da schon weiter: per Grundsatzbeschluss wurde dort vor einigen Monaten festgelegt, künftig auch "ausgewählte" Blogs als offizielle Quelle zu zitieren.
Du bist Irland. Du bist englische Bank. Du bist Zahlmichel.
von Peter Boehringer
22.11.10 14:38:27
Gestern - Sonntagabend: Irland tut das schon lange Unvermeidliche und beantragt riesige Summen EUropäischer Rettungsgelder. Details sind wie immer unbekannt: Sowohl zur Höhe: zwischen 50 Mrd EUR ("Tagesspiegel", vermutlich viel zu tief geschätzt) und 120 Mrd EUR ("Unicredit"-Infos unter Berufung auf irische Quellen). Als auch zum Timing der Hilfen (Konsens: Geld reicht bis ca. 2013). Als auch zu den Empfängern der Hilfen (v.a. englische Banken). Als auch zur Cash-Wirksamkeit und damit zu Auszahlungsmodalitäten, denn auch Kreditzusagen und Haftungsgarantien Deutschlands sind lediglich VERZÖGERTE Transferzahlungen. Jedermann weiß, dass diese Gelder niemals getilgt werden können.







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