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Reale Welt und Illusion

von Thomas Straub E-Mail 10.03.13 13:20:21

Die Furcht vor der Allmacht der Bullion-Banken, die Edelmetallpreise durch ungedeckte Papierkontrakte bis in alle Ewigkeit in die von ihnen gewünschte Richtung zu manipulieren, relativiert sich im Hinblick auf die Fähigkeit der wichtigsten Käufer physischer Edelmetalle - insbesondere Chinas und Russlands - selbst unbegrenzt Geld zu deren Kauf herzustellen.

Inoffizielle Schätzungen, welche am Goldmarkt in aller Regel die größere Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit aufweisen als offizielle Statistiken, gehen davon aus, dass China im Jahr 2012 seine Goldreserven um erstaunliche 1.500 Tonnen aufgestockt hat.

Die aktuell bestehende extreme Positionierung der Bullion-Banken und Hedgefonds an der COMEX (siehe dazu etwa http://treo.typeABC.com/files/20130303-ggr-cot-notes.pdf; (bitte statt dem "ABC" innerhalb des Links in der Browserzeile mit "pad" austauschen - vollständiger Link lässt sich nicht veröffentlichen: "Illegal content found: blacklisted word")........ auf Seite 35 dieses Berichts findet sich übrigens eine graphische Darstellung des Ersuchens der dt. Bundesbank an die FED um Herausgabe der dt. Goldreserven) schafft die Voraussetzung für einen fulminanten Anstieg auch der illusionären - im Spielcasino der COMEX ermittelten - Edelmetallpreise.

Erfahrene Edelmetallexperten wollen in den letzten Tagen Hinweise auf eine Trendumkehr der in den letzten Monaten an den Papiermärkten vorherrschenden Handelsmuster erkannt haben, welche auf den Beginn eines Anstiegs der Edelmetallpreise hinweisen sollen.

Aktuelle Prophezeiungen zur Veränderung des Weltwährungssystems und zur Entwicklung der Edelmetallmärkte gehen davon aus, dass

• China den Abschluss eines neuen Weltwährungsabkommens erzwingen wird (Bretton Woods II mit Golddeckung),
• die realen Edelmetallpreise dann wesentlich höher stehen werden als die aktuellen illusionären COMEX-Preise,
• der Goldpreis auf dem wesentlich erhöhten Niveau - in einer zwischen 5 und 10 % liegenden Preisspanne - verbleiben wird (kein Absturz wie 1980 nach Ende der „manischen Phase“),
• der Goldpreis so hoch sein wird, dass er zum Ausgleich der Bilanzen der Zentralbanken der großen Defizitsünderstaaten (USA, GB ... ) dient und
• die COMEX für die Preisbildung der Edelmetalle ihre Relevanz verlieren und zu einem bloßen „Cash-Markt“ abgewertet werden wird, welcher die am physischen Markt erfolgte Preisbildung nur mehr nachbildet.

Silberinvestoren mit langfristigem Anlagehorizont, die sich über den Zeitpunkt eines Verkaufs ihres Silberschatzes Gedanken machen, sollten sich die während eines - unter http://goldsilverworlds.com/gold-silver-experts/izzy-friedman-what-now-for-the-price-of-silver/ veröffentlichten - Interviews von Izzy Friedman (Mentor des bekannten Edelmetallexperten Ted Butler) gemachten Aussagen vor Augen halten: “My goal is to sell silver, when the shortage is at fever pitch. Thats why I don`t look at inflation or the dollar - I´m more interested in considering the silver shortage“.

© Thomas Straub - TAURUS-Edelmetall-Gruppe / ts(at)taurus-edelmetall-gruppe.com

3 Kommentare

Kommentar from: SGMI [Besucher]
*****
Was meinen denn die anderen dazu?
10.03.13 @ 15:21
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
Wenn aber China ein neues Währungsabkommen mit Golddeckung (wie immer es auch heißen mag) erzwingen wird - welchen Sinn macht es dann für den "Westen", durch Kursmanipulationen den Goldpreis zu drücken, wenn sich anschließend die Chinesen in die bequeme Lage versetzt sehen, riesige Mengen des - in dem von Ihnen geschilderten Fall - "geldwerten" Goldes durch die Drückung anzukaufen ?

I.ü. würde wohl das Drucken von Rubel oder Renminbi zwecks Goldaufkauf wohl nicht funktionieren, denn dessen Handel wird immer noch in US$ abgerechnet.

Ich entsinne mich eines Artikels in der (jetzt eingestellten) FTD vor zwei oder drei Jahren, in dem ein in der Öffentlichkeit kaum bekannter Goldman-Sachs Ökonom, dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt oder notiert habe, das chinesische Wirtschaftswunder seit den frühen 80er Jahren unter Deng durchaus unbescheiden für sich (und seine Banksterklitsche) reklamierte und im üblichen Sermon sichtlich zufrieden von einem "erfolgreichen Experiment" sprach.

Sollte dies zutreffen - woran ich wenig Zweifel habe, denn von dieser "gedeihlichen" Zusammenarbeit las man auch schon an anderer Stelle, freilich ohne das Signet der "seriösen Qualitätspresse" - wäre damit bewiesen, daß - mindestens einer - der Initiatoren des chinesischen Wirtschaftswunders dieser langfristig planende, kriminelle Bankenkrake gewesen ist.
Und in der Tat wurde ja seit 1980 auch ein sehr großer Teil der US-Industrie nach China verschoben.

Seither ist mir dieser atemberaubende, chinesische Auftstieg von Maos Kleinhochöfen zur führenden Wirtschafts- und vielleicht auch schon Technologiemacht der Welt in nur 50 Jahren noch viel weniger geheuer als zuvor.

In diesem Zusammenhang sei die Lektüre des hervorragenden Buches "Nach dem 2.Weltkrieg" des frz. Autos R. Cartier empfohlen (C. war m.K.n. auch der ehemalige Chefredakteur von "Paris Match"), das - da es das damalige, französische Interesse in Cochinchina unmittelbar betraf - die merkwürdigen Verstrickungen zwischen den USA (Roosevelt und Truman) einer- und den Rot- und Nationalchinesen andererseits sehr detailliert beleuchtet.

Schon damals rührte mindestens das offizielle Washington offenbar keinen Finger (auch nicht unter Truman), um die Sache ihres nationalchinesischen Verbündeten gegen die roten Massen Maos zu schützen oder zu verteidigen.



.

12.03.13 @ 19:45
Kommentar from: Bert [Besucher]
*****
Dank unserer Massennedien ist die Realität bereits zu 100% der Illusion gewichen.
Typisches Beispiel gerade gesehen:

18.03.13 @ 18:33

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