Vitamin D: das unterschätzte Hormontalent
von Hans Jörg Müllenmeister
15.03.11 14:32:12
Die Medizinliteratur strotzt vor Berichten über Vitamine aller Art. An vorderster Front stolziert das Königsvitamin E, dicht gefolgt von Vitamin C. Erst in jüngster Zeit wurde unter den Vitaminen das „neuantike“ Multitalent wieder erschlossen: das heiße Eisen in der Medizinforschung. Dieses lebensnotwendige Vitamin D (Calcediol) heißt so, weil es eben kein Vitamin ist. Vielmehr gehört es zu den Steroidhormonen - so wie die Sexualhormone und das Kortison. Überhaupt ranken sich einige Irrtümer um das Vitamin D. Während unser Körper selbst keine Vitamine bilden kann, verleiht sonnenbeschienene Haut unserem Körper eine Art Vorstufe zum Vitamin D: das Cholecalciferol. Und das ist eben ein Hormon. Aus diesem Rohstoff gewinnt unsere körpereigene Fabrik, die Leber, über einige Synthesestufen das Vitamin D3. Bei geschädigter Leber und Niere kann es zu einem deutlichen Vitaminmangel kommen, selbst wenn genügend Vitamin D direkt über die Nahrung aufgenommen wird. Reichhaltige Vitamin D-Nahrungsquellen sind übrigens Fettfische und Pilze.


Letzte Kommentare