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Dollarindex – die aktuelle Fieberkurve der globalen Finanzmärkte

von Johannes Forthmann E-Mail 13.10.13 16:07:35

Dollarindex – die aktuelle Fieberkurve der globalen Finanzmärkte

Die Entwicklung des Dollarindexes scheint neben den Zinsen die Fieberkurve der globalen Finanzmärkte vielleicht am besten wiederzugeben. Ihn sollte man im Hinblick auf weitere wichtige Ereignisse im Auge behalten. Hier zeichnet sich in den letzten Wochen eine aus Sicht der US Währung unerfreuliche Situation ab. In Abwandlung auf den Euro könnte man sagen:

Scheitert der Dollar, dann scheitert das globale Finanzsystem.

Technische Analyse auf Monatsbasis
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Auf langfristiger Basis sieht man hier auf den ersten Blick ein langsames Einpendeln auf niedrigem Niveau. Dieses Bild täuscht jedoch etwas über die wahre Situation hinweg, wenn man den Chart auf Wochenbasis etwas genauer analysiert. Hier ist von jüngeren Prognosen hinsichtlich eines stärker werdenden Dollars nicht mehr viel zu sehen.

Dollarindex auf Wochenbasis
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Hier sehen wir zunächst einmal ein gefürchtetes Broadening Top. BT´s auf Wochenbasis markieren anhand ihrer in 5 Achsen verlaufenden, irrational auseinanderlaufenden Schwingungen häufig das Ende eines Bullenmarktes, aus dem Profis sich bereits verabschiedet haben. Wird die letzte Achse nach unten durchbrochen wie hier, dann ist das Muster komplett. Wie gnadenlos der weitere Verlauf danach sein kann, haben wir am HUI Index ab Mitte 2011 bereits beobachten dürfen. Er wies ein ähnliches Topmuster auf. Ein Pullback nach diesem Ausbruch ist möglich, ändert aber nichts mehr an der bearishen Konstellation und würde nur durch neue Höchststände jenseits von 86 neutralisiert. Eine weitere ernstzunehmende bearishe Komponente kommt mit dem Bruch der wichtigsten Trendlinie ins Spiel.

Als ob dieses nicht schon genug wäre, gesellt sich auf Tagesbasis nun eine ausgebrochene Schulter-Kopf-Schulter Formation in Form eines Diamantmusters hinzu, die zu wenig Optimismus Anlass gibt.

Dollarindex auf Tagesbasis
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Möchte man wissen, was aus diesen Pattern so alles entsehen kann, dann braucht man sich nur einmal den Verlauf von Kupfer nach Erreichen des Diamond Tops zu Beginn des Jahres 2011 ansehen.
Werfen wir nun noch einen Blick auf den untrüglichen Point & Figure Chart des Dollarindexes, dann runden sich die hier gezeigten Perspektiven etwas ab. Hier befindet sich der Dollar am Rande einer Klippe, die aktuell mit Unterschreiten von 79 überschritten wäre. Ein Ausrutscher könnte schlimme Folgen für die Gläubigernationen der Vereinigten Staaten von Amerika und unabsehbare Folgen für das globale Finanzsystem nach sich ziehen.

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Johannes Forthmann
Johannes Forthmann ist deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Herausgeber des JF Research Newsletters. Es wird keine Garantie für die Richtigkeit der hier genannten Daten übernommen. Copyright 2013
http://jf-research.com

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