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Kategorie: Tagesgespräch

Bundesbank veröffentlicht Barrenlisten zum deutschen Gold

von Peter Boehringer E-Mail 05.04.15 19:38:50

Eine Einschränkung vorab: Die Überschrift dieses Artikels ist nicht falsch - es gibt aktuelle neue Infos zur längst überfälligen Veröffentlichung der Gold-Barrenlisten der Deutschen Bundesbank! Noch immer ist es aber nicht ganz so weit – einige Wochen werden wir uns noch gedulden müssen. Und wir haben bereits heute große Zweifel an der Glaubhaftigkeit und an der Belegtheit der dann präsentierten Listen. Um diese Zweifel geht es hier heute aber noch nicht im Detail – warten wir erst mal ab, was nun bald kommt. Die Informationen, die wir seit einigen Wochen nun zu einer bevorstehenden Veröffentlichung der Barrenlisten haben, sind belastbar – aber noch nicht detailliert genug.

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Gold ist der Feind, Bargeld ist der Feind, die Freiheit ist der Feind

von Peter Boehringer E-Mail 01.04.15 10:53:49

Relativ aktuelle Gerichts-VOR(!)-Entscheidung zur uralten Frage der Abgeltungssteuer-Pflicht der Xetra-Gold-Inhaberschuldverschreibung (ETC):

„Xetra Gold: Einlösung einer Inhaberschuldverschreibung ist nicht steuerbar. Der 10. Senat des Finanzgerichts Münster hat entschieden, dass die Einlösung von Xetra Gold Inhaberschuldverschreibungen nicht zu steuerbaren Kapitaleinkünften führt.“

Soweit so gut – und auch rechtlich korrekt (wie seit 2008 von mir vertreten). Denn aber doch nicht gut – denn der entscheidende Satz in der o.g. Meldung lautet:

„Wegen der Abweichung von der Verwaltungsanweisung hat der Senat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.“

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Unsägliche aber typische Zustände beim österreichischen Nationalgold

von Peter Boehringer E-Mail 24.02.15 22:48:39

Ein aktueller Blog anlässlich des heute veröffentlichten sehr bemerkenswerten Berichts des Österreichischen Bundesrechnungshofs (ÖBRH) zum österreichischen Staatsgold. Für meine Leser habe ich das 143-seitige Dokument zusammengefasst und kommentiert. Siehe unten. Viel mehr zum Thema gibt es dann in meinem im April 2015 erscheinenden Buch „Holt unser Gold heim", in dem die Gold-Causa „Österreich“ dann nur eines von über 80 Unterkapiteln sein wird. Allerdings ein nicht unwichtiges, denn viele Abläufe und Zustände in Österreich sind typisch für den Umgang der Zentralbanken der Welt mit ihrem Staatsgold in angelsächsischen Tresoren! Lesen Sie diesen Artikel auch als Fortsetzung meines Blogs vom 13. Dezember 2014 zum gleichen Thema.

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Schweizer Franken-Planwirtschaft ging auch im Januar weiter

von Peter Boehringer E-Mail 08.02.15 07:57:04

„Interessante“ Neuigkeiten aus der Schweiz. Die SNB hatte ja bekanntlich am 15. Januar 2015 den planwirtschaftlichen Wechselkurs-Peg zum Euro endlich aufgehoben – jedenfalls behauptete dies Thomas Jordan (SNB-Chef). Unmittelbar danach begrüßte ich diesen überfälligen Schritt in einer ad hoc Analyse hier im GS-Blog „Schweizer Vollbremsung vor dem Ruin: Die SNB-Währungs-Planwirtschaft kapituliert“ und hier in einem Gespräch mit Oliver Janich, ebenfalls noch vom 15. Januar. Thomas Jordan erklärte den [damals] überraschenden Schritt damit, dass „eine Verteidigung des Mindestkurses nicht mehr sinnvoll war und nur noch mit ganz großen Interventionen hätte durchgesetzt werden können“.

Wohl wahr, so war das und so ist das. Man kann die Marktkräfte auf Dauer nicht aushebeln. Die SNB hatte nach seriösen Schätzungen Ende 2014 absurde 30 Milliarden Franken pro Monat einsetzen müssen, um die künstliche Grenze von 1,20 EUR/CHF mit aller Gewalt zu verteidigen!

Nun gibt es jedoch ganz aktuelle interessante Entwicklungen. Offenbar hat die SNB auch nach dem 15. Januar in dramatischer Weise interveniert, um zwar nicht mehr die 1,20 – aber doch wenigstens die EUR-CHF-Parität zu halten, was ebenfalls nicht dem vom Markt frei gefundenen Kurs EUR/CHF entspricht (der liegt je nach Annahmen zum Grad des Draghi´schen Druckwahnsinns derzeit irgendwo zwischen 0,80 und 0,90 Franken pro Euro, Tendenz weiter fallend)!

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Staatsgold 2014: In der Fed-Goldabgangs-Statistik fehlen 30,5 Tonnen

von Peter Boehringer E-Mail 31.01.15 19:36:29

Ein informierender Kurzblog aus aktuell gegebenem Anlass. Seit heute raus: Die neuen Zahlen der NY Fed, wie viel treuhänderisch für fremde Zentralbanken gelagertes Gold die Fed im Monat Dezember 2014 an diese anderen ZBs ausgeliefert hat. Im Prinzip hätte das ein monatlicher Routinebericht sein sollen. Da per 2014 keine weitere Zentralbank außer der Deutschen Bundesbank und der Holländischen Zentralbank (DNB ) irgendwelche Abrufe aus NY vermeldet hat (ebenfalls keine Einlieferungen von Gold an die Fed), war die zu erwartende Zahl per 31.12.2014 eigentlich klar: 5989 Tonnen hätten es sein müssen. Diese Zahl hätte sich errechnet aus dem Stand per 31.12.2013 von 6196 Tonnen, vermindert um die schon im November vermeldeten Abgänge an die DNB von 122,5 Tonnen und um die 85 Tonnen Fed-Abgang, die die Bundesbank vor wenigen Tagen entsprechend als Zugang 2014 aus NY vermeldet hatte (ich berichtete).

Heute Nachmittag kamen also nun die Zahlen – und o Überraschung: Es wurde per 31.12.2014 ein Buchwert von 8,17 Milliarden Dollar (zum seit Mitte der 1970er Jahre unveränderten Buchkurs von 42,22 Dollar/Unze) des bei der Fed lagernd verbleibenden Goldes fremder Nationen vermeldet.

Dies entspricht 6019 Tonnen – und damit nur 177 Tonnen weniger als per Jahresende 2013! Es hätten aber mindestens 122,5 + 85 = 207,5 Tonnen sein müssen! Es fehlen in der heutigen Abgangsstatistik also etwa 30,5 Tonnen! :!:

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