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Von Kanarien- und anderen Vögeln

von Thomas Straub E-Mail 18.01.13 14:38:05

Die in den letzten Wochen an den Papiermärkten durch den Verkauf von Papiergold- und Silber herbeigeführte Preisvolatilität und die verstärkte Negativpropaganda sollen zum Trugschluss verleiten, dass Gold und Silber keine Erfolg versprechende Zuflucht vor der Enteignung durch Geldwertverfall bieten und die exzessive Gelderzeugungsorgie einen seriösen Hintergrund aufweist.

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Gold-Wahn oder Papiergeld-Wahn?

von Peter Boehringer E-Mail 18.01.13 11:16:52

Schon bei der Ankündigung der Bundesbank, nun doch Teile ihres Auslandsgolds heimzuholen, hatten wir als Initiatoren der entsprechenden Bürgerinitiative am 15.1. Stellung dazu bezogen – vor drei Tagen allerdings noch ohne genaue Detailkenntnis zu den Bundesbank-Plänen. Dennoch sei nochmals auf diese weiterhin gültige Vorab-Analyse verwiesen.

Zwei Tage nach der gemessen am 50-jährigen Stillstand in dieser Sache sensationellen – und doch rein mengenmäßig betrachtet wenig spektakulären Teil-Heimholungs-Ankündigung der Bundesbank ist es nun Zeit, die Fakten, die mediale Resonanz und die möglichen Implikationen zu erörtern. Vorab zwei generelle Feststellungen:

1. Die Bundesbank selbst war enorm bemüht, einen eher bescheidenen und natürlich in keiner Weise die Existenz ihres unverliehenen Gold-Sollbestands von knapp 3400 Tonnen beweisenden Akt medial maximal zu vermarkten, um die Volksseele zu beruhigen, die –nicht zuletzt aufgrund der Aktion „Holt unser Gold heim“ – seit Monaten auch in dieser Sache kocht; wenn auch etwa die unfassbaren ESM- und Target2-Skandale wesentlich geeigneter sind, Volkszorn auszulösen.
2. Die deutschen keynesianischen Schreiber und die politischen Apologeten der Falschgeldmacht (manchmal auch „Wirtschaftsredakteure“ oder „Ökonomen“ genannt) waren –in schroffem Gegensatz zur internationalen Presse– sehr bemüht, die zumindest symbolisch sehr relevante Ankündigung der Bundesbank herunterzuspielen bzw. zu kritisieren.

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Roland Baader und das Gold: Materialisierte Freiheit

von Peter Boehringer E-Mail 08.01.13 08:04:15

8. Januar 2013. Heute vor genau einem Jahr ist der große Denker und wortgewaltige Freiheits-Autor Roland Baader verstorben, der wie die meisten „Österreichischen“ Ökonomen Gold nicht nur als ganz eigene Anlageklasse und auch nicht nur als wahres (da von den Menschen freiwillig gewähltes) Geld angesehen hatte, sondern aufgrund der über allen politischen Machtstrukturen stehenden Eigenschaften von Gold (und Silber) auch als „materialisierte Freiheit“. Zeit daher, den gleichnamigen Artikel an dieser Stelle auch im Internet zu veröffentlichen, der erstmals in der März-Ausgabe 2012 des „eigentümlich frei“ Magazins erschienen war. Ich danke Herausgeber André Lichtschlag für die freundliche Freigabe des Textes anlässlich dieses ersten Todestags von Baader. Hier der Link zum Original-pdf des Artikels; nachfolgend der Artikel im Textformat.

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Von Vögeln und irrationalen Märkten

von Thomas Straub E-Mail 07.01.13 17:54:24

Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern, dass eine Gruppe global agierender Großbanken nicht nur die Edelmetallmärkte zum Spielball eines von ihnen beherrschten und manipulierten Casinos degradiert haben. (Siehe dazu etwa die sensationellen Ausführungen eines „Bankers“ (Volker Hellmeyer von der Bremer Landesbank) auf den Seiten 3 und 15 des aktuellen Finanzmarktausblicks der Bremer Landesbank für 2013; http://www.bremerlandesbank.de/fileadmin/user_upload/rss/Treasury-Focus/121221_BLB_Treasury_Focus.pdf: „Eine im Interessensdunst der Machtachse NY-London agierende Finanzaristokratie“)

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Rösler wird Bauernopfer der "Falle aus Halle" und seines EUROpportunismus

von Peter Boehringer E-Mail 04.01.13 12:29:25

Nachtrag 21. Januar 2013: Wider Erwarten und gegen alle Prognosen hat die FDP gestern in Niedersachsen nun 9,9% geholt und damit sogar noch leicht zugelegt. Die Thesen unten im Blog widerlegt das nicht - aber im Moment erscheinen sie wenig plausibel. Eindeutig hatte ich den Leihstimmen-Effekt für die FDP um wenigstens 4% (!) unterschätzt. Man darf jedoch nicht übersehen, dass 80% (!) der FDP-Wähler gestern mit der Erststimme CDU gewählt haben - somit eigentlich eher bei der CDU verortet sind - und machttaktisch per Leih-Zweitstimme FDP gewählt haben. Diese Taktik könnte auch bei der Bundestagswahl aufgehen. Die FDP könnte damit uU nochmals in den BT einziehen. Die fanatische Genscher-Politik für den alternativlosen Euro, die unten kritisiert wird, wird damit aber weder volksnäher noch richtiger. Eine konsequente anti-EU(R)-Rettungs-Ausrichtung bzw. anti-BANKEN-Rettungspolitik brächte die FDP auch ohne Leihstimmen in die Parlamente. Aber auf diese Einsicht werden wir nun leider noch mind. ein Jahr warten müssen. Den Machtverlust für die (in erster Linie für das EUR-Desaster verantwortlich gemachte) Schwarz-Gelbe Regierung hat die Stimmverschiebung per Leihstimme gestern auch nicht verhindert. Inhaltlich wurde der Rettungswahnsinn gestern nicht vom Wähler sanktioniert. Echte Alternativen standen allerdings auch nicht zur Wahl, nachdem RotGrün ja noch fanatischere Volksverräter sind als SchwarzGelb.

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Die FDP könnte bei den anstehenden Wahlen in Niedersachsen schwächeln. Und da für Kleinfunktionäre aller Parteien nichts schlimmer ist als der Verlust von Pöstchen, werden nun wieder einmal Messer gegen den „Schuldigen“ (Vorsitzenden Rösler) gewetzt – damit wohlgemerkt nur gegen den vordergründig Schuldigen und keineswegs aus inhaltlichen Gründen – denn das FDP-Problem liegt natürlich viel tiefer als ein Rösler je Tiefgang haben könnte.

Rösler ist allerdings selbst nicht unschuldig. Schon auf seiner Antrittsrede (!) 2011 machte er die damals schon erkennbar letzte Chance der FDP zunichte. Ich kommentierte das damals live hier :

„Leider hat auch der ganz neue FDP-Vorsitzende Rösler die Zeichen der Zeit nicht erkannt, die Steilvorlagen seines Parteikollegen Schäffler ignoriert und eben auf seiner Antrittsrede Worte gewählt, die er noch bereuen wird:
"Klares Bekenntnis zu Europa. Mit Blick auf rechtspopulistische XX( Tendenzen in anderen EU-Staaten und die heftige parteiinterne Debatte über den Euro, sagte Rösler:
'Solange ich Bundesvorsitzender bin, gibt es ein klares Bekenntnis der FDP zu dem großen gemeinsamen Projekt Europa.'
Indirekt sprach er sich auch für den geplanten Euro-Rettungsschirm ESM aus.
'Wir müssen jetzt nach vorne sehen.'.

Hintergrund für das Europa-Bekenntnis Röslers ist der Antrag zahlreicher Delegierter um den Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler, die den ESM ablehnen wollen."
=> SO wird er nicht sehr lange FDP-Vorsitzender bleiben. Jedenfalls nicht Vorsitzender einer FDP mit mehr als 4% der Stimmen. Die sechste totalitäre bürgerferne Partei im Bundestag braucht niemand! Nur „rechts“ im Politspektrum wäre enorm viel Platz - kein Wunder, denn da ist in Berlin heute nur Vakuum und da war einstmals die wahre bürgerlich-liberal-soziale Mitte des Landes...!“

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