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"Pilz-Viagra" aus dem Himalaya teurer als Gold

von Hans Jörg Müllenmeister25.12.13 00:50:59

Hätten Sie's gewusst? Da gibt es einen heißbegehrten tibetischen Raupenpilz. In sexsüchtigen Partykreisen in New York wiegen Salonlöwen ihn regelrecht mit Gold auf. Kürzlich zahlte man dafür in Hongkong über 40.000 Euro pro Kilogramm. Da bleibt der inzwischen magersüchtig gewordene Goldpreis auf der Strecke. Und der Pilzpreis steigt weiter mit „anschwellender“ Gier der Impotenten. In entsprechend verrückten Kreisen ist wahrhaftig ein Hype ausgebrochen. Das ist nicht weit weg von der einstigen Tulpen-Hausse im 17. Jahrhundert. Leider ist der Zauberpilz schnell vergänglich und sein Investment gehört zur Hochrisiko-Anlage. In puncto Werterhaltung

hat das ewige Gold eindeutig die Nase vorn. Besagter Pilz ist aber mehr als ein Lustbringer, er ist eine pharmakologische Allzweckwaffe. Kurz: Forschungen zeigten, dass er gegen Krebs und Viren wirkt. Daneben beobachtete man immun- und cholesterinregulierende, antioxydantierende Effekte.

Der Trüffel: ein Symbiose-Partner, der Raupen-Pilz: ein Parasit

Die Tibeter nennen den Raupen-Pilz Yarshagumba, die Chinesen Dong Chong Xia Cao; das heißt soviel wie Wurm im Winter, Gras im Sommer.
Dieser Schlauchpilz stellt, was seine Wertschätzung betrifft, sogar seinen ebenso unterirdisch wachsenden Nachtschatten-Bruder, den Trüffel weit in den Schatten. Und nicht nur das. Auch die Wunderpille Viagra gerät gegen ihn ins Abseits. Dabei sagte man schon dem Trüffel bereits vor 2000 Jahren eine aphrodisierende Wirkung nach. Die alten Römer nahmen ihn als Mittel gegen Impotenz. Erst in unserer Zeit erkannte die Wissenschaft zusätzliche Wirkungen, etwa die antibiotischen.
Während der Trüffel eine Symbiose mit seinem Pflanzenwirt eingeht, nistet sich der Raupenpilz als Parasit im Körper einer Raupe ein und frisst diese genüsslich von innen langsam auf.

Wie gedeiht das begehrte Sammelobjekt?

Wie kommt es zu diesem Parasitentum? Vor der Regenzeit befallen Pilzsporen die Raupen der Fledermausmotte Hepialus armoricans – sie haust im feuchten Gras und in Erdhöhlen. Aus einer Spore entwickelt sich ein neuer Pilz im Inneren der Raupe. Als Parasit bezieht dieser heranwachsende Pilz seine gesamte Energie aus dem Gewebe der Raupe. Noch vor dem Wintereinbruch gewinnt er die Kontrolle über den Bewegungsapparat der Raupe und dirigiert sie eine Handbreit unter die Erdoberfläche. Im Winter zersetzt der Pilz alle inneren Organe der Raupe durch sein Wurzelgeflecht, dem Myzel – eine Art Pseudomorphose! Steigen im Frühjahr die Temperatur an, sprießt aus dem Kopf der Raupenmumie ein blau-schwarzer keulenförmiger Teil des Pilzes, der die Erdoberfläche durchbricht.
Aus diesem Teil leitet sich sein wissenschaftlicher Name Cordyceps ab, nämlich griech. kordyle für Keule und lat. ceps für Kopf. Der junge Pilz bildet 5 bis 15 cm lange Fruchtkörper aus, die wieder Sporen ausstreuen. Natürliche Pilz-Vorkommen finden sich im Hochplateau des Himalaya in Höhen zwischen 3000 bis 5000 Metern. Tibetische Hirten und Bauern – meist sind es ihre Kinder – graben die begehrten Objekte auf den Knien rutschend aus dem Erdreich.
Stellen Sie sich das vor: Jährlich kommt so ein Sammelgut von 100 bis 200 Tonnen zusammen. Das entspricht etwa 300 bis 600 Millionen Pilze. Bezogen auf das größte Lebewesen in Oregon, nämlich einem einzigen Hallimasch-Pilz mit einem Schätzgewicht von 600 Tonnen, ist das in der Summe eine enorme Sammlerleistung.
Wegen der ständig steigenden Nachfrage kann der Bedarf nicht mehr allein aus der Wildsammlung gedeckt werden. Da gibt es zwei Probleme: Cordyceps sinensi gilt inzwischen als gefährdete Art. Ausserdem „beschweren“ die Sammler immer wieder Pilze im Innern mit Metalldrähten, um mehr Gewicht zu machen. Inzwischen gelang es aber, das Myzel des Pilzes in Nährlösungen auf Reis zu kultivieren. Gezüchtete Produkte zeigen sogar eine höhere Qualität.

Raupenpilz versus Viagra

Die Ernte des Raupenpilzes ist für die Tibeter ein lukratives Geschäft. Yarshagumba ist eine Haupteinnahmequelle der Bewohner des tibetischen Hochlands. Gerade läuft ein „Dreibein“-Experiment, ob der Raupenpilz wirklich so potenzsteigernd ist oder ob da ein Placebo-Effekt mitspielt. Dessen unbenommen, weitet sich der Pilz-Hype aus, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Lustbringer nicht nur Lendenschwache in Europa in seinen Bann zieht. Jedenfalls will man alles noch wissenschaftlich tiefgründiger untersuchen.
Das Ergebnis darf ich schon einmal vorweg nehmen: Der Naturpilz wird sicherlich weit abgeschlafft hinter der offiziellen Wirkung von Viagra liegen. Schließlich will die Pharma-Zunft nur ihre eigenen synthetischen „Steifmacher“ an den Mann bringen. Dabei wissen die in den Hochebenen Tibets lebenden Yaks längst um die stärkende Wirkung des Pilzes: Während ihrer Brunftzeit graben diese Rinderkraftprotze den schmackhaften Lustpilz aus, um nach seinem Verzehr mächtig in Wallungen zu geraten.
Wissenschaftlich ausgedrückt: Der Heilpilz entspannt das glatte Muskelgewebe im Corpus cavernosum des Penis. Das ist ein paariger arterieller Schwellkörper. So kann Blut in den Penis munter hineinströmen und eine Erektion bewirken. Man behauptet sogar, dass die erektionsfördernde Wirkung des Myzel-Extraktes aus Cordyceps CS 4 doppelt so groß sei wie die des wilden Cordyceps. Männer aufgepasst: bitte nicht mit der Verdoppelung der Penislänge verwechseln. Das „Potenzwürmchen“ Cordyceps – so der wissenschaftliche Name – hat also eine stärkende Wirkung auf die Geschlechtsorgane und auf das am Geschlechtstrieb beteiligte neurologische System. Es begünstigt die Produktion von Geschlechtshormonen. „Himalaya-Viagra“ verstärkt auch bei Frauen den Geschlechtstrieb, insbesondere im mittleren bis höheren Alter. Die Biosynthese von Steroidhormonen wie Cortisol, Testosteron und Östrogen verbessert sich – deren Produktion nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Alte Naturmedizin modern wiederentdeckt

Ursprünglich diente der Yarshagumba in der tibetischen und chinesischen Medizin zur Kräftigung älterer Menschen. Das Naturmittel sollte die Abwehrkräfte stärken und die Heilung vieler Krankheiten unterstützen, z.B. Leber-, Nieren- und Lungenleiden. Übrigens kam heraus, dass Chinas Olympioniken das Wundermittel Dong Chong Xia Cao – so heißt der „Wunderpotenzwurm“ auf Chinesisch – erfolgreich zur Leistungssteigerung einsetzten. Nach dem Sport wirkt der Pilz wiederum regenerierend, da sich das Muskelgewebe schneller erholt. In der Tat verbessert sich durch die Einnahme von Yarshagumba in Kapsel- oder Pulverform der Energiestoffwechsel.
Nicht nur im Spitzensport ist der Wunderpilz ein kraftvoller Jungbrunnen. Placebo-kontrollierte Studien mit chronisch erschöpften älteren Patienten zeigten, dass der Pilz Kraft, Ausdauer und Vitalität erhöht. Mattigkeit, Schwindelgefühl, Ohrensausen, Kälte-Intoleranz und Gedächtnisprobleme nahmen im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant ab. Auch bei gesunden Senioren stiegen Ausdauer und maximale Sauerstoffkapazität bei Belastung nach der Einnahme von Cordyceps deutlich an.

Ein Feuerwerk an Inhaltsstoffen

Im wundersamen Pilz-Tausendsassa verbergen sich außergewöhnliche Inhaltsstoffe, die in ihrer komplexen Vielfalt synergetisch optimal zusammen wirken. Zu diesen bioaktiven Komponenten zählen Glykoproteine, Nukleoside, darunter Cordycepin: Das ist ein vielversprechender Wirkstoff bei der Krebstherapie. Polysaccharide, Steroide, darunter Ergosterol; Vitamine wie B1, B2, B12, E und K; D-Mannitol, Fettsäuren, essentielle Aminosäuren sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Magnesium und Selen.

Wissenschaftliche Studien schießen wie Pilze aus dem Blätterwald

Schauen Sie mal in die medizinische Datenbank PubMed www.pubmed.com Sie werden erstaunt sein, wie viel zur Wirkung des Cordyceps publiziert ist. Da finden Sie Hunderte wissenschaftliche Berichte. Es gibt bis jetzt allein 64 Studien zur immunstärkenden Wirkung, 22 zur Wirkung bei Diabetes, 12 bei Asthma, 72 bei Leberproblemen und 104 Studien zum positiven Einfluss bei Krebserkrankungen. Nur eine der vielen Studien sei erwähnt: Patienten mit Nierenversagen nahmen in einer Langzeitstudie über zehn Monate hinweg täglich drei bis fünf Gramm Cordyceps sinensis. Signifikant verbesserte sich dadurch die Nierenfunktion. Der Heilpilz stärkt insgesamt die Gesundheit und Vitalität. Das ist der Grund, weshalb man ihn bei Erschöpfungszuständen und sogar bei Hexenschuss, Libidoverlust und Impotenz einsetzt.

Cordyceps wirkt positiv auf Herz und Hirn

Cordyceps sinensis ist auf vielfältige Weise gesund für Herz, Kreislauf und Blutgefäße. Der Pilz hat eine gefäßerweiternde und blutdrucksenkende Wirkung, unterstützt einen regelmäßigen Herzrhythmus und hemmt die Thrombozyten-Aggregation, nämlich das Zusammenkleben der Blutplättchen ebenso wie den Geldrolleneffekt, also das Zusammenpappen der roten Blutkörperchen, der Erythrozyten. Der Heilpilz hat entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften und verbessert die Durchblutung des Herzmuskels. Außerdem reguliert er den Cholesterinspiegel. Wie Humanstudien belegten, senkt die Einnahme von täglich etwa drei Gramm Cordyceps sinensis signifikant den Cholesterin- und Triglycerid und erhöht den positiven HDL-Cholesterinwert.
Eine chinesische Humanstudie zeigte, dass nach etwa sechswöchiger Einnahme von Cordyceps der Cholesterinspiegel um durchschnittlich 17% gesunken war.

Auch die Durchblutung des Gehirns verbessert sich. Genauer: Die Struktur des Hippocampus, jene Hirnregion, die sich im Alter degenerativ verändern kann. Man stellte eine signifikante Erhöhung der Aktivität antioxidativer Enzyme fest, etwa von Glutathionperoxidase. Andere Studien belegten eine deutliche Verbesserung der Lern- und Gedächtnisfähigkeit. Kurzum: der Raupenpilz erhält das Gehirn jünger und leistungsfähiger.

Der Heilpilz schützt Leber und Nieren

Cordyceps sinensis stimuliert die Leberfunktion, unterstützt das Abwehrsystem beim Kampf gegen virale Leberinfektionen und hemmt die degenerativen Veränderungen in der Leber wie Fibrose oder Zirrhose. Der Heilpilz wird in China oft ergänzend bei der Behandlung von Lebererkrankungen wie Hepatitis A, B und C, Leberfibrose und Leberzirrhose eingesetzt. In einer klinischen Studie potenzierte ein Gemisch aus Heilpilzen – darunter Cordyceps – die Wirksamkeit des antiviralen Arzneimittels Lamivudin bei der Behandlung von Hepatitis B.
Cordyceps sinensis setzten Asiaten auch bei Nierenerkrankungen ein. Der Pilz schützt die Nieren vor Schädigungen durch arzneimittelbedingten oxidativen Stress und Entzündungen. Mehrere Humanstudien belegen die Wirksamkeit von Cordyceps bei Patienten mit Nierenversagen.

Glukosestoffwechsel und Diabetes

Vermutlich verbessert Cordyceps sinensis den Glukosestoffwechsel, und es sind die Polysaccharide, die den Blutzuckerspiegel senken. Mögliche Erklärungen für seine hypoglykämische Aktivität (Unterzucker): Verbesserung der Insulinsekretion durch die Bauchspeicheldrüse, Verringerung von oxidativem Stress, Erhöhung des Gehalts glukoseregulierender Enzyme in der Leber, Förderung einer sukzessiven Glukoseresorption aus dem Magen-Darm-Kanal.
Eine klinische Studie belegte, dass sich bei 95% der Diabetiker, die drei Gramm Cordyceps sinensis pro Tag einnahmen, der Blutzuckerspiegel verbesserte, dagegen nur bei 54% der Gruppe, die eine andere Behandlung erhielt. Bei gesunden Probanden sorgte Cordyceps auch für eine bessere Blutzuckerregulation mit geringeren Schwankungen des Blutzuckerspiegels im Tagesverlauf innerhalb der Normalwerte.

Bei der Krebs-Therapie ist der Pilz hilfreich und willkommen

Der Heilpilz wird in asiatischen Ländern von Krebspatienten vielfach neben einer Chemotherapie oder Bestrahlung eingenommen. Damit will man die Nebenwirkungen der schulmedizinischen Behandlung mindern und die Wirksamkeit der Krebstherapie steigern. Auf welch vielfältige Weise wirkt Cordyceps bei Krebserkrankungen? Nun, die Zellmutationen werden gehemmt, die Eiweißsynthese in Krebszellen gestört, die Neubildung kleiner Blutgefäßen im Krebsgewebe gehemmt, der Abbau von Krebszellen durch natürlichen Zelltod angeregt und insgesamt die körpereigene Abwehr gestärkt. Zudem unterstützt Cordyceps die Genesung nach einer konventionellen Krebsbehandlung: Chemotherapie und Bestrahlung führen oft zu einem Mangel an weißen Blutkörperchen und schwächen stark das Immunsystem. Wissenschaftler wiesen nach, dass Cordyceps sinensis die gestörten Knochenmarkfunktionen nach solchen Behandlungen wieder herstellt und die Bildung weißer Blutkörperchen im Knochenmark anregt.

Cordyceps hilft bei Rheuma und Immunschwäche

Bei chronischen Entzündungskrankheiten, etwa der rheumatischen Arthritis spielen entzündungsfördernde Zytokine und bestimmte Schlüsselenzyme eine entscheidende Rolle. Genau diese Stoffe hemmt Cordyceps wirksam. Das ließ sich in einer Laborstudie direkt im Blut von Rheuma-Patienten nachweisen.
Interessant ist zudem die deutliche Stärkung der Abwehrkräfte gegen Infektionen mit Bakterien, darunter Clostridium und Streptokokken; Viren und Schimmelpilze. Die traditionelle chinesische Medizin empfiehlt schon seit langem die Einnahme von Cordyceps bei Erkältung und Grippe, ja selbst gegen Tinnitus wirkt gelegentlich der Pilz.

Nachgewiesener vielfältiger Einfluss auf das Immunsystem

Der antibiotisch wirkende Heilpilz stimuliert das Immunsystem – insbesondere die Aktivität der weißen Blutkörperchen, der Makrophagen und der natürlichen Killerzellen.
 Seine Bioaktivstoffe vermögen das neuro-endokrine Regelsystem des Menschen positiv zu beeinflussen. Sie regen die Hormonfreisetzung aus der Nebennierenrinde an; das erklärt wiederum seine Wirksamkeit bei Depressionen. Ein Teil dieser Wirkung wird dem hohen Gehalten an L-Tryptophan zugeschrieben, dem Vorläufer des Neurotransmitters Serotonin. Das verhindert das Wachstum verschiedener Bakterien ohne jedoch die für den Organismus wichtigen Bifidobakterien zu zerstören. Sie gehören zu den wichtigen Bestandteilen einer gesunden Darmflora; ebenso wie die Laktobazillen (Milchsäurebakterien). Die Makrophagen (Fresszellen) werden aktiviert. Über das Stimulieren der Lymphfollikel-Ansammlungen (Peyer'sche-Plaques) im Dünndarm wird das komplette Immunsystem angeregt, ebenso die Aktivität der natürlichen Killerzellen.

Vertrauen und Vorsicht bei Cordyceps sinensis-Extrakten

Viele Internet-Anbieter buhlen um Ihr Vertrauen, aber nur wenige sind hier bio-kontrolliert, haben das Qualitätssiegel einer staatlich anerkannten Laborgruppe und können aktuelle Pilz-Analysen vorweisen. Vor allem darf das Extrakt keine versteckten Konservierungs- und Schadstoffe enthalten. Das Unternehmen Hawlik-Vitalpilz de hat sich seit über drei Jahrzehnten den Heilpilzen verschrieben – da kann man kaum falsch beraten werden.

Außerdem gibt es Kapseln, die sogar aus drei Vital-Komponenten bestehen und die Wirkung potenzieren: Das Produkt nennt sich Rodiolo Plus und ist bei mineralsole.com zu haben. Zwei der täglich einzunehmenden Kapseln enthalten 200 mg Cordyceps; 300 mg Rhodiola und 100 mg Jiagulan. Es sind Bestandteile einer onkologischen Komplimentätmedizin.

Übriges die Komponente Jiaogulan gilt als das Kraut der „Unsterblichkeit“. Sie stammt aus der südchinesischen Region Guizhou, wo viele Menschen über 100 Jahre alt werden. Jiaogulan enthält über die Bio-Zusammensetzung des Ginsengs hinaus, weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Wichtig bei MS-Patienten: seine Wirkung auf das Gedächtnis und die Impulsleitung durch die Nervenbahnen ist positiv getestet worden. Es verbessern sich auch die Nieren- und Milzfunktion und die körperliche Kraft. Als herzstärkendes Sportlerkraut reduziert es die Milchsäurekonzentration, verbessert die anaerobe Leistung und das Verhältnis von Testosteron zu Cortisol im Blut. Bereits für sich allein, stärkt das Kraut das Immunsystem, hilft bei Arteriosklerose und Hepatitis B.
Der dritte Bioinhaltsstoff im Bunde, Rhodiola – die Rosenwurz aus der Familie der Dickblatt-Gewächse – steigert das Erinnerungsvermögen, die Konzentration und Aufnahmefähigkeit. In Sibirien heißt sie Goldwurzel. Rhodiola beeinflusst das Serotonin- und Dopamin-Niveau positiv. Im Tierversuch konnte man durch Gaben von Rhodiola die Lebensspanne der Fruchtfliege bis zu 24% steigern; sie gilt ja als klassisches Untersuchungsobjekt der Genetik.
Wenn sich allein schon das auf unsere Lebenszeit übertragen ließe, gäbe es lauter „Jung-Greise“ mit über 100, die tatsächlich noch wissen, warum sie hübschen Damen nachlaufen.

© Hans-Jörg Müllenmeister