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Wichtige Entscheidungen der Zentralbanken stehen bevor

von Tim Schieferstein E-Mail 27.08.16 09:15:21

Am heutigen Nachmittag wird die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, in Jackson Hole eine Rede halten, welche die Richtung für die Edelmetallpreise in den nächsten Handelstagen vorgeben wird. Sollte sie sich „hawkisch“ zu einer baldigen weiteren Zinsanhebung in den USA äußern, wäre dies kurzfristig bärisch für die Edelmetalle und wichtige charttechnische Unterstützungen dürften getestet werden. Sollte sie sich hingegen bedeckt halten, so würde dies ausreichen, um die Spekulationen zu einer Wiederaufnahme der billigen Geldpolitik erneut zu entfachen, was zu einer Erholung der Edelmetallpreise führen könnte. Zumindest nach den Fed Fund Futures liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den USA für dieses Jahr wieder bei über 60%. Mitte September wird es gleich vier Notenbanksitzungen geben: Bank of England (15.09.), der Bank of Japan und der FED (21.09 ), sowie der EZB (08.09). Diese werden die Märkte stark bewegen.

Auch eine mittelfristige Zinsanhebung in den USA wird den Edelmetallen im „Big Picture“ nichts anhaben können, solange die anderen großen Notenbanken weiterhin die Druckerpressen laufen lassen, wovon wir fest ausgehen. Da mittlerweile Anleihen für 12,3 Bio. US-Dollar (28%) negativ rentieren – wovon Staatsanleihen 8 Bio. USD ausmachen – die japanische Notenbank ihre Käufe an japanischen Aktien-ETFs auf 58 Mrd. USD verdoppeln will, alle Zentralbanken mittlerweile Vermögenswerte und Schulden im Volumen von 25 Billionen USD halten und die Notenbanken keinen Bankrott einer Privatbank zulassen, sehen wir langfristig ein ungebrochen positives Umfeld für Gold und Silber.

In dieser Woche gab es eine Rede von Fed-Vize Stanley Fischer, die der Markt als "hawkish" interpretierte. Am Mittwoch gab der Goldpreis dann schlagartig um 10$ ab, nachdem eine große Menge Gold für 1,5 Mrd. US-Dollar mit einem Mal auf den Markt gekippt wurde. Dieses Vorgehen ist sehr ungewöhnlich, denn gerade in der immer noch bullischen Stimmung, in der jeder Rücksetzer gekauft wird, hätte man diese Menge zu einem deutlich besseren Preis verkaufen können, wenn man in kleinen Tranchen verkauft hätte. Eine logische Schlussfolgerung daraus wäre, dass jemand den Markt absichtlich schocken und verunsichern wollte, indem man mit relativ wenig Einsatz einen möglichst großen Schaden im Chart und der Psychologie der Bullen verursacht. Die üblichen Tatverdächtigen wären dabei die Notenbanken, was Sinn macht, nachdem wir seit Anfang August erstmals seit der Woche vor dem Brexit wieder eine Manipulation in den statistischen Daten der US-Terminmarktaufsicht identifizieren konnten.

Trotz der leichten Abgabe im Gold von 20$ in dieser Woche – was nicht viel ist – verharrt der Goldpreis weiterhin in der relativ engen Handelsspanne zwischen 1.300$ und 1.375$ je Feinunze. Dies demonstriert eine deutliche relative Stärke im Vergleich zum Silber.

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Gold in US-Dollar

Der Goldpreis in Euro gab weiter nach, nachdem bereits Anfang August die Unterstützung bei 1.215€ gefallen war, wobei das zuletzt genannte Preisziel bei 1.165€ bereits erreicht und somit abgearbeitet wurde. Hält sich die Chefin der US-Notenbank am heutigen Nachmittag zurück und kündigt keine baldige Zinsanhebung an, so wird die Unterstützung bei 1.300$ halten und auch die Unterstützung bei Gold in Euro bei 1.165€ je Feinunze. In diesem Fall wäre die Korrektur am Edelmetallmarkt bereits beendet.

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Nach dem starken Anstieg korrigierte Gold nun leicht.

Silber ließ in den letzten Handelstagen hingegen stärker Federn und wie in der letzten Onlinekonferenz bereits erwartet, hat der Silberpreis einen Pull Back an das Ausbruchsniveau bei 16,50€ je Feinunze gestartet.

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Silber in Euro verdaut den Anstieg und testet nun das Ausbruchsniveau.

Da der Silberpreis stärker fiel als jener für Gold, stieg das Ratio der beiden Edelmetalle wieder an. Langfristig war ein Ratio zwischen 70 und 80 immer ein gutes Signal, um Silber im Verhältnis zu Gold in einem Depot überzugewichten.

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Gold/Silber-Ratio stieg wieder an, womit Silber jetzt wieder übergewichtet werden sollte zu Gold

Langfristig gesehen hat Silber heute inflationsbereinigt gerade einmal eine Bewertung von 2,67% im Vergleich des Hochs aus dem Jahr 1980. Sollte Silber irgendwann ähnlich bewertet sein wie damals, dann müsste es bis dahin noch um das 35-fache ansteigen, sofern die Rahmenbedingungen unverändert bleiben. Silber hat damit noch ungeheures Potenzial auf Sicht der kommenden zehn Jahre.

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Im historischen Vergleich ist Silber immer noch extrem günstig.
Zivilschutzplan als Vorbote der Weltwirtschaftskrise?

Die hartgesottenen Goldbugs, die seit der Jahrtausendwende den Zusammenbruch des westlichen ungedeckten Papiergeldsystems erwarten, haben sich zumeist längst für längere Versorgungsengpässe vorbereitet. Ein weltweiter Zusammenbruch des Finanzsystems würde auch die weltweite Produktion und Lieferketten zum Erliegen bringen, was es so bis dato noch nie in der Geschichte gab, da ähnliche Krisen aufgrund unterschiedlicher Währungen bisher immer national begrenzt waren und so die Versorgung aus dem Ausland weiterhin möglich war. Doch was bei einem weltweiten Zusammenbruch des Finanzsystems geschieht – mit der teilweisen oder völligen Entwertung der Fiat-Währungen – mag sich wohl kaum einer so recht ausmalen. Die smarten Investoren haben längst kleine und größere Vermögen in Edelmetallen vor dem Zugriff des Staates gesichert, um die hart erarbeiteten und verdienten Lebensersparnisse zu schützen.

Was für die informierten Goldbugs bereits ein alter Hut und in „Prepper“ Kreisen eine Selbstverständlichkeit ist, hatte in dieser Woche den Rest der Bundesbürger wie ein Schlag mit dem Zaunpfahl getroffen, als die Bundesregierung nur wenige Wochen nach der islamistischen Terrorserie in Deutschland nun tatsächlich im Rahmen ihres neuen Zivilschutzplans der Bevölkerung angeraten hat, Lebensmittelvorräte und Trinkwasser für mindestens 10 Tage vorzuhalten. Auch die Reaktivierung der ausgesetzten Wehrpflicht wurde in den Raum geworfen, während der Bundesinnenminister Thomas de Maiziere das konkrete Szenario eines Angriffs auf das völlig ungeschützte bundesdeutsche Stromnetz in den Raum warf.

Der Schutz des Vermögens vor Raub und Inflation mittels Edelmetallen ist ein sehr wichtiger Faktor, um eine Weltwirtschaftskrise zu überstehen. Doch auch die Vorbereitung auf viele weitere mögliche Gefahren und Engpässe ist sehr wichtig in einer Zeit, in der die Gottspieler in Politik und Notenbanken die Volkswirtschaften gegen die Wand gefahren haben. Ein aktuelles Beispiel ist hierbei das sozialistische Venezuela, dass der EU einige Jahre voraus ist. Dort hungert aktuell die Bevölkerung, während der Staat Zwangsarbeit auf Feldern angeordnet hat, was ein schwerer Menschenrechtsverstoß ist. Obwohl der Sozialismus weltweit schon mannigfach gescheitert ist und weit über 100 Millionen Tote gefordert hat, hält sich der irrationale Glaube in die Allmacht und Weisheit einiger Bürokraten, die auf Steuerzahlerkosten leben, hartnäckig. Jeffry Tucker des Mises Instituts in Alabama vergleicht diese religiöse Ideologie mit „der Weigerung die Schwerkraft anzuerkennen und ständig in die Luft zu springen in der Erwartung, jeden Moment zu den Wolken aufzusteigen. Es passiert zwar nie, aber ihren Glauben an die Nichtexistenz der Schwerkraft erschüttert das nicht.“

Die unverantwortliche Geldpolitik der Zentralbanken und die ebenso unverantwortliche, über Verschuldung finanzierte Fiskalpolitik der Regierungen – weit über die Kapazitäten der Marktwirtschaft hinaus – werden letztlich auch in Europa für Mangel und Not unter der Bevölkerung sorgen. Alles was nötig ist, damit die Wirtschaft in einen unaufhaltsamen Abwärtsstrudel fällt, sind früher oder später wieder steigende Zinsen, die das Kartenhaus einer geldgetriebenen konjunkturellen Scheinblüte in sich zusammenfallen lässt. Die Aussagen der Bundesregierung sollte man daher ernst nehmen und nebst Edelmetallen doch über einen zumindest minimalen Notvorrat für die Krise nachdenken.

Sommer-Operette

von Wolfgang Arnold25.08.16 19:01:17

Da haben wir sie nun, die deutsche Sommer-Operette. Pünktlich zur Halbzeit der Ferienflaute bläst de Maizière die Katastrophen-Schalmei.

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Gold schützt vor Inflation und Finanzcrashs

von Tim Schieferstein E-Mail 21.08.16 21:30:40

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie zeigte bereits lange vor den sozialistischen Experimenten der Sowjetunion, China und der DDR logisch auf, dass die staatliche und planwirtschaftliche Lenkung von Preisen und Produktion nur in einer Katastrophe enden kann. Der letztliche Hunger- und Gewalttod von über 100 Millionen Menschen war die direkte Folge der linksfaschistischen Regime weltweit. Gleichzeitig wurden Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen, die sich über Jahrhunderte natürlich und effizient entwickelt hatten, völlig zerstört. Dabei wurden nicht mehr zu behebende Schäden verursacht. Das staatliche Monopol auf die Geldproduktion, welches schon Marx in Punkt 5 seines Kommunistischen Manifestes mit der „Zentralisation des Kredites in den Händen des Staates durch die Nationalbank mit Staatskapital und ausschließendem Monopol“ forderte, ist heute – dem Putsch der Banken gegen die Regierung im Jahr 1913 – bitterer Alltag in Europa und in den USA. Das europäische Geldmonopol liegt heute zentralistisch bei der Europäischen Zentralbank, die den Zins für die Märkte durch die Manipulation des Geldangebots festlegt. Die totale Kontrolle des Geld- und Kreditwesens bedeutet gleichzeitig die totale Kontrolle über das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben, wobei letzteres genau das ist, was Staat und Banken wollen.

Mit der sukzessiven Einführung von Zentralbanken sowie der Ausweitung der Macht des Staates im zwanzigsten Jahrhundert, nahmen Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit, Armut und Kriege immer weiter zu. Die aktuellen Niedrig- und Negativzinsen für Staats- und Unternehmensanleihen sind ein Novum in der Wirtschaftsgeschichte. Sie sind die Folge immer extremerer Markteingriffe. In einem freien Land wäre dies unmöglich und die Zeit des Goldstandards zeigt, dass Marktzinsen über Jahrhunderte unverändert auf nahezu gleichem Niveau notierten, solange es kein staatliches Geldmonopol gab. Marktzinsen, die von ihrem natürlichen Niveau abweichen, sorgen für Fehlanreize und Verzerrungen in der Produktionsstruktur sowie beim Sparen und Investieren.

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Erstmals in der Geschichte rentieren deutsche zehnjährige Staatsanleihen zu null Prozent.

2007 platzte beispielsweise die Blase am Häusermarkt in den USA, die dadurch entstand, dass billige Kredite und niedrige Zinsen einem jeden ein Haus auf Pump ermöglichten. Neun Jahre später haben Negativzinsen unlängst dafür gesorgt, dass es in Europa wieder eine Blase am Immobilienmarkt gibt. Spätestens mit dem Anstieg der Zinsen und einer beginnenden Weltwirtschaftskrise, werden die variabel abgeschlossenen Kreditverträge den Hausbesitzern um die Ohren fliegen und deren Lebenswerk zerstören. Seit einigen Wochen mehren sich die Meldungen von ersten regionalen Einbrüchen um bis zu 50% am Immobilienmarkt in Europa und den USA. Diese sind ein erster Vorbote dieser künstlich geschaffenen Fehlallokation. So brachen die Immobilienpreise in Vancouver alleine im letzten Monat um 20% ein während die Hausverkäufe um 70% unter dem Vorjahr liegen. Dass es zu diesen Einbrüchen kommt – obwohl die Zinsen noch nicht angestiegen sind, sondern durch die Notenbanken immer weiter in den negativen Bereich gedrückt werden – unterstreicht die kritische Lage am Häusermarkt noch weiter.

Die illegale Immigration und der dadurch verursachte Wohnungsmangel verhindern zumindest in Deutschland kurzzeitig noch einen Zusammenbruch des Marktes. Diese Entwicklung ist jedoch ebenfalls auf Sand gebaut, da der Bau und die Miete der Häuser über Transferzahlungen der Deutschen finanziert werden und daher nicht nachhaltig sind. Die Marktzinsen werden auf mittelfristige Sicht entweder durch einen Anstieg der Risikoprämie in einer Deflation massiv ansteigen oder aufgrund der Kompensation der Währungsabwertung in einer Inflation resultieren. Auf die eine oder andere Weise wird die Zeit der Niedrigzinsen im schroffen Wechsel von einer Phase extrem hoher Zinsen abgelöst werden, die alle Verzerrungen in den Volkswirtschaften zutage fördern und bereinigen wird. Leider werden durch diese Krise auch ansonsten weitsichtige und gesunde Unternehmen leiden und mit in den Abgrund gezogen werden, was das Tragische an den durch ungedeckten Kredit und Geldpolitik induzierten Krisen ist.

Die Lösung im kommenden Zusammenbruch des Immobilienmarktes kann im Halten von Gold liegen, denn sowohl in der Deflation als auch insbesondere in der Inflation wertet der sichere Hafen Gold im Vergleich zu anderen Assetklassen massiv auf. Nach einem nominalen sowie realen Anstieg des Goldpreises lässt sich mit den Edelmetallen nicht nur eine Restschuld auf ein Haus begleichen, sondern die allseits gefürchtete Zwangshypothek im Rahmen eines Lastenausgleichs abzahlen. Für all jene, die Gold besitzen, wird eine Zeit kommen, in der sie relativ viel Immobilien für ihr Gold erhalten werden, was dann in der tiefsten Krise ein guter Zeitpunkt wäre, um einen Teil der Edelmetalle in Immobilien zu tauschen.

Mitglieder der US-Notenbank sind sich uneinig

Am Mittwochabend um 20 Uhr erschien wieder einmal das neue Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung, das diesmal vom Markt erst hawkish und kurze Zeit später dann doch dovish interpretiert wurde. Dies führte zu einer Achterbahnfahrt an den Märkten. Gold fiel daher zunächst um 10$ und ging dann doch mit einem Plus von 12$ aus dem Handel. Im Detail sagten die Notenbankmitglieder, dass sie sich uneinig seien, ob eine Zinsanhebung bald benötigt würde, wobei einige Mitglieder hinter einer Zinsanhebung im Juli stünden. Insgesamt entschied man sich, auf weitere Wirtschaftsdaten zu warten, bevor man die Zinsen anheben würde, doch wären einige besorgt über die Risiken für die Finanzmärkte, die bei zu niedrigen Zinsen bestehen. Sollte die „Inflationsrate“ weiter ansteigen, dann wäre angeblich die Zeit für einen Eingriff und eine weitere Zinsanhebung gekommen. Wir rechnen hingegen, dass dieser Schritt erst dann gegangen wird, wenn die Preissteigerungsraten über 5% liegen. Nach dem FED-Protokoll, das eigentlich hawkish war und für eine weitere Zinsanhebung spricht, fiel die Erwartung der Analysten zu einer Zinsanhebung in den nächsten Monaten, da man sich scheinbar mehr von dem letzten Treffen der Notenbanker erhoffte. Nach einem kurzen Rücksetzer bei Gold und Silber sowie etwas Stärke im Dollar, interpretierte der Markt das Protokoll dovish und Gold, Silber sowie Aktien konnten zulegen, während der Dollar abschmierte und der Euro sowie das Pfund entsprechend zulegen konnten.

Damit die Blase am Anleihemarkt sowie kurze Zeit später jene am Immobilienmarkt nicht platzen und das Bankenkartell durch Kreditausfälle in den Bankrott treiben, wird die private US-Notenbank FED die Geldschleusen weiter öffnen mit der Auflage eines neuen QE-Programms. Sie wird wertlose Anleihen gegen frisch gedrucktes Geld aufkaufen und kann nebenher sogar die Zinsen anheben, solange frisches Geld in das Bankensystem fließt. Dies wird jedoch nur solange gut gehen, bis die Inflation deutlich auf die Preise durchschlägt und so eine Flucht aus dem Bankensystem unausweichlich sein wird. Dies wird letztlich auch die Stunde des Goldes sein.

Chaos direkt vor der Tür

von Wolfgang Arnold19.08.16 14:17:55

Die Politik der Zentralbanken steuert seit Gründung der Fed 1913 auf ein Ziel zu, das in den nächsten Wochen erreicht werden dürfte: den gleichzeitigen weltweiten totalen Zusammenbruch von Finanzwirtschaft, Realwirtschaft, Gesellschaftssysthemen samt der öffentlichen Sicherheit.

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Die kommende Explosion des Silberpreises

von Wolfgang Arnold07.08.16 18:24:38

TARGET2 ist ein Zahlungsverkehrssystem, über das nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld schnell und endgültig abgewickelt werden. Über TARGET2 fließen pro Tag im Durchschnitt rund 350.000 Zahlungen im Wert von rund 2 ½ Billionen Euro.

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