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Übers Ohr gehauen - Rente mit 70 kommt

von Tim Schieferstein E-Mail 22.04.16 22:34:32

Marktkommentar von Markus Blaschzok, Chef-Analyst von www.goldsilbershop.de

Die OECD hat in dieser Woche empfohlen das Renteneintrittsalter in Deutschland auf 70 Jahre anzuheben, doch kann eine Krankenschwester in solch einem hohen Alter noch Patienten heben oder ein Stahlarbeiter am Hochofen stehen? Es ist offensichtlich, dass Millionen von Menschen nicht so lange ihren Job verrichten werden können, doch der Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland Wolfgang Schäuble stimmte einer versteckten Rentenkürzung zu und wünscht eine Koppelung mit der Lebenserwartung und der Lebensarbeitszeit. Der bayerische Ministerpräsidenten Horst Seehofer warnte, es werden ohne eine Änderung der Altersgrenze bald „die Hälfte der Bevölkerung in der Sozialhilfe landen“ und das Rentenniveau von 47,5% auf 44,6% bis 2029 fallen. Angesichts des demografischen Ungleichgewichts, der millionenfachen Immigration in den Wohlfahrtsstaat sowie der bevorstehenden Weltwirtschaftskrise, halten wir selbst diese betrübliche Prognose noch für sehr optimistisch, weshalb man nicht gutgläubig hoffen und sich auf die staatliche Rente verlassen sollte.

Auch wenn das Ziel der Zentralbanken ein Kaufkraftverlust des Euros von 2% im Jahr ist, so ist es ein offenes Geheimnis, dass man diese Berechnung schönt und der reale Kaufkraftverlust bei 5% bis 6% im Jahr liegen dürfte. Bereits bei einer jährlichen Inflationsrate von nur 3% verliert man über 50 Jahre hinweg 78% seiner Ersparnisse und seiner Rentenansprüche. Deshalb bringt auch eine zusätzliche Riesterrente nicht viel, denn nach einer Berechnung der Wirtschaftswoche muss man 26 Jahre einzahlen, um allein nur die Einlagen zurückzuerhalten und für eine Verzinsung von nur einem Prozent müsste der Rentenempfänger über 100 Jahre alt werden. Bereinigt man diesen Betrag noch um die wahre Inflationsrate, wird man auch bei der Riesterrente real vor einem Scherbenhaufen stehen. Doch es kann noch schlimmer kommen, denn ein Blick in die Geschichte zeigt, dass nach der Hyperinflation in Deutschland des Jahres 1923 selbst eine kapitalgebundene staatliche Rentenversicherung durch die Entwertung des staatlichen Papiergeldes ihren Wert verlor und auch nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Früchte eines harten Arbeitslebens durch eine Währungsreform vernichtet. Scheitert der Staat, sind oftmals auch sichergeglaubte Pensionen der Beamten, die dem Staat ein Leben lang dienten, verloren, weshalb sich niemand in scheinbarer Sicherheit wiegen kann.

Selbst in der aktuellen noch relativ guten Wirtschaftslage leidet ein sehr großer Teil der Rentner bereits unter Altersarmut und angesichts der Gefahren, die sich in Europa politisch sowie wirtschaftlich zusammenbrauen, sollte jeder Verantwortung für sich selbst und seine Altersvorsorge übernehmen, um einem ähnlichen Schicksal zu entgehen. Es ist daher ratsam 5-10% seines Bruttovermögens oder mindestens den aktuellen Gegenwert von 200€ bis 400€ monatlich in physische Edelmetalle zu investieren, auf die man auch direkten Zugriff hat. Diese Ersparnisse dürften dann ausreichen, um relativ sorgenfrei dem Altersabend entgegenzugehen. Investiert man sogar sofort einen größeren Betrag in Edelmetalle, kann man noch von der historisch einmaligen realen Unterbewertung profitieren und auch real deutliche Gewinne machen, weshalb es sich anbietet Ansprüche aus Lebensversicherungen zu liquidieren und in Edelmetalle zu investieren, für all jene, die schon ein fortgeschrittenes Alter haben.

Wie man an der Geschichte sehen kann, funktioniert die staatliche Altersvorsorge aus dem Grund nicht, da verschwendungssüchtige Politiker es früher oder später immer schaffen, das Geld für die Rente der Menschen zu zweckentfremden. Kapitalgebundene Systeme verlieren ihren Wert, da der Staat die Vermögen über Inflation heimlich konfisziert und bei umlagefinanzierten Systemen kommt noch dazu, dass sie gesellschaftliche Fehlanreize fördern, die eine gesunde demografische Entwicklung verhindern und es so zu irreparablen Schäden in der Gesellschaft kommt. Weiterhin weiß jeder Schüler, dass man nur investieren kann, wenn reale Ersparnisse vorliegen, weshalb kapitalgebundene Lebensversicherungen Investitionen, Fortschritt, Wirtschaftswachstum und somit den Wohlstand fördern, während ein umlagefinanziertes System diametral gegensätzlich wirkt. Zusätzlich liegt der wohl größte Kritikpunkt an einem staatlichen Rentensystem in seiner moralischen Verwerflichkeit, da Beitragszahler mit Gewalt dazu gezwungen werden für andere zu zahlen, während es offensichtlich ist, dass man selbst nur noch einen Bruchteil der Einlagen später selbst wiedersehen wird und die staatlichen Rentenbeiträge eher wie eine leistungslose zusätzliche Steuer zu sehen sind. Ohne die staatliche Altersvorsorge, würde dieser hohe Betrag, der monatlich durch den Staatsapparat verschwendet wird, den Menschen eigenverantwortlich zur Verfügung stehen, wodurch diese ihr hart verdientes Geld selbst nachhaltig anlegen oder einfach weglegen könnten. Weiterhin wäre ohne das staatliche Zwangsgeldmonopol nicht Inflation sondern eine ständige Deflation von ein bis zwei Prozent der Normalzustand in einer freien Gesellschaft, weshalb man sich im Alter auch noch über die doppelte Kaufkraft seiner Ersparnisse freuen könnte. Es ist für den wachen Geist offensichtlich, dass die staatliche Rente für den einzelnen keinerlei Vorteil bietet und nur der Staatsapparat und seine Politiker von diesem profitieren, indem sie die Menschen abhängig von diesem machen und zusätzliche Einnahmequellen geschaffen werden, auf Kosten der Alten und Schwachen in unserer Gesellschaft. Der sicheren Altersarmut kann man daher nur entgehen, indem man die Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung gedanklich abschreibt und beispielsweise mit Edelmetallen vorsorgt und sich die Kaufkraft seiner Ersparnisse für das Alter so sicher bewahrt.

EZB Sitzung befördert Euro in den Keller

Gestern kam es nach der Notenbanksitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu starken Wechselkursschwankungen des Euros zum US-Dollar. Es gab keine geldpolitischen Veränderungen und der Leitzins blieb unverändert bei null Prozent. Man erwarte, dass sich die Konjunkturerholung im moderaten Tempo fortsetzen und sich die Preissteigerungsrate in den kommenden Monaten im negativen Bereich befinden wird, während man zum Jahresende hin wieder mit steigenden Raten rechnet. Es ist erstaunlich, dass der deflationäre Druck so stark ist, dass nicht einmal die massive Inflation der Geldbasis aktuell zu Preissteigerungen führt. Damit erklärt sich auch, dass Draghi betonte, dass angemessene geldpolitische Maßnahmen weiterhin nötig seien, um das Inflationsziel ohne größere Verzögerungen zu erreichen. Draghi stellte in der Konferenz klar, dass man Willens sei und jederzeit reagieren könne und werde, falls die bisherigen Bemühungen zur Erreichung des Inflationsziels und somit der Aufrechterhaltung des Systems nicht ausreichen werden. Die Geldpolitik wird damit also für eine sehr lange Zeit auch über das geplante Ende des aktuellen QE-Programms expansiv bleiben. Auch auf die offiziell im Juni beginnenden Käufe von Unternehmensanleihen ging man ein, was die südeuropäischen Notenbanken des Eurosystems bekanntlich seit einiger Zeit bereits autark und selbständig machen.

Der Euro zog erst um einen US-Cent an, nachdem Investoren scheinbar mehr erwartet hatten, doch kurz danach crashte der Euro um 1,2 US-Cent wieder gegen den US-Dollar, nachdem Draghi seine Entschlossenheit zu einer weiterhin lockeren Geldpolitik betonte. Bereits Anfang der Woche kam es scheinbar zu einer kurzfristigen Trendwende beim Euro zum US-Dollar mit einem Bruch des Aufwärtstrends und einem Bruch des Abwärtstrends im USD-Index, was auf eine weitere Euroschwäche des Euros in den kommenden Monaten hindeutet und so den Gold- und Silberpreis in Euro weiterhin stützen dürfte. Draghi wies wieder darauf hin, dass das sogenannte „Helikoptergeld“ kein Thema im Rat sei, womit er unsere Sichtweise nur wieder bestätigt, da diese Form der monetären Ausweitung den Zweck der QE-Programme, der in der Rekapitalisierung des Bankensystems liegt, völlig zuwider läuft und Helikoptergeld niemals – auch nicht in einer Hyperinflation – zur Anwendung kommen wird.

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Die Geldmengenausweitung stützt weiterhin den Goldpreis in Euro.

Silber konnte am gestrigen Handelstag gar ein neues Hoch bei 17,72$ erreichen und damit den höchsten Stand seit einem Jahr. Auf Eurobasis wurde der obere Widerstand bei 15,60 Euro je Feinunze erreicht, womit der Preis für die Feinunze kurzzeitig drei Euro höher als noch zum Jahresbeginn stand. Das Gold/Silber-Ratio fiel in der letzten Woche gar von 81 auf 73 was zeigt, dass der Silberpreis etwas verspätet zur Rallye ansetzte und sich in der letzten Zeit viel besser als der Goldpreis entwickelte. Seit Monaten weisen wir darauf hin, dass man Silber bei einem Ratio von über 80 klar übergewichten sollte im Edelmetalldepot, da es das bis zu vierfache Anstiegspotenzial von Gold hat auf langfristige Sicht.

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Auch wenn das Gold/Silber-Ratio mittlerweile bei 73 steht, sollte man immer noch Silber übergewichten

Propaganda, Lügen, Augenwischerei

von Wolfgang Arnold16.04.16 22:10:50

Die Balkan-Route ist geschlossen - es lebe die Lesbos-Route. Jetzt wird Sizilien täglich mit 2.000 Migranten überschwemmt.
Mailonline ging an Bord des norwegischen Rettungsschiffs Siem Pilot, das 900 Migranten an den sizilianischen Hafen von Palermo brachte. Tausende weitere wurden auf dem Mittelmeer „aufgefischt“ und zu weiteren Häfen auf Sizilien gebracht.
"Letzte Nacht wurden Migranten nur 30 Meilen vor der Küste von Libyen durch europäische Militärschiffe gerettet, die extra ausgelaufen waren, um die Flüchtlinge abzuholen."

Mailonline bringt einen exklusiven Bericht über die Flüchtlingstransport-Flotte der Frontex, mit dem Migranten aus Libyen nach Palermo übergesetzt werden. Frontex betreibt eine ganze Flotte, mit der Migranten aus Afrika sicher nach Europa gebracht werden.
Wenn die Luken des orangefarbenen norwegischen Schiffs Siem Pilot geöffnet werden, strömen Hunderte von Westafrikanern an Land, ausgestattet mit Sandalen, Trainingsanzügen und Lebensmittelpackungen, bevor sie auf Busse zu „Hot Spots“ (Aufnahmezentren) unter Polizeischutz gebracht werden.

Donald Tusk, der Präsident des Europäischen Rates, nennt die Krise eine „unendliche Geschichte“.
Terrorziel Europa.
Ausführlicher Fotobericht bei krisenfrei.de

Berlin im Panikmodus

von Wolfgang Arnold16.04.16 15:47:35

Merkel habe in der Causa Böhmermann im Umgang mit Erdogan ihre eigenen Werte verraten, schreibt die New York Times. Quer durch die EU wird die Kanzlerin für ihren Kotau gegenüber dem Dogen von Ankara abgewatscht.

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Ist das die Zukunft

von Matthias Lorch E-Mail 16.04.16 13:47:19

Ist das die Zukunft?

“Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt – unaufhörlich.”
George Orwell 1984 - Nineteen Eighty-Four, 1st World Publishing, 2004, Seite 334

In der Weltgeschichte gab es schon immer Momente, in welchen sich Erleuchtung und Katastrophe vermischen mussten, in welchen eine Überkreuzung unvermeidlich war - und sich so die beiden in der Geburt einer einzigen neuen Epoche vereinigten.

Heute sind diese beiden Kräfte dargestellt, in der Möglichkeit uraltes – verborgenes – verbotenes Wissen sich anzueignen, welches sich als die Erleuchtung darstellt. Der Gegenpol dazu, durch das gleiche Medium ausgedrückt, ist die Katastrophe – die Tyrannei - die absolute Kontrolle.

Das Internet gibt der Menschheit die einmalige Chance, das Monopol der Medienkontrolle – der Bildung – der falschen Lehren in den Universitäten, weitgehend in der Medizin und auch in vielen spirituellen Dingen, welches sich die Mächtigen im Laufe von Jahrhunderten angeeignet haben – zu erkennen als das, was es sind – Lügen - und diese dann zu umgehen.

Dieser Tatsache sind sich nicht viele Menschen bewusst und so wird dieses wichtige Geschenk buchstäblich die Toilette hinuntergespült.

Parallel existiert das Netz nämlich nicht zum Nutzen der Massen – der Nutzen ist nur ein Nebenprodukt, welches die Elite in Kauf nehmen muss, um eben über dieses Medium die absolute Kontrolle über uns ausüben zu können. Ohne Internet keine globale Kontrolle, das sollte klar sein. Das Internet wäre sonst – wie viele andere wissenschaftliche Errungenschaften, von welchen wir keine Ahnung haben - nie zur privaten Nutzung an die Öffentlichkeit gekommen.

Es wäre - wie viele neuartige Waffensysteme und Werkzeuge zu dem sogenannten "Social Engineering"- also zur physischen und psychischen Knechtung der Massen- nie bekannt geworden.

Wer nun die Geschichte kennt, versteht schnell wie eben dieses - Social Engineering- eingesetzt wurde, um die Grundstrukturen der westlichen Gesellschaften über das letzte Jahrhundert zu verbiegen – also in ihrer Substanz zu einer Gesellschaft zu machen, in welcher Geld und Genuss das einzig erstrebenswerte ist.

Sämtliche Verteidigungslinien der Bevölkerungen als Ganzes wurden dadurch aufgeweicht – denn eben mit der Wertstellung des Hedonismus und dem damit verbundenen Siegeszug der Ochlokratie, wurde das Zeitfenster der Menschen - auf ihre eigene kurze Daseinsspanne verkürzt- Die Zukunft kommender Generationen wurde somit billig verschachert.

Die Menschheit erwacht nun in der Mitte der Katastrophe, wenn alles dahin schmelzt, wenn die sozialen Schwer- und Haltepunkte verschwinden.

Sie bringt Zeiten der Unsicherheit - der Umwälzung mit sich und damit aber auch Zeiten der Aufklärung – welche allerdings von frühzeitig in Position gebrachten Agenten der Desinformation in alle Richtungen oft fehlgeleitet werden.

Man begreift nun trotzdem immer mehr, manchmal ist es auch nur ein unbewusstes Gefühl, dass die erzwungene Stabilität der letzten Jahrzehnte - sei es finanziell, wirtschaftlich, politisch oder spirituell -, die Ursachen des gigantischen Wandels seit Langem nur verdeckte.

Die Menschen waren blind und wollten dies aber auch sein.
Die Katastrophe kommt dann näher, wenn schon viele Menschen, welche eigentlich immer uninteressiert waren, erkennen, dass die Reise nicht gut enden wird: Sie erkennen, dass die gewünschte Normalität nicht mehr länger existiert.

Die wirklichen Fundamente unserer Welt werden gesucht, aber immer mehr wird festgestellt, dass diese überhaupt nicht existieren. Der Halt ist weggebrochen.

Aber der eigentliche Grund ist, dass zu viele Menschen zu lange nicht verstanden haben, dass hier zwei ganz verschiedene Universen am Werk sind: Da ist die harte, wirkliche Realität und auf der anderen Seite - gleich unter der Oberfläche - nur „Betrug und Verrat“.

Dieser Betrug und Verrat hat die Menschen ihren gesunden Menschenverstand schon lange aufgeben lassen. Wider Erwarten haben die Mächtigen immer mehr und mehr die kleinere Katastrophe verschoben, sodass nun eine große kommen muss.

Sie haben nun die Welt so polarisiert, dass es den normalen Beobachter eiskalt schaudert, denn es wurde klar, niemals wurde wirklich versucht, den Schaden auf die eine oder andere Art zu begrenzen.

Es wurde absichtlich so lange in diese Richtung manövriert, dass eine halbwegs systematische Bereinigung der Dinge ganz und gar ausgeschlossen ist.

Man musste aber auch schon blind sein, um dieses nicht zu bemerken, aber auch intelligent, um zu verstehen, dass eben Schadensbegrenzung nie deren Absicht war.

Nein umgekehrt – Chaos und Anarchie sollen die Endprodukte sein – und welcher normale Mensch soll das dann wirklich verstehen.

Wer kann das der Menschheit antun, fragt man sich?

Wie auch immer, diese oberflächliche Scheinrealität wurde soweit gestreckt, um einerseits natürlich ein komfortables Leben für die Massen zu gewährleisten, um diese dadurch bei Laune und auch unterwürfig zu halten.

Anderseits um auch damit der Elite die benötigte Zeit zu verschaffen, welche sie brauchte, um alles finanziell, kulturell usw. umzusetzen, das heißt, die Fundamente der Nationen - und zwar nicht nur die der westlichen - brüchig zu machen.

Zeit also, um alles in die richtigen Positionen zu bringen, die richtigen Marionetten an den richtigen Plätzen zu positionieren, die technologischen Vorraussetzungen und deren weltumgreifendes Netz zu errichten, die politische– religiöse Ausrichtung auf die neue Zeit usw. einzurichten.

Das ist alles keine leichte Sache und benötigt Zeit.

Dieser Plan erschöpft jede individuelle Lebenszeit bei Weitem. Dieses Festhalten an einem Multigenerationplan ist auch mit der Denkweise der Masse überhaupt nicht kompatibel:

Der durchschnittliche Mensch glaubt das deshalb einfach nicht, ihm fehlt weitgehend die geschichtlich-philosophische Bildung und die Fantasie.

Der durchschnittliche Fernsehgucker erschöpft sich an vulgärem Zeitvertreib und an seinen kleinen banalen Problemen, scheut nichts mehr, als sich zu bilden und liest - wenn überhaupt - dann nur zu seinem Vergnügen.
Zu hören, dass es so einen Plan geben soll, erregt höchstens sein mitleidiges Lächeln.

Es ist die Psychologie der Massen, welche diese Hirnwäsche so zuverlässig ihr Werk verrichten ließ und der Hauptpunkt daran ist: Je widersinniger die Botschaft, desto eher wird sie geglaubt.

Die einfache Behauptung ohne jegliche Begründung und ohne jeden Beweis ist ein sicheres Mittel, um der Massenseele eine Idee einzuflößen.

Je bestimmter diese Behauptung - je sicherer vorgetragen - desto weniger Beweise benötigt sie.

Das Beste ist natürlich, wenn sie ganz ohne Beweise ist, denn solches kann dann so viel Ehrfurcht einflössen, dass am Ende schon der kleinste und begründete Zweifel daran bei der Masse direkt als Gotteslästerung empfunden wird. Die Masse weiß nichts – sie glaubt nur.

Wird dann die unsinnigste Behauptung – besonders wenn sie von Menschen vorgetragen wird, die von der Masse nicht als Wasserträger der Elite erkannt werden - auch ständig wiederholt, dann wird sie schließlich als eine bewiesene Wahrheit erkannt.

Ein sogenannter „heiliggesprochener Irrtum“.

Insbesondere die schon sehr frühzeitig einsetzende Erziehung des jungen Menschen durch die herrschenden Religionen wurde zum Beispiel von Schopenhauer kritisch gesehen.

Für Schopenhauer war das „Abrichtung”, wobei der Mensch alle Tiere an „Abrichtungsfähigkeit” übertreffe.

Gustave Le Bon hat es in seinem Buch von 1895 „Psychologie der Massen“ schon sehr gut erkannt.
Einige Auszüge: Gustave Le Bon

,,Denn wie die Tiere ist der Mensch von Natur ein nachahmendes Wesen. Nachahmung ist ihm ein Bedürfnis, doch wohlgemerkt nur unter der Bedingung, dass sie leicht ist.

Aus diesem Bedürfnis wird die Macht der Mode geboren. Mag es sich nun um Meinungen, Ideen, literarische Äußerungen oder einfach um die Kleidung handeln, wie viele wagen es, sich ihrer Herrschaft zu entziehen.
Nicht mit Beweisgründen, sondern durch Vorbilder leitet man die Massen.

Deshalb haben die Menschen, die ihrer Zeit zu sehr überlegen sind, keinerlei Einfluss. Der Abstand ist zu groß.

Die vereinigte Wirkung von Vergangenheit und gegenseitiger Nachahmung macht alle Menschen desselben Landes und desselben Zeitalters schließlich so ähnlich, dass selbst bei denen, deren besondere Pflicht es doch wäre, sich ihr zu entziehen, bei Philosophen, Gelehrten und Schriftstellern Gedanken und Stil eine Familienähnlichkeit zeigen, die sofort die Zeit, der sie angehören, erkennen lässt.

Eine kurze Unterhaltung mit irgendeinem Menschen genügt, um seinen Lesestoff, seine regelmäßige Beschäftigung und die Umgebung, in der er lebt, von Grund auf erkennen zu lassen.

Die Ansteckung ist stark genug, den Menschen nicht nur gewisse Meinungen, sondern auch bestimmte Arten des Fühlens aufzuzwingen. Dessen Vorgang der Übertragung niemals mit Hilfe von Vernunftgründen möglich ist.

„Denn die Massen kennen nur einfache und übertriebene Gefühle. Meinungen, Ideen, Glaubenssätze, die man ihnen einflößt, werden daher nur in Bausch und Bogen von ihnen angenommen oder verworfen und als unbedingte Wahrheiten oder ebenso unbedingte Irrtümer betrachtet."

Quelle:

Gustave Le Bon § 2. Die Wirkungsmittel der Führer: Behauptung, Wiederholung, Übertragung Psychologie der Massen (Psychologie des foules)
(1895) Übersetzung: R. Eisler, 1911

Kann man nur sagen: Gustave Le Bon hat diese Philosophie der Massen sehr gut erkannt und es ist sehr schwer, sich gegen diese brutale- alles zermalmende - Gewalt der Massenwahrnehmung zu stellen.

Ich möchte Ihnen nun noch ein Beispiel zu den obigen Ausführungen geben, auf welches ich aber nicht näher eingehen will:

Sind Sie schon einmal an einem großen See gestanden? Haben Sie dort gesehen, wie sich das Wasser auf der Oberfläche des Sees biegt?

Nein? –Ich auch nicht, müsste es aber auf einem runden Planeten, richtig?

Das werden nun sehr wenige verstehen, aber für diese wenigen habe ich es hier festgehalten.

Um nun auf das Thema zurückzukommen, die hier geschilderten Gefühle, Meinungen, Ideen und Glaubenssätze ließ die Menschen die Illusion der letzten Jahrzehnte akzeptieren, anstatt die harte Realität zu konfrontieren umso zerschlagener, zerstörender, ja grausamer wird es sein, wenn diese beiden Welten letztendlich zusammenprallen werden.

Denn beide Welten können nur verhältnisweise kurze Zeiten koexistieren und sie werden immer und unausweichlich kollidieren.

Da ist kein anderes Ende möglich und je mehr polarisiert diese Welten sind, umso explosiverer wird das Endresultat sein.

Dass sich die unterschiedlichen Welten zu einer Einzigen verbinden müssen, ist sicher. Und sicher ist auch, je weniger man sich darauf vorbereitet hat, desto größer wird das Desaster und der Schmerz für den Einzelnen sein, denn nur eine dieser Welten kann wirklich überleben und Sie wissen bereits, welche.

Es ist auch nicht anzunehmen, dass die Welt schon jemals so weit entfernt war von jeglicher wirtschaftlicher, politischer und sozialer Realität wie heute und alle Kräfte haben sich hier nun bereits positioniert und vorbereitet, um sicher zu gewährleisten, dass diese scheinstabile Situation ein raues Ende nimmt.

Als die letzte Phase zu diesem unglaublichen Kollaps eingeleitet wurde - im Jahr 2008 – kam es aber auch zu einer substantiellen Explosion der Interessen über verschiedene Dinge, welche zuvor niemanden interessierte.

Die Menschen wollten dann plötzlich wissen, was passiert war - ein Wissensdurst für politische und wirtschaftliche Gegebenheiten wurde dadurch geschaffen: Worte wie wirtschaftliche Freiheit und die Hintergründe und deren Hindernisse waren plötzlich geboren.

Ich kann mich gut erinnern, als in den alternativen Medien - noch vor dem Jahr 2008 - über diese Dinge Stimmen laut wurden.

Die Menschen waren absolut uninteressiert und teilweise auch sehr feindlich gestimmt – voreingenommen gegen jede alternative Version ihrer hingenommenen Realität.

Diese Wahrnehmung war die Königszeit der Ignoranz – der Verlust jeder Realität, jeder Vernunft, jeglichen Verständnisses für Geschichte. Das Leben war schön!

Nach dem Platzen der Immobilienblase setzte sich zumindest in den USA dann eine kritischere Haltung durch - in Deutschland hielt die Gehirnwäsche allerdings unter der Mehrheit der Masse selbst bis heute an.

Aber die Zeit hat nun einmal eine ureigene Eigenschaft – sie entwickelt das Vorhandene immer weiter und lässt immer mehr Fragen aufkommen und zwangsläufig immer mehr Menschen die Gefahr erkennen.

Es wurde für viele deutlicher, wenn auch oft nur unbewusst, dass unsere Zivilisation wie ein papierdünnes Boot auf dem turbulenten Meer hin- und hergerissen wird.

Viele hofften, ein Massenerwachen sei nun im Gange, aber es wurde leider immer sichtbarer, dass die Menschheit sich kollektiv entschlossen hatte – dass es ihr einfach egal war.

Die Masse nahm die blaue Pille und die Veränderungen - die neue Wirtschaft und die neue politische Wirklichkeit - ist nun eben das neue Normal! Ja, man muss sich halt daran gewöhnen.
Die Wirtschaft – die politische Welt – alles sind Illusionen, also werden wir daran partizipieren, solange wir können! Richtig?

Gut, viele sagen sich, die Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren war auch nur eine Krise für ca. 30 % der Bevölkerung, welche alles verloren.

Für die anderen aber, welche finanziell abgesichert waren, war diese Zeit nicht gar so außergewöhnlich.

Das ist nun der kollektive Standpunkt, welcher nur durch das Unverständnis der tatsächlichen Lage langsam in die Gehirne der meisten einsinken konnte.

Dass alles schon lange wie durch Zuckerwatte von sozialen Geldern aus Nichts - eingepackt und damit abgefedert wurde - und die Illusion eigentlich dadurch schon lange ihr Haltbarkeitsdatum überschritt, scheint niemanden zu beunruhigen.

Und schlimmer noch ist die romantische Vorstellung dessen, wie dieser Kollaps letztendlich aussehen wird.

Für alle ist ein Kollaps ein Event mit Bomben und Anarchie über Nacht in den Straßen – niemand erkennt aber den Kollaps seit 2008 – niemand erkennt den Hergang – die Verwerfungen.
Jeder wartet auf Ausschreitungen, bis er den Kollaps ernst nehmen kann. Aber diese Dinge sind die letzten Schritte des Kollapses, nicht die ersten.

Ein Kollaps kommt niemals über Nacht – er braucht Jahre, bis er physisch gefühlt wird.
Und sogar wenn er dann gefühlt wird, werden viele diese Einsicht verweigern.

Die Wahrnehmungen dessen können aber soweit manipuliert werden, dass der Selbstbetrug wirken kann, denn damit können sogar die miserabelsten Umstände toleriert werden, wenigstens für eine Weile.

Es ist aber nicht nur die gewöhnliche Masse, die durch Vorurteil sich selbst belügt: Gerade, die welche in der sogenannten Freiheitsbewegung ihr Zuhause fanden, sind dafür anfällig.

Es sind genau jene, welche aus strategischen Überlegungen auf falsche Paradigmen gehoben wurden. Es wurde damit beabsichtigt, alles bislang Erreichte weitgehend zunichtezumachen.

Es sind jene, die immer noch glauben, es handle sich um einen Konflikt der westlichen gegen die östlichen Bankenelite und deren Politiker.

Sie glauben, China und Russland seien – trotz deren Verbindungen zum globalen Bankensyndikat nicht zu verleugnen sind --die Guten und die westlichen Nationen die schlechten Jungs.

Sie erkennen nicht, dass alle Mitglieder in derselben Monstermaschinerie der Weltbanken sind. Sie halten sich an dieser Hoffnung fest, weil es viel fürchterlicher ist, verstehen zu müssen, dass die Freiheitsbewegung wirklich- die aller letzte Verteidigungslinie gegen die Zentralisierung dieser Macht - und die letzte Hoffnung irgendwelcher verbleibender, individueller, persönlicher Freiheit ist.

Es ist viel leichter zu fantasieren, da wären andere Nationen, Regierungen mit militärischer Macht, die uns verteidigen werden– diese zerstörte Illusion wird nun wohl die schmerzvollste sein.

Denn festzustellen, dass der Osten in Koalition mit der westlichen Elite arbeitet – anstatt gegen sie
- wird ein Schock werden.

Viele halten sich auch an der Täuschung fest, dass alles ohne physische Konfrontation abgehen wird. Es wird geglaubt, dass lange genug zu demonstrieren und vielleicht die rechtliche Seite zu bemühen - genügen würde, um das Gebäude der Elite zum Zusammenbruch zu bringen.

Es ist lächerlich zu glauben, dass dieses Gebäude, das schon seit Jahrhunderten existiert und welches die Weltgeschehnisse genau so lang in ihren Händen hielt, einfach irgendwie zu Staub zerfallen wird.

Die erste Täuschung daran ist, man meint, immer noch genug Zeit zu haben. Klar, alles ist möglich, sollte man genug Zeit dazu haben.

Zeit bringt immer mannigfaltige Möglichkeiten. Aber die Elite weiß wohl, dass Zeit unsere einzige Hoffnung ist. Genug Zeit, um die gewaltige
Masse zu erwecken, um die Wahrheit zu verbreiten und die Machthabenden fürchten nichts mehr, als dieses im Moment.

Denn schon Arthur Schopenhauer sagt dazu Folgendes:

„Und zum Trost Derer, welche dem edlen und so schweren Kampf gegen den Irrthum, in irgend einer Art und Angelegenheit, Kraft und Leben widmen, kann ich mich nicht entbrechen, hier hinzuzusetzen, daß zwar so lange, als die Wahrheit noch nicht dasteht, der Irrthum sein Spiel treiben kann, wie Eulen und Fledermäuse in der Nacht: aber eher mag man erwarten, daß Eulen und Fledermäuse die Sonne zurück in den Osten scheuchen werden, als daß die erkannte und deutlich und vollständig ausgesprochene Wahrheit wieder verdrängt werde, damit der alte Irrthum seinen breiten Platz nochmals ungestört einnehme.

Das ist die Kraft der Wahrheit, deren Sieg schwer und mühsam, aber dafür, wenn einmal errungen, ihr nicht mehr zu entreißen ist.“

Quelle:

Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Band I - Kapitel 10, Kapitel 10 Verlag Philipp Reclam jun,1892

Das bedeutet also auch, dass die Verbreitung der Wahrheit eine Exponentialfunktion besitzt – genau wie das Phänomen der Zinseszinsen – hat sie eine kritische Masse erreicht, ist es nicht mehr zu stoppen.

Deshalb ist der Faktor Zeit das Wichtigste und deshalb kann man damit rechnen, dass die Dinge anfangen sich immer schneller zu bewegen, um uns genau diese kritische Masse nicht erreichen zu lassen. Denn danach ist es wie mit der Zahnpasta – ist sie aus der Tube, bekommt man sie nicht wieder hinein.

Das alles beschreibt nun die Umwälzungen und auch die Wichtigkeit unserer Epoche.

Wenn die Geschichte denn eines gezeigt hat, dann ist es das: Tyrannei keine Gnade kennt und ist keinerlei Vernunft zugänglich.

Und auch, dass es ab einem bestimmten Punkt sowieso nichts geben wird, was die Tyrannei weniger interessiert als was von den Unterworfenen gedacht und gefühlt werden wird, denn sie hat nur einen einzigen Zweck und nur ein Ziel – Macht.

Es ist wie das Leben von Ameisen, welches mit einem Fußtritt zerstört werden kann: Es wird für diese wenig Wert haben. Sicher ist so aber nur eines, mit Vernunft kann man solchen Männern nicht beikommen.

Gut, es gibt hier schon einen Nutzen im philosophischen und intellektuellen Kampf, aber das wird sicherlich nicht genügen.

Angst sich selbst zu verteidigen ist allerdings nur Produkt aus der Furcht vor der Übermacht und wahrscheinlich der schlimmste Punkt überhaupt.

Denn Verteidigung ist auch immer nur dann ein sicherer Verlust, wenn sie nie unternommen wurde.

Aber die Elite hat ebenso ihren schwachen Punkt und dieser ist eben genau ihr arroganter Wahn. Bislang hat sie in der Vergangenheit nichts vorzuweisen - außer dem zerstören der von anderen geschaffenen Kulturen -und das ist wahrscheinlich auch der Grund für ihre übermenschliche Überheblichkeit.

Die Bankelite – Globalisten – wie auch immer man sie nennen möchte, haben zwar alle Macht, aber das ist keine aufbauende Macht, sondern eine zersetzende - eine naturwidrige Macht.

Denn wäre ihr System wirklich gut, also besser als die übrigen, dann würde es schon lange allgemein und global akzeptiert worden sein.

Es bräuchte keine Lügen und keine Täuschungen um sein Ziel zu erreichen. Selbstzweifel waren bislang denn nur scheinbar nicht das Problem der Eliten.

Ich bin mir sicher, es handelt sich hierbei um einen Kult, der von der Brutalität der Absonderung sein ganzes Lebensblut und seine Lebenskraft erhält, aber auch das zeugt nur von der Schwäche ihrer Philosophie.

Sicher ist aber ebenso, es ist der einzige Grund, weshalb totalitäre Systeme alle Macht haben, wenn sich die Schafe schon vorher darüber klar sind, dass Verteidigung gegen die Übermacht zwecklos ist-

Nun, die Gegner sind nun im Begriff über eine Schwelle zu treten, welche alles Vergangene zerreißt: Es ist die Konfrontation mit der Masse von 8 Milliarden Menschen.

Die Elite geht davon aus, dass manche Menschen geboren wurden um Könige zu und andere um Sklaven zu sein.
Dieser Wahn ist ihnen wichtiger als die Wahrheit und genau das ist ihre Schwäche. Wie schon gesagt, wäre ihre Ideologie besser als die vorhandene, dann bräuchten sie keine Lügen und keine Täuschungen.

Täuschung beinhaltet immer Zweifel, denn was ist Täuschung und Lüge mehr als Schwäche. Beide zeugen von Angst und innerem Terror.

Der ganze Krieg der ständigen falschen Manipulationen und die falschen Nachrichten – all das ist Zeichen von Furcht. Ein hohles und leeres Festhalten an einem Wahn und eine ständige Angst vor der Aufdeckung durch die Zeit.

Nein, sie sind auch nicht intelligenter als wir, sie werden nur so wahrgenommen in einer Zeit und Kultur, welche soweit infiltriert wurde, dass der Erfolg, auch wenn er durch Lügen erreicht wurde, akzeptiert wird.

Ja, sie würden gerne die Zukunft bestimmen – vorhersagen -, aber das können sie nicht. Sie sind deshalb genauso in Furcht wie alle anderen, wie der ganze Rest.

Ich glaube, dass auch die Elite nun im Begriff ist, in eine für sie ganz neue Epoche einzutreten, von welcher sie sich alles verspricht, wo aber auch für sie – für die globale Elite - ihre zerstörten Hoffnungen und falschen Illusionen am Ende warten werden – genau wie auf den Rest der Welt.

Für diesen Rest heißt es aber nun Vorbereitungen zu treffen für die Familie und für sich selbst - und das bedeutet auch das Übernehmen von Risiken - keine Entschuldigungen und Ausflüchte sind erlaubt.

Der, welcher sich am besten kennt und alle Illusion verwirft, hat die beste Chance.

Deutsche Bank gesteht Manipulation des Gold- und Silberpreises

von Tim Schieferstein E-Mail 16.04.16 11:22:45

Marktkommentar von Markus Blaschzok, Chef-Analyst von www.goldsilbershop.de

Kläger hatten im vergangenen Jahr der Deutschen Bank vorgeworfen, zusammen mit der Bank of Nova Scotia, Barclays, UBS, HSBC und der Societe Generale die Preise für das Londoner Gold- und Silber Fixing manipuliert zu haben. Über Jahrzehnte wurden die täglichen Referenzpreise für diese beiden Edelmetalle von den genannten Banken in Telefonkonferenzen festgelegt. Da dieses Verfahren illegale Absprachen geradezu herausfordert hatte, war eine gewisse Vorteilnahme dieser Banken eine nur allzu logische Konsequenz und ein offenes Geheimnis. Der Ersatz des Parketthandels durch den elektronischen Handel machte das geheime Fixing zu einem überflüssigen Relikt, für dessen Fortbestehen keine logisch nachvollziehbaren Gründe mehr existierten. Konkurrenz aus Asien sowie die Vorwürfe der Manipulation von großen Händlern sorgten letztlich dafür, dass das alte intransparente Verfahren durch ein elektronisches System ersetzt wurde.

Nun hat die Deutsche Bank in dem Prozess um die Gold- und Silberpreis-Manipulation in New York einen Vergleich mit den Klägern ausgehandelt. Dabei gab das Institut offen zu über Jahre hinweg die Edelmetallpreise im Fixing zum eigenen Vorteil manipuliert zu haben. Kurioserweise richtete sich die Deutsche Bank gegen ihre ehemaligen Komplizen und liefert im Rahmen des Vergleichs Kommunikationsmitschnitte, welche die Klagen gegen die anderen Banken substantiell unterstützen werden. Die Bank of Nova Scotia, Societe Generale und UBS lehnten am Donnerstag Stellungnahmen ab. Weitere Klagen sind vor einem Bundesgericht in Manhattan anhängig, die den Banken die Manipulation von Preisen in den Finanz- und Rohstoffmärkten vorwerfen.

Manipulation des LBMA-Fixing nur ein Scheingefecht

All dies hat jedoch nichts mit der langfristigen Preisdrückung der Edelmetalle zu tun, die von vielen Goldenthusiasten beklagt wird. Bei der nun offiziell belegten Manipulationen des Londoner Preisfixing haben sich die Banken lediglich selbst die besten Preise gestellt und so ihren Gewinn auf Kosten anderer Händler maximiert. Eine nachhaltige Drückung der Edelmetallpreise war so jedoch nicht möglich. Die wahre Manipulation von Gold und Silber fand zwar auch über den physischen Markt in London statt, doch floss dabei das Gold direkt aus den Tresoren der westlichen Notenbanken auf die Märkte, wofür primär die Zentralbanken die Verantwortung tragen. Aber auch staatliche Einrichtungen wie der „Exchange Stabilization Fund“ (ESF) haben von der US-Regierung den expliziten Auftrag am Goldmarkt zu intervenieren. Die Manipulation des Goldpreises konnten wir vor einigen Jahren bereits statistisch belegen und bis in das Jahr 1977 zurückverfolgen.

Der zweite Teil der Manipulation erfolgt über den Terminmarkt der COMEX in den USA. Da diese Eingriffe in der Regel nur in steigende Preise erfolgen und nicht etwa wie landläufig angenommen in fallende Preise, konnte die US-Terminmarktaufsicht (CFTC) hier auch nie einen kausalen Zusammenhang zwischen fallenden Preisen und Verkäufen durch Banken wie JP Morgan herstellen, da diese in Preisrückgängen immer zu den Käufern zählten. Somit müssen wir zumindest die US-Terminmarktaufsicht von einer Konspiration freisprechen, da die oftmals falschen Annahmen und Anschuldigungen über die Vorgänge der Manipulationen und Drückungen in fallende Preise hinein so auch nicht existieren. Ebenso hatte die deutsche Finanzaufsicht BaFin die Goldpreise auf mögliche Eingriffe hin erfolglos überprüft, wie der zuständige Bankenaufseher Raimund Röseler zu Jahresbeginn dem "Handelsblatt" mitteilte. "Wir haben keine Anzeichen für Manipulationen gefunden."

Uns gelang es jedoch bereits vor einigen Jahren die Manipulation an den Terminmärkten statistisch nachzuweisen. Kurioserweise liefern die komplexen Daten der US-Terminmarktaufsicht CFTC zu den sogenannten „Commitment of Traders“ selbst den Beweis für die immer wieder stattfindenden Manipulationen und man muss nur wissen was und wo man suchen muss, um es zu finden. Leider sind die Daten sehr umfangreich und schwer zu verstehen, weshalb nur sehr wenige Experten die Wirkungsweise und Zusammenhänge vollends erfassen und so immer wieder unrichtige Annahmen getroffen werden, die dann auch leicht widerlegt werden. Wir verwenden diese Manipulationsdaten sogar für den Handel und werden immer dann, wenn gerade die Preise stark ausgebremst werden, hellhörig und richten uns mitunter auf einen Preisrückgang ein, den wir sehr oft mit guten Gewinnen ausnutzen konnten.

Die Manipulation an den Edelmetallmärkten hat mit dem Ende des geheimen Goldfixings also noch nicht ihr Ende gefunden und wird sicherlich auf höheren Preisniveaus unvermindert fortgesetzt werden. Auch wenn man Anstiege, wie die des ersten Quartals, nun zulassen wird, bleibt der Preis gemanagt und für den Fall, dass dies irgendwann nicht mehr so sein wird, sollte man unbedingt physisches Gold und Silber besitzen, denn die dann dramatischen Preisanstiege werden auch Implikationen auf anderen Märkten haben, die eine Papierposition womöglich zu einer nicht einbringbaren Forderung verkommen lassen wird. Gold und Silber und somit Geld besitzt man nur wirklich, wenn man jederzeit den alleinigen physischen Zugriff darauf hat!

AKTIENMARKT VOR DER ENTSCHEIDUNG

Der amerikanische Aktienmarkt S&P 500 kämpft seit Tagen mit der Abwärtstrendlinie bei 2.075 Punkten, wo dieser aktuell auch notiert. Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der Markt hier wieder nach unten drehen und einen neuen Abverkauf in einem Bärenmarkt starten wird, was Sentimentdaten belegen. Immer dann, wenn die vorherrschende Meinung extrem einseitig ist, kommt es jedoch anders und womöglich auch diesmal. Ein Anstieg über den Abwärtstrend würde ein Kaufsignal mit einem gewaltigen Short-Squeeze auslösen, der einen deutlichen Anstieg zur Folge hätte. Sollte der Aktienmarkt jedoch fallen, wie viele Marktteilnehmer glauben, so würde weitere Fondsmanager die Flucht ins Gold antreten, was weitere physische Nachfrage auslösen und den Preis für Gold nachhaltig ansteigen lassen könnte.

Zum Chart

Auf der anderen Seite bleibt in den USA die Kerninflationsrate nahe dem Zielbereich stabil, sowie die Löhne, der Arbeitsmarkt und die weltweiten Wirtschaftsaussichten scheinen sich zu verbessern, was eine weitere Zinsanhebung ermöglichen würde. Wie auch immer – eine Entscheidung am Aktienmarkt wird Impulse für die Edelmetalle nach sich ziehen, weshalb auch die Goldbugs aktuelle ein Auge auf dem Aktienmarkt haben sollten.

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