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Gold schützt vor Inflation und Finanzcrashs

von Tim Schieferstein E-Mail 21.08.16 21:30:40

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie zeigte bereits lange vor den sozialistischen Experimenten der Sowjetunion, China und der DDR logisch auf, dass die staatliche und planwirtschaftliche Lenkung von Preisen und Produktion nur in einer Katastrophe enden kann. Der letztliche Hunger- und Gewalttod von über 100 Millionen Menschen war die direkte Folge der linksfaschistischen Regime weltweit. Gleichzeitig wurden Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen, die sich über Jahrhunderte natürlich und effizient entwickelt hatten, völlig zerstört. Dabei wurden nicht mehr zu behebende Schäden verursacht. Das staatliche Monopol auf die Geldproduktion, welches schon Marx in Punkt 5 seines Kommunistischen Manifestes mit der „Zentralisation des Kredites in den Händen des Staates durch die Nationalbank mit Staatskapital und ausschließendem Monopol“ forderte, ist heute – dem Putsch der Banken gegen die Regierung im Jahr 1913 – bitterer Alltag in Europa und in den USA. Das europäische Geldmonopol liegt heute zentralistisch bei der Europäischen Zentralbank, die den Zins für die Märkte durch die Manipulation des Geldangebots festlegt. Die totale Kontrolle des Geld- und Kreditwesens bedeutet gleichzeitig die totale Kontrolle über das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben, wobei letzteres genau das ist, was Staat und Banken wollen.

Mit der sukzessiven Einführung von Zentralbanken sowie der Ausweitung der Macht des Staates im zwanzigsten Jahrhundert, nahmen Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit, Armut und Kriege immer weiter zu. Die aktuellen Niedrig- und Negativzinsen für Staats- und Unternehmensanleihen sind ein Novum in der Wirtschaftsgeschichte. Sie sind die Folge immer extremerer Markteingriffe. In einem freien Land wäre dies unmöglich und die Zeit des Goldstandards zeigt, dass Marktzinsen über Jahrhunderte unverändert auf nahezu gleichem Niveau notierten, solange es kein staatliches Geldmonopol gab. Marktzinsen, die von ihrem natürlichen Niveau abweichen, sorgen für Fehlanreize und Verzerrungen in der Produktionsstruktur sowie beim Sparen und Investieren.

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Erstmals in der Geschichte rentieren deutsche zehnjährige Staatsanleihen zu null Prozent.

2007 platzte beispielsweise die Blase am Häusermarkt in den USA, die dadurch entstand, dass billige Kredite und niedrige Zinsen einem jeden ein Haus auf Pump ermöglichten. Neun Jahre später haben Negativzinsen unlängst dafür gesorgt, dass es in Europa wieder eine Blase am Immobilienmarkt gibt. Spätestens mit dem Anstieg der Zinsen und einer beginnenden Weltwirtschaftskrise, werden die variabel abgeschlossenen Kreditverträge den Hausbesitzern um die Ohren fliegen und deren Lebenswerk zerstören. Seit einigen Wochen mehren sich die Meldungen von ersten regionalen Einbrüchen um bis zu 50% am Immobilienmarkt in Europa und den USA. Diese sind ein erster Vorbote dieser künstlich geschaffenen Fehlallokation. So brachen die Immobilienpreise in Vancouver alleine im letzten Monat um 20% ein während die Hausverkäufe um 70% unter dem Vorjahr liegen. Dass es zu diesen Einbrüchen kommt – obwohl die Zinsen noch nicht angestiegen sind, sondern durch die Notenbanken immer weiter in den negativen Bereich gedrückt werden – unterstreicht die kritische Lage am Häusermarkt noch weiter.

Die illegale Immigration und der dadurch verursachte Wohnungsmangel verhindern zumindest in Deutschland kurzzeitig noch einen Zusammenbruch des Marktes. Diese Entwicklung ist jedoch ebenfalls auf Sand gebaut, da der Bau und die Miete der Häuser über Transferzahlungen der Deutschen finanziert werden und daher nicht nachhaltig sind. Die Marktzinsen werden auf mittelfristige Sicht entweder durch einen Anstieg der Risikoprämie in einer Deflation massiv ansteigen oder aufgrund der Kompensation der Währungsabwertung in einer Inflation resultieren. Auf die eine oder andere Weise wird die Zeit der Niedrigzinsen im schroffen Wechsel von einer Phase extrem hoher Zinsen abgelöst werden, die alle Verzerrungen in den Volkswirtschaften zutage fördern und bereinigen wird. Leider werden durch diese Krise auch ansonsten weitsichtige und gesunde Unternehmen leiden und mit in den Abgrund gezogen werden, was das Tragische an den durch ungedeckten Kredit und Geldpolitik induzierten Krisen ist.

Die Lösung im kommenden Zusammenbruch des Immobilienmarktes kann im Halten von Gold liegen, denn sowohl in der Deflation als auch insbesondere in der Inflation wertet der sichere Hafen Gold im Vergleich zu anderen Assetklassen massiv auf. Nach einem nominalen sowie realen Anstieg des Goldpreises lässt sich mit den Edelmetallen nicht nur eine Restschuld auf ein Haus begleichen, sondern die allseits gefürchtete Zwangshypothek im Rahmen eines Lastenausgleichs abzahlen. Für all jene, die Gold besitzen, wird eine Zeit kommen, in der sie relativ viel Immobilien für ihr Gold erhalten werden, was dann in der tiefsten Krise ein guter Zeitpunkt wäre, um einen Teil der Edelmetalle in Immobilien zu tauschen.

Mitglieder der US-Notenbank sind sich uneinig

Am Mittwochabend um 20 Uhr erschien wieder einmal das neue Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung, das diesmal vom Markt erst hawkish und kurze Zeit später dann doch dovish interpretiert wurde. Dies führte zu einer Achterbahnfahrt an den Märkten. Gold fiel daher zunächst um 10$ und ging dann doch mit einem Plus von 12$ aus dem Handel. Im Detail sagten die Notenbankmitglieder, dass sie sich uneinig seien, ob eine Zinsanhebung bald benötigt würde, wobei einige Mitglieder hinter einer Zinsanhebung im Juli stünden. Insgesamt entschied man sich, auf weitere Wirtschaftsdaten zu warten, bevor man die Zinsen anheben würde, doch wären einige besorgt über die Risiken für die Finanzmärkte, die bei zu niedrigen Zinsen bestehen. Sollte die „Inflationsrate“ weiter ansteigen, dann wäre angeblich die Zeit für einen Eingriff und eine weitere Zinsanhebung gekommen. Wir rechnen hingegen, dass dieser Schritt erst dann gegangen wird, wenn die Preissteigerungsraten über 5% liegen. Nach dem FED-Protokoll, das eigentlich hawkish war und für eine weitere Zinsanhebung spricht, fiel die Erwartung der Analysten zu einer Zinsanhebung in den nächsten Monaten, da man sich scheinbar mehr von dem letzten Treffen der Notenbanker erhoffte. Nach einem kurzen Rücksetzer bei Gold und Silber sowie etwas Stärke im Dollar, interpretierte der Markt das Protokoll dovish und Gold, Silber sowie Aktien konnten zulegen, während der Dollar abschmierte und der Euro sowie das Pfund entsprechend zulegen konnten.

Damit die Blase am Anleihemarkt sowie kurze Zeit später jene am Immobilienmarkt nicht platzen und das Bankenkartell durch Kreditausfälle in den Bankrott treiben, wird die private US-Notenbank FED die Geldschleusen weiter öffnen mit der Auflage eines neuen QE-Programms. Sie wird wertlose Anleihen gegen frisch gedrucktes Geld aufkaufen und kann nebenher sogar die Zinsen anheben, solange frisches Geld in das Bankensystem fließt. Dies wird jedoch nur solange gut gehen, bis die Inflation deutlich auf die Preise durchschlägt und so eine Flucht aus dem Bankensystem unausweichlich sein wird. Dies wird letztlich auch die Stunde des Goldes sein.

Chaos direkt vor der Tür

von Wolfgang Arnold19.08.16 14:17:55

Die Politik der Zentralbanken steuert seit Gründung der Fed 1913 auf ein Ziel zu, das in den nächsten Wochen erreicht werden dürfte: den gleichzeitigen weltweiten totalen Zusammenbruch von Finanzwirtschaft, Realwirtschaft, Gesellschaftssysthemen samt der öffentlichen Sicherheit.

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Die kommende Explosion des Silberpreises

von Wolfgang Arnold07.08.16 18:24:38

TARGET2 ist ein Zahlungsverkehrssystem, über das nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld schnell und endgültig abgewickelt werden. Über TARGET2 fließen pro Tag im Durchschnitt rund 350.000 Zahlungen im Wert von rund 2 ½ Billionen Euro.

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Notenbanken drucken und werten die Währungen ab

von Tim Schieferstein E-Mail 24.07.16 10:36:09

Die EZB beließ auf ihrer Sitzung am Mittwoch den Leitzins unverändert bei 0,00% und den Einlagensatz bei -0,4%. Die monatlichen Käufe von Staatsanleihen im Volumen von 80 Mrd. Euro monatlich sollen unverändert bis März 2017 andauern, was die Papiergeldmenge um den entsprechenden Betrag ausweiten und den Euro so sukzessive entwerten wird. Die zehnjährigen Bundesanleihen fielen wieder in den negativen Bereich. Ansonsten gab es keine nennenswerten Marktreaktionen auf das Sitzungsergebnis, wobei der Goldpreis – nach einem kurzzeitigen Rückgang als Reaktion auf die Rede des Zentralbankchefs Mario Draghi – zusammen mit Silber nach oben schoss, nachdem am Vormittag bereits signifikante charttechnische Unterstützungen erreicht wurden.

Der folgende Chart zeigt die Ausweitung der Geldmenge M1, dem kleinsten Aggregat, seit der Jahrtausendwende. Diese Geldmenge wurde durch die EZB zunehmend inflationiert (aufgebläht), wodurch der Euro entwertet wurde. Dies erklärt warum viele Menschen den Euro auch „Teuro“ nennen, da sich viele Preise des alltäglichen Lebens seit seiner Einführung vervielfachten. Nur die von der Regierung geschaffenen Statistiken verschleiern geschickt diese Geldentwertung. Die grüne Linie zeigt die Projektion des künftigen Anstiegs der Geldmenge bis März 2017, wenn weiterhin 80 Mrd. Euro monatlich frisch gedruckt werden.

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Das Drucken von frischen Papiereuros nimmt kein Ende.

Wertet der Euro ab, so steigt der relative Wert der stärksten Währung Gold im Vergleich zum Papiereuro zwangsweise an. Die Geldmengenausweitung führte dementsprechend auch zu einem nahezu gleichzeitigen Anstieg des Goldpreises, was der nächste Chart eindrucksvoll unter Beweis stellt. Man kann es also als sicher ansehen, dass das weitere Drucken von Papiereuros zu einem weiteren Anstieg des Goldpreises in Euro führen wird.

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Gold muss wie die Geldmenge weiter ansteigen.

Auf der Notenbanksitzung sagte Draghi weiterhin, dass der Finanzmarkt den Brexit-Schock gut verdaut habe und die begonnene Konjunkturerholung nun anhalten sollte. Dennoch sei der EZB-Rat bereit – wenn nötig mit allen Mitteln, die innerhalb des Mandats liegen – zu reagieren, sollte es zu Turbulenzen kommen. Die Daten signalisieren anhaltendes, moderates Wachstum im zweiten Quartal – auch wenn dieses geringer als im Vorquartal ausfallen dürfte. Zu der Problematik der notleidenden Kredite bei vor allem italienischen Banken, stellte er klar, dass die Regulatorien die notwendige Flexibilität für außergewöhnliche Umstände bei Bankhilfen beinhalten würden, worauf sich die Bankaktien sofort an den Märkten erholten.

Nachdem die Banken durch die unbegrenzte Liquidität seitens der EZB wieder solvent sind, haben diese durch die, das System rettende, Negativzinspolitik ein Problem mit ihrer Profitabilität, das schwerer zu lösen sein dürfte. Damit die Zinsen nicht ansteigen und die Märkte nicht kollabieren, kauft die EZB bereits seit einiger Zeit nebst Staatsanleihen auch Unternehmensanleihen auf. Einige nationale Notenbanken haben Listen der erworbenen Anleihen veröffentlicht, die sich wie eine Liste der DAX und MDax Unternehmen liest. Zu den auf den Listen genannten Unternehmen gehören u.a.: Allianz, Bayer, BMW, Continental, Dt. Bahn, Dt. Börse, Dt. Post, Dt. Lufthansa, Dt. Telekom, Eon, K+S, MAN und Linde. Dadurch können sich die großen Unternehmen leichter und günstiger verschulden, während kleine sowie mittelständische Unternehmen einen Wettbewerbsnachteil durch relativ höhere Finanzierungskosten erleiden. Dies führt dazu, dass der Mittelstand im Verhältnis zu den Großunternehmen weiter schrumpft, was in einem kapitalistischen System eher umgekehrt ablaufen würde, da kleine Unternehmen zumeist flexibler und innovativer sind als Großunternehmen mit starren Strukturen. Die EZB hält mittlerweile 440 verschiedene Anleihen im Volumen von 10,4 Mrd. Euro, von denen lediglich die Hälfte ein B-Rating besitzt. 37 Unternehmen werden dagegen auf Ramschstatus gehandelt. Ohne die Anleihen der EZB wären diese womöglich bankrottgefährdet. Alleine die Bundesbank hält Anleihen von 42 Unternehmen, die so über den Steuerzahler subventioniert werden. Investoren können sich bei einem Kauf dieser Anleihen sicherer sein als bei anderen Anleihen, da die EZB diese Anleihen wohl nie wieder abstoßen und Kurspflege betreiben wird. Sollten theoretisch irgendwann alle diese Anleihen doch auf Ramschstatus heruntergestuft werden, so würde der Steuerzahler wahrscheinlich eher dafür geradestehen müssen, als, dass man auf die Idee käme diese Anteile noch rechtzeitig zu verkaufen. Somit weisen diese Anleihen der Unternehmen ein geringeres Risiko auf als Anleihen von Unternehmen, die sich nicht auf der Liste der von der EZB gekauften Anleihen befinden.

In Japan sagte Kuroda bereits am Mittwoch, dass „Helikoptergeld weder nötig noch möglich wäre“. Dies entspricht exakt unseren Erwartungen: Frisch gedrucktes Geld wird nur selektiv in das Bankensystem und an gewisse Adressen laufen, jedoch nicht mit der Gießkanne gleichmäßig an die gesamte Bevölkerungen verteilt. Die völlig faktenlosen Gerüchte, Ben Bernanke hätte Japan dazu gedrängt Helikoptergeld zur Verfügung zu stellen, hatten die Aktienmärkte in den letzten Handelstagen auf neue Hochs getrieben und den Yen einbrechen lassen. Immerhin denkt Kuroda darüber nach, den fiskalischen Stimulus von 10 auf 20 Billionen Yen zu erhöhen, was die japanische Zentralbank Bank of Japan (kurz: BoJ) natürlich über die Druckerpresse finanzieren müsste. Das einzige Interesse der BoJ ist es, das Bankensystem und den Staat über die Druckerpresse zu finanzieren, jedoch nicht die Menschen, die über die Abwertung der Währung diesen Vermögenstransfer letztlich bezahlen müssen. Eher wird der komplette Staatshaushalt über die Notenbanken finanziert und alle Schulden an den Märkten durch eine Zentralbank aufgekauft werden, bevor die Notenbanken Geld an die Bevölkerungen verteilen. Geld wird in der Zukunft sintflutartig die Märkte überschwemmen – jedoch nicht die privaten Konten der Bürger.

Wie weit können Gold und Silber noch ansteigen?

Gold steht heute mit 1.326$ je Feinunze bereits deutlich höher als zum Hoch des Jahres 1980 bei 850$ je Feinunze. Natürlich ist diese Betrachtung nur nominal und ein US-Dollar von heute ist längst nicht so viel wert, wie im Jahr 1980, weshalb man die Inflation und den Kaufkraftverlust der Papierwährungen berücksichtigen muss. Real steht der Goldpreis aufgrund der Inflation der Geldmenge durch die US-Notenbank gerade einmal bei 9,4% des damaligen Hochs, was bedeutet, dass Gold noch um das Zehnfache ansteigen müsste, damit Gold real ähnlich bewertet wäre, wie im Jahr 1980. Auch wenn keine weiteren QE-Programme mehr kämen, so hätte Gold noch genügend Potenzial nach oben. Drucken die Notenbanken jedoch weiter Papiergeld, so erhöht sich das nominale Anstiegspotenzial immer weiter.

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Gold notiert real nur bei 10% des Hochs von 1980.

Im Silber ist die Situation sogar noch drastischer, da der Preis für die Feinunze gerade einmal bei 2,67% des Hochs aus dem Jahr 1980 notiert. Demnach müsste der Silberpreis noch um das 35-fache ansteigen, um annähernd das damalige reale Hoch zu erreichen. Heute existiert jedoch nicht mehr so viel physisches Silber wie damals in den Tresoren, sodass man davon ausgehen kann, dass der Preis noch höher steigen wird, wenn Silber erst einmal extrem nachgefragt und knapp wird.

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Silber müsste noch um das 35-fache ansteigen, um das Hoch von 1980 zu erreichen.

Beide Edelmetalle sind real massiv unterbewertet und stellen die wahrscheinlich beste und sicherste Anlageform für die nächste Dekade dar. Angesichts des enormen Potenzials des Gold- und Silberpreises, scheint es unnötig auf einen Rücksetzer zu warten und man sollte sich mehr für die Entwicklung der kommenden zehn Jahre positionieren und gleich investieren, sofern man denn langfristig physisches Gold halten will.

Wann kommt der große Rums?

von Wolfgang Arnold22.07.16 11:49:54

Die Federal Reserve hat bisher gewartet. Jede kleinste Erschütterung hätte das wackelnde Gebäude zum Einsturz gebracht und dem Kandidaten, den man verhindern wollte, aufs Podest verholfen.

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