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2013 – Schicksalsjahr für die geheime Macht hinter der EU

von Heiko Schrang E-Mail 08.02.13 10:34:04

"Normalerweise schützt eine Verfassung die Bürger vor den Politikern. Sie schränkt ein, was Politiker zwischen Wahlen beschließen könnten. Die EU-Verfassung und der Vertrag von Lissabon sind anders. Da werden die Politiker vor dem Einfluss der Wähler geschützt."

Jens-Peter Bonde, *1948

Die Austrittsgedanken der Briten spiegeln derzeit nur das wider, was die meisten Europäer ohnehin schon seit längerem denken. Nur was die Wenigsten wissen, ist, dass hinter der EU ernstzunehmende Interessengruppen stecken, die derartige Austritte scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Dies würde nämlich ihre Pläne massiv ins Wanken bringen. Dazu sollte man wissen, dass wir Europäer eine Regierung haben, die kaum jemand kennt, die die meisten nicht haben wollten und die für sie nicht greifbar ist; mit anderen Worten, die noch volksferner ist als unsere Parteienvertreter es ohnehin schon sind. Die EU ist rechtlich genommen ein Zwitter, ein juristisches Monstrum, das sehr schwer fassbar ist, denn sie ist weder ein Staatenbund, noch ein Bundesstaat. (Auszug aus dem gerade erschienen brisanten Buch, an das sich kein Verlag traute: „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ http://www.macht-steuert-wissen.de/shop/index.php). Die EU hat beispielsweise im Gegensatz zur NATO keinen Vertrag der auf Dauer gilt. Aus dem Vertrag von Amsterdam wurde der Vertrag von Maastricht, dann der Vertrag von Nizza und aus diesem wiederum der Lissabon-Vertrag. Letztendlich ist es immer nur eine Änderung der vorherigen Verträge, die in immer schnellerer Folge beschlossen werden, so weiß niemand, was insgesamt nun gilt. Wie man sehr schön erkennen kann, hält jeder Vertrag nur für ein paar Jahre, obgleich üblicherweise völkerrechtliche Verträge auf eine Dauer von ca. 20 Jahren geschlossen werden und dann eine Verlängerungsmöglichkeit gewährt wird.
Im Falle der EU müsste man von einer demokratisch nicht legitimierten Rätediktatur sprechen, denn die Entscheidungen der EU fallen in Komitees, Räten und Kommissionen. Ursprünglich war 1957 die EWG als Zusammenschlüsse europäischer Staaten zur Förderung der gemeinsamen Wirtschaftspolitik im Rahmen der europäischen Integration entstanden. Aus dieser wurde die EG, die jedoch derart vorbelastet war mit negativen Assoziationen, wie z.B. Milchseen, Butterbergen, Subventionsbetrug etc., so dass aus der EG die EU wurde. Der Name klingt größer und besser, Europäische Union klingt so ähnlich wie USA, jedoch das Grundgerüst der EG besteht weiterhin und wurde nie abgeschafft, es erfolgte lediglich eine Namensänderung. Demokratie war nie das Ziel der Initiatoren der Gemeinschaft. Jean Monnet, einer der Gründungsväter der Europäischen Union, sagte ganz offen: „Ich hasse Demokratie! Sie ist total unbequem“.

Und Jacques Delors, der frühere Präsident der EG-Kommission hat es schon vor fast 20 Jahren so formuliert: „Wenn wir es demokratisch gemacht hätten, wären wir gar nicht so weit gekommen.“

Eines der dunkelsten Kapitel der EU wurde mediengerecht so in den Hintergrund gerückt, dass man schon intensiv recherchieren muss, um darauf zu stoßen. Im Jahre 1999 wurden aufgrund von Täuschung, Korruption, Vetternwirtschaft und Missmanagement schwere Vorwürfe gegen die EU-Kommission erhoben, was zur Folge hatte, dass die gesamte EU-Kommission zurücktreten musste. Mittlerweile haben sich zwei Dinge verändert: Erstens haben wir eine neue EU-Kommission und zum zweiten wird über derartige Vorfälle nicht mehr in den Medien berichtet.

Dass jedoch hinter den EU-Bürokraten ganz andere Interessengruppen stehen, ist auch in dem gerade erschienen Buch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ http://www.macht-steuert-wissen.de/shop/index.php zu lesen. Auch im Falle der Einführung des Euros, stößt man wieder auf die sagenumwogenden Bilderberger.

Beispielsweise erklärte der Ehrenpräsident der Bilderberger-Konferenz und Ex-EU-Kommissar Etienne Davignon in einem Interview mit der Internetzeitung EU-Obser.ver, dass die mächtige Bilderberger-Gruppe geholfen habe, den Euro zu erschaffen: „Als wir Debatten über den Euro hatten, konnten Leute bei Bilderberger-Veranstaltungen erklären, warum es wert war, Risiken einzugehen…"

Im Grunde genommen war der Euro nur das Trojanische Pferd, um die wahren Ziele durchzusetzen. Ende Januar 2012 ließen die Erfüllungsgehilfen der Hochfinanz, die Staats- und Regierungschefs, verlauten, wo die Reise hingehen soll. Ein von niemandem gewählter Gouverneursrat, bestehend aus den Finanzministern der Euro-Zone, und ein von niemandem gewähltes Direktorium, entscheiden über die Vergabe von hunderten Milliarden Euro an Steuergeldern. Diese sollen in erster Linie den Banken zugutekommen.

Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) und ehemalige Vize-Präsident von Goldman Sachs, Mario Draghi, konkretisiert diese Pläne in einem Gastbeitrag für DIE ZEIT (29.08.2012), in dem er sich für ein Ende der Souveränität der Parlamente in Europa ausspricht. Das wäre dann mit dem Ende der alten demokratischen Ordnung verbunden und käme einer Diktatur in Europa nah.

Dieser Newsletter enthält Auszüge aus meinem kürzlich erschienen Buch, mit einem Vorwort von Michael Mross: „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“. Link zum Buch: http://www.macht-steuert-wissen.de/shop/index.php

Beste Grüße

Heiko Schrang

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Über den Autor:
Heiko Schrang ist Autor des Newsletters, der mittlerweile weltweit Beachtung findet. Regelmäßig beleuchtet der Autor die Themen Inflation und Staatsbankrott.Außerdem ist er Redakteur bei dem renommierten Börsen-Onlinedienst Wallstreet-Online. Seit 2005 hält Heiko Schrang zudem Vorträge zu den Themen Inflation, Gold und Finanzkrisen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.macht-steuert-wissen.de

8 Kommentare

Kommentar from: Gloeckl Rainer [Besucher]
***--
Die DDR lebt weiter und wird nicht nur Europa infizieren, sondern dehnt sich in die USA aus?

Wahlen sind ohnehin schon immer nur ein Ritual, die Politiker machen doch nur das, was eine kleine Lobby wünscht und Goldmann Sachs denkt. Demokratie nur vom Feinsten eben!
08.02.13 @ 10:47
Kommentar from: Adept [Besucher]
*****
"Eine Währung kann man nicht retten..."
Prof Hankel
Also wird dieses Konstrukt Euro entweder in einer Diktatur in Reinkultur enden oder
im Bürgerkrieg.
Die Art der Bewaffnung der Staaten (bewaffnete Drohnen gegen die eigene Bevölkerung) und der Meinungsterror der MSM deutet im Augenblick eher auf eine Diktatur...sollte diese Eurolüge zusammenbrechen, werden die Diktatoren samt Helfershelfer entsorgt werden.
Die Parallelaktion - durch Überfremdung den Volkswillen brechen - wird diese Situation extrem radikalisieren.
10.02.13 @ 17:29
Kommentar from: Bert [Besucher]
*****
Wird ohnehin wieder Zeit einen Leserbrief zu schreiben, gerade die älteren Leute haben kein Internet und sind den Blödmedien schutzlos ausgeliefert. Leider wird die Weitergabe ihres Artikels manchmal eine mittelschwere Kürzung erfordern. Mal sehen welche Redaktion sich darauf noch einlässt, auch hier ist schon das Meiste dem "ISO-Standard für Journalismus" zum Opfer gefallen.
10.02.13 @ 19:17
Kommentar from: Eswirddunkel [Besucher]
*****
Schon mehrmals als Kommentar nicht erschienen:
(Zensur?)
Bei Hans-Hermann Hoppe liest der interessierte
Bürger wie in unserer Gesellschaft die herr- schende Klasse den Staat zur Ausbeutung der restlichen Bevölkerung benutzt.
(Journal of Libertarien Studies 9 <2,1990> S.79-93)

Nach Ph. Bagus ist die herrschende Klasse
ausbeuterisch, unprodukiv, parasitär und
äusserst klassenbewusst.
Die ausgebeutete Klasse als Mehrheit produziert
den abzuschöpfenden Wohlstand, wird von der
herrschenden Klasse geziehlt zum Gehorsam erzogen
und dahingehend manipuliert.
(Ph. Bagus, Die Tragödie des €uro <2,2012> S. 73-74,)

Nachdenklichen Abend noch.
11.02.13 @ 17:47
Kommentar from: Helmut Bernemann [Besucher]
*****
Systeme wie diese, kann man nicht mehr reparieren, sie brechen gewöhnlich einfach zusammen! Sie sind quasi auf natürliche Weise durch unser Papiergeldsystemes entstanden. Papiergeldsysteme brechen früher oder später immer zusammen, weil die Versuchung zu groß ist, die Druckerpressen anzuwerfen. Man kann es ähnlich ausdrücken, wie der Weise Dostojewski: "Ohne Gott ist alles erlaubt", "Ohne Gold ist alles erlaubt"!
Mit dem Geldwert schwindet nun auch die Macht der Alten und Neuen Welt. Aus Verzweiflung ziehen sie jetzt alle Register, um ihre Kräfte zu koordinieren; gegen die neue Macht in Asien! Diese Machtelite will nicht mehr überzeugen, sondern nur noch durch schiere Größe Zwang ausüben. Mag sein, dass das noch eine Zeitlang funktioniert. Das Volk muß für diese Aufrechterhaltung des Status Quo bezahlen, gewinnt aber selber nichts in diesem Machtspiel!
11.02.13 @ 23:17
Kommentar from: Rainer M. [Besucher]
*****
Danke, Herr Schrang, für Ihre klaren Worte.
Man muss traurig zusehen, wie der Freie Westen nur reichlich 20 Jahre nach dem Ende der Bedrohung durch den Kommunismus immer freier und schneller um sich selbst rotiert, bis ihn die Fliehkräfte zerreißen. Ist das Zufall? Oder kommt nach dem Selbstmord des Gegners nun der eigene? - und die Erkenntnis, dass die "Freie Welt" auch nicht sinnvoller ist? Sie merken, dass ich solche hölzernen Worte wie "völlig enthemmter Kapitalismus" vermeiden will. Ich möchte ja nicht in die Rote Ecke.
12.02.13 @ 17:11
Kommentar from: JayJay [Besucher]
*****
Ja, die EUDSSR nach stalinistischen Sowjetvorbild wird balde installiert sein und dann Gnade uns Gott die noch an Demokratie glauben.

Schlimm ist das es die Mehrheit in der Bevölkerung nicht mal mitbekommt, und sich weiter in ihrem Biedermaier Schlaf 2.0 wohlfühlt.
13.02.13 @ 15:14
Kommentar from: Mephisto [Besucher] E-Mail
***--
Das Thema ist wichtig, leider jedoch unvollständig:
Bis heute gibt es keine seriöse Quelle, aus der man erfährt , wer konkret der Eigentümer der EUR - Währung ist: vgl. Stellung des "US" - Dollar!

Richtig und wichtig scheint, auf die Draghis und Montis als geschulte "Goldman - Sachsen" hinzuweisen. Es scheint jedoch auch wesentlich zu erwähnen, daß nur wegen irregulären Paarungs-Verhaltens des Strauss-Kahn eine zentrale Figur aus dem Goldman-Sachs-Gruselkabinett ausfiel.

Es fehlt jeder Hinweis auf die Tatsache, daß diverse "Entscheider", inkl. Hr Schäuble, massiv dotierte Verträge haben, vorab für sakrosankt, weil nicht rechtlich greifbar, gemacht werden und daß nach angelsächsischem Recht !! dieser Vorgang nicht einmal öffentlich diskutiert werden darf!

Und weil wir grad dabei sind:
Wie einige Kanalinseln gehört auch die "City", das Londoner Zentrum der Finanzmafia, nicht zur EU! D. h., daß wesentliche Entscheidungen EU-weit nicht überprüfbar sind!
Leider wird das nie thematisiert!

P. S.
Je nach wahrer Eigentumslage des EUR ist es rechtlich interessant zu klären, wer mit den Billionen-Geschenken tatsächlich gerettet wird!

15.02.13 @ 20:01

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