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Arsen & Cadmium - zwei giftige Gesellen

von Hans Jörg Müllenmeister01.11.09 16:35:41

Nichtsahnend hatte schon Ötzi, der Gletschereismensch aus den Alpen, vor fünftausend Jahren Kontakt mit Arsen. In seinen Haaren wies man Arsen nach. Möglich, dass er in einem Kupferbergwerk schuftete, denn Kupfererz ist oft mit Arsen angereichert. Schon am byzantinischen Hof kannte man die Giftigkeit von Arsentrioxid, dem Arsenik. Das italienische Adelsgeschlecht der Borgia-Dynastie wußte gezielt das damalige Hightech-Mordgift unentdeckt mit List und Tücke einzusetzen. Sie bereiteten manch unliebsamen Zeitgenossen die vorzeitige Himmelfahrt. Einige Historiker meinen, dass Napoleon auf Sankt Helena durch austretende arsenhaltige Ausdünstungen der mit Pariser Grün bedruckten Tapeten dahin sichte. So betrachtet, erscheint uns Arsen eher als eine medizinische Morddroge und nicht als Halbmetall. Vor rund 1960 Jahren verordnete der griechische Arzt Dioskorides das Mineral Realgar As4S4 gegen Asthma und geringe Mengen Arsenik wurden gegen Hautkrankheiten oder Blutarmut verabreicht. Die Dosis macht’s eben.

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Vom Fall des Papiergelds und Papiergolds

von Peter Boehringer E-Mail 29.10.09 16:18:29

In diesem Blogeintrag lesen Sie drei kurze Meldungen von heute, die nur auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Auf den zweiten geht es in allen Fällen um Entfremdung: die der türkisch-arabischen Welt nämlich, an der der "Westen" mit seiner absurden Währungs- und globalistischen Machtpolitik durchaus mit schuld ist [was natürlich keineswegs heißen soll, dass wir zur "Kompensation" des Orients nun alle Visa-Schranken aufgeben sollten, wie es unsere multikulturellen Gutmenschen ständig fordern und durchsetzen!]. Es ist aber logisch, dass westliche Scheinwerte (Dollar, Papiergold) und entkernte westliche Symbole (WTI) ausgerechnet vom politisch inkorrekten Orient als solche entlarvt werden. Schon schlimm, dass ausgerechnet intolerante und totalitäre Regimes hier klarer sehen als die westlichen Medien...

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30 Minuten bis zur Monetisierung

von Peter Boehringer E-Mail 28.10.09 12:49:13

In den klassischen VWL-Lehrbüchern zur Geldpolitik wird der direkte Aufkauf von frisch emittierten Anleihen durch die jeweilige Zentralbank eines Landes zurecht als potenziell hoch inflationärer Schritt bezeichnet. Seit einem Jahr haben die Fed und andere Zentralbanken diesen Schritt daher formal immer vermieden, obwohl sie in den letzten Monaten teilweise recht nah am direkten Aufkauf dran waren. Wir berichteten - aber der Mainstream schwieg und verschweigt auch weiterhin diese anhaltende de facto Monetisierung fast völlig. Und so bleibt aus gegebenem Anlass mal wieder nichts anderes übrig, als das Wahre im Goethe´schen Sinne immer zu wiederholen.

Dies insbesondere deshalb, weil die Frist von der Anleihe-Emission zum Aufkauf durch die Fed kürzlich bereits auf 30 Minuten 88| geschrumpft ist! Die Schamfrist zur Vermeidung der DIREKTEN Monetisierung beträgt nun also noch eine halbe Stunde!

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Verhaltenssteuerung per Prognose

von Peter Boehringer E-Mail 27.10.09 16:11:33

Hier einige sehr aufschlussreiche Fundstücke aus dem Print-Magazin "Der Wirtschaftsjournalist" (Fachblatt für Wi´journalisten), Ausgabe 5-2009; S. 27 und 35:

"Lüge oder Untergang Tabuthema Finanzcrash: Wussten Wirtschaftsjournalisten mehr als sie berichtet haben? Ist der Wirtschaftsjournalismus systemrelevant?
Die Angst im vergangenen Herbst war groß. Viele Menschen begannen [Bargeld] zu horten. Auch Mitglieder der Eliten gingen zum Geldautomaten. Im vergangenen 'Wirtschaftsjournalist'-Interview gestand 'WiWo'-Chef Roland Tichy, auch er habe sich [nach der Lehman-Pleite im Herbst 08] mit Bargeld eingedeckt."

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Indifferente Signale, Gold felsenfest

von Jan Kneist E-Mail 20.10.09 12:58:14

Wie nicht anders zu vermuten war, ist noch immer nicht klar, wohin die Wirtschaft in den nächsten Monaten steuern wird. Betrachtet man sich Dax und Dow, dann ist die Erholung ausgemachte Sache. Wie an dieser Stelle vor etlichen Wochen gemutmaßt, hat der Dow tatsächlich wieder 10.000 Punkte überschritten und damit den Bären das Genick gebrochen.

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