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Als Antwort auf: Schizophrenie als politisch-mediales Zeichen unserer Zeit

Peter Boehringer [Mitglied]
Übrigens sind die oben von Goldhamster aufgeworfenen Fragen nach Widerstandsmöglichkeiten keineswegs neu. Zitat aus Mises "Vom Wert der besseren Idee" (Vorlesungsreihe Mises in Buenos Aires, 1958):

"Gibt es ein Heilmittel gegen solche Fehlentwicklungen [Falschideologien]: Ja, es gibt eines. Dieses Heilmittel ist die Macht der Bürger. Sie müssen verhindern, daß ein solches autokratisches Regime an die Macht gelangt, das sich selbst eine größere Weisheit zuschreibt, als sie der Durchschnittsbürger besitzt. Das ist der grundlegende Unterschied zwischen Freiheit und Knechtschaft."

=> Die alte Frage nach besserer Realitätsnähe und Weisheit: Ist der "Stammtisch" mit seiner Nähe zum Alltag und seiner Bauernschläue und seiner Intuition trotz uU fehlender intellektueller Bildung weiser? Oder doch die Bildungseliten mit "Weitsicht"?
=> Man kann da lange streiten - die "Elitendebatte" ist uralt und komplex. Ich plädiere jedoch seit Jahren für den Stammtisch - jedenfalls so lange, wie wir unfähige und/oder fremdbestimmte und/oder bestochene Eliten in inzwischen allen Staatsgewalten haben!

=> Man muss nicht so weit gehen, Horkheimers uralte totalitäre Forderung heute als erfüllt anzusehen...
"Man muß eine Elite schaffen, die ganz auf Amerika eingestellt ist. Diese Elite darf andererseits nicht so beschaffen sein, daß sie im deutschen Volk selber kein Vertrauen mehr genießt und als bestochen gilt."
... aber man kann sicherlich Roland Baaders Intellektuellenkritik an den heute weit überwiegend links-sozialistisch, pseudo-human und auftragsschreibenden Intellektuellen unterschreiben, deren verhängnisvolles Wirken Baader schon vor Jahren im Titel seines Buches zusammengefasst hat: "totgedacht" [Resch, 2002]
PermalinkPermalink 25.05.13 @ 14:28

Als Antwort auf: Schizophrenie als politisch-mediales Zeichen unserer Zeit

Goldhamster [Besucher]
Man nennt es in der Psychologie kognitive Dissonanz! Und das hält keine Psycho auf Dauer aus, ohne Schaden zu nehmen.

Dafür gibt es dann die Regel: Love it, change it or leave it. Doch vor dem Wandel hat jeder Mensch Angst, der sich in der Comort-Zone befindet. Deshalb schreiben sich die Journalisten die Welt schön. *) Das in den Jahren zusammengeschriebene Weltbild kann doch nicht falsch sein! Wie in allen diktatorischen Systemen. Am Schluss gibt es das große Erwachen und bei nicht wenigen wohl einen psychischen Zusammenbruch. Jugendliche im Dritten Reich, die sich nicht zu Wendehälsen machen wollten, halten auch heute noch an ihrem Weltbild fest, Kommunisten der DDR ebenso. Und es gibt immer Deutungsversuche, warum der Nationalsozialismus oder Kommunismus nicht geklappt hat, obwohl diese Ideologie doch die einzig glückbringende hätte werden können. Nur ganz wenige lügen ganz bewusst aus Angst vor Machtverlust oder aus Angst vor Rache. Es wird nichts helfen!

Herr Boehringer, ich bin weit entfernt davon, Ihnen Naivität zu unterstellen. Sie sind so naiv wie die Menschen die in Leipzig in die Kirchen oder auf die Montagsdemonstrationen gingen. Wie die Verschwörer des 20. Juli, die geglaubt hatten, von England unterstützt zu werden. Es kommt auf den Versuch an. Jeder Tag, der den Krieg verkürzt hätte, war eigentlich genug Legitimation für Stauffenberg & Co.
Aber nicht jeder hat die Kraft. Aber jeder kann etwas tun. Aufklären. Schon jetzt Ross und Reiter nennen, damit niemand behaupten kann, er hätte nichts gewusst. Sich und seine Familie schützen, ja auch durch Erwerb echter Währung.

******
=> Ergänzung PB zu *): Ja, das ist schon richtig: Schizophrenes Betrachten der Welt ist ein Selbstschutzmechanismus gegen kognitive Dissonanz. 2011 hatte ich auf der GS-Messe schon diesen Chart aufgelegt, um zu illustrieren, wie sehr die Realität und die medial berichtete Realität inzwischen auseindanderdriften. 2013 ist das Phänomen NOCH schlimmer geworden - das BoJ-Beispiel oben im Blog ist ja nur eines von TAUSEND, die man täglich finden kann!



=> Je eher die Journalisten aus ihrer Schizophrenie erwachen (speziell in Euro- und Finanzsystemfragen), desto besser und heilsamer für sie. Das Erwachen (und damit das noch vor 2020 unweigerlich erzwungene Ende der kognitiven Dissonanz) wird in jedem Fall kommen. Der Schock wird aber milder, je eher das Aufwachen stattfindet. Viele Journalisten sind inzwischen auf gutem Weg zur Wahrheit. Die Mehrheit aber schwimmt noch immer in der grünrot-gutmenschlichen Illusions-Sauce, in der sie einst sozialisiert wurde... Und sie ist noch imemr fest verhaftet im keynesianischen Machbarkeitswahn per ewiger Aufschuldung mit Kreditfalschgeld - der monetärsozialistischen Gottspielerei eben.

=> Hier noch einmal mein Aufruf an den Mainstream - schon von 2009:
"Die Good News für den Mainstream dagegen ist diese: 'Ihr könnt uns Blogger als 5. Gewalt sehr einfach und schnell wieder loswerden!' 'Wie das', fragt ihr? Ganz einfach: Fangt einfach wieder an, euch auf euren Auftrag 'kritische, wahrheitsgemäße, relevante und unabhängige Berichterstattung' zu besinnen!"
PermalinkPermalink 25.05.13 @ 11:45

Als Antwort auf: Schizophrenie als politisch-mediales Zeichen unserer Zeit

Jürgen Kremser [Besucher]
Es hat wenig Sinn über die Zentralbanken zu moralisieren oder ihnen und ihren medialen Unterstützern, wie etwa dem Handelsblatt, ein pathologisches Verhalten vorzuwerfen, wenn sie mit ihrer eigenen Unwissenheit kokettieren und etwa vom historisch einmaligen japanischen Finanzexperiment sprechen.

Wir müssen nur ruhig erkennen, dass das System in seine vermutlich letzte Etappe eingetreten ist. Das letzte, was die Staatslenker gebrauchen können, ist Arbeitslosigkeit; denn dann würde - wie in Griechenland - klar werden, dass kein Geld da ist, weil nutzlos als Staatskonsum verbraucht, und deswegen auch nicht abgehoben und als Notgroschen verkonsumiert werden könnte. Wenn die Leute Arbeit haben und Geld verdienen, besteht keine Notwendigkeit ihrerseits sich über den Wert und die Sicherheit ihres Geldvermögens Gedanken zu machen.

Also muß das Incentive "Papiergeld" auf Teufel komm raus vermehrt werden.

Die Angst des Publikums vor dem instinktiv gespürten Staatsbetrugs bzw. -bankrott wird aber gerade die Arbeitslosigkeit hervorrufen, weil die Menschen ihr Geld bei fehlenden Habenzinsen in Fehlallokationen, wie überhöhten Aktien oder Immobilien, investieren und damit die allgemeine Finanzkrise auch irgendwann den Arbeitsmarkt erreichen muß.

Große Papiergeld-Inflationen gehen häufig mit großen sozialen Verwerfungen einher, so daß im Umkehrschluß derzeit bei uns keine übermäßig große Inflation vorliegt.
PermalinkPermalink 25.05.13 @ 04:36

Als Antwort auf: Schizophrenie als politisch-mediales Zeichen unserer Zeit

Wilfried [Besucher]
Warum nennen Sie die Lüge Schizophrenie? Weil der Lügner die Wahrheit kennt und trotzdem das Gegenteil behauptet oder weil der Lügner an seine Lüge als die Wahrheit glaubt? Wir haben es hier mit nichts zu tun als der Lüge, nicht mit der Schizophrenie.

Der Begriff "Fiat Geld" ist so eine Lüge, an die viele Menschen heuer glauben. Ungedecktes Geld.... Ist es ungedeckt? Nein. Es ist gedeckt durch das gesamte verwertbare Vermögen der sich im Besitz ihrer Zentralbank befindlichen Menschen.

Gott zum Gruße,
Wilfried

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=> Ergänzung PB: Sie haben nicht unrecht. Die Vorsatz-Absicht im Blog ja schon angedeutet. Man muss wohl differenzieren zwischen den obersten Hierarchieebenen hinter den Kulissen (wo Vorsatz bzw. vorsätzliche Lüge vorliegt) - und den medialen und politischen Ausführenden, bei denen Schizophrenie und Verdrängung eine Karrierevoraussetzung ist.
PermalinkPermalink 24.05.13 @ 22:48

Als Antwort auf: Schizophrenie als politisch-mediales Zeichen unserer Zeit

Goldhamster [Besucher]
Man kann es nur noch mit Humor nehmen und weiter arbeiten. Persönlich an der Vorbereitung. Und im Bekanntenkreis an der Aufklärung.
Gestern erst hatte ich ein Gespräch mit einem Kollegen, der inzwischen auch weiß, wohin der Hase läuft. Und es werden immer mehr, die einfach nur noch wütend sind. Überall kippt die Stimmung. Aber nur wenige haben den Durchblick.
Wieder einmal drängt sich das Bild vom Spiel "Die Reise nach Jerusalem" auf. Ein paar Stühle, viele Mitspieler und man rennt immer schneller zur Musik. Blöd nur, dass ein paar Privilegierte die Regeln kennen und ein paar Unterprivilegierte die Regeln ahnen. Die Privilegierten werden mit jeder Runde um die Stühle etwas reicher. Die anderen freuen sich über die tolle Musik. Bis dann irgendein Trottel gegen den Plattenspieler rennt. Dann fallen fast alle auf den Boden und nur ein paar auf die Stühle. Ich weiß Ihre Rolle, Herr Boehringer, als Zeitgeschichtsschreiber und Mahner sehr zu schätzen. Aber es wird nach dem Crash nicht wirklich zu einer Aufarbeitung kommen. Nicht einmal zu einem Schauprozess wie in Nürnberg (die nützlichen Nazis wurden ja schnellstens zu Amerikanern). Für mich gilt: den Sturm zu überleben und vorbereitend Netzwerke zu aufrechten und vernünftigen Menschen aufzubauen und zu pflegen.

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=> Ergänzung PB: Nur zur Klarstellung: Eine echte Aufarbeitung nach der Währungsreform + Gesellschaftskatastrophe erwarte ich auch nicht. Der Zweck der Artikel hier ist nicht nur Dokumentation (gar zur Vorbereitung einer solchen nie stattfindenden Aufarbeitung), sondern eher AufBEreitung des täglichen Wahnsinns VOR der Katastrophe mit dem Ziel der Verhinderung/Abmilderung des Allerschlimmsten. Das ist nicht paradox, sondern -so formuliert- sinnvoll; auch wenn ich den Naivitätsvorwurf ständig bekomme und ertrage. Wir brauchen unbedingt die "Nachkriegszeit ohne Krieg" (Zitat Kristof Berking im Smart Investor) - auch wenn diese (siehe den im Blog verlinkten Hülsmann-Artikel) heute schon nicht mehr ohne Schmerzen zu bekommen ist. Doch jede Abkürzung/Abmilderung/Verschiebung des Wahnsinns kann helfen. Andernfalls muss Teil II des Buches "Der Krieg, der viele Väter Eltern hatte" geschrieben werden.
PermalinkPermalink 24.05.13 @ 18:06

Als Antwort auf: Schizophrenie als politisch-mediales Zeichen unserer Zeit

Alexander Kocks [Besucher]
Dass Gold nicht steigt sollte zu denken geben. Ich bin kein Anhänger der Denke, dass Notenbanker und Politiker alles kontrollieren und manipulieren können, also auch Gold nicht.

Die Tatsache das Gold in einer solchen Situation im Preis fällt, könnte auf eine bevorstehende wirtschaftliche Depression und Deflation hindeuten. Ansonsten bin ich sehr dankbar für Ihre informativen Berichte.

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=> AW PB: Sie sind kein Anhänger dieser Denke. Nun, es ist Ihr gutes Recht, Myriaden an winzigen, kleinen, großen und gewaltigen Interventions-Anzeichen im Gold- und Silbermarkt in allen nur denkbaren und undenkbaren Formen seit mindestens 1995 zu ignorieren. Meistens haben wir nur (allerdings verdammt viele) Indizien und "Merkwürdigkeiten" - manchmal aber sogar Beweise, von denen auch hier im Blog seit Jahren viele dokumentiert wurden. Noch mehr bei GATA.org - dort seit 1999.
=> Aber ja, wir sind in der Beweispflicht - und bei chronisch intransparenten Zentralbanken mit bei Gold rechtswidrigem Auditverhalten und bei völlig über dem Gesetz stehenden und (auch im Goldmarkt) hochgeheim agierenden "PlungeProtectionTeams", nackten Comex-Shortern und sakrosankten ESMs fällt eine Beweisführung nicht immer leicht. Ich kann nur sagen: "Wer Augen hat zu sehen, der sehe (und handle...)."
=> Wer glaubt, Gold reagiere nicht mehr klassisch als sicherer Hafen, der glaubt ganz genau das, was er nach elitärem Plan glauben SOLL. Die Gehirnwäsche hat dann bestens funktioniert, was man nach 15+ Jahren Dauermanipulation zwar niemandem verdenken kann. Dennoch ist dies nach 5000 Jahren sicheren Geldstatus´ von Gold und Silber ein winziger anormal herbeimanipulierter Zeitraum, der nichts besagt.
=> Und doch: Im Falle von Gold bin ich gerne bereit zuzugeben, dass die Unze uU bei vielleicht 1600-2000$ unter der Annahme einer zur Geldmenge proportionalen Entwicklung fair bewertet wäre, solange eine (natürliche und menschengewollte) Remonetisierung mit dem Zwang der Regierungsgewalt nicht zugelassen wird [sonst wäre die Unze unter 30.000$ unterbewertet - je nach Deckungsgrad]. Zum drohenden Vertrauensverlust in wertstabiles Papiergeld und zur dadurch induzierten, inflationstreibenden Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit steht ja schon im Blog oben einiges. Die tägliche Manipulation hat darum heute vor allem das Ziel, RALLYS zu verhindern, die eine aus Elitensicht gefährliche Eigendynamik hin zum beschleunigten Vertrauensverlust in Papiergeld entfalten könnten. DIESE Rallys werden seit vielen Jahren praktisch immer gestoppt. Täglich mehrfach - einfach mal den Kursverlauf beobachten: fast immer, wenn der POG Fahrt aufnehmen will, wird er über den Papiergoldmarkt gestoppt. So oft aufgezeigt hier und anderswo - einfach mal nachlesen.
=> Eine gewisse kommende realwirtschaftliche Deflation hat der POG im Gegensatz zum allgemeinen Aktienmarkt bereits vorweggenommen. Und falls es zur ultimativen Deflation kommt (der Währungsreform à la 1948) - nun, GERADE dann sind Sie froh, in ihrer Versicherung Gold und nicht in Geldwerten zu sein. Dann nämlich ist der absolute Preis der Unze in Geldeinheiten irrelevant - dann zählt nur, dass die Gramm- und Unzeneinheiten unbeschadet im nächsten Währungssystem angekommen sind.
=> Im großen Bild ist die kurzfristige Outperformance der Aktien ggü. Gold übrigens nur eine kleine technisch überfällige Zwischenrally, auch wenn manche Techniker sie bereits als Trendbruch sehen. Erst bei einer Ratio von 0,5 bis 1 (Dow in Goldunzen) sind wir unten. Im Moment etwa 11; hier die Grafik:

=> Nur Daytrader und kurzfristig denkende, spekulative oder gar gehebelte Investoren müssen täglich/monatlich auf die Entwicklung des Goldpreises geiern und dabei ungeduldig und ängstlich wegen anstehender Deflation werden. Wenn diese Falschdenker nun aus dem Markt gespült werden, dann soll es uns nur recht sein - selbst wenn der POG dabei nochmals sinkt. Danach ist das physische Gold in starken (vermutlich asiatisch-arabischen und elitären) Händen. Hartgeld in harter Hand sozusagen.
PermalinkPermalink 24.05.13 @ 17:03

Als Antwort auf: Schizophrenie als politisch-mediales Zeichen unserer Zeit

Gloeckl Rainer [Besucher]
Das war schon immer so, wer nicht verrückt ist, gilt nicht als normal:

„Übermäßiges Selbstvertrauen ist vielleicht die am weitesten verbreitete und schädlichste Verhaltensweise“. Der amerikanische Ökonom Hyman Minsky beobachtete, dass die Menschen in Phasen mit nachhaltiger Stabilität tendenziell immer größere Risiken eingehen. Selbstüberschätzungen dank mangelndem Wissen, oft mit der Illusion Ereignisse und Entwicklungen kontrollieren zu können [also Gottspielerei, finanziert durch Falschgeld - Anm. PB], unangemessenes Festhalten an Meinungen, Herdentrieb usw. Narzisstische Persönlichkeiten scheinen mit diesen „Fähigkeiten“ besonders gesegnet und gelegentlich schaffen sie eigene grandiose Welten.

„Menschen lernen nicht durch kluge Ratschläge, sondern durch unter die Haut gehende Erfahrungen.“ Die Folgen sind wiederholt große ökonomische Zusammenbrüche.
PermalinkPermalink 24.05.13 @ 13:39

Als Antwort auf: Fehlleitungen der Schuldenökonomie: ideologisch - nicht sexuell

Peter Boehringer [Mitglied]
Hinweis: Interessanterweise unter einer anderen -weniger verfänglichen- Überschrift hat die SZ den im Blog thematisierten Piper-Artikel nun doch online gestellt. Die "Ökonomie der Schwulen" (Überschrift in der Print-SZ) war denn doch zu abstrus:

"Liebesleben eines Ökonomen"
PermalinkPermalink 16.05.13 @ 19:58

Als Antwort auf: Offenbarungseid mit langer Ansage: Desertec liefert keinen Strom nach Europa

Joerg.T [Besucher]
Hmmmm... , meine einstmals ursprüngliche prinzipielle Sympahtie für Desetec bekommt zusätzliche Risse. Es stellt sich aber immer noch die Frage ob man das Project nicht nach Spanien verlegen kann. Gibt es in Spanien genug Sonne für die Spielgetechnologie und genug Flächen?
PermalinkPermalink 12.05.13 @ 01:32

Als Antwort auf: Offenbarungseid mit langer Ansage: Desertec liefert keinen Strom nach Europa

Claudius v.d.Bach-Zelewski [Besucher]
Alle die von Ihnen genannten Projekte sind ebenso wie der "ESM" Ausdruck der institutionalisierten (Terra-)Korruption in diesem Lande, die zugleich die Korruption der sog. "Politischen Klasse" der BRD spiegelt, welche wiederum in der zwangsläufig im Zettelbanken-Geldsystem angelegten Korruption wurzelt.

Weshalb sie auch folgenlos bleibt.

Kurz gesagt: Auch für die Handlanger auf der Legislative, Exekutive und Judikative verschmelzenden, von einer Ochlokratie parasitärer und krimineller Machthaber fremdusurpierten, etatistischen Ebene fällt etwas ab, wenn sie nur artig gehorchen.

Es dürfte letztlich auch in der "Steuerdebatte" nur noch darum gehen, diesen versifften "Staat" und die Erträge seiner Profiteure auf der Zeitachse so lange wie nur möglich zu perpetuieren - bis der sprichwörtlich letzte Cent aus der Tasche des "Bürgers" abgegrabscht ist.

Die "Bürger", die dieses durch und durch kriminelle Gebaren zu verhindern trachten, werden von der herrschenden Medien-, Polit- und Justizmafia kollusiv als Staatsfeinde ("Steuerhinterziehung") diffamiert, verfolgt und schließlich zu Zwecken der Abschreckung inkarzeriert.

Der Fall des zu Zwecken des Schauprozesses selektiv herausgegriffenen Herrn Hoeneß ist nur ein Vorgeschmack. Man stellt sich die Frage, inwiefern Leute wie der hauptnebenbeschäftigte Soze Steinbrück oder der ob seiner Willfährigkeit mittlerweile zu schwerreichen Politrentnern angefressene Dauervortragstingler Schmidt oder dessen Kollege, der Schulabbrecher Josef Fischer, welcher mit seinem offenbar vortragsfördernden, pathologisch erscheinenden Haß auf Deutschland noch geckenhaft hausieren geht, eigentlich "steuerehrlich" sind.

Die Frage ist zu stellen, wie weit diese Korruption im durch die sog, "Volksvertreter" vor die Wand gefahrenen System der Landsbanken oder ehemaligen Landesbanken eigentlich geht.

Ich vermute hinter der Fassade der sog. Landesbanken ein schwarzes Loch der gegenseitigen Begünstigung und Korruption, durch die das Staatsvermögen von den Protagonisten der herrschenden Polit-Kaste über Jahrzehnte hinweg eigen- und fremdnützig systematisch ausgeplündert worden ist.

Und zwar mutmaßlich mit Schäden im Billionen-Bereich, für die nun die Haftung von sich selbst auf Kosten des Steuerzahlers massiv privilegierter sog. "Mandatsträger" und Beamten in der gewohnten Manier dreist an die "Bürger" durchgereicht wird - auch an den von Ihnen genannten "Projekten" waren Landesbanken maßgeblich beteiligt. *)

Dieser Komplex organisierter Staatskriminalität wird in der (ver-)öffentlichten Debatte aber bisher fast völlig ausgeblendet oder unterdrückt, und man versteht vor dem Hintergrund der schmutzigen Wahrheiten dieser real existierenden "Demokratie" nur allzu schnell, warum z.B. mit inquisitorischem Eifer ein rechtes Phantom zu immer monströserer Größe aufgeblasen wird,

Zitat eines Freundes und ehemaligen Kommilitonen, einige Jahre als Staatsanwalt bei der StA Stuttgart (hier in der sog. Schwerpunkt-StA Korruptionsbekämpfung) tätig: "Was hier (durch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen) zum Vorschein kommt (d.h. an Korruption), ist nur die kleine Spitze des Eisberges. Ich gehe davon aus, daß in sensiblen Bereichen bei 75% der behördlichen Vorgänge ggü. Dritten auf die eine oder andere Weise Korruption eine Rolle spielt."

Was bei einer durch den jeweiligen "Justizminister" weisungsgebundenen und damit zu einer Pfründe der Parteienmafia verkommenden StA niemanden erstaunen sollte - sogar der gewiß staatstragende und eher leise tretende "Deutsche Richterbund" rügt diese "Rechtswirklichkeit" erfolglos seit Jahrzehnten.

Nicht nur hier Zustände, die an die Verhältnisse in Obervolta, gewiß aber nicht an einen "Rechtsstaat", erinnern.

******
=> Ergänzung PB zu *): Die Landesbanken waren schon eine Liga für sich. Egal ob BayLB, HSH Nordbank oder WestLB (um nur die größten zu nennen): Sie wurden zu gigantischen Müllschluckern umfunktioniert. Schon seit Jahrzehnten - aber ganz besonders seit der US-Immokrise, die in ABS-Derivateform ja über den Atlantik expediert wurde. Vor einigen Wochen kam die Meldung, dass die Abwicklungsbank der WestLB 1,5 Billionen EUR (!!) an potenziell toxischem Derivateschrott abwickeln muss - sprich über die Zeit zu Lasten der Steuerzahler abschreiben.
PermalinkPermalink 11.05.13 @ 22:04

Als Antwort auf: Offenbarungseid mit langer Ansage: Desertec liefert keinen Strom nach Europa

Markus Bechtel [Mitglied]
Sehr geehrter Herr Boehringer,

vielen Dank für Ihre klaren Worte!

Eigentlich haben wir in Deutschland doch gar kein Stromerzeugungsproblem. Das Problem liegt weniger bei der Stromerzeugung, als bei den Stromverbrauchern.

Ich selbst habe die Weiße Ware (Gefrierschränke, Trockner etc.) meines Vaters komplett durch neue Weiße A+++-Ware ersetzt. Der Stromverbrauch ist danach von über 5000 kWh p.a. auf unter 2000 kWh p.a. gesunken. Bei Stromkosten von rund 30 Cent pro kWh haben sich diese Anschaffungen also bereits nach rund drei Jahren amortisiert.

Ein befreundeter Verfahrenstechniker hat dagegen einmal die Nutz-Kosten-Rechnung einer solchen Erneuerung für seine Firma durchgerechnet. Bei Stromkosten im einstelligen (sic!) Cent-Bereich würde sich eine solche energetische Erneuerung niemals rechnen. Im Gegenteil.

Müßten sich dagegen diese energieintensiven Firmen den Strom auf dem freien Strommarkt besorgen, dann würde durch Deutschland eine Investitionswelle ungeahnten Ausmaßes gehen. Dann könnten wir uns die ganzen Investitionen in Desertec-Projekte oder Offshore-Windparks einschließlich der Überlandleitungen getrost sparen. Vielleicht könnten wir sogar die verbliebenen AKWs abschalten.

Stattdessen müssen die kleinen Endverbraucher die Subventionen der großen Endverbraucher bezahlen. Einschließlich der planwirtschaftlichen EEG-Umlagen. Es kommt anscheinend niemand auf die Idee, daß es sich dabei um verdeckte Export-Subventionen handelt. Weil diese sozialistische Ausbeutung eben politisch gewollt ist.
PermalinkPermalink 10.05.13 @ 20:46

Als Antwort auf: Offenbarungseid mit langer Ansage: Desertec liefert keinen Strom nach Europa

Bert [Besucher]
"...sofern man sich noch traut Kommentare zuzulassen. Dies unterbleibt aber immer häufiger bei brisanten Themen."

Ja leider, wurde gerade wieder bei einer grossen online-Nachrichtenseite gesperrt, weil ich einen kurzen Link zu der AfD gepostet hatte. Das reicht heutzutage schon.

Und als Techniker hätte ich bei Desertec nie investiert, man denke nur wieviel des Stromes für die Kühlung der Supraleiter wieder hops gegangen wäre (Flüssiger Stickstoff, selbst bei Keramiksupraleiter!). Nicht ohne Grund sind die Kraftwerke hierzulande auf kurze Distanzen gleichmässig verteilt, die Übertragungsverluste sind jetzt schon ein nicht mehr weiter lösbares Problem. Und seit Jahrzehnten wird das Energietransportproblem mit Milliarden an Steuer-Forschungsgeldern bearbeitet (Wasserstoff, chemische Energieträger usw.) ohne eine brauchbare Lösung bis zum heutigen Tag. Als die Grünen noch in der Opposition waren, wussten wenigstens die noch was wirklich ökologisch sinnvoll ist, nämlich Energie sparen.
PermalinkPermalink 10.05.13 @ 20:14

Als Antwort auf: Offenbarungseid mit langer Ansage: Desertec liefert keinen Strom nach Europa

Daniel B. [Besucher]
Auf der Karte von Desertec im Blog sehen die Leitungen fast so aus wie die Grenzlinien des Römischen Reichs zur Zeit seiner größten Ausdehnung! Vielleicht die Zukunft der alternativlosen EU-Erweiterung: mehr Steuersklaven...

*****
=> Ergänzung PB: Jedenfalls ist dies eine symbolträchtige Parallelität der Folgen undurchdachter megalomanischer Ausdehnung: geographisch ebenso wie ideologisch.
=> Desertec wurde schon 2009 auf Möglichkeiten der Solarstromgewinnung in Südspanien oder Süditalien aufmerksam gemacht (auch dieser Stromtransfer wäre aber technisch herausfordernd). Bis heute hört man jedenfalls nichts von Realisierungs-Ideen dieser geographisch wenigstens ETWAS näher liegenden Optionen. Politisch korrekt ist nur Entwicklungshilfe in Afrika und in islamischen Ländern. Inaktivität in EUropa ist kein Zufall. Es war eben aus Elitensicht politisch nicht opportun, in EUropa zu investieren. Ebenso wie nie auch nur ernsthaft geplant war (Behauptung PB), nach EUropa Strom zu liefern! Die Desertec-Ingenieure hätten beim technischen Fortschritt an Wunder glauben müssen!
PermalinkPermalink 10.05.13 @ 15:21

Als Antwort auf: Schon wieder ein "alternativloses" Geldgrab: "Desertec"

Peter Boehringer [Mitglied]
Es kommt wie es kommen musste. Heute im Print-Handelsblatt ein vernichtender Artikel zu Desertec - der alles bestätigt, was seit Jahren absehbar war - und was hier schon 2010 geschrieben wurde. Insbesondere die wichtigste Aussage, mit der das gesamte Projekt aus EURopäischer Steuerzahlersicht nun endlich tot sein sollte. Sollte...:

"Lieferungen nach Europa spielen keine Rolle mehr." [!]
PermalinkPermalink 10.05.13 @ 12:35

Als Antwort auf: Wollt ihr den totalen EUro?

Peter Boehringer [Mitglied]
Ja, Reinhard. Dieser damals live zur berühmt-berüchtigten Nachtsitzung der Chefs der EURo-Staaten + EZB geschriebene Blog ist nun genau drei Jahre alt. Und "pünktlich" zum Dreijährigen erscheint nun drei Jahre später in der FAZ eine „Insiderdokumentation“ zu dieser historischen Nacht des 8. Mai 2010. Dieser Bericht ist zwar nett zu lesen und enthält ein paar neue Details zu dieser historischen Nacht…

„Was geschah beim Dinner? Die Nacht, die alles veränderte" FAZ, 8. Mai 2013

=> Soso: Das große Retten also. Illegale Gemeinschaftshaftung. Keine Unabhängigkeit mehr der EZB. Verbotene Staatsfinanzierung. DAFÜR hätte die FAZ keine drei Jahre zu recherchieren brauchen – und man musste für diese Erkenntnisse auch weder damals noch heute „Insider“ sein. Wie rechtsbrechend und ökonomisch-währungstechnisch fatal die Beschlüsse dieser Nacht waren, war auch live für genaue Beobachter klar. Doch die Verantwortlichen aller drei Gewalten leugnen ihr vorsätzlich begangenes und bis heute anhaltendes Verbrechen der permanenten und uferlosen EURo-Rettung fast alle bis heute. Und die Medien als 4. Gewalt kommen nun erst allmählich auf die Bedeutung des Putsches von 2010ff, der eigentlich viel früher begonnen hat und nur am 8.5.2010 wirklich offensichtlich wurde – für alle – mit Ausnahme eben der voll-ignoranten „Eliten“ dieses Landes, soweit sie nicht eh korrupte EUliten und damit direkte Systemprofiteure sind... Die EUR-„Rettung“ ist dabei nur ein Beispiel im schlechten Spiel um die Rettung des Systems, die wiederum nur eine künstliche aber fatale Verlängerung um einige Jahre sein kann. Der Zusammenbruch ist allen ungedeckten Ponzi-Währungen inhärent. In einem unnatürlich-heterogenen Währungsraum wie EURopa aber geht es eben noch etwas schneller…
PermalinkPermalink 10.05.13 @ 10:20

Als Antwort auf: Wollt ihr den totalen EUro?

Reinhard [Besucher]
"Wir werden eine Drittwelt-Währung bekommen"

Da kann ich nur sagen: ein Glück, daß ich etwas Erstewelt-Währung in meinem Sparstrumpf gebunkert habe - den Selbstverbrennungswahn der anderen mache ich nicht mit: rette mich, wie ich kann!

Habe kürzlich Wagners "Ring" gesehen: grandiose Metapher, auch für heutige Zeiten! Im "Rheingold" beginnt die Welt-und-Götter-Tragödie ebenfalls mit einem Vertragsbruch, der durch Raub, Betrug und Totschlag kompensiert wird: nicht auf dem Reingold liegt der Fluch, sondern Wotan (Goldman-Sachs-Möchtegern-"Gott"?) und seine diversen Untergötter bringen ihn durch fluchwürdiges Verhalten in die Welt. Den Rest der Story sehen wir dann in der Götterdämmerung, die übrigens auch mit einem großen Walhall-Welt-Eschen-Brand endet, derweil der Ring an seinen Ursprungsquell zurückfällt und damit eine Art neuer Gold-Standard gestartet wird ;-)
PermalinkPermalink 10.05.13 @ 10:05

Als Antwort auf: Fehlleitungen der Schuldenökonomie: ideologisch - nicht sexuell

Schmidt [Besucher]
Wenn das Zentralbankparadoxon real ist, und daran habe ich keinen Zweifel, ist eine Reduktion der Staatsverschuldung eh prinzipiell unmöglich.

Ich denke, Keynes Popularität in den Kreisen der Bankster und das folgende internationale Ausrollen als Ideologie ist vorwiegend darauf zurückzuführen, dass dieser Umstand bequem verschwiegen und mit seinem hochgestochenen Geschwurbsel kaschiert werden kann.

(Auch im Bereich des Weltanschauung werden die Märkte manipuliert: Friedensnobelpreise im Voraus für Diktatoren, Literaturnobelpreise für schlechte erotische Frauenliteratur, falsche Fakten für Impfkampagnen, Erziehungskampagnen zur Entmännlichung/Entsexualisierung, Kriminalisierungskampagnen zur Verdrängung überlegener Naturfasern oder gesundheitserhaltender Nahrungsmittel, Klimalüge etcetcetc)
PermalinkPermalink 08.05.13 @ 12:03

Als Antwort auf: Fehlleitungen der Schuldenökonomie: ideologisch - nicht sexuell

Joerg.T [Besucher]
Hallo Herr Boehringer, ist es nicht ein wenig unfair gegenüber dem Keynes? Angeblich war es doch so, dass Keynes die Schuldensache für Ausnahmefälle gedacht hatte. Es kann natürlich sein, dass er dies nur so geäußert hat, um vom Schuldenmachen abzulenken. Es wäre interessant wenn mal jemand ausarbeiten könnte wie weit er die heutige Vorgehensweise mitgetragen hätte.

Das heutige System scheint ja nur Sinn zu machen, wenn es gelegentlich zu einer Währungsreform kommt. Wenn man dies, so wie im Mittelalter, offen zugegeben würde wäre es ja noch einigermassen erträglich. Aber so wie es jetzt läuft, ist es einer Demokratie nicht würdig und was noch schlimmer ist, es ist sogar schädlich für eine Demokratie. Da wir für eine neue Gesellschaft zuerst ein neues STAATLICHES Geldsystem benötigen ist es vital das wir alle, Libertäre, Normalos (wie ich) und Linke wie Bernd Senf zusammen halten. Ein vollgedeckter Goldstandard wird dabei sicher keine Mehrheit finden. Wie würden Sie denn zu einem teilgedeckten Vollgeld stehen welches von einer Monetative verwaltet wird?

*******
=> AW PB: Nehmen Sie mir nicht übel, dass ich in diesem Keynes-Blog nicht wieder (zum gefühlt 100. Mal) auch ausführlich zur Monetative Stellung nehme. Insbesondere auch deshalb, weil die EINZIGE Frage, die alle Freigeldler, Monetativisten, Goldbugs usw. beantworten müssen, diese hier ist: "Erlaubt ihr Wettbewerb der Geldsysteme und damit die FREIWILLIGE Wahl der Menschen zu ihrem Geldsystem? Ja oder Nein?". Wenn ja, dann Ok, sonst per Definition totalitär wie heute. Bin sehr gespannt auf Herrn Senfs Antwort (bitte nicht in seinen sonst üblichen drei Stunden - "Ja" oder "Nein?" genügt), die vermutlich wie die von Draghi oder Bernanke ausfallen würde, auch wenn ich den Herrn Professor sonst nicht in die gleiche Schublade zu diesen Vollkorrupten stecken würde.

=> Und zu Ihrer Keynes-Frage im ersten Absatz Ihrer Zuschrift: Das ist ja das Standardargument der Keynes-Verteidiger, die ich mit der Standard-Antwort beantworten muss. ZB aus diesem Blog "Keynes versus Konfuzius" meine Antwort an Zuschreiber "Mephisto". Zudem lesen Sie bitte den ganzen Blog samt Kommentarbereich "Keynes versus Smith: Illusion versus Natürlichkeit" - sonst wiederholen wir hier ohne Not die ganzen alten Debatten:

"=> AW PB: Rein literaturtechnisch ist das schon korrekt mit der Rückführung der Kredite. Ich hatte das an anderer Stelle auch schon öfters erwähnt. Allerdings muss man hier schon einmal darauf beharren, dass dieser zweite Teil des Keynes-Vorschlags [Rückführung der ausnahmsweise aufgenommenen Kredite] NIE irgendwo praktiziert wurde (und vermutlich ohne fatalen und schon seit der ersten Verschuldung absolut sicheren und damit vorsätzlich provozierten Defla-Crash auch nicht praktizierbar wäre - heute bei Verschuldungen im vielfachen BIP-Bereich schon gar nicht mehr!). Schon 1925ff wurde im Westen (damals noch ohne Nennung des Urhebers Keynes) keynesianische Politik auf Pump betrieben. Diese roaring twenties Jahre aber waren die Ursache für das Platzen der Blase 1929ff - das wird bis heute immer wieder in fast allen offiziellen Geschichtsbüchern Geschichtenbüchern unterschlagen.
=> Politiker, die in den vergangenen 80-90 Jahren den ersten Teil der Keynes-Lehre liebend gerne umsetzen (Verschuldung zur "Stimulierung" der Konjunktur in Zeiten naturgewaltengleicher, vom System vööööllig "unverschuldeter" Krisen) , setzen den zweiten Teil NIE um. Wenn man den zweiten Teil daher in einer Kritik weglässt, dann ist das schlicht eine Anpassung an die 80-jährige Realität! Die obenstehende Kritik an unserer Keynes-Kritik ist darum eine höchst akademische.

=> Im HB kam vor einigen Tagen ein 12-seitiges (!) Special "Die 7 Irrtümer von J.M. Keynes". Und darin wurden noch nicht einmal alle seine Fehler aufgezählt: Denn das HB hat sich natürlich nicht an den Kern des Falschgeldsystems gewagt, ohne das Keynes´ Ratschläge nie im heutigen Umfang finanzierbar gewesen wären."
PermalinkPermalink 07.05.13 @ 18:08

Als Antwort auf: SNB-Jordan stört das Gold auf seiner Bilanz

Reinhold Wallner [Besucher]
Herr Jordan darf ruhig mehr Gold kaufen als von der Initiative der SVP verlangt wird! Er darf dann auch bis zum entsprechenden Fixpunkt auch wieder verkaufen! Falls er dann noch will ????!!!
PermalinkPermalink 04.05.13 @ 18:38

Als Antwort auf: SNB-Jordan stört das Gold auf seiner Bilanz

Walter Müller [Besucher]
Es ist schon klar, dass der SNB das Gold eine Last ist, da die SVP endlich Transparenz fordert und 100.000 Unterschriften gesammelt hat. Das Gold muss in der Schweiz gelagert werden und nicht im Ausland. Es könnte auch sein, dass das Gold gar nicht mehr vorhanden ist, weil die SNB es schon lange verpfändet oder verkauft hat. Darum diese negativen Aussagen dieses unabhängigen Jordan. Das Volk hat ein Recht darauf zu wissen, was hinter seinem Rücken so gemauschelt wird.
PermalinkPermalink 04.05.13 @ 13:05