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Kategorie: Tagesgespräch

Der internationale Goldzug gen Heimat wird immer länger: Österreich holt Staatsgold heim

von Peter Boehringer E-Mail 22.05.15 20:53:43

Es hatte sich schon einige Monate abgezeichnet, nun ist es soweit: Der öffentliche Druck angesichts der skandalösen Zustände bei der Lagerung des österreichischen Staatsgolds (bislang Lagerung zu 80% in London, zu 20% in der Schweiz, zu 0% in Österreich) ist zu groß geworden, als dass eine jahrzehntelang von der OeNB kategorisch ausgeschlossene Heimholung nach Wien noch länger verzögert werde konnte. Erst im Dezember 2014 in Österreich nähert sich der Goldheimholung und dann nochmals im Februar 2015 hatte ich die absehbare Heimholung des österreichischen Goldes verlangt und prognostiziert: Unsägliche Zustände beim österreichischen Nationalgold. Daraus: „Obwohl die OeNB bei der Lagerstelle in England rd. 82 % ihrer physischen Goldbestände lagerte, fehlten in der Vereinbarung mit dieser Lagerstelle explizite Regelungen zu den Standards der Überprüfung und Wiegung des Goldes bei Einlieferung, zur Art der Verwahrung und zu den Eigentumsrechten. [Sic!] … Ich erwarte auch in felix Austria in den kommenden Jahren beim Staatsgold ‚Bewegung‘. Im wahren Wortsinn und gen Wiener Heimat! Alles andere wäre angesichts der hier skizzierten Zustände ein Dauerskandal. Doch auch in Österreich ist Goldheimholung leider ein Marathon, kein Sprint. Dieser Lauf wird (auch dort) fortgesetzt...

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Bundesbank veröffentlicht Barrenlisten zum deutschen Gold

von Peter Boehringer E-Mail 05.04.15 19:38:50

Eine Einschränkung vorab: Die Überschrift dieses Artikels ist nicht falsch - es gibt aktuelle neue Infos zur längst überfälligen Veröffentlichung der Gold-Barrenlisten der Deutschen Bundesbank! Noch immer ist es aber nicht ganz so weit – einige Wochen werden wir uns noch gedulden müssen. Und wir haben bereits heute große Zweifel an der Glaubhaftigkeit und an der Belegtheit der dann präsentierten Listen. Um diese Zweifel geht es hier heute aber noch nicht im Detail – warten wir erst mal ab, was nun bald kommt. Die Informationen, die wir seit einigen Wochen nun zu einer bevorstehenden Veröffentlichung der Barrenlisten haben, sind belastbar – aber noch nicht detailliert genug.

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Gold ist der Feind, Bargeld ist der Feind, die Freiheit ist der Feind

von Peter Boehringer E-Mail 01.04.15 10:53:49

Relativ aktuelle Gerichts-VOR(!)-Entscheidung zur uralten Frage der Abgeltungssteuer-Pflicht der Xetra-Gold-Inhaberschuldverschreibung (ETC):

„Xetra Gold: Einlösung einer Inhaberschuldverschreibung ist nicht steuerbar. Der 10. Senat des Finanzgerichts Münster hat entschieden, dass die Einlösung von Xetra Gold Inhaberschuldverschreibungen nicht zu steuerbaren Kapitaleinkünften führt.“

Soweit so gut – und auch rechtlich korrekt (wie seit 2008 von mir vertreten). Denn aber doch nicht gut – denn der entscheidende Satz in der o.g. Meldung lautet:

„Wegen der Abweichung von der Verwaltungsanweisung hat der Senat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.“

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Unsägliche aber typische Zustände beim österreichischen Nationalgold

von Peter Boehringer E-Mail 24.02.15 22:48:39

Ein aktueller Blog anlässlich des heute veröffentlichten sehr bemerkenswerten Berichts des Österreichischen Bundesrechnungshofs (ÖBRH) zum österreichischen Staatsgold. Für meine Leser habe ich das 143-seitige Dokument zusammengefasst und kommentiert. Siehe unten. Viel mehr zum Thema gibt es dann in meinem im April 2015 erscheinenden Buch „Holt unser Gold heim", in dem die Gold-Causa „Österreich“ dann nur eines von über 80 Unterkapiteln sein wird. Allerdings ein nicht unwichtiges, denn viele Abläufe und Zustände in Österreich sind typisch für den Umgang der Zentralbanken der Welt mit ihrem Staatsgold in angelsächsischen Tresoren! Lesen Sie diesen Artikel auch als Fortsetzung meines Blogs vom 13. Dezember 2014 zum gleichen Thema.

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Schweizer Franken-Planwirtschaft ging auch im Januar weiter

von Peter Boehringer E-Mail 08.02.15 07:57:04

„Interessante“ Neuigkeiten aus der Schweiz. Die SNB hatte ja bekanntlich am 15. Januar 2015 den planwirtschaftlichen Wechselkurs-Peg zum Euro endlich aufgehoben – jedenfalls behauptete dies Thomas Jordan (SNB-Chef). Unmittelbar danach begrüßte ich diesen überfälligen Schritt in einer ad hoc Analyse hier im GS-Blog „Schweizer Vollbremsung vor dem Ruin: Die SNB-Währungs-Planwirtschaft kapituliert“ und hier in einem Gespräch mit Oliver Janich, ebenfalls noch vom 15. Januar. Thomas Jordan erklärte den [damals] überraschenden Schritt damit, dass „eine Verteidigung des Mindestkurses nicht mehr sinnvoll war und nur noch mit ganz großen Interventionen hätte durchgesetzt werden können“.

Wohl wahr, so war das und so ist das. Man kann die Marktkräfte auf Dauer nicht aushebeln. Die SNB hatte nach seriösen Schätzungen Ende 2014 absurde 30 Milliarden Franken pro Monat einsetzen müssen, um die künstliche Grenze von 1,20 EUR/CHF mit aller Gewalt zu verteidigen!

Nun gibt es jedoch ganz aktuelle interessante Entwicklungen. Offenbar hat die SNB auch nach dem 15. Januar in dramatischer Weise interveniert, um zwar nicht mehr die 1,20 – aber doch wenigstens die EUR-CHF-Parität zu halten, was ebenfalls nicht dem vom Markt frei gefundenen Kurs EUR/CHF entspricht (der liegt je nach Annahmen zum Grad des Draghi´schen Druckwahnsinns derzeit irgendwo zwischen 0,80 und 0,90 Franken pro Euro, Tendenz weiter fallend)!

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