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Kategorie: Bankenkrise

Selektivschuld, Kollektivschuld und Entbankifizierung

von Peter Boehringer E-Mail 18.11.12 16:47:52

Kollege Martin Schweiger hat heute in einem gewagten aber wichtigen Artikel Die Rolle der Massen in einem kollektivistischen System und ihre Verantwortung beleuchtet. Dies zum einen in abstrakter Form (Stichwort „kollektive Verantwortung der Massen für Fehlentwicklungen“) – aber auch ganz konkret auf Basis von Daten der Entnazifizierung nach dem Zusammenbruch des kollektivistischen national-sozialistischen Systems in Deutschland. Und dann auch ganz explizit schon im Vorgriff auf eine spätere moralisch-geschichtliche Aufarbeitung der Schuld heutiger Generationen für die Verbrechen des heutigen BaMoKap-Systems, das sich über das kriminelle fraktionale Kreditfalschgeld seit nunmehr 100 Jahren refinanziert. Auch in diesem System gab und gibt es wie in jedem totalitären System „Hauptschuldige“, „Belastete“, „Minderbelastete“, „Mitläufer“, „Unbelastete“.

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Widerstand des BaMoKap gegen "Holt unser Gold heim"

von Peter Boehringer E-Mail 08.11.12 14:31:35

Beim viel- und doch immer wieder einfältigen Geschreibe des unverbesserlichen Papiergeld-gläubigen Anti-Gold-Mainstreams ist man ja meistens gut beraten, als Goldkarawane einfach weiterzuziehen; sich nicht jedes längst widerlegte Argument zur Brust zu nehmen – und nicht auf jede Polemik zu reagieren. Aber nachdem seit dem vorigen Blog gegen die Ergüsse des Herrn Münchau auf Spiegel Online im Rahmen der konzertierten Mainstream-Aktion gegen Gold inzwischen drei weitere im negativen Sinn bemerkenswerte Pamphlete erschienen sind – und nun seit heute 8.11. auch noch ein besonders perfides Stück des Herrn Marc Schieritz vom Titelblatt der Print-ZEIT online steht, lohnt es sich inzwischen doch, die Lowlights aus all diesen Artikeln aufzulisten. Sozusagen das „Best_of_Politökonomie_2012“ bzw. die besten „Anti-Gold-Mythen“ des untersten Mainstream-Niveaus. Und sei es nur zur Belustigung bzw. zur Dokumentation einer verirrten und korrupten Zeit für die Nachwelt. Im Folgenden wird daher zitiert aus:

a) Peter Ehrlich (FTD, Leiter der Brüsseler Europa-Redaktion): Operation Fort Knox
b) Antje Höning (Rheinische Post, „Die Ökonomin“): Gold wird maßlos überschätzt
c) Marc Schieritz (Die ZEIT & ex-FTD): Gold, das nicht glänzt

Im Ausland bekommt übrigens die „Audit the Gold“- bzw. die „Repatriate the Gold“-Forderung immer mehr Traktion, zB hier Five things repatriating gold bullion says about the country oder hier Bundesbank slashed London gold holdings in mystery move. Die ideologischen Scheuklappen der internationalen Medien sind weniger ausgeprägt als bei uns – vermutlich auch deshalb, weil der deutsche Auslandshort nun einmal der größte ist, so dass um dessen Verbleib in USA und UK aus Sicht der Papiergeld-Eliten ein höherer medialer Bestechungsaufwand gerechtfertigt ist. Und natürlich, weil die keynesianische Gehirnwäsche bei deutschen Wirtschaftsredakteuren seit Jahrzehnten traditionell besonders gut angeschlagen hat. Nichtsdestotrotz bewegt die Kampagne auch bei uns etwas. Lesen Sie dazu gerne alle Updates und Kommentare unter meinem vorigen Blog – insbesondere die nach Jahrzehnten des Schweigens völlig neuen und damit sensationellen Erklärungen der BuBa zu den Tonnagen an den vier Lagerorten des deutschen Goldes. Transparenz ist der erste Schritt zum Audit – denn nun haben wir immerhin erstmals die Soll-Größen für einen sauberen und weiterhin von uns geforderten öffentlichen Audit an allen Standorten anhand der Barrennummernlisten! Und hören Sie gerne auch meine weiteren Erläuterungen zur Goldaktion an – hier im GoldMoney-Interview oder auch in einem aktuellen Messe-Interview.

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Stilblüten aus der vollpolitisierten EZB-Ökonomie: die "Rückkehr zum Status Quo"...

von Peter Boehringer E-Mail 21.09.12 12:13:25

Sie werden hier in der kommenden Zeit immer mehr lesen zu den (dramatischen) Folgen der „Vollpolitisierten Ökonomie“.

Dies ist ein Begriff, der aus meiner Sicht die seit ca. 2007 (Fed) und seit 2010/12 (BoJ, BoE, EZB, EFSF, ESM) auf die vorläufige Spitze getriebenen geldpolitischen Eingriffe in inzwischen fast jeden Winkel der Wirtschaft am besten umschreibt - und unser aller Leben in den kommenden Jahren zunehmend (negativ) beeinflussen wird.

Zwar sollte man dabei nicht vergessen, dass schon der Begriff der Geld-„Politik“ überhaupt erst seit den unnatürlichen, nicht-nachhaltigen Ideen eines Keynes seit den 1930ern entstehen konnte; sowie nur durch die perverse Erfindung des fractional banking (Fed, 1913) im seitdem real existierenden Keynesianismus finanziert werden konnte! Doch erst seit ca. 2007 wird der Wahnsinn eben auf ein neues quantitatives Niveau gehoben, welches die Welt insgesamt noch nie gesehen hat – und auch Einzelstaaten von Zimbabwe bis Weimar nur relativ selten.

Die Folgen der Entwicklung sind damit weltweit spürbar. Sie werden zunächst Sparer, Rentner und Anleger betreffen – aber ebenso beinahe jede wirtschaftliche Tätigkeit in der vollpolitisierten Ökonomie. Und sie werden auch zunehmend für fast jede gesellschaftliche Fehlentwicklung verantwortlich sein, was nicht zufällig von allen Österreichischen Autoren seit Jahrzehnten befürchtet und prognostiziert wird. Krankes Geld = Kranke Welt.

Bloganlass ist heute dieser zur Politisierung der Wirtschaft allerbestens passende Spruch des Tages vom „Chefvolkswirt“ im EZB-Direktorium, Doktor Peter Praet:

„Eine Rückkehr zum Status quo [ist] für Europa heute keine [...] Option mehr." :!: XX(

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Deutschland und sein AAA: absolute versus relative Rating-Wahrheiten

von Peter Boehringer E-Mail 24.07.12 12:18:42

22.30 Uhr am gestrigen Montagabend: Moody´s setzt doch tatsächlich „total überraschend“ auch Deutschlands AAA-Rating auf „watch negative“. Große Aufregung und Hektik sowohl bei den so spät noch aktiven Mainstream-Redaktionen, um diese Meldung schnell noch ins Blatt zu heben – als auch heute dann bei einigen Bank- und Internet-Analysten.

=> Objektive Beobachter und Kenner der US-Ratingagenturen-Farce fragen sich: Warum eigentlich solche Aufregung? S&P hatte diesen auf den ersten Blick absurden Schritt schon am 5.12.2011 vollzogen, der leider nur bei einem souverän wirtschaftenden Deutschland ohne EU wirklich gänzlich absurd wäre. Ich schrieb damals im Blog Stuft Barroso, die USA, GB, die EU, den EUR und S&P herab folgende Absätze, die auch auf den gestrigen lange absehbaren Schritt von Moody´s nun 1:1 zutreffen:

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Schachts Brief von 1939 und die Parallelen zur EUR-Rettung

von Peter Boehringer E-Mail 16.07.12 16:11:06

Anlass des heutigen Artikels ist ein zwar schon lange nicht mehr geheimer – aber wenig bekannter und im Internet bislang nicht im Volltext verfügbarer Brief des einstigen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht vom 7. Januar 1939 an Hitler, welcher nur Tage danach zur Entlassung des Notenbankers Schacht geführt hat; und der nicht nur wichtige Einblicke in die fehlgeleitete Wirtschafts- und Macht-Ideologie des Sozialisten Hitler ermöglicht, sondern auch viele sehr offensichtliche Parallelen zu unserer heutigen Kritik an den endlosen sozialistischen „Rettungen“ des Euro aufweist.

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