GoldSeiten Blogs
« 7. Edelmetallmesse in Zeiten des UmbruchsLehren aus der Zukunft? »

Ekelhafte Propaganda

von Jan Kneist E-Mail 17.10.11 13:59:49

Betrachtet man sich den Blätterwald der letzten Wochen, dann fällt einem die zunehmend widerwärtige Europropaganda auf. Der Tenor ist bekannt: Scheitert das Europrojekt, drohen Zerfall und Chaos, wenn nicht schlimmeres. Es wird vergessen, daß es OHNE Euro vorher gut lief und man MIT Euro jetzt diese Malaise bekommen hat.

Ursache und Wirkung werden verdreht. Jean-Claude Trichet sprach davon, daß die Krise eine "systemische Dimension" erreicht habe und auf größere Eurostaaten überzuspringen begänne. Er als Franzose weiß, wovon er spricht. Frankreich lebt schon lange über seine Verhältnisse und auch gern mal über die seiner Nachbarn. Und wenn jemand (wer ist dieser "Jemand" wohl?) Gelder anbietet, dann greift man gerne zu, beim Boche. Immer mehr kristallisiert sich heraus, daß ohne den Michel nichts mehr läuft im Europa der Eurokraten. Trichet ist aber nichts gegen den "Offenen Brief an die Führer der Euro-Zone", unterschrieben von Soros, Joschka Fischer, Hans Eichel, Peter Bofinger, Guy Verhofstadt und einigen anderen. Personen, die nicht selten auf Geheimtreffen der Machtelite gesichtet wurden und die sonst wenig als "Demokraten" auffielen. Sie geben zu, daß der Euro weit davon entfernt ist, perfekt zu sein und man seine Konstruktionsfehler beheben müsse, da sonst das globale Finanzsystem womöglich zerstört wird. Sehr nett, etwas, das die Mehrheit der Bürger NIEMALS WOLLTE (!), muß jetzt gerettet werden, da sonst das Finanzsystem baden geht. Aber weiter im Text. Die Errichtung eines gemeinsamen Finanzinstituts, das Mittel für die Eurozone als Ganzes beschafft, sei anzustreben. Dieses Institut (Neusprech für europäisches Finanzministerium) soll die Haushaltsdisziplin der Mitgliedsländer überwachen, die wirtschaftliche Konvergenz und das Wirtschaftswachstum fördern. Konvergenz bedeutet im Klartext Transfer von den Nord-Ländern (Haupt-Lastesel Deutschland) nach Süden. Dann sollen EFSF und EZB enger zusammenarbeiten, um die Krise unter Kontrolle zu bringen. Was kann das heißen? Z.B., daß die vom EFSF angekauften Schrottanleihen an die EZB weitergereicht werden, also die "Hebelung" der Mittel des EFSF. Das Pamphlet endet mit dem Satz: "Wir rufen die Parlamente der Euro-Länder dazu auf, anzuerkennen, daß der Euro eine europäische Lösung benötigt. Das Streben nach nationalen Lösungen führt unweigerlich in den Zusammenbruch."

Die Katze ist also aus dem Sack. Ohne ein Gebilde, das der Ex-UdSSR immer ähnlicher wird, droht der Zusammenbruch. Der Wohlstandstransfer soll institutionalisiert werden und die Nationalstaaten sollen ihre Finanzhoheit verlieren. Regt sich auch bei Ihnen Brechreiz? Positiv ist, daß es mit der Slowakei ein kleines Land fast geschafft hätte, den Wahnsinn zu beenden. Es war ihnen nicht vergönnt, das war nicht zu erwarten. Notfalls hätte man in Preßburg Massenvernichtungswaffen gefunden. Dieses verfaulte EU-Gebilde muß selber fallen. Vermutlich müssen die Bürger in vielen Staaten erst noch mehr Rechte verlieren, bis es Klick macht. Die im Brennpunkt der Entwicklung stehenden Länder des Südens -besonders Griechenland und Italien - besitzen eine "Streikkultur", die schon manche Regierung das Fürchten gelehrt hat. Griechenland wird zur Zeit komplett lahmgelegt und ein weiterer Einbruch der Steuereinnahmen ist unvermeidbar. Geht hier nichts mehr, dann könnte sich ein Flächenbrand auf ganz Euro-Europa ausweiten. Dieser Flächenbrand muß das Erstarken der national-liberalen Bewegungen in ganz Europa mit sich bringen, Bewegungen, die den Euro-Bürokraten ernsthaft gefährlich werden können. Es wird
Zeit, daß sich die Wut der Bürger endlich auf der Straße zeigt.

Erschienen im Rohstoff-Spiegel Nr. 21/2011 vom 15.10.2011

15 Kommentare

Kommentar from: Gloeckl Rainer [Besucher] E-Mail
Welt Wirtschaft Chaos

Mathematik und Physik gelten als die unangefochtene Grundlage aller objektiven Erkenntnis, darum der ernsthafte und ausführliche Versuch den Glauben daran zu erschüttern, denn nicht nur Wirtschaft und Börse sind für unerwartete Schwankungen viel anfälliger und kennen subjektive Einwirkungen.

Albert Einstein meinte trocken: Die Mathematik handelt ausschließlich von den Beziehungen der Begriffe zueinander ohne Rücksicht auf deren Bezug zur Erfahrung. „Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.“
Verlieren quantenmechanisch die Begriffe der klassischen Physik ihre Gültigkeit? Man kann sie nur verstehen, wenn man an ihr verrückt wird, soll Albert Einstein über die Quantenphysik gesagt haben. Diese irritierenden Beobachtungen beruhen auf statistischen Effekten. Können Abhängigkeiten zu den jeweiligen Verfahren neue Qualitäten konstruiert, die vorher so nicht da waren ?

Die zwei Autisten Konstantin und Kornelius Keulen umfassen es in einem Gedicht :

errare ist menschlich
was irrt ist errichtet in technik
und der mensch glaubt das irren
verbannt zu haben
durch gerüste von zeichen (...)

"Definitionen sind kurzsichtig und irreführend", heißt es in einer Streitschrift. Nicht nur die Ökonomie werde reduziert auf die Erforschung optimaler Entscheidungen zu klar definierten Fragestellungen . Es geht immer nur um Definitionen, Modelle, Häufigkeiten und um Wahrscheinlichkeiten, um Verteilungen, - nicht um ein exakt befindliches Stück, das sie finden können. Das Problematische daran ist, dass statistische Verfahren eine große Unsicherheit der Ergebnisse aufweisen und die Wahrscheinlichkeitsrechnung nichts über den konkreten Fall aussagt. Jedes Screening trägt eine sogenannte "Falsch-positiv-Rate" oder „Falsch-negativ-Rate“. Bei Forschung oder Analysen besteht zudem immer auch die Gefahr, dass man die Fakten und Risiken übersieht oder gar wegdefiniert.

Dabei gilt in der Physik ein Naturvorgang als Verlauf von Werten bestimmter definierter und beschriebener physikalischer Größen - unter sonst gleichen Bedingungen, die Vergleichbarkeit wird angenommen um diesen Vorgang messen zu können. Unter bestimmten Gegebenheiten erweisen sich genau definierte Größen an einem Ort im Resultat identisch, wie an einem anderen Ort (z.B. die Gesetze der Gravitation sind in Europa gleich wie in Australien).
Die Wissenschaftler beschreibt Kausalität als Abhängigkeiten von Ereignissen. Die Abhängigkeit von Ereignissen bedeutet lediglich eine zeitlich bedingte Gesetzmäßigkeit zwischen ihnen. Das Kausalitätsprinzip (Determinismus ) unterstellt, dass alles in der Welt gesetzmäßig geschieht.
Gegenprobe: die Zahlenfolge beim Würfeln zeigt keine Gesetzmäßigkeit, sondern Zufall. Niels Bohr spottete daher: "Vorhersagen sind schwierig. Vor allem wenn sie die Zukunft betreffen".

Somit schlägt die begriffliche Analyse der Kausalität fehl. Die vorgeschlagenen Anforderungen an die mathematischen Funktionen unterliegen der Willkür oder sind zu eng und können durch Gedankenexperimente widerlegt werden. Wichtig ist die Verifikation von Kausalaussagen, die aber nicht endgültig vorgenommen werden kann (möglicherweise werden die Naturgesetze in 1000 Jahren in der Vorstellung der Menschen anders gesehen).

So stellen Naturgesetze streng genommen keine Aussagen dar, sondern sind nur Anweisungen. Mit dem Kausalitätsprinzip verhält es sich ähnlich. Der Widerspruch: das Kausalitätsprinzip ist als brauchbar oder als unbrauchbar anzusehen, nicht jedoch als Gesetzmäßigkeit, die sich verifizieren lässt . "Es gibt kein bewiesenes Gesetz von Ursache und Wirkung."
Mathematik stellt lediglich ein Regelwerk dar, mit deren Hilfe alle Ereignisse in Beziehungen beschrieben werden können – es handelt sich um eine Funktion wie Sprachen.

Dabei harmonieren die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge (in der Physik) verblüffend gut mit mathematischen Berechnungen und es scheint als ob zeitbezogene Ursache und Wirkung jederzeit offenkundig seien und daher die weiteren Ursachen und die Zukunft absolut vorherbestimmbar wären. Die Himmelsmechanik und die irdische Mechanik gehorchten seit Newton einheitlichen Gesetzen. Zudem laufen die konstruierten Maschinen! Diese Tatsachen führten allerdings zu einer Überschätzung der Kausalität .

Alexander Unzicker entlarvt die Fakten der theoretischen Physik mit den Worten:
Vom Urknall zum Durchknall . Ist die theoretische Physik kompletter Blödsinn?

Arthur C. Clarke postulierte gar: Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Zauberei nicht zu unterscheiden. Das bestätigt der Präsident der deutschen Mathematiker- Vereinigung Günter M. Ziegler in einer Festrede am 28.11.2008 in Braunschweig, relativierte allerdings mit: „erfolgreicher Zauber!".

Wie soll man das als Laie verstehen? Ein antikes Gedankenexperiment Indiens erläutert das einfach: bei der allerersten Konstruktion eines Rades von Menschenhand ist etwas entstanden, was es so vorher nie gab. Diese Schöpfung aus dem Nichts mutet an Hexerei. Doch sobald das Rad zerbricht geht augenblicklich seine Funktion verloren, inklusive der Anwendung zum Transport.
„Aus dem Nichtseienden ist das Seiende entsprungen “ – aber wie man es auch drehte und wendete, müssen alle Versuche einer Deutung unbefriedigend enden? Antoine de Saint-Exupéry wähnte: „Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar“.

Leider trifft beispielsweise in der Weltwirtschaft hier das moderne Stichwort der selbstregulierenden Märkte: "Die politische Kaste muss ihre Existenzberechtigung beweisen, indem sie etwas macht. Weil aber alles, was sie macht, alles viel schlimmer macht, muss sie ständig Reformen machen, das heißt, sie muss etwas machen, weil sie etwas gemacht hat. Sie müsste nichts machen, wenn sie nichts gemacht hätte. Wenn man nur wüsste, was man machen kann, damit sie nichts mehr macht."

Der Eindruck dass Mathematik so genau mit der Natur harmonieren würde scheint also wesentlich aus historischen Entwicklungen genährt, - im Alltag herrscht meist der unvorhersehbare Zufall.

Gegenprobe: In der Physik werden Vorgänge der Natur in einen sehr engen Zusammenhang gesetzt, bis ein Nachweis einer Gesetzmäßigkeit gelingt. Der Umlauf eines Himmelskörpers um ein Zentralgestirn wurde so objektiv exakt vorhersagbar. Fügt man mehrere etwa gleichgroße Sterne zusammen, die sich in einem Haufen gegenseitig umkreisen, ergibt das berühmte Mehrkörperproblem mit mehr als 3 Sternen „plötzlich“ keine Vorhersagen der Bahnen, die bestenfalls per computergestützte Modelle – sehr ungenau (subjektiv!) nachgeahmt werden können.
Könnte witziger Weise dabei ein „Elementarsubteilchen des Vorhersageverlusts“ durch einfaches hinzufügen weiterer Sterne entstehen? Gar ein wie auch immer geartetes Elementarsubbestandteilchen der relativen gegenseitigen Abhängigkeit?

Nachdem Mathematiker alles in schönste Zusammenhänge der Existenz gebracht haben, drängte sich etwas Grundsätzliches auf, das überhaupt nicht in Ordnung sei; sie prüften: das ganze wissenschaftliche Gebäude schwebt ohne Bodenhaftung in der Luft . Schon Heraklit aus Ephesus meinte : Die schöne Weltordnung gleiche einem aufs Geratewohl hingeschütteten Kehrichthaufen. Die Wahrheit der Mathematik ist im jenseits der Empire zu suchen wähnte Platon.

Prognosen erheben keinen Anspruch auf (statistisch gesicherte) Richtigkeit, sondern sollen lediglich der Zukunft eine Struktur geben. Gerät dieser Versuch nicht zwangsläufig zur selbsterfüllenden Vorhersage? Ein objektiver „Ist- Zustandes“ oder auch Statistiken gelten als fixierte Momentaufnahmen, die Dynamik im weiteren Verlauf wird dabei oft ausgeblendet.
"Wenn nicht alles in der Welt durch Algorithmen zu erklären ist, dann sorgen wir halt dafür, dass nur noch das in der Welt wahrgenommen wird, was nach algorithmischen Prinzipien funktioniert." Beschreibt der Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher diesen Trend der modernen Wissenschaft.
Elena Esposito stellt fest: Eine korrekt berechnete Wahrscheinlichkeit ist auch dann korrekt, wenn sich diese nicht verwirklicht – und genau das ist nützlich. Die Ergebnisse sind nicht „Wahr“ und sollen es auch nicht sein! Diese Fiktion stellt lediglich eine Orientierung zur Verfügung, welche aus der „Realität“ nicht abgeleitet werden kann .

Der neue Chefökonom der Deutschen Bank Thomas Mayer, der Nachfolger von Norbert Walter bestätigt diese Auffassung in einem Interview mit der Financial Times im Februar 2010: „Aber Prognosen können Anhaltspunkte geben, wohin die Reise geht, und schaffen somit einen Mehrwert.“ Durch diese Definition wird die Methode absolut unfehlbar erklärt, - leider hält sich die Realität nie daran.

Winston Churchill soll dazu bissig gemeint haben: „Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.“

Harvard Business Manager Magazin schreibt am 15.2.2011: "Mächtige sind bessere Lügner" Menschen mit Macht sind beim Lügen oft wahre Könner, es ist zudem schwieriger, sie der Lüge zu überführen, sagt Dana Carney.

Die Prognosen (alle Indikatoren) werden als Rechtfertigung zudem geschickt per geschickte Wahl der Bezugsgrößen und Definitionen, irreführende Rankings, fragwürdige Durchschnittswerte, willkürliche Prozentangaben usw. in die gewünschte Richtung „frisiert“.
Nicht einmal auf die doch angeblich so unbestechlichen Zahlen ist Verlass: Sie verschleiern die Wahrheit und schönen die Realität – wenn sie nur geschickt eingesetzt werden. Vor allem Politiker schieben gern Statistiken vor, um ihre Ziele durchzusetzen – beschreibt (in Welt.online vom 17.2.011) Gerd Bosbach, Professor für Statistik an der Fachhochschule Koblenz. Was ökonomisch richtig und was politisch opportun ist, ist selten identisch, so John Kenneth Galbraith. Konrad Adenauer vertraute daher nur seiner eigenen manipulierten Statistik, wie er betonte, oder stammt das Zitat ursprünglich von Winston Churchill: "Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast!"

Ist diese Kritik der Methode sogar in der klassischen Physik wesentlich, wo immer zu 100% ein Zusammenhang hergestellt werden kann? Das Problem zeigt sich spätestens in der Quantenphysik, deren Aussagen auf Wahrscheinlichkeiten beruhen.

Was übrig bleibt ist Plausibilität. Dabei wirken auch magische Vorgänge für unser Gehirn ebenso plausibel wie solche, die mit den Mitteln der Wissenschaft in der Natur zu beobachten sind. Der Neuropsychologe Erich Kasten schreibt in seinem Lehrbuch Die irreale Welt in unserem Kopf: „… wirklich beweisen kann, ist, dass die Realität nur eine vom Gehirn geformte Illusion ist.“

Clark wusste es: Der einzige Weg, die Grenzen der Möglichkeiten zu finden, ist, ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen.

Der Begriff der Wahrheit (Wirklichkeit, Realität usw.) ist zwar definierbar, es lässt sich aber in allen Verfahren mindestens eine Aussage bilden, die sich selbst wiederlegt . Letztlich gibt es keine Möglichkeit Verfahren zu beweisen Zu einer ähnlichen Auffassung kommt die „Inkommensurabilitätstheorie“ – eine Theorie, die eine allgemeine Unvergleichbarkeit aller Dinge unterstellt. Hugo von Hofmannsthal interpretierte Geist als überwundene Wirklichkeit.

Prognostischen Aussagen in der Wirtschaft oder an der Börse, die (nicht nur) auf Wahrscheinlichkeit beruhen stellen eine Fiktion der wahrscheinlichen Realität dar . Es handelt sich um keine Kausalität! Ist so das Scheitern vorprogrammiert?

Benoit Mandelbrot und Richard Hudson beweisen in Fraktale und Finanzen, dass Veränderungen an der Börse, die man in Charts darstellen kann bemerkenswerte Ähnlichkeiten z.B. zu den historischen Wasserständen des Nils usw. aufweisen und entwickelt simple Methoden solche Charts künstlich zu generieren, die man von diesen echten Charts nicht unterscheiden kann.

Die Unterstellung, dass die Realität den Prognosen folgen soll, ist bemerkenswert. Dabei ist es eine Alltagserfahrung, dass die Zukunft meist von den Vorhersagen abweichende Ereignisse mit enormen Folgen zeigen können .
„Korrelationen“ sind daher stets mit Vorsicht zu genießen, „Volatilität“ misst die Schwankungsintensität der Vergangenheit. Die Volatilität wird beispielsweise an den Börsen als ein Maß für das Risiko verwendet, aber das ist falsch: Risiken sind immer durch vielfältige Zusammenhänge begründet. Die Eigenschaften von Fakten oder Anlageklassen definieren sich nicht durch ihre „Korrelation“ in der Vergangenheit, sondern durch echte Eigenschaften, über die man logisch nachdenken kann. Sachkenntnis ist dabei oft nicht unbedingt erforderlich, gelegentlich sogar hinderlich (Betriebsblindheit).

Statistischer Zufall ist zwar mathematisch exakt definierbar und birgt die trügerische Aura der Neutralität und Objektivität, entzieht sich letztlich allerdings jeder exakten Formalisierung. Aristoteles wusste es bereits, dass es wahrscheinlich ist, dass sich vieles gegen die Wahrscheinlichkeit abspielt. Friedrich Dürrenmatt wähnte: "Je planmäßiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall."
Denn: Ein kleiner Fehler (oder Abweichung) zu Anfang wird später durch wiederholte Rückkopplungen einen großen Fehler zur Folge haben. Wissenschaftler unterstellen gar, dass der winzige Einfluss eines Flügelschlags eines Schmetterlings in Thailand zeitverzögert einen Hurrikan in Amerika auslösen könne. Vorhersagen auf dieser Basis werden unrettbar unmöglich, und wir haben ein zufälliges Ereignis , zum Beispiel die Wettervorhersagen oder Kurse an der Börse.
Die exponentielle Zinseszins- Kurve in der Wirtschaft steigt mathematisch gesehen langsam aber sicher immer steiler – bis plötzlich in der realen Wirtschaft ein steiler Abbruch erfolgen muss. Rechnet man die satten Hebeleffekte (Leverage) und Probleme der Bewertung hinzu, wird der Effekt drastisch.

Die Ergebnisse von Berechnungen werden von ihren Verfechtern überschätzt oder gar fälschlich als Realität gehalten. Experten verteidigen ihre Erkenntnisse vehement, es fehlt ihnen jedes Bewusstsein dieser Verwechslungen . Erschütternd ist die sture Ignoranz und Unbelehrbarkeit der Amtsträger über Jahrhunderte, die wie fixiert an ihren Meinungen, Verfahren und Methoden klebten. Hannes Messemer ätzte gar: „Experten sind Leute, die andere daran hindern, den gesunden Menschenverstand zu gebrauchen“.

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“

Die Versuche gleich von zwei Nobelpreisträgern mit präzisen mathematischen Methoden an der Börse für Superreiche im Long Term Capital Management zu spekulierten - mit versprochenen sagenhaften 30 – 40% Gewinn pro Jahr scheiterten kläglich – trotz eines erheblichen Aufwands aller nur erdenklichen Parameter mit zu berücksichtigen. Das Risiko schien extrem gering, die man vernachlässigen könne, so meinte man.
Extrem unwahrscheinlich war z.B. auch der Börsen- Crash von 1987 - mit 1:1050. Der Crash 2007/08 erfolgte aufgrund von ansteigenden Ungleichgewichten (Verschuldung, Defizite). Auch 2008 half es nicht Immobiliengesicherte „Wertpapiere“ der USA so zu strukturieren, dass im Idealfall maximal 10% der Kredite ausfallen konnten und mit einem AAA Bonität Sicherheit vorgaukelten.

Die Ursache der Krise war ein "enormes Versagen" von Regierung und Finanzaufsicht einerseits sowie ein "rücksichtsloses Risikomanagement" der Geldindustrie andererseits . Sie haben uns in die Scheiße Geritten wetterte der Altbundeskanzler Helmut Schmidt.
Europas Wächter gegen Korruption Wolfgang Hetzer ätzt gegen die Machenschaften dieser „Versagercliquen in Politik und Wirtschaft“ verantwortlichen „Finanzmafia“, die seiner Meinung eine Finanzkrise einschließlich einer „Existenzvernichtung ganzer Gesellschaften“ bewirkte . In der Tat wirkt nicht nur die Aktienbörse 2011 unberechenbar.

Angeblich beschrieb es Kurt Tucholsky bereits 1930 treffend : "Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen, aber manche blühen auf: ihr Rezept heißt Leerverkauf. Keck verhökern diese Knaben Dinge, die sie gar nicht haben, treten selbst den Absturz los, den sie brauchen - echt famos! Leichter noch bei solchen Taten tun sie sich mit Derivaten: wenn Papier den Wert frisiert, wird die Wirkung potenziert. Wenn in Folge Banken krachen, haben Sparer nichts zu lachen, und die Hypothek auf's Haus heißt: Bewohner müssen raus. Trifft's hingegen große Banken, kommt die ganze Welt ins Wanken - auch die Spekulantenbrut zittert jetzt um Hab und Gut! Soll man das System gefährden? Da muss eingeschritten werden: Der Gewinn, der bleibt privat, die Verluste kauft der Staat! Dazu braucht der Staat Kredite und das bringt erneut Profite, hat man doch in jenem Land die Regierung in der Hand. Für die Zechen dieser Frechen hat der kleine Mann zu blechen und - das ist das Feine ja - nicht nur in Amerika! Und wenn die Kurse wieder steigen, fängt von vorne an der Reigen - ist halt Umverteilung pur, stets in eine Richtung nur. Aber sollten sich die Massen das mal nimmer bieten lassen, ist der Ausweg längst bedacht: dann wird bisschen Krieg gemacht."

Mathematik scheint somit generell (und insbesondere an der Börse) ein Hilfsmittel um Orientierung für Zusammenhänge oder Entscheidungen zu schaffen. Unerheblich gelten dabei Irrtümer und Fehler beim Ergebnis. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit und Rechtfertigung einer strikten Anwendung – nur dann könne man sich auf einen Mangel in der Vorhersage berufen, aber wer schafft das schon – und selbst wenn, dann hat man eben nur Pech gehabt.

Lüke umschreibt es so: Einerseits hat die Wissenschaft ein aufrichtiges und nachdrückliches Interesse an der Auf- beziehungsweise Erklärung bislang unerklärter oder ungeklärter Phänomene. Es gehört zu ihrem ureigenen "Kerngeschäft" zu klären, ob und inwieweit die bisherigen Erklärungsmodelle tragfähig oder sogar vollständig sind, oder neue herangezogen werden müssen. Andererseits gibt es auch ein Herrschaftsinteresse oder einen Monopolanspruch auf die Erklärung der Welt. Hier spielen Machtfragen und ideologische Vorlieben eine Rolle, die mit der reinen Wissenschaft nichts oder nur sehr wenig zu tun haben .

Ein Skandal an der Elite-Uni Harvard deckt das Dilemma auf: In mindestens acht Fällen soll der Starwissenschaftler und Bestseller-Autor Marc Hauser Daten aus Tierstudien zurückgehalten und falsch analysiert haben. Welche seiner spektakulären Erkenntnisse zur Evolution des Menschen stimmen noch ?
Das gilt leider quer durch alle wissenschaftlichen Bereiche einschließlich Medizin . Experten tendieren bewusst oder unbewusst dazu die (vermeintliche) Erwartungen des Auftraggebers zu erfüllen. Dabei spielen nachweislich insbesondere Abhängigkeiten von ihren Arbeitgebern (z.B. Bank, Staat) oder Auftraggeber eine dominierende Rolle.


Die Begriffe, die wir benutzten, erzeugen illusionäre Eindeutigkeit, insofern sie auf „Dinge“ hinweisen, die so gar nicht gegeben sind. Begriffsbildungen können also praktisch nützlich sein, sie beschreiben aber nicht die Welt, wie sie ist. Die relative Gültigkeit von Aussagen hat dennoch im praktischen Leben erhebliche Bedeutung .

Wie soll das gehen? Eigenschaften wie süß, bitter, salzig usw. entstehen erst durch eine molekulare Bindung von Molekülen in Kombination zu unseren Sinnesorganen und Wahrnehmung - und sind nicht in den Atomen oder Molekülen oder auf der Zunge zu finden.
Farben werden lediglich als Sinnesendruck im Gehirn aufgrund bestimmter Wellen des Lichts konstruiert. Das gilt für alle Sinneswahrnehmungen.

„Unsere Wirklichkeit ist im psychiatrischen Sinne immer eine Illusion, da es sich um eine Interpretation des Gehirns handelt.“

Bitte für alle Quellen der Zitate bei mir nachfagen
17.10.11 @ 15:45
Kommentar from: nuetzi [Besucher]
Alles Geschriebene entspricht meinen Gedankengängen zum Euro und der Situation in Europa.
Die sog. " Streikkultur " wird sich verschärfen, auch in Deutschland. Bis die Wohlstandsbürger hier richtig wach werden dauert es noch ein wenig.Hoffentlich nicht erst dann wenn unsere Volksvertrter sich in Richtung sicheren Hafen
17.10.11 @ 17:38
Kommentar from: Heimo der Etrusker [Besucher]
Jan Kneist hat wie immer recht, aber machen wir uns keine falschen Hoffnungen. Bis die Auflagen des Vertrages von Versailles, ich meine natürlich die Auflagen des Schandvertrages von Brüssel nicht vollständig durch eine Übernahme aller Schulden der EU durch Merkel-Deutschland erfüllt sind, wird man uns kaum aus der Verantwortung in die Freiheit entlassen. Das Volk mus aufstehen und es muss ein Sturm losbrechen gegen diesen Enteignungswahnsinn. Wir brauchen eine Goldwährung und ein auf jede Legislaturperiode bezogenes Verschuldungsverbot mit Verfassungscharakter.
Möchte ein Politiker Geld ausgegen, muss er dem Wahlvolk erklären, ob der Geld für Kindergärten, Schulen oder Infrastruktur ausgeben möchte oder alternativ für die finanzielle Unterstützung eines Millionenheeres hochbegabter arbeitsloser Fachkräfte aus Hinteranaolien oder dem Senegal. So lange die Politiker Schulden machen dürfen, werden sie nämlich versuchen, beides zu finanzieren. Die Zeche haben dann später unsere Kinder zu zahlen.
Aber wie sagte schon das Vorbild des FDJ-Kaders und priviligierten Mitgliedes des SED-Regimes Margot Angela Merkel. "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf."
Auftrag ausgeführt. Das Land liegt am Boden.

Aber wie uns schon die ruhmreiche Schlacht im Teutoburger Wald gezeigt hat. Wir dürfen die Hoffnung niemals aufgeben. Deutschland das Land der Dichter und Denker ist seinen südlichen europäischen Nachbarn überlegen.

Euer Heimo der Etrusker

17.10.11 @ 17:55
Kommentar from: Zero [Besucher]
Es ist einfach nur noch lachhaft, wie ein riesiger Wasserkopf an Eurokraten versucht verschiedene Volkswirtschaften und somit verschiedene Leistungsbilanzen in ein Währungskonstrukt zu pressen. Nebenbei verstehen die beteiligten Makroklempner und Voodoo-Ökonomen nicht mal, dass ein Geldsystem mit exponentiell steigenden Guthaben und Sxhulden langfristig überhaupt nicht funtionieren kann, da die Realwirtschaft höchstens linear wachsen kann.

So kann man wenigstens sicher sein, dass die beteiligten Personen ganz sicher keine stabile Lösung herbeiführen werden. Da der Laden wahrscheinlich nicht deflationär wegbricht, kauft man sich nun eben inflationär Zeit. Das wird aber nicht ewig gutgehen, da die EZB eine gallopierende Inflation riskiert, die sich zur Hyperinflation ausweiten kann, wenn die Masse aus dem EUR flüchtet... da nützen dann auch die digitalen Druckerpressen nichts mehr.

Das wird bestimmt lustig wenn DE sein Triple-A-Rating verliert und es die deutschen Staatsanleihen zerlegt. Bei Frankreich scheint es ja bald soweit zu sein. Sollten dann doch noch Eurobonds kommen, wird der Markt auch hier mehr oder weniger schnell feststellen, dass vier Staaten mit Leitungsbilanzüberschuss die Leitungsbilanzdefizite der restlichen Länder in der Eurozone nicht schultern können.
17.10.11 @ 18:57
Kommentar from: A.C. [Besucher]
Das einzige was wohl zusammenkrachen wird, ist das perverse Zockersystem der Banken.
Ackermann meldet sich derzeit auffallend oft zu Wort und macht sehr eigennützige Vorschläge, die sicherlich Gehör und Einzug im Bundestag finden werden.

Der Punkt ist, es ist Alles ein Schneeballsystem und es geht immer nur ums liebe Geld.

Weder interressieren die Menschen, noch die Entwicklung der Länder.
Abzocken und aussaugen solange es geht.
Da sträuben sich mir nur noch die Haare.
In meinen Augen sind Allesamt Verbrecher.
Verbrecher im Anzug mit Vorstandsposten, Bundestagsmandat, Ministersessel und Platz im EU Parlament. Lügner wohin man auch sieht, darum wird das System auch crashen.


17.10.11 @ 19:07
Kommentar from: realo [Besucher]
Sozialismus ahoi!
Endlich geht es wieder voran, die Schulden der Volkseigenen Betriebe, pardon Banken, werden so wie früher nicht mehr bilanziert, stattdessen übernimmt sie die Staatsbank, äh, EZB. Warten wir jetzt auf die Wiedervereinigung,- tja mit wem denn? Das können ja nur die Vereinigten Staaten von Europa sein. So werden wir ganz gewiß unsere Probleme auf die Zukunft überwälzen und sollte es doch mal nicht so ganz klappen, dafür haben wir im Grundgesetz diese famose Formel von der Schuldenbremse. Hierin zeigt sich die wirkliche Voraussicht der verkappten Sozialisten im Bundestag: Leider, leider kann das Ziel nicht eingehalten werden und deswegen muss man nun den - wohlhabenden - Bürgern in die Tasche greifen, so wie schon zweimal in der deutschen Geschichte mit Zwangspotheken und vielleicht auch noch Umlagen auf Guthaben usw., der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
17.10.11 @ 19:37
Kommentar from: Wilhelm Kuhlmann [Besucher]
Vielleicht Heimo der Cherusker?
17.10.11 @ 20:05
Kommentar from: EuroTanic [Besucher]
Diese Prollitiker, die privat nie und nimmer bereit sind ihren eigenen "Wohlstand" mit ihrer verschuldeten Putzfrau oder armen Gärtner zu teilen wollen das Geld der Steuerzahler wie Bonbons in Europa verteilen der nicht schnell genug auf den Bäumen ist.
17.10.11 @ 20:34
Kommentar from: Flow [Besucher]
Diese aufgeführten, ratgebenden, Luschen gehören für ihre bisherigen Taten wegen Verrat am deutschen Volke schon lange vor ein Volkstribunal. Tribunal deßhalb, weil die derzeitigen Gerichte zu keinem treffendem Urteil fähig sind.
17.10.11 @ 20:35
Kommentar from: argus65 [Besucher]
"Es wird Zeit, daß sich die Wut der Bürger endlich auf der Straße zeigt."

Besser noch, die Wut der Bürger würde sich zunächst am jeweils eigenen Konto zeigen, indem man den Ausstieg aus dem EUro sozusagen von unten her realisiert !

Getreu der alten Volksweisheit: Was hält zum Narren ? Hoffen und harren ! ... habe ich bereits seit Jahren der sozialistischen Einheizwährung abgeschworen und nur noch das Nötigste auf dem Giro.

Sind wir doch ehrlich: Was sich gerade abspielt, war doch absehbar - oder hat wirklich jemand von unserer linksgrünen Polit-Muppet-Show soetwas wie Patriotismus erwartet ...?

17.10.11 @ 23:34
Kommentar from: Bert [Besucher]
Mal eine alte neue Sichtweise.

Der Euro ist(!) die DM. Wir hatten den Euro eigentlich immer schon. Jeder konnte sich früher dafür entscheiden, die Wechselkurse einzufrieren. Das wurde ja auch gemacht, der ATS war z.B. fest an die DM gekoppelt. Geschadet hat die starke DM den Ösis nachweislich nicht. Dass DE jetzt mit anderen Koppelwilligen Subventionsverträge abgeschlossen hat, ist zwar nicht besonders intelligent, aber solange die Wähler Mittäter sind, sind sie eben auch nicht besonders intelligent.

Jeder hat die Regierug, die er Verdient hat.
Neu:
Jeder zahlt das, was er verdient hat.
18.10.11 @ 07:30
Kommentar from: Besucher [Besucher]
"Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muß die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts."
Heinrich Heine 1797-1856

Wir waren also schon vor 150 Jahren so, aber vielleicht nutzen wir ja jetzt die Chance, uns zu ändern. Was übrigens ganz einfach ist, wie Jean Meslier bereits vor 300 Jahren erkannte: “Euer Heil ist in Euren Händen, Eure Erlösung hängt nur von Euch ab, denn es seid Ihr allein, von denen die Tyrannen ihre Kraft und ihre Macht beziehen."

Wenn wir also unsere Energie ab sofort nicht mehr auf die EU-Tyrannen und Politikversager richten, sondern beispielsweise in die Partei der Vernunft o. ä. positive Aktivitäten investieren, wird es spätestens zur nächsten Wahl eine Änderung im Land geben.
Am gegenwärtigen Zustand wird sich hingegen nichts, aber auch gar nichts ändern, wenn wir weiterhin wertvolle Energie und Kraft in Kritik und Motzerei stecken. Im Gegenteil, der momentane Zustand wird sich noch verschlimmern, denn auf was man seine Energie richtet, dass wächst – Punkt.

Oder hat irgendjemand da draußen einen besseren Vorschlag?




Blockparteien nicht mehr wählen, echte Bürgerbewegungen unterstützten. Eben Neues versuchen. JK
18.10.11 @ 11:16
Kommentar from: Otto Normalverbraucher [Besucher]
Ich frage mich, ob die Zahlungsunfähigkeit Deutschlands nicht zum Plan der PIIGSF gehört.

Bislang sperrt sich D gegen eine "angelsächsische" Fiskalpolitik. Ist D aber erst einmal pleite, ist die Defizitfinanzierung durch die EZB alternativlos. Dann ist Schluss mit Austerität, Reformen und Rating-Stress. Die Entschuldung geschieht einstimmig über Hyperinflation.
18.10.11 @ 11:47
Kommentar from: Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
Dazu paßt denn diese Meldung vom "Palastbau zu Brüssel":

http://www.bild.de/community/bild/remoteArticles/20514728/comments/main

Das je nach Betrachtungsweise groteske oder lächerliche Vorhaben selbst ist schon einige Jahre alt, aber der masonische "EU"-Ochlokrat van Rompuy hat, im Hinblick auf die Antriebskräfte seiner Karriere und die hinter ihm stehenden Kulissenschieber Brüssels graues Nichts, in Gemäßheit der Pawlowschen Reflexe seines Standes noch einmal kräftig Kosten und Prunk draufgesattelt:

In einer Hochglanzbroschüre fiebert "EU"-Kleptokrat van Rompuy feuchten Schrittes der Einweihung seines ganz privaten Euro-Disney-Landes entgegen.

Man muß sich fragen, ob es in den letzten 1000 Jahren in Europa etwas Zerstörerisches gegeben hat als dieses Potemkinsche Dorf einer hedonistischen Tyrannei niederer Laufbahnbürokraten, Kleinfunktionären
Logenspießern.

Die mit dem hohlen Pathos von "Demokratie" und humanistischen Phrasen drapierte, kranke Kopfgeburt eines Nichts, die Jahr für Jahr hunderte Milliarden an Substanz aus Europa für seine parasitären Strukturen und deren malade Agenda heraussaugt und damit die schöpferischen Kräfte dieses Kontinents so endgültig unter sich begräbt wie kein Krieg es je zuvor vermocht hätte.

Genozid an den Völkern Europas durch Massenbereicherung bildungs- und arbeitsferner Nichteuropäer und Nichtchristen inklusive.

Als logische Konsequenz dieser neobolschewistischen Ideolgie durchwühlen in Frankfurt vor der "EZB"-Zentrale "EU-Bürger" die Mülltonnen.

Ein kluger Freund von mir, der die Dinge klar kommen sah, sagte einmal vor vielen Jahren, daß, wenn dieses System eines Tages zusammenklappen wird, es nicht nur um beheizte Wasserklos, Schwimmbecken und Volvo-Limousinen in Wandlitz gehen wird, sondern um etwas ganz anders [d.h. die Wahnidee globaler Menscheitsbeglückung durch den Kollektivismus eines schizophrenen, bürokratischen Freßkraken].

Entsprechend werden die Schockwellen ausfallen, die der absehbare Kollaps dieser Super-UdSSR auslösen wird.

18.10.11 @ 16:06
Kommentar from: Steuerzahler [Besucher]
@Bert
In Ihrer Ausführung ist ein Denkfehler. Die Wechselkurse konnten früher eingefroren werden. Das stimmt!

Jedoch konnte sich kein Land, wenn es nicht wirklich gut gewirtschaftet hat, sich billiges Geld leihen. Insofern ist der Euro komplett anders als die DM. Griechenland, Italien und viele andere mussten vor dem Euro viel höhere Zinsen zahlen. Das hat sie aber daran gehindert, zuviel Schulden aufzunehmen.

Mit dem Euro bekamen die PIIGS günstige Kredite und haben gehandelt wie Lieschen Müller im Kaufrausch.


Was heißt denn "einfrieren"? Nichts anders als das, was die SNB jetzt mit dem Franken zum Euro macht. Also die Subvention einer Währung zu Lasten des Starkwährungs-Landes. Das war regelmäßig die Bundesbank. JK
13.11.11 @ 20:22

Hinterlasse einen Kommentar


Your email address will not be revealed on this site.

Deine URL wird angezeigt.
(Zeilenumbrüche werden zu <br />)
(Name, email & website)
(Allow users to contact you through a message form (your email will not be revealed.)