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Immobilien und Gold in einer Inflation

von Matthias Lorch E-Mail 13.08.11 10:33:42

Inflation – Deflation – Biflation

Inflation - deflation, how about both? Biflation - "a rise in the price of commodity/earnings-based assets (inflation) and a simultaneous fall in the price of de.bt-based assets (deflation)." (http://en.wikipedia.org)

Übersetzung: Inflation – Deflation, was ist mit beiden? Biflation - "ein Steigen von Rohstoffen-/Einkommen abhängigen Vermögenswerten (Inflation) und ein gleichzeitig fallender Preis von Schulden abhängigen Vermögenswerten. (Deflation)

Die meisten Kommentatoren gehen davon aus dass wir Inflation oder Hyperinflation bekommen und denken somit Deflation ist außen vor.

Welches so nicht stimmt, man kann Deflation und Inflation haben und zwar gleichzeitig.
Das bedeutet dass Rohstoffe, Metalle, Energie, Wasser und Lebensmittel, also alles auf welches nicht verzichtet werden kann, im Preis steigen werden und alles andere, alles was nicht zwingend gebraucht wird, im Preis fallen muss.

Für diese Luxusartikel wird am Anfang der Krise der Preis heruntergehen da die Nachfrage dafür einbricht, später werden jene Güter dann einfach unverkäuflich werden.

Der Grund dafür ist, dass eine Nachfrage für eben diese Dinge künstlich aus der Ursache eines aufgeblasenen Schuldgeldsystems generiert wurde aber keine wirkliche Wertschöpfung und somit keine reale Einkommensquelle dafür existierte.

Diesen Zustand haben wir schon jetzt in vielen Bereichen, allerdings hat das aufblasende Illusionsgeld immer noch einige Empfänger die im Gegensatz zur breiten Masse sich immer diese Dinge leisten können.

Aber um nun zurückzukommen auf das angesprochene Thema möchte ich die Meinung eines Kommentators wiedergeben. Und diese war:

"Ein Kollaps der Immobilienwerte in einer großen Inflation ist unmöglich"

Wie er denken wahrscheinlich viele Markteilnehmer, diese glauben in einer Inflation und in einer Hyperinflation, "nur eben dann stärker", steigen alle Preise gleichzeitig. Ähnlich also wie bei einer Flut, die alle Boote fast gleichzeitig und gleichmäßig anhebt.

'Inflation: Everyone's illusion of wealth.' - Unknown
Übersetzung: "Inflation: Jedermanns Illusion von Wohlstand." - von Unbekannt

Viele Beobachter und sogenannte Wirtschaftfachleute gehen davon aus dass Rohstoffe, Gebäude, Firmen und Maschinen im Preis steigen sollten, während alle Finanzinvestitionen also Schuldtitel, Aktien, Anleihen quer durch die Bank fallen werden.

Jene bedenken nicht dass eine Inflation beiderseitige Auswirkungen hat, nämlich eine in Beziehung zum Lebensnotwendigen und eine in Beziehung auf den Kreditmarkt.
Die Beziehung auf das Nötige (Energie, Benzin, Öl und Lebensmittel) ist offensichtlich, aber die Auswirkungen auf den Kreditmarkt sind etwas schwieriger zu verstehen.

Wie denn nun beeinflusst Inflation oder sogar Hyperinflation die Kreditvergabe?

Offensichtlich in dem sie die Kreditzinsen hochtreibt. Und was ist der Effekt von steigenden Zinsen in einer inflationären/hyperinflationären Zeit

Die Immobilienpreise werden zusammenbrechen!

Der Kreditgeber wird in einer Inflation die Kreditzinsen anheben, denn er möchte und muss auch nach der "Vernichtung eines Teiles des effektiven Wertes seines Geldes" eine Marge bestimmter Höhe erwirtschaften.

Er möchte keinesfalls das Geld inklusiv der Zinsen mit weniger Wert zurück erhalten. Was bedeutet dass er bei ca. 10% Inflation ca.15% Zins verlangen wird. Und bei zu erwarteter höher steigender Inflation wird er eben noch höherer Zinsen verlangen müssen.

Soweit müsste das fast jedem klar sein.

Deshalb, wird in einem System das nur durch Schulden, (durch Kreditvergabe läuft) steigenden Kreditkosten logischerweise einen katastrophalen Effekt haben.

Die monatlichen Rückzahlraten für Kredite werden durch hohe und weiter steigende Zinsraten mitunter unbezahlbar werden. Darüber hinaus werden dann sehr wenige Kredite vergeben da die Bonität der willigen Kreditnehmer drastisch sinkt, was bedeutet dass es dann fast keine Käufer mehr geben wird.

Natürlich werden viele versuchen diese Zeit zu überstehen ohne zu verkaufen. Aber da die Inflation mit einer gigantischen Not einher geht sind dann einfach viele Leute, um das oben beschriebene Notwendige zu erwerben, gezwungen ihre Immobilie zu verkaufen.

Zu solchen Marktteilnehmern kommen dann noch diese deren Zinsbindungsfrist ausläuft und die sich somit diese höheren Zinsen schlicht und einfach gar nicht mehr leisten können.

Im Ganzen gesehen ist eine Hochzinsphase umso schlimmer je länger die vorher gegangene Phase mit niedrigen Zinsen gedauert hat. In Dieser wurden fast alle Marktteilnehmer in die Schuldenfalle gelockt. In den Jahrzehnten der niedrigen Zinsen hat dann fast jeder "viel zu viele" Schulden angehäuft.

Hierbei handelt es sich nicht nur um Kreditkartenschulden oder Verbraucherschulden jeglicher Art, sondern auch um Schulden am Anleihemarkt oder bei den Kontokorrentschulden des Mittelstandes.

Jeder kann sich hierbei die Auswirkunken steigender Zinsen vorstellen. Viele Leute werden deshalb gezwungen sein Ihre Immobilien zu verkaufen, "ob sie es wollen oder nicht". Die Verkäufer werden folglich, wie schon gesagt, einen Markt mit wenigen Käufern antreffen. In einen Hyperinflation ist es dasselbe "nur viel schlimmer", kein Kreditgeber wird Ihnen Geld leihen um wertloses Geld, nur halt mehr davon zurück zu erhalten.

Obwohl ich hier noch zufügen möchte dass Inflation und Hyperinflation zwei vollkommen verschiedene Dinge sind, aber dazu später.

Wie war das also nochmal?
"Ein Kollaps der Immobilienwerte in einer großen Inflation ist unmöglich?"

Die Inflationen in Weimar Deutschland, Chile, Brasilien, Russland

Zum Beispiel blieben in den 70er Jahren in den USA die Immobilienpreise für viele Jahre auf dem gleichen Stand, obwohl die Inflation bis zu 15% erreichte.

In Argentinien sind die Immobilienwerte in der Inflation im Jahr 2001 um bis zu um 80% gefallen. In Buenos Aires war es für 70.000 US Dollar möglich eine Wohnung zu kaufen, deren Wert heute 10 Jahre später wieder bei ca. 700.000 US Dollar steht.

Das erste Problem war in Argentinien "der Investor musste bar bezahlen" da ein Kredit nicht zu bekommen war und auch heute in noch sehr schwer zu bekommen ist.

Das zweite Problem war "keiner wollte Pesos", alle Immobilien wurden ausschließlich in US-Dollar gehandelt. Fast das Gleiche war es in Russland Anfang der 90 er Jahre, damals kostete ein Apartment in der besten Lage von Moskau nur 10.000 US-Dollar, aber in der Inflation wurde es von staatlicher Seite aus verboten Rubel mit Dollar zu tauschen. Dollar und DM waren nur auf dem Schwarzmarkt zu bekommen.

Heute kostet das gleiche Apartment in Moskau umgerechnet in Dollar das 30 fache oder mehr.

Tatsache ist jedoch in den Inflationen, ob in Argentinien oder in der großen Inflation in Weimar Deutschland, ob in Chile unter Allende, in Brasilien in den 90 Jahren oder in Russland überall war es genauso, immens steigende Preise für Lebensmittel und Energie und am Boden liegende Immobilienpreise.

Die Transaktionswährung

Der nächste Punkt ist... was hatten alle jene genannten Krisen gemeinsam? Die Transaktionen für Immobilien in jenen Ländern sind immer zu einer Art Zweitwährung übergegangen. Das ist heute noch so in Argentinien, fast alle Immobilien werden dort nach wie vor in US Dollar gehandelt.

Während der Inflationskrise wurden beispielsweise in allen diesen Ländern die täglichen Dinge in der Landeswährung gehandelt, die Immobilienpreise aber in US Dollar.

Was erwartet aber jetzt die beiden Währungsblöcke in den USA oder in Europa, deren beiden Währungen gleich schlecht und gleich überschuldet sind, (obwohl der Dollar wahrscheinlich noch schlechter dran ist als der Euro.)

Auf welche Währung will man denn ausweichen wenn es zu der von vielen angenommen Inflation kommt, welches wird die Ersatzwährung werden, wenn in der Hauptwährung keine Transaktionen (wie derzeit in Argentinien, Weimar Deutschland, Chile, Brasilien und Russland) getätigt werden.

Es wird dann nur Gold und Silber übrigbleiben, denn das werden dann die einzigen Ersatzwährungen sein die noch stehen, jene sind dann das, was in den anderen Inflationen mitunter die harten Währungen waren.

Jedem wird klar sein dass es dasselbe sein wird wie es in anderen Ländern war, das Tauschen in harte Währungen "in unserm Fall hier in Edelmetalle" wird von staatlicher Seite nicht mehr toleriert werden können.

"Invest in inflation. It's the only thing going up."
- Will Rogers -

Kreditvergabe und Inflation

Der Unterschied zwischen zu viel Kreditvergabe, wie es in den letzten 40 Jahren war und zu viel Geld drucken ist ziemlich groß.

In Weimar Deutschland und auch in Russland in den 90 Jahren wurde die Inflation vorsätzlich geschaffen. Die schnell geschaffenen privaten Zentralbanken haben vorsätzlich, (Schubkarren voll mit Papiergeld drucken sich nicht von alleine) zu viel Geld in Umlauf gebracht (damit ihre Agenten die Währung leerverkaufen konnten) und somit die Währung ruiniert, darauf hin haben die eigenen Agenten mit Krediten aus der westlichen Welt, "mit harter Währung" alles aufgekauft.

Zum Beispiel hat die Deutsche Reichsbank nach dem erste Weltkrieg die mittleren und unteren Schichten enteignet, da die Rückzahlungen der Kriegsanleihen in Milliardenhöhe weitgehend an die Hochfinanz ging und von der Bevölkerung durch Steuern bezahlt werden mussten.

Erst danach wurde die Inflation losgetreten und die Kriegs und Inflation-Gewinner steckten sich den Rest ein. "Am 26 Mai 1922 wurde das Gesetz verkündet, das die Unabhängigkeit der Reichsbank festlegte und dem Reichskanzler allen Einfluss auf den Geschäftsablauf der Bank entzog"

Erst mit der Rentenmark kam wieder Stabilität, was der Bevölkerung wiederum nichts nützte weil gleichzeitig der Dawes Plan mit seinen Reparaturzahlungen aufgelegt wurde und die Ausplünderung genauso weiter ging.

In einer Inflation gibt’s immer Gewinner

Nach der Reform hatten sich dann jeweils die Eigentumsverhältnisse drastisch geändert. So sind die zum Beispiel die korrupten russischen Oligarchen entstanden die von null auf zig Milliarden kamen, und das innerhalb von nur 5 Jahren.

Na ja, manche nennen das Business, manche auch Diebstahl.
Das ist natürlich keine Kunst wenn man wie der frühere Oligarch Michail Chodorkowski , die Firma Yukos Oil, welche einen Wert von 15 Milliarden darstellte für 350 Millionen US Dollar durch ausländische Kredite ( harte Devisen) erwerben konnte. Stellt man nun sich das Geschrei der Medien und der westlichen Politiker vor über den Gefängnisaufenthalt Chodorkowskis, dann weiß man schon auf welcher Seite westlichen Medien stehen, offensichtlich nicht auf der Seite der Bevölkerung.

Der Unterschied von zu viel Geld und zu viel Kreditvergabe

Die Währung die zirkuliert, das Bargeld ist jedenfalls mehr oder weniger nur 1% des ganzen Buch und Kreditgeldes.

Die jetzige Krise ist aber sowieso nicht eine Krise des zu vielen Papiergeldes sondern der zu großen "Kreditvergabe". Aber diese Kreditvergabe hat bislang keineswegs in einer Hyperinflation resultiert, sondern im Gegenteil.

Als der Betrug mit den "Investments"(die verschiedenen Investmentblasen) offensichtlich nicht mehr zu verheimlichen war, ist das Vertrauen in die Rückzahlbarkeit eben dieser Kredite geschwunden, wie ein Schneeball in der Hölle.

Die Vergabe der Kredite schrumpfte darauf genauso schnell. Die Wirtschaft ging in eine deflationäre Krise. Die Phrase "Quantitative Easing" wurde erfunden um eben dieses zu stoppen oder zumindest etwas zeitlich nach hinten zu verschieben.

Ist eine Hyperinflation wahrscheinlich?

Wenn wir aber keine Hyperinflation hatten bei 0% Zins wie soll es eine Hyperinflation geben wenn die Zinsen, sagen wir mal auf 20% steigen?

Wie schon gesagt wenn, bei der "allgemeinen Verschuldungshöhe" der Zins steigt wird es ein Blutbad geben. Das wird dann in einer Schuldendeflation enden, jene unbezahlbaren Schulden werden aus dem System gedrückt werden müssen, was gleichbedeutend ist mit Massenbankrotten in der Wirtschaft und beim Endverbraucher.

Die Arbeitslosenzahlen, die Lebenshaltungskosten und somit die Unzufriedenheit der Bevölkerung und die Edelmetallpreise werden dann wahrscheinlich das einzige sein was steigen werden.

Ob von den Finanzmächtigen eine Hyperinflation, also letztendlich Drucken von großen und vielen Banknoten oder Leerverkäufe ganzer Währungsblöcke geplant ist weiß niemand, aber wie auch immer, ob bei einer Inflation oder einer Deflation", die "Kreditdeflation" also die "Schuldenvernichtung" muss kommen.

Zuletzt die für uns wahrscheinlichere Deflationstheorie
Die Anhänger der Deflation beispielsweise sind schon immer davon ausgegangen, dass als Vorbedingung zur Deflation eine Kredit- und Schuldenexpansion gegeben sein muss und das ist auch genau das wovor die Ökonomen Ludwig van Mises und Friedich Hayek von der österreichischen Schule der Ökonomie immer gewarnt haben.

Am Ende einer Ausweitungen der Geld- und Kreditmenge bekam fast jeder Kredit, niemand rechnete mit einem Einbruch. Jeder rechnete mit weiter steigenden Preisen und borgte deshalb immer mehr, genau wie die Kreditgeber auch immer mehr verleihen wollten.

Die Voraussetzung ist der generelle Wille zu leihen und zu borgen und solange das Vertrauen in die Rückzahlbarkeit der Kredite anhält, wird die Kreditausweitung anhalten.

Wenn der wirtschaftliche Optimismus nachlässt und später dann in Pessimismus umschlägt, dann werden Kreditgeber, Kreditnehmer, Produzenten und Konsumenten vorsichtiger in ihren Ausgaben und Investitionen die Bonität sinkt und die Zinsen werden steigen.

Dadurch wird die Neuschaffung des Geldes gedrosselt deshalb besteht die Zinspflicht für bestehende Kredite aber weiter und diese frisst immer mehr von dem spärlich zusätzlich geschaffenen Geld weg.

Die Wirtschaft wächst langsamer und steht dann plötzlich, die Spirale des Pessimismus ist daraufhin die Spiegelseite des Booms.

In der Schuldeninflation wurden Überkapazitäten und sinnlose Investitionen getätigt, um die das Wirtschaftssystem wieder bereinigt werden muss.

Die Überkapazitäten enden dann im Preis- und Rabattkrieg und in fallenden Preisen.

Das Ergebnis ist zuerst eine Abwicklung der noch rückzahlbaren Kredite, die dann immer mehr in eine Liquidation der nicht mehr rückzahlbaren übergeht.

Am Schluss wird alles (Aktien, Immobilien, Bonds, Autos, Boote usw.) verkauft, um dem Schuldendruck standzuhalten, um liquide zu werden.

Ein allgemeiner Wertverfall ist da. Die Spirale dreht sich immer schneller, da sich dadurch beim Kreditnehmer ein Verfall weiterer Sicherheiten einstellt und deshalb die Kreditgeber immer größere Anteile von Eigenkapital sehen wollen.

Jedenfalls bleibt die Hoffnung der verschuldeten Massen, dass eine Inflation sie vom Schuldendruck befreit, dass praktisch alles so bleibt nur mit höheren Inflationsraten "und es somit etwas zu verdienen sein wird" leider reines Wunschdenken.

Matthias Lorch: Ich lade jeden ein zur Diskussion über diesen Sachverhalt, würde mich aber freuen wenn dieses durch Fakten belegt und in einer respektablen Diskussion möglich wäre.

23 Kommentare

Kommentar from: Schneider [Besucher]
Alles sehr schwer einzuschätzen.
Wenn bald die Zinsen auf 10% steigen, werden wirklich sehr viele Immokäufer, deren Zinsbindung von 3,8% von 2005 ausläuft, massive Probleme bekommen. Ausgleich könnte sein, dass die Löhne auch um nominal 10% steigen, aber dass tun sie eben nicht, und die Mieten lassen sich auch nicht so schnell anpassen.
Fakt ist, nach meinen Einblicken in diverese Wohnungseigentümergemeinschaften, dass i.d. letzten 5 jahren ungefähr 3 Prozent Zwangsversteigerungen pro Anlage abgewickelt wurden, weil die Leute nicht das Hausgeld zahlen konnten oder Sonderumlagen i.H. von 1000-2000 Euro sie fertig gemacht haben.
13.08.11 @ 12:41
Kommentar from: Zero [Besucher]
Gut erkannt! Wie man es dreht und wendet: Inflation und Deflation führen in einem fiat-money-Geldsystem auf lange Sicht immer in die Insolvenz. Ein plötzlicher Deflationsschock ist sehr gefährlich, eine plötzliche Hyperinflation auch und eine langsame, hohe Inflation ist sehr schmerzhaft.
13.08.11 @ 12:43
Kommentar from: Markus [Besucher]
Hallo Herr Lorch,

Unter der Vorraussetzung eines funktionsfähigen Anleihen- und Kreditmarkts stimme ich ihren Thesen vollkommen zu.

Die zu erwartende Zinsentwicklung allerdings stellt sich auf den derzeit manipulierten Anleihemärkten völlig anders dar:

Die allseits aufgelaufenen Schulden versucht man IMHO weltweit durch 'Repression' herrzuwerden:

Da wo irgend notwendig der jeweilige Staat bei drohendem Zusammenbruch systemrelevanter Institutionen (HRE etc.)interveniert entsteht diesem ein hoher Kapitalbedarf. Er beschafft sich das dazu notwendige Geld durch die Ausgabe von Staatsanleihen die von den 'primary Lenders (private Grossbanken)' übernommen werden.
Die Notenbanken wiederum (vor allem FED und EZB) monetisieren diese Staatsanleihen (kaufen diese von den primary Lenders auf), verschaffen diesen somit saftige Arbitragegewinne, manipulieren die Anleihenrenditen durch die überhöhten Ankaufskurse unter die realen Inflationsraten, wodurch - so das System nicht vorher zusammenbricht - die Gläubiger um die Kaufkraft ihres Ersparten geprellt werden sollen. Rentner, Sparer, Besitzer von Lebensversicherungen, betrieblicher Zusatzrenten, Riester etc. schauen in die Röhre.

Die negative Realverzinsung soll dann wohl so lange aufrechterhalten werden bis die Überschuldungssituation zurückgeführt ist.

Soweit jedenfalls die Theorie, der 'Plan' dem wohl die FED und EZB zu folgen scheinen.

Soweit meine geringen finanzhistorischen Kenntnisse dafür ausreichen hatten sich die USA der aus WkII resultierenden Schulden auf ähnliche Weise entledigt.

Allerdings ist die heutige wirtschaftliche Verfassung der USA um Welten schlechter als in den Jahren nach 1945, so dass diese auf externe Kredite angewiesen sind - ebenso wie der Grossteil der EU - Staaten (FPIIGS). Der Manipulation der Kreditmärkte durch Monetisierung sind daher sicher Grenzen gesetzt, diese exakt vorauszusehen fällt mir allerdings schwer.

Vielleicht findet sich ja jemand der an dieser Stelle den Faden weiter spinnt.

viele Grüsse

Markus
13.08.11 @ 12:54
Kommentar from: Zero [Besucher]
Das Problem ist doch, dass die Länder wie DE,AT,NL,FI mehr exportieren als importieren, diese Länder sind Gläubiger dieser Welt und an stabilem Geldwert interessiert.

Diese Nordstaaten haben nun gleich mehre Probleme: 1. Verwässerung des EUR durch die Orgien der EZB, 2. Verwässerung ihrer Staatsanleihen-Ratings durch die Transferunion, 3. Mögliche Implosion des Geschäftsbankenbereichs durch USD-Bestände und PIIGS-Staatsanleihen, die auf jeden Fall zum Großteil abgeschrieben werden müssen.

Der EUR wird wie der USD in jedem Fall durchs Klo gespült, da die EZB den Großteil ihrer Devisenreserven (ca. 80 %) in USD hält. Der Plan der Hochfinanz aus den USA und UK ist, meiner Meinung nach, offensichtlich: Sie wollen ihre eigenen Staaten abwickeln und dabei die Eurozone durch gezielte Angriffe implodieren lassen. Deutschland wird zudem von USA, UK und FR erpresst, da verhindert werden soll, dass Deutschland seine eigene Währung bekommt. Vielleicht will man uns dann eine Weltwährung aufzwingen, wenn totales Chaos ausbricht, was auf jeden Fall verhindert werden muss.

Das Ganze ist, m.E. ein 3. Weltkrieg über Währungen, da es wie beim 1. und 2. Weltkrieg völlig egal ist, wer an der Macht ist. Einziges Ziel der ausländischen Hochfinanz ist es, Deutschland mit seiner international extrem starken Realwirtschaft im Weichwährungskonstrukt EUR zu fesseln und auzubluten. Das kapieren aber die deutschen Volksverräter und die deutschen Banker nicht und wieder stehen wir im Regen, da das Ausland einmal mehr neidisch ist auf unsere Wirtschaft, die wir, wie nach dem 1. Weltkrieg und nach dem 2. Weltkrieg, wieder aufgebaut haben.

Das ganze Geld-, Bildungs-, und Polit-System wurde damals geschickt von den Besatzermächten installiert und mit den Lügen von Keynes verseucht und nun dürfen wir wieder die Suppe auslöffeln! Der Wiederaufbau wäre ohne das fractional reserve banking und das fiat money nach dem 2. WK nämlich viel schneller erfolgt, deshalb hat man diese perfiden Vorkehrungen getroffen.

Das Dumme ist, dass dies aus den Massenmedien kaum jemandem bekannt ist, da das ganze Bildungswesen ja fast komplett staatlich ist und in den letzten Jahrzehnten der deutschen Bevölkerung nur genau das beigebracht wurde, was sie wissen dürfen, moderne Zensur und Gehirnwäsche ist das.
13.08.11 @ 14:08
Kommentar from: herbert müller [Besucher]
Das ist ein Unsinn, in jeder Inflationszeit
war Gold oder Silber die Währung mit der alles zu kaufen war so auch nach dem WK2, die Leute die Ihr Gols nicht abgegeben haben waren nach dem Krieg die Gewinner und konnten ohnen Probleme bei den Amerikanern Dollar für Ihr Gold erhalten und mit diesen war jede Ware zu bekommen.Ziagaretten Rasierklingen Fleisch Wurst und sogar Penezilien.
Liebe Grüße von eiem der das mitterlebt hat.
13.08.11 @ 14:26
Kommentar from: Bajuware [Besucher]
Als gehirngewaschener Nichtfinanzler würde ich doch auch die Möglichkeit einer goldenen Zukunft Deutschlands und vielleicht abermaliges Wirtschaftswunder andenken, welches durch Rußland und China ermöglicht werden kann. Diese Länder brauchen unser Know-How und wir werden es ihnen verkaufen. Hochwertige Produktion befindet sich anders als in Amerika sehr wohl noch hier und wurde nicht outgesourced. Amerikanische Wirtschaftsstimulierungen werden nicht fruchten können, unsere sehr wohl. Außerdem ist Deutschland als einziges Land in der Lage komplette Infrastrukturen zu liefern wie sie auch in Nordafrika benötigt werden. Es liegt doch ein gigantisches Potential vor, das Amerika zu einer Insel im Pazifik werden läßt. Die dazugehörige Währung kann doch dann heißen wie sie will.
13.08.11 @ 15:52
Kommentar from: Zero [Besucher]
@ Bajuware: Natürlich ist das möglich aber dazu sind die aktuellen Politiker nicht in der Lage, da sie glauben, dass alles so weiterlaufen kann wie bisher. Sie kennen nichts anderes und werden versuchen ihre Pfründe zu verteidigen und verzetteln sich dabei mit Kleinigkeiten und Flickschustereien, die absolut nichts nützen.

Ganz im Gegenteil: durch die ganzen Gesetze, Steuern, Abgaben, Gebühren, Regulierungen etc. haben sie in den letzten Jahrzehnten die Situation nur verschlimmert. Wer glaubt, dass die ganzen Schulden im System jemals zurückgezahlt werden, irrt sich gewaltig.

Das ist ja der Trick: statt die Guthaben in einem Währungsraum mit Gold + Silber zu unterlegen, hat man diese beiden EM durch endlose Schulden ersetzt. Beides wächst durch die automatische, risikolose Verzinsung exponentiell, wodurch der ganze Laden an einem bestimmten Punkt kollabiert. Deshalb wird es in der nächsten Zeit auf jeden Fall zu einer Währungsreform kommen.

Wenn es aber dumm läuft und soziale Unruhen aufkommen wie derzeit in Großbritannien oder zu viele Leute ihre Guthaben in Gold + Silber wechseln, dann endet das Ponzi-Spiel abrupt und plötzlich, was sehr unangenehm werden kann.

Deshalb ist es wichtig aufzuklären, Vorkehrungen zu treffen und z.B. die PDV zu wählen oder zu unterstützen: www.parteidervernunft.de

Wohlstand gibt es nur im Kapitalismus. Dafür braucht man aber ein Echtgeldsystem und freie Marktwirtschaft. Beides haben wir aufgrund von fiat money, fractional reserve banking und der viel zu hohen Staatsquote nicht, weshalb wir im Geldsozialismus leben. Das müssen die Leute kapieren: Wir brauchen nicht mehr Staat und mehr Zwang, sondern viel weniger Staat und viel mehr Freiheit.

Wohlstand für alle gibt es nur, wenn das Geld seine Kaufkraft behält und nicht vom Staat über Zwang (Steuern, Gebühren, etc.), Plünderung (Staatsanleihen) und Diebstahl (Inflation) in hohem Maße zugegriffen wird.

PS: Stimmt, der Name der Währung ist egal. Wichtig ist die Ausgestaltung als Echtgeldsystem und dass sie nicht von einer Weltzentralbank mit Weltregierung kontrolliert und manipuliert wird. Denn eins sollte man immer wissen: wer das Geldsystem kontrolliert, kontrolliert die Bevölkerung.
13.08.11 @ 16:56
Kommentar from: Brigitte Binggeli [Besucher]
Vorsicht vor Deflationisten
Sie liegen mit Ihrer Theorie leider total daneben. In der Schweiz wird schon offen von Gelddrucken durch die Nationalbank gesprochen zwecks Schwächung des Schweizer Frankens. Wie bitte sehr, soll dadurch Deflation entstehen. Leider habe ich vor 10 Jahren auf den Oberdeflationisten Günther Hannich gehört und einen Wohnblock mit 5 Wohnungen nicht gekauft. War ein Riesenfehler! Ein Dach über dem Kopf gehört nun einmal nach Nahrung auch zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Mit gewissen Luxusgegenständen mögen Sie ja recht haben. Im übrigen, Gold und Silber sind das einzig wahre Geld und bei diesem habe ich Gott sei Dank nicht auf die Deflationisten wie dottore, jükü etc. gehört und mich reichlich damit eingedeckt. In einer Hyperinflation werden Sie vielleicht glücklich sein, wenn Sie noch ein paar Kleiderbügel ergattern können mit Ihrem Fiatgeld aber sicher kein Haus.

Mit freundlichen Grüssen Wasil
13.08.11 @ 18:27
Kommentar from: Zero [Besucher]
Hier die Wahrheit über den 1. und 2. Weltkrieg und warum die ausländische Hochfinanz (vor allem aus UK) seit 1913 gegen Deutschlands Realwirtschaft arbeitet in Videoform:

Teil 1: http://youtu.be/IfSSgrKiQGw

Teil 2: http://youtu.be/w8SkG4nTpIU

Teil 3: http://youtu.be/cEQOTE2WN-8
13.08.11 @ 18:28
Kommentar from: Matthias Lorch [Mitglied] E-Mail
Hallo Brigitte Binggeli ,

Vorsicht vor Deflationisten

ich bin Sicherheit kein Deflationist, der behauptet alles wird billiger werden deshalb nenne ich auch das Wort ´´Kreditdeflation´´ .

Auch habe ich schon am 18.11.2004 den Artikel in Goldseiten geschrieben

´´Warum der Goldpreis steigen wird´´
http://www.goldseiten.de/modules/news/print.php?storyid=565


Es liegt mir fern zu behaupteten eine bezahlte Immobilie würde langfristig eine schlechte Anlage sein.

Wenn sie den Artikel genau durchlesen sage ich darin nur, dass eine Krise kommen wird bei der die Zinsen steigen und deshalb die Immobilienpreise sinken werden.

Meine Ansicht ist auch, dass wir bereits Inflation hatten … denn wenn ein Mittelklasseauto heute 60000.- Euro kostet dann weil das Finanzsystem über 40 Jahre mit Fiat Money aufgeblasen wurde.

Das ist das Spiegelbild der Verschuldungsorgie, das ist keine Wertschöpfung sondern Inflation.
Und um dieses wird das System so oder so bereinigt werden müssen.

Diese durch künstliche Nachfrage auf Pump geschaffenen, unnötigen Überkapazitäten, gehen ihrem Ende entgegen, das heißt nicht um jeden Fall ein Preisrückgang für alles durch die Bank.

Es heißt aber die Vernichtung der aufgeblähten Schulden und der Bankrott vieler Schuldner, Privatleute, Kommunen und ganzer Staaten und das ist ´´Kreditdeflation´´ ....nicts anderes behaupte ich in dem Artikel.

Ich jedenfalls denke dass das Wort Krise die Untertreibung des Jahrunderst ist um zu beschreiben auf was die Welt hier zusteuert.

Gruß Matthias Lorch
13.08.11 @ 23:04
Kommentar from: ThomasK_7 [Besucher]
Schön dass sich der Autor des Themas annimmt, nur leider unvollständig und voreingenommen.
Gold+Silber als Ersatzwährung, mehr wird dazu vom Autor gar nicht geschrieben.

Immobilien, natürlich wieder einmal für einen Vergleich unfair fremdfinanziert, sollen verkauft werden müssen, um sich die Dinge des täglichen Bedarfs leisten zu können?
Also wenn schon, dann verkauft man Immobilien mit als Allerletztes! Schon allein wegen der nötigen Transaktionszeit, aber auch wegen der Wertstabilität oder des Eigennutzens. Die Wertstabilität bemisst sich an der Fähigkeit, auch in einer Inflationsphase laufende Mieteinnahmen zu generieren. Ob diese nun in Landeswährung oder konvertabler Währung erfolgt, ist für den im Land wohnenden Immobilieneigentümer nicht wesentlich nachteilig.
Immobilieneigennutzer haben den täglichen Wohnwert als Nutzen. Viele entschädigt dies gegenüber dem reinen Ansehen von Edelmetall in gleichem Wertumfang. Reicht es für diese Leute nicht, wenn Edelmetall als Absicherung der Liquidität für z. Bsp. 1-2 Jahre genutzt wird?

Wo ist der faire Vergleich einer z. Bsp. 60% fremdfinanzierten Immobilie zu 60% fremdfinanziertem Edelmetall?

Wie der Autor selbst im Kommentar vor mir im zugibt, ging es ihm um ein ganz anderes Thema-der Kreditdeflation. Leider sind Titelthema und die darin gemachten Ausführungen/Vergleiche aus meiner Sicht leider nicht hierfür geeignet.

14.08.11 @ 12:39
Kommentar from: Anders [Besucher]
Herr Lorch,
ich glaube, Sie müssen die Analyse unter der Bedingung überdenken, daß die Zinsen niedrig bleiben, denn sonst sind die Staaten nicht mehr Zahlungsfähig.

Unter der Bedingung niedriger Zinsen würde ich Inflation wie folgt definieren: Das das individuell verfügbare Kapital (Einkommen - Fixkosten für Miete usw)sinkt. d.h. obwohl das Einkommen etwa gleich bleiben wird, werden die Kosten für Lebenshaltung steigen. Wir haben dies in den letzten Jahren durch die steigenden Lebensmittel, Energiekosten, steigende Abgaben gesehen. Ich glaube, dies wird so weitergehen.

De Fakto bedeutet dies sinkenden Wohlstand. Wie wird sich dies auf die Kredite auswirken? Die Preise für Güter/Immobilien wird gleich bleiben oder leicht fallen. Für den einzelnen wird es schwerer die Zinsen zu erwirtschaften, da mehr Einkommen für Lebensmittel, Energie usw aufgewendet werden muss.
Parallel werden die Mieten und Immobilienpreise sich spalten. In Gegenden hoher Beschäftigung werden die Preise und die Löhne steigen während andere Gegenden fallende Löhne und Immopreise haben. Wir sehen dies schon seit einigen Jahren.

Da die Beschäftigung überwiegend Export getrieben ist, wird dies von der Entwicklung in den Schwellenländern abhängen. Solange sich dort der Wohlstand erhöht, wird dies m.E. so weitergehen. China wird schwächer wird aber ersetzt durch Indonesien, Thailand usw.

Das Wachstum in den "Entwicklungsländer" wird noch einige Zeit anhalten. Parallel wird es durch steigende Kosten von Nahrungsmittel, Rohstoffen und Energie zu einem Wohlstandsabbau in den entwickelten Ländern führen.

Die Frage hier wird sein, ob die entwickelten Länder dies friedlich geschehen lassen und welchen Einfluß dies auf die Demokratie haben wird. Bisher hat Demokratie versucht den Zuwachs zu verteilen und musste keine Schrumpfung managen.

14.08.11 @ 16:30
Kommentar from: Robbi [Besucher]
Wäre es nicht möglich das wir so wie Japan, die Staatsschulden in Höhe von 220 % des BIP ( WIKI 2010 ) angesammelt haben, umschwenken. Trotz Rezession seit vielen Jahren und des Unglücks in Fukushima hört man keinen Zusammenbruch der
Immobilienpreise oder gar einen Staatsbankrott. Eventuell bekommen wir auch eine Nullzinspolitik und die EZB kauft den ganzen Schrott von Anleihen auf. Das waren nur ein paar Gedankenspiele.........
Mit freundlichen Grüßen
Robbi
15.08.11 @ 08:59
Kommentar from: sebastian ott [Besucher]
1. fühle ich ein kommende hyperstagflation, da man in deutschland erst den mittelstand vernichten muß um eine "neue welt" zu schaffen.
2. wenn dann der mittelstand vernichtet ist könnte sich der dax und gold bei 4200 treffen.
3. nächste phase hyperinflation um auch die scheingeldreichen zu vernichten. gold und dax schießen in die höhe und der markt wird geschlossen bis der letzte kontomillionär, sparer, rentner, beamte enteignet ist.

kein garantieschein nur meine meinung zu deflation.

kurz: werte wie aktien, bargeld, immobilien, diamanten, schmuck und antike güter meiden. werte wie gold, silber, bronze, schnaps, tabak, benzin und kleines ackerland kaufen.
15.08.11 @ 09:18
Kommentar from: Jürgen Kremser [Besucher]
Ihr Diskussionsbeitrag

http://www.goldseitenblog.com/matthias_lorch/index.php/2011/08/13/immobilien-und-gold-in-einer-inflation

gefällt mir gut. Sie haben sehr gut dargelegt, daß es sowohl eine Inflation der Konsumgüter des täglichen Verbrauchs als auch gleichzeitig eine Deflation der Vermögenswerte, insbesondere der Immobilien, geben kann, hervorgerufen durch die Verschuldung der Vermögenswerte.

Die Inflation wird schon vielfach prgnostiziert:

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8349-weltrezession-und-starke-inflation

Ich beobachte diese schon bei den administrierten Preisen, etwa dem öffentlichen Verkehr (bei uns RMV) oder der Erhöhung der Tabaksteuer, nur vereinzelt im privaten Bereich: Die Blödzeitung erhöhte sich im Mai von 0,60 auf 0,70 Euro. Auch das Benzin und Heizöl sind hochgegangen. Wobei sich die Frage stellt, ob hier ganze Märkte von Hedgefonds aufgekauft und vom Markt zurückgehalten werden als Folge ihrer Null-Zins-Finanzierung durch die Notenbanken.

Problematisch wäre für uns auch, wenn der Euro sich verbilligen würde gegen einen wichtigen Handelspartner, weil etwas China eine Edelmetallwährung einführen würde, wie es in der Weimarer Republik gegenüber dem Dollar geschah:

http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Hefferich_Reichstagsreden_1922.pdf

Vgl. auch:

http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Manes_Staatsbankrotte_1922.pdf

Schon jetzt sind Importe aus der Schweiz und Urlaubsreisen dorthin für viele Deutsche unerschwinglich geworden.

Deswegen ist die Verschuldung der Vermögenswerte, insbesonder der Immobilien, so außerordentlich gefährlich.

Nur ein einziges von vielen Beispielen: Gestern trommelte der Chef-Moderator des ZDF Peter Frey für die Einführung der Euro-Bonds im Gleichklang mit den Grünen (Cem Özdemir http://www.mmnews.de/index.php/politik/8350-oezdemir-fuer-eurobonds ) und der SPD. Schon allein die Einführung der Euro-Bonds würden unsere Immobilien-Zinsen gewaltig hochtreiben. Dem Darlehensnehmer nützt es aber wenig, wenn sich der Bankensektor zu Null Prozent bei der Notenbank finanzieren kann, wenn ihm die Zinsen hochgetrieben werden, wie derzeit bei den Dispokrediten.

Steigende Zinsen bedeuten aber notwendigerweise fallende Immobilienpreise, wodurch für die Schuldner ein Circulus vitiosus in Gang gesetzt wird.

Immobilien haben viele Nachteile. So soll jetzt die Rundfunkgebühr als Bemessung an den Wohneinheiten ansetzen.

Nachteile bei Immobilien habe ich in http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=140 dargelegt.

15.08.11 @ 10:04
Kommentar from: pfeffer60 [Besucher]
Schöner Aufsatz fürs Wirtschaftsgymnasium!
15.08.11 @ 15:33
Kommentar from: Insider [Besucher]
Ich will etwas aus dem Nähkästchen plaudern
Es sit immer von der ausländischen Hochfinanz aus USA und UK die Rede: Fragen wir uns doch mal, was die einführung des Euro bewirkt hat: Die Stabilisierung aller Währungen in EU, die teilgenommen haben, auf ein NIVEAU, das man von der DM her kannte. Wer war Nutznießer: Mitspieler starker exportorientierter Wirtschaftsräume, die keinerlei Währungsrisiko mehr hatten und auf ordentlich Kaufkraft stießen. Wir haben den 2. Weltkrieg nicht verloren, wir haben ihn gewonnen!
17.08.11 @ 22:07
Kommentar from: Floh [Besucher]
Was denkt Ihr ?

Bin beeindruckt von dem hoehen Niveau dieser Diskussion. Ich bin Handwerker, habe aber viel Glück mit Anlagen gehabt.

Warum muss man eigentlich immer voll investiert sein ? Kann man nicht mal 1-3 jahre liquide bleiben und abwarten bis etwas passiert und dann zuschlagen ?

Ich hatte viel Glück mit Aktien & Gold die ich nach dem crash erworben hatte.

Meine persönliche Strategie :

Bargeld, Silber und Gold und wenig Aktien bis zu dem zeitpunkt halten halten bis etwas garvierdenes passiert. Wenn man Ihre Beiträge liesst liegt die Wahrscheinlichkeit dafür hoch.

Dies könnte sein :

--- einbrechender Immobilienmarkt wie von Ihnen beschrieben.
Bis dahin liquide bleiben mit Gold, Silber und Bargeld und dann stark verbilligt kaufen.

--- während Gold + Silber weiter steigen sinken jetzt schon heute die seltene Erden und Industriemetalle. Hier könnte es bei einer Krise einen echten crash geben ( Indium, Germanium, Kupfer ) weil weniger produziert wird. Das sind Sachwerte zum Anfassen die eine
begrenzte Reichweite haben und jetz schon knapp sind.

Genau bei diesen Sachwerten plane ich einzusteigen sobald eine echte Krise kommt.
Man bleibt in Sachwerten die nach oben viel Spielraum haben werden. Indium und Gallium kommen von 2008 ca 200 EUR und liegen jetzt bei 700 EUR. Genausoschnell wird es in der Krise wieder runtergehen. Wie auch immer die Geschichte weitergehen wird, in 20 Jahren
wird es kaum noch etwas von diesen Rohstoffen geben und im Unterscheid zu Gold braucht man das auch wirklich.

Was halten Sie von dieser Strategie ?

20.08.11 @ 02:20
Kommentar from: Markus [Besucher]
Hallo Floh,

Glückwunsch - viel besser kann mans nicht machen: Immer liquide bleiben und warten bis es was billig abzustauben gibt.

Mit Zufall und Glück hat das aber nichts zu tun: Gerade ein Handwerker weiss genau wie viel Hände Arbeit in ein bisschen Geld steckt. Das bewahrt vorm leichtsinnigen Zocken und vorm Geldauseben aus Prestige (dicke Autos auf Kredit etc.) Sowas machen dann eher Schreibtischtäter - am liebsten mit fremdem Geld.

weiter so

Markus
20.08.11 @ 19:42
Kommentar from: Truthseeker [Besucher]
Ich finde es immer wieder interessant, wie wir doch immer wieder, die uns verordnete Verechnungsgröße als Grundlage benutzen (Euro, US Doller, etc.)

Wie schon der alte Grünspan der FED sagte: Gold ist Geld.

Bei dieser Definition ist auf einmal Hyperinflation in Zetteleinheiten bei gleichzeitiger Deflation in Geld (=Gold) Einheiten möglich.

Zettel, die beliebig gedruckt, verbrannt, oder sonstwie manipuliert werden können, sind keine gute Verrechnungsgrundlage.
22.08.11 @ 23:46
Kommentar from: Waldemar [Besucher]
Die wirren Argumentationen, Zeitsprünge und durcheinandergewürfelten Pseudo-Belege werden nicht dadurch wahrer, dass sie in einer unlogischen Argumentationskette mit falsch gewählten Fachwörtern gemischt werden. Erstaunlicherweise können die Kommentare das dann noch toppen ;-)
09.12.11 @ 09:11
Kommentar from: goldie [Besucher]
Nach allem was ich hier lesen konnte und allem,
was ich schon vorher wußte, komme ich zu dem Schluss, daß Edelmetalle kaum in der Industrie
gebraucht werden, sondern fast ausschließlich für Luxusartikel und Prestigeobjekte.
Sollte also eine Situation eintreten, die nach einer Hartwährung schriehe, würde die Hartwährung schnell weich werden, weil dann so viele Leute ihre Wertsachen auf den Markt schmissen. Gold, Silber und Platin kann man nicht essen und man kann damit auch nicht heizen und auch nicht an der Supermarktkasse bezahlen. Weil auch jedwedes Grämmchen Gold oder anderer Edelstoffe, das jemals gefördert wurde auch noch irgendwo vorhanden ist,können sie unberechenbarerweise stets in den Markt gelangen, was den Wert sehr anfällig macht. Jedenfalls anfälliger als alles Lebensnotwendige oder Nützliche.
Bei Immobilien ist das etwas anders, weil jeder
ein Dach über dem Kopf haben muss, seis auch nur ein Zelt, das dann auf einem gebührenpflichtigen Platz stünde.
Auch wird der Wert von Wohnimmobilien nicht nur durch Inflation / Deflation bestimmt, sondern zunächst mal vom Bedarf einer entweder wachsenden oder schrumpfenden Bevölkerung und
oder deren Einkommen oder auch deren Strategien, wie sie Prioritäten setzen.
Z. B.: Fragen sich einige, ob es wirtschaftlicher ist, bei steigenden Spritpreisen näher am Arbeitsplatz zu wohnen.
Bezahlte und instandgehaltene Wohnimmobilien
sind jedenfalls immer eine gesunde Überlebensbasis. Nur Spekulationsblasenimmos,
verschandeln dann nicht nur die Landschaft,
sondern können meist auch der Verlustseite
zugerechnet werden. Könnte mir vorstellen,
im Falle des Supergaus die Renten ausblieben,
einen Teil meines Wohnraumes zu vermieten
um damit zu überleben.


15.12.11 @ 23:55
Kommentar from: Jannes [Besucher]
Naja der Goldpreis entwickelt sich seit 2 Jahren eigentlich nicht sonderlich gut. Auf http://www.tagesgeldzinsen.org/ratgeber/inflation/ kann man sich die jahrelange Entwicklung anschauen.

Ich würde mein Geld einach in Aktien, Gold und Tagesgeld streuen. Sichere Bluechipaktien sollten einen großen Anteil am Portfolio einnehmen, dies ist ganz wichtig.
23.01.13 @ 13:11

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